Hochschulschriftenserver der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
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    The theories of design patterns and their practical implications exemplified for e-learning patterns

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    Patterns are an efficient and successful way to capture best practices and access the tacit knowledge of experts. While the basic concept of patterns is simple and applicable in various domains there are many gaps in understanding the deeper meanings of the approach. This work will explore the nature of patterns and pattern languages by discussing the state-of-the-art, linking the pattern concept to its original ideas and develop a theoretical framework to understand the relations and differences between patterns in the world, patterns in our heads and pattern descriptions. The common ground for patterns is to capture the context, problem, conflicting forces, a generative solution and the consequences in written form. To discuss the meanings of these analytical perspectives a path metaphor will be introduced in this thesis. The concepts will be linked to Alexander’s original ideas and common views from the pattern community. We will also identify gaps such as the weak understanding of the different problem levels that should be addressed in a pattern. Moreover, the thesis will reason about the quality of patterns by reflecting on wholeness and its properties. The major contribution is the foundation of a framework that links the pattern concept to established theories from other disciplines. Patterns in the world are related to the philosophical idea of universals. A thought experiment will show the problems of abstracting and dividing a structure into parts and patterns. The construction of patterns in our heads is explained according to schema theory. Different experiences can lead to different pattern ideas. In our view the descriptions of patterns is similar to the formulation of theories. A pattern is a network of statements about the interaction of forces in a given context. Its proposed solution is supposed to resolve the existing conflict of forces. Such claims are subject to falsification and can be treated as hypotheses about good design. While good patterns are grounded on empirical cases, the generalized forms cannot be relieved from the problem of induction - what has worked in the past does not necessarily work in future cases. Patterns need to be tested continuously and evolve based on new data. From these considerations we will derive practical guidance for pattern mining. The proposed theoretical framework will be supported by empirical findings. The lessons learnt from an authoring system that generates patterns of interactive graphics show that we can create many variations of instances based on the same universal code. This universal, however, is something artificially constructed by designers. It does not proof that this universal represents the world appropriately. To see whether individuals construct similar patterns we will report on the results from a laboratory study. The experiment tests the construction of schemas of interactive graphics. We will also reflect on pattern descriptions as the result of mining processes. Depending on the format, granularity and level of abstraction these descriptions contain different amounts of testable instructive information. A retrospective document analysis will compare different descriptions of patterns to illustrate this point. The main contribution of this work is to show the variety of ideas about patterns, the underlying theories and relations between patterns in the world, patterns in our heads and pattern descriptions. These relations show that patterns are socially and mentally constructed. At the one hand patterns try to capture one view of the reality that can be tested empirically. On the other hand pattern descriptions also influence which artefacts are created in the future. There is a feedback loop as patterns capture a perceived reality and potentially shape parts of the future reality, i.e. new objects in the world.Muster sind ein effizienter und bewährter Ansatz, um erfolgreiche Lösungen und das implizite Expertenwissen über deren Umsetzung zu sammeln und zu dokumentieren. Die grundlegende Idee des Entwurfsmusteransatzes ist leicht verständlich und wird bereits in vielen Fachdisziplinen eingesetzt. Dennoch gibt es häufig viele Lücken, wenn es um ein tiefer gehendes Verständnis des Ansatzes geht. Diese Arbeit wird daher die grundlegenden Eigenschaften von Mustern und Mustersprachen aufzeigen. Dazu werden der aktuelle Kenntnisstand (State-of-the-art) dargestellt, die ursprünglichen Ideen des Ansatzes rückverfolgt und ein Theorierahmen entwickelt, um den Zusammenhang zwischen Mustern in der Welt, Mustern in unseren Köpfen und Musterbeschreibungen zu verstehen. Der gemeinsame Nenner für alle Entwurfsmuster ist die Erfassung von Kontext, Problemstellung, wechselseitigen Wirkkräften, einer generativen Lösung und deren Konsequenzen in schriftlicher Form. Die Bedeutungen dieser analytischen Perspektiven werden anhand einer Pfad-Metapher erörtert. Die dahinterliegenden Konzepte werden auf Alexanders ursprüngliche Ideen zurückgeführt und mit der allgemeinen Sichtweise der Pattern Community abgeglichen. Dabei werden wir auch Lücken identifizieren, zum Beispiel ein häufig nur sehr oberflächliches Verständnis der verschiedenen Problemebenen, die in einer Musterbeschreibung diskutiert werden sollten. Neben dem Beschreibungsformat werden in dieser Arbeit auch Qualitätskriterien für gute Muster thematisiert, die im Wesentlichen auf Ganzheitlichkeit bzw. Gestalthaftigkeit zurückgeführt werden. Der wichtigste Beitrag der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Theorierahmens, der den Musteransatz mit etablierten Theorien anderer Disziplinen verknüpft. So lässt sich ein Zusammenhang zwischen Mustern in der Welt und philosophischen Vorstellungen über Universalien herstellen. Mithilfe eines Gedankenexperiments werden die Probleme beim Abstrahieren und Zerlegen einer Weltstruktur in seine Teile illustriert. Das Konstruieren von mentalen Mustern wird anhand der psychologischen Schematheorie erklärt. Daran lässt sich aufzeigen, dass unterschiedliche Erfahrungshintergründe in der Regel zu verschieden konstruierten Mustern und Vorstellungen führen. Wir werden die Position einnehmen, dass das Beschreiben eines Musters viele Ähnlichkeiten mit dem Entwickeln wissenschaftlicher Theorien aufweist. Ein Muster ist nämlich ein Netzwerk von Aussagen über die Interaktion von Wirkkräften in einem bestimmten Kontext. Die in einem Muster vorgeschlagene Lösung soll vorhandene Konflikte zwischen diesen Wirkkräften auflösen. Sowohl die Annahme über das tatsächliche Vorhandensein dieser Wirkkräfte wie auch die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Intervention sind falsifizierbar und lassen sich wie Hypothesen über gutes Design behandeln. Gute Muster sind zwar immer abgeleitet aus belegten empirischen Fällen, doch die Verallgemeinerungen führen direkt zum Grundproblem der Induktion: was in der Vergangenheit funktioniert hat, muss nicht automatisch auch in Zukunft funktionieren. Muster müssen daher fortlaufend überprüft und bei neuer Erfahrungslage weiterentwickelt werden. Aus diesen Überlegungen heraus werden wir praktische Empfehlungen für das Aufspüren von Mustern („Pattern Mining“) ableiten. Der vorgeschlagene Theorierahmen wird durch empirische Arbeiten unterstützt. Aus den Erfahrungen beim Entwickeln eines Autorensystems zum Erstellen interaktiver Grafiken haben wir gelernt, dass es möglich ist, vielfältige Exemplare eines Interaktions-Musters zu erzeugen, die alle auf dem gleichen universellen Maschinencode basieren. Eine solche real existierende Universalie ist jedoch künstlich von Entwicklern konstruiert. Damit ist nicht bewiesen, dass diese Universalie die Welt angemessen repräsentiert. Um festzustellen, ob verschiedene Individuen ähnliche (mentale) Muster konstruieren werden die Ergebnisse eines Laborexperiments diskutiert. Das Experiment prüft die Konstruktion von Schemata über interaktive Grafiken. Zudem wird über die dokumentierten Musterbeschreibungen, die aus „Pattern Mining“-Prozessen hervorgehen, reflektiert. Abhängig vom gewählten Beschreibungsformat, der Granularität und dem Abstraktionsniveau findet man in diesen Beschreibungen unterschiedliche Informationsgehalte und überprüfbare Instruktionen. Eine retrospektive Dokumentanalyse wird sich mit verschiedenen Musterbeschreibungen auseinandersetzen und diese miteinander vergleichen. Der wesentliche Beitrag dieser Arbeit liegt darin, die Vielfalt an Ideen über Muster, die zugrundeliegenden Theorien sowie die Zusammenhänge zwischen Mustern in der Welt, Mustern in unseren Köpfen und den Musterbeschreibungen aufzuarbeiten und darzustellen. Diese Zusammenhänge zeigen, dass Muster sozial und mental konstruiert werden. Auf der einen Seite stellen Muster den Versuch da, eine bestimmte Sicht auf die Realität einzunehmen, die sich empirisch testen lässt. Auf der anderen Seite beeinflussen Musterbeschreibungen aber auch welche Artefakte in Zukunft erstellt werden. Es gibt also eine Rückkopplung, da jedes Muster eine wahrgenommene Realität beschreibt und gleichzeitig das Potenzial trägt, Teile einer zukünftigen Realität zu formen

    Logistics networks and integrative mid-term operations planning in grocery retailing [cumulative dissertation]

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    Die Beiträge befassen sich mit logistischen Fragestellungen im stationären Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Es werden logistische Netzwerke und die entsprechenden Warenflüsse empirisch untersucht und strukturiert sowie korrespondierende logistische Planungsprozesse analysiert und weiterentwickelt. Der erste Beitrag “Integrative retail logistics: An exploratory study” bildet ein explorativ-empirisches Fundament, auf dem alle weiteren Beiträge aufsetzen. Die Durchführung und Analyse von 28 leitfadengestützen Interviews liefert eine Vielzahl von relevanten Erkenntnissen über logistische Netzwerkstrukturen und integrative Planungsprobleme im LEH, die in die weiteren Beiträge einfließen und auf deren Basis die Optimierungsansätze entwickelt werden. Ein spezifisches Charakteristikum von Lieferketten im LEH ist die horizontale Segmentierung der Warenströme nach unterschiedlichen Dimensionen und Kriterien oder Kombinationen von Kriterien. Der zweite Beitrag liefert basierend auf den empirischen Ergebnissen eine tiefergehende Beschreibung des Segmentierungsansatzes im LEH und der damit verbundenen Planungs- und Entscheidungsprozesse sowie deren Zusammenhang mit der logistischen Effizienz in den Teilsystemen der Lieferkette. Sowohl die aus der Segmentierung resultierenden Planungsaufgaben als auch die empirisch in Beitrag 1 identifizierten Planungsprobleme finden Eingang in die “Demand and Supply Chain Planungsmatrix” (Beitrag 3), die ein ganzheitliches und strukturiertes Rahmenwerk darstellt, in dem die einzelnen logistischen Planungsprobleme abgebildet sind und ihre Zusammenhänge transparent werden. Dieses erarbeitete Gesamtbild der logistischen Strukturen und der logistischen Planung im LEH bildet die Grundlage für den Vergleich mit der Automobilindustrie in Beitrag 4. Das Ergebnis wiederum liefert Ansatzpunkte für eine Optimierung der Logistikplanung. Sowohl die empirische Untersuchung im LEH als auch der Vergleich mit der Automobilindustrie legen nahe, dass die Filiallogistik stärker und besser als in der Vergangenheit in logistische Kalküle integriert werden muss, um ein höheres Effektivitäts- und Effizienzniveau zu erreichen. Die Beiträge 5 und 6 greifen daher zwei Optimierungsansätze auf, die in den Beiträgen 1 und 4 als für die Filiallogistik besonders relevant identifiziert wurden. In Beitrag 5 wird ein Bewertungs- und Optimierungsmodell zur Selektion filialorientierter Versandgebindegrößen entwickelt. Beitrag 6 liefert einen ganzheitlich integrativen Ansatz zur Bestimmung von Filialbelieferungsmustern, der sowohl die Prozesse in den Verteilzentren und im Transport als auch in der Filiale integriert.The articles are concerned with logistics issues in the bricks-and-mortar grocery retail trade. Logistics networks and the related goods flows are examined empirically and systematically, and corresponding logistics planning processes are analyzed and refined. The first article, “Integrative retail logistics: An exploratory study,” lays the exploratory, empirical groundwork upon which all the other articles are based. The execution and analysis of 28 semi-structured face-to-face interviews provide numerous relevant insights into logistics network structures and integrative planning problems in the grocery retail trade. These insights flow into the following articles and form the basis for developing the optimization initiatives. A specific characteristic of supply chains in grocery retailing is the horizontal segmentation of goods flows according to differing dimensions and criteria or combinations of criteria. The second article builds on the empirical findings to provide a more detailed description of the segmentation approach in the grocery retail trade and the associated planning and decision-making processes. It also examines their connection to the logistics efficiency in the subsystems of the supply chain. The “Demand and Supply Chain Planning Matrix” in the third article deals with the planning tasks resulting from the segmentation as well as the planning issues identified empirically in the first article. This matrix represents a comprehensive and structured framework that maps the individual logistics planning issues and makes their connections transparent. This overall perspective on the logistics structures and logistics planning in the grocery retail trade forms the basis for the comparison with the automotive industry in the fourth article. The results of this in turn provide initiatives for optimizing logistics planning. Both the empirical analysis of the grocery retail trade as well as the comparison with the automotive industry suggest that instore logistics should be integrated into logistics planning more intensively than in the past to achieve a greater degree of effectiveness and efficiency. Articles 5 and 6 are therefore concerned with two optimization levers that were identified in articles one and four as being particularly relevant to instore logistics. The fifth article develops an evaluation and optimization model for selecting store-oriented order packaging quantities. Article 6 provides a holistic approach for determining store delivery patterns that is integrated into both the processes in the distribution centers and transportation as well as in the stores

    Nationale Sprach- und Kulturinstitute als zeitgemäße und zukunftsweisende Antriebskräfte für den Schutz, den Erhalt und die Verbreitung von Sprachen und Kulturen nationaler Minderheiten. Strategische Überlegungen und Handlungsempfehlungen, ausgehend von der Situation in Spanien und Frankreich

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    Die vorliegende Studie "Nationale Sprach- und Kulturinstitute als zeitgemäße und zukunftsweisende Antriebskräfte für den Schutz, den Erhalt und die Verbreitung von Sprachen und Kulturen nationaler Minderheiten. Strategische Überlegungen und Handlungsempfehlungen, ausgehend von der Situation in Spanien und Frankreich" ist der romanischen Sprachwissenschaft und im Speziellen der Soziolinguistik zuzuordnen. Sie befasst sich mit der Problematik der Marginalisierung europäischer Regional- und Minderheitensprachen in der Gesellschaft und weist neue Möglichkeiten zu deren Förderung auf, was u. a. von der EU gefordert wird. Da die Staaten die Hauptverantwortung für den Minderheitenschutz tragen, richtet sich die vorgeschlagene Strategie an sprach- und kulturpolitische Entscheidungsträger auf nationaler Ebene. Zunächst zeige ich mit einer qualitativen Online-Inhaltsanalyse am Beispiel des spanischen Instituto Cervantes und der französischen Alliance Française auf, dass nationale Sprach- und Kulturinstitute eine effiziente Sprach- und Kulturförderung betreiben. Diese wird durch den zeitgemäßen und zukunftsweisenden Charakter ihrer Veranstaltungen ausgewiesen. Die Kriterien für letzteren sind u. a. eine Anpassung an die Anforderungen der heutigen Zeit, ein Nachhaltigkeitsanspruch und eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen. Dahinter verbirgt sich das Potenzial, das auch zugunsten des Minderheitenschutzes ausgeschöpft werden kann, denn jene Kriterien favorisieren alle die Förderung von Sprachen und Kulturen nationaler Minderheiten, wenn sie in einen passenden Rahmen eingebunden werden. Damit entsprechen sie im weitesten Sinne Gedanken, die im völkerrechtlichen Minderheitenschutz zum Tragen kommen oder sie definieren sich über qualitative Merkmale, die zur Berücksichtigung völkerrechtlicher Erwartungshaltungen förderlich sind. Auf dieser Grundlage entwickle ich anhand einer weiteren qualitativen Inhaltsanalyse Handlungsempfehlungen für nationale Sprach- und Kulturinstitute. Die in einem Maßnahmenkatalog erfassten Empfehlungen basieren auf internationalen Erklärungen und berücksichtigen u. a. sprach- und kulturpolitische Erwartungshaltungen der Katalanen in Spanien und der Okzitanier in Frankreich. Sie sind an die Strukturen der Institute angepasst und können in den Bereichen ,Sprachkurse‘ und ,Kulturveranstaltungen’ umgesetzt werden. Qualitativ und quantitativ sind die Empfehlungen so diversifiziert, dass sie nahezu allen nationalen Minderheiten Europas, unabhängig von der Vitalität ihrer Sprachen und Kulturen, zugute kommen können.This dissertation, "National Language and Cultural Institutes as Contemporary and Progressive Forces for the Conservation, Preservation and Proliferation of National Minorities’ Languages and Cultures: Strategic Considerations and Recommendations for Action Based on the Situations in Spain and France", examines Romance linguistics, specifically sociolinguistics. It addresses the problems of the marginalization of European regional and minority languages in society and presents new avenues for their promotion, which is required by the European Union and other organizations. Since nations bear the primary responsibility for the protection of minorities, this work proposes strategies aimed at decision makers in the fields of language and cultural policy on the national level. The study begins with a qualitative online content analysis of the Spanish and French language and cultural institutes: Instituto Cervantes and Alliance Française, respectively. The results of the evaluation show that these institutes efficiently pursue linguistic and cultural promotion thanks to the contemporary and progressive nature of their activities. The criteria for determining these attributes include, among others, the adaptation to modern society, the sustainability of the activities, and the response to societal problems. These specific criteria constitute qualitative characteristics that are in line with the expectations of international law. Existing programs carried out by the above mentioned language and cultural institutes therefore constitute a solid foundation for advancing the protection of national minorities through the promotion of their languages and cultures within a suitable action plan. The results from the initial qualitative online analysis provide the substance for a second qualitative analysis, which concludes with recommendations for action that may be carried out by national language and cultural institutes to increase the efficiency of protecting minorities’ languages and cultures. The recommendations, presented in a measure catalog, are based on international declarations and take into consideration, among other things, the expectations of language and cultural policy of Catalans in Spain and speakers of Occitan in France. They are adapted to the structure of the institutes and can be implemented in two of their services: language courses and cultural events. Qualitatively and quantitatively, the recommendations are so diverse that they can benefit almost any European language minority, regardless of the vitality of their languages and cultures

    Cross-curricular problem solving : Entwicklung und Erprobung eines Testverfahrens und Analyse von Bedingungen fächerübergreifender Problemlösekompetenzen bei Studierenden

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    Probleme in neuen Situationen zu lösen, prägt unseren Alltag und Beruf. Die Fähigkeit, sich mit komplexen und wechselnden Sachverhalten auseinandersetzen zu können, ist dementsprechend wichtig, um sowohl an der Gesellschaft als auch am beruflichen Leben erfolgreich teilnehmen zu können und sich neues Wissen zu erschließen. Aktuelle Studien zeigen, dass die Anwendung von im Studium erworbenem Wissen und Können von Arbeitgebern und Studierenden nicht als ausreichend eingeschätzt wird, um diese Anforderungen bewältigen zu können. Zurückgeführt wird dies auch darauf, dass bislang zu wenig sogenannte berufsbefähigende Kompetenzen im Studium vermittelt wurden. Um diese Lücke zu schließen, wurden in den letzten Jahren unterschiedliche Projekte angestoßen: So begann die OECD vor einigen Jahren mit der Analyse derjenigen Kompetenzen, die einen mündigen Bürger auszeichnen und definierte sogenannte life skills, bzw. key competencies. Im Rahmen der PISA-Studien wurden auf schulischer Ebene auch Fähigkeiten evaluiert, neue Probleme lösen zu können. Auf Hochschulebene wurde nun das Hochschulstudium reformiert. Mit der Etablierung von Bachelor- und Masterstudiengängen sollte der Fokus auch auf die Berufsbefähigung der Studierenden gelegt werden. Problematisch in diesem Zusammenhang ist, dass bislang ungeklärt ist, wie diese berufsbefähigenden Kompetenzen, als Teil sogenannter academic skills, das heißt, an der Hochschule zu erwerbender Fähigkeiten, definiert und gemessen werden können und inwieweit Studierende beim Erwerb dieser Kompetenzen unterstützt werden müssen, bzw. können. In der vorliegenden Studie wurde ein theoretisches Modell der Kompetenz fächerübergreifenden Problemlösens – das heißt, Probleme in neuen Situationen lösen zu können – und ein diagnostisches Instrument zur Evaluation dieser Kompetenz entwickelt und getestet. Dabei wurden auch Bedingungsfaktoren fächerübergreifenden Problemlösens identifiziert. Anhand der empirischen Überprüfung des Modells konnten bedeutsame Modellmerkmale identifiziert werden. Die Befunde weisen darauf hin, dass insbesondere diejenigen Probleme schwierig zu lösen sind, die eine Wahrscheinlichkeitsschätzung beinhalten oder es erfordern, komplexe Informationen zu ordnen. Dabei spielt auch die Modalität der Problemelemente und die Reflektiertheit der Studierenden im Umgang mit Wissen (epistem. beliefs), sowie die Einschätzung der Wirksamkeit des Handelns der Studierenden eine Rolle. Insgesamt zeigen die Befunde, dass sich die Studierenden verschiedener Semester und Studiengänge in Abhängigkeit der Anforderung des jeweiligen Problems unterscheiden. Dies lässt den Schluss zu, dass sich Problemlösefähigkeiten im Laufe des Studiums verändern. Weiterhin lässt dies auch die Frage zu, inwieweit Studiengänge unterschiedlich auf fächerübergreifendes Problemlösen vorbereiten. Die Befunde verdeutlichen die Notwendigkeit, Studierenden zu vermitteln, inwieweit fachspezifische Fähigkeiten auch fachübergreifend angewendet werden können, sowie Selbstwirksamkeit und epistemologische beliefs bei der Lehre zu berücksichtigen. Die vorliegende Studie geht über bestehende Studien zum Problemlösen und fächerübergreifenden Problemlösen hinaus, da Faktoren des Problems und der Person gemeinsam betrachtet und Ableitungen für die Lehre mit bedacht wurden.In our every-day as well as in our professional life, we are used to solving problems in new situations. The ability to deal with complex and changing circumstances is important in order to succeed in professional as well as social life. However, current studies show that both employers and employees often feel that knowledge and skills learned in academic studies are not sufficient to deal with professional problems. This is often attributed to a lack of teaching so-called berufsbefähigende Kompetenzen (job-relevant competencies) in academic studies. In order to ensure a better successful professional practice in the future, different projects have been introduced in the past few years: OECD began the analysis of competencies that characterize an informed citizen, and defined so called life skills and key competencies. The subsequent PISA-studies of European primary and secondary education assessed, among others, competencies for dealing with new problems. Also, the European Higher Education System was being reformed. In the newly established Bachelor and Master programs, the employability of graduates was supposed to be a key factor. However, it is still unclear how job-relevant competencies, as part of so called academic skills (that is, skills learned in a higher education program), may be defined and evaluated. It also remains unclear how these competencies could and should be taught to students. This study develops and tests a theoretical model and a diagnostic tool for analyzing cross-curricular problem solving competencies – that is, the ability to solve problems in new situations. For this, conditions for cross-curricular problem-solving were identified. With the empirical test the study was able to identify significant model features. The results show that especially those problems were hard to solve that involved assessments of probability or required organizing complex information. Important factors were the type of problems involved, the degree to which students were aware of their knowledge (epistemological beliefs), as well as their assessment of the effectiveness of their actions. The results show that there are differences between students of different fields and academic years with regard to certain types of problem. That is, the ability to solve problems changes over the years of study. This raises the question, whether some disciplines prepare their students better for cross-curricular problem-solving than others. The results show the necessity to teach students how subject-specific knowledge can be applied to other areas, and to consider self-efficacy and epistemological beliefs in teaching. By examining both personal and problem-related factors, and by presenting implications for the improvement of teaching in higher education, this study goes beyond previous studies on problem-solving and cross-curricular problem-solving

    The photo reportage in Germany from 1925 to 1935 : an empirical study on the history of the illustrated press during the development of photo journalism

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    Abstract Die Fotoreportage in Deutschland von 1925 bis 1935. Eine empirische Studie zur Geschichte der illustrierten Presse in der Periode der Durchsetzung des Fotojournalismus Diese Studie befasst sich mit der Entwicklung der Fotoreportage in deutschen illustrierten Wochenzeitungen (1925-1935). Nur wenige Behauptungen zur Entwicklung der Fotoreportage sind empirisch fundiert. Die vorliegende Studie untersucht zwei Hypothesen mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse: Zum einen die These, dass die moderne Fotoreportage ab 1929 von Stefan Lorant entwickelt wurde, und zum anderen Gidals Feststellung, dass 1933 der neue Bildjournalismus in Deutschland zusammenbrach und sich hauptsächlich propagandistischer Bilder bediente. Das Korpus enthält alle Ausgaben der Berliner Illustrirten Zeitung, der Arbeiter-Illustrierten Zeitung, des Illustrierten Beobachters und der Münchner Illustrierten Presse von 1925 bis 1935. Die Inhaltsanalyse zeigt, dass die Anzahl der Fotoreportagen ab 1927 stark anstieg. Fotoreportagen wiesen schon in allen vier Illustrierten narrative Strukturen und Elemente (ein zweiseitiges Layout, eine ansprechende Typografie, wechselnde Fotoformate, Schlüsselbilder, Freistellungen und Überlappungen von Fotos) auf und halten dem Vergleich mit der modernen Fotoreportage Gidals stand. Nach 1928 stieg die Anzahl der Fotoreportagen in allen vier Medien weiter an. Die narrativen Gestaltungselemente gewannen bis 1932 immer mehr an Bedeutung. Ab 1933 zeigte sich eine Entwicklung zur mehrseitigen Reportage – mit propagandistischem Inhalt und zur großformatigen Fotografie, wogegen die Anzahl narrativer Elemente abnahm. Die moderne Fotoreportage entstand also nicht erst von 1929 bis 1931 in der MIP, sondern bereits ab 1927 in der MIP, AIZ und im IB (BIZ 1929). Ab 1933 erschienen im Layout veränderte, propagandistische Fotoreportagen. Die narrative Struktur und Ästhetik des Layouts entsprach in vielen Fällen immer noch den Kriterien der modernen Fotoreportage. Ein Zusammenbruch des Bildjournalismus ist nach den vorliegenden Untersuchungen nicht zu erkennen.Abstract The photo reportage in Germany from 1925 to 1935. An empirical study on the history of the illustrated press during the development of photo journalism This study focuses on the development of the photo reportage in German weekly magazines (1925-1935). Only few claims about the development of the photo reportage are empirically founded. The present study examined the following two hypotheses by means of a quantitative analysis of a text corpus: The first hypothesis under investigation was the claim that Stefan Lorant had developed the modern photo reportage from 1929. The second claim that we put to test is Gidal’s statement that modern photojournalism in Germany collapsed in 1933 and thereafter largely relied on propagandistic images. The analysed corpus contains all editions of the Berliner Illustrirte Zeitung, of the Arbeiter-Illustrierte Zeitung, of the Illustrierte Beobachter and of the Münchner Illustrierte Presse from 1925 to 1935. The content analysis shows that the number of photo reportages increased dramatically from as early as 1927. Photo reportages in all four weeklies already then had narrative structure and elements (e.g., a two-page layout, modern typesetting, varied photo formats, key images, free-floating and overlapping images). As a result, they hold up in comparison with the modern photo reportage as described by Gidal. After 1928, the number of photo reportages continued to rise in all four magazines and the narrative elements gained more and more importance up until 1932. From 1933, the analysis revealed a trend towards multi-page reportages – with propaganda content and large-size photographs while narrative elements decreased at the same time. Thus, the modern photo reportage did not develop from 1929 to 1931 in the MIP but rather already as early as 1927 in three of the examined weeklies (the MIP, AIZ and the IB). Only in the BIZ was the onset of the modern version of the photo reportage slightly delayed (around 1929). From 1933, photo reportages underwent a change in layout and were propagandistic in nature. The narrative structure and aesthetic of the layout fulfilled in many cases still the criteria of the modern photo reportage. This means that the reported analyses did not reveal a collapse of photojournalism

    Il concetto di Logos in Filone in relazione alla Philosophie der Offenbarung di Schelling

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    Der Logos-Begriff bei Philo in Relation zu Schellings Philosophie der Offenbarung. Unser Ausgangspunkt bezieht sich auf die Verbindung zwischen Mythos und Logos, aber nicht als Durchgang vom Irrationalen zum Rationalen, sondern als Übergang zwischen dem Mythos als ursprüngliche Form der Beschreibung der Welt und der Philosophie, als Kritik des Mythos selbst. Wir verstehen den Begriff Logos als Dialog der menschlichen Seele mit sich selbst. Dieser Dialog bezieht sich auf das Thema der Schöpfung, genau in dem Moment, in dem die Mythen nicht mehr ausreichen, um die Realität des Kosmos darzustellen. In diesem Moment reflektiert der Mensch über die Realität. Die Theorie der Schöpfung stellt den Moment dar, in dem der Mensch, zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, sich auf die göttliche Perspektive einstellt, um Fragen zu klären, die nicht aus der menschlichen Perspektive erläutert werden können. Im Bezug auf unseren Ausgangspunkt müssen wir einen der wichtigsten Aspekte der Postmoderne betonen, die Neubewertung der Rolle und die Bedeutung im Leben des Geistes des Mythos, der im Vergleich zu wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht falsch oder irrational ist, sondern einfach unermesslich. Die Wahrheit des Mythos zur Philosophie bietet eine neue Möglichkeit zu denken, die anders als das Denken der wissenschaftlichen Vernunft ist. Genau diese Aufwertung der Mythologie, die Schelling in den griechischen Mysterien fand, ist als die Vorbereitung auf die göttliche Offenbarung zu sehen. Die Analyse der philonischen Themen im zweiten Teil unserer Forschung hebt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf die Figur des Logos bei Schelling hervor. Unsere These besteht aus zwei Punkten: a), dass bei Philo der Logos mit der biblischen Weisheit identifiziert wird, so dass der Logos die conditio sine qua non der Schöpfung ist. In der Tat ist die gesamte Verarbeitung der philonischen Theorie der Schöpfung ohne die Figur des Logos, als Mittler zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung nicht denkbar. Der philonische Logos als Vermittler übernimmt alle Aporien, welche die Gottheit hätte, wenn sie in Berührung mit der Materie kommen würde. b), dass der Logos bei Schelling eine Weiterentwicklung des Logos von Philo ist, und dass, durch die Trennung und die restaurierte Unterscheidung zwischen Sofia und Logos, die von Philo in der Figur des göttlichen Logos zusammen geworfen wurden, die Einführung der Mythologie als Vorbereitungsprozess für das Kommen Christi und der Offenbarung gelesen werden kann. Die Identifizierung der Sofia mit dem Logos bei Philo hat die Attribute der Weisheit in die biblische Figur des göttlichen Logos überführt. Dem Logos sind alle Anteile übertragen, die der Schöpfer ausführen sollte, die er aber aufgrund der Unfähigkeit, in Kontakt mit der Welt zu kommen, nicht übernehmen kann. Unserer Meinung nach bietet die Potenzenlehre Schellings eine Lösung für die Aporien des philonischen Logos: durch die Erste Potenz und die Weisheit als Anfang, den kreativen Prozess, die Ausschließung und den Kampf mit Satan, kann Schelling die Existenz des Logos rechtfertigen als generis subjectum Incarnationis; weder Gott noch Mensch, ein Mittelwesen zwischen Schöpfer und Geschöpf, was Philo nicht gelingt. Das Spezifikum des philonischen Logosbegriffes Schon eine kursorische Lektüre zeigt, dass Philos Verständnis des Begriffs Logos nicht auf eine der ihm zur Verfügung stehenden Traditionen zurückgeführt werden kann, sondern sich aus mehreren Quellen speist. Und dass er zugleich den Begriff Logos in den unterschiedlichsten Kontexten verwendet. Nach einem geschlossenen philosophischen System sucht man bei ihm allerdings vergebens. Von daher liegt die Frage nahe, ob überhaupt von einem in sich schlüssigen, kohärenten Begriff des Logos bei Philo ausgegangen werden kann, ob also Philo als Philosoph im strengen Sinn oder doch eher als religiöser, eher assoziativer Denker, anzusehen ist. Philo vertritt die völlige Trennung – nicht nur die Unterscheidung – von rein geistiger und sinnlich wahrnehmbarer Welt. Die Trennlinie wird von ihm so streng gezogen, dass bei ihm Gotteserscheinungen im biblischen Sinn unmöglich sind. Weil Gleiches nur durch Gleiches erkannt werden kann, ist eine wirkliche Erkenntnis Gottes für den Menschen unmöglich. Das jüdische und christliche Konzept der Selbstoffenbarung Gottes ist bei Philo im Hintergrund zu ahnen. Ausgehend von dieser Trennung sucht Philo nach einer Antwort auf die Frage, wie dennoch die Vermittlung zwischen Gott und Welt möglich sein kann. Seine Lösung ist, dass wir zwar nie das Sein selbst, also Gott, wahrnehmen können, aber doch seine Kräfte, die biblisch auch durch die Gottesnamen Theos und Kyrios ausgedrückt werden. Der Logos ist der Aspekt Gottes, der in Beziehung zur geschaffenen Welt steht. Der Logos ist der Ausführende, Gott ist das Seiende, das durch das Sein Seiende. Der Logos und die Weisheit sind bei Philo Synonyme und stehen, wenn sie handeln, zwischen Gott und der Schöpfung. Der Logos bei Schelling Für Schelling ist der mythologische Prozess die Vorbereitung zur Erkenntnis des christlichen Gottes, der gleichzeitig die Mythologie zur Erfüllung bringt, sie überschreitet. Offenbarung ist der Prozess, in dem das Konzept von Gott als unvordenklich manifestiert wird, aber nicht als Natur, sondern als Willen. Es ist uns bekannt, dass keiner der Texte Schellings zur Philosophie der Mythologie und zur Philosophie der Offenbarung veröffentlicht worden ist, sondern die vorliegenden Texte vielmehr nur als Begleitmaterial zum Denken Schellings gelten. Es ist zu betonen, dass für Schelling die Untersuchung des Konzeptes des wahren Seins, als Subjekt der Schöpfung, von wesentlicher Bedeutung ist, weil er aus dem Konzept des wahren Seins die Beziehung zwischen Gott und der Welt bestimmen kann. Im Gegensatz dazu steht die philonische Auffassung, dass die Kenntniss Gottes unmöglich ist, wegen des ontologischen Abstandes zwischen der Göttlichkeit und dem Menschen. Genau wie in der philonischen Schöpfung, tritt der Schöpfer bei Schelling nie in den kreativen Prozess ein. Er gibt die Spannung als absolute Ursache der Schöpfung, aber der Schöpfer bleibt außerhalb des Prozesses. Nach Philos Meinung ist die Ursache der Schöpfung in der göttlichen Güte zu finden, im Gegensatz zu Schellings Schöpfung, bei der die Gelegenheit des kreativen Prozesses ursprünglich nur als plötzliche Möglichkeit eines fremdes Wesens steht, das sich selbst vor Gott offenbart, unabhängig vom göttlichen Willen. Dem Absolut ist es gleichgültig, das Sein sofort zu besitzen oder als Ergebnis eines Mediationsverfahrens. Das absolute Wesen ist nicht direkt am kreativen Prozess beteiligt, in der Tat sind die Potenzen im Prozess der Schöpfung beschäftigt. Das Produkt der Potenzen ist die Welt, die ein Scheinen ist, obwohl dieser Schein von Gott gesetzt ist. Gott bleibt in einer einzigen unauflöslichen Einheit, trotz der Spannungen unter den Potenzen. Ohne den Grundsatz des Anfangs, das heißt, ohne die Erste Potenz als Möglichkeit für den Schöpfer zu schaffen, gäbe es keine Schöpfung. Am Anfang ist Gott der absolute Geist, reine Ewigkeit, actus purissimus. Sobald Gott als Vater bestimmt ist, ist der Sohn schon bei ihm „versteckt“, als notwendige Form des göttlichen Wesens, aber noch nicht als eigenständige göttliche Persönlichkeit. Die Erzeugung besteht in einer realen Ausschließung (exclusio), welche innerhalb der Spätphilosophie die logisch-ontologische Grundstruktur der Geburt des Bewusstseins darstellt. Der Sohn Christus ist also das Abbild des unsichtbaren Gottes, der vor allen Geschöpfen Erst - geborene, ebenso wie der Logos bei Philo. Christus ist der wahre Erbe, der Herr der ganzen Schöpfung. Der Logos ist unabhängig von Gott und hat eine demiurgische Kraft, wie der göttliche Logos bei Philo. Vor der Inkarnation ist der Logos. Er ist Gott und gleichzeitig ein Wesen extra Deum, und das in einer einzigen Person, weil das Göttliche vom Außergöttlichen verschleiert wird. Der Logos-Sohn Christus, ist Gott und Mensch in einer Person, weil das Göttliche durch die Menschwerdung in Christus befreit wird. Der Logos ist daher das einzige Wesen, das weder menschlich noch göttlich genannt werden kann; der Mensch aber aussergöttlich wird, wenn er als göttlich sich darstellt. Durch die Menschwerdung gibt Christus seine falsche Göttlichkeit auf, die er wegen der Erbsünde des Urmenschen angenommen hatte. Der Logos-Sohn ist von der Natur des Vaters gezeugt, die Kreatur ist freiwillig vom Schöpfer gestellt. Der Logos-Sohn-Christus ist der Erstgeborene der Kreatur, und als Erbe des Vaters, der Herr der ganzen Schöpfung. Der Sohn ist in der Schöpfung ein mittelbares Konzept. In der Tat findet die Schöpfung unter Beteiligung aller drei Personen statt, die das Gleiche tun, aber jeder auf eine andere Weise. Der Schöpfer, der nur in der Spannung der Potenzen Schöpfer ist, ist immer der Gleiche, aber er handelt anders in jeder der drei Potenzen: in der Potenz des Vaters, in der Potenz des Sohnes und in der Potenz des Heiligen Geistes. Auch Philo zeichnet die Potenzen als verschiedene Bilder des Handelns Gottes. Aber die zweite Potenz gibt die Herrschaft über das Sein auf und entscheidet sich für das Kreuz. Seine Aufgabe ist das außergöttliche Sein mit dem Vater zu versöhnen. Der Sohn kehrt zum Vater zurück, nicht nur als das, was der Vater ist, sondern nun auch als autonome Persönlichkeit, zusammen mit dem Geist. Damit begründet er die Dreifaltigkeit, die Gott ist in drei Personen und jede der drei Personen ist Gott. Es gibt keinen sicheren Beweis über Art und Umfang des Wissens, das Schelling von den Werken Philos von Alexandria hatte. Abgesehen von den Zitaten der philonischen Werke bei Schelling, wissen wir, dass der Philosoph aus Leonberg Eusebius als die wichtigste Quelle für die alten hebräischen Geschichten verwendete. Darin lesen wir eine erste Anlaufstelle mit den wichtigsten philonischen Fragen über Gott, der Schöpfung und der demiurgischen ontologischen Distanz zwischen Schöpfer und Geschöpf. Conclusio Wir haben eine Lösung für die Aporie der philonischen Theorie des Logos durch einen Vergleich mit der Theorie von den Kräften Schellings versucht. Es sind uns die deutlichen Unterschiede, die unbestreitbaren Ähnlichkeiten zwischen dem Logos als göttliche Kraft, göttliches Instrument, Mittler zwischen Gott und der Welt, und dem Logos von Schelling als subjectum Incarnationis, weder Gott noch Mensch, Zwischen - Natur, sui generis, bewusst. Solche Ähnlichkeiten sind unserer Meinung nach, durch die mehrdeutige und nicht-systematische Ausarbeitung des philonischen Konzepts des Logos gegeben; durch die philonische Identifizierung der Weisheit und des Logos; durch die Beziehung der Mythologie zum Christentum, die von Schelling gegründet wird; durch die Lehre von der Dreifaltigkeit - eine Verbindung, die historisch für den Alexandriner unmöglich war. Die philosophischen Probleme, die sowohl von Philo als auch von Schelling formuliert worden sind, werfen den Mensch aus seiner Realität, in ein nicht betretbares Gebiet. Die göttliche Wirklichkeit ist eine Ebene der Realität völlig aus dem Machbaren und vom Menschen getrennt. Sie kann nur durch Schweigen ausgedrückt werden, weil es undenkbar wäre, über das zu reden, was nicht ausgedrückt werden kann. Der Unaussprechliche, das Mysterium Gott, der nicht vernünftig durch die Sprache ausgedrückt werden kann, zeigt seine Anwesenheit, obwohl er sich in keiner Weise explizieren kann. Die Schöpfung als Universum aller möglichen Antworten, deutete auf etwas außerhalb ihrer Grenzen, welches nicht zu ihr gehören kann, was sie aber nicht einmal abstreiten kann. Das ist der Logos für den Menschen, das ausdrückbare Universum, das die Gegenwart Gottes zeigen kann; ein Zeichen, das den Menschen durch sein Bild in der Welt zum Suchen des Absoluten treibt, das wie in einem Spiegel reflektiert wird.La presente ricerca si è prefissa: a) di indagare il significato del concetto di Logos in Filone Alessandrino attraverso l’esame della sua funzione nel quadro della teoria della Creazione, utilizzando in modo prevalente la letteratura primaria; b) di indagare la possibilità di leggere la teoria del Logos filoniano come sfondo filosofico della Potenzenlehre di Schelling, interpretando il Logos di Schelling come uno sviluppo del Logos di Filone attraverso la marcata distinzione tra Sofia e Logos e l’introduzione della figura di Cristo come subjectum incarnationis, né Dio né uomo, natura intermedia sui generis. La nostra tesi è che Filone abbia identificato la figura del Logos divino con quella della Sapienza biblica, così da rendere il Logos conditio sine qua non della Creazione. Infatti, tutta l’elaborazione della teoria della Creazione di Filone non è pensabile senza la figura del Logos, mediatore tra Creatore e creato, figura intermediaria che racchiude in sé tutte le aporie che la divinità avrebbe se venisse a contatto con la materia e il mondo sensibile. Riteniamo, inoltre, di poter rilevare su Schelling una influenza da parte di Filone e di poter rintracciare la teoria del Logos filoniano come sfondo filosofico della Potenzenlehre, leggendo nel Logos schellinghiano un possibile sviluppo del Logos filoniano. La similitudine tra la teoria del Logos di Filone e la Potenzenlehre di Schelling trova sicuramente origine dalla profonda conoscenza da parte del filosofo tedesco della mitologia e della storia ebraica antica, soprattutto attraverso autori quali Eusebio di Cesarea (263-339 d.C.), nell’opera del quale ritroviamo le stesse tematiche filoniane. A) Il Logos di Filone Nella Parte Prima della ricerca abbiamo indagato la figura del Logos filoniano principalmente attraverso la lettura e l’analisi della letteratura primaria, accompagnata solo successivamente e limitatamente alle sue interpretazioni da parte degli studiosi. Come già affermato nella Premessa, l’interesse degli studiosi per Filone scomparse per secoli, risvegliandosi nell’800, soprattutto in Italia. L’Alessandrino godette di favore solo nei periodi di pace religiosa, mentre nelle fasi di lotte religiose e scissioni eretiche fu spesso dimenticato, se non addirittura visto con sospetto. Tutto il pensiero di Filone è in gran parte un’esegesi del Pentateuco e proprio i versi iniziali della Genesi gli offrono la possibilità di elaborare una teoria della una Creazione. Si è scelto di analizzare la figura del Logos attraverso uno schema ben definito di relazioni tra le varie tematiche prese in esame da Filone, questo per aggirare l’ostacolo della mancanza di sistematicità del suo pensiero. La ricerca si è concentrata sulla figura di Dio come Essente e Creatore, mettendola in relazione alla Creazione e quindi al Logos. Si è in seguito analizzata la figura del Logos nelle sue diverse e principali funzioni, come divisore e mediatore, per poi collegarla alla figura della Sapienza, sottolineandone le analogie e le identificazioni, passando poi alla relazione con le realtà intermedie del mondo intelligibile e con l’uomo. Nella Parte Prima della ricerca abbiamo mostrato come il Logos sia idea base del pensiero di Filone Alessandrino: attraverso il Logos divino il Creatore e il creato sono allo stesso tempo separati e collegati. Senza il Logos non potrebbe esserci il creato, perché Dio non può venire a contatto con la materia sensibile. Si ha quindi necessità di una figura mediatrice che permetta a Dio di non avere nessuno contatto con il mondo sensibile e che allo stesso tempo garantisca sempre a Dio un’azione sul mondo, anche se mediata. Appare evidente, quindi, che senza la figura del Logos divisore Filone non avrebbe potuto elaborare la sua interpretazione di Creazione a partire dai primi versi della Genesi, perché non avrebbe potuto ovviare al problema dell’esistenza eterna della materia o della Creazione della materia ex nihilo da parte di Dio. È attraverso la figura del logos divisore che Filone riesce a spostare sul Logos tutte le aporie che il concetto di Dio-Creatore si troverebbe ad avere a causa del contatto con la materia sensibile. Il Logos risulta quindi un essere ibrido, un essere di mezzo, che ha natura divina, senza essere mai identificato con Dio, ma che, nonostante tutto, può venire a contatto con la materia e con il mondo sensibile. La figura del Logos rappresenta la problematica di fondo di tutto il pensiero filoniano, in quanto esso realizza un rapporto mediato tra Dio, come Creatore, e il mondo, nel suo senso più ampio, e senza di esso non sarebbe possibile la Creazione fisica del cosmo. Il rapporto tra Creatore e creato si presenta estremamente problematico a causa dell’impossibilità divina di venire a contatto con la materia, quindi esso deve essere sempre mediato dal Logos divino, che si ritrova a ricoprire funzioni tipicamente divine pur non essendo Dio. Il Logos divino opera da supremo mediatore tra Dio nella sua trascendenza e il mondo creato, in quanto Idea delle idee, modello archetipo della Creazione. Dio è al di sopra del sensibile e dell’intelligibile, collocato su un piano totalmente trascendente, inaccessibile al creato e alla creatura. L’opera di Filone è rigidamente monoteistica e geocentrica, perché Dio è il Creatore unico dell’universo e dell’essere umano, ma la Creazione del mondo sensibile è mediata, delegata al Logos, strumento divino attraverso il quale Dio crea e mantiene un rapporto col creato. La teoria del Logos divino riguarda l’azione di Dio sul mondo e resta l’aspetto del pensiero di Filone allo stesso tempo più studiato e più oscuro; la maggioranza degli studiosi vede nel Logos una ipostasi intermediaria tra Dio e cosmo. Nei trattati allegorici alla Scrittura Filone designa il termine Logos con espressioni che ritornano in modo costante nei suoi scritti, che hanno la funzione di esprimere sia una stretta relazione che una netta distinzione tra Logos e Dio. Sono note le somiglianze tra la dottrina del Logos divino di Filone, il Prologo di Giovanni e la Sapienza greca. Infatti il Logos filonianio è Principio, Arché, Parola che ritroviamo nella Sapienza ed in Giovanni. Daniélou trae da queste somiglianze la conclusione che la versione greca della Bibbia, con la traduzione dei Settanta, sia base comune di questi testi. I dati biblici comuni a Filone, alla Sapienza greca e a Giovanni sarebbero stati elaborati nella teologia biblica e il filosofo francese vede in Filone un eminente rappresentante della teologia biblica, che avrebbe sistematizzato la teologia comune, già presente anche in Platone. Daniélou ritiene anche che dalla teologia filoniana si sia edificata quella di Giovanni, senza esservi una dipendenza letterale. B) Il Logos di Schelling Nella Parte Seconda della ricerca si è analizzato il processo creativo schellinghiano attraverso una struttura tematica simile a quella seguita nella Parte Prima, cioè attraverso la riflessione sull’Essere Assoluto, sulla Creazione, sulla Sapienza e sul Logos. La ricerca delle tematiche filoniane nella Spätphilosophie di Schelling è servita a mettere in evidenza sia i punti di contatto che quelli di divergenza riguardanti la figura del Logos. Il nostro fine era capire se sia possibile rilevare su Schelling una influenza da parte di Filone e se si possa rintracciare la teoria del Logos dell’Alessandrino come sfondo filosofico della Potenzenlehre di Schelling, leggendo nel Logos schellinghiano un possibile sviluppo del Logos filoniano. Per Schelling è fondamentale esaminare il concetto dell’Ente vero, cioè del soggetto della Creazione, per poter poi determinare il rapporto tra Dio e mondo, a differenza di Filone che ritiene la conoscenza di Dio cosa impossibile a causa della lontananza ontologica della divinità rispetto all’essere umano. Filone, infatti, ritiene Dio non conoscibile direttamente, ma solo attraverso la Creazione, esprimendo in tal modo un primato religioso. Dio è l’Ente vero e Signore dell’essere, e in quanto Signore dell’essere può creare, se vuole, un mondo, diventando Creatore. Per Schelling la Creazione è determinata da un processo che Dio pone volendolo, ma senza che Egli ne sia coinvolto, attraverso la mediazione del Logos-Figlio, che è Abbild del Dio invisibile. Esattamente come nella Creazione di Filone, il Creatore di Schelling non entra mai nel processo creativo, Egli pone la tensione in quanto Causa Assoluta, ma ne resta sempre al di fuori. Se Filone rintraccia nella Bontà divina la causa della Creazione, per Schelling l’occasione del processo creativo è originariamente data soltanto dal rivelarsi a Dio della possibilità di un essere estraneo, una possibilità improvvisa, non voluta, che si presenta da sé, indipendentemente dalla volontà divina. Tale possibilità si rivela favorevole, propizia, perché permette a Dio di prendere coscienza di Sé come volontà. Questa possibilità di un essere futuro presenta a Dio l’oggetto di un possibile atto della volontà, liberandolo, per la prima volta, dalla necessità del suo essere immemorabile. Tale possibilità dà dunque per la prima volta Dio a Sé stesso, liberandolo da quella Ananke, sacra e soprannaturale, che invece Filone elimina completamente all’interno della divinità. Con la possibilità di una altro essere fuori di Sé, Dio prende coscienza di Sé come Spirito veramente Assoluto. Tuttavia Dio, come indissolubile unità spirituale, ha la piena libertà di accogliere o di non accogliere questa possibilità, in entrambi i casi senza compromettere la propria essenza. All’Essere schellinghiano è indifferente possedere l’essere mediatamente, come esito di un processo di mediazione, oppure immediatamente, perchè ciò che definisce Dio è il Suo essere eternamente e immutabilmente Sé stesso, quindi la perfetta identità tra l’essere e l’essenza. Questo qualc

    Three essays on rating quality [cumulative dissertation]

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    Seit ihrer Entstehung zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben Ratingagenturen und ihre Bonitätsbeurteilungen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Insbesondere in den letzten Jahren – u.a. getrieben durch neuartige strukturierte Finanzprodukte sowie eine ratingbasierte Regulierung – stellen die Bonitätsnoten der drei großen Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch einen zentralen Bestandteil des globalen Finanzsystems dar. Neben dem volkswirtschaftlichen Nutzen, den Ratingagenturen durch die Aggregation risikorelevanter Daten zu einer einzelnen Buchstabenkombination zweifelsohne erbringen, bestimmt gegenwärtig allerdings vor allem eine überwiegend skeptische Haltung gegenüber den Praktiken der großen Agenturen das öffentliche Bild. Parallel zur öffentlichen Kritik an Ratingagenturen entwickelte sich im Verlauf der vergangenen Jahre eine umfangreiche wissenschaftliche Literatur, die sich mit der Kernfragestellung auseinandersetzt, welche zentralen Einflussfaktoren die Qualität von Ratings determinieren. Die vorliegende kumulative Dissertation leistet einen wichtigen Beitrag zur Beantwortung dieser zentralen Forschungsfrage und beleuchtet das Thema Ratingqualität aus drei verschiedenen Blickwinkeln. Das erste Paper bildet die Grundlage der Dissertation indem es einen ausführlichen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung gibt und bestehende Forschungslücken aufdeckt. Durch eine strukturierte Erhebung aktueller Beiträge zum Thema Ratingqualität in international führenden Fachzeitschriften bzw. Working Paper Series wurden insgesamt 122 relevante Arbeiten identifiziert, die im Rahmen des ersten Artikels näher analysiert und verglichen werden. Hierbei zeigt sich, dass insbesondere die Kenntnisse über Interessenkonflikte und Anreizprobleme innerhalb des Ratingprozesses trotz steigender Forschungsbemühungen (v.a. in den letzten zwei bis drei Jahren) gegenwärtig noch relativ unzureichend sind. Zur Schließung der im Rahmen der Literaturanalyse identifizierten Forschungslücke legen die anderen beiden Beiträge ihren Fokus genau auf diesen Bereich. Aufsatzpunkt des zweiten Papers sind verschiedene Theorien, die ein deutlich geringeres Qualitätslevel für Ratings aus Boom-Phasen vorhersagen, aufgrund der Vermutung, dass Fehlanreize und Interessenkonflikte während dieser Zeit besonders stark sind. Basierend auf einem umfangreichen Datensatz von ca. 10.000 US-amerikanischen Unternehmensanleihen zwischen 1990 und 2007 testet das Paper empirisch, ob sich Ratingqualität im Boom tatsächlich verschlechtert und, wenn ja, ob dies durch fehlerhafte Anreizstrukturen getrieben ist. Zusammenfassend ergeben sich zwei Hauptergebnisse: Erstens vergeben Ratingagenturen, ceteris paribus, signifikant bessere Bonitätsnoten, wenn der Zeitpunkt der Ratingvergabe in eine Boom-Periode fällt und zweitens ist der inflationäre Gebrauch guter Ratingklassen nicht durch strukturelle Veränderungen der durchschnittlichen Kreditwürdigkeit, Anpassungen in Ratingstandards oder wettbewerbliche Veränderungen getrieben, sondern hat seinen Ursprung vielmehr in Anreizkonflikten innerhalb der Ratingagenturen. Das dritte Paper komplettiert die kumulative Dissertation und analysiert, ob der Credit Default Swap Markt als zusätzlicher Ankerpunkt für Informationen zu Ausfallrisiken Druck auf die großen Agenturen ausübt, so dass die zuvor beschriebenen Interessenkonflikte gemildert werden und die Ratingqualität steigt. Auf Basis eines Datensatzes von mehr als 4.000 US-amerikanischen Anleiheemissionen zwischen 2002 und 2010 liefert das dritte Paper Evidenz dafür, dass bereits die pure Existenz eines Credit Default Swaps für einen Emittenten die Qualität der zugehörigen Anleiheratings signifikant erhöht. Darüber hinaus wird im Rahmen verschiedener Tests gezeigt, dass der positive Effekt einer Credit Default Swap Einführung am stärksten wirkt, wenn die Anreizkonflikte innerhalb des Ratingprozesses überdurchschnittlich hoch sind.Since their first appearance at the beginning of the 20th century, the importance of rating agencies has grown steadily. Particularly during the last few years – driven by innovations in the structured finance market and rating-based regulation – the ratings of Standard & Poor's, Moody's and Fitch have become highly relevant to the global financial system. However, apart from acknowledging the economic benefit of ratings (i.e., aggregating risk-relevant data), the common view on rating agencies is mainly characterized by great skepticism. Based on this, there has emerged growing scientific research focusing on the key drivers of rating quality. My cumulative dissertation adds to this field of research by shedding light on the topic of rating quality from three complementary points of view. The first paper forms the basis of the dissertation by providing an overview of the current state of research and by revealing the current research gap. Through a structured review of published and working papers, I am able to identify 122 relevant papers dealing with the topic of rating quality. An in-depth analysis of them leads to the conclusion that especially rating agencies' incentive conflicts (which have only been selectively examined during the last two or three years) need to be better understood. To close this gap identified by the literature review, the other two contributions of the dissertation exactly focus on this research area. The idea of the second paper is based on different theoretical works that predict a reduced level of rating quality during booms as a result of higher incentive conflicts during these times. Using a large data set of almost 10,000 U.S. corporate bonds from 1990 to 2007, this paper empirically tests whether differences in rating agencies' incentive conflicts between boom and non-boom periods indeed lead to changes in rating quality. In sum, there are two main findings: First, rating agencies – ceteris paribus – assign more favorable (i.e., inflated) ratings if the bond issuance takes place in a boom period, and second, this rating inflation is not caused by a change in credit-worthiness, new rating standards, or a different competitive environment, but rather by rating agencies' incentive conflicts. The third paper completes the cumulative dissertation by analyzing whether the credit default swap market, as an additional anchor point for credit risk information, is able to discipline rating agencies and to reduce incentive conflicts, thereby leading to an increased level of rating quality. Based on a comprehensive data set of more than 4,000 U.S. corporate bonds from 2002 to 2010 the paper provides evidence that a credit default swap benchmark is beneficial for rating quality. Moreover, different tests within this paper show that the positive effect of credit default swaps on rating quality is most pronounced when rating agencies' incentive conflicts are disproportionally high

    The risk-adjusted performance of mutual equity funds : a theoretical and empirical analysis of selected problems in performance measurement

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    Diese Dissertation untersucht mit der Sharpe Ratio, dem Jensen Alpha, dem Treynor-Mazuy-Modell und dem Henriksson-Merton-Modell vier sehr verbreitete Performancemaße hinsichtlich der Reliabilität und Belastbarkeit der mit diesen Modellen gemessenen Performancegrößen. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf zwei Problemfelder: zum einen der Marktphasenabhängigkeit der Sharpe Ratio, zum anderen der Frage, inwieweit die Berücksichtigung von Timingaktivitäten relevant für die Selektions-, Timing- und Totalperformance nach den auf Faktormodellen basierten Performancemaßen ist. In einer theoretischen Analyse der Sharpe Ratio wird aufgezeigt, dass diese insbesondere durch die durchschnittlichen Ausprägungen der Marktfaktoren während der Evaluationsperiode beeinflusst wird. Die Risikoallokation und der Anteil des unsystematischen Risikos eines Fonds an der Gesamtvolatilität seiner Überschussrenditen bestimmen, wie ausgeprägt diese Beeinflussung ist. Daher unterscheiden sich Ausmaß und Richtung der Marktphasenverzerrung zwischen Fonds auch dann, wenn die Sharpe Ratio anhand gleicher Evaluationsperioden geschätzt wurde. Infolgedessen werden Investitionsentscheidungen auf Basis der Sharpe Ratio verzerrt. Diese Verzerrung tritt auch dann auf, wenn die Charakteristika eines Fonds - d. h. seine Parameter im Kontext des verwendeten Faktormodells - über die Zeit konstant sind. Weiterhin wird ein in dieser Hinsicht verbessertes Maß vorgeschlagen, die normalisierte Sharpe Ratio. Eine empirische Analyse einer breiten Stichprobe von US-Aktienfonds bestätigt die theoretischen Ergebnisse. Im zweiten Problemfeld adressiert diese Dissertation die Frage, ob die Berücksichtigung von Timingaktivitäten relevant für die Performancemessung von Aktienfonds ist. In der Literatur wurde bislang davon ausgegangen, dass das Jensen Alpha durch Timingaktivitäten verzerrt wird. Wie gezeigt wurde, ist dies hinsichtlich der Totalperformance jedoch nicht der Fall: Analytisch ist die Totalperformance nach dem Jensen Alpha faktisch identisch zur Totalperformance nach dem Treynor-Mazuy- und dem Henriksson-Merton-Modell. Eine empirische Untersuchung offener US-Aktienfonds bestätigt, dass die Unterschiede in der Totalperformance durchgehend ökonomisch vernachlässigbar sind. Auch die inferenzstatistischen Eigenschaften der Totalperformance nach den drei Modellen unterscheiden sich nur marginal. Diese Ergebnisse sind robust gegenüber dem Renditeintervall, der Präsenz von Timingaktivitäten in den untersuchten Fonds und dem verwendeten Marktmodell.This disseration analyzes the popular measures of mutual fund performance, namely the Sharpe Ratio, the Jensen Alpha, the Treynor-Mazuy model and the Henriksson-Merton model. The main focus is on two problem areas. These are the market climate bias of the Sharpe Ratio and the question whether measures of fund performance based on factor models benefit from the consideration of timing activities in terms of the measured selection, timing and total performance. A theoretical analysis shows that the mean of the market factors during the evaulation period has an essential impact on the Sharpe Ratio. The risk allocation and the proportion of unsystematic risk of a fund in terms of the total volatility of its excess returns determine, how distinctive this impact is. Magnitude and sign of this market climate impact differ between funds even if the Sharpe Ratio is estimated for the same evaluation period. As a consequence, investment decisions based on the Sharpe Ratio are biased. This bias occurs even if the characteristics of a fund - i. e. its paramaters in the context of a given factor model - are constant over time. Furthermore, the author suggests a performance measure that does not suffer from this drawback. An empirical analysis of a broad sample of US mutual funds confirms the theoretical findings. In the second problem area, the analysis turns to Jensen Alpha and related measure. In the literature, it has been assumed so far that timing activities bias the Jensen Alpha. The author shows that this is not the case in terms of total performance: Analytically, the total performance according to the Jensen Alpha is virtually identical to the total performance according to the Treynor-Mazuy and the Henriksson-Merton model. An empirical analysis of a broad sample of US mutual equity funds shows that the differences in total performance between these three models are negligibly small. The same applies to inference statics of total perfomance. The results are robust against the return interval, the presence of timing acitivities in the funds and the market model applied

    Rechnungslegung, Wertrelevanz und unternehmerische Nachhaltigkeit [kumulative Dissertation]

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    Durch eine Nachhaltigkeitsberichterstattung werden dem Kapitalmarkt weitere Informationen über das Unternehmen und dessen Leistungsfähigkeit zur Verfügung gestellt. Fraglich ist, ob sich durch die Veröffentlichung von CSR-Berichten, auf Basis des Rahmenwerks der Global Reporting Initiative (GRI), Auswirkungen auf den Unternehmenswert ergeben. Die Unternehmensbewertung erfolgt in dieser Untersuchung anhand einer komplexen Berechnung des jeweiligen Tobin’s q. Die Untersuchung bezieht sich auf die Unternehmen des EUROSTOXX 600 für den Zeitraum 2007 bis 2010. Das System der Anwendungsebenen der GRI ist verbunden mit einem steigenden Informationsgehalt geordnet nach: C-, B- und A-Berichten. Das „+“ signalisiert die externe Zertifizierung des Berichts durch ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Sowohl die univariaten als auch die multivariaten Regressionsanalysen ergeben einen negativen, zum 1%-Niveau statistisch signifikanten, Zusammenhang zwischen der Veröffentlichung eines CSR-Berichts der höchsten Anwendungsebene A+ und dem Unternehmenswert. In zwei weiteren statistischen Analysen wurde die Abhängigkeit der Ergebnisse für die höchste Anwendungsebene, A+, von der Größe und der Profitabilität der Unternehmen untersucht. Hierbei zeigte sich, dass negative Auswirkungen nur für kleinere und weniger profitablere Unternehmen nachgewiesen werden können. Dies kann auf höhere Implementierungskosten der GRI-A+-Berichterstattung und die Fokussierung auf die Erfüllung formaler Berichterstattungsstandards statt auf ein organisches Wachstum der Verantwortungskultur zurückgeführt werden. Die Frage, ob die Veröffentlichung von corporate social and environmental responsibility (CSER)-Berichten freiwillig oder gesetzlich verpflichtend sein soll, wird seit mehreren Jahren intensiv diskutiert. Der Beitrag wendet zur Klärung dieser Frage erstmals einen rechnungslegungsorientierten Ansatz an. Es wird überprüft, in wie weit Unternehmen, die nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) ihre finanzielle Berichterstattung durchführen, möglicherweise zu einer CSER-Berichterstattung verpflichtet sein könnten. Dies ist auf die grundsätzliche Forderung der IFRS zurückzuführen, wonach alle Sachverhalte zu berücksichtigen sind, die sich auf den true and fair view in der Finanzberichterstattung eines Unternehmens auswirken und somit letztlich für den Adressaten entscheidungsnützlich sein können, weil sie wertrelevant sind. Unter anderem wird im obigen die Wertrelevanz, des weltweit am meisten angewandten Rahmenwerks zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der GRI, festgestellt. Um nun eine CSER-Berichterstattung in Konformität zu den IFRS zu ermöglichen, müssen die grundlegenden Berichterstattungsprinzipien von GRI und IFRS einander entsprechen. Eine Überprüfung der Prinzipien ergibt zwar nicht in jeglicher Hinsicht eine vollständige Übereinstimmung, allerdings kann analog eine umfängliche Korrespondenz festgestellt werden. Die Durchführung von CSER-Maßnahmen ist mittlerweile sowohl für große/multinationale als auch kleine/mittelständische Unternehmen fester Bestandteil in den Bereichen Unternehmensstrategie, Controlling, Marketing, Supply Chain Management, Customer Relationship Management, etc. Für jeden dieser Bereiche lassen sich Thesen formulieren, die eine Berücksichtigung der (potentiellen) Auswirkungen auf das Unternehmen sinnvoll erscheinen lassen. Allgemein wird darunter der sog. Business Case für CSER verstanden. Ein Business Case ergibt sich dann, wenn die Nutzen-Kosten-Relation einer geplanten Maßnahme positiv ausfällt. Erstmalig stellt der Beitrag den jeweiligen Thesen neue empirische Untersuchungen gegenüber. Hierbei wird auf den Zusammenhang von CSER-Maßnahmen bzw. CSER-Reporting und den folgenden Bereichen eingegangen: Reputation, Mitarbeiter, Kostenreduktion, Finanzielle Ressourcen, CSER-Kommunikation, Unternehmenswert. Allgemein lässt sich festhalten, dass die Thesen des Business Case für CSER durch eine Vielzahl empirischer Untersuchungen bestätigt wurden. Ferner werden das Rahmenwerk zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der GRI, diesbezügliche aktuelle Entwicklungen und dessen Verbreitung näher charakterisiert.With sustainability reporting there is more information available about firms and its performance for market participants. It’s debatable whether the issuance of CSR-reports in alignment with the framework of the Global Reporting Initiative (GRI) has an impact on firm value. The determination of a firm’s value follows a sophisticated Tobin’s q calculation. This study includes the firms listed in the EUROSTOXX 600 for a period from 2007 to 2010. The application levels of the GRI deliver increasing information content classified by C-, B- and A-reports. A “+” signals the externals assurance of a sustainability report by an assurance firm. Both, univariate and multivariate regression analyses result in a negative, on the 1%-level statistically significant relationship between the issuance of a A+-CSR-report in alignment with GRI and firm value. Two further analyses provide evidence about the dependence of the mentioned result on a firm’s size and its profitability level. The results show that the magnitude of the effect is only evident for smaller and less profitable firms. This may be due to higher implanting costs for a GRI-A+-reporting and due to firms focusing on formal standards rather than on procedural implementation into a business culture. Since decades there is an ongoing debate whether the issuance of corporate social and environmental (CSER)-reports should be voluntary or mandatory. To clarify this issue, the second paper adopts an accounting-based approach. The first question is to what extent firms reporting in alignment with the International Financial Reporting Standards (IFRS) are obliged to report about its CSER-information. This is based on the requirement of the IFRS to report about all issues that may have an impact on a firm’s true and fair view and therefore may be decision useful for addressees and thus value relevant. Among others the first mentioned paper states the value relevance of CSER reports in alignment with world’s most adopted sustainability reporting framework of the GRI. To enable a CSER-reporting in conformity with the IFRS, the basic reporting principles of the GRI and the IFRS have to match. An examination of these principles results in an overall correspondence, even though a literal match cannot be found in every little detail. The implementation of CSER-measures is nowadays an essential part for both, multinational and small and medium sized entities in the fields of strategy, management accounting, marketing, supply chain management, customer relationship management, etc. For all areas, theses can be stated that allow a firm’s consideration of all (potential) impacts. Generally, this could be reasonably understood as the business case for CSER. A business case is given if the relationship of benefits and costs of a planned measure is positive. For the first time, the third paper confronts the mentioned theses with its recent empirical examinations. The relationship of CSER-measures and CSER-reporting, respectively, is analyzed for the following areas: reputation, employees, cost reduction, financial ressources, CSER-communication, firm value. Overall, there is an empirical evidence for the theses of the business case for CSER. Furthermore, the framework for sustainability reporting of the GRI, its current changes and its degree of dissemination are characterized

    Integration of real option analysis in risk-adjusted investment valuation in non-financial Companies

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    Im zunehmenden globalen Wettbewerb sind häufig nicht mehr allein hohe Ertragserwartungen und das Eingehen von kalkulierten Risiken entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg eines Projekts bzw. Unternehmens, sondern immer öfter die Fähigkeit des Managements Handlungsflexibilitäten zu erkennen, zu schaffen und zu bewahren. Während der Ertrag als Erfolgsfaktor in Nichtfinanzunternehmen einer präzisen Bewertung und Steuerung unterliegt, erfolgt die Quantifizierung des Risikos sowie der Flexibilität meist nur unzureichend. Infolgedessen finden zwei der drei Erfolgsdimensionen bislang nur selten explizite Berücksichtigung im Entscheidungsprozess. Um daraus resultierende Fehlentscheidungen zu vermeiden, wird im Rahmen der zugrunde liegenden Dissertation ein ganzheitlicher Lösungsansatz zur Verknüpfung von Ertrag, Flexibilität und Risiko entwickelt. Die konzeptionelle und mathematische Ausgestaltung dieser Steuerungskennzahl basiert auf den Erkenntnissen der dynamischen Investitionsbewertung, Realoptionstheorie sowie Risikobewertung und zielt darauf ab, die Implementierbarkeit und Anpassungsfähigkeit in der Unternehmenspraxis zu gewährleisten. Die Grundlage der Steuerungskennzahl bildet die risikoadjustierte Investitionsbewertung als Verknüpfung von Investitionsbewertung und Risikobewertung. Die Erweiterung der risikoadjustierten Investitionsbewertung erfolgt mittels der Integration der durch die Zeitdimension entstehenden Handlungsflexibilität im Sinne einer partiellen oder sogar vollständigen Reversibilität von im Zeitablauf getroffenen Entscheidungen. Im Rahmen dieses ganzheitlichen Ansatzes zur Bewertung und Steuerung von Investitionsprojekten werden die Erkenntnisse der dynamischen Investitionsbewertung, Realoptionstheorie und Risikobewertung miteinander verknüpft und die Erfolgsfaktoren Ertrag, Flexibilität und Risiko zu einer erweiterten, risikoadjustierten Steuerungskennzahl, dem Extended Risk Adjusted Net Present Value (ERANPV), zusammengeführt. Inhaltlich bezeichnet der ERANPV den erweiterten Kapitalwert eines Investitionsprojekts je Einheit Risikokapital und kann als Maß für die relative Vorteilhaftigkeit eines Investitionsprojekts interpretiert werden. Die Berechnung des ERANPV ermöglicht eine vollständige Ordnung von Projekten, wobei ein ERANPV größer null signalisiert, dass auf Projektebene Wert geschaffen wird. Das dem Unternehmen zur Verfügung stehende Investitionsbudget wird unter Berücksichtigung der Projektrangfolge und stets unter der Maßgabe des Ziel-ERANPV sowie der Risikorestriktionen auf die Projekte allokiert. Die praktische Anwendung des ERANPV wird im Rahmen eines Fallbeispiels verdeutlicht, wobei die Konzeptumsetzung in Form eines Microsoft Excel-Modells erfolgt. Inhaltlich geht es in dem Fallbeispiel um die Bewertung von drei alternativen Anlagentechnologien zur Nutzung erneuerbarer Energien unter Berücksichtigung der Erfolgsfaktoren Ertrag, Flexibilität und Risiko. Das Ziel dieser Bewertung liegt in der Ermittlung des ERANPV je Anlagentechnologie und der daraus abgeleiteten Investitionsprojektrangfolge. Dabei gliedert sich die Investitionsbewertung in die nachfolgenden drei Teile: Kapitalwert-, Realoptionswert- und Risikowertbestimmung. Im Zuge der Investitionsprojektauswertung wird aus dem Vergleich und der Analyse der Gesamtergebnisse die konkrete Handlungsempfehlung an den Vorstand abgeleitet. Der ERANPV kann als Ergebnis der Bestrebungen zur ganzheitlichen Bewertung von Investitionsprojekten bei Nichtfinanzunternehmen angesehen werden. Erstmalig wird die Handlungsflexibilität in die risikoadjustierte Investitionsbewertung bei Nichtfinanzunternehmen miteinbezogen und auf diese Weise zu einer kalkulierbaren und damit planbaren Größe. Des Weiteren zeigt sich die operative Anwendbarkeit des ERANPV als Grundvoraussetzung für die Implementierung bei Nichtfinanzunternehmen in der Geschlossenheit des praxisnahen Fallbeispiels. Die Konzeption und Ausgestaltung des ERANPV ermöglicht eine beliebige Erweiterung und weitergehende Ausdifferenzierung des Modells und damit der Steuerungskennzahl. Unter Berücksichtigung des Berechnungsaufwands eignet sich der ERANPV besonders zur Bewertung von langen, kapitalintensiven, riskanten und komplexen Investitionsprojekten, die durch ein hohes Maß an Handlungsflexibilität gekennzeichnet sind. Insofern reichen die Anwendungsgebiete von der Energie- über die Erdöl- bis hin zur Pharma- und Automobilindustrie.In the increasingly global competition expected earnings and taking calculated risks are no longer the sole critical factors to the success or failure of a project or Company, but more frequently the ability of the management to recognize, create and preserve (operational) flexibility. While earnings as a success factor in non-financial Companies are subject to a precise evaluation and control, risk and flexibility are usually quantified inadequately. As a result two out of the three performance dimensions have not been taken explicitly into account in the decision-making process so far. To avoid fail decisions resulting from it, the underlying doctoral thesis provides a holistic approach to linking earnings, flexibility and risk. The conceptual and mathematical configuration of this key performance indicator is based on the findings of dynamic investment valuation, real options theory as well as risk assessment and aims to ensure the implement ability and adapt ability in business practice. The basis of the key performance indicator is the risk-adjusted investment valuation linking investment valuation and risk assessment. The extension of the risk-adjusted investment valuation is done by means of the integration of flexibility in terms of a partial or even complete reversibility of decisions made over time. As part of this holistic approach to evaluation and management of investment projects, the findings of the dynamic investment valuation, real options theory and risk assessment are linked with each other and the success factors earnings, flexibility and risk are combined to an extended risk-adjusted key performance indicator, the Extended Risk Adjusted Net Present Value (ERANPV). The ERANPV is defined as the extended net present value of an investment project per unit of risk capital and can be interpreted as a measure of the relative advantage of an investment project. The calculation of ERANPV allows for a complete ranking of projects and an ERANPV greater than zero signals that value is created at the project level. The Company’s available investment budget is allocated on the projects taking into account the project ranking and always with the understanding of the target ERANPV and risk constraints. The practical application of ERANPV is illustrated in the context of a case study and the concept implementation is in the form of a Microsoft Excel model. The case study is about the evaluation of three alternative technologies for utilizing renewable energy sources, taking into account the success factors earnings, flexibility and risk. The objective of this evaluation is to determine the ERANPV per technology and the derived investment project ranking. Here, the investment valuation is divided into the following three parts: net present value, real option value and risk value determination. As part of the investment project evaluation the specific recommendation for action to the Board is derived from the comparison and analysis of the overall results. ERANPV can be viewed as a result of strenuous efforts for a holistic evaluation of investment projects in non-financial Companies. For the first time flexibility is incorporated in the risk-adjusted investment valuation at non-financial Companies and in this way it becomes a calculable and thus predictable dimension. Furthermore, the operational applicability of ERANPV as a prerequisite for its implementation in non-financial Companies shows in the unity of the case study. The concept and structure of the ERANPV allows for any extension and further differentiation of the model and thus the key performance indicator. Taking into account the calculation effort, the ERANPV is particularly suitable for the evaluation of long, capital-intensive, risky and complex investment projects, which are characterized by a high degree of flexibility. Insofar it can be applied in the energy, oil, pharmaceutical as well as automotive industry

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