Hochschulschriftenserver der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
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Successfully managing the Service Transition [kumulative Dissertation]
Die kumulative Dissertation befasst sich mit der Tertiärisierung des produzierenden Gewerbes (engl. Service Transition) und mit der Produktivität von Dienstleistungen. Insgesamt umfasst die Dissertation vier Beiträge:
1. Hogreve, J./ Velleuer, M. (2015): Industrial Service Networks erfolgreich steuern, in: Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Vol. 69, Sonderheft 15, S. 35-59
2. Hogreve, J./ Dobmeier, M. (2016): Managing Industrial Services Successfully, Working paper to be submitted, Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
3. Dobmeier, M. (2016): Understanding and Managing Service Productivity - A Literature Review, in: Journal of Business Market Management, Vol. 9, Nr. 1,
S. 518-540
4. Hogreve, J./ Hübner, A./ Dobmeier, M. (2016): Optimizing Service Productivity With Substitutable and Limited Resources, Working paper to be submitted, Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Die ersten beiden Beiträge adressieren die Tertiärisierung des produzierenden Gewerbes und damit einhergehende Herausforderungen. Durch eine qualitative Studie werden im ersten Beitrag Erfolgsfaktoren für das Management von Dienstleistungsnetzwerken in einem industriellen Kontext identifiziert. Der zweite Beitrag zeigt mit einer quantitativen Studie Erfolgsfaktoren für die Portfolioerweiterung durch Dienstleistungen auf. Darüber hinaus identifiziert der Artikel die Bedeutung der Effizienz und Effektivität von Dienstleistungen im Rahmen der Service Transition.
Der dritte und vierte Beitrag forcieren den Forschungsstrang der Dienstleistungsproduktivität. In einem konzeptionellen Beitrag werden in dem dritten Artikel die dienstleistungsspezifischen Anforderungen an Produktivität diskutiert. Darüber hinaus gibt der Beitrag einen Überblick über den Status Quo der Forschung. Der Fokus liegt hierbei auf Determinanten und der Operationalisierung der Dienstleistungsproduktivität. Der vierte Artikel entwickelt ein Optimierungsmodell für Produktivität in Dienstleistungsunternehmen und kombiniert hierbei Operations- und Marketingwissenschaften.This cumulative dissertation focuses on the service transition and service productivity and comprises four articles:
1. Hogreve, J./ Velleuer, M. (2015): Industrial Service Networks erfolgreich steuern, in: Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Vol. 69, Sonderheft 15, S. 35-59
2. Hogreve, J./ Dobmeier, M. (2016): Managing Industrial Services Successfully, Working paper to be submitted, Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
3. Dobmeier, M. (2016): Understanding and Managing Service Productivity - A Literature Review, in: Journal of Business Market Management, Vol. 9, Nr. 1,
S. 518-540
4. Hogreve, J./ Hübner, A./ Dobmeier, M. (2016): Optimizing Service Productivity With Substitutable and Limited Resources, Working paper to be submitted, Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
The first two articles address challenges of the service transition. Drawing on a qualitative approach the first paper identifies how industrial services can be managed successfully. The second article identifies success factors of managing the service transition on firm-level. Beyond, the article identifies the importance of efficiency and effectiveness within a service transition context.
The third and fourth articles focus on service productivity. The third article discusses specific requirements of understanding and managing service productivity drawing on a structured literature review. In so doing the article provides an overview on the status quo of research on service productivity. The fourth article develops an optimization model or service productivity combining operational and marketing sciences
Handlungsbeteiligung, Zeitrelationen und Modalität im Mapuzungun
Die vorliegende Dissertationsschrift untersucht wie das Mapuzungun, die Sprache der Mapuche, Handlungsbeteiligung, Zeitrelationen und Modalität morphologisiert. Die Arbeit legt sowohl eine Klassifizierung des Mapuzungun vor als auch Ergebnisse, die für allgemeine Typologisierung relevant sind.
Für den Bereich der Handlungsbeteiligung präsentiert die Arbeit ein multi-dimensionales Modell, anhand dessen die Systematik, nicht nur des Mapuzungun, beschrieben werden kann. Für die Beschreibung der Semantik temporaler Merkmale und Beziehungen, präsentiert die Arbeit ein Drei-Ebenen-Modell. Anhand der Ergebnisse der Untersuchung des Mapuzungun zeigt die Arbeit auf, dass alle drei Bereiche eng miteinander in Beziehung stehen. Die Art dieser Beziehung wird in der Arbeit entfaltet.This doctoral thesis examines how Mapuzungun, the language of the Mapuche, morphologically realizes relational alignment, temporal relationships and modality. The thesis presents both a classification of Mapuzungun and discusses its ramifications for general typological theory.
The thesis introduces a multi-dimensional-model for the depicting of the system of relational alignment and a three-level-model for the representation and the portrayal of the system of temporal features and relations. The thesis shows that the three afore mentioned essential sectors (relational alignment, temporal relations, and modality) are highly intertwined, although independent
Essays on retail operations [cumulative dissertation]
Die Beiträge der kumulativen Dissertation beschäftigen sich mit logistischen Planungsproblemen im Einzelhandel.
Die beiden ersten Beiträge widmen sich der Optimierung der Distribution im stationären Einzelhandel mithilfe von Methoden des Operations Research. Im Fokus steht dabei vor allem der Lebensmitteleinzelhandel. Die Filialbelieferung aus den Verteilzentren ist eine zentrale logistische Fragestellung für stationäre Einzelhändler. Im Lebensmitteleinzelhandel ist es gängige Praxis hierzu auf sich wiederholende, filialspezifische Belieferungsmuster zurückzugreifen. Ein Belieferungsmuster legt fest, an welchen Wochentagen eine bestimmte Filiale beliefert wird. Der erste Beitrag stellt ein mathematisches Modell vor, das die Effekte der Belieferungsmusterfestlegung auf die verschiedenen Teilsysteme der Lieferkette des Handels berücksichtigt. Es wird ein Lösungsansatz entwickelt, dessen Vorteilhaftigkeit gegenüber einem State-of-the-Art-Ansatz in umfangreichen numerischen Tests sowie einer Fallstudie untermauert wird. Der zweite Beitrag ergänzt den ersten im Hinblick auf eine detailliertere Analyse des Einflusses der Bildung von Filialclustern für die Auslieferung auf die Belieferungsmusterentscheidung.
Während die logistischen Problemstellungen für den stationären Handel gut erforscht sind, erfordert der vermehrt auftretende Mehrkanalhandel einen explorativen Ansatz, um die neuen logistischen Probleme und Fragestellungen einzuordnen. Mehrkanalhandel bedeutet hier, dass Händler sowohl im stationären Einzelhandel wie auch im Distanzhandel aktiv sind. Für traditionelle, stationäre Händler, wie auch für Distanzhändler, bedeutet die wachsende Bedeutung des Onlinehandels eine Neuausrichtung ihrer Geschäfts- und Logistikmodelle. Eine erfolgreiche Gestaltung erfordert eine fundierte Kenntnis der logistischen Prozesse, Herausforderungen und Chancen, die mit dem Mehrkanalhandel einhergehen. Die logistischen Fragestellungen und Planungsprobleme im Operations Management und der Distribution im Mehrkanalgeschäft werden in den beiden weiteren Beiträgen mittels empirischer Erhebungen analysiert. Im Fokus steht hier vor allem der Non-Food-Handel, da in diesem Segment bisher der Großteil der Distanzhandelsabsätze zu verzeichnen ist.
Die Beiträge spannen somit den Bogen zwischen der Optimierung in etablierten Einzelhandelsstrukturen (Beiträge 1 und 2) und der Exploration der Implikationen des wachsenden Onlinemarktes für die Händler (Beiträge 3 und 4). Sie zeigen, wie in gewachsenen Strukturen unter Einsatz von Methoden des Operations Research Kosteneinsparungspotenziale gehoben werden können, aber auch, dass sich der Einzelhandel im Wandel befindet und Lösungen gefunden werden müssen, um auf neue Herausforderungen zu reagieren.The essays of the cumulative dissertation are concerned with planning problems in retail operations.
The first two essays study the optimization of retail store deliveries with the help of operations research methods. The focus is on grocery retailing. Store delivery from the distribution centers is one of the main logistics planning problems for bricks-and-mortar retailers. Grocery retailers usually apply repetitive store-specific delivery patterns to supply their outlets. A delivery pattern is a certain combination of weekdays on which a delivery from the distribution center arrives at a particular store. The first essay presents a mathematical model for the selection of delivery patterns which includes the effects of the selection on the various subsystems of the retail supply chain. A solution approach is developed and a broad numerical study as well as the application to a real life case show its benefits compared to a state-of-the-art approach. The second essay supplements the first by analyzing the effects of store clustering on the delivery pattern planning in detail.
While logistics planning problems are widely studied for bricks-and-mortar retailing, retailing in multiple channels emerges and requires an exploratory approach to uncover and analyze the upcoming logistics issues. Retailing in multiple channels thereby means that a retailer is active in bricks-and-mortar as well as in distance retailing. For traditional bricks-and-mortar and distance retailers the growing importance of e-commerce means creating new business and supply chain models. A successful configuration of the new logistics systems requires a profound knowledge about the logistics processes, challenges and chances that come along with retailing in multiple channels. The planning problems and issues in multiple channel operations management and distribution are analyzed with the help of empirical studies in essays 3 and 4. The focus is thereby on non-food retailing as this segment is so far the main one in terms of distance retail sales.
In conclusion the essays cover the optimization in established retail operations structures (essays 1 and 2) and the exploration of the logistics implications of the growing e-commerce for the retailers (essays 3 and 4). They show how cost saving potentials can be leveraged applying operations research methods, but also that retailing is in transition and solutions have to be found to cope with the new challenges
Fluviale Morphodynamik und eigendynamische Entwicklung : Untersuchungen an einem naturnahen Umgehungsbach im Auwald zwischen Neuburg und Ingolstadt
Mit der vorliegenden Arbeit wurden die wesentlichen abiotischen Parameter, Prozesse und Strukturen in den Donauauen zwischen Neuburg und Ingolstadt und dem hier als Umgehungsgewässer angelegten Ottheinrichbach erfasst. Ziel war es, die Hydro- und Morphodynamik in Fluss und Aue, ausgelöst durch die umgesetzten Renaturierungs-maßnahmen, zu untersuchen. Hierzu wurde eine Kombination aus unterschiedlichen Methoden gewählt, um die raum-zeitlichen Veränderungen am Fließgewässer umfassend zu dokumentieren.
Detailbetrachtungen von Datenreihen lieferten die Erkenntnis, dass der Pegelstand nach Erreichen eines mehr oder weniger konstanten Höchststandes aufgrund der maximal zur Verfügung stehenden Ausleitungsmenge von 30 m3/s Wassermenge unabhängig von der Dauer einer ÖF nicht mehr weiter zunimmt. Weiter konnten Unterschiede zwischen einem natürlichen Hochwasser und einer gesteuerten Flutung gezeigt werden. Die Ausbreitung der Flutungsflächen wird dabei durch Rückstauprozesse entscheidend beeinflusst. Die Ausdehnung der tatsächlich überfluteten kartierten Bereiche bleibt dabei jedoch deutlich hinter den über Modelle prognostizierten Überschwemmungsflächen zurück. Insgesamt hat sich durch die Renaturierung die Fläche, die bei Hochwasserereignissen überflutet wird, deutlich vergrößert und eine Verbesserung hin zu hydrodynamischen Standortverhältnissen konnte erreicht werden.
Über verschiedene morphologische Untersuchungen konnten eine Differenzierung bestehender und eine Entwicklung von neuen Habitaten festgestellt werden. Die Auswertungen der Querprofilvermessungen verdeutlichen eine sehr unterschiedliche „Entwicklungsfreudigkeit“ an den einzelnen Standorten. Gestützt wird diese Erkenntnis auch durch die Ergebnisse der Vermessung mit einem terrestrischen Laserscanner. Damit konnten verschiedene Einzelprozesse herausgefiltert werden und eine Quantifizierung der Erosion- und Akkumulation vorgenommen werden. Bemerkenswert ist die für manche Standorte extrem schnelle Entwicklung von diversen Bankstrukturen, insbesondere im ersten Jahr der Beobachtung. Allgemeiner ausgedrückt kann von verschiedenen Aktivitätsphasen gesprochen werden, da das Flussbett infolge dynamisierter Abflüsse und Fließgeschwindigkeiten einer ständigen Veränderung unterliegt.
Die wichtigste Voraussetzung für ein funktionstüchtiges Fließgewässer wurde durch die Dynamisierungsmaßnahmen (Dotierung des Umgehungsbaches, Steuerung bei einer Ökologischen Flutung und Umsetzung der Grundwasserabsenkung) geschaffen und bleibt bestehen: Raum für eigendynamische Gewässerentwicklung.
Die Untersuchungsergebnisse des großen Freilandexperiments „Dynamisierung der Donauauen“ zeigen, wie stark die Prozesse, welche die Entwicklung der Donauauen maßgeblich mitbeeinflussen, von der Steuerung und Durchführung der einzelnen Dynamisierungsmaßnahmen abhängen. Die Entwicklungen laufen dabei mit ausgeprägten räumlichen und zeitlichen Unterschieden ab und dürfen nicht pauschalisiert auf das ganze Auensystem übertragen werden.With the present study, the essential abiotic parameters, processes and structures of the Danube floodplains were recorded between Neuburg a. D. and Ingolstadt. The Ottheinrichbach, a newly created bypass stream located in the same area, was also covered by the research. Aim of this study was to investigate and determine river and floodplain dynamics triggered by implemented restoration measures. A combination of methods was used in order to accurately document spatiotemporal changes.
A detailed analysis of the time series showed that water levels no longer increase. One reason for this is the limited water volume (30 m3/s) which is more or less constant regardless of the duration of a flood event. The hydrographs clearly show the differences between a natural and a controlled flood event. The extension of the inundation area within the current structural design is influenced by back water processes. Mapping of the actually inundated areas did not meet with expectations; only slightly more than half of the expected area was in fact inundated. Nevertheless, an increase in flooded or wetted areas was recorded and improvements towards hydromorpho-dynamically active patches were achieved through the implemented restoration measures.
Both a differentiation and a development of new habitats could be ascertained. Cross sectional analysis shows a considerably different morphodynamic development at the measured sites. Finally, a terrestrial laser scanner was used in order to filter out the sub-processes from the surveys conducted. Noteworthy among these processes is that numerous locations showed a rapid development particularly in the early stages of observation. Various bank structures were created during that time, occurring in several activity phases. The dynamic runoff and varying flow directions cause erosion and sedimentation along the water course, thereby creating continuous alteration to the river space.
The most important requirement for functionally flowing water is space for self-dynamic development.
The results of the unique field experiment „Dynamic Development of the Danube Floodplain“ show how strongly processes are influenced by the management and realisation of a single restoration measure (discharge regulation of a permanent bypass river, management of sluices for the controlled flood event, or performance of groundwater drawdown). These manifold and complex processes are crucial for a near-natural floodplain development
Regional cluster policy and economic development : case study of the Basque Country and Upper Austria
The main objective of the conducted research was to learn and broaden the boundaries of our knowledge in regard to regional cluster policy making. Particularly the interest was in the influence of clusters and cluster policy on the pattern of economic development in the region. From the reviewed theories (Classical, Keynesian, Export-based, Neo-classical, Endogenous, New Economic Geography, Growth-pole, Location, Central place, Institutional) the factors influencing economic growth were extracted and discussed. Within these different approaches it was claimed that clusters, defined as agglomerations of firms and other related institutions in a particular sector which not only show close physical proximity but also collaborate and herewith, building an economy based on clusters, can strengthen its overall competitiveness, innovativeness and lead to economic growth. Under certain favorable conditions clusters develop and grow naturally. At the same time the growth of these economic structures can also be stimulated from the side by cluster policy. As these policies were implemented, they were showing different results, which increased the interest in the analysis of cluster based policies, its types and effects on the territorial development. Within such a vast research on cluster policy the research opportunities in 1) The character and influence of cluster policy making/ management on the economic performance and clusters and 2) Extending such research areas as: long term evolution of cluster policy, policies embeddedness in territorial context, systematization of policy recommendations setting the overall research question on how to build cluster policy leading to economic development, specifically focusing on long-term evolution of cluster policy development, the components of effective cluster policy making and its implications on the regional economic development. The above research questions were addressed while referring to following the qualitative approach by the application of the multiple (two) case study method. We follow the replication approach to multiple case study by exploring our research question in similar contexts and herewith strengthen the justification of our findings. The following two regions were selected: The Basque Country, an autonomous community in Spain, and Upper Austria, a federal state in Austria. As a result of the performed research study we have gathered valuable and in-depth information on clusters and cluster policies in the regions. Through this we enriched the knowledge on cluster policy from both a theoretical and a practical perspective.Das übergeordnete Ziel der Forschung, die im Rahmen dieser Dissertation durchgeführt wurde, ist es, das Wissen in Bezug auf regionale Clusterpolitik zu erweitern. Das besondere Interesse lag am Einfluss von Clustern und Clusterpolitik auf die ökonomische Entwicklung einer Region. Im Rahmen der Globalisierung und Internationalisierung und basierend auf den untersuchten Theorien konnte eine Reihe von Faktoren identifiziert werden, die das wirtschaftliche Wachstum beeinflussen. Bei der Betrachtung dieser unterschiedlichen Zugänge ist aufgefallen, dass Cluster die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern und somit wirtschaftliches Wachstum erreicht werden kann. Obwohl Cluster unter bestimmten Voraussetzungen von selbst wachsen können, besteht ebenso die Möglichkeit, dass ihre Entstehung durch speziell gestaltete Clusterpolitik angeregt wird. Obwohl es zunächst so schien, als ob der Aufbau von Clusterpolitik sehr einfach sei, zeigte die Betrachtung mehrerer umgesetzter Clusterpolitiken, dass diese Politik in der Tat sehr komplex ist und nicht einfach zu einer erfolgreichen Cluster- und Wirtschaftsentwicklung führt. Aus diesem Grund ist diese Dissertation der Fragestellung gewidmet, wie die Clusterpolitik, die zur regionalen wirtschaftlichen Entwicklung führt, gestaltet werden kann. Im Rahmen dieses Erkenntnisinteresses konzentriert sich unsere Forschung auf die Studie der langfristigen Evolution von Clusterpolitik, den Komponenten der effizienten Clusterpolitik und deren Implikationen für die regionale wirtschaftliche Entwicklung. Die oben genannten Forschungsfragen werden mithilfe eines qualitativen Ansatzes unter Verwendung des Mehrfach-/(Zwei-)Fallstudiendesigns beantwortet. Innerhalb jeder Fallstudie werden Mischtechniken der Datenanalyse angewendet. Angesichts bestehender Beschränkungen und für die Clusterpolitik in ausreichender Weise bedeutender Ähnlichkeiten sind folgende zwei Regionen als Fallbeispiele ausgewählt worden: das Baskenland, die Autonome Gemeinschaft im Königreich Spanien, und Oberösterreich, ein Bundesland in der Republik Österreich
Regeneration degradierter Tugaiwälder im Auenökosystem entlang des Tarim, Nordwest-China: Monitoring, Bewertung und Modellierung
The Tarim River, located along the northern and eastern borders of the Taklamakan Desert in Xinjiang, Northwest China, is about 1320 km long and thus one of the longest continental inland waterways in the world. In an undisturbed state, it is accompanied on both sides by floodplain forests of Euphrates Poplar (Populus euphratica Oliv.), also known as “Tugai Vegetation” or “Tugai Forests”. These forests form typical desert riparian forests as the so-called “Green Corridor” and prevent the two deserts, the Taklamakan and the Kuruk-Tagh, from merging together. At present, large areas that were originally P. euphratica riparian forests have disappeared, with the remaining areas in critical condition. Specifically, the greatest threats over the past few decades have been the rising water consumption in the upper and middle reaches and massive hydro-technical interventions (construction of embankments and dams) in the development of uncultivated land (including the direct clearance of forests) for cotton production. These have led to widespread destruction of the natural ecosystems, particularly in the lower reaches of the river where about 320 km of the floodplain forests are either highly degraded or dead as the result of nearly 30 years of river desiccation. As a consequence of these deteriorations, land desertification has been aggravated and has expanded in the region. Because of the challenges facing this ecosystem, restoration measures with the diversion of “Emergency Ecological Water” have been implemented in the affected areas since 2000. This new process of recovery measures needs efficient and extensive long-term monitoring. In this thesis, current restoration measures as implemented to date are presented and hydrological dynamics as a function of water diversion are analysed. The structure, distribution and health statues (referred to as “vitality”) of the dominant species Populus euphratica have been monitored by measuring Eco-morphological parameters of more than 5000 trees in two sampling sites (a 100-ha permanent plot and five random sampling plots of 50-m radii) at Arghan village in the lower reaches of the Tarim River in the Xinjiang Uyghur Autonomous Region of China. The effects of restoration measures on the revitalization of degraded trees have been analysed and assessed by using individual-based repeated measurements of the tree data. From a long-term point of view, and taking labour intensity and the high cost of tree height measurements into account, a suitable height-diameter model for obtaining the tree height (TH) of P. euphratica based on the diameter at breast-height data (DBH) has been developed and evaluated. The average annual groundwater depth within 300 m of the river channel at different transects (Yingsu, Karday, Arghan) recovered significantly after a second water diversion in 2001. The same rising trend in groundwater level was retained until 2004, started to decline until 2009, and then rose again until the end of the water diversion in 2011. The Mann-Kendall statistical trend test was applied to the mean monthly and annual groundwater depth of six groundwater wells at different distances from the river on the Arghan transect. The trend test for the whole time series period from 2003 to 2011 indicated that there was a statistically significant decreasing trend for all wells, but that from January 2010 to December 2011 the groundwater level in all wells had a statistically significant increase. With the exception of a relatively favourable groundwater depth for floodplain forests within a 150 m distance of the riverbed, the groundwater depth at larger distances remained far below 5 m, causing most forest plants (with the exception of the Tamarix sp.) to suffer from water scarcity. Analyses of forest structure, distribution and health status suggested that a maximum TH of 19 m was found within 0-20 m and 100-200 m of the river. By contrast, a maximum DBH of 126 cm was found within 500-600 m of the river. Trees with a TH of over 15 m and a DBH of over 60 cm appeared sporadically. The maximum CD (crown diameter) of 16.58 cm (one tree) was found next to the river bed. There was a relatively great variation in DBH when compared to TH and other eco-morphological parameters. On average, stand structure tended to be simpler as distance from the river increased. Trees classified as healthy and good accounted for approximately 40 % of all sample trees, with slightly and highly degraded trees representing nearly 60 %. Some of the eco-morphological parameters of the trees vary differently with respect to the ecological water diversion measures. In particular, in the vertical (north-south) direction, the farther the trees are from the river, the weaker the response of ecological indicators. These parameters include: tree vitality classes (VS), crown diameter (CD), height to crown (HC), frequency of root suckers, number of young seedlings, and shoot growth, as well as newly developed crown types of P. euphratica trees. Generally, the floodplain forests within 200 m of the riverbed recovered remarkably, and those between 200 and 800 m from the river showed a medium response to the water transfer, while forests further than 800 m away from the riverbed showed lesser signs of recovery. Following the evaluation and comparison of the results from ten commonly used models by means of multiple-model performance criteria (such as asymptotic t-statistics of model parameters, standardized residuals against predicted height, the root-mean-square error (RMSE), Akaike’s information criterion (AIC), mean prediction error (ME) and mean absolute error (MAE)), Model (1): TH=1.3+a/(1+b×e^(-c×DBH)) and Model (6): TH=1.3+DBH^2/(a+b×DBH+c×DBH^2) are recommended as suitable choices for approximating the height-diameter relationship of P. euphratica. The limitations of the other models, resulting in poor performance for predicting TH accurately, are also discussed.Der Tarim verläuft entlang des nördlichen und östlichen Randes der Taklamakanwüste in Xinjiang, Nordwest-China. Er ist mit ca. 1320 km einer der längsten Inlandsflüsse der Welt. Im ungestörten Zustand ist er beiderseits von Auwäldern aus Euphratpappeln, den Tugaiwäldern, gesäumt. Diese Wälder sind die typische Vegetation der Wüsten-Auwälder und bilden den sog. “Grünen Korridor”, der verhindert, dass die beiden Wüsten Taklamakan und Kuruk Tagh zusammenwachsen. Heute sind weite Teile der Euphratpappelwälder verschwunden, die verbleibenden Flächen sind gefährdet. Konkrete Bedrohung ist der steigende Verbrauch an Wasserressourcen am Ober- und Mittellauf sowie massive wasserbauliche Eingriffe wie die Eindeichung des Flusses. Ursache hierfür ist die Erschließung von Brachland für den Anbau von Baumwolle (inklusive der Rodung von Wäldern). Diese Eingriffe haben zu einer weitgehenden Zerstörung der natürlichen Ökosysteme insbesondere am Unterlauf geführt, wo auf ca. 320 km die Auwälder stark degradiert oder bereits abgestorben sind – ein Ergebnis von beinahe 30 Jahren fehlenden Abflusses. Folge hiervon ist die Ausbreitung der Desertifikation in der Region. Aufgrund der Probleme, die sich für dieses Ökosystem ergeben, wurde 2000 mit der Renaturierung auf Basis einer „ökologischen Wasserumleitung“ begonnen. Dieser Prozess benötigt ein ausführliches und gleichzeitig effizientes Langzeitmonitoring. In der vorliegenden Arbeit werden die rezenten Renaturierungsmaßnahmen vorgestellt und die hydrologische Dynamik als Folge der Wasserumleitungen analysiert. Die Struktur, die räumlichen Charakteristika sowie der Zustand („Vitalität“) der Hauptart Populus euphratica waren Gegenstand eines Monitoring. Hierzu wurden ökomorphologische Parameter von mehr als 5000 Bäumen in zwei Stichprobenflächen aufgenommen. Diese befinden sich nahe dem Arghan am Unterlauf des Tarim in der Autonomen Uighurischen Provinz Xinjiang, NW China und setzen sich aus einer 100 ha großen Dauerbeobachtungsfläche und fünf zufälligen Plots mit 50 m Radius zusammen. Der Effekt der Renaturierung auf die Revitalisierung der degradierten Bäume wurde auf Basis von wiederholten Messungen an Einzelbäumen analysiert. Um langfristig den hohen Arbeitsaufwand und die hohen Kosten für die Messung der Baumhöhen zu reduzieren, wurde ein Modell für den Zusammenhang von Brusthöhendurchmesser und Baumhöhe für Populus euphratica entwickelt und evaluiert. Der mittlere Grundwasserspiegel in drei Transekten (Yingsu, Karday, Arghan) innerhalb 300 m Abstand zum Fluss erhöhte sich signifikant seit der zweiten Wasserumleitung 2001. Derselbe positive Trend bestand bis 2004. Danach sank er bis 2009 ab und stieg bis Ende der Wasserumleitung 2009 wieder an. Die Grundwasserdaten des Arghan-Transekts wurden mithilfe des Mann-Kendall Trendtests untersucht. Für den Zeitraum von 2003 bis 2011 zeigte sich, dass der Grundwasserspiegel für alle Pegel signifikant abnahm. Für den Zeitraum von Januar 2010 bis Dezember 2011 ergab sich jedoch ein signifikanter Anstieg. Mit Ausnahme eines Korridors von etwa 150 m um das Flussbett, wo das Grundwasser ausreichend hoch für Auwälder ansteht, ist der Grundwasserflurabstand deutlich größer als 5 m, was bei den meisten Pflanzen (mit Ausnahme Tamarix spec.) zu Wasserstress führt. Die Analyse der Waldstruktur, räumlichen Verteilung und Zustand ergab eine maximale Baumhöhe von 19 m in einer Zone von 0-20 m und 100-200 m um das Gerinne. Der größte Brusthöhendurchmesser von 126 cm wurde jedoch in einer Zone von 500-600 m gefunden. Bäume mit einer Höhe von mehr als 15 m und einem Durchmesser von mehr als 60 cm treten nur sporadisch auf. Der größte Kronendurchmesser (16,58 m, ein Baum) wurde direkt am Fluss gefunden. Der Brusthöhendurchmesser war im Vergleich zur Baumhöhe und dem Kronendurchmesser variabler. Im Mittel wird die Bestandsstruktur mit zunehmender Entfernung zum Fluss einfacher. Ca. 40 % der Bäume wurden als „gesund“ eingestuft, während 60 % leicht oder stark degradiert sind. Einige der ökomorphologischen Parameter der Bäume verhalten sich in Bezug auf die Wasserüberleitung unterschiedlich. Besonders in Nord-Südrichtung ist die Reaktion der ökologischen Indikatoren mit zunehmendem Gerinneabstand schwächer. Diese Parameter umfassen die Vitalitätsstufe, den Kronendurchmesser, den Bodenabstand der Krone, die Häufigkeit von Klonen, die Anzahl an Jungpflanzen und Keimlingen sowie Sekundärkronen von Populus euphratica. Insgesamt erholte sich der Auwald in einer 200 m-Zone um das Flussbett sichtbar, zwischen 200 m und 800 m zeigte sich ein mittlerer Effekt während in mehr als 800 m Entfernung zum Gerinne die Anzeichen einer Erholung weniger deutlich sind. Auf Basis von verschiedenen Kriterien wie dem Akaikes Information Criterion (AIC), Mean Prediction Error (ME) und dem Mean Absolute Prediction Error (MAE) wurden zehn gemeinhin benutzte Modelle evaluiert und verglichen. Als Ergebnis zeigt sich, dass Modell 1 (TH= 1,3+a/(1+b × ec x BHD)) und Modell 6 (H=1,3+BHD²/(a+b × BHD + c × BHD²)) adäquat in der Beziehung von Brusthöhendurchmesser (BHD) und Baumhöhe (H) sind. Die Einschränkungen der weiteren Modelle, die zu einer schlechten Performance in der Vorhersage der Baumhöhen führen, werden ebenfalls diskutiert
Determinanten des Bedarfs an produktbegleitenden Dienstleistungen auf Industriegütermärkten
Eine von Dienstleistungen getragene Wachstumsstrategie ist ein weit verbreitetes, jedoch selten erreichtes Ziel von Industriegüteranbietern. Gebauer et al. (2005) beschreiben den Umstand, dass Dienstleistungsstrategien die an sie gerichteten Erwartungen in vielen Fällen nicht erfüllen, mit dem Begriff des „Service Paradox“. Bisherige Forschungsansätze untersuchen dieses Phänomen ausschließlich aus Anbietersicht. Die vorliegende Studie befasst sich hingegen mit den Determinanten des Bedarfs an produktbegleitenden Dienstleistungen aus Kundensicht.
Hierbei wurde zunächst mittels einer qualitativen Interviewstudie ein theoretischer Rahmen geschaffen. Darauf aufbauend wurden unter Anwendung des situativen Ansatzes, des Ressourcenabhängigkeitsansatzes sowie der sozialen Austauschtheorie Hypothesen entwickelt, welche mittels einer quantitativen Studie überprüft wurden.
Die Ergebnisse der Arbeit liefern wichtige Erkenntnisse zur Dienstleistungsforschung. So wurden zunächst mit der Eigenständigkeit des Absatzobjektes, der Planbarkeit und der Regelmäßigkeit des Bedarfs sowie der Notwendigkeit des Langzeiteinsatzes von Mitarbeitern vier aus Kundensicht relevante Typologisierungscharakteristika identifiziert. Anhand dieser Kriterien konnte eine neue Typologie entwickelt werden, die produktbegleitende Dienstleistungen in Vorbetriebsdienstleistungen, Optimierungsleistungen, präventive sowie reaktive Dienstleistungen und Betreiberleistungen unterteilt.
Bezüglich des Einflusses des Herstellers auf die Dienstleistungsbedarfe der Kunden legen die Erkenntnisse nahe, dass dieser von Forschern wie auch von Praktikern überschätzt wird. So zeigen die Ergebnisse, dass der direkte Einfluss des Herstellers auf die Dienstleistungsbedarfe ihrer Kunden sehr begrenzt ist und sich auch stark bezüglich der betrachteten Dienstleistungstypen unterscheidet. So zeigt sich lediglich für Optimierungsleistungen ein signifikanter Einfluss von anbieterseitigen Investitionen in die Geschäftsbeziehung, während für die anderen betrachteten Dienstleistungstypen kein direkter Einfluss auf die Dienstleistungsbedarfe nachgewiesen werden kann. Es kann zudem nachgewiesen werden, dass die Dienstleistungsbedarfe überwiegend durch kundenseitige Determinanten bestimmt werden, auf welche der Hersteller nur indirekt Einfluss nehmen kann. Insbesondere zeigen die Ergebnisse, dass das für die Aufrechterhaltung der Produktion des Kunden notwendige implizite Wissen einen sehr bedeutenden Einfluss auf die Unternehmenskultur und somit letztlich auf die Dienstleistungsbedarfe der Kunden hat. Aus den Erkenntnissen lässt sich schließen, dass seitens der Kunden ein Grundbedarf an zumeist klassischen produktbegleitenden Dienstleistungen wie Wartungen und Reparaturen besteht, der sich zumeist aus Abhängigkeitsbeziehungen und internen Ressourcenengpässen ergibt. Dieser Bedarf lässt sich seitens der Hersteller mit minimalem Vertriebsaufwand und unter geringem Preisdruck bedienen. Die Ergebnisse zeigen ferner, dass neben der Abhängigkeit die Wahrnehmung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses seitens der Kunden der wichtigste Einflussfaktor auf deren Dienstleistungsbedarfe ist. Demnach muss ein über den Grundbedarf der Kunden hinausgehendes Dienstleistungswachstum oft „erkauft“ werden, worin eine Erklärung für das Auftreten des „Service Paradox“ gesehen werden kann.Service-led growth is a common but rarely reached aim among industrial companies. Gebauer et al. (2005) describe the situation that service strategies often do not fulfill expectations as the "service paradox". While most current research analyses the “service paradox” mainly from a supplier perspective, this study sheds light on the buying behavior from a customer’s point of view.
This study builds on qualitative interviews resulting in a basic theoretical framework. Based on qualitative results and the contingency approach as well as the resource-dependence, and social exchange theory, a set of hypothesis is derived and verified via an quantitative survey.
The results of the presented study contribute to the field of industrial services in various ways. The qualitative study identifies four typology criteria for industrial services from a customer perspective: The independent marketability of the service, the predictability and the regularity of the service demand, as well as the necessity for the long-term deployment of personnel. From those criteria five service types can be derived: Pre-commissioning services, optimization services, preventive services, reactive services, and operator services.
The study results indicate that the influence of the supplier on service demand of its customers is overestimated by scientists and marketing professionals, depending on the service type. The results show that relationship marketing investments have a significant effect on optimization services while there is no significant effect on all other service types. Furthermore evidence can be found that buying behavior is strongly determined by the customer’s situation and corporate culture. In this context, tacit knowledge turns out to be the main impediment for service sales as it diminishes the knowledge superiority of suppliers and leads customers to turn their corporate culture towards insourcing of services. The findings imply that customers have a basic demand for classic product related services resulting from a lack of own competencies. This demand can be satisfied by suppliers with a minimum in sales effort without facing price competition. The results also show that in addition to customer dependency, the perceived value of a service is a main driver for customer demands. Therefore, the findings imply that service growth beyond the basic demand must be "purchased" by supplies as a result of strong price competition mainly in the domain of customer related services. This can be seen as one explanation for the appearance of the "service paradox"
Sustainability reporting : cross national differences, value relevance and strategy [cumulative dissertation]
Obwohl corporate social responsibility (CSR) in der Unternehmenspraxis immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die nationale CSR-Gesetzgebung Europas größter Volkswirtschaften immer noch heterogen. Dies ist nicht nur eine Herausforderung für international tätige Unternehmen, sondern stellt aufgrund fehlender Vergleichbarkeit ein Problem für die Stakeholder dar. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass derzeit weder freiwillige Konzepte, noch gesetzliche Vorschriften zu qualitativ und inhaltlich vergleichbarer Nachhaltigkeitsberichterstattung führen.
Es stellt sich daher die Frage, ob eine europaweite Vereinheitlichung der Nachhaltigkeitsberichterstattung anhand der Prinzipien Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit mit EU-Recht vereinbar ist. Eine empirische Untersuchung zur Lageberichterstattung in Deutschland zeigt, dass die Regelung zur Lageberichterstattung in Deutschland zu keinem einheitlichen Bild führt. Daher scheint eine EU-Regelung in Bezug auf das Prinzip Subsidiarität angemessen. Vergleicht man ähnliche Gesetzesvorhaben in der Vergangenheit, wie bspw. die Einführung der IFRS, so erscheint die Maßnahme zudem verhältnismäßig und sie steht im Einklang mit den grundsätzlichen Zielen der EU.
Eine Analyse der Entwicklung der CSR-relevanten Gesetzgebung der drei größten EU-Volkswirtschaften unterstreicht die Notwendigkeit einer länderübergreifenden Lösung. Deswegen wird die aktuelle Version des meist angewandten Rahmenwerks zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI), den GRI G4, als Benchmark mit den jeweiligen nationalen Regelungen verglichen. Die GRI G4 decken sich vielfach mit der Ländergesetzgebung, wenngleich sich der Grad der Berichtspflicht in den einzelnen Ländern aufgrund kultureller gesetzgeberischer Verschiedenheiten zum Teil deutlich unterscheidet. Im Lichte zusammenwachsender Märkte könnten die GRI G4 daher als europaweiter Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu mehr Sicherheit und Klarheit in der Anwendung und zu höherer Transparenz und Vergleichbarkeit für Stakeholder führen.
In der Vergangenheit wurde bereits vielfach versucht einen Einfluss von CSR auf den Unternehmenswert nachzuweisen. Hinsichtlich der Auswirkung unterscheiden sich die Studien in vielfältiger Weise, jedoch wird das Vorliegen eines grundsätzlichen Einflusses überwiegend bejaht. Daher wird die Anwendung der GRI G3 als proxy für Nachhaltigkeitsberichterstattung genutzt. Untersucht wird die Auswirkung der Berichterstattung gemäß den Kriterien der GRI G3 auf den Unternehmenswert von im EUROSTOXX 600 gelisteten Unternehmen in den Jahren 2007 - 2010. Hierzu wurden die Anwendungsebenen der GRI A+, B+ und C+ genutzt.
Die Ergebnisse sowohl der univariaten als auch die multivariaten Regressionsanalysen lassen einen zum 1%-Niveau statistisch signifikanten, negativen Einfluss der höchsten Anwendungsebene von GRI-Berichten (GRI A+) auf den Unternehmenswert beobachten. Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass dieser Effekt lediglich für kleinere und weniger profitable Unternehmen statistisch signifikant ist.
Die Ergebnisse legen nahe, dass umfassende Nachhaltigkeitsberichterstattung von Investoren kritisch gesehen wird und nur bei großen und profitablen Unternehmen toleriert wird. Dies mag auf die relativ höheren Implementierungskosten von GRI A+-Berichterstattung für kleinere und weniger profitable Unternehmen zurückzuführen sein. Zudem können Zweifel über die Ernsthaftigkeit der CSR-Strategien von Unternehmen aufkommen, die eher auf Erfüllung formaler Berichterstattungsstandards als auf ein organisches Wachstum ihrer Verantwortungskultur abzielen. Zumindest in diesen Fällen zeigen Unternehmen mit einem hohen Grad an CSR-Berichterstattung in der Tat einen niedrigen Unternehmenswert auf.
Die Analyse der strategischen Bedeutung von Nachhaltigkeitsberichterstattung unter Berücksichtigung ihrer finanziellen Auswirkung auf die Unternehmen zeigt, dass der strategische Aspekt der Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht allein in der externen Berichterstattung liegt. Die Sensibilisierung auf CSR relevante Aspekte ermöglicht ein breites Spektrum externer Faktoren, insbesondere Risiken frühzeitig zu erfassen, die bei Nichtbeachtung auf das Unternehmen zukommen können.
Eine Analyse der DAX-30 zeigt zunächst, dass lediglich ein Unternehmen keinen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, wohingegen in 27 das Berichterstattungsrahmenwerk der GRI zur Anwendung kommt. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber ein differenzierteres Bild hinsichtlich GRI-Versionen und Anwendungsebenen. Die GRI G4 können hierbei zur Vereinheitlichung und damit zur Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsberichterstattung beitragen. Um die GRI G4 in ein Unternehmen zu implementieren werden die dafür notwendigen Strukturen und Prozesse beschrieben. Insbesondere wird dabei der Prozess zur Festlegung und Abgrenzung des Berichtsinhalts erläutert. Der hierzu notwendige Prozess erfolgt in vier wiederkehrenden Schritten: Identifizieren möglicher Berichtsinhalte, Priorisieren, Überprüfen und nach Veröffentlichung des Berichts Durchführung eines Review.Although, corporate social responsibility (CSR) is becoming increasingly important in business practice, the national CSR legislation of the largest EU economies is still heterogeneous. These divergent requirements not only confront multinational companies with considerable challenges. Furthermore, the lack of international comparability is a fundamental problem for major stakeholder groups. Previous studies show that neither voluntary approaches nor legal requirements lead to comparable sustainability reporting according to quality and content.
This raises the question whether EU regulation of sustainability reporting is compatible with EU principles like subsidiarity and proportionality. As empirical results from German companies show, the practice of CSR reporting is still rather incoherent. Therefore, the regulation would be in according to the principle of subsidiarity. Comparing similar legislation processes, e.g. IFRS, the measure also achieves the proportionality principle and it is consistent with fundamental EU policies.
An analysis of the development of CSR-relevant legislation of the three largest EU economies highlights the need for supranational solution. Therefore, the current version of the most adopted sustainability reporting framework, the Global Reporting Initiative (GRI) GRI G4, are set as a benchmark and compared with the national regulations. GRI G4 guidelines companies cover most of the examined national CSR reporting legislation requirements. Even though, reporting requirements differ noticeable due to different legislative traditions. Therefore, an obligatory CSR reporting according to GRI G4 may assure clarity and predictability of reporting standards for companies as well as comparability and transparency for the international stakeholder community.
In the past, there have been many attempts to prove the influence of CSR on firm value. Studies differ in many ways, but the presence of influence is predominantly verifiable. Therefore, the application of GRI G3 is used as a proxy for sustainability reporting. This paper analyses whether there is empirical evidence for the impact of CSR-reporting in alignment to the guidelines of the GRI on firm value using GRI the application levels GRI A +, B + and C +. The empirical analysis is based on the years 2007 to 2010 and focuses on non-financial firms listed in the EUROSTOXX 600.
The results of both the univariate and multivariate regression analysis show a negative influence of the highest application level of the GRI reports (GRI A +) on firm value. They are significant to the 1% level. However, this influence only remains statistically significant for smaller or less profitable firms.
The results suggest that extensive CSR reporting punished by investors if firms do not provide for sufficient size and profitability. These results may reflect the relatively higher costs of implementing GRI A+-level reporting for smaller or less profitable firms. In addition, doubts about the seriousness of CSR strategies can arise from companies aiming rather to fulfill formal reporting criteria as to an organic growth of their culture of responsibility. At least in these cases companies with extensive CSR reporting show a lower firm value.
The analysis of the strategic importance of sustainability reporting considering their financial impact on companies shows that the strategic implication of sustainability reporting is not limited to external reporting. Raising awareness on CSR aspects helps to detect a wide range of external factors, in particular risks, at an earlier stage.
An analysis of the DAX-30 shows that only one company does not publish a sustainability report. 27 companies use GRI reporting guidelines. In detail, however, results differ regarding GRI versions and application levels. The GRI G4 can help to standardize and thus increase the comparability of sustainability reporting. Therefore, the necessary structures and processes are described to implement the GRI G4. In particular, the process of defining the quality and content of the report is explained. This process consist four recurring steps: identification, prioritization, validation and review after publication
Development of foreign subsidiaries in China
Seit 35 Jahren ist Chinas Wirtschaft unter dem Reform- und Öffnungskurs durch ausländische Direktinvestitionen geprägt. Ausländische Unternehmen investieren mithilfe von verschiedenen Marktbearbeitungsformen in China. Rückblickend auf diesen Zeitraum ist eine Entwicklung bei den in China tätigen ausländischen Unternehmen zu beobachten.
Die vorliegende Dissertation setzt sich mit eben dieser auseinander, wobei insbesondere das Augenmerk auf die Tochtergesellschaften der ausländischen Unternehmen gerichtet wird. Die Entwicklung der Tochtergesellschaften kann man aus zwei Perspektiven analysieren:
a) Anhand von veröffentlichten statistischen Zahlen lässt sich die Entwicklung der Tochtergesellschaften auf der Makroebene betrachten.
b) Auf der Mikroebene kann man die Entwicklung der Tochtergesellschaften anhand konkreter unternehmerischer Beispiele feststellen.
Die beiden Betrachtungsperspektiven bilden auch den Untersuchungsgegenstand der Dissertation. Das Ziel der Arbeit ist es, einerseits auf der volkswirtschaftlichen Ebene die ausländischen Direktinvestitionen in China und ihre historische Entwicklung, ihre Spezifika und Konsequenzen darzustellen und andererseits auf betriebswirtschaftlicher Ebene einen Entwicklungspfad der ausländischen Tochtergesellschaften in China sowie seine Verifizierung in der Praxis zu erstellen.
Insbesondere bei der Analyse auf der betriebswirtschaftlichen Ebene ist die Forschung über Tochtergesellschaften im Ausland im Rahmen des Internationalen Managements verortet, jedoch mit zahlreichen Berührungspunkten mit der Unternehmensorganisations- und strategielehre.
Eine Tochtergesellschaft ist ein Konstrukt mit Einbettung in die lokale Umwelt und in den Unternehmensverbund eines multinationalen Unternehmens. Daher ist die Entwicklung der Tochtergesellschaft sowohl mit der Umwelt, als auch mit der Muttergesellschaft bzw. anderen Unternehmenseinheiten im Unternehmensverbund, nicht zuletzt auch mit eigenen Kompetenzen und Verhaltensweisen verbunden.
Um die beiden Untersuchungsziele herauszuarbeiten, basiert die Dissertation auf folgender Vorgehensweise:
1) Um die Untersuchungsobjekte besser zu verstehen, wird auf die Definitionen von Entwicklung und Tochtergesellschaft eingegangen.
2) Um den Status Quo über die Forschung der Tochtergesellschaften darzustellen, werden relevante theoretische Ansätze des Internationalen Managements herangezogen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Annahme, dass Tochtergesellschaften sowohl aus der Perspektive der Muttergesellschaft als auch aus eigener Perspektive betrachtet werden können. Bei der ersten Betrachtungsweise können Struktur- und Strategieansätze im Rahmen der Mutter-Tochter-Beziehungen herangezogen werden. Bei der Fokusverlegung auf die Tochtergesellschaft als Betrachtungsobjekt sind Rollentypologie-Ansätze und Netzwerk-Ansätze relevant.
3) Anhand einiger ausgesuchter Modelle mit theoretischer Erklärung wird die Dynamik der Unternehmensentwicklung im Allgemeinen und speziell bei Tochtergesellschaften dargestellt.
4) Da die Umwelt einen sehr wichtigen Faktor für die Entwicklung der Tochtergesellschaften im Ausland bildet, wird auf die umweltbezogenen Facetten speziell in China eingegangen, darunter auf politischer, gesetzlicher, wirtschaftssystemischer, marktbezogener und sozio-kultureller Ebene.
5) Die Analyse der Direktinvestitionen mit ihren Konsequenzen in China findet in erster Linie mithilfe statistischer Zahlen des chinesischen Statistikamts statt.
6) Nach der Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur in den vorangegangenen Kapiteln wird versucht, ein eigenes Modell der Entwicklung der Tochtergesellschaften in China zu erstellen. In diesem werden Pflichthandlungen der Tochtergesellschaft vorgesellt. Die Erstellung des Entwicklungsmodells erfolgt in deduktiver Weise.
7) Um das Modell in der Praxis zu verifizieren, wurden Feldforschungsarbeiten vom Verfasser in zwei Anläufen durchgeführt.
Das vom Verfasser erstellte Modell umfasst eine so genannte Imitationsphase, eine Lokalisierungsphase, eine Phase des externen Netzwerkaufbaus, eine Phase des internen Netzwerkaufbaus und eine Phase der Tochtergesellschaftsinitiativen. Dieses Modell ist idealtypisch und die darin enthaltenen Phasen sollten zeitlich hintereinander verlaufen.
Mit dem bereits von Anfang an vorhandenen Bewusstsein, dass die Entwicklung der Tochtergesellschaften aufgrund interner und externer Einflussfaktoren sehr vielseitig sein kann, wird in der ersten Runde der Feldforschungsarbeit der methodische Schwerpunkt auf das Verfahren mithilfe der Grounded Thoery gelegt. Dabei werden insbesondere Tiefeninterviews als Instrument angewandt, um ein Modellgerüst aufzubauen und dieses ggf. mit dem eigenen Modell zu vergleichen, damit das letztere noch justiert oder korrigiert werden kann. Jedoch hat sich herausgesellt, dass durch die Teilnahme von lediglich zehn Tochtergesellschaften in China ein Modell schwer zu kreieren ist. Die Tiefe der Interviews und die Bereitschaft bzw. Möglichkeiten der Tochtergesellschaften für die Schilderung des eigenen Entwicklungspfades sind begrenzt. Aus diesem Grund werden aus den zehn Interviews drei Case Studies herausgearbeitet. Diese drei Fallbeispiele zeigen, wie unterschiedlich die Entwicklung der Tochtergesellschaften im Detail sein kann.
Die zweite Feldforschungsarbeit zielt darauf ab, das eigene Modell sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verifizieren. Auf der quantitativen Seite wurden Kennzahlen für die jeweiligen Phasen im eigenen Modell entwickelt. Die Kennzahlen wurden in einem Fragebogen dargestellt, der an die Unternehmen, welche auf einer Unternehmensliste der Deutschen Außenhandelskammer in Shanghai vermerkt sind, versendet wurde. Die Rücklaufquote war klein, sodass der Verfasser nochmal eine Feldforschung vor Ort in der Nähe von Shanghai durchgeführt hat. Mithilfe von dem Investitionsbüro der Taicang Wirtschafts- und Entwicklungszone in der Nähe von Shanghai konnten weitere Interviews und ausgefüllte Fragebögen gewonnen werden. Aus den beiden Prozessen können Aussagen limitiert geliefert werden, wie die unten aufgeführten Beispiele aufzeigen:
a) Eine Imitationsphase und eine Lokalisierungsphase sind in der Praxis zu bestätigen.
b) Eine Phase des externen Netzwerkaufbaus geht mit der Lokalisierungsphase einher.
c) Eine Phase des internen Netzwerkaufbaus mit den anderen Einheiten des Unternehmensverbundes ist weniger ausgeprägt. Für die meisten befragten Tochtergesellschaften ist jedoch eine starke Beziehung zu der Muttergesellschaft nach wie vor präsent.
d) Die Initiativen von den Tochtergesellschaften sind insgesamt rar. Jedoch ist bei den Tochtergesellschaften, bei denen Eigeninitiativen angegeben wurden, eine zeitliche Bedingtheit zu beobachten; das heißt, im Laufe der Zeit entwickeln sich Tochtergesellschaftsinitiativen.
Da die Rücklaufquote der Fragebögen insgesamt als unzureichend eingestuft werden kann, hat der Verfasser nach Diskussion und Konsens mit dem ersten gutachtenden Professor den Entschluss gefasst, sich auf Fallstudien zu konzentrieren.
Aus diesen an der zweiten Feldforschungsrunde teilnehmenden Tochtergesellschaften wurde jene Tochtergesellschaft für ein Tiefeninterview ausgesucht, die eine rasante Umsatzentwicklung in den vergangenen Jahren aufweisen kann und auch im Fragebogen die höchste Bewertung bei der Rubrik der Tochtergesellschaftsinitiative angegeben hat. Dafür reiste der Verfasser nochmals zu der Tochtergesellschaft nach China. Aus dem Tiefeninterview ist eine Fallstudie mit einem gewissen Detailierungsgrad entstanden. Darin lässt es sich erkennen, dass alle in dem vom Verfasser entwickelten Modell dargestellten Handlungen in der Praxis mit einer teilweise stärkeren oder schwächeren Ausprägung vorhanden sind.
Der Titel der Dissertation ist an sich offen und breitgefächelt. Der Verfasser ist mit der oben genannten Strukturierung an das Thema herangetreten. Diese Vorgehensweise ist sicherlich nicht die einzig mögliche. Mit der Dissertation wird versucht, dem Leser ein Bild zu vermitteln, wie sich die Tochtergesellschaften in einem speziellen Land, nämlich China, mit der Zeit entwickeln/entwickelt haben. Die Spezifität des Landes liegt darin, dass China bezüglich seiner Entwicklung in Bereichen wie Politik, Wirtschaft und Soziokultur und im Markt einzigartig ist und die Entwicklungsprozesse ständig durch viel Dynamik gekennzeichnet sind.
Der Verfasser hofft, dass es ihm mit seiner vorliegenden Dissertation gelingt, dem Leser einen Einblick in die Unternehmenslandschaft der ausländischen Tochtergesellschaften zu gewähren.Foreign investment has had significant impact on the economy of China since 35 years. Foreign companies invest in China in different ways and all in all, a development route can be witnessed at many foreign subsidiaries conducting business in China.
This dissertation deals with the foreign investment in China, especially with focus on the development of the foreign subsidiaries themselves. The development of foreign subsidiaries is to be analyzed in two different ways:
1. Their development can be observed on the macroeconomic level with the help of statistical figures.
2. On the microeconomic level the development can be judged by analyzing the historical development route of individual foreign subsidiaries.
Both of the prospects build up the main parts of the dissertation. Therefore, the dissertation aims at presenting the historical development of foreign direct investment with its influence on the Chinese economy on one side and the development route of foreign subsidiaries in China on the other side. Especially the second part belongs to the International Management research with involvement of corporate organization/strategy research.
A foreign subsidiary is imbedded in local surroundings and its corporate construct, which contains its mother company and other affiliated subsidiaries around the world. Therefore, its development is related to both of them. Certainly, its own competence and corporate behavior make up the main factors for its development as well.
The dissertation begins with the definition(s) of “development”. After a survey of the research streams about foreign subsidiaries in organizational and strategic aspects, some existing corporate development models are presented, among them both models of corporate development in general and foreign subsidiary development especially.
Since the topic is about the subsidiaries in China, it is important to have a deeper look into the country for more and better understanding for acting in the local environment. Some key factors such as political, legal, economic, market-related and social-cultural perspectives are dealt with.
Then, the foreign direct investment in China as a whole becomes the next key source for analyzing the development of foreign subsidiaries on a macroeconomic level. The statistical figures published by the Chinese government are used as the main tool to realize the analysis. There is no doubt about the tremendous influence that the foreign investment has on the life in China, primarily in economic and technological aspects.
Next, an own model of foreign subsidiary development in China is introduced, which contains five phases: imitation phase, localization phase, phase of the external network building, phase of internal network building and phase of subsidiary initiatives. In general, this model has an ideal typical character and was created in a deductive way.
To verify the model in the reality, fieldwork was conducted in China. The fieldwork consisted of in-depth interviews and questionnaires. Thanks to support from the Foreign Investment Bureau of Taicang City in middle of China and the participation of the foreign subsidiaries, the fieldwork could come into realization.
Although the number of the participating companies is limited, some conclusions can be made through statistical calculation, underpinned by case studies. For example, the existence of the imitation phase can be confirmed in general. The localization phase comes along with building up an external network. The phase of internal network building can be observed, but it takes up a very weak form. And the existing time and success of the foreign subsidiary itself determine the intensity of subsidiary initiatives.
I think there are a wide variety of possibilities to analyze and summarize the development of foreign subsidiaries in China. With my efforts, I hope to show the readers the dynamics of what has happened and is happening in China, a country with its special historical und current background. On a corporate level, I tried to find out some commonalities of the successful foreign subsidiaries in China, in spite of all the differences they have
Social Media-Marketing in China – eine Chancen- und Risikenanalyse und ein Strategiesystem für touristische Leistungsträger
In der Arbeit wird zum einen eine Chancen- und Risikenanalyse für den Einsatz von Social Media-Marketing im chinesischen Quellmarkt erstellt. Zum anderen wird ein Strategiesystem für den Einsatz von Social Media-Marketing entwickelt.In this thesis opportunities and threats of social media marketing usage in a touristic context are evaluated. Furthermore, a system of social media marketing strategies is developed. Both is undertaken using the Chinese source market as an example