Hochschulschriftenserver der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
Not a member yet
165 research outputs found
Sort by
Institutionalisierte fremdsprachliche Fortbildungen für Grundschullehrkräfte : eine empirische Studie am Beispiel der Fortbildungsinitiative "Englisch in der Grundschule" der Regierung von Schwaben
Eine zunehmende Veränderung der Bildungslandschaft ist Folge von gesellschaftlichen Trends wie Internationalisierung, steigende Diversität und Digitalisierung. Um sich den dynamischen Entwicklungen anzupassen, gewinnen Fort- und Weiterbildungen in der Arbeitswelt einen immer höheren Stellenwert. Besonders Lehrkräfte sind im System Schule von dem gesellschaftlichen Wandel betroffen, da sie sich in ihrem Berufsalltag laufend mit einer sich verändernden Schülerschaft, mit wechselnden Lehrplänen und steigenden Anforderungen im eigenen Unterricht auseinandersetzen müssen. Im Besonderen sind hierbei Grundschullehrkräfte betroffen, die aufgrund bildungspolitischer Beschlüsse und den gesellschaftlichen Weiterentwicklungen Fremdsprachenunterricht in der Grundschule unterrichten müssen. Daher ist der Prozess des Lebenslangen Lernens für Lehrkräfte im Allgemeinen und Grundschullehrkräfte im konkreten Kontext der vorliegenden Dissertation zur strategischen Notwendigkeit geworden. Diese Dissertation befasst sich mit Grundschullehrkräften im aktiven Schuldienst in Bayern als Hauptuntersuchungsgegenstand und geht der Frage nach, in welcher Form eine fremdsprachliche Fortbildung umgesetzt werden kann, die einerseits die Erwartungen und Wünsche der teilnehmenden Grundschullehrkräfte berücksichtigt und andererseits das Ziel einer nachhaltigen Institutionalisierung des Fortbildungskonzepts verfolgt. Ferner stellt sich das Problem, dass bisherige empirische Befunde zum Themenkomplex fremdsprachliche Fortbildungen für Grundschullehrkräfte noch unsystematisch, unzureichend und lückenhaft dokumentiert sind. In dieser Arbeit wird das fremdsprachliche Fortbildungskonzept mit dem Titel „Initiative Englisch in der Grundschule“ in Zusammenarbeit mit der Regierung von Schwaben pilotartig umgesetzt und im Rahmen der Dissertation wissenschaftlich begleitet. Ziel der Untersuchung ist es, mit empirischen Methoden die Erwartungen der teilnehmenden Lehrkräfte an die Fortbildung zu erheben, einen Berufsfeldbezug herzustellen und aufkommende Veränderungspotentiale im Konzept der Fortbildung zu identifizieren. Grundschullehrkräfte werden in der Untersuchung mittels Online-Umfrage und leitfadengestützten Interviews befragt, wobei Daten zu den Englischvorkenntnissen der Lehrkräfte, zum Lebenslangen Lernen sowie zu den Rahmenbedingungen der Fortbildung etc. gesammelt werden. Die Basis der Arbeit bilden damit quantitative und qualitative Daten, deren Kombination sich als geeignetes Forschungsdesign erwiesen hat, um verlässliche Ergebnisse zu erhalten und der Heterogenität der Fortbildungsteilnehmer gerecht zu werden. Einerseits bestätigen die Ergebnisse die Annahme der heterogenen Zusammensetzung der Fortbildungsteilnehmer in Bezug auf Alter, Englischvorkenntnisse, Berufserfahrung und Erwartungen an die Fortbildung, andererseits liefern sie wertvolle Hinweise zum Aufbau, Inhalt und zur Umsetzung einer teilnehmerorientierten, institutionalisierten, fremdsprachlichen Fortbildung für die Zielgruppe Grundschullehrkräfte. Ferner konnten positive Effekte in Bezug auf die Teilnahmemotivation und die Lernmotivation durch die Gestaltung des fremdsprachlichen Unterrichts mit muttersprachlichen Referenten herausgestellt werden. Das Konzept der Fortbildungsinitiative „Englisch in der Grundschule“ kann aufgrund der Befragungsergebnisse als wegweisender Leitfaden für die nachhaltige Konzeption zukünftiger fremdsprachlicher Fortbildungen für Englischlehrkräfte in der Grundschule genutzt werden. Daher sind die Befunde sowohl für Grundschullehrkräfte und Studierende im Lehramt Grundschule, als auch für Anbieter von Fortbildungsinitiativen im Bildungsbereich von Interesse.Rapid changes in the educational landscape are results of transformations in society due to internationalization, increasing diversity and digitalization. In order to adapt to these dynamic trends, individuals are required to enhance their professional skills with advanced training to gain more competencies in their professional lives. Particularly teachers are facing overwhelming challenges in the school system in Germany like constantly changing pupils, new curricula and increasingly demanding requirements within their lessons. Primary school teachers are fundamentally affected by political decisions and societal developments when they are requested to teach a foreign language at primary school. Therefore, lifelong learning and professional training have become basic necessities for their work in order to meet the challenges. This dissertation analyzes primary school teachers in Bavaria who took part in a foreign-language teacher training program for English at primary schools, so primary school teachers are the project’s main object of study. This project examines in what way foreign-language teacher training can be sufficiently achieved by taking into account the expectations of the participants in combination with reference to ongoing job-related issues. Current academic studies on foreign-language teacher training programs are insufficient, nonsystematic and fragmentary. For this reason, a teacher training program called the “English at Primary Schools Initiative” was developed in this study as a pilot project in cooperation with the government of the region of Swabia in Bavaria. The training program was supervised and evaluated scientifically within the scope of this dissertation. The aim of the study is to examine the expectations of the participants using empirical methods, establish a job-related professional training program and identify potential process changes in the program. In an online survey using standardized questionnaires, primary school teachers as survey subjects were asked about their prior knowledge of English, their attitude towards lifelong learning and the general conditions of the training program, etc. Furthermore, semi-structured interviews were carried out in order to respond to the heterogeneity of the teachers with regard to age, prior knowledge of English, work experience and their expectations in terms of the training program. These data are the basis for the study and the mix of quantitative and qualitative data are an appropriate instrument for obtaining reliable results. The empirical findings provide valuable indications for the realization of a participant-oriented, institutionalized and sustainable foreign language teacher training program for primary school teachers. In addition, the analysis provides information about learner motivation in the context of native speakers as foreign language teachers, which is important for successful language learning. Thus, the “English at Primary Schools Initiative” is a best practice guide for designing a suitable participant-oriented, career-focused foreign-language teacher training program and the results are relevant for primary school teachers, for student teachers and for training institutions within the educational sector
Lebensentwürfe junger Migrantinnen und Migranten : Einflüsse von kultureller Herkunft, kulturspezifischer Wertvorstellungen und Akkulturationsverhalten auf Identitätsentwicklung und Zielvorstellungen für ein Leben in der Mehrheitsgesellschaft
Identitätsentwicklung im Jugendalter stellt einen zentralen Forschungsgegenstand der
Entwicklungspsychologie und verwandter Disziplinen dar. Insbesondere im Hinblick
auf Gesellschaften, in denen Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenleben,
erscheint es von Bedeutung, die Lebensentwürfe junger Migrantinnen und Migranten
im Kontext der Identitätsforschung zu berücksichtigen.
Das vorliegende Dissertationsprojekt widmet sich den Lebensentwürfen
türkischstämmiger Jugendlicher in Deutschland in den Lebensbereichen Beruf,
Partnerschaft, Familie, Religion, Kultur und Erziehung im Rahmen einer
vergleichenden Interviewstudie. Das Interview, welches eine modifizierte Variante von
Marcias Identity Status Interview darstellt, wird an einer Stichprobe mit N=50
türkischstämmigen und N=30 deutschstämmigen Jugendlichen im Alter von 16-21
Jahren erhoben. Als mögliche identitätsstiftende Konstrukte werden
individualistische/kollektivistische Wertvorstellungen sowie das
Akkulturationsverhalten berücksichtigt.
Der Auswertungsprozess umfasst in einem ersten Schritt eine inhaltsanalytische
Auswertung der Lebensentwürfe türkisch- und deutschstämmiger Jugendlicher auf der
Basis einer induktiven Herangehensweise. In einem zweiten Schritt wird der
Identitätsstatus der Jugendlichen bereichsspezifisch in Orientierung am deduktiven
Vorgehen von Marcia (1993) ermittelt und auf Einflüsse der kulturellen Herkunft in
Abhängigkeit von Geschlecht, Alter und Bildungsstand untersucht. Ziel ist es hierbei,
Besonderheiten in der Identitätsentwicklung und im Lebensentwurf jugendlicher
Migrantinnen und Migranten aufzudecken und die Bedeutung verschiedener
Einflussfaktoren auf deren Identitätsentwicklung zu identifizieren.
Die Ergebnisse werden unter Einbeziehung des aktuellen Forschungsstands interpretiert
und im Hinblick auf mögliche Implikationen für Forschung und psychologische/
pädagogische Praxis diskutiert.Identity development during adolescence constitutes a focal research topic within developmental
psychology and related disciplines. Particularly in societies where people
from different cultures coexist, examining lifestyles of young migrants within the context
of identity research becomes important.
The dissertation project addresses the life plans of adolescents of Turkish origin in
Germany, examining the domains of vocation, partnership, family, religion, culture and
education within the scope of a comparative study of interviews. The interview, a modified
version of Marcia’s Identity Status Interview, is conducted on a sample of N=50
adolescents of Turkish origin and N=30 adolescents of German origin between 16-21
years old. Individualistic vs. collectivistic ideals and acculturation strategies are approached
as potential identity-establishing constructs.
The evaluation process includes a content-analytical evaluation of the life plans of adolescents
of Turkish and German origin based on an inductive approach. The paper describes
the identity status of the adolescents by domain based on the deductive approach
of Marcia (1993) and examines cultural origins stemming from gender, age and education
level. The aim is to reveal specifics of identity development and the lifestyles of
adolescent migrants and to identify the importance of various influencing factors on
their identity development.
The paper takes into account the current state of research and presents potential implications
for psychological and pedagogical praxis
Quantification and regionalization of geomorphic processes using spatial models and high-resolution topographic data: A sediment budget of the Upper Kauner Valley, Ötztal Alps.
As a result of the almost continuous climatic warming since the end of the Little Ice Age, a large store of unconsolidated material is available for mobilization by different sediment transport processes in the proglacial areas of the Alps. This can also be stated for the area around the Gepatsch glacier in the Upper Kauner Valley (Ötztal Alps, Tyrol). Consequences are changes in the sediment budget of the catchment of the Gepatsch reservoir.
The main goal of this thesis was the construction of a recent time sale sediment budget of this area. An important methodological property of the conducted research was the usage of study area-wide LiDAR data (TLS and ALS) of comparatively high temporal and spatial density. After several billion measurement points and data from field work, mapping and modelling efforts had been processed and evaluated, it was possible to identify and quantify the sediment transport by all relevant processes on the scale of the study area.
As this study was conducted in the framework of the PROSA project, it was possible to enrich own results with data from other working groups. This formed the basis for a regionalization of measured rates to the scale of the 62 km² large study area.
Results are presented and discussed for the processes of rock fall of various magnitudes, debris flows, avalanches, creep on talus, fluvial processes (hillslopes and main fluvial system) and rates obtained for rock glaciers and glaciers. In order to make different processes comparable, the potential energy transformed was also calculated.
The resulting sediment budget (reference time period 2012-2014) does not only show the relative importance of the mentioned processes and spatial subunits (proglacial vs. non-proglacial) in the Upper Kauner Valley. It also gives insight into the importance of high-magnitude events and the configuration of the sediment transport system with regard to its connectivity.Im Zuge der fast kontinuierlichen Klimaerwärmung seit Ende der kleinen Eiszeit stehen in den proglazialen Räumen der Alpen große Mengen an Lockermaterial für eine Mobilisierung durch verschiedene Sedimenttransportprozesse zur Verfügung. Diese Tatsache kann auch am Gepatschferner des oberen Kaunertals (Ötztaler Alpen, Tirol) festgestellt werden und Veränderungen des Sedimenthaushaltes des Einzugsgebietes des Gepatschstausees sind die Folge.
Das primäre Ziel der vorliegenden Arbeit war es, ein aktuelles Sedimentbudget dieses Gebietes zu erstellen. Ein wesentliches methodisches Merkmal der durchgeführten Arbeiten war die Verwendung untersuchungsgebietsweiter LiDAR-Vermessungsdaten (TLS und ALS) von vergleichsweise hoher zeitlicher und räumlicher Dichte. Nach der Verarbeitung und Auswertung der mehrere Milliarden Messpunkte umfassenden Datenbasis und umfangreicher zusätzlicher Feld-, Kartierungs- und Modellierungsarbeiten war es möglich, den Sedimenttransport durch alle relevanten geomorphologischen Prozesse auf der Skale des Gesamtuntersuchungsgebietes zu quantifizieren und die entsprechenden Transportwege zu lokalisieren.
Durch die Einbettung der Arbeit im Forschungsprojekt PROSA war es möglich, neben spezifischen eigenen Messungen, die Ergebnisse mehrerer Teilprojekte als Grundlage für die Regionalisierung der Sedimenttransportraten auf das 62 km² große Gesamtuntersuchungsgebiet zu verwenden. Es werden Ergebnisse zum Sedimenttransport durch Steinschlag, Felssturz, Murgänge, Lawinen, Kriechprozesse auf Schutthalden, fluviale Prozesse auf Hängen und in den Hauptgerinnen, sowie durch Blockgletscher und Gletscher vorgelegt und diskutiert. Um verschiedene Prozesse vergleichbar zu machen, wurde zusätzlich jeweils die geleistete geomorphologische Arbeit berechnet.
Das resultierende Sedimentbudget (Referenzzeitraum 2012-2014) zeigt nicht nur die relative Bedeutung der genannten Prozesse und Räume (proglazial vs. nicht-proglazial) im oberen Kaunertal, sondern gibt auch Einblicke in die Bedeutung von Großereignissen und die Konfiguration eines Sedimenttransportnetzwerkes hinsichtlich dessen Konnektivität
gesund.sein – A group program to improve the mental health of homeless men : implementation, formative evaluation and conceptual development of an innovative group program for homeless services
Hintergrund: Wohnungslose Menschen sind von seelischen Belastungen und hohen Prävalenzen psychischer Erkrankungen betroffen. Dennoch zeigt sich ein Mangel an sowohl empirisch fundierten als auch zielgruppenorientierten psychosozialen Hilfeangeboten. Vor diesem Hintergrund wurde das niedrigschwellige und manualisierte Gruppenprogramm gesund.sein zur Förderung der seelischen Gesundheit wohnungsloser Männer entwickelt, das als sozialarbeiterisches Hilfeangebot speziell im Feld der Wohnungslosenhilfe anzusiedeln ist. Im Rahmen einer formativen Evaluationsstudie wurde das Programm in 8 Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe implementiert und anhand eines triangulativen Forschungsdesigns untersucht. Übergeordnetes Ziel der Studie war die Weiterentwicklung des Gruppenprogramms hinsichtlich einer möglichst zielgruppenorientierten Ausrichtung.
Methode: In der quantitativen Erhebung wurden Daten der Teilnehmer (n=51) und Gruppenleitungen (n=15) vor und nach der Programmdurchführung anhand standardisierter Fragebögen erfasst. Die qualitative Erhebung bestand aus leitfadengestützten Teilnehmerinterviews (n=8) sowie aus Fokusgruppen (n=4) mit Gruppenleitungen. Während des gesamten Programmverlaufs wurden anhand von Feedbackbögen, Dokumentations- und Reflexionsbögen Daten erhoben.
Ergebnisse: In Bezug auf die Zielgruppe zeigte sich eine hohe Akzeptanz und Reichweite des Programms. Eine differenzierte Beschreibung der Teilnehmer konnte herausgearbeitet werden. Das Programm erwies sich in seiner manualisierten Form als sehr praktikabel. Auf der Prozess-, Struktur- und Konzeptebene ließen sich Optimierungspotenziale für die Weiterentwicklung des Programms identifizieren. Potenzielle Wirkungen und Wirkfaktoren des Programms konnten ermittelt werden, wie auch organisationsbezogene Erkenntnisse.
Schlussfolgerung: Die Evaluationsstudie zeigte, dass das Gruppenprogramm gesund.sein als sozialarbeiterische Methode in der Wohnungslosenhilfe erfolgreich implementiert und durchgeführt werden kann. Die hohe Zielgruppenorientierung des Programms scheint hierfür maßgeblich verantwortlich zu sein. Es ist anzustreben, diese wissenschaftlich fundierte Intervention möglichst flächendeckend in die Angebotsstruktur der Wohnungslosenhilfe aufzunehmen. In zukünftigen Studien gilt es insbesondere die Wirkungen des Gruppenprogramms zu untersuchen.Theoretical background: Homeless individuals are often affected by emotional distress and high prevalence rates of psychiatric disorders. However, psychosocial interventions showing an empirical basis as well as an orientation with regard to specific needs of these individuals are scarce. Therefore, the low-threshold and manualized group program “gesund.sein” was designed to improve the mental health of homeless men. The program is based on theoretical principles of social work and focuses specifically on the needs of homeless people. Within the present formative evaluation – which was based on a methodological triangulation – the program has been implemented in 8 homeless shelters. The principal aim of the present study was to improve the program in order to establish the highest possible alignment towards the target group.
Method: Data collection consisted of both a quantitative and qualitative part. Within the quantitative analysis, participants (n=51) and staff (n=15) were administered a standardised questionnaire pre and post treatment. The qualitative analyses contained structured interviews with 8 participants and 4 group sessions with staff. During the entire treatment phase, data concerning direct feedback, professional records and reflections about the individual sessions were gathered.
Results: Overall participants showed high rates of acceptance with regard to the program. A more detailed description of the target group characteristics could be developed. With regard to the manual, data showed, that it was considered highly useful by staff. On a more structural and conceptual level, potential for further improvement of the treatment program could be identified. Initial factors related to the effectiveness of the program could be figured out as well as organisational related findings.
Conclusion: Results of the evaluation indicate that within the context of social work, the group program “gesund.sein” can be successfully implemented and applied in homeless organisations. Thereby, emphasis on a highly target group orientated approach seems to be of significant importance. Future work has yet to be done in implementing this empirically based treatment intervention as profoundly as possible within the context of social work concerned with the homeless. Future research should further examine the effectiveness of the program
Performing tourism: Chinese outbound organized mass tourists on their travels through German tourism stages
Tourism studies have understood tourism as a “Western” phenomenon, which tended to neglect the presence of “non-Western” tourists and to over-generalise the application and universality of their theories. By now, tourism has become a global phenomenon with growing numbers of “emergent tourists”, especially from China. However, its quantitative importance, the touristic performances of this source market, and especially those of Chinese outbound organized mass tourists in western tourism stages continue to be under-researched. Moreover, the analysis of the Chinese outbound tourism phenomena encompasses mostly economic and business driven-studies and reports, which look for homogeneity instead of plurality of voices.
Drawing from all of the above, the aim of this interdisciplinary research is, therefore, to explore and provide further understanding of the tourism performances of Chinese outbound organized mass tourists on German tourism stages. To achieve this, the research draws on the performance approach in tourism research.
The research is based on a phenomenological approach. Part of the study’s field research was conducted largely from 2011 to 2012, both in China and Germany. In China, information was gathered by using open and semi-structured in-depth expert interviews with representatives from the Chinese tourism industry, tourism boards, as well as with tourism academics. In Germany, the ethnographic fieldwork consisted of participant observations, semi-structured interviews and short questionnaires to Chinese outbound tourist members of group package tours organized by Chinese-German travel companies. Furthermore, expert interviews were conducted with German industry representatives, experts and academics in 2013. As far as the analysis of the field research is concerned, the study relies on the GABEK qualitative method of research analysis supported by the WinRelan 32 software.
As part of the discussion, this research argues that the examination of tourism practices and behaviours of Chinese outbound organized mass tourists under the performance metaphor is able to provide further understanding on the previously neglected tourism consumption of “non-Western” tourists. Within the findings, it was possible to identify both modern und post-modern characteristics of the Chinese outbound organized mass market. This concurs with the recent de-differentiation between the typical tourism binaries (everyday-holiday and home-away) found in tourism theory by acknowledging that everyday conventions and habits inform touristic performances of Chinese tourists in Germany. Moreover, the research presents insights that allow to corroborate the future presence of organized mass tourists in the Chinese outbound market, as well as to de-inferiorise and de–homogenise the segment. With regard to German stages, the research highlights the opportunities and challenges Germany´s tourism industry still has ahead of it. Finally, the study presents a number of implications for future practice, which can be useful to plan a long-term strategy for Chinese outbound tourism.Bisherige Tourismusstudien sind davon ausgegangen, dass Tourismus ein „westliches“ Phänomen darstellt. Dabei neigten die Studien dazu, das Vorhandensein von „nicht-westlichen“ Touristen zu vernachlässigen. Dies wird flankiert von einer ausgeprägten Verallgemeinerung und Geltendmachung einer Universalität der formulierten Theorien. Zwischenzeitlich entwickelte sich der Tourismus zu einem globalen Phänomen mit einer zunehmenden Zahl von sogenannten „emergent tourists“, insbesondere aus China. Trotz seiner mengenmäßigen Bedeutung, sowie der touristischen Leistungen dieses Quellmarktes und insbesondere des organisierten chinesischen Auslandsmassentourismus auf den westlichen Tourismusbühnen, wird dieser Bereich forschungsmäßig vernachlässigt. Im Übrigen befassen sich die Analysen in den Studien und Berichten zu den Phänomenen des chinesischen Auslandstourismus in der Hauptsache mit wirtschaftlich und unternehmerisch veranlassten Fragestellungen, wobei der homogenen anstelle der pluralen Sichtweise der Vorzug gegeben wurde. Aufgrund des bisher Gesagten ist es daher das Ziel dieser interdisziplinären Forschung, die Tourismus-Performances des organisierten chinesischen Massentourismus auf der deutschen Tourismusbühne zu untersuchen und die Erkenntnisse dadurch zu vertiefen. Um dies zu bewerkstelligen, bezieht sich diese Forschung auf den Performance-Ansatz in der Tourismusforschung.
Die Forschung beruht auf einem phänomenologischen Ansatz. Ein Teil der Feldforschung dieser Studie wurde größtenteils von 2011 bis 2012 in China und Deutschland durchgeführt. In China wurden Informationen über offene und teilstrukturierte, detaillierte Experteninterviews mit Vertretern der chinesischen Tourismusbranche, von Fremdenverkehrsämtern sowie der Tourismuswissenschaft gewonnen. In Deutschland bestand die ethnographische Feldforschung aus Teilnehmerbeobachtungen, halbstrukturierten Interviews und Kurzbefragungen von chinesischen Touristen aus organisierten Reisegruppen von chinesisch-deutschen Reiseunternehmen. Weitere Experteninterviews wurden mit deutschen Branchenvertretern, Experten und Wissenschaftlern in 2013 durchgeführt. Soweit es die Feldforschungs-Analyse betrifft, nutzt das Projekt GABEK als qualitative Methode der Forschungsanalyse, unterstützt durch die WinRelan 32 Software.
Als Teil der Diskussion kommt diese Forschungsarbeit zu der Erkenntnis, dass mit der Untersuchung der Gewohnheiten und des Verhaltens der chinesischen Massentouristen unter Zugrundelegung der Performance-Metapher ein weitergehendes Verständnis des bisher vernachlässigten Tourismuskonsums von nicht-westlichen Touristen ermöglicht wird.
Die Forschungsergebnisse zeigen sowohl moderne als auch postmoderne Charakteristika des chinesischen Massentourismusmarkts. Dies ist im Einklang mit der neuesten Dedifferenzierung zwischen typischen Tourismusbinären (z.B. Alltag-Urlaub und Zuhause-Unterwegs) wie sie in der Tourismustheorie zu finden sind. Es wird dadurch erkannt, dass die alltäglichen Verhaltensweisen und Gewohnheiten die Tourismus-Performance der chinesischen Touristen in Deutschland beeinflussen.
Darüber hinaus liefert diese Forschung die Erkenntnis, dass der chinesische Massentourismus auch in Zukunft eine Stellung im Auslandstourismusmarkt von China hat. Ebenso werden die Einschätzungen der Minderwertigkeit und Homogenität dieses Segments widerlegt. In Bezug auf die deutschen Tourismusbühnen hebt diese Forschungsarbeit die Chancen und Herausforderungen, die der deutschen Tourismusindustrie noch bevorstehen, hervor. Schließlich präsentiert diese Forschungsarbeit eine Reihe von Auswirkungen auf die zukünftige Vorgehensweise in der Planung einer langfristigen Strategie für den chinesischen Auslandstourismusmarkt
Corporate Skills-Based Volunteering (kompetenzbasierte betriebliche Freiwilligenarbeit) für Führungskräfte: Effekte, Einflussfaktoren, strategische Nutzung
Corporate Volunteering wird als Oberbegriff für vielfältige Arten betrieblicher Freiwilligenarbeit verwendet. Besondere Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Praxis haben dabei jüngst Formate gefunden, die in besonderem Maße die Kompetenzen der beteiligten Mitarbeiter nutzen (Corporate Skills-Based Volunteering), werden ihnen doch ein besonders hoher gesellschaftlicher Nutzen (Social Case) bei einem gleichzeitig hohen Wertschöpfungsbeitrag für das Unternehmen (Business Case) zugeschrieben.
Vor dem Hintergrund der vielfältigen neuen Herausforderungen im Personalmanagement, vor allem im Management und Leadership Development sowie in der Mitarbeitermotivation, stellt die vorliegende Arbeit kompetenzbasiertes Corporate Volunteering für Führungskräfte als eine innovative Maßnahme zur Erweiterung des aktuellen Personalmanagement-Portfolios vor. Anhand von Beispielen des Einsatzes einschlägiger Programme durch international tätige Großunternehmen (beispielsweise „Corporate Service Corps“ von IBM, „The Ulysses Experience“ von PricewaterhouseCoopers oder „Global Health Fellows“ von Pfizer) wird aufgezeigt, dass die teilnehmenden Führungskräfte im Rahmen des Programms ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten außerhalb ihrer Kerntätigkeit in der Kooperation mit dem Nonprofit- oder dem öffentlichen Sektor unter Beweis stellen und damit unter gewissen Voraussetzungen ausbauen können. Der Mangel an empirisch fundierten Erkenntnissen zu derartigen kompetenzbasierten Formaten erschwert momentan deren breite unternehmensstrategische Nutzung. Ziel der Arbeit ist es deshalb, Effekte und Erfolgsfaktoren von kompetenzbasierten Corporate Volunteering-Formaten zu identifizieren. Dafür wurde ein qualitativ-exploratives Vorgehen nach Grounded Theory gewählt und das Corporate Skills-Based Volunteering für Führungskräfte beispielhaft anhand einer longitudinalen und multidimensionalen Studie am Programm „Partners in Leadership“ erforscht. Entstanden ist mit der technischen Unterstützung durch die QDA-Software „MAXQDA“ eine detaillierte Darstellung und Analyse der betrieblichen Nutzeneffekte und Erfolgsfaktoren, die Hinweise auf die Eigenheiten anderer, vergleichbarer Programme und Formate geben kann sowie Annahmen bereitstellt, die in weiterführenden, deskriptiven und hypothesenprüfenden Studien näher beschrieben und validiert werden sollten. Die vorliegende Arbeit leistet somit einen Beitrag zur Konzeption und Evaluation neuer und innovativer Formen und Methoden der Führungskräfteentwicklung, welche die Leistungsträger des Unternehmens für die Herausforderungen des Führens in einer zunehmend komplexen Welt stärken können.Corporate Volunteering (CV) is the umbrella term used to describe various kinds of volunteer efforts by companies. Most recently, Corporate Skills-Based Volunteering has drawn the attention of researchers and practitioners alike because of its potential to create especially high value for both society (social case) and the companies involved (business case).
Against the backdrop of recent challenges in human resource management in the areas of management and leadership development as well as employee motivation, the present study supports the idea that skills-based volunteering programs, targeted at senior management, can be implemented as an innovative tool able to expand the current human resource management portfolio. It uses several examples of volunteer programs used by internationally-operating companies (“Corporate Service Corps”/IBM, “The Ulysses Experience”/PricewaterhouseCoopers or “Global Health Fellows”/Pfizer), to make clear that by cooperating with non-governmental organizations and the public sector, skills-based programs give participants the opportunity to put their existing know-how to use outside of their core business and thus broaden their abilities and skills.
The lack of empirical research on skills-based formats used for management development purposes poses an obstacle to the broad and strategic use of respective programs. In view of this research gap, the present study aims to identify effects and success factors of skills-based programs for corporate leaders. It uses a qualitative and explorative approach (Grounded Theory) and researches Corporate Skills-Based Volunteering for corporate leaders on the basis of a holistic and multidimensional analysis of the skills-based program “Partners in Leadership.” With the technical support of the QDA software “MAXQDA,” a detailed description of the business benefits and relevant success factors of this exemplary program could be made. Results may serve as indicators for the characteristics of similar Corporate Volunteering programs and formats and provide assumptions that should be validated in further descriptive or hypothesis-testing studies.
The present study thus contributes to the conception and evaluation of new and innovative forms and methods of management and leadership development that may strengthen the ability of key corporate performers to lead successfully in an increasingly complex world
Achtsamkeit im Unternehmen - Idee, Konzeption, Implementierung und Evaluation eines achtsamkeitsbasierten Programms zur gesundheitspädagogischen Förderung im Betrieb
Der Arbeitsalltag in Unternehmen scheint zunehmend durch ständige Reizüberflutung, Hektik und Leistungsdruck geprägt. Die Beschäftigten reagieren oftmals mit anhaltender innerer Unruhe, Angespanntheit und Unkonzentriertheit. Immer mehr Unternehmen erkennen diese Herausforderungen und wollen entsprechend reagieren. Anliegen dieser Dissertation ist es, erste Hinweise und Anhaltspunkte zu finden, ob sich achtsamkeitsbasierte Methoden als gesundheitspädagogische Förderungsmaßnahme in den Unternehmensalltag integrieren lassen und ob Achtsamkeitstraining am Arbeitsplatz eine Antwort auf die Frage geben kann, wie Verbesserung der Zufriedenheit und kooperative Zusammenarbeit sowie Steigerung der persönlichen Resilienz möglichst pragmatisch in einem Unternehmen umgesetzt werden können? Basierend auf dem MBSR-Programm von Jon Kabat-Zinn wurde dafür von der Kalapa Leadership Academy Bergisch Gladbach eigens ein an die speziellen Anforderungen des Unternehmensalltags angepasstes, niederschwelliges und leicht zu implementierendes achtsamkeitsbasiertes Programm zur Verbesserung der Belastbarkeit, Zufriedenheit und kooperativen Zusammenarbeit mit dem Titel „Erfolg kommt von Innen“ entwickelt. Dieses Programm wurde bei zwei weltweit tätigen deutschen Großunternehmen im Sinne einer gesundheitspädagogischen ganzheitlichen Fördermaßnahme durchgeführt und mittels eines Evaluationskonzeptes mit einem Prä-Post-Design mit psychometrischen und biometrischen Testverfahren untersucht. Insgesamt brachten die im Rahmen dieser Arbeit gewonnenen Ergebnisse valide Daten. Auch konnten damit erste Hinweise und Anhaltspunkte auf eine messbare Wirksamkeit des achtsamkeitsbasierten Programms „Erfolg kommt von Innen“ auf Körper und Geist der Projektteilnehmer erbracht werden. Neben den Wirkungen, die Achtsamkeit und Achtsamkeitstraining am Arbeitsplatz beim Umgang mit Stress und den Belastungen des Arbeitsalltages zeigten, wurde auch die Frage der Integration von achtsamkeitsbasierten Methoden als gesundheitspädagogische Förderungsmaßnahmen in den Unternehmensalltag, wie auch die Frage nach einer nachhaltigen, möglichst pragmatischen Umsetzung im Sinne einer gelebten Unternehmenskultur gestellt.Everyday work in companies seems to be increasingly determined by stimulus satiation, hectic rush, and pressure to perform. Frequently, employees' reaction to that is persistent internal restlessness, stress, and a lack of concentration. An increasing number of companies meet this challenge and want to react accordingly.
It is the concern of this thesis to provide an informative basis as to whether mindfulness-based methods can be integrated as health-educational support into a company's everyday work and whether mindfulness training at the workplace can improve job satisfaction, cooperative work, and personal resilience in a pragmatic way.
Based on the MBSR program of Jon Kabat-Zinn, the Kalapa Leadership Academy Bergisch Gladbach developed a mindfulness-based program for the improvement of resilience, job satisfaction, and cooperative work titled "Erfolg kommt von Innen" ["Success comes from the inside"]. This program is adjusted to everyday work in companies and is a low-threshold service. Furthermore, it is easy to implement.
This program was conducted in two German global companies as a health-educational and holistic assistance measure. It was tested with a pre-post design evaluation concept with psychometric and biometric test procedures.
The results of this thesis produced valid data. Furthermore, evidence could be provided that there is a measureable efficacy of the mindfulness-based program "Erfolg kommt von Innen" on body and mind of the participants.
In addition to the efficacy of mindfulness and mindfulness training at the workplace in the context of stress in everyday work, this thesis also raised the question of how mindfulness-based methods as health-educational assistance measures could be integrated into everyday work in companies. Lastly, the thesis discusses a pragmatic and sustainable implementation of the measures into business culture
Grenzen individueller Verantwortung angesichts von Weltübeln
Die Dissertation untersucht, welches Ausmaß an Verantwortung ein Durchschnittsbürger reicher Länder mitzutragen hat bzgl. der Bekämpfung von Weltübeln. Als Durchschnittsbürger(in) wird jemand angenommen, der einiges an Zeit und Geld zur Verfügung hätte, um einen Beitrag für die Verminderung von Weltübeln zu leisten. Mit Weltübeln sind z.B. weltweiter Hunger, Mangel an medizinischer Versorgung, Ausbeutung von Entwicklungsländern und ihren Bewohnern, aber auch zu viel Müll oder Regenwaldabholzung gemeint. Nach einigen Begriffsklärungen werden Argumente von PhilosophInnen geprüft, die das Individuum mit Verantwortung belasten oder davon entlasten. Da fraglich ist, ob im Hinblick auf Weltübel überhaupt individual-ethisch argumentiert werden darf, wird dann untersucht, ob und wie weit Institutionen das Individuum von Mitverantwortung entlasten. Zwischenergebnis ist, dass Steuerzahlen, Nachrichten verfolgen und Wählengehen ausreichen, um ein Minimum an Mitverantwortung aktiv wahrzunehmen. Spenden und vermeintlich verantwortungsvoller Konsum werden als untauglich zur Weltübelreduzierung gewertet.
Der zweite Teil der Arbeit geht – belegt durch eine vorgefundene empirische Untersuchung – davon aus, dass DurchschnittsbürgerInnen mit ihrem Leben (trotz äußeren Wohlstands) letztlich unzufrieden sind. Als Abhilfe werden statt (Medien-)Konsum tugendhafte Aktivitäten im Sinne des Aristoteles empfohlen. Dies können (politische) Aktivitäten zur Bekämpfung von Weltübeln sein, aber auch ganz andere und durchaus lokale Aktivitäten. Durchschnitts-Individuen wird in Aussicht gestellt, dass durch tugendhafte Aktivitäten ihre Lebensfreude steigt, obwohl dies nicht zugesichert werden kann. Keinesfalls dürfen solche Aktivitäten die Lebensfreude gravierend beeinträchtigen.
Die Arbeit begründet nicht, warum ein Individuum moralisch sein sollte. Dass es eine moralische Grundeinstellung hat, wird vielmehr vorausgesetzt. Aber die Hürde zwischen einerseits aufrichtig empfundener Mitverantwortung für die Bekämpfung von Weltübeln und andererseits dem Ergreifen irgendwelcher Bekämpfungs-Aktivitäten ist so hoch, dass sie nur von wenigen überwunden wird. Den Durchschnittsbürger zum Sprung über diese Hürde zu motivieren, ist Anliegen des zweiten Teils der Dissertation. Hier wird das vom Autor so genannte Motivationsprinzip (als Alternative zu Peter Singers Vergleichbarkeitsprinzip) hergeleitet und abschließend gegen vom Autor vermutete Einwände philosophisch verteidigt.This dissertation investigates the limits of individual responsibility for a standard-citizen of a rich country in face of world-evils. “Standard-citizen” means a person, who would have some time and money to help against world-evils, but the standard-citizen is not chancellor or minister or management board member of a large world-wide operating company. Before reading this dissertation, the standard-citizen is politically inactive and spends a lot of time regarding to television. “World-evils” mean e.g. hunger, missing availability of medicine-care and pharmacies, unfair exploitation of natural and human resources, too much litter, deforestation of rain forest.
After some terminology-clarifications follow the presentation and evaluation of arguments, by which philosophers afflict or release individuals with responsibility. Answers are given to questions like: “Is it important, whether the individual has caused (a little part) of world-evils?”, “Has an individual to do more against world-evils, because other individuals do nothing?”, “Has an individual any realistic chance to help against world-evils?”, “Can individuals delegate responsibility to (political) institutions?”, “Has a standard-citizen done enough against world-evils by paying taxes?”, “Are donations and so called responsible consumption a helpful way of diminish world-evils?“, “Is an individual-ethic approach appropriate to world-evils, or is (only) an institutional-political approach required?”.
The second part of the dissertation acts on the (empirical assured) assumption, that most citizens of rich countries are not really happy with their way of life, in spite of material prosperity. As remedy virtuous activities are recommended, “virtuous” in terms of Aristoteles. This can be (political) activities against world-evils, but also local activities different from earning money, (medial) consumption and dispersion. Lust for life (joie de vivre, Lebensfreude) is dangled in front of the standard-citizen, but not promised. Not at all those virtuous activities may be permitted to damage gravely this lust of life. The dissertation gives no foundation, why a standard-citizen should be moral. His or her morality is presumed. But there is a barrier between a fair-minded feeling of co-responsibility for (diminishing) world-evils and the desire, to derive virtuous activities from this responsibility. To help the standard-citizen to jump over this barrier is the target of the second part. Here the author proposes his so called “motivation-principle” as alternative to an ethical principle proposed by Peter Singer.
The last part of the dissertation tries to defend the author’s proposal against potential criticisms
Alternativen für eine nachhaltige Bodennutzung im Tarim-Becken, China
This doctoral thesis explores a paradigm of sustainable land use in the oases along the Tarim River of northwest China, where a fragile, semi-arid riparian ecosystem is being deteriorated by excessive land and water use for agriculture, in particular for the growing of cotton. This situation poses a grave threat not only to the natural Tugai vegetation in the area but also to the long-term sustainability of the region.
We explore the hypothesis that the species Apocynum pictum may act as a sustainable crop substitute for the region, thereby replacing the water-demanding and widely distributed cash crop, cotton. This idea is motivated by the former having a lower water demand, as well as a number of other traditional and modern uses. To substantiate this hypothesis, a multidisciplinary research scheme has been designed, permitting the analyses of both the ecological and socio-economic potentials of this plant, its potential benefits relative to cotton and a comprehensive analysis of its productivity, water demand and economic potentials. This analysis is divided into three distinct sections.
Biomass and nutrient analysis: Field investigations were conducted to sample biomass and map the spatial distribution of Apocynum pictum (abbreviated as A. pictum) at five selected sites. At each site, 3-5 plots were randomly selected and the point center quarter method, as outlined by Mueller-Dombois and Ellenberg (1974), was applied for biomass sampling. Concurrently, soil profiles were dug at each site so as to obtain soil samples from the various layers and electrical conductivity was measured as a mean of investigating soil salinity. These steps are essential for determining the physical and production basis for alternative land-use considerations.
The results obtained show that the total above-ground biomass ranges from 0.6 t/ha (Qongaral 1) to 1.25 t/ha (Xayar 1), and that the total below-ground biomass of A. pictum is at 11.25 ± 5.41 t/ha. The biomass of A. pictum, relatively moderate when compared to other steppe and desert ecosystems, reflects strains of soil and water conditions for plant growth in desert margins.
Evapotranspiration and water budget: Evapotranspiration (ET) is a key component of water balance and is closely linked to ecosystem productivity. Climate parameters were measured with mobile climate stations to calculate reference crop evapotranspiration (ET0) via the Penman-Monteith equation. Diurnal foliar transpiration and conductance were measured with a porometer to calculate canopy resistance. Leaf samples were photographed and analyzed for the leaf area index (LAI) in the study area so as to calculate crop evapotranspiration under standard conditions (ETc) and crop factors (Kc). Finally, the water consumptions of A. pictum and cotton were calculated and compared so as to identify which is better suited for dry environments.
The results show that cotton in this study attained a high yield compared to the world average, and at a rather low ETc. Among the three plants tested, A. pictum required the least amount of water during the vegetation season with 217.2 mm a year, while the Chinese red date came close second with 339 mm and cotton was least water-efficient with 524.7 mm, thus demonstrating the viability of A. pictum as an alternative with significant water-saving potential.
Economic analysis: Purposive sampling was used, with relevant participants in the study being approached by flow population and snowballing or chain sampling methods. The desired information was then obtained via a structured-questionnaire survey. Three natural resource management types of Apocynum were identified and a cost-revenue analysis was carried out for each.
The results show that all three types of institutional arrangements – open access, ranching and farming – are present in our study and at various levels. Apocynum costs 1083.35 Yuan/mu, generates 3267.63 Yuan/mu of revenue from raw materials and brings a profit of 2184 Yuan/mu – the highest among of all three cash crops compared.
We conclude that A. pictum offers opportunities for the restoration of vegetation in riparian ecosystems on salinized sites under the arid conditions of the Tarim Basin, while also serving as a viable land-use alternative to cotton for cash crop agriculture, as it may generate a certain income in the form of tea and fibers, as well as fodder for livestock.Die vorliegende Dissertation untersucht ein Modell für nachhaltige Bodennutzung in den Oasen entlang des Tarim-Flusses im Nordwesten Chinas, in denen ein fragiles, semiarides Ökosystem durch den übermäßigen Land- und Wasserverbrauch für die Landwirtschaft, insbesondere für den Anbau von Baumwolle, zerstört wird. Die jetzige Situation ist nicht nur für die natürliche Tugai-Vegetation dieses Gebietes eine große Gefahr, sondern auch für die langfristige Zukunft der ganzen Region.
Es wird die Hypothese geprüft, dass der Anbau von Apocynum pictum eine nachhaltige alternative Lösung für diese Region darstellen könnte. Der Gedanke, anstelle von Baumwolle, welche hier großflächig angebaut wird und einen besonders hohen Wasserverbraucht hat, diese Nutzpflanze anzubauen, begründet sich darauf, dass sie einerseits deutlich weniger Wasser benötigt und andererseits eine Reihe traditioneller und moderner Anwendungsmöglichkeiten bietet. Um diese Hypothese zu untermauern, wurde ein multidisziplinäres Forschungsvorhaben entwickelt, das sowohl die Analyse der ökologischen und sozio-ökonomischen Potenziale dieser Pflanze und ihrer möglichen Vorteile gegenüber der Baumwolle gestattet, als auch eine umfassende Analyse ihrer Produktivität, ihres Wasserbedarfs und ihrer wirtschaftlichen Potenziale. Diese Analyse ist in drei Abschnitte unterteilgliedert.
Biomasse und Nährstoffanalyse: Bei Felduntersuchungen wurden Proben von Biomasse entnommen und an fünf ausgewählten Standorten die räumliche Verteilung von A. pictum auf einer Karte eingetragen. An jedem der Standorte wurden nach dem Zufallsprinzip 3-5 Areale ausgewählt und nach dem von Mueller-Dombois und Ellenberg (1974) entwickelten Point-Center-Quarter-Verfahren stichprobenartig Biomasse entnommen. Gleichzeitig wurden an jeder dieser Orte Bodenprofile ausgehoben, um Proben aus den verschiedenen Schichten zu erhalten und die elektrische Leitfähigkeit wurde gemessen, um so den Bodensalzgehalt untersuchen zu können. Diese Schritte waren für die Bestimmung der physikalischen Gegebenheiten ebenso notwendig wie für Überlegungen zu alternativer Landnutzung.
Das Ergebnis zeigt, dass die gesamte oberirdische Biomasse zwischen 0.6 t/ha (Qongaral 1) und 1.25 t/ha (Xayar 1) liegt, während die gesamte unterirdische Biomasse von A. pictum 11.25±5.41 t/ha beträgt. Die Biomasse von A. pictum, die im Vergleich zu anderen Steppen- und Wüstenökosystemen relativ niedrig ist, weist die Boden- und Wasserbedingungen auf, die für das Pflanzenwachstum in Wüstenrandgebieten typisch sind.
Evapotranspiration und Wasserhaushalt: Die Evapotranspiration (ET) ist eine Schlüsselkomponente der Wasserbilanz und steht in engem Zusammenhang mit der Produktivität eines Ökosystems. Mit mobilen Klimastationen wurden Klimaparameter gemessen, anhand derer mit Hilfe der Penman-Monteith-Gleichung die Evapotranspiration (ET0) der Referenzpflanze errechnet werden konnte. Für die Berechnung des Canopy-Widerstandes wurden die diurnale Blatttranspiration und die Leitfähigkeit mit einem Porometer gemessen. Blattproben wurden fotografiert und analysiert, um den Blattflächenindex (LAI) im Untersuchungsgebiet und damit die Evapotranspiration der Pflanzen unter Standardbedingungen (ETc) sowie die Pflanzenfaktoren (Kc) zu berechnen. Schließlich wurde der Wasserverbrauch von A. pictum und Baumwolle ermittelt und verglichen, um festzustellen, welche der beiden Pflanzen für Trockengebiete besser geeignet ist.
Das Ergebnis zeigt, dass Baumwolle im Vergleich zum Weltdurchschnitt einen hohen Ertrag und einen relativ niedrigen ETc erreichte. Von den drei getesteten Pflanzen, benötigte A. pictum während der Vegetationsperiode mit 217,2 mm pro Jahr die geringste Wassermenge. An zweiter Stelle kam die chinesische rote Dattel mit 339 mm und Baumwolle an letzter Stelle mit 524,7 mm, was bestätigt, dass A. pictum eine Alternative mit hohem Wassersparpotenzial ist.
Ökonomische Analyse: Nach dem Schneeballprinzip oder Kettenstichprobenverfahren wurden Teilnehmer der Studie ausgewählt, die an einer strukturierten Fragebogenerhebung teilnahmen, um die gewünschten Informationen zu erhalten. Drei Ressourcenmanagementarten von Apocynum (Tisdell, 2005) wurden ermittelt und unter Verwendung der M.-Hilmi-Methode (2006) für jede von ihnen eine Kosten-Umsatz-Analyse durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass in unserer Studie alle drei Arten der institutionellen Landnutzung – freie Landwirtschaft (Open access), Weidewirtschaft, Agrarwirtschaft – vorhanden sind, und zwar in unterschiedlichem Ausmaß. Apocynum kostet 1083.35 Yuan/mu an Rohmaterial und erwirtschaftet 3267.63 Yuan/mu, das bedeutet einen Gewinn von 2184 Yuan/mu – den höchsten der drei miteinander verglichenen Cash-Crop-Pflanzen.
Daraus schließen wir, dass A. pictum eine Möglichkeit bietet, die Vegetation in den ariden, versalzenen, flussnahen Ökosystemen des Tarim-Beckens zu verbessern, und gleichzeitig eine realisierbare Alternative zu Baumwolle als Cash Crop darstellt, da es einen gewissen Gewinn in Form von Tee und Fasern einbringt sowie Viehfutter liefert
Finanzkrisen und ihre Auswirkungen auf das Bankensystem und seine Mitarbeiter im Spiegel ihrer Berichterstattung : eine historisch vergleichende und inhaltsanalytische Untersuchung
Mit dieser Arbeit soll der Zusammenhang zwischen Finanzkrisen und erhöhter Gesundheitsgefährdung von Bankmitarbeitern dargestellt werden.
Wenngleich in der Forschung inzwischen umfangreiche allgemeine Literatur zum Zusammenhang zwischen Belastungen und Konditionen am Arbeitsplatz sowie (befürchteter) Arbeitslosigkeit und ihren gesundheitlichen Folgen existiert, sind branchenspezifische Untersuchungen des Finanzsektors unter Einbindung ihrer spezifischen gesundheitsbeeinflussenden Merkmale eher selten anzutreffen. Calnan, Wadsworth, May, Smith und Wainwright (2004, S.84f.) fanden in einer Vergleichsuntersuchung zu arbeitspsychologischen Modellen berufsgruppenspezifisch enge Zusammenhänge mit Stressmerkmalen. Dies deutet darauf hin, dass hinsichtlich dieses Vergleichs vermehrt berufsgruppenspezifische Untersuchungen vorgenommen werden sollten (Ulich/Wülser 2008). Das gilt umso mehr, wenn ein Bezug zu branchenspezifischen, hier finanzwirtschaftlichen Sondersituationen hergestellt wird, in denen Kreditinstituten und damit ihren Mitarbeitern eine tragende Rolle zukommt. Mit dieser Dissertation wird ein Versuch unternommen, markante Belastungssteigerungen von Bankangestellten in derartigen Krisen- bzw. Marktszenarien herauszuarbeiten und hieraus einen Zusammenhang mit der Auslösung von Gesundheitsschädigungen bei dieser Arbeitnehmergruppe herzuleiten. Im Zentrum dieser Arbeit steht also die Validierung der folgenden Hypothese:
Es besteht eine positive Korrelation zwischen dem Auftreten von Bankenkrisen, ihrer Effekte und Intensität mit der gesundheitlichen Belastung von Bankmitarbeitern.
Zur Validierung der Hypothese betreibt der Verfasser den Aufbau einer branchenfokussierten Kausalitätskette „Bankenkrise - Strukturveränderungen im Bankensektor - Stellenabbau - erhöhte gesundheitliche Belastungen für Bankmitarbeiter“ auf der Basis von Forschungsergebnissen, in der das branchenspezifische berufliche Umfeld als Gefährdungskulisse für die individuelle Gesundheit identifiziert wurde, sowie zeitgenössischer Literatur und Berichterstattung.
Somit werden in der Arbeit zunächst drei Banken- und Finanzkrisen im historischen Rückblick betrachtet und vergleichend nebeneinandergestellt, um sukzessive die angenommenen Parallelen in deren Ursachen, Charakter, Verlauf und Auswirkungen auf Bankmitarbeiter herauszuarbeiten. Vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen internationalen Tragweite und der epochal unterschiedlichen Historien wurden die Krisen von 1873, 1929 und 2007 ausgewählt. Damit wurden die maßgeblichen Krisen aus drei aufeinanderfolgenden Jahrhunderten herausgestellt und analysiert.
Dokumentiert werden die zeitgenössischen Betrachtungen anhand einer umfangreichen Sammlung von Stichproben aus historischen branchenspezifischen Publikationen und Magazinen, die im Anhang I der Arbeit zu finden sind.
Für die jüngste Finanzkrise ab 2007 bildet die wissenschaftliche Inhaltsanalyse nach Mayring als Methode der empirischen Sozialforschung das Kernelement dieser Arbeit:
Ausgewertet wurde die führende täglich erscheinende Wirtschaftszeitung, das „Handelsblatt“. Methodisch bilden dabei alle Artikel aller Printausgaben des Handelsblattes des Betrachtungszeitraumes 2007-2012 die grundlegende Basis der Inhaltsanalyse. Diese umfassen insgesamt 175.691 Artikel.
Mittels eines selbsterstellten Filters unter Nutzung des virtuellen "Handelsblatt-Archiv" wurde es möglich, unter Berücksichtigung der Themenstellung und Relevanz dieser Arbeit 34.847 Print-Artikel zu identifizieren, die die Datenbasis für die empirische Untersuchung bilden. Die komplette Datenbank incl. Auswertung ist im Anhang III bzw. in einer externen dropbox-cloud hinterlegt.
Ergänzend wurden sämtliche themenrelevante Grafiken dieser Handelsblatt-Artikel extrahiert und bilden im Anhang II eine visualisierte Dokumentation tagesaktueller Themen im Verlauf dieser Finanzkrise.
Die aus der wissenschaftlichen Inhaltsanalyse und der Betrachtung der historischen Ereignisse gewonnenen Charakteristika von Bankenkrisen werden im weiteren Fortgang der Arbeit zunächst auf Ebene der Bankinstitute im einzelnen betrachtet, um hieraus in ihrer Folge besondere krisenbedingte Streßfaktoren für Bankmitarbeiter in einer Finanzkrise zunächst kausal abzuleiten und dann separat in ihren jeweiligen Auswirkungen zu untersuchen.
Im abschließenden Kapitel werden gesundheitliche Folgen für Mitarbeiter im Bankensektor während einer Bankenkrise auf Basis der zuvor gewonnenen Erkenntnisse sowie unter Hinzuziehung klinischer Studien unter arbeitsmedizinischen Aspekten detailliert dargestellt. Hierbei stehen sowohl physische, als auch psychische Aspekte in Reflexion auf die krisenbedingte Situation in der Bankenbranche im Fokus. Im Ergebnis kommt der Verfasser zu folgendem Schluß:
Es besteht eine positive Korrelation zwischen Bankenkrisen, ihrer Effekte und Intensität mit der gesundheitlichen Belastung von Bankmitarbeitern.
Diese Aussage gilt unabhängig vom Zeitpunkt des Auftretens der jeweiligen Krise.
Je länger die Krise anhält, umso mehr Bankmitarbeiter sind betroffen.
LITERATURVERZEICHNIS
Calnan, M., Wadsworth, E., May, M., Smith, A., Wainwright, D., 2004. Job strain, effort-reward imbalance, and stress at work: competing or complementary models? Scandinavian Journal of Public Health, 32 (2), pp. 84-93.
Ulich, E. / Wülser, M. (2008): Gesundheitsmanagement in Unternehmen: Arbeitspsychologische PerspektivenWith this dissertation, the relationship between financial crises and increased health risks of bank employees shall be described.
Although extensive general literature on the link between stress and conditions in the workplace and ( feared ) unemployment and their health effects undoubtedly exists in the latest research, industry-specific investigations of the financial sector with the involvement of their specific health-influencing characteristics are rather rare. Calnan, Wadsworth, May, Smith and Wainwright (2004, S.84f.) found close relationships with stress characteristics in a comparative study on occupational psychology models with a focus on professional groups. This suggests that in terms of this comparison increasingly specific occupational groups investigations should be made (Ulich/Wülser 2008). This is particularly true when a reference is made to industry-specific, in this case to financial economy´s special situations where banks and thus their employees play a major role. With this thesis an attempt is made to bring out striking load increases of bank employees in such crises or market scenarios and therefrom to show a correlation with the development of adverse health effects in this group of jobholders. The central aspect of this work is therefore to validate the following hypothesis:
There is a positive correlation between the incidence of banking crises, their effects and intensity and the health burden of bank employees.
To validate the hypothesis the author operates an industry- focused chain of causality "banking crisis - structural changes in the banking sector - job cuts - increased health loads for bank employees" on the basis of research results, this was identified in the industry-specific professional environment, as well as in contemporary literature and reporting as a risk setting for an individual's health.
Thus, in the first part, three working banking and financial crises are considered in historical retrospective and comparatively juxtaposed to gradually work out the parallels adopted in their causes, nature, course and consequences for bank employees. Based on their respective international scope and the different epochal impacts on history the crises of 1873, 1929 and 2007 were selected. With this, the relevant crises from three successive centuries were highlighted and analyzed. The contemporary considerations based on an extensive collection of samples from historical branch-specific publications and magazines, which can be found in “Anhang I” of the work, are documented.
For the recent financial crisis from 2007 onwards the scientific content analysis of Mayring as a method of social research forms the core element of this dissertation:
Hence, the leading daily business newspaper, the "Handelsblatt" was evaluated. Methodically every articles in all print editions of the Handelsblatt regarding the period 2007-2012 was used as the fundamental basis of the content analysis. This includes a total of 175,691 articles. By means of a self-generated filter using the electronic "Handelsblatt archive" it was possible to identify in consideration of the topic and relevance to this work 34,847 print articles that made up the data base for the empirical study.
The complete database inclunding the evaluation is documented in “Anhang III” as well as external dropbox -cloud.
In addition, all work-specific graphics of these "Handelsblatt"- articles were extracted, in “Anhang II” they form a visualized documentation of daily updated topics in the course of this financial crisis.
The characteristics of banking crises are gained both from the scientific content analysis and from the consideration of historical events. They are first considered in detail in the further progress of the work at the level of the banking institutions in order to deduce therefrom causally special crisis-related stress factors for bank employees in a financial crisis initially and to study their effects in their sequence separately.
In the final chapter health consequences for employees in the banking sector during a banking crisis are described in detail under occupational health aspects and using the findings obtained previously and with the assistance of clinical trials. The focus is set on both physical- , and psychological aspects of reflection on the crisis-related situation in the banking industry. As a result, the author arrives at the following conclusion:
There is a positive correlation between banking crises , their effects and intensity and the health burden of bank employees. This statement is true regardless of each crisis´ time of occurrence. The longer the crisis continues, the more bank employees are affected.
List of References
Calnan, M., Wadsworth, E., May, M., Smith, A., Wainwright, D., 2004. Job strain, effort-reward imbalance, and stress at work: competing or complementary models? Scandinavian Journal of Public Health, 32 (2), pp. 84-93.
Ulich, E. / Wülser, M. (2008): Gesundheitsmanagement in Unternehmen: Arbeitspsychologische Perspektive