Hochschulschriftenserver der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
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Focus World Press Photo. A longitudinal study of excellent press photography from 1955 to 2006.
World Press Photo stellt den derzeit größten und bedeutendsten internationalen Wettbewerb für journalistische Fotografie dar. Was 1955 als kleine regionale Fotoausstellung in Amsterdam begann, hat sich in der Gegenwart zu einem herausragenden Referenzpunkt moderner Pressefotografie entwickelt. Jahr für Jahr wählt eine internationale Jury aus Zehntausenden von Bildeinsendungen das Pressefoto des Jahres. Gleichzeitig entsteht eine vielbeachtete Ausstellung, die eine sich stetig globalisierende Bildpublizistik in radikaler Weise wie in einem Fokus verdichtet. Das Pressefoto des Jahres steht so im Zentrum eines komplexen Komprimierungsprozesses, dessen Maßstäbe immer wieder Kontroversen provozieren. Diese Studie diskutiert, welche Eigenschaften Bilder zu World Press Photos machen. Empirisch werden alle seit 1955 in der Ausstellung gezeigten Fotos ausgewertet. Implizit die Bildauswahl beeinflussende Machtstrukturen lassen sich so statistisch sichtbar machen. Dabei werden auch normative Direktiven analysiert, die die Profession des Pressefotografen beeinflussen. Ein historischer Abriss eröffnet außerdem den geschichtlichen Hintergrund des journalistischen Fotos.World Press Photo represents the most important international competition for journalistic photography at present. Beginning in 1955 as a small regional photo exhibition in Amsterdam, the contest has developed in the present to a prominent authoritative point of modern press photography. Year after year an international jury chooses the World Press Photo of the Year from ten thousands of picture entries. At the same time there originates a much-noticed exhibition which condenses a steadily globalizing picture journalism in radical manner like in a focus. The World Press Photo of the Year stands thus in the centre of a complicated compression process whose graduations provoke controversies over and over again. This study discusses which qualities make pictures World Press Photos of the Year. All photographs ever shown in the exhibition are empirically evaluated. Implicitly the picture choice influencing power structures are made statistically visible. Besides, the normative directives which influence the profession of the press photographer are also analyzed. A historical consideration opens the historical background of the journalistic photo
Blended Help
Blended Help ist ein hybrides Hilfesetting zum bewältigungsoptimalen Arrangement von professioneller Sozialer Arbeit und kollektiver Selbsthilfe. Blended Help fördert und unterstützt damit insbesondere die kollektive Selbsthilfe von Betroffenen mit sozialen Problemen sowie in sozialen Benachteiligungskontexten.Blended Help is a hybrid setting of help to stress the connectivity between professional social work and forms of collective self help to create an optimal arrangement for the consumer. Blended help supports and backs up especially forms of collective self help of persons concerned with social problems and of persons in marginalized socio-economic context
Acceptability of the Internet in Geography Teaching
Die Akzeptanz des Internets im Geographieunterricht Das Internet bietet für den Geographieunterricht immense inhaltliche Ressourcen und ein Höchstmaß an Flexibilität, da das Angebot unabhängig von Raum und Zeit ist. Außerdem sollen Lernprozesse und Lernergebnisse durch eine hohe Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler sowie durch multimediale, selbstgesteuerte und/oder kooperative Lernformen verbessert werden. Trotz dieser Vorteile haben frühere Untersuchungen gezeigt, dass das Internet im Geographieunterricht nicht den Stellenwert einnimmt, den es haben könnte. Die im Folgenden dargestellte Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit die Lehrkräfte das Internet im privaten und im schulischen Bereich - sowohl in der Unterrichtsvorbereitung als auch im Einsatz im Geographieunterricht - akzeptieren und welche Faktoren unterstützend oder hemmend auf die Entwicklung der Akzeptanz wirken. Zusätzlich wird untersucht, wie die Schülerinnen und Schüler das Internet als Medium im Geographieunterricht annehmen. Das Untersuchungsdesign umfasst quantitative (Fragebogen) und qualitative Methoden (Interviews). Insgesamt wurden 118 Lehrkräfte und 394 Schülerinnen und Schüler befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung können folgendermaßen zusammengefasst werden. Die Gesamtakzeptanz des Internets ist im privaten Kontext sowohl bei den Lehrkräften als auch bei den Schülerinnen und Schülern sehr hoch bzw. hoch (Lehrer: 84,3 %; Schüler: 69,0 %). Im schulischen Kontext bietet sich bei den Gesamtakzeptanzen ein differenziertes Bild. Fast die Hälfte der Lehrkräfte akzeptiert das Internet im Kontext „Vorbereitung des Geographieunterricht“ (45,1 %), aber nur ein sehr geringer Anteil akzeptiert es auch im Kontext „Einsatz im Geographieunterricht“ (9,8 %). Bei der Gruppe der Schülerinnen und Schüler akzeptieren es 47,5 % im schulischen Kontext (für Hausaufgaben, Referate, sonstige Informationssuche). Unterstützend auf den Einsatz des Internets im Geographieunterricht wirkt sich besonders die Kompetenz der Bedienung des Computerraums aus, die Kenntnis didaktischer Konzepte und die Einstellung, dass das Internet den Unterricht bereichert. Hemmend auf den Einsatz wirken sich besonders die Einstellung, dass das Unterrichtsgeschehen beim Einsatz des Internets nicht mehr genügend kontrolliert werden kann und die Einstellung, dass Schülerinnen und Schüler nur ziellos im Internet herumsurfen, aus. In der qualitativen Lehreruntersuchung konnten vier Akzeptanztypen herausgearbeitet werden, von denen jedoch nur ein Typ das Internet als festen Bestandteil in seinen Geographieunterricht aufgenommen hat (Typ IV Nutzer-Enthusiast). Die anderen Typen stehen dem Interneteinsatz mehr oder weniger distanziert gegenüber. Der Typ I setzt das Internet nicht ein, weil er über keinerlei Internetkenntnisse verfügt und auch keinen eigenen Internetanschluss besitzt. Der Typ II verfügt zwar über Internetkenntnisse, setzt es aber trotzdem nicht ein. Dies hat zwei Gründe, einerseits wegen seiner eigenen Unsicherheit und andererseits wegen des Gefühls, keine Kontrolle über das Unterrichtsgeschehen zu haben. Der Typ III hat das Internet im Geographieunterricht schon eingesetzt, ist aber von seinem Nutzen nicht so sehr überzeugt, dass er es weiter regelmäßig verwenden würde. Für diese verschiedenen Nutzertypen (I – III) sind unterschiedliche Konzepte erforderlich, damit sie das Internet in ihrem Unterricht einsetzen bzw. öfter einsetzen. Insgesamt kann festgestellt werden, dass der Einsatz des Internets im Geographieunterricht zwar nur sporadisch erfolgt, jedoch häufiger als in nahezu allen anderen Unterrichtsfächern.Acceptability of the Internet in Geography Teaching The Internet offers huge resources of content and a maximum of flexibility for Geography Teaching since all information is on offer irrespective of place and time. In addition, the students’ high degree of motivation as well as the fact that the forms of learning are multimedia-based, self-directed and/or cooperative are meant to improve the processes and results of learning. Despite these advantages, former studies have shown that the Internet does not rank as high in Geography Teaching as it could. The survey described hereafter, seeks answers to several questions. First, to what extent do teachers accept the Internet – for private or for professional use (in preparing lessons, as well as during lessons)? Second, which factors support or obstruct the development of Internet acceptability? Third, how do the students accept the Internet as a medium for Geography Teaching? The study design included quantitative (questionnaire) as well as qualitative (interviews) methods. A total of 118 teachers and 394 students were questioned. The results of the study can be summarized as follows: The general acceptability of the Internet is very high or high regarding teachers as well as students, when it is used in a private context (teachers: 84.3%, students 69.0%). When used in a school context the general acceptability shows a more differentiated pattern. Almost half of the teachers accept the Internet in respect to “preparation of lessons” (45.1%), however, only a very small percentage also accepts it in respect to “use during lessons” (9.8%). In the student group 47.5% accept it for school use (for homework, presentations, other forms of information search). Knowing how to use the computer-lab, being acquainted with didactic concepts and an attitude that sees the Internet as an enrichment for teaching, especially benefit the use of the Internet in Geography Teaching. The points of view that there is not enough control over what is happening during the lesson and that students just aimlessly surf the net, have a notably negative impact on the use of the Internet in Geography Teaching. In the qualitative teachers survey four types of teachers could be distinguished according to their acceptance of the Internet. Only one type, however, has taken the Internet on as an inherent part of his Geography lessons (Type IV user-enthusiast). The other groups remain more or less reserved. Type I does not use the Internet because he has no knowledge of the Internet whatsoever and also does not have Internet access at home. Type II knows how to use the Internet but doesn’t. This has two reasons, firstly he feels insecure and secondly he has the feeling that he is not in control of what is happening during the lesson. Type III has used the Internet in Geography Teaching, yet he is not convinced enough of its benefits to use it again on a regular basis. Different concepts are necessary to get these different types of users (I-III) to use the Internet or to use it more often in their lessons. All in all it can be noted that the Internet is only used sporadically in Geography lessons, yet still more often than in almost all other subjects
The facticity of human existence and of ethics. Concerning ethical responsibility in the work of Heidegger and Kant
Die vorliegende Arbeit ist ein systematischer Vergleich zwischen Heidegger und Kant im Kontext dreier Sachebenen, die in drei analytischen Schritten ausgefaltet werden. Das erste Kapitel setzt sich mit den Grundbedingungen menschlichen Selbst- und Weltverhältnisses auseinander. Das zweite Kapitel fragt nach den Bedingungen der Möglichkeit ethischen Daseins. Das dritte Kapitel versucht das Ziel dieser ethischen Existenzweise herauszustellen, die ethische Verantwortung. Mithilfe von spezifisch ausgewählten Schlüsselwörtern sollen Kon- und Divergenzen der beiden Denker hinsichtlich der oben genannten Sachebenen heraus gearbeitet und kritisch beleuchtet werden. Das vierte Kapitel fasst die gewonnenen Resultate noch einmal summarisch zusammen, während der abschließende Ausblick einzelne Aspekte nochmals kritisch diskutiert und weiterführende Forschungsmöglichkeiten eröffnet. Methodisch wird deshalb in jedem Kapitel zunächst eine getrennte Analyse der jeweiligen Ansätze zum entsprechenden Sachverhalt dargelegt. Ein dritter Schritt ist ein offener Vergleich der beiden Standpunkte. Ziel der Arbeit ist es, zu zeigen, dass sich Heideggers existenzialontologischer Ansatz zwar systematisch (Fundamentalontologie vs. Transzentalphilosophie) als auch terminologisch vom kantischen unterscheidet, aber beide auf sachlich-inhaltlicher Ebene durchaus Übereinstimmungen aufweisen.This work wants to compare the thinking of Heidegger and Kant. The question in the first chapter is: what are the conditions of human being in face of himself and the world where he lives in.The second chapter is asking after the conditions of possibility of ethical behavior. The third chapter is asking after the aim of these ethical existence, the ethical responsibility. In the fourth chapter I give a summary of results.The fifth chapter tries to discuss special problems and give an outlook to more extensive aspects to examine. In every chapter, I try to analyze Heideggers and Kants starting points in face of the main theme of the chapter. Then I compare both with another.The aim is, to find convergences and differences between the thinkers
Superior parents? or Rediscovery of the Kinderläden
Kindererziehung und die Unzufriedenheit mit gesellschaftlichen Gegebenheiten hängen eng zusammen. Die hier vorgestellte qualitative Studie „Die besseren Eltern“ untersucht über fast vier Jahrzehnte hinweg, wie sich Erwartungen, Motivationen und Wünsche, die Eltern mit der Vorschulerziehung ihrer Kinder verbinden, im Lauf der Zeit gewandelt haben. Untersucht wird außerdem, welche Erfahrungen die Eltern mit selbstorganisierten Eltern-Kind-Initiativen gemacht haben. Als Fallbeispiele dienen eine Kindertagesstätte in Stuttgart und eine Initiative in München, die beide ehemalige Kinderläden waren, die zur Zeit der Studentenbewegung gegründet wurden. Die Studie ist als erziehungswissenschaftlicher Mehr-Generationen-Vergleich angelegt und rückt vier Eltern-Generationen in den Mittelpunkt, von denen jede durch eine ganz bestimmte zeitgeschichtliche Lage geprägt wurde: Adenauer Zeit, Studentenbewegung, Friedensbewegung / Tschernobyl und Einbruch der Aktienmärkte nach dem „11. September“. Die Ausgangsthese ist, dass Eltern-Erwartungen an frühkindliche Erziehung in Abhängigkeit von den jeweiligen zeitgeschichtlichen Umständen einem historischen Wandel unterliegen. Diesen historischen Wandel, fokussiert auf die vier genannten und exemplarisch ausgewählten Eltern-Generationen zu dokumentieren und zu analysieren, ist das Ziel dieser Studie.Child education and discontent with circumstances in society are closely connected. The study shows that the motivation, the experiences and the prospects of parents modify the system of preschools in Germany since the so called "Studentenbewegung"
Plurality and Quantification in Language Contrast between German and Turkish
Das Thema dieser Dissertation ist Pluralität und Quantifikation im Sprachvergleich zwischen dem Deutschen und Türkischen. Im Besonderen geht es um die Syntax und Semantik der Numerusverwendung im nominalen Bereich. Im ersten Kapitel wird eine Literaturschau zum Themengebiet Pluralität und Quantifikation gegeben. Es folgen einige theoretische Überlegungen zum Sprachvergleich. In den beiden nächsten Abschnitten werden zentrale Begriffe aus der Kontrastiven Linguistik und der Sprachtypologie betrachtet. Im zweiten Kapitel geht es um die Methodik und das Verfahren des Sprachvergleichs. Im Fokus des dritten Kapitels stehen Merkmale des Türkischen. Hierin wird einer Art „Kurzgrammatik“ ein Überblick zur türkischen Sprache gegeben. Die angeführten Themenbereiche – Phonologie, Morphologie, Syntax – werden grundsätzlich mit Blick auf typologische Merkmale behandelt. Daran anknüpfend werden wesentliche Unterschiede zwischen dem Deutschen und Türkischen erarbeitet. Das vierte und fünfte Kapitel bilden den Kern der Untersuchung. Vorderhand wird die Wortklasse der Substantive einer näheren Analyse unterzogen, wobei allgemeine Charakteristika und Wortklassenmerkmale analysiert werden. Im zweiten Abschnitt wird die Syntax der Numerusverwendung im nominalen Bereich behandelt. Zunächst erfolgt eine „funktional-typologische Charakterisierung“ der Kategorie Numerus. Hierbei werden formale, semantische und pragmatische Aspekte der Numerusverwendung betrachtet. Im Anschluss daran werden die Varianzparameter im Türkischen und Deutschen ermittelt und in beiden Sprachen belegt. Unterschiede zwischen dem Deutschen und Türkischen ergeben sich dabei besonders im formalen Bereich. Beide Sprachen verfügen über zwei Numeruskategorien (Singular / Plural), wobei der grammatische Ausdruck der Kategorie Numerus im Türkischen der agglutinierenden Flexion folgt, während das Deutsche der fusionierenden Flexion unterliegt. Der Plural stellt in beiden Sprachen eine markierte Kategorie dar. Im dritten Abschnitt geht es um die Semantik der Numerusverwendung. Die türkische Sprache weist in diesem Zusammenhang eine Besonderheit in der unterschiedlichen morpho-syntaktischen Handhabung der Kategorie „Vielzahl“ bei der Verwendung von Pluralformen auf. So treten Massennomen im Plural und singularische Nomen in „transnumeralisierender“ Funktion auf. Im Unterschied zum Deutschen, das mehrere „overte Realisierungen von Pluralität“ in der NP aufweist, besteht in der türkischen NP keine Numeruskongruenz zwischen Kopfsubstantiv und Begleitwörtern. Das Türkische weist kein grammatisches Genus auf. Zur Bezeichnung der Definitheit einer NP dienen im Deutschen Determinantien, v. a. Artikel (definiter und indefiniter Artikel) und Demonstrative. Im Türkischen wird die Kategorie der Definitheit durch äquivalente Ausdrucksmittel bzw. Konstruktionen enkodiert, d. h. Demonstrative, Possessivkonstruktionen, Wortfolge, Kasus (Akkusativ/Genitiv) und Numerus. Das übergreifende Prinzip in den grammatischen Ausdrucksmitteln der türkischen Sprache bildet das Konzept der Ökonomie. Im Gegensatz zum Deutschen weist das Türkische auch non-numerische (Vagheit / Intensifikation) Verwendungen des Plurals auf. In Kapitel fünf werden weitere Aspekte der Pluralsemantik und Quantifikation im Deutschen und Türkischen beleuchtet. Im Besonderen stehen Numeralkonstruktionen, definite und indefinite NPn, Quantoren und Determinatoren, Generizität und artikellose NPn sowie die kollektive und distributive Quantifikation im Fokus der Analyse.This dissertation treats the topic of Plurality and Quantification in Language Contrast between German and Turkish. In particular the subject matter is the syntax and semantics of number marking in the nominal domain. The first chapter comprises a survey of the linguistic literature on plurality and quantification. This is followed by some theoretical considerations on language contrast. The next two sections treat the central notions of contrastive linguistic and language typology. The second chapter is concerned with the methodology and the treatment of language contrast in this paper. The third chapter comprises prominent features of the Turkish Language. The subject areas of phonology, morphology and syntax are treated with respect to language typology. Following up substantial differences between German and Turkish are worked out. The fourth and fifth chapters represent the core of the subject matter of the dissertation. In the first part the word class of nouns is examined whereby general characteristics and word class features are analyzed. The next section treats the syntax of number marking in the nominal domain. Subsequently a functional typologically based characterization of the category of number is given wherein formal, semantic and pragmatic aspects of number marking are considered. In the next part the variance parameters between Turkish and German are determined and documented in both languages. Differences between German and Turkish unfold in particular in the formal domain. Both languages possess two number categories (singular / plural) whereby the grammatical expression of number adheres to agglutinative morphology in Turkish whilst German follows fusional morphology. The plural is a marked category in both languages. The next section treats the semantics of number marking. The Turkish Language shows in this context a peculiarity in the different morpho-syntactic treatment of the category multiplicity in the use of plural forms. Mass nouns can be used in the plural and singular nouns occur to have transnumeral functions. In contrast to German that shows multiple realizations of the category of number in the NP, there is no agreement between the head noun and the modifiers in the NP in Turkish. Furthermore the Turkish Language does not have a grammatical genus. The marking of definiteness in the German NP is fulfilled by determinatives, especially the definite and indefinite article and demonstratives. In Turkish the category of definiteness is encoded with equivalent constructions and other means of expression, i.e. demonstratives, possessive constructions, word order, case (accusative/genitive) and number. The governing principle in the grammatical means of expression in the Turkish Language is the concept of economy. In contrast to German Turkish also exhibits non-numerical (vagueness / intensification) uses of number. In chapter five other aspects of plural semantics and quantification in German and Turkish are highlighted. The focus is on numeral constructions, definite and indefinite NPs, quantifiers and determiners, genericity and bare NPs as well as collective and distributive quantification
Friend, coward, traitor? Germany's image in American print media between 1998 and 2006
In ihrer Dissertation beschäftigt sich Stefanie Kittl mit dem Image der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Bewohner auf den Meinungsseiten der US-Zeitungen New York Times, Washington Post und New York Post, wobei das Hauptaugenmerk auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen in der jüngeren Vergangenheit gelegt wird. Nach den terroristischen Anschlägen am 11. September 2001 in den USA nahmen viele Deutsche Anteil am Schicksal der Opfer, Bundeskanzler Schröder sprach von uneingeschränkter Solidarität mit den Vereinigten Staaten. Nicht einmal zwei Jahre später, im Zuge der Zerwürfnisse um den Einmarsch im Irak, waren die deutsch-amerikanischen Beziehungen desaströs. Der für die Untersuchung gewählte Zeitraum von 1998 bis 2006 deckt also ein Auf und Ab in den außenpolitischen Beziehungen ab, das in Bezug auf die Verwendung von Images für Deutschland aufschlussreich ist. Folgende zentrale Forschungsfragen bestimmten die Konzeption der Analyse: Wie wurden die Bundesrepublik und die Deutschen in den drei Zeitungen charakterisiert? Inwieweit führte die deutsch-amerikanische Krise im Vorfeld des Irakkrieges zu einer Veränderung von Imagekomponenten? Inwieweit weisen die Charakterisierungen eine lange Tradition auf? Welche Rolle spielt das Thema Nazi-Deutschland noch? Die an Mayrings qualitativer Inhaltsanalyse angelehnte Untersuchung von über 300 Artikeln ergab, dass sehr ambivalente Imagefacetten vermittelt worden sind: selbstbewusst, einflussreich und dominant versus schwächlich, unbedeutend und ängstlich, demokratisch, pazifistisch und tolerant versus nationalistisch, extremistisch und intolerant, die Deutschen als Verbündete oder Freunde der USA versus die antiamerikanischen Widersacher. Am intensivsten ist die Berichterstattung über Deutschland und seine Bewohner im Krisenjahr 2003. Einen generellen Negativtrend der Facetten der gezeichneten Deutschland- und Deutschenbilder parallel zur Verschlechterung des bilateralen Verhältnisses kann man nicht pauschal feststellen. Eine Ambivalenz der Meinungen und Vorstellungen ist bereits vorher spürbar, im Laufe der Krise bricht jedoch die Facette vom antiamerikanischen Widersacher hervor. Parallel zur Verschlechterung der deutsch-amerikanischen Beziehungen ist in der New York Times und Washington Post hinsichtlich der Imagefacette des dominanten, selbstbewussten Deutschlands feststellbar, dass sich die häufig zustimmend-positive Bewertung vor der Krise in der Krise zur Äußerung ablehnend-negativer Gefühle wandelt. Der perzipierte Pazifismus in Deutschland wird während der Phase der deutsch-amerikanischen Meinungsverschiedenheiten von den Autoren in den Elitezeitungen eher negativ ausgelegt: zum Beispiel als potenziell gefährlicher Anti-Militarismus oder als wahltaktische Strategie Schröders. In der New York Post sind Hinweise auf die deutschen „Drückeberger“ zu finden. Im Untersuchungszeitraum rücken jedoch nicht nur negative Imagefacetten in den Vordergrund. Die Analyse der Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2006 in Deutschland zeigte die Präsenz von Vorstellungen über die Deutschen als tolerant und weltoffen, als ausgelassen und feierfreudig. Die Wurzeln letztgenannter Imagefacette und anderer den Deutschen zugeschriebenen Eigenschaften wie Fleiß, Disziplin und Effizienz reichen bis ins 18. und 19. Jahrhundert zurück. Überbleibsel des Images des nationalistischen, extremistischen Deutschlands sind mehrfach in den Meinungsartikeln der untersuchten Zeitungen gefunden worden. Deutschland scheint aufgrund seiner nationalsozialistischen Vergangenheit und des Holocaust eine Art Sonderfall zu bleiben, auch wenn wiederholt auf die positive Entwicklung des Landes hingewiesen wird. Das „Dritte Reich“ nimmt in den Meinungsartikeln aller drei Zeitungen breiten Raum ein: Im Falle der New York Times und der Washington Post wurden in fast der Hälfte der analysierten Artikel Referenzen zur deutschen Nazi-Vergangenheit gefunden, bei der New York Post trifft dies auf 69 Prozent der untersuchten Artikel zu. Die häufigen Reminiszenzen an die deutsche Nazi-Vergangenheit und die Präsenz des „Dritten Reichs“ zeigen, wie eng die gedanklichen Verknüpfungen zwischen dem „alten“ und dem gegenwärtigen Deutschland bei den amerikanischen Autoren immer noch sind. Eine stereotype, einseitige Berichterstattung kann man den beiden Elitezeitungen nicht vorwerfen, da ein Rückgriff auf vereinfachende, generalisierende Vorurteile, Symbole oder Stereotype nur in wenigen Fällen stattfindet. Die New York Post stellt Deutschland und Frankreich als unmoralische „weasels“ dar, die keine Lehren aus ihrer Vergangenheit gezogen haben und in der Rolle des amerikanischen Gegners zu imponieren bzw. zu dominieren versuchen. Es werden zwar nicht unbedingt Feindbilder aufgebaut, einen Beitrag zum besseren Völkerverständnis leistet die New York Post jedoch definitiv nicht.In her doctoral thesis, Stefanie Kittl investigates the image of the Federal Republic of Germany and its inhabitants in editorials and op-eds for the American newspapers: New York Times, Washington Post and New York Post. She focuses on the German-American relationship of the more recent past. After the terrorist attacks on 09/11/2001, a lot of Germans sympathized with the victims and the German chancellor Schroeder promised absolute solidarity with the United States. Not even two years later, the arguments in relation to an invasion in Iraq led to a disastrous German-American relationship. Therefore, the chosen period for this study will cover an up-and-down in foreign-policy affairs which is interesting as far as the use of images for Germany is concerned. Several questions determined the concept of the analysis: In which way did the three newspapers characterize Germany and the Germans? To what extent did the German-American crisis, before the war in Iraq, cause a change of image components? To what extent do the characterizations have a long tradition? Does the topic Nazi-Germany still play an important role? The examination of more than 300 articles, which was designed according to Mayring’s qualitative content analysis, proved that very ambivalent image facets have been conveyed: self-assertive, influential and dominant versus weak, insignificant and anxious, democratic, pacifistic and tolerant versus nationalistic, extremist and intolerant, Germans as allies or friends of the U.S.A. versus the anti-American adversaries. The coverage of Germany and its inhabitants is most intense in 2003, the year of crisis. A general negative trend of the drawn image components of Germany and Germans, which runs parallel to the deterioration of the bilateral relationship, can’t be observed in an all inclusive manner. Ambivalent opinions and ideas are already noticeable before the crisis. However, it is in the course of the crisis that the anti-American adversary bursts out. Parallel to the deterioration of the German-American relations, it can be observed that the assessment of the image facet of dominant, self-assertive Germany changes in the New York Times and Washington Post. Before the crisis, the newspapers are frequently approving and positive, whereas the papers turn deprecating and negative during the crisis. During the period of German-American disagreements, the perceived pacifism in Germany is portrayed rather negatively by the authors of the elite newspapers, for example as a potentially dangerous anti-militarism influence or as Schroeder’s campaigning strategy. In the New York Post, one can find remarks about the German “shirkers”. In the analysed period of time, it is not only negative image elements that become the focus of attention. The analysis of the soccer world cup coverage in the summer of 2006, that took place in Germany, showed the Germans being perceived as tolerant, exuberant and celebrating. The roots of the last-mentioned image facet and other traits ascribed to Germans such as industriousness, discipline and efficiency date all the way back to the 18th and 19th century. Remnants of the image of nationalistic, extremist Germany could be found several times on the opinion pages of the examined newspapers. Due to its National Socialist Past, and to the Holocaust, Germany seems to remain a special case, although some authors repeatedly point out the positive development of the country. The “Third Reich” takes up much space in the opinion articles of all three newspapers. In the case of The New York Times and The Washington Post almost half the analyzed articles contain references to the German Nazi past, while in the New York Post this is the case in 69 percent of the examined articles. The frequent reminiscences about the German Nazi past and the presence of the “Third Reich” show how close American authors’ mental links between “old” and contemporary Germany still are today. Both elite newspapers seldom resort to simplistic, generalizing prejudices, symbols or stereotypes. For this reason, you can’t accuse them of reporting stereotypical and unbalanced. The New York Post portrays Germany and France as immoral weasels who did not learn the lessons of the past and who try to impress or dominate. It may not necessarily establish enemy images, but it definitely does not contribute to a better understanding among nations
Interest rate sensitivity and term transformation of German financial institutions – An empirical analysis based on capital market data
1. Fragestellung und Motivation Die Übernahme und Transformation von Zinsrisiken ist eine wesentliche Leistung von Finanzdienstleistern. In der Literatur sind zahlreiche Ansätze identifizierbar, die das Zinsänderungsrisiko von Finanzdienstleistern erfassen. Während frühe Arbeiten meist auf den Rechnungswesen-orientierten Zinsüberschuss abstellen, orientieren sich spätere Arbeiten meist am Vermögen der Anteilseigner als Zielgröße, welches als Barwert der durch den Finanzdienstleister in Summe eingegangenen Zinsposition interpretiert werden kann. Trotz der zahlreichen verschiedenen Ansätze besitzt eine große Mehrheit dieser Arbeiten rein theoretischen Charakter und entwickelt hauptsächlich normative Aussagen über Zinsänderungsrisiken von Finanzdienstleistern. Positive Hypothesen über die Zinssensitivität von Finanzdienstleistern finden sich bei Samuelson (1945) und Hicks (1946). Auf dieser positiven Aussage baut ein umfangreicher Zweig empirischer Arbeiten auf, welcher die Hypothese einer signifikanten Zinssensitivität anhand von Regressionsansätzen testet. Allerdings konzentrieren sich diese Arbeiten auf den US-amerikanischen Markt, so dass kaum Ergebnisse für den deutschen Markt vorliegen. Daneben variieren die Untersuchungsansätze, so dass die Ergebnisse oft nicht vergleichbar sind und offen bleibt, welche Ausgestaltung des Untersuchungsansatzes am besten geeignet ist. Aus diesen Gründen wird im Rahmen der Arbeit die Zinssensitivität deutscher Finanzdienstleister empirisch untersucht und gleichzeitig erstmalig der Untersuchungsansatz entlang seiner Freiheitsgrade einer rigorosen theoretischen und empirischen Analyse unterzogen. 2. Zusammenfassung der Kernergebnisse Vier Hypothesenkomplexe werden im Rahmen der Arbeit konkret untersucht. Zunächst wird anhand herkömmlicher Untersuchungsansätze die Robustheit dieser Untersuchungsansätze gegenüber Variationen untersucht. Ebenfalls anhand der herkömmlichen Untersuchungsansätze werden Hypothesen bzgl. der Zinssensitivität deutscher Finanzdienstleister analysiert. Diese Untersuchungen werden durch die Einführung von Fristentransformationsfaktoren erweitert. 2.1. Variation des herkömmlichen Untersuchungsansatzes Der herkömmliche Regressionsansatz wird im Rahmen der Untersuchung bzgl. der Konstruktion des Zinsfaktors, der Laufzeit der Zinssätze sowie der Orthogonalisierung des Zins- bzgl. des Marktfaktors variiert. Den stärksten Einfluss auf die Resultate hat erwartungsgemäß eine Variation der Orthogonalisierungsreihenfolge – wie auch durch die statistische Theorie postuliert. Der Zinsfaktor ist stets deutlich signifikanter und hat einen höheren Erklärungsgehalt, wenn der Markt- bzgl. des Zinsfaktors orthogonalisiert wird. Einen klar erkennbaren Einfluss auf die Regressionsergebnisse hat auch die Laufzeit. Mit steigender Laufzeit nimmt Signifikanz und Erklärungsgehalt des Zinsfaktors zu. Die Zinsfaktorkonstruktion hat dagegen den geringsten Einfluss auf die Signifikanz und den Erklärungsgehalt des Zinsfaktors. 2.2. Empirische Zinssensitivität deutscher Finanzdienstleister Bzgl. der materiellen Zinssensitivität deutscher Finanzdienstleister werden folgende Hypothesen durch die empirischen Ergebnisse nicht verworfen: • Finanzdienstleister besitzen eine signifikante, negative Zinssensitivität, d.h. ihre Aktienkurse sinken bei Zinsansteigen. Diese negative Zinssensitivität gilt speziell zusätzlich zu der bereits im Marktindex enthaltenen generellen negativen Zinssensitivität des Gesamtmarkts. • Der Zinsfaktor hat stets einen positiven marginalen Erklärungsgehalt. • Die besondere Stellung des Finanzdienstleistungssektors zeigt sich anhand der durchwegs signifikant größeren Bedeutung des Zinsfaktors für den Finanzdienstleistungssektor im Vergleich zu anderen Branchen. • Die besondere volkswirtschaftlich Rolle von Finanzdienstleistern bei der Übernahme von Zinsrisiken spiegelt sich auch in einer deutlich ausgeprägteren zeitlichen Schwankung der Bedeutung des Zinsfaktors im Vergleich zu anderen Branchen wider. • Speziell für Banken ist die Bedeutung des Zinsfaktors im Zeitablauf rückläufig. Dies kann als Indiz für eine rückläufige Übernahme von Zinsrisiken durch den Bankensektor gewertet werden. • Eine zeitlich differenzierte Betrachtung der Zinssensitivität von Finanzdienstleistern erzielt eine deutlich bessere Anpassung an das Verhalten der Finanzdienstleisteraktien. Dies deutet auf eine im Zeitablauf aktive Anpassung des übernommenen Zinsrisikos hin. 2.3. Fristentransformationsfaktoren vs. herkömmlicher Untersuchungsansätze Durch die Verwendung von Fristentransformationsfaktoren an Stelle von herkömmlichen Zinsfaktoren erhöht sich der Erklärungsgehalt der Regressionen deutlich. Neben der theoretischen Überlegenheit dieses "innovativeren Zinsfaktors" sprechen somit auch die empirischen Ergebnisse für dessen Nutzung zur Untersuchung der Zinssensitivität und zur Quantifizierung des Zinsrisikos. 2.4. Fristentransformation deutscher Finanzdienstleister Auch die Untersuchungen anhand der Fristentransformationsfaktoren ergeben, dass Finanzdienstleister eine im zeitlichen Mittel positive Fristentransformation betreiben. Dabei fügen sie der bereits positiven, dem Marktfaktor impliziten Fristentransformation zusätzlich eine positive Fristentransformation von im Mittel ca. vier gg. zwei Jahre hinzu, so dass sich ingesamt eine Fristentransformation der Finanzdienstleister von im Mittel ca. sechs gegen drei Jahre ergibt. Diese Ergebnisse stützen zusätzlich die Liquiditätspräferenz- bzw. Liquiditätsprämienhypothese auch bzgl. der Wahl der Verhaltensparameter der Wirtschaftssubjekte.1. Problem and motivation Bearing and transforming interest rate risk is integral role and service of financial institutions. A large number of approaches to measure and quantify the interest rate risk of financial institutions can be identified in academic economic literature. While early academic work mostly focuses on accounting-oriented net interest income, later work considers the shareholders' wealth, which can be interpreted as the NPV of all interest bearing long and short positions of a financial institution, as the central target function. Despite the multitude of the approaches the majority of the academic work is purely theoretic and makes normative assertions about interest rate risk of financial institutions. Samuelson (1945) and Hicks (1946) formulate positive hypotheses regarding the interest rate sensitivity of financial institutions. An extensive branch of empirical work, that tests the hypothesis of significant interest rate sensitivity with regression analyses, builds on these positive assertions. However, most of this empirical work focuses on the US market. Almost no empirical results are available for the German market. Moreover, the empirical approaches show a large variation, often resulting in a lack of comparability of the results and at the same time in ambiguity regarding the suitability of different analytic approaches. For theses reasons this work for the first time both empirically investigates the interest rate sensitivity of German financial institutions and at the same time rigorously the empirical approach along its degrees of freedom. 2. Summary of the core results This work investigates four complexes of hypotheses. First, based on conventional empirical approaches the robustness of these empirical approaches across variations is tested. Also based on conventional empirical approaches the interest rate sensitivity of German financial institutions is analyzed. These analyses are extended by the introduction of term transformation factors. 2.1. Variations of the conventional empirical approach The conventional regression approach is being varied with respect to the construction of the interest rate factor, the maturity of the interest rate as well as the orthogonalization of the interest rate factor regarding the market factor. As expected, the variation of the orthogonaization sequence has the strongest impact on the results as also postulated by statistic theory. The interest rate factor is always considerably more significant and has a higher explanatory power, if the market factor is orthogonalized by the interest rate factor. The maturity has also a clearly observable influence on the regression results. Significances and explanatory power increase with the maturity of the interest rate. In contrast the construction of the interest rate factor has the least influence on the significance and explanatory power of the interest rate factor. 2.2. Empirical interest rate sensitivity of German financial institutions The following hypotheses regarding the material interest rate sensitivity of German financial institutions cannot be rejected based on the empirical results: • Financial institutions have a significant negative interest rate sensitivity, i.e. their share prices decline when interest rates increase. This negative interest rate sensitivity exists in particular beyond the general negative interest rate sensitivity of the overall market index. • The marginal explanatory power of the interest rate factor is always positive. • The special role of the financial services sector is demonstrated by the consistently significantly higher importance of the interest rate factor for financial institutions compared to other sectors. • The considerable more pronounced temporal variation of the importance of the interest rate factor for financial institutions in comparison to other sectors reflects their special role in the economy regarding the assumption of interest rate risk. • The significance of the interest rate factor declines over time especially for banks. This can be interpreted as evidence for an abating assumption of interest rate risk by the banking sector. • A differentiated observation of financial institutions' interest rate sensitivity over time results in a considerably better fit to the behavior of financial institutions' share prices. This points to an active adjustment of the assumed interest rate risk over time. 2.3. Term transformation factors vs. conventional empirical approaches The utilization of term transformation factors – in place of conventional interest rate factors – significantly increases the explanatory power of the regressions. Besides the theoretical superiority of this "more innovative interest rate factor" also the empirical results support its use for investigating and quantifying interest rate sensitivity and risk. 2.4. Term transformation of German financial institutions Also the analyses utilizing term transformation factors result empirically in financial institutions conducting an over time on average positive term transformation. In the course of this they add – to the already positive term transformation implicit to the market factor – a positive term transformation of on average ca. four vs. two years resulting in an overall term transformation of financial institutions of on average ca. six vs. three years. These results additionally support the liquidity preference or respectively liquidity premium hypothesis – also regarding the choice of the economic agents' action parameters
Revenue Management im Industriebetrieb
Revenue management has proven successful in service industries. This dissertation tries to answer the question if revenue management can also be applied successfully to manufacturing companies. For this purpose, a survey was conducted which showed that there is significant potential for revenue management in the steel, aluminium and paper industries. Furthermore, a number of mathematical decision models were developed and solved by heuristic procedures which showed that revenue management can improve profits for manufacturing companies substantially.Revenue Management hat sich erfolgreich in Dienstleistungsbranchen etabliert. Die Dissertation versucht die Frage zu beantworten, ob Revenue Management auch in Industriebetrieben erfolgreich angewendet werden kann. Dazu wurde eine Befragung durchgeführt. Deren Ergebnisse zeigen, dass es für Revenue Management ein signifikantes Potential in Stahl-, Aluminium- und Papierunternehmen besitzt. Darüberhinaus wurden eine Reihe von mathematischen Entscheidungsmodellen entwickelt und durch heuristische Algorithmen gelöst. Dabei zeigte sich, dass die Anwendung von Revenue Management zu signifikanten Gewinnsteigerungen führen kann
Balance between work and family - Co-evolution towards a more efficient and more family-aware management
Zusammenfassung: In unserer paar-zentrierten Gesellschaft machen Arbeit und Beziehung Glück und Zufriedenheit der Menschen aus, wenn sie in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Führungskräfte müssen Spitzenleistungen in zwei Welten erbringen, deren Regeln konträr auseinander liegen. Das Spannungsfeld der Doppelbelastung durch Beruf und Familie wächst von Tag zu Tag. Als Ergänzung der formalen Konzepte, die Staat und Unternehmen zur Bewältigung der Konfliktsituation zwischen Beruf und Familie heute anbieten, wird in dieser Arbeit ein Lösungsansatz vorgelegt, der auf dem Salutogenese-Konzept von A. Antonowsky aufbaut. Antonowsky hat belegt, dass gesunde Menschen über eine geistig-seelische Globalorientierung verfügen, die er als Kohärenzgefühl (SOC) bezeichnet hat. Es drückt aus in welchem Ausmaß man ein durchdringendes, ausdauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, dass Konflikte, in die man hineingestellt ist, strukturiert, vorhersehbar und erklärbar sind und einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen zu begegnen. Das Salutogenese –Konzept wird auf unsere Zielgruppe übertragen. Selbstachtung, Identität und Selbstwahrung sind wichtige Widerstandsressourcen. Die praktischen Lösungsansätze verfolgen weitere Spuren. Es wird ein Koevolutionsprozess dargestellt, der den Weg durch mehrere Bewältigungsszenarien aufzeigt. Er beschreibt interdependente Entwicklungssysteme, die idealerweise zu einer dauernden Balance der Handhabung unterschiedlicher Beziehungssysteme führen können. Ziel sind familiengerechte Arbeitsverhältnisse – nicht arbeitsgerechte Familien. Ko-evolution bezeichnet in unseren Ausführungen die gegenseitige Beeinflussung der persönlichen Entwicklung von Partnern, die zusammenleben. Die Ehepartner müssen nach individuellen Lösungen suchen, müssen miteinander aushandeln – und zwar immer wieder neu – wie sie die Zwänge oder Ambitionen der Versorgungssicherheit, der Karriere und des Berufs mit ihren partnerschaftlichen und familiären Wünschen und Vorstellungen vereinbaren können. Emotionale Bindungen, Gefühl und Liebe sind die zentralen Ressourcen zur Konfliktbewältigung. Eine nicht weniger wichtige Bewältigungsressource – die Familie und Beruf betrifft – sind emotionale Intelligenz und Kompetenz. Die Verbindung von Verstehen und Handhaben erhöht das Kohärenzgefühl, steigert die Konfliktfähigkeit und die Konfliktlösungsmöglichkeit. Der Prozess der gegenseitigen Beeinflussung ist ein Unterstützen, Begrenzen und Herausfordern. Es kommt zur Abkehr von Normalarbeitsverhältnissen und zur Gestaltung neuer Lebensentwürfe, zu lebensphasenorientierten Vereinbarungskarrieren, die zu Patchwork-Biografien führen. Wer aber den wachsenden Einfluss der Gesellschaft auf die Familie nicht will, wird sich auf die Suche nach eigenen Bewältigungsstrategien im Beruf machen. Die Führungskräfteentwicklung als Persönlichkeitsentwicklung führt uns zu partnerschaftlicher Führung in der Familie und zum wichtigsten Lösungsansatz der Konflikte in der Berufswelt, der „Dienenden Führung“. Es geht um die Frage: Was kann ich für andere tun, damit sie sich persönlich weiterentwickeln und die gemeinschaftlichen Ziele erfolgreich realisieren können? Dienende Führung, wie sie von Robert Greensleaf 1970 entwickelt wurde, folgt einer ganzheitlichen Betrachtung der Qualitäten von Mensch, Arbeit und Gemeinschaftssinn und setzt ein spirituelles Verständnis von Identität, Mission, Vision und Umwelt voraus. Mit dieser Haltung befinden wir uns genau in dem individuellen Handlungskorridor, um einerseits Konflikte als Führungskraft im Beruf, andererseits als Ehepartner in der Familie handhaben und die Konflikte zwischen beiden Lebensbereichen bewältigen zu können. Dienende Führung im Beruf ist ein Schlüssel, die Spannung zwischen Karriere und Familie zu verringern. Mehrere Wege zu diesem Ziel erscheinen als gangbar, wenn wir partnerschaftliche Führung auf die Berufswelt und Dienende Führung auf die Familie beziehen, das heißt beide Bewältigungsszenarien miteinander verschränken. Partnerschaftliche Führung im Beruf und Dienende Führung in der Familie finden Ihre Deckung in dem, was wir als Dienstbarkeit beschrieben haben. Ko-evolution von Beruf und Familie kann dann gelingen, wenn die Menschen in beiden Lebenssphären selbstverantwortlich integer führen.Summary: In our couple-centred society work and relationships constitute happiness and contentment for people, when they remain together in a balanced relationship. Managers must generate peak performances in two worlds, whose rules are contrary to each other. The tension surrounding the dual burden of work and family grows from day to day. As a supplement to the formal concepts that the state and companies offer to cope with the conflict situation between work and family today, this study presents an approach to a solution, which is based on the salutogenesis concept by A. Antonovsky. Antonovsky proved that healthy people have an intellectual-emotional global orientation, which he called the sense of coherence (SOC). It expresses the extent to which one has a pervasive, enduring and yet dynamic feeling of trust that conflicts in which one finds oneself are structured, predictable and explicable, and that the resources are available to meet the requirements demanded by these conflicts. The salutogenesis concept is transferred to our target group. Self-respect, identity and self-preservation are important resistance resources. The practical approaches to solutions follow more leads. A coevolution process is illustrated that demonstrates the route through several coping scenarios. It describes interdependent development systems that can ideally lead to a lasting balance in the management of different relationship systems. The goal is work relationships that are family-friendly – not work-friendly families. In our observations, coevolution designates the mutual influence of personal development for partners who live together. Spouses must search for individual solutions, must negotiate with each other – continuously – on how they can reconcile the compulsions or ambitions of the security of supply, of a career and of work with their desires and ideas for the partnership and the family. Emotional ties, feelings and love are the central resources for coping with conflict. A coping resource of equal importance - which relates to family and work - is emotional intelligence and competence. The connection between understanding and management increases the sense of coherence, enhances the ability to deal with conflict and the possibility to solve conflict. The process of mutual influence is supporting, limiting and challenging. It leads to the abandonment of normal working relationships and to the organization of new life blueprints, to careers adjusted to phases of life that lead to patchwork life stories. But whoever does not want the growing influence of society on his family will begin to search for his own coping strategies at work. Managers’ development as personality development leads us to partnership management in the family and to the most important approach to a solution for conflicts in the world of work – the “servant leadership”. It is a question of asking what I can do for others, so that they can further develop personally and successfully realise common goals. “Servant leadership”, as was developed by Robert Greensleaf in 1970, follows a holistic consideration of the qualities of people, work and community spirit and presupposes a spiritual understanding of identity, mission, vision and environment. With this approach we find ourselves right in the individual “corridor of action”, in order to manage on the one hand conflicts at work as a manager and on the other hand in the family as a spouse, and to be able to cope with the conflicts between both areas of life. Servant leadership at work is the key to lessening the tension between career and family. Several paths towards this goal seem practicable, if we relate partnership management to the working world and servant leadership to the family, i.e. interweave both coping scenarios together. Partnership management at work and servant leadership in the family are supported by what we have described as servitude. Coevolution of work and family can then succeed if people lead responsibly and with integrity in both spheres of life