Hochschulschriftenserver der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
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    Performance measure for information driven websites

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    Die Messung des wirtschaftlichen Erfolgs von transaktionsorientierten Websites ist gut erforscht und findet breite Anwendung. Dahingegen ist eine Aussage über den Erfolg von Websites, die lediglich Informationen anbieten, nur sehr eingeschränkt möglich. Bei transaktionsorientierten Websites wird deren Erfolg durch abgeschlossene bzw. abgebrochene Transaktionen bestimmt. In einer Transaktion gibt der User und Kunde ein direktes Feedback über den durch die Website gestifteten Nutzen. Der Erfolg lässt sich als monetäre Größe direkt ermitteln. Diese Möglichkeit fehlt informationsorientierten Websites. Das Ziel dieser Dissertation besteht darin, Wege zur Erfolgsmessung von informationsorientierten Websites zu untersuchen, um daraus einen Indikator für den Erfolg dieser Art von Websites abzuleiten. Die bereits bekannten Maße und Web Metriken werden vorgestellt und auf ihre Eignung als Erfolgsmaß für informationsorientierte Websites hin untersucht. In einer Systematik der bekannten Web Maße und Metriken wird deutlich, dass ein Mangel an Möglichkeiten besteht, den Erfolg informationsorientierter Websites zu messen. Es werden Web Mining-Analysen vorgestellt, die ein tieferes Verständnis von Inhalt, Struktur, Benutzung und Benutzern einer Website ermöglichen. Mit Hilfe geeigneter Web Mining-Analysen wird ein Verfahren entwickelt, das die Zielerreichung einer Website aus Sicht des Website-Besitzers beurteilt. Jede einzelne User- Aktion auf der analysierten Website wird dahingehend bewertet, ob sie zum Website-Ziel der Informationsverbreitung beiträgt. Der Effektivitätstyp bewertet die Grundtendenz einer User-Aktion, die aus den Übergängen zwischen Navigations- und Zielseiten ermittelt wird. Das Effektivitäsgewicht analysiert den Inhalt der aufgesuchten Webpages und vergleicht diesen mit dem Inhalt der kompletten User Session. Um diese inhaltliche Bewertung zu ermöglichen ist eine umfangreiche Text Mining-Analyse der Website notwendig. Das Effizienzmaß nutzt die Aufenthaltsdauer auf einer Webpage und interpretiert sie als die Zeit, die der User zur Verfügung hatte, um den Inhalt der Webpage wahrnehmen zu können. Aus den drei Teilmaßen wird für jeden Click ein Gesamtmaß erzeugt, der Guidance Performance Indicator. Dieses Maß beurteilt die Fähigkeit einer Website, einen User zu Informationen zu führen. Das neu erstellte Erfolgsmaß wird in einer Anwendungsstudie auf drei Websites eines großen Unternehmens angewandt und evaluiert. Es wird ein formales Modell einer Website und ihrer Benutzung erstellt. Darin wird zwischen syntaktischer Ebene, semantischer Ebene und Maßebene unterschieden. Zur Überprüfung wird eine clientseitige Userstudie durchgeführt. Darin wird die Website-Perspektive mit der User-Perspektive verglichen. Die meisten User bestätigen die Bewertung des GPI. Einige Fälle weisen jedoch Abweichungen auf. Um diese Fälle erklären zu können, wird die Einbeziehung der User-Perspektive in ein Erfolgsmaß für informationsorientierte Websites vorgeschlagen. Mit Hilfe von Referrer Informationen wird es möglich, auf der Serverseite einen Einblick in die Absichten des Users auf der Clientseite zu erhalten. Die bereits verwendete inhaltliche Analyse der Webpages wird mit der Analyse der Suchstrings kombiniert. Anstelle einer manuellen Festlegung zwischen Navigations- und Zielseiten, wird bei diesem Vorgehen für jeden User individuell ein Ranking der Webpages in inhaltlicher Abhängigkeit zum verwendeten Suchstring berechnet. Mit Hilfe des formalen Modells wird eine Funktion höherer Ordnung erstellt, die die userindividuelle Rankingfunktion beschreibt. Dadurch können Effektivitätstyp und –gewicht bei der GPI-Berechnung ersetzt werden. Es wird ein neues Maß, der intention based GPI (ibGPI) erstellt, der die User-Perspektive berücksichtigt und die Abweichungen der Userstudie erklären kann. Aus diesem Maß wird zusätzlich ein Erfolgsmaß für eine User Session als Ganzes berechnet, der Session Success Indicator (SSI). Mit den drei Maßen GPI, ibGPI und SSI steht nun eine Menge an Kennzahlen für informationsorientierte Websites zur Verfügung. Aus deren paralleler Anwendung und dem Vergleich der drei Kennzahlen lässt sich ein umfangreiches Bild der Benutzung einer Website und deren Erfolg in der Informationsvermittlung sowohl aus Perspektive der Website-Autoren wie der User darstellen.The evaluation of information driven websites by analysis of serverside available data is the objective of our approach. In our former work we developed techniques for evaluation of non-transactional websites by regarding the author’s intentions and using only based on implicit user feedback. In several case studies we got aware that in single cases unsatisfied users had been evaluated positively. This divergence could be explained by not having considered the user’s intentions. We propose in this approach to integrate search queries within referrer informaiton as freely available information about the user’s intentions. By integrating this new source of information into our meta model of website structure, content and author intention, we enhance the formerly developed web success metric GPI. We apply well understood techniques such as PLSA for text categorization. Based on the latent semantic we construct a new indicator evaluating the website with respect to the user intention. By ranking all webpages with respect to the user intention manifested in the search query, we acchieve an individualized measure to evaluate a session by the user’s initial intention. In contrast to manual assignments of weights by the website author, our proposed measure is purely calculated allowing a generic assessment of websites without manual intervention. In a case study we can show, that this indicator evaluates the quality and usability of a website more accurately by taking the user’s goals under consideration. We can also show, that the initially mentioned diverging user sessions, can now be assessed according to the user’s perception. Due to limited information on the host side, without direct access to the client side, still some assumptions remain to be made

    Metaphor and Comprehension. About Paul Ricœur's Metaphortheory

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    Die Metapher als Thema der philosophischen Untersuchung wurde lange Zeit ignoriert und dem nicht „ernsthaften” Bereiche der Poetik, Rhetorik und Literatur überlassen. Die Fragen, die die Struktur und Funktion der Metapher betreffen, sind nicht gründlich untersucht worden. Eine Antwort auf diese Fragen hat Paul Ricœur in seinem Werk La métaphore vive gegeben. Die vorliegende Arbeit ist in sechs Kapitel eingeteilt worden. Im ersten Kapitel wird der geschichtliche Umriss des Verhältnisses zwischen Metapher und Philosophie dargestellt. Dieses Verhältnis wird durch das philosophische Misstrauen gegenüber der Metapher gekennzeichnet. Die Metapher wird im Allgemeinen als Missbrauch der Sprache gedeutet. Ein weiterer Schritt zum Verstehen des Verhältnisses zwischen Metapher und Philosophie wird im zweiten Kapitel dargelegt. Die Aristotelische Definition der Metapher samt ihrer Ricœurscher Deutung wird versucht in Bezug auf das Problem des Seins anhand von Le problème de l’être chez Aristote von Pierre Aubenque anzuwenden. Hierbei wird die Ansicht Ricœurs durch eine Lektüre von Aristoteles’ Poetik und Rhetorik rekonstruiert. Im dritten Kapitel wird die Geschichte des Verhältnisses zwischen Metapher und Philosophie aus dem Blickwinkel eines neueren philosophischen Ansatzes, der die ersten Schritte zu einem geeigneten Verständnis der Metapher vorbereitet hat, gesehen. Es geht dabei um die Philosophie der symbolischen Formen, wie sie in Susanne Langers Philosophy in a New Key dargestellt wird und um die verstehende Rhetorik, die bei Ivor Armstrong Richards The Philosophy of Rhetoric enthalten ist. Die Philosophie der symbolischen Formen betont, dass das Denken und die Wahrnehmung einen symbolischen Charakter haben. Symbole sind Werkzeuge des Denkens. Die Metapher gehört zum präsentativen Symbolismus und somit zum Denken. Sie wird entregionalisiert und aus dem engen Bereich der Fiktion und Literatur herausgenommen. Im vierten Kapitel wird Ricœurs Auffassung der Metapher dargelegt. Sie wird in Verbindung mit anderen Teilen der Ricœurschen Philosophie gebracht. Dargelegt wird ihr Verhältnis zur Ricœurschen Hermeneutik des Symbols und zur Hermeneutik des Textes, die alle Aspekte der Metapher enthüllen. Ein Ausgangspunkt für die ricœursche Metaphertheorie ist die Interaktionstheorie der Metapher, die von Max Black entwickelt wurde. Diese von Max Black geschaffene Interaktionstheorie der Metapher wird erweitert. Dabei wird von Ricœur auch eine Theorie der metaphorischen Referenz entwickelt, die einzigartig ist. Diese Theorie erweitert auch die von Black festgestellte und thematisierte Funktionsgleichheit zwischen Metapher und Modell. In Bezug auf die Metapher wird von Ricœur der Begriff der metaphorischen Referenz entwickelt, eine Referenz zweites Grades, die neue Dimensionen der Wirklichkeit eröffnet und zugänglich macht. Diese Macht der metaphorischen Referenz kommt auch der Dichtung und den literarischen Werken zu, die eine Art Versuchwerkstätte für das Selbstverstehen des Menschen darstellen. Um die philosophische Bedeutung der Metapher zu untermauern und Ricœurs Behauptungen mehr Klarheit zu verschaffen, werden im fünften Kapitel der Arbeit zwei philosophische und erkenntnistheoretische Metaphern dargestellt, die dafür als Beispiel fungieren, wie die Metapher in der Erkenntnis und in der Philosophie aussieht und wirkt. Dies ist zum einen die Metapher des Spiegels der Natur, die von Richard Rorty in Philosophy and the Mirror of Nature dargelegt und analysiert wurde. Zum anderen ist es die Metapher des schwarzen Loches, die von Petra Drewer in Die kognitive Metapher als Werkzeug des Denkens analysiert wurde. Derartige Analysen finden sich in Ricœurs La métaphore vive nicht. Anhand dieser beiden Beispiele wird gezeigt, wie die Metapher den Gedankengang und das Nachdenken in einem bestimmten Bereich strukturiert. Sie ordnet nicht nur das Denken, sondern auch die Art und Weise, wie der entsprechende Gegenstand betrachtet und verstanden werden soll. Damit soll der Anspruch auf den kognitiven Wert der Metapher veranschaulicht werden. Außer der Darstellung dieser Metaphern wird auch die Debatte bezüglich des Verhältnisses zwischen Metapher und Philosophie dargestellt, die Ricœur und Derrida durchgeführt haben, um Ricœurs Theorie durch Kontrast deutlicher erscheinen zu lassen. Ein letztes Kapitel fasst die Ergebnisse konkret zusammen. Da die Metapher eine kognitive Rolle spielt und lange von der Philosophie herabgewürdigt wurde, wird hier nun im Ganzen der Ansatz zu einem tieferen philosophischen Verständnis der Metapher dargeboten.Philosophy has ignored for a very long time the problem of metaphor and left it to be dealt with only in poetics or literature, as if the matter of metaphor had no philosophical content. The problems of its structure and real functioning were ignored. But time changes and philosophy changes too. Paul Ricœur’s La metaphore vive (Paris, 1969), is the philosophical work where answers pertaining to this problem of metaphor are being given. The present work tries to re-describe the philosophic investigation on metaphor that Ricœur fulfilled in his book on metaphor. The first chapter of the work takes into account some philosophical point of view about metaphor and tries to show, how this have not permitted to give a better explanation of metaphor and treated it as an embellishment that is an adversary of truth, and that should expelled out of proper use of language in philosophy. The second chapter of the dissertation deals with the way Aristotle treated metaphor and using Ricœur's own efforts in this direction, points out the some hitherto ignored hints to a predicative theory of metaphor, that are present in this of Aristotle. Ricœur shows that Aristotle didn’t reduce metaphor to a mere embellishment of speech, not only didn’t reduce Aristotle metaphor to comparison, but that he defines comparison as an extended metaphor. He clearly states that metaphor is an act of predication A is B. The third chapter describes the connection between metaphor and symbol and shows how metaphor fits in a general theory of symbolism becoming a general phenomenon of thought and not something restricted to literature. This kind of general theory of symbolism was outlined by Susanne Langer, where the predicative aspect of metaphor and the importance of symbolism for human thought and acting is being exposed. The theory of symbolism in Lange’s sense is meant to help understanding that metaphor is not a phenomenon that is to be confined to a single area of human activity and thought, but it is a larger phenomenon that pertains to the very fabric of thought and speech. In the fourth chapter the ricœurean conception of metaphor comes into light, and it is presented in the light of Ricœur’s hermeneutics and his conception of the literary and art work, where the referential power of metaphor and its ontological function. Metaphor is an entire utterance, a sentence and is based on a self-contradictory predication, that makes sense. New meaning emerges. This new meaning doesn’t belong to the other meanings that the word already accumulated, but it is a new product, which has a punctual existence and can disappear after the metaphorical sentence/statement has taken place, but it can also be added to the preexistent polysemy of the word. The fifth chapter deals with the cognitive use of metaphor in science in philosophy, trying to give some example of irreducible use of metaphor in domains that hitherto were thought not to have anything in common with metaphor and poetic use of language. The metaphors used as example to sustain the cognitive value of metaphor, that Ricœur asserts and demonstrates, are of great generality and scope. These metaphors usually go unnoticed and are not perceived by a critical consciousness. One of these metaphors was analyzed by Richard Rorty in his famous work Philosophy and the Mirror of Nature, the metaphor of mind as mirror of reality. The Mirror of Nature or reformulated understanding or intellect is mirroring the nature or mirroring reality. The second metaphor comes from the field of astrophysics and it is a term that has acceded to daily use. It is the metaphor of the black hole. The term black hole is a metaphor used in science and a metaphor that has superseded the using of the proper scientific term of spatial-temporal singularity and had conveyed many characteristics that apply to the spatial-temporal singularity. The relationship between metaphor and philosophy is being also discussed, by contrasting Ricœur’s own conception on metaphor and Derrida’s, whereby Ricœur tries to show that philosophy controls metaphorical meaning, instead of being taking away by a supposed uncontrollable drift of metaphorical meanings. The purpose of this chapter is to sustain and underlie some of Ricœur's statements on metaphor and to make clear the relevance of metaphor, even for non-poetical discourses and to show the presence of metaphor in philosophy

    Sceptical hermeneutics as a challenge to bilingual teaching in South Tyrol - An analysis of the peculiar situation in the Italian secondary school system.

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    Das Grenzland Südtirol könnte musterhaftes Beispiel für die zukünftige Wirklichkeit in Europa sein. Mehrsprachigkeit und vielfältige nahe Fremdheit prägen seit beinahe einem Jahrhundert das Südtiroler Gesellschaftsbild, in dem die Fragen um die kulturelle Identität und das Heimatrecht eine zentrale Bedeutung erlangen. Heute besteht für die Südtiroler die gesetzliche Pflicht / das Recht des Erwerbs der jeweils zweiten Landessprache, Deutsch oder Italienisch. Daraus ist die unumgehbare Notwendigkeit der Zweisprachigkeit entstanden, die mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Trotzdem entsprechen die Zweitsprachkompetenzen der italienischsprachigen Südtiroler angesichts der ergriffenen Maßnahmen noch nicht den Erwartungen. Im besonderen Südtiroler Kontext versteht sich die Skeptische Hermeneutik (Hunfeld) als Herausforderung zweitsprachlicher Lehre, sie nimmt die Grenzen des Verstehens deutlicher als bisher wahr und fasst die Fremdheit als Lernimpuls auf. Das erste Kapitel befasst sich mit der diachronischen und der synchronischen Dimension der Lehrer und mit der Unterrichtspraxis im Hinblick auf ein professionelles Profil. Der jeweilige spezifische soziokulturelle Kontext, sowie vielfältige teilweise unvereinbare Lehrauffassungen, welche unter den Wissenschaftlern als gleichwertig koexistieren, und eine deutliche Distanz zwischen Praxis und Theorie machen dieses Thema jedoch schwer erfassbar. Das zweite Kapitel behandelt die historische Entwicklung der Südtiroler Gesellschaft und die Rolle der Zweitsprache aus der Perspektive der italienischsprachigen Südtiroler. Es offenbart sich ein problematisches und komplexes Bild, dessen Genese im Wesentlichen auf den Friedensvertrag von St. Germain (1919) zurückzuführen ist, in dessen Folge Südtirol an Italien abgetreten wurde. Der historische Werdegang der Organisation des Bildungswesens der zwei Hauptsprachgruppen widerspiegelt die jeweiligen politischen Machtverhältnisse. Oft genug stellt der Lehrer für Deutsch als Zweitsprache für italienischsprachige Südtiroler die einzige Bezugsperson der deutschen Sprachgruppe dar, wodurch er zum Katalysator sozialer Frustration werden kann. Der dritte Teil ist als das zentrale Kapitel dieser Arbeit zu betrachten: Die Beweggründe, welche vielfach dem Zweitsprachenerwerb zu Grunde liegen, weisen auf eine sehr unvorteilhafte Ausgangssituation: Eine intrinsische Motivation ist eher als Ausnahme zu betrachten. In diesem vorbelasteten Kontext gewinnt der Erwerb der zweiten Sprache Deutsch eine politische Konnotation, wodurch die Methodenfrage an außergewöhnlicher Bedeutung zunimmt. Eine unangemessene Unterweisung zeigt sich in der besonderen Südtiroler Situation als besonders kontraproduktiv, denn sie vermag sogar negative spracherwerbsspezifische und weitläufigere Dynamiken auszulösen. Diese können sich in einer negativen Spirale auf den Erwerb der zweiten Sprache hemmend auswirken. Das vierte Kapitel untersucht den hunfeldschen Hermeneutischen Ansatz als didaktische Alternative zu einem traditionellen Lehrgeschehen. Gegensätzlich zeigt sich die traditionelle Hermeneutik, welche den Unterricht an italienischsprachigen Schulen prägt und sich in diesem Sinne für den Zweitsprachenunterricht als negativ erweist. Der hunfeldsche Ansatz fördert durch eine neue Betrachtung des Individuums vorteilhaftere Voraussetzungen für einen verbesserten Spracherwerb. Eine neu gewonnene Nähe zur Zweitsprache vermag eine positive Spirale in Gang zu setzen, denn durch eine Verbesserung der Zweitsprachkompetenzen kann eine positivere Haltung gegenüber der deutschen Sprache und Kultur erreicht werden, die ihrerseits wiederum einen vorteilhaften Einfluss auf den Spracherwerb leistet. Schwerpunkt des fünften Kapitels bilden die praktischen Aspekte des Lehrens und Lernens im Rahmen des Hermeneutischen Ansatzes im Hinblick auf die Möglichkeit eines verbesserten Zweitsprachenerwerbs an den italienischen Oberschulen. Die Beispiele von Dossierarbeit und Projekttagen bilden den Ausgang für die Untersuchung der didaktischen Konsequenzen des Hermeneutischen Ansatzes. Es wird deutlich, dass der Hermeneutische Ansatz durch seine intrinsische Beschaffenheit den Erwerb der Zweitsprache in dem Südtiroler Kontext auf besondere Weise fördern kann. In diesem Kapitel wird der Charakter der Skeptischen Hermeneutik als Vehikel für einen verbesserten Zweitsprachenunterricht und zur Entschärfung der (interethnischen) Fronten hervorgehoben. Einschränkungen in den Erwartungen an die Auswirkungen des hermeneutisch orientierten Unterrichts auf das interethnische Zusammenleben in Südtirol erweisen sich jedoch als begründet. Im sechsten Kapitel werden in einer abschließenden Bilanz die zentralen Schwerpunkte dieser Arbeit zusammenfassend veranschaulicht.This research is devoted to the analysis of the benefits induced by the use of the hermeneutical approach to the didactics of the second language in a borderland, that may be characterized by the presence of populations with a different mother tongue and a different culture living together in a sometimes conflictual relationship. In particular the well established Italian case of South Tyrol considered here represents a typical socio-political context that is becoming more and more spread in other recently developed European situations. The plurilinguism and the close contact among fellow-citizens, who are de facto foreigners, have been decisive for almost a century the social framework of South Tyrol, where aspects as the problem of cultural identity and the right to Heimat assume a central importance. In this context the learning of the second language represents a duty by law, that is therefore necessary for the social integration and the professional success of each citizen. Huge public resources have been invested for this purpose, but without obtaining the expected results until now. In the peculiar Southtyrolean context skeptical hermeneutics is configured as a challenge to bilingual teaching since, pointing out the limits of understanding, it considers extraneousness as a strong boost encouraging the intercultural and linguistic competences. In this way the hermeneutical approach is aimed to create the most favourable premises for the linguistic learning through the improvement of the predisposition and the attitude towards the foreign language and culture

    The former village of Pobenhausen in folkloristical and historical perspective, from its beginnings to 1930.

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    Die wichtigsten Strömungen im Prozess der Zivilisation dargestellt am Beispiel des oberbayerischen Dorfes Pobenhausen.The most important tendencies in the process of civilization, described by the example of the village of Pobenhausen in the northern part of Upper Bavaria

    Civil society and Catholic Church in Czech Republic

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    Nach der politischen Wende von 1989 wurde die „Bürgergesellschaft“ in der früheren Tschechoslowakei zu einem beliebten Begriff. Man sah sich vor die Aufgabe gestellt, ein nicht totalitäres Gesellschaftsmodell zu entwickeln bzw. zu erneuern. Weil der demokratische Westen der Mehrheit der tschechischen Bevölkerung schon immer ein Vorbild politischer Gerechtigkeit gewesen war und die Tschechoslowakei auf eine zwanzigjährige demokratische Tradition in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg zurückgreifen konnte, lag die Entscheidung für das liberal-demokratische und kapitalistische Modell auf der Hand. In diesem Zusammenhang kamen dann ganz natürlich die Diskussionen um die wiederherzustellende Bürgergesellschaft auf. Der politische und gesellschaftliche Wandel in Tschechien seit November 1989 hatte auch eine radikale Umstellung aller gesellschaftlichen Subsysteme zur Folge, die katholische Kirche nicht ausgenommen. Nach vielen Jahren des Wirkens in der Unfreiheit, bekam sie nun die Chance frei und ungehindert zu agieren. Es zeigt sich jedoch, dass der Einstieg der tschechischen Kirche in die freiheitlichen demokratischen und pluralistischen gesellschaftlichen Verhältnisse nicht immer und überall gelingt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den beiden genannten Größen – der Bürgergesellschaft und der tschechischen katholischen Kirche. Sie beide stellen ihr Materialobjekt dar. Das Ziel der Arbeit ist ein Doppeltes: Zum einen will sie das Konzept der Bürgergesellschaft als das anzustrebende und trotzdem nie endgültig erreichbare Ziel des Transformationsprozesses, sowie als Instrument für eine demokratische und produktive Entwicklung der modernen Gesellschaft analysieren. Sie will nachfragen, ob und inwiefern in diesem Konzept ein Sozialethos aufscheint, das mit den Grundsätzen der Katholischen Gesellschaftslehre kongruent wäre. Zum anderen soll die Arbeit untersuchen, ob, wo und wie die katholische Kirche in Tschechien ihren Platz in diesem Konzept gefunden hat bzw. finden kann. Von diesem doppelten Ziel her reflektiert die Arbeit im ersten Kapitel in einer systematischen Weise die Strukturmerkmale der modernen Gesellschaft und ihre Konsequenzen für die weitere gesellschaftliche Entwicklung, einschließlich der Konsequenzen im Bereich Religion und Kirche. Das zweite Kapitel verortet den Begriff der Bürgergesellschaft als einen Begriff, der für die Überwindung diverser Probleme unserer hoch entwickelten, ausdifferenzierten und individualisierten Gesellschaft eine Lösung bieten kann. Eine kritische Bewertung des vorher entwickelten Begriffs der Bürgergesellschaft aus der Sicht der Katholischen Gesellschaftslehre wird im dritten Kapitel der Arbeit vorgenommen. Verglichen werden dabei in einem ersten Schritt die Menschenbilder, die den beiden Konzepten zugrunde liegen. In einem zweiten Schritt werden dann die drei traditionellen Sozialprinzipien der Katholischen Gesellschaftslehre und die strukturbildenden Prinzipien der Bürgergesellschaft nebeneinander gestellt. In einem letzten Schritt wird eine Parallele zwischen dem dualen Ansatz der Katholischen Gesellschaftslehre im Hinblick auf die Struktur- und Gesinnungsreform und dem Akzent der Bürgergesellschaftstheorie auf den Bürgersinn und den strukturellen Aufbau der civil society gezogen. Ein abschließendes Resüme, das nicht nur das dritte Kapitel, sondern die ganze erste Hälfte der Arbeit beendet, zeigt aufgrund des durchgeführten Vergleichs eine starke Affinität zwischen dem in der Arbeit entwickelten Konzept der Bürgergesellschaft und der Katholischen Gesellschaftslehre und bescheinigt dem erarbeiteten Konzept eine hohe sozialethische Relevanz. Diese Schlussfolgerung führt dann konsequenterweise zu der Verpflichtung der katholischen Kirche, ein solches Modell der Bürgergesellschaft anzumahnen und einzuklagen, zu unterstützen, befürworten und ermutigen. Anknüpfend an die theoretischen Ausführungen in den ersten drei Kapiteln wird im Folgenden die Einbindung der katholischen Kirche in den Prozess der Entstehung und der Stabilisierung der Bürgergesellschaft in Tschechien fokusiert. Im vierten Kapitel wird zuerst in einem historischen Rückblick das bürgerschaftliche Engagement in Böhmen und Mähren vor 1989 erörtert. Eine analytische Arbeitsweise charakterisiert das fünfte Kapitel, das als das Herzstück der Arbeit bezeichnet werden kann. Von einer Analyse des aktuellen Zustands der tschechischen Bürgergesellschaft ausgehend konzentriert sich der Text auf die aktuelle Positionierung der katholischen Kirche in der tschechischen Bürgergesellschaft. Das abschließende sechste Kapitel stellt einen Ausblick in die Zukunft dar. Unter dem sozialethischen Gesichtspunkt werden hier zehn Thesen zum Bezug der tschechischen Kirche auf die Bürgergesellschaft entfaltet. Diese Thesen können als eine Empfehlung an die tschechische katholische Kirche bzw. als eine Ermunterung zu einem stärkeren Engagement in der tschechischen Bürgergesellschaft verstanden werden.Po politickych zmenach roku 1989 se stala „obcanska spolecnost“ v byvalem Ceskoslovensku oblibenym pojmem. Lide povazovali za svuj ukol rozvijet resp obnovit netotalitni model spolecnosti. A jelikoz jiz z drivejska predstavoval demokraticky Zapad pro vetsinu ceskeho obyvatelstva vzor politicke spravedlnosti a Ceskoslovensko se mohlo ohlizet na dvacetiletou demokratickou tradici v obdobi pred II. svetovou valkou, bylo rozhodnuti pro liberalne-demokraticky a kapitalisticky model nabiledni. V teto souvislosti se tak zcela prirozene zacala rozvijet diskuze na tema obcanske spolecnosti, kterou bylo treba obnovit. Politicke a spolecenske promeny v Ceske republice od roku 1989 mely za nasledek i radikalni zmeny vsech spolecenskych subsystemu, katolickou cirkev nevyjimaje. Po mnoha letech pusobeni v nesvobode ziskala nyni sanci jednat svobodne a bez omezeni. Ukazuje se vsak, ze vstup ceske cirkve do svobodnych demokratickych a pluralistickych spolecenskych pomeru se ne vzdy a ne vsude dari. Predkladana prace se zabyva obema zminenymi velicinami – obcanskou spolecnosti a ceskou katolickou cirkvi. Obe predstavuji jeji materialni objekt. Cil prace je pritom dvoji. Jednak chce prace analyzovat koncept obcanske spolecnosti jako cil transformacniho procesu, o ktery je treba usilovat, ktereho vsak s konecnou platnosti nelze nikdy dosahnout, stejne jako nastroj demokratickeho a tvoriveho rozvoje moderni spolecnosti. Prace usiluje o to zkoumat, zda a nakolik se v tomto konceptu zobrazuje spolecensky etos, ktery by se shodoval se zasadami katolicke socialni nauky. Soucasne vsak ma prace proverit, zda, kde a jak v tomto konceptu katolicka cirkev v Ceske republice nalezla popr. muze nalezat sve misto. Vychazejic z tohoto dvojiho cile reflektuje prace v prvni kapitole systematickym zpusobem strukturalni znaky moderni spolecnosti a jejich dusledky pro dalsi spolecensky vyvoj – vcetne dusledku v oblasti nabozenstvi a cirkve. Druha kapitola ukotvuje pojem obcanske spolecnosti jako pojem, jenz muze nabizet reseni pro prekonavani nejruznejsich problemu nasi vysoce rozvinute, diferenciovane a individualizovane spolecnosti. Ve treti kapitole je z pohledu katolicke socialni nauky kriticky hodnocen pojem obcanske spolecnosti, tak jak byl vypracovan v predchozich krocich. Nejprve zde dochazi ke srovnani obrazu cloveka, ktere lezi u zakladu obou konceptu. Ve druhem kroku jsou vedle sebe postaveny tradicni socialni principy katolicke socialni nauky a principy vytvarejici strukturu obcanske spolecnosti. V poslednim kroku je pak porovnavan dualni pristup katolicke socialni nauky ve smyslu reformy struktur a smysleni s durazem, ktery klade teorie obcanske spolecnosti na obcansky postoj a na strukturalni usporadani obcanske spolecnosti. Zaverecne resume, ktere ukoncuje nejen treti kapitolu, ale i celou prvni polovinu prace, poukazuje na zaklade provedeneho srovnani na silnou afinitu mezi konceptem obcanske spolecnosti, tak jak je v praci rozvinut, a katolickou socialni naukou a dosvedcuje takto vypracovanemu konceptu vyznamnou socialne etickou relevanci. Tento zaver vede katolickou cirkev ve svem dusledku k zavazku podporovat, povzbuzovat i doporucovat takovyto model obcanske spolecnosti. Navazuje na teoreticka vyvozeni v prvnich trech kapitolach se nasledny text koncentruje na zapojeni katolicke cirkve do procesu vzniku a stabilizace obcanske spolecnosti v Ceske republice. Nejprve je zde v historickem ohlednuti objasnena obcanska angazovanost v Cechach a na Morave pred rokem 1989. Analyticky zpusob prace charakterizuje patou kapitolu, kterou lze oznacit za jadro cele prace. Text zde vychazi z analyzy aktualniho stavu ceske obcanske spolecnosti a koncentruje se na soucasnou pozici katolicke cirkve v ceske obcanske spolecnosti. Zaverecna sesta kapitola predstavuje vyhled do budoucna. Z pohledu socialni etiky je zde rozvijeno deset tezi ke vztahu ceske cirkve k obcanske spolecnosti. Tyto teze lze chapat jako doporuceni smerujici k ceske katolicke cirkvi, resp. jako povzbuzeni k jejimu silnejsimu angazma v ceske obcanske spolecnosti

    The role of the Bulgarian Central Bank regarding the implementation of Basel II

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    Seit dem 01. Januar 2007 ist Bulgarien Mitglied der Europäischen Union. Es ist unumstritten, dass ein gut entwickeltes und stabiles Finanzsystem entscheidend für die Konvergenz und die erfolgreiche Integration des jeweiligen Mitgliedstaates ist. Die Banken spielen in der bulgarischen Wirtschaft – aufgrund des immer noch unterentwickelten Kapitalmarktes – eine besonders wichtige Rolle in ihrer Funktion als Finanzintermediäre. Nach einer ersten Phase äußerster Zurückhaltung bei der Kreditvergabe im Zeitraum 1997 – 2001 erweiterten die bulgarischen Banken ihr Kreditangebot, nicht zuletzt aufgrund der hohen Marktpenetration durch ausländische Konkurrenten seit Ende 2001. Die Wachstumsrate und das Volumen der vergebenen Kredite stiegen seit 2002 so schnell an, dass sie der Internationale Währungsfonds als besorgniserregend einstufte und konkrete Maßnahmen zu ihrer Reduktion forderte. Darüber hinaus beeinflusste die expansive Zunahme der Kredite die Qualität der Kreditportfolios der Banken negativ. Die bulgarische Zentralbank sah sich angesichts der Lage und der dringenden Empfehlungen des IWF Ende 2004 gezwungen, den Mindestreservesatz von 8% auf 16% zu erhöhen, um die weitere Eskalation der „Kreditspirale“ zu unterbinden. Ob und in wiefern dies eine langfristig wirksame Maßnahme ist und was nach der Abschaffung des Currency Boards voraussichtlich 2011 zu erwarten oder vielleicht zu befürchten wäre sowie mit welchen zusätzlichen Herausforderungen die Nationalbank konfrontiert wird, sind einige der zentralen Fragen, die in der vorliegenden Arbeit behandelt werden sollen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen und die institutionelle Struktur des Bankensektors sind grundlegende Faktoren für die Stabilität des gesamten Finanzsystems, insbesondere vor dem Hintergrund der EU-Mitgliedschaft Bulgariens und der damit einhergehenden Umsetzung der bankenaufsichtsrechtlichen Regelungen des zweiten Baseler Akkords. Der Frage, welche Auswirkungen dies auf die Wettbewerbskraft und Überlebensfähigkeit der bulgarischen Banken haben wird und welche Instrumente die Zentralbank zur Einleitung und Überwachung dieses Prozesses einsetzen kann, wird ebenfalls im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen. Zusammenfassend gilt es zu klären, was mit dem bulgarischen Bankensystem und der Rolle der Notenbank als zentrale Instanz der Bankenaufsicht nach der Einführung von Basel II geschehen wird und welche institutionellen und wirtschaftspolitischen Schritte unternommen werden sollen, um die Systemstabilität zu gewährleisten. Falls es der BNB nicht gelingen sollte, einen adäquaten regulatorischen Rahmen für den Handel mit verbrieften Krediten zu schaffen und durchzusetzen, könnten sich diese Verbriefungen schnell zu einer Ballung von Bonitätsrisiken entwickeln und dann nur zu spekulativen Zwecken gehandelt werden. Dies würde, insbesondere in der Zeit unmittelbar nach der Abschaffung des CB und unter der daraus resultierenden Unsicherheit der Wirtschaftsakteure, die Stabilität des gesamten Bankensystems ernsthaft gefährden.On the 1st of January 2007, Bulgaria became a member of the European Union. It is indisputable, that a well developed and stable financial system is vital for the integration of the member-state. Due to the still underdeveloped capital market, the banks play an important role as financial intermediaries. After the first period of an almost extreme credit rationing during 1997 – 2001, the Bulgarian banks enhanced their willingness to lend and enlarged their credit product palette, partially as a reaction to foreign competitors, who set foot on the Bulgarian market in 2001. The growth and the volume of money lent by the banks increased quickly - a process, which worried the International Monetary Fund (IMF). It required specific measures in order to curb the credit growth. Furthermore, the exponential growth of the lent volumes led to a decrease in the quality of the banks’ loan portfolios. In 2004, the Bulgarian National Bank (BNB) decided to follow the advice of the IMF and increased the minimum reserve requirement from 8% to 16%, in order to prevent further escalation along the ‘credit helix’. The following PhD thesis analyzes the efficiency of this measure and discusses the future problems, which the Bulgarian National Bank would face, if the cooperation between Bulgaria and the IMF ends in 2011 - as it is planned. The regulatory framework and the institutional structure of the banking sector are key factors for the stability of the whole financial system. Against the background of Bulgaria’s EU-membership and the implementation of bank supervision regulation in accordance to Basel II, these factors become even more important. The thesis examines the effects of the regulation on the competitiveness of Bulgarian banks as well as on the monetary policy instruments, which the BNB needs to implement, in order to effectively supervise the process. Subsuming, the thesis presents the role of the BCB after the introduction of Basel II in Bulgaria and discusses the regulatory and legal steps, which are needed to keep the financial system stable. If the BNB does not manage to imply adequate regulatory mechanisms for the trade of securitized loan portfolios, than these risks might result in a similar severe financial crisis like the subprime-crisis in the USA

    Which experiences lead to a philosophical notion of god

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    Was ist, wenn sich eine Begegnung mit Gott nicht ereignet, wenn sie ausbleibt, nicht nur heute oder morgen, sondern für eine lange Zeit? Wie standhaft ist dann noch die Einsicht, daß der Mensch letztlich durch keinerlei Aktivität Gott herbeizaubern oder hervorlocken kann, sondern daß die Begegnung mit Gott eine Tat Gottes sei? Wie tragfähig ist ein Erwarten Gottes dann noch, wenn diese Hoffnung keinen Gott erfährt? Schleicht sich dann nicht völlig unschuldig das Bangen ein, ob der Mensch und die Welt nicht gottverlassen sind, von Gott verlassen und in dieser Hinsicht einsam? Erhebt sich dann als nächstes nicht ganz natürlich der Gedanke, daß Gott vielleicht deshalb ausbleibt, weil er nicht ist? Und steht dann nicht folgerichtig die hartnäckige Frage im Raum: Auf Grund welcher Erfahrungen kommen Menschen eigentlich zu einer Vorstellung, genauer zu einem Begriff von Gott? Ausgehend von dieser Frage wird in einem ersten Teil versucht, den Mahnungen der antiken sowie der modernen Aufklärung gerecht zu werden, nämlich die Sache selbst zu bedenken. Dies geschieht vor allem dadurch, daß der hier vertretene Ansatz eines philosophischen Gott-Denkens in der Auseinandersetzung mit der Religionswissenschaft einerseits und der christlichen Theologie andererseits skizziert wird. Innerhalb einer äußerst kurzen Beschäftigung mit der Religionswissenschaft soll darauf aufmerksam gemacht werden, daß Erfahren - verstanden als das »blosze gewahren und vernehmen der dinge, ohne dasz ein fahren und forschen vorausgieng« (Grimm: Deutsches Wörterbuch 3, 790) - hier alltägliche Erfahrungen als Grundlage der philosophischen Reflexionen ansieht, und nicht außergewöhnliche religiöse Erfahrungen, die diesen alltäglichen gegenüber qualitativ ganz andersartig wären. In einer etwas längeren Auseinandersetzung mit der christlichen Theologie wird das offensichtlich theologische Verständnis von Philosophie - einerseits als Magd, andererseits als konstitutionell bedeutsam - von einem philosophischen Verständnis der eigenen Arbeit und der damit eigenen, genuinen Zugangsweise, nach Gott zu fragen, abgegrenzt. Und dieser genuin philosophische Ansatz sieht sich nicht im Spannungsfeld von Glauben und Wissen angesiedelt, sondern ist durch eine grundsätzlich fragende Haltung charakterisiert, die radikal verwandelt wird, wenn sie von einem Glauben oder Wissen überboten wird. Als zwei wichtige, wenn auch vielleicht nicht einzige Erfahrungen, auf Grund deren der Begriff von Gott in der Philosophie entsteht, wird eine bestimmte Erfahrung von Welt (Teil 2) und eine bestimmte Erfahrung des Selbst (Teil 3) angesehen. Die Welt wird einerseits in ihrer Schönheit und Ordnung und andererseits in ihrer Abgründigkeit erfahren. Hinsichtlich der Schönheit und Ordnung wird allerdings in Frage gestellt, daß diese Erfahrung von sich aus einen Gottesbegriff entstehen läßt. Vielmehr scheint nicht die Erfahrung selbst, sondern ein bestimmter denkerischer Umgang mit ihr, nämlich erst die Frage nach der Ursache sowie nach der Zweckhaftigkeit einer schönen und geordneten Welt zu einem philosophischen Gottesbegriff zu führen. Ebensowenig scheint die Erfahrung der abgründigen Welt - es wird eine Auseinandersetzung mit dem zenbuddhistischen »absoluten Nichts« versucht - zu einem philosophischen Gottesbegriff zu führen, so daß letztlich ein gewisses Unbehagen bleibt, daß auf Grund der Erfahrung von Welt ein Begriff von Gott in der Philosophie entsteht. Die zweite Erfahrung, die des Selbst, wird im dritten Teil der Arbeit hinterfragt: »Es steht bei allen Menschen aller Völker dies prinzipiell fest: allen ist es angeboren und gewissermaßen in die Seele eingehämmert, daß Götter existieren« (Cicero: Vom Wesen der Götter 2,12). Diese sozusagen natürliche Gottesvorstellung, die sowohl innerhalb als auch außerhalb des christlichen Denkens zu finden ist, wird mit einer innigen Beziehung von Gott und Mensch begründet. Und diese Verbindung zwischen Gott und Mensch wird in ausgezeichneter Weise als im Gewissen erfahrbar angesehen. Doch das Selbst als Ort einer derartigen Erfahrung bleibt fragwürdig. Denn es besteht nicht nur das Problem, ob die Stimme des moralischen Gesetzes »von dem Menschen, aus der Machtvollkommenheit seiner eigenen Vernunft selbst, oder ob sie von einem anderen, dessen Wesen ihm unbekannt ist, und welches zum Menschen durch diese seine eigene Vernunft spricht, herkomme« (Kant: Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie A 423), sondern es gibt auch ganz andere außereuropäische anthropologische Ansätze, wie beispielsweise die des japanischen Philosophen Hisamatsu aus der sogenannten Kyôto-Schule.What happens if you don't meet god, what happens if encountering god fails, not only today or tomorrow but for a long time? How steadfast is then the knowledge that the human being can’t lure out god by any doing, but that encountering god is god’s doing? How workable is then waiting for god if the hope doesn’t experience god? - Isn't there a sneaking innocent suspicion that the human being and the whole world are forsaken by god and lonely in this way? Doesn’t naturally arise the idea that god doesn't appear because there isn't a god? And then, isn't the question consequent: Because of which experiences, actually, people get the idea of god, especially a notion of god? Based on this issue, the first part of this work tries to meet the exhortations of both the antique and the modern Enlightenment, that is to think of the problem itself resp. to think oneself of the problem. This is undertaken especially by dealing with science of religion on the one hand, and Christian theology on the other hand, and thereby giving an outline of the point of view of a philosophical god-thinking that is hold here. A quite short discussion with the science of religion calls attention to the fact that everyday experiences might be the basis of philosophical reflections, and not extraordinary so-called religious qualitatively different experiences - experience is taken to mean simply realizing and perceiving of things (»blosze gewahren und vernehmen der dinge, ohne dasz ein fahren und forschen vorausgieng« Grimm: Deutsches Wörterbuch III,790). A more longer dispute with Christian theology differentiates the theological understanding of philosophy - being »ancilla theologiae« on one side, and being constitutional significant on the other side - from a philosophical understanding of philosophy, of its own doing, and of its own genuine approach of god-thinking. And this genuine philosophical approach doesn't lay between the poles of belief and knowledge, but is characterized by a principally asking attitude of mind that is radically transformed if it is surpassed by belief or knowledge. A certain experience of World (part 2) and of Self (part 3) are two important experiences that may let arise the idea of god - even if they may not be the only one. This experience of World is a experience of beauty and order on the one hand, and a experience of abysm on the other hand. But it is called into question whether these experiences of beauty and order let arise a notion of god by themselves. It is rather a specific intellectual dealing with such experiences, namely asking for the first cause and for the purposiveness that lets get people an idea of god. Just as little, the experience of an abysmal world seems to lead to a notion of god - a discussion with the »absolute nothingness« of Zen Buddhism is tried - so that a sort of uneasiness remains, at least, because of which experience of World, actually, people get the idea of god. The second experience, that is of the Self, is questioned in part 3 of this work: »All nations agree that there are Gods; the opinion is innate, and, as it were, engraved in the minds of all men« (Cicero: On the Nature of the Gods II,4). This natural idea of god that can be found both within and outside of Christian thinking is based on a close relationship between god and human beings. And this relationship is able to be experienced especially by conscience. But the Self as locus of such an experience remains questionably. Because there is not only the problem if the voice of the moral law »comes from man himself, out of the absolute authority of his own reason, or whether it proceeds from another being, whose nature is unknown to him, and which speaks to man through this his own reason« (Kant: On a recently prominent tone of superiority in philosophy A 423), but there are also quite different non-European anthropological approaches such as that one of the Japanese philosopher Hisamatsu from the so-called Kyôto-School

    Idomeneo's "Language". The Environment of a controversal Opera

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    Idomeneos "Sprache"– die Konzeption der Oper Mozarts, einer neuen Opera seria des 18. Jahrhunderts – wird vor dem Hintergrund der "gelehrten" Tradition, der Horaz- und Metastasio-Rezeption, wie der Innovation seitens der Sprechbühne wie Musiktheorie betrachtet.The language found in Idomeneo, Mozart’s new opera seria of the 18th century comes from an educated background, as used by Horace and Metastasio. Moreover it is closely linked to the prevailing new ideas emerging on the living stage and in the theory of music

    Russian and German Armys in the 1st World War and Revolutions of 1917 - 1918. Comparison

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    Die vorliegende Arbeit behandelt die Rolle der Armee in den deutschen, bzw. russischen Revolutionen.This work has an Army as subject in German and Russian revolutions of 1917 - 1918

    Distributive justice and self-interest motives in the German health care system

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    In einer Fragebogenstudie (N=484) wurden privat und gesetzlich versicherte Bürgerinnen und Bürger online und klassisch schriftlich über Urteile und Bereitschaften zum Engagement im Handlungsfeld Gesundheitswesen befragt. Wie bedeutsam sind Gerechtigkeitsüberzeugungen im Vergleich zu Eigeninteressen zur Erklärung von Einstellungen gegenüber dem Gesundheitssystem? Gibt es Bereitschaften, sich für ein gerechtes Gesundheitssystem zu engagieren? Wie sind Motivstrukturen von Emotionen, Verantwortungszuschreibungen und Handlungsbereitschaften zu modellieren? Die Arbeit geht in Ergänzung zum dominierenden ökonomischen Eigennutzmodell von einem motivpluralistischen Modell aus, das neben Eigeninteresse Gerechtigkeit und Verantwortung als Triebfedern von Bereitschaftsbildung und Handeln erklärt. Die Befunde bestätigen die zentralen Hypothesen. Bereitschaften, sich für ein gerechtes Gesundheitssystem einzusetzen sind vergleichsweise stark ausgeprägt, wobei die Engagementbereitschaft anderer signifikant unterschätzt wird. Ein erster empirischer Hinweis, dass Ubiquität von Eigennutz als Motiv empirisch nicht haltbar ist. Weiter urteilen die befragten Bürger differenziert bezüglich unterschiedlicher Gerechtigkeitsaspekte. Es werden zur Beurteilung verschiedene Verteilungsgerechtigkeitsprinzipien angewandt und Gerechtigkeit ist demnach im Plural zu fassen. Hypothesenkonform zeigt sich, dass die Gerechtigkeitsurteile nicht als Rhetoriken eingesetzt werden, um einen etwaigen eigenen Nutzen zu maskieren, sondern vielmehr als eigenständige Motive zu verstehen sind. Hinsichtlich des Erlebens verschiedener gesundheitspolitisch relevanter Emotionen bestätigt sich ein kognitives Emotionsmodell, bei dem Gerechtigkeitsurteile wesentliche Varianzanteile erklären. Ebenso werden über ein Drittel der Varianzanteile der Verantwortungszuschreibung durch die modellierten Variablen vorhergesagt, wobei die zentralen Variablen Verursachungs- und Kontrollattributionen darstellen. Auch zur Erklärung der verschiedenen Engagementbereitschaften sind Gerechtigkeits- und Verantwortungsurteile im Gegensatz zu geringer bzw. fehlender Signifikanz von Eigennutz-Variablen geeignet. Insgesamt: Gerechtigkeitsurteile und Verantwortungszuschreibungen bezogen auf das Gesundheitssystem werden differenziert gefällt und sind für die Einstellungsbildung zentral. Eignnutz - auch in seiner durch Gerechtigkeitsrhetoriken maskierten Form - spielt hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Aus den Ergebnissen werden Ableitungen für zukünftige Forschungsarbeiten entwickelt. Darüber hinaus werden drei Empfehlungen formuliert, was aus der Deutung der Daten für die Praxis der Politikberatung folgt: das Ernstnehmen von Gerechtigkeitsüberzeugungen bezogen auf das Gesundheitssystem, die Aufklärung von Bürgern und Entscheidungsträgern sowie die Etablierung fairer Entscheidungsprozesse.In an internet and paper-pencil survey-study 484 citizens (with private or public health care insurance) were asked about their attitudes to and willingness to engage in the German health care system. How significant are justice beliefs in contrast to self-interest to explain attitudes towards the health care system? Is there a willingness to engage for a fair health care system? What are the motives for emotions, attribution of responsibility or willingness to act? The investigation assumes in extension of the dominant economic self-interest model a plurality of motives, such as justice and responsibility, to explain willingness to act and behaviour. The results confirm the central hypotheses. Personal willingness to engage for a fair health care system is strong. Moreover, the willingness of others to engage for a fair health care system is significantly and substantially underrated by respondents. This is firstly evidence that self-interest is not the only motive as the economic behavioural model suggests. Further, respondents judge differentially about diverse aspects of justice using multiple principles of distributive justice. Hence, justice is shown to have a plurality of aspects. Furthermore, it can empirically be shown that the justice appraisals are not rhetoric to mask possible self-interest, but are discrete motives. Regarding the experience of different emotions concerning the health care system, a cognitive model can be affirmed in which justice appraisal explains an important part of the variance. Similarly, one third of the variance of the responsibility is explained by the selected variables, in which attributions of cause and control are the main predictors. Justice variables and variables of responsibility alike are the main predictors for willingness to engage, whereas variables of self-interest do not play a decisive role. In sum: In the sample, justice appraisals and attributions of responsibility regarding the German health care system are highly differentiated and crucial to attitudes. Self-interest - also in its form as justice rhetoric - is subordinate. However, further research is required to consolidate these results. Three political recommendations are derived from the study: the justice appraisals concerning the health care system have to be taken seriously; citizens and policy makers have to be made aware of the relative meaning of self-interest; and fair decision processes should be established

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