OPUS - Volltextserver Universität Passau
Not a member yet
    1021 research outputs found

    Biblische Konstellationen zu menschlicher Freiheit, Sünde und versöhnender Vergebung

    No full text
    Die theologisch-ethische Bearbeitung von Themen – wie Freiheit, Sünde und Vergebung – muss erklären können, wie mit biblischen Texten umzugehen ist, wenn durch sie ein erfahrenes Interaktionsgeschehen mit Gott zum Ausdruck kommt. Schließlich besteht die Aufgabe, normative Aussagen für heutiges Handeln begründen zu können. Der Beitrag argumentiert für eine Methodik verhältnismäßiger, historischer Erfahrung.The theological-ethical treatment of topics – such as freedom, sin and forgiveness – must be able to explain how to deal with biblical texts when they express an experienced interaction with God. Finally, there is the task of being able to justify normative statements for today’s actions. The article argues in favour of a methodology of relational, historical experience

    Comparison of the social-moral competence of regular and Waldorf pupils according to the foundations of the Kohlberg model

    Get PDF
    Die Arbeit bemüht sich um eine Verdeutlichung der Effektivität des moralpädagogischen Ansatzes R. STEINERS im Vergleich zu jenem KOHLBERGS. Das Augenmerk liegt bei der Exploration der Pädagogik STEINERS vornehmlich auf methodisch-didaktischen Kriterien, d. h. weltanschauliche Aspekte der Anthroposophie werden weitgehend ausgespart. Die STEINER-Pädagogik wird dabei von einem vordergründig erziehungswissenschaftlichen und entwicklungspsychologischen Standpunkt aus in den Blick genommen. Die Intention liegt primär darin, Wirkung und in letzter Konsequenz pädagogische Ergebnisse der Pädagogik STEINERS transparenter zu gestalten. Das Grundinteresse zirkuliert um die Fragestellung, ob der moralpädagogische Ansatz STEINERS in der Praxis zu einem effektiveren Ertrag führt als die klassische Moralerziehung im Kontext der Regelschule (Gymnasium), die sich mehr oder weniger an der Entwicklungspsychologie KOHLBERGS orientiert. Im ersten Teil der Arbeit werden entwicklungspsychologische Aspekte in Bezugnahme auf KOHLBERG erläutert. Zum anderen wird die Genese der moralischen Urteilsbildung im Sinne KOHLBERGS beleuchtet, wobei diesbezüglich die Gewichtung von Kognition und Emotion im Urteilsprozess im Mittelpunkt steht. Der zweite Teil der Arbeit ist der Pädagogik STEINERS gewidmet. Hierzu wird als Orientierungsmaßstab im Kontext der Steinerschen Entwicklungslehre der epistemologische Ansatz PIAGETS herangezogen. Des Weiteren werden methodische Prinzipien und ihre didaktische Gestaltung erläutert, um die Bezugnahme auf moralpädagogische Aspekte zu eruieren. Dem Verhältnis und der Gewichtung von Kognition und Emotion im Prozess der moralischen Urteilsbildung wird wiederum eine bedeutsame Position zugestanden. Dem folgt ein Korrelationsteil, in welchem entwicklungspsychologische Auslegungen jenen STEINERS gegenübergestellt werden. Diesbezüglich wird auch ein Blick auf die Metaebene der ethisch-erzieherischen Modelle gewagt. Im Anschluss wird G. LIND (2003) mit seinem „Zwei-Aspekte-Modell“ Aufmerksamkeit geschenkt. In diesem Kontext wird auch der „Moralisches-Urteil-Test“ erläutert; ein Forschungsinstrument, das – von LIND entwickelt – die Konsistenz moralischer Urteilsfähigkeit in kognitiv-emotionaler Ausprägung erfasst. Darauf folgt der empirische Erhebungsteil, in dem die moralische Urteilskompetenz von Regel- und Waldorfschülern mit Hilfe des „MUTs“ verglichen wird. In der anschließenden Schlussfolgerung werden die Forschungsergebnisse erläutert und zur Diskussion gestellt, wobei nach einer adäquaten Thesenbildung gesucht wird.The paper wants to explain the effectiveness of R. STEINER’S moral-educational approach compared with KOHLBERG’S. In the exploration of STEINER’S theory and methodology of education the main stress is on methodical-didactic criteria, i.e. ideological aspects of anthroposophy are omitted to a large extent. STEINER’S theory of education is examined here from a point of view, which considers mainly educational science and developmental psychology. The primary intention is to make the effects and finally educational results of STEINER’S theory of education more transparent. The basic interest centres on the question if STEINER’S moral-educational approach leads to a more effective result in practice than the classical moral education within regular schools (grammar school), which is more or less orientated towards KOHLBERG’S developmental psychology. The first part of the paper explains psychological aspects of development with reference to KOHLBERG. On the other hand the genesis of moral judgement in KOHLBERG’S sense is examined, having the evaluation of cognition and emotion in the process of judgement as the focus of attention. The second part of the paper is dedicated to STEINER’S theory of education. PIAGET’S epistemological approach is used as a standard of orientation in the context of Steiner’s theory of development. Furthermore the methodical principles and their didactic design are explained in order to find out the reference to moral-educational aspects. The proportion and evaluation of cognition and emotion though are given an important position in the process of moral judgement. It is followed by a correlation part, in which the psychological interpretations of development are compared with those by STEINER. Regarding this a glance at the metalevel of ethical-educational models is risked. Then attention is given to G. LIND (2003) with his “model of two aspects”. In this context the “moral judgement test“ is explained; an instrument of research, which – developed by LIND – registers the consistence of the moral competence to judge in a cognitive-emotional form. It is followed by the empirical survey part, in which the moral competence of judgement of regular and Waldorf pupils is compared with the help of the “MUT” (moral judgment test). The following conclusions explain the research results and discuss them, looking for an adequate formation of a thesis

    Self-Reliant Individuals and Pro-Active Companies

    Get PDF
    Die Arbeit setzt sich aus acht Kapiteln zusammen, die jeweils auf eigenständigen Beiträgen basieren. Die Beiträge insgesamt beschäftigen sich mit der Fragestellung, wie der Nationalstaat, die Individuen und die Unternehmen gemeinsam aktuellen wirtschafts- und sozialpolitischen Herausforderungen begegnen können. Dabei werden in jedem Beitrag die Interaktionen von mindestens zwei der drei Akteure (Staat, Individuen und Unternehmen) betrachtet. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass die mit der Globalisierung verbundenen Herausforderungen nicht durch den Nationalstaat alleine gelöst werden können. Vor diesem Hintergrund erscheint ein public-private-partnership verstanden als eine gemeinschaftliche Kooperation zwischen dem Nationalstaat, eigenverantwortlich handelnden Individuen und pro-aktiven Unternehmen eine zukunftsweisende Strategie zu sein.In this era of "globalization," it seems to be commonly accepted and believed that companies search for the cheapest production facilities, in terms of labor costs and regulations, with at least one result being increased pressure on individuals, e.g., unskilled workers, and institutions, e.g., the social insurance system in Germany. However, in this contribution it is argued that this pressure is the result of missed or inappropriate reforms, rather than due to globalization. Two strategies are presented that could reduce the pressure on individuals and institutions in the future. The first of these is a return to individual self-reliance and the second strategy focuses on companies. Indeed, there are strong incentives for companies to act in line with society's demands, i.e., to pursue corporate social responsibility (CSR) strategies. Altogether, these strategies might lead to an all-embracing public-private-partnership as an adequate reaction the new challenges caused by an increasingly globalized world. Along this line of argumentation, there are eight sections dealing with the interaction of at least two of the three actors, i.e. the public sector, individuals, and companies

    Optische Vermessung partiell reflektierender Oberflächen

    Get PDF
    Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit der dreidimensionalen Rekonstruktion reflektierender Oberflächen. Dabei wird sowohl die Oberflächenform als auch die absolute Lage im Raum bestimmt. Es werden Oberflächen behandelt, die einerseits total reflektieren, andererseits diffuse und spiegelnde Reflexionsanteile aufweisen. Zur Lösung des Problems werden zwei Kameras und mehrere Lichtquellen verwendet. Eine genauere Analyse der Lichtreflexion an spiegelnden Objekten führt zu einer Beschreibung des Problems als Lösung einer totalen Differentialgleichung. Diese Lösung wird als Startwert für die Rekonstruktion partiell reflektierender Oberflächen verwendet

    Product innovation with Information Markets

    Get PDF
    Der Inhalt der Dissertation ist die methodische Entwicklung und empirische Validierung von Informationsmärkten als eine neue innovative Methode zur Neuproduktentwicklung. Ein Informationsmarkt ist ein virtueller elektronischer Markt, auf dem Ausgänge zukünftiger Ereignisse in Form virtueller Aktien gehandelt werden können. Die bisherigen Anwendungen haben sich primär auf Prognosefragestellungen in naher Zukunft konzentriert; die Dissertation erweitert den Fokus auf mittelfristige Prognosezeiträume in der Neuproduktentwicklung. Hierfür werden methodische Designerweiterungen erarbeitet, die in mehreren empirischen Labor- und Feldstudien validiert werden. Insgesamt besteht die Dissertation aus fünf selbstständigen Aufsätzen: - Aufsatz 1 stellt einen Überblick über die Funktionsweise und zukünftige Einsatzbereiche der Informationsmärkte dar. - Aufsatz 2 erarbeitet die Anforderungen an die Software und beschreibt eine konkrete Implementierung. - Aufsatz 3 diskutiert die Einsatzmöglichkeiten von Informationsmärkten in den einzelnen Stufen des Neuproduktentwicklungsprozesses. In einer empirischen Studie werden die Ergebnisse mit einem traditionellen Marktforschungsverfahren verglichen. - Aufsatz 4 erarbeitet neue Designmöglichkeiten von Informationsmärkten zum Einsatz in der Phase der Ideengenerierung und -bewertung. In einer Feldstudie, die in Kooperation mit einem Technologieunternehmen durchgeführt wird, erfolgt die Bewertung des Einsatzes von Informationsmärkten. - Aufsatz 5 analysiert die Verwendung von Informationsmärkten bei Produktkonzepttests mit vielen verschiedenen Produktattributen. Dabei werden neuartige experimentelle Designs entwickelt, um die Skalierbarkeit der Anwendung zu kontrollieren und um verschiedene Typen von Produktattributen als virtuelle Aktien zu modellieren. Insgesamt werden zahlreiche empirische Labor- und Feldstudien durchgeführt. Ein Teil findet in den USA statt, an der sich MBA-Studierende sowie Manager und Ingeniere eines US-Handy-Hardware-Herstellers und alle Mitarbeiter eines international agierenden Technologieunternehmens beteiligen

    Johann Michael Wittmer (1802 - 1880). Studien zu Leben und Werk

    Get PDF
    Johann Michael Wittmer II stammte aus einer Murnauer Malerfamilie. Nach dem Studium bei Peter von Cornelius an der Akademie der Künste in München bis 1828 verbrachte er sein weiteres Leben in Rom. Gefördert von König Ludwig I., schloß sich Wittmer den Deutschrömern an, zu denen Friedrich Overbeck, Bertel Thorvaldsen, Joseph Anton Koch und andere Maler der deutschen Künstlerkolonie gehörten. Wittmer begleitete den bayerischen Kronprinzen Maximilian 1833 auf seiner Reise nach Süditalien, Griechenland und Kleinasien, um die Stätten der klassischen Antike und die pittoresken Szenen des türkischen Lebens in Gemälden und Aquarellen zu dokumentieren. Nach seinen Skizzen entstanden u. a. auch die Wandgemälde im „Türkischen Zimmer“ in Schloß Hohenschwangau. Nach der Heirat mit der ältesten Tochter Joseph Anton Kochs 1833 arbeitete er in dessen Atelier und betreute und nutzte nach dessen Tod 1839 den künstlerischen Nachlaß Kochs, dessen Einfluß in manchen Werken Wittmers der 1830er/1840er Jahre spürbar ist. Wittmer arbeitete weiterhin als Historienmaler, beschäftigte sich mit Themen der antiken Mythologie, mit Szenen zu Dantes „Göttlicher Komödie“ und seit den 1850er Jahren zunehmend mit christlichen Motiven und Inhalten im Stil und in der Bildauffassung der späten Nazarener. Neben Historienbildern für aristokratische Kreise in Deutschland und Europa entstanden Gemälde für Kirchen in Viterbo und in Rom, insbesondere Fresken für S. Maria dell´ Anima, die Nationalkirche der Deutschen in Rom. 1866 erschien sein Reiseführer für Rom und die Campagna, der den Schwerpunkt auf die christlichen Denkmäler und Kirchen legte. Seit Ende der 1840er Jahre nahmen christliche Themen und Kirchenaufträge den größten Raum ein. Hierzu zählen neben den Fresken in Ilmmünster Gemälde und Fresken in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Murnau

    Gerechtigkeitspflege und herrscherliche Sakralität unter Friedrich II. und Ludwig IX. Herrschaftsauffassungen des 13. Jahrhunderts im Vergleich

    Get PDF
    Im Mittelpunkt der Arbeit stehen mit Friedrich II. und Ludwig IX. zwei bedeutende Monarchen des 13. Jahrhunderts. Beide Herrscher waren von ihrer besonderen religiösen Verantwortung als Herrscher überzeugt, beide gestalteten das Rechtswesen ihrer Herrschaftsgebiete besonders sorgfältig aus, und beide betrachteten die Gerechtigkeitspflege als eine wesentliche Aufgabe ihres Herrscheramtes. Friedrich II. gelang es, durch die Nutzbarmachung römischrechtlichen Gedankenguts seine herrscherliche Sakralität zu intensivieren, indem der Kaiser als oberster Richter und damit als Deuter des göttlichen Willens, der in den kaiserlichen Gesetzen zum Ausdruck kommt, angesehen wurde. Ludwigs Sakralität wurde verstärkt durch das besonders tugendhafte, gerechtigkeitsliebende und fromme Verhalten des Königs, durch das er sich vor allen anderen Menschen auszeichnete, und das den Anlaß zu seiner Heiligsprechung gab. Die vielfältigen Berührungspunkte zwischen dem Bereich der Religion und dem Bereich der Gerechtigkeitspflege besitzen eine bis in die Antike zurückreichende Tradition und entspringen nicht erst der christlichen Religion. Auf der Ebene des Herrschers ergeben sich zwischen Recht und Religion Berührungspunkte, die gemeinsam mit zahlreichen anderen Faktoren das Selbstverständnis des Monarchen prägten. Der gute Herrscher mußte auch im Mittelalter ein gerechter Herrscher sein, der es verstand, pax, ordo und justitia zu wahren, und, spätestens seit der Rezeption des römischen Rechts, jedem das Seine zuzuteilen. Damit erfüllt er seinen von Gott erhaltenen Herrschaftsauftrag und erhält die göttliche Ordnung auf Erden aufrecht. Die Vergleichsperspektive der vorliegenden Arbeit ermöglicht nicht nur eine summarische Betrachtung der Aspekte Gerechtigkeitspflege und Herrschersakralität, sondern erlaubt eine deutlichere Bewertung beider Faktoren für das Verständnis von Herrschaft, aus dem sich etwa Veränderungen für die Legitimierung von Herrschaft ergeben können

    Internet-Stadtportale als Bestandteile des lokalen Kommunikations- und Partizipationsraumes. Untersuchungen am Beispiel der Städte Münster und Dortmund

    Get PDF
    Die Arbeit reflektiert die Mitte der 90er Jahre entbrannte Debatte um eine Belebung kommunaler Kommunikation und Partizipation durch die sich damals schnell verbreitenden Online-Medien vor dem Hintergrund der normativen Anforderungen der Demokratietheorie und der Strukturprobleme kommunaler Öffentlichkeit in der Praxis. Aus diesen Überlegungen wird das Modell eines Bürgernetzes im Sinne eines Community Networks entwickelt, welches das etablierte kommunale Kommunikationssystem ergänzen und so die Beteiligung der Bürger an der Kommunalpolitik fördern könnte. Zwei weit ausgebaute Stadtnetze (das "Publikom" in Münster und das "do4u" in Dortmund) werden in einer explorativen Untersuchung auf ihre Potentiale zur Belebung der kommunalen politischen und gesellschaftlichen Kommunikation untersucht. Beide Netze erfüllen teilweise die im theoretischen Modell entwickelten Anforderungen an ein Bürgernetz und können einige Strukturprobleme kommunaler Öffentlichkeit verringern. Dennoch bleiben aus demokratietheoretischer Perspektive wesentliche Mängel des kommunalen Mediensystems erhalten

    Poor law reform in the 16th century - Beginning of a social policy expecially in towns in upper Germany

    Get PDF
    Die Almosenordnungen sind in der Geschichtsschreibung häufig durch das von Gerhard Oestreich formulierte Konzept der Sozialdisziplinierung oder eine Massenarmut begründet worden. Ob diese Gründe tatsächlich die Almosenordnungen in süddeutschen Städten des 16. Jahrhunderts erklären können, will ich untersuchen. Nach den zahlreichen von mir untersuchten Städten komme ich zu dem Ergebnis, daß die Almosenordnungen keine Reaktion auf eine zunehmende Massenarmut waren. Vielmehr wurden die Almosenordnungen ab 1522 zunächst in einer für breite Bevölkerungskreise vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage erlassen. Gerade zu Beginn der Almosenreform haben viele Personen mitgewirkt, die den Empfängern helfen wollten. Allerdings haben aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung des 16. Jahrhunderts einerseits die Zahl der Bedürftigen zugenommen und andererseits die zur Verfügung stehenden finaiziellen Mittel abgenommen: Die von den Almosenordnungen angelegten Kapitalien verloren aufgrund der Inflation real an Wert und wurden insbesondere im 30jährigen Krieg zweckentfremdet zur Landesverteidigung verwendet. Aufgrund dieser Schere zwischen einer zunehmenden Zahl an Bedürftigen und einem Rückgang an real zur Verfügung stehenden Mitteln hat sich auch der Charakter der Almosenordnungen verändert. Diese Tragik verkennt der Ansatz, daß die Almosenordnungen eine Reaktion auf eine Massenarmut waren. Den hier aufgezeigten Leistungen gegenüber Bedürftigen wird auch das Konzept der Sozialdisziplinierung, wenigstens den von mir untersuchten Städten, nicht gerecht. Auf diese Leistungen konnten Bedürftige verzichten, so daß eine Pädagogisierung und Disziplinierung nicht die im Vordergrund stehenden Gesichtspunkte waren. Meine Einschätzung stimmt beispielsweise mit der zeitgenössischen Darstellung des Kartäusermönches Grienewaldt überein, der die Leistungen des Almosenamtes in Regensburg lobend hervorhebt. Dieses Lob führt Silke Kröger in ihrer Dissertation zur Armenfürsorge und Wohlfahrtspflege im frühneuzeitlichen Regensburg wenigstens in den im Register angegebenen Passagen nicht an. Um die Gründe der Almosenordnungen zu erforschen, ist zunächst eine Bestandsaufnahme der Ausgestaltung der Almosenordnungen in exemplarischen Städten erforderlich. Daher wird nach einer Darlegung der reichsrechtlichen Grundlagen (Reichspolizeiordnung) die Ausgestaltung des Almosenwesens im Mittelalter als Ausgangslage vor der Reform aufgezeigt. Anschließend werden die Neuerungen durch die Almosenreform in exemplarischen Städten aufgezeigt, geordnet nach Reichsstädten und Territorialstädten. Erst anschließend können die Gründe für die Reform des Almosenwesens anhand der wirtschaftlichen Entwicklung im 16. Jahrhundert sowie der öffentlichen Meinung zu diesen Neuerungen erörtert werden. Anschließend werden die Leistungen nach der Almosenordnung und durch Stiftungen dargestellt. Dieser Überblick über das Almosenwesen in zahlreichen Städten des 16. Jahrhunderts bietet gegenüber einer Einzeldarstellung des Almosenwesens in einer Stadt den Vorteil, daß charakteristische Differenzen bzw. Übereinstimmungen herausgearbeitet werden. Außerdem ergänzen sich die für eine Stadt oftmals lückenhaften Quellen dergestalt so, daß die Gründe für Almosenreform umfassender untersucht werden können. Meine These, daß soziale Leistungen während für breite Bevölkerungskreise wirtschaftlich vergleichsweise guten Zeiten ausgebaut und in wirtschaftlich schlechteren Zeiten zurückgeführt werden, erinnert mich an den Sozialstaat im späteren 20. Jahrhundert: Nach einer Auswertung in den Zeiten des Wirtschaftswunders folgt einer Begrenzung der Ausgaben in für breite Bevölkerungskreise wirtschaftlich schlechteren Zeiten (z.B. Hartz IV). Damit gewinnt die vorliegende Untersuchung zum Almosenwesen des 16. Jahrhunderts auch eine Aktualität in der heutigen Diskussion über die weitere Entwicklung des Sozialstaates

    Optimal Quantization for Dyadic Homogeneous Cantor Distributions

    Get PDF
    For a large class of dyadic homogeneous Cantor distributions in \mathbb{R}, which are not necessarily self-similar, we determine the optimal quantizers, give a characterization for the existence of the quantization dimension, and show the non-existence of the quantization coefficient. The class contains all self-similar dyadic Cantor distributions, with contraction factor less than or equal to \frac{1}{3}. For these distributions we calculate the quantization errors explicitly

    418

    full texts

    1,021

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    OPUS - Volltextserver Universität Passau
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇