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Marktmanipulation und Compliance
Die Arbeit behandelt zunächst den Tatbestand der Marktmanipulation aus kriminologischer und wirtschaftlicher Sicht.
Im Anschluss wird der damit verbundene Straftatbestand aus der Perspektive des deutschen, spanischen und europäischen Rechts analysiert. Dabei werden auch kriminalpolitische Aspekte, wie die Privatisierung des Strafrechts, die "regulierte Selbstregulierung" und das europäische Gesetzgebungsverfahren berücksichtigt.
Im zweiten Teil der Arbeit werden die Möglichkeiten der Prävention und Detektion solchen Verhaltens durch Compliance-Programme erörtert. In diesem Zusammenhang spielt auch die strafrechtliche Verantwortlichkeit juristischer Personen eine bedeutende Rolle.La tesis sobre manipulación de mercado y Compliance trata en primer lugar el fenómeno de la manipulación cotizaciones desde un punto de vista criminológico y socioeconómico.
En segundo lugar, se analiza el tipo penal desde el punto de vista del ordenamiento jurídico alemán, español y europeo. Se considera también aspectos político-criminales, cómo la privatización del Derecho penal, la "autorregulación regulada" y el procedimiento legislativo a nivel europeo.
En la segunda parte de este trabajo se evalúa la posibilidad de prevenir y detectar semejantes conductas a través de programas de cumplimiento normativo (Compliance). El trabajo enfoca tanto los elementos generales de tales programas, como medidas específicas aplicables en el ámbito de los mercados de valores. En este contexto la responsabilidad penal de las personas jurídicas cobra una especial relevancia
Arbeit auf dem Höllengrund
Lars von Triers filmisches Werk erzählt immer wieder von der menschlichen Aneignung der Natur. Wo sich Bilder der Ursprünglichkeit hervortun, sind sie zugleich Teil einer künstlichen und künstlerischen Kulisse. Sei es in DOGVILLE (2003), wo die Gebirgslandschaft um das gleichnamige Dorf lediglich über ein theatralisches Setting imaginierbar wird, oder in MELANCHOLIA (2011), worin die schwermütige Somnambulin Justine (Kirsten Dunst) nachts im Licht des Mondes auf einer Wiese liegt und für den Zuschauer die Untergangsmusik Richard Wagners erklingt – Flora und Fauna bilden eine überzeichnete, zu kultivierende, bisweilen eine zu entstellende Materialität. Insbesondere der erste Teil seiner „Trilogie der Depression“, ANTICHRIST (2009), verhandelt facettenreich den Konflikt zwischen dem Menschen und seiner natürlichen Umwelt, der sich in einem bis zuletzt an Drastik zunehmenden Antagonismus zwischen Mann und Frau spiegelt. Die Protagonisten, anonymisiert als „Sie“ (Charlotte Gainsbourg) und „Er“ (WillemDafoe), tragen dort einen allegorischen Kampf der Geschlechter aus, der sich nicht zuletzt auf der Ebene der ‚Arbeit’ manifestiert. Denn deren berufliche Professionen und Perspektiven repräsentieren auf unterschiedliche Art und Weise gegensätzliche Interpretationszugänge zur Schöpfung. Die Auseinandersetzung um Macht wird im Rahmen des Paradigmas ‚Arbeit’ auch zu einem Ringen um die Deutungshoheit über Ursprung und Gestalt der Natur selbst. Im Folgenden soll zunächst die eigenartige, von christlichen Urmythen gezeichnete Entwicklung und Morbidisierung jener Natur-Sphäre im ANTICHRIST in den Blick genommen werden, woran sich die Betrachtung des kontrastiven Umgangs beider Protagonisten mit der Natur, ausgehend von ihren Arbeitsfeldern, anschließt
Begabungsförderung in der Lehrer/innenbildung - Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
Das vorliegende Dokument ergänzt die Buchversion der Dissertationsschrift "Begabungsförderung in der Lehrer/innenbildung - Voraussetzungen und Rahmenbedingungen" (ISBN 978-3-643-50770-9), in der aus ökonomischen Gründen auf die Darstellung vieler Tabellen und Abbildungen verzichtet wurde.
Titel der Dissertation:
Begabungsförderung in der Lehrer/innenbildung - Voraussetzungen und Rahmenbedingungen
Eine empirische Untersuchung an den Pädagogischen Hochschulen Österreichs
Ausgangslage
Im Rahmen des Professionalisierungsprozesses sollen angehende Lehrer/innen auf die Vielfalt der Menschen und ihre unterschiedlichen Lernmöglichkeiten vorbereitet werden. Professionelle Lernbegleitung bedarf deshalb eines Perpektivenwechsels auf die Passung der Schule an die Kinder - und nicht umgekehrt. Dies bedarf jedoch einer methodischen und systematischen Reflexion über Bedingungen und Grenzen begabungsfördernder Lernumwelten in der (Grund) Schule im Rahmen von Bildung und Erziehung. Die Qualität der Lehrer/innenbildung könnte damit entscheidenden Einfluss auf den öffentlichen Wertediskurs - durch die Vernetzung von Studierenden, Lehrenden der Universität und der Schulen, Ministerien, Schuladministration und Öffentlichkeit - über alle Schularten hinweg gewinnen.
Der Fokus dieser Arbeit nimmt einen Aspekt auf, der in der Professionsforschung bislang völlig unterrepräsentiert ist, nämlich die Frage der pädagogischen Begabungsförderung im Sinne eines prinzipiellen pädagogischen Anspruchs für Lehren und Lernen sowie die dafür notwendigen Haltungen und Einstellungen von Lehrkräften. Obwohl zahlreiche anerkannte und aktuelle Unterrichtsmodelle auf die verschiedenen Ansätze der Begabungsförderung Bezug nehmen (vgl. Fischer 2008, Schenz 2012), scheint diese Erkenntnis auf Professionsebene für pädagogisches Handeln kaum Niederschlag zu finden.
Zielsetzung der Studie
Eine Begründung für die fehlende Umsetzung von Begabungsförderung könnte die fehlende empirische Absicherung des Zusammenhangs von professioneller Haltung und pädagogischer Begabungsförderung sein.
Mit der vorliegenden quantitativen Studie wird zum einen ein aktuelles Bild der Begabungsförderungslandschaft an Österreichs Pädagogischen Hochschulen gezeichnet, zum anderen werden anhand des Rahmenmodells Begabungsfördernder Lernumgebungen (vgl. Müller 2015) Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Bereichen aufgezeigt, die für professionelles pädagogisches Handeln unter der Maßgabe von normativen Maximen beruflichen Handelns unabdingbar sind.
Grundlegende Forschungsfragen dazu waren: Wie und in welchem Ausmaß wird im Rahmen der Lehrer/innenbildung an den Pädagogischen Hochschulen begabungsfördernder Unterricht umgesetzt? Wie stehen Hochschullehrpersonen zum Thema Begabungsförderung? Erfüllen die Pädagogischen Hochschulen Österreichs die Kriterien einer begabungsfördernden Institution?
Methodisches Vorgehen
Anhand vorliegender Instrumente zur Evaluierung des eigenen Unterrichts im Bereich der Pflichtschulen (Steenbuck/Quitmann/Esser, 2011; Helmke, 2012; Jerusalem/ Drössler/ Kleine/Klein-Heßling/Mittag/Röder, 2009; Scardamaglia/Bereiter, 2002) wurde ein 53 Items umfassender quantitativer Fragebogen entwickelt und einem Pretest unterzogen (N=166). Im Anschluss an die erfolgreiche Reliabilitätsprüfung (vgl. Bortz / Döring 2006, S. 355) wurde dieser zur Hauptuntersuchung herangezogen und die Lehrenden aller österreichischen Pädagogischen Hochschulen zur Teilnahme an der Online-Befragung eingeladen (N=553). Die anschließende statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS 22.
Die einzelnen Hypothesen wurden je nach Hypothesenart mit unterschiedlichen Verfahren überprüft. Unterschiedshypothesen wurden mittels t-Test (vgl. Bortz 1999, S. 139) bzw. einfaktorieller Varianzanalyse (ANOVA) auf Signifikanz untersucht. Mittels des Korrelationskoeffizienten nach Pearson wurden die Zusammenhangshypothesen überprüft.
Ergebnisse
Bei den demografischen Daten handelt es sich mit Ausnahme des Alters der befragten Personengruppe um eine rechtsschiefe Verteilung der Daten, die mit Werten deutlich unter 1 aber als moderat zu bezeichnen ist (Miles & Shevlin 2001, S. 74).
Anhand der Ergebnisse lässt sich die subjektive Einschätzung hinsichtlich der Umsetzung von Begabungsförderndem Unterricht im Rahmen der Lehrer/innenbildung an den Pädagogischen Hochschulen aus Sicht der Lehrenden sehr positiv beschreiben. Die Lehrenden machen in allen Bereichen, die nach Maßgabe der vorliegenden Dissertationsschrift einen Begabungsfördernden Unterricht kennzeichnen, Angaben, die darauf schließen lassen, dass Begabungsfördernder Unterricht im Rahmen der Lehrer/innenbildung bereits entsprechend umgesetzt wird. Differenzierung und Individualisierung sind im Unterricht der Pädagogischen Hochschulen demnach ebenso verankert wie Selbstbestimmtes Lernen und Selbstwirksamkeitserwartung.
Anders dagegen die Einschätzung der Lehrenden zur inhaltlichen Präsenz des Themas. Es zeigte sich deutlich, dass das Thema nur dann Inhalt von Lehrveranstaltungen ist, wenn die Lehrenden die Bedeutung des Begriffes Begabungsförderung für sich geklärt haben und auch inhaltlich darüber Bescheid wissen. Zudem ist nach den Angaben der Lehrenden eine hinreichende facheinschlägige Fortbildung Voraussetzung für die inhaltliche und strukturelle Umsetzung des Themas im Rahmen der Lehre. Dafür wiederum wird eine begabungsfördernde Grundhaltung vorausgesetzt, die nach den Ergebnissen der Untersuchung zwischen den einzelnen Gruppen an Lehrenden deutlich schwankt, was sich wiederum auf den Besuch facheinschlägiger Fortbildungen auswirkt.
In der untersuchten Stichprobe lassen sich sogar signifikante Unterschiede hinsichtlich der Durchführung Begabungsfördernden Unterrichts zwischen den einzelnen Domänen feststellen. Überraschend war auch die unterschiedliche Einschätzung der Hochschulen als Begabungsfördernde Institution von Lehrenden unterschiedlicher Dienstverhältnisse.
Martina Müller, MA
Lehrende, Forschende und Leiterin der ARGE Begabungsförderung an der PPHDL.
Specialist in Gifted Education.
Lehrende in der Fort- und Weiterbildung.
Forschungsschwerpunkte: Begabungsförderung in Unterricht und Lehre
Kontakt: [email protected]
Studierende als Lernpaten für Schülerinnen und Schüler. Forschendes und digitales Lernen am Beispiel der Sprachdynamik im deutsch-österreichischen Grenzraum
Der Beitrag stellt ein interdisziplinär durchgeführtes Lehr-Lern-Projekt als Best-Practice-Beispiel vor. Ziel des vom Lehrinnovationspool der Universität Passau geförderten Projekts war es, Studierende der Sprachwissenschaft und Geographie sowie Schülerinnen und Schüler der FOS/BOS an digitales, selbstständiges und forschendes Lernen im thematischen Kontext der „Sprachdynamik im deutsch-österreichischen Grenzraum“ heranzuführen. Der Aufsatz zeigt, wie Studierenden verschiedene Rollen als Lernende, Forschende und auch als Lehrende einnehmen, indem sie die Schülerinnen und Schüler als Lernpaten bei der Planung, Durchführung und Auswertung von gemeinsamen Forschungsvorhaben unterstützen. Exemplarisch wird ein Projekt für Schülerinnen und Schüler näher vorgestellt. Weiterhin reflektiert der Beitrag das Lehrhandeln der Dozierenden
PAradigma: Beiträge aus Forschung und Lehre aus dem Zentrum für Lehrerbildung und Fachdidaktik - Lehrerbildung: Neue Herausforderungen - Neue Konzepte
INHALTSVERZEICHNIS, Ausgabe 2016
Jutta Mägdefrau:
Einführung in das Themenheft 4
PROJEKTE DES ZLF
Jutta Mägdefrau, Hannes Niedermeier, Sabrina Kufner:
Innovationen in der lehrerbildungsbezogenen Hochschullehre – das Projekt SKILL 10
Hannes Niedermeier, Anna-Maria Wunderlich:
Alternativen zum Lehrerberuf: Die Weiterentwicklung des Masterstudiengangs „Bildungs- und Erziehungsprozesse“ (ALMA Passau) 23
Kerstin Bugl, Florian Rampelt, Constantin Zdebel:
Modelle studentischer Partizipation an Hochschulen im Bereich Lehramt – das Passauer Referat 4: Studierendenvertretung Lehramt“ als Beispiel guter Praxis in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung 38
LEHRENTWICKLUNG IM BEREICH GRUNDSCHULPÄDAGOGIK
Christina Hansen:
„... und dann habe ich darüber nachgedacht ...“. Das „Modellcurriculum“ – ein Konzept zur Reflexionsarbeit für Studierende im Rahmen ihrer schulpraktischen Ausbildung 50
Katharina Asen-Molz, Kathrin Plank:
Pädagogische Zertifikate im Lehramtsstudium zur individuellen Profilbildung 64
Tanja Steinberger:
Lernen im Sozialraum - Ein Seminar zu bildungsbiografischen Übergängen und Verläufen von Kindern 73
Tamara Rachbauer:
Entwicklung eines E-Portfolio-unterstützten Seminars zur Förderung der Reflexionskompetenz pädagogischer Professionals 82
Magdalena Sonnleitner, Marlene Obermayr:
Auf dem Weg zur professionellen Lehrkraft – Reflexion im Portfolio 96
Katharina Fischer
Phasenverbindung in der Lehrerbildung am Beispiel des Tandemseminars 111
LEHRINNOVATIONEN AUS ANDEREN FACHBEREICHEN
Matthias Böhm:
Konstruktion von interessanten und bedeutsamen Arbeitsmaterialien mittels Blickbewegungsanalysen 130
Lars Bülow, Andrea Kleene, Florian Stelzer:
Studierende als Lernpaten für Schülerinnen und Schüler. Forschendes und digitales Lernen am Beispiel der Sprachdynamik im deutsch-österreichischen Grenzraum 144
Hans Mendl, Rudolf Sitzberger:
Lernwerkstatt Religionsunterricht: Theorie-Praxis-Verschränkung konkret 163
Michael Oswald:
Möglichkeiten der politikwissenschaftlichen Rechtsextrimismusforschung für die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung 17
Steuerung der Versorgung
VORWORT
Die Versorgung von Kranken und Verletzten im Rahmen von ambulanter und stationärer Kranken- und Heilbehandlung ist in erster Linie eine Aufgabe von Ärzten, Therapeuten, Pflegern, Apothekern. Die vielfältige Tätigkeit dieser Medizinalpersonen bei Akutbehandlung, Rehabilitation sowie nachfolgender medizinischer Betreuung kann in der Weise gestaltet werden, dass sowohl die ständige Verbesserung der Versorgung in den einzelnen Sektoren des Gesundheitsgeschehens als auch die Koordinierung zwischen diesen Tätigkeitsfeldern analysiert und bei erkennbarem Bedarf so gestaltet wird, dass die in diesen Bereichen vorhandenen Erkenntnisse und Fähigkeiten optimal eingesetzt werden.
Diesem Zweck dienen Aktivitäten, die mit unterschiedlichen Bezeichnungen die Versorgung begleiten, „managen“ oder – in der Terminologie dieser Tagung – „steuern“. Dies geschieht mittlerweile in allen Bereichen, in denen die gesundheitliche Versorgung Aufgabe von Institutionen ist (Gesetzliche Krankenversicherung, Unfallversicherung und Rentenversicherung) und/oder in deren Interesse (Private Kranken-Kostenversicherung, private Unfallversicherung, Haftpflichtversicherungen) liegt. Die Deutsch-Österreichischen Sozialrechtsgespräche 2013 haben sich bereichsübergreifend und aus deutsch-österreichischer Perspektive mit diesem Phänomen befasst.
Die Tagung 2013 geht von der Überlegung aus, dass angesichts der Gleichartigkeit der Ziele und Probleme von „krankheits- bzw. gesundheitsbezogenem Management“ ein diesbezüglicher Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen den Akteuren aus den verschiedenen Bereichen, die sich diesen Dingen widmen, aufschlussreich, anregend und für jeden der Beteiligten gewinnbringend sein müsste.
Nicht alle Akteure konnten bei der Tagung 2013 einbezogen werden; so ist z. B. die Rentenversicherung hinsichtlich ihrer Leistungen zur gesundheitsbezogenen Prävention und Rehabilitation nicht mit einem Beitrag vertreten. Des Weiteren sind Versicherer der privaten Kranken(kosten)versicherung und aus dem Bereich der Haftpflichtversicherung nicht direkt mit eigenen Beiträgen vertreten; allerdings werden diesbezüglich aufschlussreiche und informative Einblicke gewährt, einerseits durch Informationen aus dem Blickwinkel des Verbandes des privaten Krankenversicherungen, anderseits durch detaillierte Schilderungen von deutschen und österreichischen Unternehmen, die von den Versicherungen mit der Durchführung von „Gesundheits-Management“ beauftragt sind; diese Berichte enthalten auch Informationen über die jeweils verbindlichen Vorgaben und Regelungswerke, die bei diesen Aktivitäten maßgebend sind und aus deren Aktivitäten sich unschwer Rückschlüsse ziehen lassen auf
die Überlegungen der jeweiligen Auftraggeber im Hinblick auf die Gestaltung des Versorgungsmanagements.
Somit handelt es sich bei den hier abgedruckten Beiträgen um Überlegungen, die in ihren Ansätzen aus institutionellem Blickwinkel sehr unterschiedlich sind. Dabei ist bemerkenswert, dass auch die primären Ziele entsprechender Aktivitäten unterschiedlich akzentuiert sind: Teils wird normorientiert von den einschlägigen Rechtsvorschriften des Leistungsrechts ausgegangen; teils haben die Überlegungen und die darauf aufbauende Gestaltung des Versorgungsmanagements ihren Ausgangspunkt bei den finanziellen Rahmenbedingungen eines Versicherungssystems.
Ob aus der Perspektive der Erfüllungsgehilfen der Leistungserbringer Autonomie und Kreativität, Fachwissen und auch geschäftliches Interesse geschildert werden oder ob die klassischen mit breiter Vorbildwirkung maßgebenden Aktivitäten aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich – in Erfüllung von entsprechenden Rechtspflichten – im Interesse von Geschädigten, aber durchaus auch mit finanziellem Interessenhintergrund dargelegt werden – im Ergebnis zeigt sich, dass ein weitgehender Gleichklang der gedanklichen Ansätze zu beobachten ist. Damit ist der Weg für einen konstruktiven Austausch von Gedanken und Erfahrungen eröffnet, untereinander innerhalb der Bereiche jeweils der öffentlichen und der privaten Verwaltungen, über die Grenzen von Privaten und Öffentlichen hinweg und zudem im Vergleich der einschlägigen Aktivitäten in Deutschland und in Österreich.
INHALTSVERZEICHNIS
Otfried Seewald
Einführung in das Tagungsthema 1
Andreas Kranig
Steuerung der Versorgung in der gesetzlichen Unfallversicherung (Deutschland) 35
Kay Schumacher
Steuerung der Versorgung in der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung. Neuere Entwicklungen und praktische Beispiele 57
Bernhard Albert
Steuerung der Versorgung in der gesetzlichen Unfallversicherung (Österreich) 65
Monika Fröschl
Begleitung von Menschen mit chronischer Erkrankung – Vision und Wirklichkeit 73
Marcus Vogel
„Rehabilitationsmanagement“ für die deutsche private Unfall- und Haftpflichtversicherung 77
Martin Steidler
Steuerung der Versorgung in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung 87
Karl Olzinger
Steuerung der Versorgung in der österreichischen gesetzlichen Krankenversicherung 97
Florian Reuther
Steuerung der Versorgung aus der Sicht der privaten Krankenversicherung 121
Johannes Polak
Steuerung der Versorgung in der österreichischen privaten Krankenversicherung 12
Transnational Impact on Urban Change: Modern Projects in Vinh, Vietnam
Following an “agency-oriented Urban Theory” as advanced by Smith (2001), this study takes the urban landscape of Vinh City in Central Vietnam as a starting point into an investigation of multiple visions of modernity (Eisenstadt, 2000) put forward by social actors, as well as into urban change resulting from the implementation of such visions. Focusing on the period from 1973 to 2011, it traces the application of three different visions for urban development in Vinh: The Socialist City, The Modern and Civilized City, and the Participatory City. Projects aiming at implementing these visions in Vinh that are presented in this study have one thing in common: they are informed by a specific view of what a city is and what it should be, and their implementation aims at changing the city in the desired direction. This goal involves not only physical change of the city, but also institutional change in the urban society. To grasp the interplay between visions of a modern city, their application through concrete projects, and the results of these implementations, the study operates with two specific terms: modern projects, and urban change. After introducing Vinh and its history, the thesis presents the period of the vision of The Socialist City and its application in Vinh through cooperation between Vietnam and the German Democratic Republic in the 1970s. It then moves on to contemporary period starting in the 1990s, during which varying and conflicting modern projects for the city were put forward by different social actors cooperating in joint projects on urban development: the Modern and Civilized City and the Participatory City. While the modes of cooperation differed between the two periods, the study concludes with the argument that the impact of these transnational projects has led to path-dependent, as well as ambivalent, urban change in Vinh.Orientiert an einer "agency-oriented Urban Theory" (Smith 2001) nimmt diese Studie die gebaute städtische Landschaft der Stadt Vinh in Zentralvietnam als Ausgangspunkt für die Untersuchung multipler Visionen von Moderne (Eisenstadt 2000) sowie des aus der Umsetzung dieser Visionen resultierenden urbanen Wandels. Im Fokus der Arbeit steht der Zeitraum von 1973 bis 2011, in dem drei verschiedene Visionen für die Entwicklung der Stadt Vinh propagiert wurden: Die Sozialistische Stadt, Die Moderne und Zivilisierte Stadt sowie die Partizipative Stadt. Projekte die auf die Umsetzung dieser Visionen in Vinh abzielten hatten eines gemeinsam: sie bauten auf bestimmten Vorstellungen davon, was eine Stadt ist, und was sie sein sollte, auf. Zudem zielten sie auf einen Wandel hin in die gewünschte Richtung ab. Dies zielte nicht nur auf räumliche Änderungen ab, sondern auch auf institutionellen Wandel der städtischen Gesellschaft. Um das Zusammenspiel von Visionen der Modernen Stadt, ihrer Umsetzung in konkrete Projekten, sowie die Resultate dieser Umsetzungen erfassen zu können arbeitet die Studie mit zwei spezifischen Begriffen: moderne Projekte und Urbaner Wandel. Nachdem die Stadt Vinh und ihre Geschichte vorgestellt werden, präsentiert die Arbeit die Periode in der die Sozialistische Stadt als Leitbild für den Aufbau der Stadt Vinh diente und durch Kooperation zwischen Vietnam und der Deutschen Demokratischen Republik umgesetzt wurde. Anschließen befasst sie sich mit der in den 1990er Jahren begonnenen, und gegenwärtig andauernden, Phase in der verschiedene Akteure in gemeinsamen Projekte konkurrierende Vorstellungen der Stadtentwicklung propagierten: die Moderne und Zivilisierte Stadt sowie die Partizipative Stadt. Als Ergebnis argumentiert die Arbeit das zwar die Formen der Zusammenarbeit in beiden Phasen unterschiedliche waren, dass diese transnationalen Projekte jedoch zu pfadabhängigem sowie ambivalentem urbanen Wandel in Vinh geführt haben
Digital Inequality and the Use of Information Communication Technology
Ever since the inception of the Internet, researchers have been both, enthusiastic and concerned about the social implications of Internet-enabled digitization (DiMaggio, Hargittai, Neuman, & Robinson, 2001).In particular, the issue of unequal access to digital opportunities has garnered substantial research attention and has been termed ‘digital inequality’ (Hargittai & Hinnant, 2008; Hsieh, Rai, & Keil, 2008; Kvasny & Keil, 2006; Riggins & Dewan, 2005). Generally, digital inequality refers to the unequal opportunity and ability of individuals to profit from information communication technologies (ICT) (DiMaggio & Hargittai, 2001). The phenomenon of digital inequality has also been at the heart of public debates because in the light of the ongoing digitization using ICT actively is more and more becoming a prerequisite to fully participate in society. This thesis seeks to expand research on the complex and societally relevant phenomenon of digital inequality. Specifically, I aim to explore the following focal research question:
How do individuals use ICTs and which mechanisms and factors influence individual use and non-use of ICTs in the context of digital inequality?
Advancing our knowledge in this field is particularly relevant for the following reasons. First, while understanding all stages of digital inequality is essential for both, assessing the true severity of the phenomenon and developing measures to bridge it, a large part of research has so far focused on ICT access and adoption. Yet, if digital inequality eventually translates into inequality in ‘real life’ is determined by whether individuals can use ICTs to their advantage and benefit from digital opportunities. This thesis seeks to address this research gap by shifting the attention to the factors and mechanisms that drive individual differences in ICT appropriation as opposed to ICT access and adoption. Second, digital inequality research still stands to profit from a broader methodological foundation. In fact, most of what we know about digital inequality is based on the quantitative analysis of surveys and statistical data and might limit research in exploring and better understanding the more complex and multi-layered forms of digital inequality as evident in ICT appropriation. This thesis aims at strengthening the methodological foundation of digital inequality research and at generating new and rich insights by adopting so far underrepresented research methods, in particular qualitative and internet-enabled data tracking methodology. Third, digital inequality is an interdisciplinary research field and different insights haven been gained in a diverse range of academic disciplines. In this thesis I also seek to lay a sound theoretical foundation for my own research and the research of others by integrating these otherwise separate perspectives on digital inequality. Fourth, better understanding digital inequality and potential means to bridge it is of high societal relevance. Therefore, this thesis also aims at inferring implications not only for academic research but also for practitioners, in particular public policy makers. The thesis comprises four papers that seek to address the points outlined above
Analysis Strategies for Configurable Systems
A configurable system enables users to derive individual system variants based on a selection of configuration options. To cope with the often huge number of possible configurations, several analysis approaches (e.g., for verification of configurable systems) implement different strategies to account for configurability. One popular strategy—often applied in practice—is to use sampling (i.e.,analyzing only a subset of all system variants). While sampling reduces the analysis effort significantly, the information obtained is necessarily incomplete as some variants are not analyzed. A second strategy is to identify the common parts and the variable parts of a configurable system and analyze each part separately (called feature-based strategy). As a third strategy, researchers have begun to develop family-based analyses. Family-based approaches analyze the code base of a configurable system as a whole, rather than the individual variants or parts of the system, this way exploiting similarities among individual variants to reduce analysis effort. Each of these three strategies has advantages and disadvantages, which might even prevent its application (e.g., the family-based strategy typically needs much main memory). The goal of this thesis is to enable the efficient analysis of configuable systems, even if existing strategies fail (e.g., the family-based strategy, because of memory limitations). To this end, we designed a framework that models the key aspects of configurable-system analysis strategies, independent of their implementation and of the analyses techniques (e.g., type checking or model checking). Guided by our model, we developed a number of analysis strategies for configurable systems. To learn about advantages and disadvantages of individual strategies, we compared these in a series of empirical studies. In particular, we developed and evaluated a model-checking analysis and a data-flow analysis for configurable systems. One of our key findings is that family-based analysis outperforms most sampling heuristics with respect to analysis time, while being able to make definite statements about all variants of a configurable system. Furthermore, we identified advantages and disadvantages of analysis strategies and how to mitigate them by combining strategies. In our endeavor, we identified two key problems that are common to configurable-system analyses, and we developed supporting techniques to solve them. These techniques are general and are applicable beyond our research. In particular, we developed presence-condition simplification and variability encoding. Presence-condition simplification provides a simple method to reduce the size of the output or the internal data structure of configurable-systemanalyses. Variability encoding provides a means for transforming compile-time variability to run-time variability, which enables many family-based analyses.
Our key contributions are the model of analysis strategies for configurable systems and the corresponding empirical comparisons of strategies. Our findings are backed by empirical studies, which helped broaden the community knowledge on analyses of configurable systems (indicated by citations). For these evaluations, we prepared several subject systems, which have also been used already by other researchers. Furthermore, we developed several analysis tools and demonstrated their feasibility in practical application scenarios based on code from, for example, the Linux kernel. Our tools are based on variability-aware optimizations that enable levels of scalability on configurable systems that were not possible with other tools before
Planung und Finanzierung der Krankenhausbehandlung
VORWORT
Der Bereich der Krankenanstalten ist unter vielen Gesichtspunkten ein rechtlich und tatsächlich höchst interessantes, teilweise aber auch unübersichtliches Gebiet. Einerseits handelt es sich um den Bereich des Gesundheitswesens, in dem die Versorgung derjenigen Kranken stattfindet, denen von den niedergelassenen Ärzten nicht mehr geholfen werden kann und von dem nicht nur medizinische Höchstleistungen erbracht werden, sondern der auch weithin die Ausbildung insbesondere der Fachärzte trägt. Andererseits handelt es sich um Wirtschaftsunternehmen, die – soweit sie in das staatlich regulierte Gesundheitswesen eingebettet sind – aus der Sicht der Leistungsträger als erhebliche Kostenfaktoren betrachtet werden müssen und deren Tätigkeit nach Umfang, Leistungsangebot und Qualität in vertretbarer Weise und bei Wahrung der rechtlichen Vorgaben „in den Griff“ zu nehmen ist. Erschwerend kommt die zwischen Staat und Leistungsträgern gespaltene Zuständigkeit für die Errichtung und den Erhalt von Krankenanstalten hinzu.
Die Probleme in Österreich und Deutschland sind von ihrer Ausgangssituation her weitgehend dieselben. Lösungsmöglichkeiten aus der Sicht beider Länder werden in diesem Tagungsband vorgestellt, wiederum – wie bei den Deutsch-Österreichischen Sozialrechtsgesprächen üblich – sowohl aus der Sicht der Wissenschaftler als auch der Praktiker.
Auch diese Tagung wurde gemeinsam vorbereitet und veranstaltet durch das Institut für Arbeitsrecht und Sozialrecht der Universität Linz und den Lehrstuhl für Staats-und Verwaltungsrecht, insbesondere Sozialrecht, der Universität Passau. Der Dank der Veranstalter geht vor allem an die Referenten; zur Seite gestanden haben uns wiederum die AOK Bayern – Die Gesundheitskasse – sowie der Fachverlag CW Haarfeld, Essen, dem wir die Fertigung dieses Bandes verdanken.
INHALTSVERZEICHNIS
Gerhard Knorr
Krankenhausplanung und -finanzierung. Länderbericht Deutschland 1
Christian Rothmayer
Rechtsgrundlagen der Planung und der Finanzierung der Krankenhausbehandlung. Länderbericht Österreich 11
Jens Wernick
Planung und Finanzierung der Krankenhausbehandlung – Die Leistungsverpflichtung der Krankenhäuser 31
Gerhard Aigner
Die Leistungsverpflichtung der Krankenhäuser 39
Kay Stalinsky
Zum Verhältnis von Sicherstellungsauftrag und Finanzierungspflicht in der Krankenhausbehandlung. Länderbericht Deutschland 61
Ferdinand Felix
Zum Verhältnis von Sicherstellungsauftrag und Finanzierungspflicht in der Krankenhausbehandlung. Länderbericht Österreich 79
Walter Langenecker
Grundversorgung und Zusatzleistungen im Bereich der Krankenhausbehandlung. Länderbericht Deutschland 103
Michaela Windisch-Graetz
Grundversorgung und Zusatzleistungen im Bereich der Krankenhausbehandlung. Länderbericht Österreich 11