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    Verpackungssemiotik

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    Damit Verkaufsverpackungen beim Kunden den gewünschten Eindruck hinterlassen, studieren Verpackungsdesigner in ihrer Ausbildung, mit welchen textuellen Strategien sie die Packungskommunikation vereinfachen, den Seh- und Suchgewohnheiten von Konsumenten nachkommen und wie sie Packungen mit emotionalen Werten aufladen können. Für Produkt- oder Markenmanager ist das Packungsdesign wichtiger Bestandteil des Marketingmixes. Mancherorts wird sogar der gängige Marketingmix aus Preis-, Produkt-, Kommunikations- und Vertriebspolitik, um den Wert Verpackungspolitik erweitert. Damit Produktmanager mit den auf ihrer Verpackung deutbaren Aussagen keine unbeabsichtigten Reaktionen beim Konsumenten hervorrufen, schalten sie während des Entwicklungsprozesses einer Packung Agenturen zwischen, die sich auf semiotische Werbe- und Produktanalysen spezialisiert haben. Semiotische Packungsanalysen helfen dabei, Schwachstellen in der Packungskommunikation aufzudecken und unfertige Entwürfe, beziehungsweise Dummys, vor der endgültigen Produktion zu optimieren

    Theorie trifft Praxis

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    Ein Merkmal der kollektiven Verbreitung von Narrativen ist der hohe Grad an Emotionalität, mit der sie einhergehen. Massenmedien und deren narrative Strukturen spiegeln kulturelle Wertvorstellungen und Normen, die wie Glaubenssysteme fortwährend reproduziert werden. Narrative spiegeln sich in Religionen, Wirtschaftssystemen, politischen Strukturen und kulturellen Identitäten. Der israelische Historiker Yuval Noah Harari bezeichnet Geschichten als Grundpfeiler menschlicher Gesellschaften. Nach Harari haben im Laufe der Geschichte Erzählungen über Götter, Nationen und Unternehmen so große Macht gewonnen, dass die Fiktion die objektive Wirklichkeit beherrscht, d.h. dass die Narrative einer Kultur oder Epoche deren Realität formen oder sogar erst hervorbringen. Jedes narrative Denken aber ist im Kern von Dramaturgie bestimmt. Dabei steht im Fokus einer dramaturgischen Struktur insbesondere die Frage, wie Ziele erreicht, Konflikte oder Probleme gelöst und Hindernisse überwunden werden können. Erzählverläufe führen exemplarische Wege zur Lösung vor, die z.B. in Genres oder standardisierten Erzählmodellen immer wieder reproduziert werden. Dieser Beitrag geht von der Hypothese aus: Je weniger Austausch zwischen Theorie und Praxis stattfindet, desto destruktiver kann Dramaturgie wirken, während Verzahnungen zwischen Theorie und Praxis für beide Seiten wünschenswert und bereichernd sind. Auf der Seite der Theorie führt die Transparenz zu mehr Medienkompetenz, auf der Seite der Praxis ist Theorie die Basis für Reflexion und Orientierung. Semiotik ist eine Wissenschaft, die es ermöglicht, Tiefenstrukturen von Texten begrifflich zu definieren und damit Dramaturgie und deren Wirkung wahrnehmbar zu machen. Semiotische Ansätze sind gleichermaßen für Theorie und Praxis relevant und vermögen dadurch beide Bereiche zu verbinden. Besonders deutlich wird dies am Beispiel des Zeichensystems Filmdramaturgie

    Semantic Snippets via Query-Biased Ranking of Linked Data Entities

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    In our knowledge-driven society, the acquisition and the transfer of knowledge play a principal role. Web search engines are somehow tools for knowledge acquisition and transfer from the web to the user. The search engine results page (SERP) consists mainly of a list of links and snippets (excerpts from the results). The snippets are used to express, as efficiently as possible, the way a web page may be relevant to the query. As an extension of the existing web, the semantic web or “web 3.0” is designed to convert the presently available web of unstructured documents into a web of data consumable by both human and machines. The resulting web of data and the current web of documents coexist and interconnect via multiple mechanisms, such as the embedded structured data, or the automatic annotation. In this thesis, we introduce a new interactive artifact for the SERP: the “Semantic Snippet”. Semantic Snippets rely on the coexistence of the two webs to facilitate the transfer of knowledge to the user thanks to a semantic contextualization of the user’s information need. It makes apparent the relationships between the information need and the most relevant entities present in the web page. The generation of semantic snippets is mainly based on the automatic annotation of the LOD1’s entities in web pages. The annotated entities have different level of impor- tance, usefulness and relevance. Even with state of the art solutions for the automatic annotations of LOD entities within web pages, there is still a lot of noise in the form of erroneous or off-topic annotations. Therefore, we propose a query-biased algorithm (LDRANK) for the ranking of these entities. LDRANK adopts a strategy based on the linear consensual combination of several sources of prior knowledge (any form of con- textual knowledge, like the textual descriptions for the nodes of the graph) to modify a PageRank-like algorithm. For generating semantic snippets, we use LDRANK to find the more relevant entities in the web page. Then, we use a supervised learning algorithm to link each selected entity to excerpts from the web page that highlight the relationship between the entity and the original information need. In order to evaluate our semantic snippets, we integrate them in ENsEN (Enhanced Search Engine), a software system that enhances the SERP with semantic snippets. Finally, we use crowdsourcing to evaluate the usefulness and the efficiency of ENsEN.In unserer heutigen Wissensgesellschaft spielen der Erwerb und die Weitergabe von Wissen eine zentrale Rolle. Internetsuchmaschinen fungieren als Werkzeuge für den Erwerb und die Weitergabe von Wissen aus dem Web an den Nutzer. Die Ergebnisliste einer Suchmaschine (SERP) besteht grundsätzlich aus einer Liste von Links und Textauszügen (Snippets). Diese Snippets sollen auf möglichst effiziente Weise ausdrücken inwiefern eine Webseite für die Suchanfrage relevant ist. Als Erweiterung des bestehenden Internets, überführt das semantische Web - auch genannt “Web 3.0” - das momentan vorhandene Internet der unstrukturierten Dokumente in ein Internet der Daten, das sowohl von Menschen als auch Maschinen verwendet werden kann. Das neu geschaffene Internet der Daten und das derzeitige Internet der Dokumente existieren gleichzeitig und sie sind über eine Vielzahl von Mechanismen miteinander verbunden, wie beispielsweise über eingebettete strukturierte Daten oder eine automatische Annotation. In dieser Arbeit stellen wir ein neues interaktives Artefakt für das SERP vor: Das “Semantische Snippet”. Semantische Snippets stützen sich auf die Koexistenz der beiden Arten des Internets um mit Hilfe der Kontextualisierung des Informationsbedürfnisses eines Nutzers die Weitergabe von Wissen zu erleichtern. Sie stellen die Verbindung zwischen dem Informationsbedürfnis und den besonders relevanten Entitäten einer Webseite heraus. Die Erzeugung semantischer Snippets basiert überwiegend auf der automatisierten Annotation von Webseiten mit Entitäten aus der Linking Open Data Cloud (LOD). Die annotierten Entitäten besitzen unterschiedliche Ebenen hinsichtlich Wichtigkeit, Nützlichkeit und Relevanz. Selbst bei state-of-the-art Lösungen zur automatisierten Annotation von LOD- Entitäten in Webseiten, gibt es stets ein großes Maß an Rauschen in Form von fehlerhaften oder themenfremden Annotationen. Wir stellen deshalb einen anfragegetriebenen Algorithmus (LDRANK) für das Ranking dieser Entitäten vor. LDRANK setzt eine Strategie ein, die auf der linearen Konsensus-Kombination (engl. linear consensual combination) mehrerer a-priori Wissensquellen (jedwede Art von Kontextwissen, wie beispielsweise die textuelle Beschreibung der Knoten des Graphen) basiert um damit den PageRank-Algorithmus zu modifizieren. Zur Generierung semantischer Snippets finden wir zunächst mit Hilfe von LDRANK die relevantesten Entitäten in einer Webseite. Anschließend verwenden wir ein überwachtes Lernverfahren um jede ausgewählte Entität denjenigen Abschnitten der Webseite zuzuordnen, die die Beziehung zwischen der Entität und dem ursprünglichen Informationsbedarf am besten herausstellt. Um unsere semantischen Snippets zu evaluieren, integrieren wir sie in ENsEN (Enhanced Search Engine), ein Softwaresystem das SERP um semantische Snippets erweitert. Zum Abschluss bewerten wir die Nu ̈tzlichkeit und die Effizienz von ENsEN mittels Crowdsourcing

    Wohnraum - und Nahversorgungskonzept im Zeichen des demographischen Wandels: die Gemeinde Mauth-Finsterau im Fokus

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    Älter werden wir alle. Doch die Bedürfnisse, die jeder von uns beim Älter- bzw. Altwerden hat und entwickelt, sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es ist daher wichtig, sich früh-zeitig mit dem eigenen sowie dem Älterwerden von Familienmitgliedern auseinanderzuset-zen, um auch im Alter größtmögliche Flexibilität und Mobilität zu erhalten. Dies ermöglicht ein hohes Maß an Lebensqualität bis ins hohe Alter. Besonders wichtig für die persönliche Planung sind die Fragen „Wie und wo möchte ich im Alter leben?“ und „Wie möchte ich mich versorgen oder versorgt werden?“. Damit auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Mauth-Finsterau optimal und rechtzeitig eingegangen werden kann, hat die Gemeinde ein Forschungsprojekt zur Wohnraum- und Nahversorgung initiiert. Bei der Beantwortung obengenannter Fragen erfährt Bürgermeister Ernst Kandlbinder Unterstützung vom Projektbüro Rothkopf aus Spiegelau sowie der Professur für Regionale Geographie der Universität Passau. Finanziell begleitet wird das Projekt vom Amt für ländliche Entwicklung Niederbayern mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die Idee hinter dem Projekt ist, mit Hilfe umfangreicher Bürgerbeteiligung ein nachhaltiges Wohn- und Versorgungskonzept für Mauth-Finsterau zu erstellen. Dieses Konzept zeigt, wie sich bereits bestehende Möglichkeiten und Strukturen in der Gemeinde nutzen und mit den Bedürfnissen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger bezüglich des Wohnens und Versorgens im Alter verbinden lassen und wo neue Ideen greifen können

    Effective Approaches to Abstraction Refinement for Automatic Software Verification

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    This thesis presents various techniques that aim at enabling more effective and more efficient approaches for automatic software verification. After a brief motivation why automatic software verification is getting ever more relevant, we continue with detailing the formalism used in this thesis and on the concepts it is built on. We then describe the design and implementation of the value analysis, an analysis for automatic software verification that tracks state information concretely. From a thorough evaluation based on well over 4 000 verification tasks from the latest edition of the International Competition on Software Verification (SV-COMP), we learn that this plain value analysis leads to an efficient verification process for many verification tasks, but at the same time, fails to solve other verification tasks due to state-space explosion. From this insight we infer that some form of abstraction technique must be added to the value analysis in order to also allow the successful verification of large and complex verification tasks. As a solution, we propose to incorporate counterexample-guided abstraction refinement (CEGAR) and interpolation into the value domain. To this end, we design a novel interpolation procedure, that extracts from infeasible counterexamples interpolants for the value domain, allowing to form a precision strong enough to exclude these infeasible counterexamples, and to make progress in the CEGAR loop. We then describe several optimizations and extensions to these concepts, such that the value analysis with CEGAR becomes competitive for automatic software verification. As the next step, we combine the value analysis with CEGAR with a predicate analysis, to obtain a more precise and efficient composite analysis based on CEGAR. This composite analysis is indeed on a par with the world’s leading software verification tools, as witnessed by the results of SV-COMP’13 where this approach achieved the 2 nd place in the overall ranking. After having available competitive CEGAR-based analyses for the value domain, the predicate domain, and the combination thereof, we then turn our attention to techniques that have the goal to make all these CEGAR-based approaches more successful. Our first novel idea in this regard is based on the concept of infeasible sliced prefixes, which allow the computation of different precisions from a single infeasible counterexample. This adds choice to the CEGAR loop, while without this enhancement, no choice for a specific precision, i. e., a specific refinement, is possible. In our evaluation we show, for both the value analysis and the predicate analysis, that choosing different infeasible sliced prefixes during the refinement step leads to major differences in verification effectiveness and verification efficiency. Extending on the concept of infeasible sliced prefixes, we define several heuristics in order to precisely select a single refinement from a set of possible refinements. We make this new concept, which we refer to as guided refinement selection, available to both the value and predicate analysis, and in a large-scale evaluation we try to answer the question which selection technique leads to well suited abstractions and thus, to a more effective verification process. Additionally, we present the idea of inter-analysis refinement selection, where the refinement component of a composite analysis may decide which of its component analyses is best to be refined, and in yet another evaluation we highlight the positive effects of this technique. Finally, we present the results of SV-COMP’16, where the verifier we contributed and which is based on the concepts and ideas presented in this thesis achieved the 1 st place in the category DeviceDriversLinux64

    Stolpersteine im Diskurs – Beobachtungsstudie zum Verhalten beim Passieren von Stolpersteinen

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    Erinnerungen – wir alle haben Erinnerungen. Im Laufe der Zeit ereignen sich unzählige Dinge. Und doch werden eigentlich alle geschichtlichen Ereignisse, unabhängig von ihrer Art, auf die eine oder andere Weise am Leben erhalten – eben durch Erinnerungen. In dieser Arbeit wird unter anderem untersucht, wie erfolgreich Erinnerungen mittels Initiativen wie den Stolpersteinen von Gunter Demnig aktiviert werden können. Hierzu wurde eine Beobachtungsstudie zum Verhalten an Stolpersteinen erstellt. Untersuchungsziel im Allgemeinen ist das Verhalten von Personen beim Passieren von Stolpersteinen. Es soll herausgefunden werden, wie hoch der Beachtungsgrad ist, ob Respekt oder Respektlosigkeit an den Tag gelegt wird und wie generell das Verhalten ausgeprägt ist. Der erste Teil der Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit einer Erklärung über Stolpersteine und der darum entstandenen Kontroverse, greift theoretische Begriffe und Konzepte auf und geht auf verschiedene Arten von Erinnerungen ein. Der zweite Teil beschreibt das Vorgehen beim Erstellen der Studie.Schließlich wird im dritten Teil der Arbeit der im Rahmen der Erhebungen gewonnene Datensatz ausgewertet und analysiert. Im letzten Schritt soll dann der Versuch unternommen werden, eine Antwort auf die grundlegende Frage dieser Arbeit zu finden: Werden Stolpersteine tatsächlich „mit Füßen getreten“

    Managing Role Stress in Service Occupations: Addressing Gaps in Boundary Spanner Research

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    Even though the negative outcomes of boundary spanners’ role stress are well- known to service theory and practice, insights into how to manage frontline employees to lower experienced role stress are sparse. Moreover, extant research fails to include most up-to-date challenges of new service environments and their effects on frontline employees’ role stress perceptions. This dissertation’s studies focus on three different aspects of managing boundary spanners’ role stress in service occupations affected by the challenges of new service environments: managing (a) enhanced individual role complexity by feedback (Study 1), (b) person-role conflicts by transformational leadership (Study 2), and (c) role ambiguity by problem-focused coping strategies (Study 3). Study 1 introduces the new concept of individual role complexity as mediator between environmental complexity (from customers and the own organization) and role stress of frontline employees in service settings. Moreover, Study 1 details different aspects of individual role complexity and considers feedback from various sources as potential moderators that mitigate the stressing effect of high individual role complexity. The results of this study provide a deeper understanding of current boundary spanner roles, their complexity and potential approaches to handle individual role complexity. The study offers directions for further empirical research on boundary spanners’ role complexity. Moreover, it helps managers to understand today’s service environments and frontline employees’ roles plus it suggests tools to manage imminent performance declines caused by individual role complexity. The purpose of Study 2 is to identify effective leadership behavior that reduces frontline employees’ person-role conflicts, a hitherto rather neglected sub-dimension of role conflicts that strongly differs from externally originated role conflict dimensions which have been examined in existing research. Moreover, Study 2 aims at identifying individual cultural values as important contingency factors for the effects of transformational leadership respectively person-role conflicts on a frontline employee’s job performance. Results reveal that charisma-related transformational leadership styles promote the job performance of frontline employees, even in the face of person-role conflicts, while intellectual stimulation has a negative effect on job performance. In addition, the individual cultural values collectivism, power distance, and uncertainty avoidance moderate the effects of transformational leadership on job performance. The findings imply that service firms should train managers in the use of charisma-related leadership styles and highlight the importance of employees’ individual culture when leading frontline employees with distinct leadership styles. Study 3 addresses which frontline employees’ problem-focused coping strategies might effectively reduce perceived role ambiguity. The gathered evidence indicates that only action coping is effective, whereas instrumental support seeking does even enhance perceived role ambiguity. An examination of intrinsic and extrinsic coping resources as drivers of coping reveals that conscientiousness and supervisor support are helpful coping resources. Contrary, neuroticism drives insufficient coping and inhibits the use of effective coping resources. Managers of service firms should provide training to ensure effective supervisor support plus consider the personality traits of potential employees in recruitment procedures to reduce and prevent experienced role ambiguity among frontline employees. Altogether, the three studies contribute to existing service theory and practice by identifying management tools to counter role stress perceptions induced by the challenges of new service environments

    Chronischer Stress im Nachwuchsleistungssport. Eine empirische Studie an bayerischen Eliteschulen des Sports (EdS)

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    Eine duale Karriere stellt eine Quelle vielfältiger Anforderungen und Belastungen dar. Im Rahmen dieser Studie soll geklärt werden, ob und in welchem Ausmaß jugendliche NachwuchsleistungssportlerInnen in Bayern ein chronisches Stressempfinden aufweisen. Multivariate Varianzanalysen ergaben eine überdurchschnittliche Stressbelastung der AthletenInnen. Zudem erwiesen sich das schulische Selbstkonzept, der totale Effekt des globalen Selbstwerts sowie die Fürsorglichkeit des Trainers als bedeutendste Ressourcen. Die Ergebnisse dieser Studie geben Anlass für eine regelmäßige Stressdiagnose und der Implementation entsprechender Präventionsmaßnahmen im bayerischen Nachwuchsleistungssport

    Mit Hitler zum Medienskandal. Skandal oder Skandalisierung? Eine medien- und kommunikationslinguistische Analyse von NS-Vergleichen und Verweisen auf den Nationalsozialismus als Auslöser für öffentliche und massenmediale Empörung.

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    Profifußballer zeigen den Hitlergruß, extreme Fußballfans befeuern ihren Verein mit den Worten „Gas geben Sachsenhausen“, Eva Herman stolpert über das Wort „Autobahn“ und Harald Schmidt lässt dieses Wort und seinen eigenen Wortschatz vom selbst erfundenen „Nazometer“ bewerten: Anspielungen auf die Zeit des Nationalsozialismus finden sich nicht nur in der Politik, sondern in allen Bereichen der Gesellschaft. Doch handelt es sich immer um einen handfesten Skandal? Frederik Weinert ist es gelungen, die Absichten und Wirkungen von Nazi- und Hitler-Vergleichen pointiert darzustellen. Als studierter Medien- und Kommunikationswissenschaftler und langjähriger Journalist analysiert Weinert, warum Medienskandale so erfolgreich sind. Egal ob Journalisten, Rezipienten oder Politiker: In gewisser Weise profitieren sie alle davon. Doch warum werden manche Politiker sanktioniert und andere nicht? Frederik Weinert erklärt dies anhand einer komplexen „Skandalformel“. Mit seiner Publikation betritt Weinert kommunikations- und sprachwissenschaftliches Neuland

    Gemäldetechnologische Studien zum Oeuvre von Rueland Frueauf dem Älteren und Rueland Frueauf dem Jüngeren basierend auf Infrarot- und Röntgenuntersuchungen

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    Rueland Frueauf der Ältere und sein gleichnamiger Sohn Rueland Frueauf der Jüngere gehörten um 1500 in Passau und Salzburg zu den bedeutendsten Malern ihrer Zeit. Obwohl sich nur wenige signierte Bilder erhalten haben, werden beiden Künstlern und ihrem Umkreis über hundert Tafeln zugeordnet, was den großen künstlerischen Einfluss ihrer Werkstatt belegt. Die geringen Informationen, der kleine Bestand an gesicherten Tafeln und die Vielzahl an Zuschreibungen erschwerten bislang eine Beurteilung und Abgrenzung ihrer Werke. In der vorliegenden Doktorarbeit konnte erstmalig durch umfassende gemäldetechnologische Untersuchungen aller signierten Gemälde und ausgewählter Zuschreibungen eine neue interdisziplinäre Bearbeitung und Bewertung ihres Oeuvres vorgenommen werden. In den technologischen Befunden werden Genese und Geschichte der Frueauf-Tafeln wieder sichtbar. Dabei wird es möglich mit infraroten Strahlen unter die Malschichten der Gemälde und mithilfe von Röntgenstrahlen durch alle Bildschichten zu sehen. Der heutige Betrachter kann nun in den technologischen Aufnahmen die Arbeitsschritte der Künstler nachverfolgen. So erlauben ihm Infrarotreflektographien erstmals einen Blick auf die Zeichnungen der Künstler, die unter der Malerei verborgen sind. Damit eröffnet sich auch die außergewöhnliche Gelegenheit zwischen der ursprünglichen Bildidee und der späteren Ausführung zu vergleichen. Man kann beobachten, welche Änderungen der Künstler als Verbesserung erachtete und welche geplanten Bildelemente nicht mehr umgesetzt oder übermalt wurden. Darüber hinaus ermöglichen Übereinstimmungen oder Abweichungen in den Befunden Feststellungen zur Zusammengehörigkeit einzelner Tafeln, zu Zu- oder Abschreibungen von Kunstwerken, zur Eigenhändigkeit durch den Künstler selbst oder zur Beteiligung von Werkstattmitarbeitern. Durch die gemäldetechnologischen Untersuchungen des Frueauf-Oeuvres lassen sich somit wichtige neue Erkenntnisse zur Entstehung ihrer Bilder, zur Maltechnik, zur künstlerischen Handschrift, zum Herstellungsprozess, zum Erhaltungszustand wie auch zu ihrer ursprünglichen Funktion und zur späteren Nutzungs- und Restaurierungsgeschichte gewinnen

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