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Analyse und Erzeugung von glatten Flächenübergängen für das CNC-Fräsen
In dieser Arbeit werden numerisch stabile Methoden zur Prüfung von Stetigkeiten an Flächenübergängen vorgestellt und Algorithmen zur Erzeugung von G^2-stetigen Flächenübergängen hergeleitet
Das Unterrichtskonzept „MatheLernWelt“ im Mathematikunterricht der 5. Jahrgangsstufe an der Realschule. Theoretische Fundierung, methodische Realisierung und empirische Evaluation.
Im Schuljahr 2014/15 entschieden sich in Bayern rund 33 000 Kinder, das ist knapp ein Drittel der Grundschüler und -schülerinnen der Jahrgangsstufe 4, für den Übertritt an die Realschule. Mit den in den letzten Jahren gestiegenen Anmeldungen an der Realschule und der entstehenden Vielfalt der Lernenden steigt auch die pädagogische Verantwortung und Herausforderung für die Lehrkräfte, dem Spannungsfeld zwischen unterrichtlichen Rahmenbedingungen im Fach Mathematik und den individuellen Bedürfnissen jedes Kindes gerecht zu werden.
Als unterrichtliche Rahmenbedingungen für die Lehrerinnen und Lehrer gelten die Bildungsstandards im Fach Mathematik für den Mittleren Schulabschluss der Kultusministerkonferenz sowie die amtlichen Lehrpläne Mathematik für die Realschule. Die darin enthaltenen Orientierungshilfen bringen zugleich umfangreiche und anspruchsvolle Vorgaben und Forderungen mit sich. Im schulischen Alltag stellen deren Umsetzung sowie die organisatorischen Anforderungen die Mathematiklehrkräfte vor didaktische Herausforderungen. Offensichtlich gibt es in der unterrichtlichen Praxis Defizite bezüglich den mathematikbezogenen Leistungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Motivation der Lernenden. Bereits zu Beginn der 5. Jahrgangsstufe gilt es, die gegebene Neugier der Kinder gegenüber dem Fach Mathematik aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund ist eine Umorientierung der Lehr-/ Lernkonzeption von einer passiv-lehrerzentrierten Vermittlungsdidaktik hin zu einer aktiv-schülerorientierten Aktivitätsdidaktik notwendig. Theorien der Informationsverarbeitung, nach denen alle neuen Inhalte des geistigen Lebens aktiv erfasst werden und durch Konstruktion aus einfacheren Elementen hervorgehen, treten in den Mittelpunkt. Die konkrete Umsetzung von theoretischen Ideen und Forderungen in den schulischen Alltag führt teilweise zur Verunsicherung der Lehrerinnen und Lehrer und stellt diese vor neue didaktische Herausforderungen.
Die vorliegende Arbeit setzt im Schnittfeld dieser Aspekte an. Die Autorin möchte zeigen, wie sie als Mathematiklehrerin in der 5. Jahrgangsstufe der Realschule ihren eigenen Unterricht konzipiert, realisiert und evaluiert hat. Ihr Anspruch dabei ist es, dass
- mit dem Unterricht die Vorgaben und Forderungen der Bildungsstandards im Fach Mathematik für den Mittleren Schulabschluss sowie des amtlichen Lehrplanes erfüllt werden,
- sich der Unterricht an wichtigen Prinzipien für einen nach heutigen Einschätzungen „guten“ Mathematikunterricht orientiert und
- die Schülerinnen und Schüler ansprechende Leistungen erbringen und ihre Motivation bezüglich des Faches Mathematik gestärkt und gefördert wird.
Inhaltlich gliedert sich die Arbeit in drei Teile:
I Theoretische Fundierung,
II Methodische Realisierung,
III Empirische Evaluation.
In Teil I stehen Prinzipien für einen „guten“ Mathematikunterricht als Grundsätze oder Handlungsregeln im Zentrum. Diese sind Selbsttätigkeit, Differenzierung und Individualisierung, kooperatives Lernen, Veranschaulichung und Materialbezug, Ganzheit sowie Motivation. Ebenso Beachtung finden die Bildungsstandards im Fach Mathematik sowie der zugehörige Lehrplan. Ein wesentliches Augenmerk liegt auf den Merkmalen einer Lernwerkstatt als zweckmäßig eingerichteter Raum oder Raumteil, in dem Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Thema ein vielfältiges Arrangement von Lernsituationen und -materialien vorfinden, um selbstständig oder unter Anleitung an einem Auftrag geistig und handwerklich zu arbeiten.
Auf der Basis dieser theoretischen Grundlagen wird in Teil II das Unterrichtskonzept MatheLernWelt im Mathematikunterricht der 5. Jahrgangsstufe an der Realschule entwickelt und methodisch realisiert. Dabei ist mit den Vorüberlegungen und dem methodischen Profil der Schwerpunkt verlagert von inhaltlichen Fragen auf die Lehr- und Lernprozesse. Dies wirft auch ein neues Licht auf die Bedeutung der Lernangebote und des Arbeitsmaterials.
Die anschließende empirische Evaluation in Teil III stellt die Frage nach einem geeigneten Forschungsdesign des Unterrichtskonzeptes MatheLernWelt. Die Evaluation erstreckt sich schließlich über ein Schuljahr, in dem das vollständige Lernangebot in der Lernwerkstatt zum Tragen kommt. Neben den Befragungen der Schülerinnen und Schüler mit geschlossenen und offenen Fragen spielen die Beobachtungen und Einschätzungen der Lehrerin eine zentrale Rolle, um den Unterricht gegenstands- und prozessorientiert zu erforschen und empirische Aussagen über Lerngeschehen und den eigenen Unterricht zu treffen.
Im Schluss wird das Unterrichtskonzept MatheLernWelt kritisch reflektiert
Flussterrassen und Hochwasser in Passau und die 'Hohe Kunst' regionaler Geomorphologie und Landschaftsgeschichte, eine Suche nach der Wahrheit oder: Noch eine (gedruckte) Katastrophe im Katastrophenjahr 2013
Der Beitrag rezensiert den Aufsatz von Dieter Anhuf: Der Naturraum Passaus – Geprägt durch (Hoch-)Wasser und Eis. In: W. Gamerith, D. Anhuf, E. Struck (Hrsg.): Passau und seine Nachbarregionen. Orte, Ereignisse, Verbindungen – ein geographischer Wegweiser. Regensburg 2013, S. 13-24
Nationalismus, Patriotismus, Fremdenfeindlichkeit
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Rechtsrucks in und außerhalb Deutschlands untersucht die vorliegende Arbeit den Kausalzusammenhang zwischen den drei sozio-politischen Konstrukten Nationalismus, Patriotismus und Fremdenfeindlichkeit. Anhand eines mehrfaktoriellen Experiments prüft die Autorin die Richtungsbeziehungen dieser drei zu messenden Faktoren. Die statistische Untersuchungseinheit stellen Studierende der Universität Passau aus unterschiedlichen Studiengängen dar.
Die Arbeit stützt sich auf die Theorie der sozialen Identität von Tajfel, die das für diesen Zusammenhang relevante Verhältnis zwischen der Eigen- und der Fremdgruppe in den Analysefokus rückt. Ergänzend dazu wird das Konzept der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" von Heitmeyer zur Erklärung fremdenfeindlicher Einstellungsmuster herangezogen.
Die kausale Untersuchung gründet auf einem Modelltest und prüft, ob die empirischen Befunde von Blank und Schmidt (Blank/Schmidt 2003) zu den Richtungsbeziehungen dieser drei Konstrukte noch valide sind. Anhand ihres Strukturgleichungsmodells demonstriert die Autorin, dass sich die Ergebnisse von Blank und Schmidt empirisch erhärtet haben: Demnach ist eine positive Kausalwirkung zwischen Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit zu konstatieren. Im Gegensatz dazu besteht ein negativ gerichteter Zusammenhang zwischen Patriotismus und Fremdenfeindlichkeit
Einzelhandelskonzept für Simbach am Inn
Noch viele Jahre oder gar Jahrzehnte wird man in Simbach am Inn von der Zeit vor dem 1. Juni 2016 und der Zeit danach sprechen. Niemand hätte dem vergleichsweise unauffälligen Simbach jene Urgewalten zugetraut, die an diesem Frühsommertag über die niederbayerische Stadt hereinbrachen. Wenn von Überschwemmungsgefahr ausgegangen werden musste, dann vom mächtigen Inn, den Simbach auch im Namen führt. Mit der Flutkatastrophe und den sieben Toten in der Region verbindet sich nicht nur großes menschliches Leid, sondern auch ein beispielloses Maß an materieller Verwüstung, die der Simbach wie eine Schneise durch Simbach gezogen hat. Neben zahlreichen Wohngebäuden erlitten auch Teile der Innenstadt mit Geschäftslokalen enormen Schaden.
Im Zuge des Wiederaufbaus bieten sich auch städtebauliche Chancen für die gesamte Innenstadt. Es geht nicht nur um die Wiederherstellung der Bausubstanz, sondern auch um eine sinnvolle (Wieder-)Belebung der betroffenen Straßenzüge. Grünraumplanung, Verkehrsgestaltung und Einzelhandelsplanung bilden drei Felder einer neuen städtebaulichen Gesamtarchitektur, aus der der vorliegende Abschlussbericht die Ergebnisse des Teilprojekts „Wirtschaftsgeographie“ zusammenfasst. Nach einem Überblick über bereits erfolgte Studien zum Einzelhandel in Simbach sowie zu Standortfragen in der „Verdichtungsregion“ Braunau-Simbach werden einerseits die Rückmeldungen während des Bürgerworkshops systematisch referiert und andererseits die Ergebnisse der Befragungen unter 27 Einzelhändlern im von der Flut direkt oder indirekt betroffenen Geschäftsgebiet geschildert.
Handlungsempfehlungen zur Stärkung des Geschäftsstandorts der Simbacher Innenstadt, mit besonderem Blick auf die Innstraße, die Maximilianstraße und den Kirchenplatz, schließen diesen Projektbericht ab
Data as a Competitive Resource: Essays on Market Power, Data Sharing, and Data Portability
Data is an important competitive resource in digital online markets. As a result, the access and availability of data can be the basis for a competitive advantage. This thesis analyzes the role and competitive effects of data in digital markets and contributes to an improved understanding of data as a (potential) basis for market power. Thereby, the thesis also contributes to the ongoing policy debate on how to safeguard a fair and open competitive environment for internet-based digital (i.e., online) services as well as traditional services.
In doing so, Study 1 surveys the literature and discusses (i) the challenges that are associated with assessing market power in digital markets, (ii) the challenges in creating a level playing field in digital markets, e.g., by harmonizing regulatory obligations for online and offline services, and (iii) the vital role of data and data protection in the context of data-driven business models. Study 2 and Study 3 focus on the competitive effects of transferring data between online competitors. The study on social logins (Study 2) highlights the strategic effects as well as welfare implications if competing online services deliberately and voluntarily decide to share user and usage data. Whereas Study 2 abstracts from the user’s decision how much data to provide to an online service, Study 3 focuses on the amount of data that firms require for their services and that is provided by users. In particular, Study 3 investigates the competitive and welfare effects of a new fundamental consumer right: The right to data portability. This right is part of the General Data Protection Regulation (GDPR) which becomes effective in May 2018 for all online services available to users in the European Union and allows users to transfer their personal data from one online service to another (competing) online service (c.f., GDPR Article 20). In this context, the study examines the firms’ strategic reactions to the introduction of such a right and identifies the ensuing market outcomes as well as policy and managerial implications.
In conclusion, this doctoral thesis contributes to an improved understanding of (i) the competitive effects that arise from data as an economic good or valuable asset for digital services, and (ii) the aspects that may constitute market power in digital markets. Moreover, from a policy perspective, the thesis can be understood as a theoretically founded research project that (i) informs which market failures may arise in the context of digital (data-driven) markets and that (ii) highlights the peculiarities that need to be considered to define appropriate legal requirements in order to establish a level playing field between online services and traditional (established) services, but also between competing online services. Therefore, the thesis also contributes to the discussion on whether and how dominant online platforms should and can be regulated
Semiotic Corporate Dashboard
In einer sich zusehends globalisierenden und verdichtenden Welt nimmt die Zahl der Angebote und damit der Wettbewerb unter Unternehmen immer mehr zu. Schon die Zahl der Unternehmen und Produkte führt dazu, dass das Angebot immer unübersichtlicher wird. Mit zwei weiteren Effekten sorgen Unternehmen allzu oft zusätzlich dafür, dass ihr Angebot indifferent und austauschbar wird: Erstens werden erfolgreiche oder vermeintlich erfolgreiche Angebote gerne kopiert. Es kommt zu sogenannten Me-too-Angeboten. Zweitens fürchten Unternehmen, relevante und zahlungskräftige Zielgruppen auszuschließen und neigen dazu, für alle potentiellen Kunden etwas bieten zu wollen. Ein letztes Moment sorgt schließlich vollends dafür, dass zu viele Unternehmen sich kaum noch von ihren Wettbewerbern unterscheiden und so häufig einem gnadenlosen Wettbewerb über den Preis oder über die schiere Lautstärke der Kommunikation ausgesetzt sind. Wenn in
Unternehmen keine klaren Vorgaben zu Zielen und Identität gesetzt werden, bzw. die beschriebenen Effekte der Unschärfe nicht nur bei den Kunden, sondern auch den Mitarbeitern wahrgenommen werden, neigen Führungskräfte und Mitarbeiter im Vertrieb gerne dazu, sich für ihr Handeln je eine eigene Interpretation des Unternehmens zurechtzulegen.
Marketing-Agenturen und -Berater erkennen dieses Problem natürlich recht schnell und bieten dann als Lösung eine schulbuchmäßige Positionierung des Unternehmens oder sogar noch zugespitzt die Erarbeitung eines Brandings für Unternehmen oder Produkte an. Allerdings unterlaufen ihnen dabei oft zwei elementare Fehler. Sie entwickeln die Positionierung meist nur von den theoretischen Gegebenheiten des Marktes bzw. der Wettbewerbssituation her und vernachlässigen die internen Kräfte des Unternehmens. Zweitens fehlt ihnen in der Regel ein Modell, das die Interpretation so komplexer Zeichen-Systeme, wie sie Unternehmen und Produkte darstellen, auch nur halbwegs beschreiben kann. Gerade die betriebswirtschaftliche Theorie operiert auch heute noch sehr unreflektiert gleichzeitig mit abstrakten, rein verbalen Beschreibungen von Positionierungen und gleichzeitig mit metaphorisch an visuellen Zeichen
angelehnten Begriffen wie Image, Fremdbild oder eben Brand.
Dieser Beitrag will dem eine Methode entgegenstellen, die sich einerseits aus zeichentheoretischem Denken speist und andererseits dabei trotzdem als Analysemethode hohe Praxisnähe und starke Einbeziehung der Mitarbeiter eines Unternehmens beweist. Die Methode liefert je nach Anwendung eine mehrdimensionale, kollektive Interpretation des Unternehmens entweder im Jetzt oder in einer attraktiven Zukunft. Die Methode ist als interaktiver Workshop ausgestaltet und schon mehrfach erfolgreich in unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen angewendet worden. Das Feedback sowohl der Workshop-Teilnehmer, der involvierten Unternehmensführung und häufig auch einbezogener Marketing-Dienstleister – mit dem Auftrag, die Resultate später zu realisieren – war in deutlich überwiegender Zahl sehr positiv. Da der Fokus dieses Beitrags auf der Darstellung der Methode liegt, möchte ich auf den gerade im deutschen Wissenschaftsraum üblichen Begründungs- und Absicherungsballast praktisch völlig verzichten. Nur am Ende weise ich gesammelt auf die Werke hin, die die Methode inspiriert haben bzw. solche, die dem interessierten Leser Möglichkeiten zu kritischer Vertiefung geben.
Trotzdem möchte ich verschiedene theoretische, semiotische Implikationen aufzeigen. Dieser Beitrag hat es sich zum Ziel gesetzt, einige Ideen zu liefern, die zum Weiterdenken und zum Diskutieren einladen sollen: Wie viel Semiotik ist wirklich in diesem Modell? Welche Theorien stehen dahinter? Und wie groß ist der tatsächliche Einfluss von Zeichen auf das Wirtschaften
Nicht-Ort Bates Motel: Vorüberlegungen zu einer Ikonografie der Einsamkeit in der amerikanischen Moderne
Denis Newiak lotet anhand des umfangreichen filmischen Bildreservoirs von „Psycho“ – von Hitchcocks Klassiker über die Fortsetzungsfilme bis hin zur aktuellen Fernsehserie BATES MOTEL (USA 2013-2017) – die Möglichkeiten einer kinematographischen Ikonografie der Einsamkeit aus. Die Welt von „Psycho“ gilt dabei vorwiegend durch ihre hochgradige Modernität als unerschöpflicher Bildspeicher, der sich vorwiegend aus den „Nicht-Orten“ (Augé) und deren verdächtigen Räumen hinter den Medienoberflächen speist. Unter Zuhilfenahme der Erkenntnisse der Kunstwissenschaft zu Einsamkeitsbildern in Malerei und Fotografie unterbreitet der Autor damit Vorschläge, wie sich eine Ikonografie der Einsamkeit als Abdruck der Moderne als Zeitalter zunehmender Vereinsamung denken ließe. Dies, so der Autor, könnte die Voraussetzung für einen neuartigen methodischen Zugang zu Kunstformen der Moderne im Allgemeinen bilden
Cross-Border CSR Management in Multinational Corporations. Meeting Institutional Complexity through Identities, Practices & Structures.
Multinationale Unternehmen (MNUs) sind durch ihre grenzüberschreitende Tätigkeit in besonderem Maße mit nicht immer kompatiblen Forderungen und Erwartungen unterschiedlichen institutionell-kulturellen Ursprungs konfrontiert. Dies gilt insbesondere auch für ihr internationales Corporate Social Responsibility (CSR)-Management. Die vorliegende Dissertation geht daher der Frage nach, wie MNUs in ihrem grenzüberschreitenden CSR-Management mit eben dieser institutionellen Komplexität umgehen – d.h. wie sie es entlang von Identitäten, Praktiken und Strukturen organisieren und damit ihre Antworten auf bestimmte institutionelle Forderungen und Erwartungen gestalten? Die hierfür durchgeführte, vergleichende Mehrfallstudie kommt diesbezüglich zu drei zentralen Ergebnissen: (1) Zum einen variiert der Umgang mit institutioneller Komplexität derzeit entlang unterschiedlicher innerhalb der MNUs gleichzeitig realisierter Typen grenzüberschreitenden CSR-Managements. (2) Zum anderen fungiert die CSR-Identität der MNUs als ein diese Typen organisierender institutioneller Filter. (3) Da der institutionelle Bezugspunkt der CSR-Identitäten allerdings zunehmend ein transnationaler ist, führt dieser Mechanismus auch zu einer sukzessiven, praktisch-strukturellen Vereinheitlichung grenzüberschreitenden CSR-Managements; unterschiedliche Erwartungen beispielsweise nationalen Ursprungs treten damit für die untersuchten MNUs schrittweise in den Hintergrund. Damit stellt diese Arbeit nicht nur die Homogenitätsannahme bisheriger CSR-Internationalisierungsstudien infrage. Ihr Einblick in die selektive Bewältigung institutioneller Komplexität verweist auch auf die Schlüsselrolle von CSR-Identitäten sowie auf die wachsende Bedeutung transnationaler Institutionen. Damit trägt vorliegende Dissertation maßgeblich sowohl zur internationalen als auch zur institutionellen CSR-Forschung bei.Through their cross-border activities, multinational corporations (MNCs) are particularly exposed to potentially incompatible demands and expectations of varying institutional and cultural origin. This is especially true for their international corporate social responsibility (CSR) management. The present dissertation therefore investigates how MNCs cope with institutional complexity in their cross-border CSR management – i.e. how they organize it along identities, practices and structures and how this shapes their responses to specific institutional demands and expectations? The multiple comparative case studies executed to this end yield three major insights: (1) First, how MNCs cope with institutional complexity varies along different, simultaneously realized types of cross-border CSR management. (2) Moreover, MNCs’ CSR identity functions as an institutional filter that, at the same time, organizes these types. However, (3) as their CSR identities are increasingly inspired by transnational institutions, this mechanism successively results in practically and structurally standardizing MNCs’ cross-border CSR management; as a consequence, in the companies under investigation, different demands e.g. from national origin are gradually sidelined. Thus, the present research not only challenges the assumption of homogenous CSR management held up by previous internationalization studies. Its insights into how MNCs selectively cope with institutional complexity also emphasize the key role played by CSR identities and point to the growing influence of transnational institutions. Thereby, this dissertation decisively contributes to existing work both in the field of international and institutional CSR research
Better Resilient than Resistant—Regeneration Dynamics of Storm-Disturbed Mangrove Forests on the Bay Island of Guanaja (Honduras) during the First Two Decades after Hurricane Mitch (October 1998)
Located at the interface of land and sea, Caribbean mangroves frequently experience severe disturbances by hurricanes, but in most cases storm-impacted mangrove forests are able to regenerate. How exactly regeneration proceeds, however, is still a matter of debate: does—due to the specific site conditions—regeneration follows a true auto-succession with exactly the same set of species driving regeneration that was present prior to the disturbance, or do different trajectories of regeneration exist? Considering the fundamental ecosystem services mangroves provide, a better understanding of their recovery is crucial. The Honduran island of Guanaja offers ideal settings for the study of regeneration dynamics of storm-impacted mangrove forests. The island was hit in October 1998 by Hurricane Mitch, one of the most intense Atlantic storms of the past century. Immediately after the storm, 97% of the mangroves were classified as dead. In 2005, long-term monitoring on the regeneration dynamics of the mangroves of the island was initiated, employing permanent line-transects at six different mangrove localities all around the island, which have been revisited in 2009 and 1016. Due to the pronounced topography of the island, different successional pathways emerge depending on the severity of the previous disturbance