Kirchlicher Dokumentenserver
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Lärm an Schulen
Die vorliegende Masterarbeit widmet sich dem Thema Lärm an Schulen und der Verwendung von lärmreduzierenden Maßnahmen an oberösterreichischen Volksschulen. Da Lärm in der Schule allgegenwärtig ist, liegt der Fokus dieser Arbeit darauf, Wege und Maßnahmen zu finden, um damit umgehen zu lernen. Folglich ist es das Ziel dieser Masterarbeit, herauszufinden, inwieweit oberösterreichische Volksschullehrer/innen bereits lärmreduzierende Maßnahmen in der Praxis einsetzen.
Die Ergebnisse der qualitativen Forschung basieren zunächst auf theoretischem Hintergrund und ferner auch auf die Fachkenntnisse der befragten Interviewpartner/innen. Diese Arbeit liefert ferner Ergebnisse darüber, ob und wie sehr Lehrpersonen Lärm als Belastung sehen, über wie viel Wissen sie bereits über lärmreduzierende Maßnahmen verfügen und welche Maßnahmen bereits intensiv in der Praxis eingesetzt werden und warum und welche Maßnahmen noch eher weniger praktisch umgesetzt werden. Zusätzlich übermittelt es auch Ergebnisse darüber, wie Lehrer/innen die Akustik in der Klasse und im Turnsaal empfinden, welche gesundheitlichen Auswirkungen in Bezug auf Lärm bereits spürbar wurden und wie sich das Lärmempfinden der Lehrpersonen im Alter verändert hat.This master's thesis explores the topic of noise in schools and the implementation of noise-reducing measures in primary schools in Upper Austria. Given the omnipresence of noise in educational settings, the study focuses on identifying strategies and measures to manage and mitigate its impact. The primary objective is to examine the extent to which primary school teachers in Upper Austria already apply noise-reducing measures in their daily practice.
The findings of this qualitative research are based on both theoretical foundations and expert insights gained from interviews. This study investigates whether and to what extent teachers perceive noise as a burden, their existing knowledge of noise-reducing measures, and which measures are frequently implemented in practice. Furthermore, it explores which strategies are less commonly applied and the reasons behind their limited use. Additionally, the study examines teachers’ perceptions of classroom and gymnasium acoustics, the health effects they have experienced due to noise exposure, and how their perception of noise has evolved with age
Außerschulisches Lernen
Außerschulisches Lernen ist aktueller denn je. Menschen lernen ein Leben lang und das nicht nur in der Schule. Außerschulische Lernorte bieten Kindern die Möglichkeit selbstständig zu forschen, zu erfahren, zu beobachten und zu lernen. Wesentlich dafür ist ein strukturierter Ablauf, für dessen Planung der Dreischritt des außerschulischen Lernens herangezogen werden kann. Einen solchen Lernort bietet der Bauernhof, da es dort für Kinder vieles zu entdecken gibt. Diese Vielfältigkeit wird auch in der großen Anzahl der Themenbereiche sichtbar: Ernährung, Chemie, Sprache, Werte, Geschichte, Geographie, Mathematik, Wald, Physik, Natur, Tiere, Kunst und Musik. Der Bauernhof kann dementsprechend in unterschiedlichen Bereichen erkundet werden. In dieser Arbeit wird der Bauernhof als Ort der Lebensmittelproduktion kennengelernt, dabei handelt es sich um das Thema „Vom Korn zum Brot“, welches anhand eines geplanten Projektes Kindern den Weg des Korns bis hin zum fertigen Brot erfahren lassen soll.Extracurricular learning is more topical than ever. People learn throughout their lives and not only at school. Extracurricular learning venues offer children the opportunity to research, experience, observe and learn independently. Essential for this is a structured process, for the planning of which the three-step process of extracurricular learning can be used. The farm offers such a place of learning. There is a lot for children to discover there. This diversity is also visible in the large number of subject areas: nutrition, chemistry, language, values, history, geography, mathematics, forest, physics, nature, animals, art and music. Accordingly, the farm can be explored in different areas. In this work, the farm is known as a place of food production, this is the topic "From grain to bread", which allows children to experience the path of grain to the finished bread on the basis of a planned project
Förderung des kreativen Potenzials von Kindern in der Volksschule durch kooperatives Lernen im Unterrichtsfach Kunst und Gestaltung
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss kooperativer Lernansätze im Kunst- und Gestaltungsunterricht der Volksschule auf die Entwicklung des kreativen Potenzials von Schüler:innen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie kooperatives Lernen im Kontext von Kunstunterricht zur Förderung von Kreativität beitragen kann und welche pädagogischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung erforderlich sind.
Im Rahmen der Studie wurde eine Kunstdoppelstunde in zwei zweiten Klassen mit insgesamt 42 Kindern durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mittels teilnehmender Beobachtung und problemzentrierter Interviews mit ausgewählten Schüler:innen sowie den Klassenlehrkräften. Beobachtungs- und Interviewkriterien basierten auf Gelingensbedingungen kooperativen Lernens sowie Merkmalen kreativen Handelns.
Die Ergebnisse zeigen, dass kooperative Lernformen die Motivation, Flexibilität im Denken und die Entwicklung vielfältiger Lösungsansätze signifikant fördern. Die Arbeit bestätigt, dass kooperatives Lernen im Kunstunterricht der zweiten Schulstufe Kreativität effektiv unterstützt und gleichzeitig soziale Kompetenzen stärkt.
Abschließend werden praxisorientierte Empfehlungen für Lehrkräfte formuliert, um kooperative Lernformen gezielt in den Kunstunterricht zu integrieren. Die Studie trägt damit zur Verbesserung der Unterrichtspraxis bei und zeigt Ansatzpunkte für zukünftige Forschungen im Bereich kreativen und kooperativen Lernens auf.This master's thesis examines the influence of cooperative learning approaches in art and design lessons on the creative potential development of students in the second primary grade of Austrian elementary schools. The central research question explores how cooperative learning in art education can foster creativity and which pedagogical conditions are necessary for its successful implementation.
The study involved conducting a double art lesson in two third-grade classes with a total of 42 students. Data were collected through participant observation and problem-centered interviews with selected students and class teachers. Observation and interview criteria were based on success factors for cooperative learning and characteristics of creative behaviour.
The results indicate that cooperative learning significantly enhances students' motivation, cognitive flexibility, and the development of diverse solution strategies. The findings confirm that cooperative learning in art education effectively supports creativity while simultaneously strengthening social competencies.
Finally, practice-oriented recommendations for teachers are provided to facilitate the targeted integration of cooperative learning methods in art lessons. This study contributes to improving educational practice and highlights avenues for future research in creative and cooperative learning
Demokratische Menschenrechtsbildung – menschenrechtliche Demokratiebildung
Wie können Menschenrechte so unterrichtet werden, dass sie zum respektvollen Miteinander beitragen? Der vorliegende Beitrag spannt eine Brücke zwischen den Grundlagen der Menschenrechtsbildung und dem phänomenologischen Konzept der Andersheit und zeigt anschließend die Konsequenzen an zwei Unterrichtsbeispielen. Angesetzt wird zunächst am Konzept der Bildung über, durch und für Menschenrechte, wie es in der UN-Erklärung über Menschenrechtsbildung und -ausbildung (2011) verankert ist. Anschließend wird der Status quo der Umsetzung der Kinderrechte in Österreich anhand der Problematik demokratiefeindlicher Erziehungspraxis kontextualisiert. Das Einfordern und Einlösen von (Rechts-)Ansprüchen wird in einem weiteren Schritt als Beziehungspraxis skizziert und mit dem phänomenologischen Begriff der „Andersheit“ vertieft. Der Praxisvollzug wird dann mit zwei Unterrichtsbeispielen veranschaulicht und systematisch erläutert. Dabei stehen die Praktiken der Adressierung, der Einbindung in demokratische Diskurse sowie des Umgangs mit Begründungen gegen menschenrechtsverletzendes Verhalten bzw. des Unterlassens demokratieförderlicher Handlungen im Vordergrund. Abschließend werden zentrale Elemente demokratischer Menschenrechtsbildung gebündelt sowie wird auf Grenzen und offene Fragen im Hinblick auf pädagogische Professionalisierung der Menschenrechtsbildung hingewiesen
Durch Dialog zum Dialog
Das Stärken des demokratischen Bewusstseins junger Menschen ist eine der zentralen Aufgaben von Schule. Aus schultheoretischer Sicht kann Schule jedoch weder Demokratie „herstellen“ noch wird sie direkt von ihr gesteuert. Vielmehr wird Demokratie im schulischen Alltag sichtbar: Durch Zusammenarbeit, das Kennenlernen unterschiedlicher Perspektiven sowie das gemeinsame Suchen und Erproben möglicher Lösungen werden Antworten gefunden und wird Verantwortung eingeübt. Dialogische Erziehung im Sinne einer Erziehung durch Dialog zum Dialog nimmt dabei eine Schlüsselposition ein, indem sie dialogische Räume zur Welt, zum Anderen und zum Selbst eröffnet. Demokratiebildung in der Schule soll daher junge Menschen befähigen, ihre Erfahrungen in Gespräche einzubringen, eine angemessene Sprache zu entwickeln, Argumente zu hinterfragen, zuzuhören und soziale Machtverhältnisse mitzudenken. Die Art, wie Konflikte im Schulalltag bearbeitet, pädagogische Haltungen eingenommen und Reflexionsräume eröffnet werden, prägt nachhaltig das Demokratieverständnis der nächsten Generation. Während Demokratiebildung oft auf Wissensvermittlung und Partizipation abzielt, fragt dieser Beitrag danach, wie genuin pädagogisches Handeln im Sinne einer dialogischen Erziehung zur Entwicklung demokratischer Haltungen beitragen kann. Anhand von Fallbeispielen aus aktueller Pflichtliteratur in der Ausbildung von Lehrpersonen wird gezeigt, wie durch dialogisches Lernen und Empathie Räume entstehen, in denen demokratische Haltungen gefördert werden können
Professionelle Hilfe durch Stimmtherapie
Die menschliche Stimme ist ein unverzichtbares Werkzeug für die alltägliche Kommunikation, insbesondere für sprechintensive Berufe wie den Lehrberuf. Falsche Stimmgewohnheiten beziehungsweise die Vernachlässigung der Stimmgesundheit können zu funktionellen Stimmstörungen führen, die die berufliche Leistungsfähigkeit und das persönliche Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Diese Masterarbeit befasst sich mit der Bedeutung von Stimmübungstherapie als professionelle Interventionsmaßnahme bei funktionellen Dysphonien. Sie konzentriert sich dabei vor allem auf die notwendigen Maßnahmen, die Betroffene von funktionellen Stimmstörungen ergreifen und initiieren sollten, um Hilfe durch Stimmübungstherapie zu erhalten und ebenso auf die damit einhergehenden und als sinnvoll erachteten Vorgehensweisen innerhalb der Therapie seitens der Stimmpatient:innen sowie Stimmtherapeut:innen.
Der Theorieteil klärt über die Physiologie der Stimme und typische Berufsstimmstörungen auf, wobei der Fokus insbesondere auf der Therapie jener Dysphonien liegt. Beleuchtet werden inhaltliche und organisatorische Abläufe sowie die Zuständigkeiten der Fachkräfte im Therapieverlauf, der auch eine ausführliche Diagnostik und Qualitätssicherung miteinschließt. Zudem werden zentrale Zielsetzungen und die damit zusammenhängende Methodenwahl in den Fokus gerückt.
Die empirische Untersuchung basiert auf qualitativen Interviews mit Stimmtherapeut:innen und einer Patientin und widmet sich zwei zentralen Forschungsfragen: Welche Schritte sollten von Stimmstörungen betroffene Personen nach dem Eintreten einer Stimmstörung setzen beziehungsweise einleiten, um professionelle Hilfe in Form von Stimmtherapie zu erhalten? Welche Vorgehensweisen empfinden Stimmtherapeut:innen und Stimmpatient:innen im Therapieprozess als sinnvoll und gewinnbringend?
Die durch Mayrings qualitative Inhaltsanalyse erlangten Forschungsergebnisse zeigen die Bedeutung einer interdisziplinären Zusammenarbeit, einer ausführlichen Diagnostik, einer patientenorientierten Therapiegestaltung, der Verantwortungsübernahme seitens der Patient:innen sowie die Relevanz einer individuell abgestimmten Transferarbeit für einen langfristigen Therapieerfolg und die damit zusammenhängenden Herausforderungen im Prozess.
Die Arbeit schließt mit praxisnahen Empfehlungen, die sich auf das Angebot diverser Fort- und Weiterbildungen hinsichtlich der Sensibilisierung von Lehrpersonen bezüglich eines stimmhygienischen Stimmgebrauchs beziehen. Bewusstseinsschärfung in Hinblick auf die Ernsthaftigkeit von funktionellen Stimmstörungen und das Aufzeigen möglicher Interventionsmaßnahmen tragen nachhaltig dazu bei, Lehrpersonen in ihrem Tun zu unterstützen.The human voice is an indispensable tool for everyday communication, particularly in vocally intensive professions such as teaching. Incorrect vocal habits or neglect of vocal health can lead to functional voice disorders, significantly impairing professional performance and personal well-being. This master’s thesis explores the importance of voice therapy as a professional intervention for functional dysphonias.
The theoretical section provides an overview of vocal physiology and common occupational voice disorders, with a particular focus on the treatment of these dysphonias. It examines the organizational processes and responsibilities of professionals, including detailed diagnostics and quality assurance. Additionally, it highlights key therapeutic goals and the corresponding choice of methods.
The empirical study is based on qualitative interviews with voice therapists and a patient, addressing two central research questions: What steps should individuals affected by voice disorders take after the onset of symptoms to obtain professional help in the form of voice therapy? What approaches do voice therapists and patients consider effective and beneficial in the therapy process?
The research findings, obtained through Mayring’s qualitative content analysis, emphasize the importance of interdisciplinary collaboration, comprehensive diagnostics, patient-centered therapy design and the relevance of individualized transfer work for long-term therapeutic success, along with the challenges encountered in the process.
The thesis concludes with practical recommendations, including the organization of various training and professional development programs aimed at raising awareness among teachers regarding hygienic vocal practices. Enhancing awareness of the seriousness of functional voice disorders and demonstrating possible intervention measures contribute sustainably to supporting teachers in their work
Von der Krise zum Wachstum: die Rolle der Sozialpädagogik in der quarter life crisis. Ein systematisches Literaturreview
Das Phänomen der quarter life crisis, welches häufig junge Erwachsene betrifft, hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Lebensphase ist geprägt von Unsicherheiten, Identitätskrisen, vielfältigen Entscheidungen sowie einem intensiven Reflexionsprozess bezüglich der individuellen Zukunft. Da die quarter life crisis ein modernes und multidimensionales Phänomen darstellt, ergibt sich für jegliche soziale Professionen die Aufgabe Thematik, Herausforderungen und Konsequenzen zu beleuchten, um Klient*innen passende Unterstützung bieten zu können. Ziel dieses systematischen Literaturreviews ist es, die Bedeutung der quarter life crisis für die sozialpädagogische Beratung zu diskutieren und den wissenschaftlichen Diskurs sowie die Forschung diesbezüglich aufzuzeigen bzw. weiter anzutreiben. Die quarter life crisis hat eine bedeutende Rolle in Bezug auf Unterstützungs-angebote der Sozialen Arbeit. Die Forschungslage beleuchtet den positiven Einfluss kommunikationsbasierter Hilfeformen auf die Belastungen betroffener Individuen. Dennoch stellt eine adäquate Unterstützung eine besondere Herausforderung für die sozialpädagogische Beratung dar. Diese Arbeit verdeutlicht weiterhin den zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich der Auswirkungen einer quarter life crisis auf das seelische Wohlbefinden und die psychische Gesundheit.The phenomenon of the quarter life crisis, which often affects young adults, has become increasingly important in recent years. This phase of life is characterised by uncertainties, identity crises, a variety of decisions and an intensive process of reflection regarding the individual's future. As the quarter life crisis is a modern and multidimensional phenomenon, the task for all social professions is to shed light on the issues, challenges and consequences in order to offer clients appropriate support. The aim of this systematic literature review is to discuss the significance of the quarter life crisis for socio-pedagogical counselling and to highlight and drive forward the scientific discourse and research in this regard. The quarter life crisis plays an important role in relation to support services in social work. The research situation highlights the positive influence of communication-based forms of help on the stress experienced by affected individuals. Nevertheless, adequate support represents a particular challenge for socio-pedagogical counselling. This work also highlights the need for future research into the effects of a quarter life crisis on mental well-being and mental health
„Es genügt nicht, Frauen zu schützen, wenn wir die Gewalt beenden wollen.“ Chancen und Grenzen eines nicht anonymen Frauenhauses im Kontext von gewaltsensibler Paarberatung. Am Beispiel des Open House der Mitternachtsmission Heilbronn.
Die vorliegende literaturbasierte Arbeit beschäftigt sich mit den Fragen: Wie versucht das Konzept „Open House“ zu erreichen, der gewalterzeugenden Paardynamik wirksam entgegenzusteuern? Welche Chancen und Grenzen bringt ein nicht anonymes
Haus im Kontext von Paarberatung mit sich?
In Beziehungen, in denen Gewalt ausgeübt wird, herrschen meist sehr komplexe Dynamiken und Muster, welche die Gewaltausübung begünstigen. Diese gewalterzeugenden
Paardynamiken erschweren die Loslösung aus der Beziehung als auch das Beenden
der Gewalt in der Beziehung.
Frauen, die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind, können in anonymen Frauenhäusern
Schutz und Beratung erhalten. Diese Frauenhäuser arbeiten mit einem parteilichen
Ansatz. Besonders in der Begleitung von Frauen, die den Wunsch haben die Gewalt,
aber nicht die Beziehung zu beenden, stößt dieser Ansatz an seine Grenzen. Insbesondere die Arbeit mit dem gesamten System der Frau, ihrer Familie und dem gewaltaus übenden Partner, war bisher nicht möglich.
Um betroffene Frauen mit ihren individuellen Bedarfen besser unterstützen zu können
wurde 2011 in den Niederlanden ein nicht anonymes Frauenhaus gegründet und die
systemische Arbeitsweise mit einem allparteilichen Ansatz in die Frauenhausarbeit
implementiert. Davon inspiriert wird auch das Frauen- und Kinderschutzhaus der Mitternachtsmission Heilbronn ihr Konzept ändern und ein „Open House“ eröffnen.
Die neue Möglichkeit Paarberatung in Anspruch nehmen zu können und so den gewaltaus-
übenden Partner aktiv in den Beratungsprozess zu integrieren bietet große
Chancen. Beide Beteiligte können die vorherrschenden Dynamiken erkennen und gemeinsame Strategien erarbeiten, um der gewalterzeugenden Paardynamik wirksam
entgegenzusteuern. Verglichen zu einem anonymen Frauenhaus bringt das Konzept
daher neue Aspekte und Möglichkeiten in die Frauenhausarbeit. Das Konzept hat viel
Potenzial einen wichtigen Beitrag in der wirksamen Unterbrechung der gewalterzeugenden Paardynamik und so der Beendigung von Partnerschaftsgewalt zu leistenThis literature-based study deals with the following questions: How does the ‘Open House’ concept attempt to effectively counteract the couple dynamics that generate violence? What opportunities and limitations does a non-anonymous house offer in the context of couples counselling?
In relationships in which violence is perpetrated, there are usually very complex dynamics and patterns that favour the use of violence. These violence-generating
dynamics make it difficult to break away from the relationship and to end the violence in the relationship.
the violence in the relationship.
Women who are affected by partner violence can receive protection and counselling in anonymous women's shelters.
receive protection and counselling. These women's shelters work with a partisan approach. Especially when it comes to supporting women who wish to end the violence but not the relationship, but not to end the relationship, this approach reaches its limits. In particular, it has not been possible to work with the entire system of the woman, her family and the violent partner.
In order to be able to better support affected women with their individual needs
a non-anonymous women's refuge was founded in the Netherlands in 2011 and the
systemic way of working with an all-party approach was implemented in women's refuge work.
implemented in women's refuge work. Inspired by this, the women's and child protection centre of the Midnight Mission Heilbronn will also change its concept and open an ‘Open House’.
The new possibility of taking advantage of couple counselling and thus actively integrating the violent
partner actively involved in the counselling process offers great opportunities.
opportunities. Both parties involved can recognise the prevailing dynamics and develop joint strategies to effectively counteract the couple dynamics that generate violence.
counteract the couple dynamics that generate violence. Compared to an anonymous women's refuge, the concept
therefore brings new aspects and possibilities to women's refuge work. The concept has great
Potential to make an important contribution to effectively interrupting the couple dynamics that generate violence and thus to ending partner violence