Kirchlicher Dokumentenserver
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    Auswirkungen von Existenzielle Pädagogik und Resilienztraining auf Jugendliche

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    Hintergrund: Die vorliegende Arbeit untersucht inwieweit unterschiedliche Unterrichtsmethoden an berufsbildenden mittleren Schulen dazu beitragen können, die Resilienz und das subjektive Stärkungsgefühl von Jugendlichen zu fördern. Festzuhalten ist, dass die psychische Belastungen Jugendlicher, besonders während der Covid-19-Pandemie, deutlich angestiegen sind und Unterrichtskonzepte verstärkt auf diese veränderten Bedürfnisse eingehen sollten. Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist verschiedene Unterrichtseinheiten aufzuzeigen und anhand empirischer Daten nach den vier Grundmotivationen der Existenziellen Pädagogik sowie den sieben Säulen der Resilienz zu analysieren, um mögliche Verbesserungspotenziale zu entwickeln und umzusetzen. Methodik: Für den theoretischen Teil wurde eine systematische Literaturrecherche zu den Themen Resilienzförderung, Existenzieller Pädagogik und didaktischer Methoden durchgeführt. Zusätzlich wurde die Schule (ABZ Hagenberg) mit den unterschiedlichen Schwerpunkten erläutert. Im empirischen Teil erfolgte eine Feldstudie mit Schüler:innen des ABZ Hagenberg, in der verschiedene Unterrichtsmethoden erprobt und mittels standardisierte IQES-Fragebogen aus Sicht der Lernenden bewertet wurden. Die erhobenen Daten wurden anschließend quantitativ ausgewertet. Ergebnisse: Die Auswertung der verschiedenen Unterrichtseinheiten, Praxisblöcke, Exkursionen und Hospitationen zeigt insgesamt eine hohe Akzeptanz und positive Wirkung auf die Schüler:innen. Besonders praxisnahe Formate wie die Notfallbox, Hospitationen und Übungen im Bereich Körperpflege erzielten sehr hohe Mittelwerte in allen vier Grundmotivationen (GM) und Resilienzsäulen. Kennenlernübungen und Team-Buildingtage bestätigten theoretische Annahmen zur Förderung von Gemeinschaftsgefühl und Motivation, wiesen jedoch teils niedrigere Werte in der 2. GM („Ja zum Leben“) und der 4. GM („Ja zum Sinn“) auf. In den Resilienzsäulen wurden Optimismus und Zukunftsorientierung wiederholt schwächer bewertet, während jene der Akzeptanz, Eigenverantwortung und Lösungsorientierung eher sehr positiv bewertet wurden. Gruppenunterschiede traten vor allem bei emotional geprägten Items und in einzelnen Resilienzsäulen auf. Qualitative Rückmeldungen (im Rahmen der offenen Antwortmöglichkeit bei der standardisierten Datenerhebung) waren überwiegend positiv und betonten den Praxisbezug, die Fachkompetenz der Lehrpersonen sowie den individuellen Nutzen für die persönliche und berufliche Entwicklung. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass praxisorientierte und erfahrungsbasierte Unterrichtsformate wirksam zur Stärkung fachlicher Kompetenzen und Resilienz beitragen. Für eine mögliche Qualitätssteigerung sollten emotionale und sinnorientierte Aspekte gezielt ausgebaut und die Resilienzsäulen Optimismus und Zukunftsorientierung gezielt gefördert werden. Gruppenbezogene Anpassungen könnten helfen, unterschiedliche Bedürfnisse gezielt wahrzunehmen und aufzugreifen. Die Integration präventiver Ansätze wie der „psychischen Ersten Hilfe“ sollte beibehalten werden, um langfristig die Selbstwirksamkeit und Belastbarkeit der Schüler:innen zu sichern.Background: This study examines the extent to which different teaching methods at intermediate vocational schools can contribute to fostering resilience and a subjective sense of empowerment among adolescents. It is important to note that the psychological burden on young people—particularly during the COVID-19 pandemic— has increased significantly, and teaching concepts should respond more effectively to these changing needs. Objective: The aim of this work is to present various teaching units and to analyze them, based on empirical data, in relation to the four basic motivations of Existential Pedagogy and the seven pillars of resilience, in order to identify and implement potential areas for improvement. Methodology: For the theoretical part, a systematic literature review was conducted on the topics of resilience promotion, existential pedagogy, and didactic methods. In addition, the school (ABZ Hagenberg) and its different areas of focus were described. In the empirical part, a field study was carried out with students of ABZ Hagenberg, in which various teaching methods were tested and evaluated from the learners’ perspective using a standardized IQES questionnaire. The collected data were subsequently analyzed quantitatively. Results: The evaluation of the various teaching units, practice blocks, excursions, and classroom observations shows an overall high level of acceptance and a positive impact on the students. Particularly practice-oriented formats such as the “emergency box,” classroom observations, and exercises in the area of personal care achieved very high mean values across all four basic motivations (BM) and resilience pillars. Icebreaker activities and team-building days confirmed theoretical assumptions regarding the promotion of a sense of community and motivation but showed somewhat lower ratings in the 2nd BM (“Yes to Life”) and the 4th BM (“Yes to Meaning”). In the resilience pillars, optimism and future orientation were repeatedly rated lower, whereas acceptance, personal responsibility, and solution orientation were generally rated very positively. Group differences emerged mainly in emotionally oriented items and certain resilience pillars. Qualitative feedback (via the openresponse option in the standardized data collection) was predominantly positive, highlighting the practical relevance, the professional competence of the teachers, and the individual benefit for personal and professional development. Conclusions: The results indicate that practice-oriented and experience-based teaching formats effectively contribute to strengthening professional competences and resilience. To further enhance quality, emotional and meaning-oriented aspects should be deliberately expanded, and the resilience pillars of optimism and future orientation should be systematically promoted. Group-specific adjustments could help to better address different needs. The integration of preventive approaches such as “psychological first aid” should be maintained to sustainably strengthen students’ selfefficacy and resilience

    Reden – Zuhören – Mitgestalten

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    Nachhaltige politische Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus und ermöglicht ein Eintauchen in die drei Dimensionen der Politik (Krammer, 2008; Kühberger, 2016). In der Praxis fürchten allerdings Lehrpersonen, eigene Schüler:innen zu beeinflussen (Larcher & Zandonella, 2014) oder vermeiden historisches Lernen im Sachunterricht (Hofmann-Reiter, 2021). Lücken in der Lehramtsausbildung tragen nach Krösche (2024, S.45) zum geringen Stellenwert politischer Bildung in der Primarstufe bei. Eine Unterrepräsentierung des Themas betonen auch Lange et al. (2024) im nationalen Bildungsbericht. Diese Lücke sollte geschlossen werden. Dieser Beitrag baut auf der Publikation „Die Qual der Wahl – Kompetenzorientierte Demokratiebildung in der Volksschule“ (Mansberger, 2025) auf und fokussiert dabei das Lernen im Dialog, um letztlich ein Bewusstsein für Frieden und demokratische Werte zu schaffen. Das zivilisatorische Hexagon von Senghaas (1995) bildet den theoretischen Rahmen und zeigt praktische Umsetzungsmöglichkeiten aller Teilbereiche für den Unterrichtskontext auf. Eine kompetenzorientierte Stundenübersicht partizipativer und dialogorientierter Lernformen hebt die zentrale Rolle der Kommunikation hervor. Eine didaktische Analyse zeigt: Durch das gemeinsame Reden und Zuhören lernen Schüler:innen, eigene Standpunkte zu vertreten und andere Perspektiven anzuerkennen. Abschließend diskutiert dieser Artikel Professionalisierungsmöglichkeiten angehender Lehrer:innen zur Förderung einer nachhaltigen demokratischen Schulkultur

    „Nachricht von dem Anfange …“ bis zur heutigen Jugendhilfe. 250 Jahre Heimerziehung - Die Geschichte des evangelischen Waisenhauses Iserlohn.

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    Das Iserlohner Waisenhaus, heute als Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen bekannt, ist eine der ältesten noch bestehenden diakonischen Einrichtungen der Jugendhilfe. Diese 250jährige Geschichte wird im Spiegel der jeweiligen Entwicklungen der Waisenhaus-, Kinderheim- und Heimerziehungspraxis eingeordnet und reflektiert. Damit entfaltet sich ein exemeplarisches Geschichtsbild vor dem breiten Hintergrund der Geschichte der Erziehunsghilfen - vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

    Ralph von Battle: Schriften zur Eucharistielehre und Mariologie Edition und Übersetzung

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    This critical first edition, accompanied by a German translation, contains three short works by Ralph of Battle (1040–1124), a student and associate of Lanfranc of Canterbury. The texts, probably composed during his tenure as Prior of Rochester (1096–1107) or earlier, are Fides exposita de veritate corporis et sanguinis Domini; De perpetua virginitate sanctae Mariae et de veritate corporis et sanguinis Domini, et quomodo idem corpus et sanguis a singulis comeditur et bibitur; and De similitudine candelae

    Zwischen Parlament und Praxisfeld. Arenen und Dynamiken jugendpolitischer Interventionen der AfD in der Kinder- und Jugendarbeit

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    Der Beitrag thematisiert jugendpolitische Positionen sowie politische Interventionen der AfD im Feld der Kinder- und Jugendarbeit. Im Rekurs auf ausgewählte Ergebnisse einer Studie kann sichtbar gemacht werden, dass und wie sich das Agieren der AfD weniger als lineares Interventionsgeschehen zeigt, sondern als komplexe Dynamiken, die in verschiedenen Arenen und in variierenden strategischen Praxen entstehen. Dabei kann herausgearbeitet werden, dass die hierfür bedeutsamen Verhandlungen von und um fachliche(n) Möglichkeitsräume(n) maßgeblich durch die Bezugnahmen weiterer Akteur_innen aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Trägerlandschaft geprägt werden. Insbesondere, wo Positionen der AfD Anschluss an konservative Diskurse finden können, verstärken sich Normalisierungsprozesse extrem rechter Positionen, welche nicht zuletzt einen erhöhten Legitimationsdruck für insbesondere emanzipatorische Jugendarbeit bedeuten, wie hier am Beispiel einer Situationskonstellation um Mädchen*arbeit dargestellt wird

    Identitätsentwicklung von queeren Personen

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    Die Autorinnen haben sechs Interviews mit jungen queeren Erwachsenen erhoben, um ihre Forschungsfrage zu beantworten. Mit dieser Arbeit zeigten sie die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit queersensiblen pädagogischen Ansätzen in der Praxis und die Verantwortung der pädagogischen Fachkräfte auf. Die Studentinnen haben durch ihre Arbeit deutlich gemacht was queere Kinder brauchen um ihr Leben gut beschreiten zu können und so sein zu können wie sie sind. Mit dieser Arbeit wurde ein für die Kindheitspädagogik hoch relevantes und viel zu selten beachtetes Thema in den Fokus gerückt

    Vom Kulturrelativismus zum Antizionismus. Der ideologische Impact der Islamischen Republik Iran im Westen vor und nach 10/7

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    Spätestens seit der Ausrufung des ‚kritischen Dialogs‘ mit der Islamischen Republik Iran durch die deutsche Bundesregierung und die EU in den 1990er Jahren und dem zeitgleichen Branding verschiedener Fraktionen des iranischen Regimes als ‚pragmatisch‘ und ‚reformorientiert‘ stiegen die iranischen Djihadisten zu Dialogpartnern des Westens auf. Seitdem haftete ihnen in Europa und selbst in den USA deutlich weniger der Nimbus fremdartiger Barbaren an als sunnitischen Islamisten. Dieser Text beleuchtet anhand iranischer Quellen und im Lichte westlicher etablierter, linker und rechtsradikaler Reaktionen auf die Politik des Regimes im Iran Komponenten der relativen politischen und ideologischen Erfolge der Islamischen Republik. Davon ausgehend wird gezeigt, in welcher Weise sich die politischen Konstellationen zwischen dem Westen, der Region des Mittleren Ostens und dem Iran seit dem Überfall der aus Teheran unterstützten Islamisten von Hamas und Palästinensischem Islamischem Djihad vom 7. Oktober 2023 auf Israel verändert haben

    „Aber wir sind noch nicht auf´m Friedhof“. Perspektiven von Bewohner*innen und Fachkräften der stationären Altenhilfe zur Sexualität im Alter

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    Ziel: Ziel der vorliegenden Forschung war die Untersuchung, inwiefern Sexualität beziehungsweise deren Ermöglichung im Senior*innenheim von Bewohner*innen und Fachkräften als relevantes Thema wahrgenommen wird. Daran anknüpfend sollte herausgestellt werden, wo sich daran anschließende Handlungsbedarfe für die Soziale Arbeit zeigen. Methoden: Insgesamt wurden 18 Senior*innen zwischen 55 und 85 Jahren und 12 professionelle Fachkräfte eines Pflegeheims zwischen 23 und 61 Jahren mithilfe von Leitfadeninterviews befragt. Dabei wurden sowohl Einzel- als auch Gruppeninterviews ermöglicht. Die Ergebnisse wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz interpretiert. Ergebnisse: Sexualität im Alter und dessen Ermöglichung wird von den Professionellen und den Bewohner*innen als relevantes Thema erkannt. Sie beschreiben einige Umsetzungsideen, benennen jedoch gleichzeitig viele Herausforderungen, die das Thema im Alltag mit sich bringt. Insbesondere in den Bereichen Privatsphäre, Kommunikation und Stigmatisierung zeigt sich ein erhöhter Handlungsbedarf. Schlussfolgerungen: Die vorliegende Studie stellt eine starke Relevanz der Sexualität im Alter heraus. Die Fachkräfte und die Senior*innen selbst sind unzufrieden mit der aktuellen Gegebenheit, scheinen aber gleichzeitig überfordert mit der Entwicklung und anschließenden Umsetzung möglicher Lösungsstrategien. Die vorliegende Forschung bietet einen Überblick über erste Möglichkeiten zur Optimierung der Situation in Pflegeheimen und der Entstigmatisierung der Thematik. Daran anknüpfende Arbeiten sollten diese weiter konkretisieren

    Der 7. Oktober und die Shoah. Kontinuitäten im Antisemitismus der Hamas und ihre Tabuisierung

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    Wenige Wochen nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 veröffentlichten prominente Holocaust-Forscher einen „Offenen Brief über den Missbrauch der Holocaust-Erinnerung“. Darin lehnen sie alle Versuche, die Ursachen des Massakers vom 7. Oktober mit dem Holocaust in Verbindung zu bringen, als „intellektuelles und moralisches Versagen“ ab. Dieser Auffassung widerspricht der Beitrag: Er beschreibt die ideologischen, historischen und semantischen Beziehungen, die den Antisemitismus der Hamas mit dem der Nazis verbinden und zeigt, warum es falsch ist, Israel für den 7. Oktober verantwortlich zu machen. Er belegt am Beispiel Omer Bartovs, wie pauschale „Israelkritik“ den Blick auf die Geschichte und die Gegenwart des Nahostkonflikts zu trüben vermag und diskutiert mögliche Auswirkungen des Hamas-Massakers auf das zukünftige Holocaust-Gedenken

    Inceldom meets Jihadism. Antisemitismus und Misogynie in gegenwärtigen Rebellionen gegen die Moderne

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    Sowohl bei der Incel-Ideologie als auch beim Jihadismus handelt es sich um hochgradig misogyne und antisemitische Weltanschauungen. Erstere wird bislang vor allem im Hinblick auf ihren Antifeminismus analysiert, letztere gerät wissenschaftlich überwiegend hinsichtlich ihres Antisemitismus in den Blick – selten werden jedoch beide Aspekte gemeinsam untersucht. Dies änderte sich auch nicht angesichts der Massaker der Hamas und anderer islamistischer Gruppen am 7. Oktober 2023, welche die tödliche Verstrickung von Frauenhass und Antisemitismus innerhalb des Jihadismus unübersehbar machte. Dieser Beitrag analysiert die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinenden Weltanschauungen, setzt sie zueinander in Beziehung und interpretiert sie als verschiedene Formen gegenwärtiger Rebellionen gegen die Moderne. Anhand empirischer Beispiele aus den Schriften von Sayyid Qutb, einem Hauptideologen des Jihadismus, sowie dem größten Incel-Forum incels.is wird aufgezeigt, wie Antisemitismus und Misogynie jeweils miteinander verwoben sind und auf welche Weise sich anhand der Weltanschauungen autoritäres Potenzial zum antidemokratisch autoritären Syndrom verdichten kann

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