Kirchlicher Dokumentenserver
Not a member yet
3324 research outputs found
Sort by
Alternative Leistungsfeststellung als Möglichkeit motivationsfördernder Rückmeldung am Beispiel der Grundstufe I und II der Volksschule
Diese Arbeit beschäftigt sich damit, wie Lehrpersonen unter Zuhilfenahme alternativer Leistungsfeststellungsmethoden den Lernprozess der Kinder durch lernförderliche Rückmeldungen begleiten können. Bei der literarischen Auseinandersetzung mit bisher gewonnenen Erkenntnissen zu dieser Thematik als auch bei der Durchführung der empirischen Untersuchung steht folgende Forschungsfrage im Zentrum: Wirkt sich die regelmäßige Anwendung alternativer Leistungsfeststellungsmethoden motivationsfördernd auf das Kind aus und welche Formen von Lernbereitschaften bilden sich unter der Berücksichtigung intersubjektiver Differenzierungen aus?
Im Zuge der Literaturrecherche wird zuerst der aktuelle Stand im Hinblick auf die traditionelle als auch die alternative Leistungsbeurteilung aufgezeigt. Außerdem werden literarische Erkenntnisse, bezogen auf eine neue Lern- und Unterrichtskultur und der damit verbundenen Notwendigkeit einer angepassten Leistungsfeststellung, thematisiert. Nachdem alternative Formen der Leistungsfeststellung vorgestellt wurden, schließt der Theorieteil mit dem Thema Motivation ab. Anschließend werden die literarischen Erkenntnisse anhand einer qualitativen Forschungsmethode, nämlich der teilnehmenden Beobachtung, überprüft und hinterfragt. Die aus den Lerngesprächen und Feedbackmethoden gewonnenen Daten einer ersten Klasse Volksschule werden anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet und anschließend an der Literatur gespiegelt.
Erste Ergebnisse zeigen, dass die Lehrperson mithilfe der Feedbackmethoden fortlaufend Einblicke in die Lernprozesse und Interessen der Kinder erlangt. Daher kann sie schon während des Lernprozesses Rückmeldungen an die Kinder geben und diese dadurch beim Lernen entsprechend begleiten und unterstützen. Das Aufgreifen und Bearbeiten individueller Interessen wirkt sich motivationsfördernd auf die Lernenden aus.This thesis deals with how teachers can accompany children’s learning process through supportive feedback by utilizing alternative methods of performance assessment. The following research question is at the centre of the literary exploration of the insights gained so far on this topic, as well as the conduct of the empirical investigation: Does the regular application of alternative assessment methods have a motivating effect on the child, and what forms of willingness to learn emerge when considering intersubjective differentiations? The literature review initially presents the current status of traditional and alternative performance evaluation. Additionally, literary insights related to a new learning and teaching culture and the associated necessity of adapted performance assessment are discussed. After introducing alternative forms of assessment, the theoretical section concludes with the topic of motivation. Subsequently, the literary insights are examined and questioned using a qualitative research method, namely participant observation. The data obtained from learning conversations and feedback methods in a first-grade primary school class are evaluated using qualitative content analysis according to Mayring and then compared to the literature. Initial results show that the teacher gains continuous insights into the learning processes and interests of the children through the use of feedback methods. Consequently, the teacher can provide feedback to the children during the learning process, thereby accompanying and supporting their learning accordingly. Addressing and working with individual interests has a motivating effect on the learners
Stimmgesundheit und Sprechgestaltung von Lehrpersonen in der Primarstufe
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Stimme von Lehrpersonen in der Primarstufe im Hinblick auf stimmphysiologische und prosodische Aspekte. Da Lehrpersonen in ihrer beruflichen Tätigkeit so wie Schauspieler:innen und Sänger:innen von deren Stimme abhängig sind, stellen die Gesunderhaltung und der sprechgestalterische Gebrauch der Stimme eine zentrale Bedeutung dar. Bereits durchgeführte Studien zeigen in diesem Zusammenhang, dass stimmliche Probleme bis hin zu Stimmstörungen gerade in der Berufsgruppe der Lehrpersonen auftreten und für Schwierigkeiten sorgen. Die Ausbildung der Stimme in Form von Sprecherziehung ist oftmals nicht Teil der Lehrer:innenausbildung und stimmliche Probleme sind dadurch ein mögliches Resultat.
Ziel dieser Arbeit war es, herauszufinden, inwiefern stimmliche Übungen aus den Kunstbereichen „Schauspiel“ und „Gesang“ zu einer nachhaltigen Stimmgesundheit und einer vielfältigen Sprechgestaltung von Lehrpersonen in der Primarstufe beitragen. Dafür wurden mit Hilfe eines Mixed Method Designs, bei dem quantitative und qualitative Forschungsmethoden zum Einsatz kommen, Untersuchungen durchgeführt. Mit Hilfe einer Online-Umfrage und einer Studie mittels wissenschaftlichen Tagebuchs konnte festgestellt werden, dass Stimmübungen einen essenziellen Beitrag zu einem bewussten, physiologischen Umgang mit der Stimme und zu einer vielfältigeren Sprechgestaltung beitragen. Daraus kann abgeleitet werden, dass eine solide Sprechausbildung fester Bestandteil in jeder Lehrer:innenausbildung sein sollte.This thesis examines the voice of primary school teachers with regard to voice-physiological and prosodic aspects. Since teachers, like actors and singers, depend on their voice in their professional work, maintaining voice health and using it in creative speech is of central importance. Furthermore, studies that have been carried out show that vocal issues up to voice disorders especially occur amongst teachers and cause difficulties. However, voice training in the form of speech training is often not part of teacher training and vocal issues are a possible result of that. The aim of this work was to find out to what extent vocal exercises, that are used by artists like actors and singers, contribute to a sustainable voice health and a diverse ability to speak regarding teachers in primary education. For this purpose, investigations have been carried out using a mixed method design in which quantitative and qualitative research methods are used. With the help of an online survey and a study using a scientific diary, it was found that voice exercises essentially contribute to a conscious, physiological, vocal handling and to a more diverse, colourful way of speaking. Because of this, it can be deduced, that profound speech training should be an inherent part of every teacher training course
Motivation am Verfassen von Texten in der Volksschule anhand des kreativen Schreibens wecken und Schreibkompetenzen fördern
Der österreichische Lehrplan fordert „einen kreativen Sprachgebrauch zu ermöglichen und zu fördern“ (Österreich, 2012, S. 105). Dies wird durch die traditionellen Textsorten der Volksschule aber leider nicht befähigt.
Deshalb braucht es das Konzept des kreativen Schreibens in der Volksschule. In deutschsprachigen Ländern ist dieses Konzept in der Schreibpädagogik seit den 1970er Jahren präsent (Spinner, 2017, S. 84), es hat aber leider noch kaum einen Platz in österreichischen Volksschulen gefunden.
Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Effektivität des Einsatzes des kreativen Schreibens in der Volksschule zu prüfen, indem folgende zwei Fragen geklärt werden sollen:
1. Wie kann die Motivation am Verfassen von Texten in der
Volksschule gesteigert werden?
2. Wie können sich die Schreibkompetenzen durch das kreative
Schreiben ausprägen?
Zu diesem Zweck wurde eine Forschung in einer zweiten Klasse einer niederösterreichischen Volksschule durchgeführt. Der herkömmliche Deutschunterricht und der Unterricht nach diversen kreativen Schreibworkshops wurde verglichen. Dabei wurde mit der Mixed-Methods-Forschungsmethode gearbeitet. Es wurde ein Prä- und ein Subtest (Fragebogen und Vergleich zweier Schreibdokumente) durchgeführt. Die Auswertung und der Vergleich zeigte, dass die Motivation und die Schreibkompetenzen durch das kreative Schreiben
deutlich verbessert wurden. Die Ergebnisse der Studie lassen trotz vergleichsweise kleiner Stichprobenzahlen ein großes Potential des kreativen Schreibens im Schulalltag erkennen.The Austrian curriculum calls for “enabling and promoting creative language use” (Austria, 2012, p. 105). Unfortunately, the traditional text types of elementary school do not enable this. That is why creative writing is needed in primary school. In German-speaking countries, this concept has been present in writing pedagogy since the 1970s (Spinner, 2017, p. 84), but unfortunately it has hardly found a place in Austrian elementary schools. The aim of the present study is to examine the effectiveness of the use of creative writing in elementary school by clarifying the following two questions: 1. How can the motivation to write texts in elementary school be increased? 2. How can writing skills develop by creative writing? For this purpose, research was carried out in a second class of a Lower Austrian elementary school. The conventional German lessons and the lessons after various creative writing workshops were compared. The mixed methods research method was used. A pre-test and a sub-test (questionnaire and comparison of two written documents) were carried out. The evaluation and comparison showed that motivation and writing skills were significantly improved by creative writing. Despite the comparatively small number of samples, the results of the study reveal great potential for creative writing in everyday school life
Motive für und gegen ein Lehramtsstudium angesichts des aktuellen Lehrer*innenmangels in Österreich
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem aktuellen Lehrer*innenmangel in Österreich und den vielschichtigen Ursachen dieser Problematik. Das sinkende Interesse am Lehramtsstudium, vor allem im Bereich der Primarstufe, erscheint den beiden Autorinnen als äußerst bedenklich. Deshalb haben sie sich die Frage gestellt, welche Motive für oder gegen die Wahl eines Lehramtsstudiums ausschlaggebend sind. Hierfür wurde der gesamte Maturajahrgang eines Bundesoberstufenrealgymnasiums in Ried im Innkreis befragt. Zur Erhebung der Motive für bzw. gegen die Wahl eines Lehramtsstudiums wurde ein Fragebogen entwickelt, der auf bereits vorhandenen Studien mit studentischen Stichproben basiert (Keller-Schneider et al., 2018; Pohlmann et al., 2010). Um die Forschungsfrage bestmöglich zu beantworten, wurden zusätzlich Leitfadeninterviews mit mehreren Bildungsexperten aus Oberösterreich geführt. Die Auswertung der quantitativen als auch qualitativen Daten ergab, dass das Motiv “Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen” am stärksten ausgeprägt ist. Auch nach dem aktuellen Stand der Forschung sowohl im internationalen als auch im deutschsprachigen Raum ist dieses Motiv das Hauptmotiv von angehenden Lehrerinnen und Lehrern. Der aus dieser durchgeführten Stichprobe resultierende Hauptgrund, warum sich Maturantinnen und Maturanten gegen das Lehramtsstudium entscheiden, ist, dass sich die Mehrheit für ein anspruchsvolleres Studium interessiert. Zudem geben die Experten an, dass ein Wandel in der Ausbildung dringend umgesetzt werden muss, damit dem Höhepunkt des Lehrer*innenmangels, welcher im Jahr 2027 erwartet wird, entgegengewirkt werden kann.This master thesis deals with the current shortage of teachers in Austria and the complex causes of this problem. Above all, the declining interest in teacher training, especially in the field of primary education seems to be extremely alarming. Therefore, we asked ourselves which motives are responsible for the choice as well as against the choice of a teacher training course. For this purpose, we surveyed the entire graduating class of a federal upper secondary school. To elicit the motives for or against choosing a teaching degree program, we developed a questionnaire based on existing studies with student samples (Keller-Schneider et al., 2018; Pohlmann et al., 2010). The sample extends to a total of 88 baccalaureate students. In order to answer the research question in the best possible way, we additionally conducted several expert interviews and sought their opinions on this topic. The evaluation of the quantitative and qualitative data revealed that the motive "cooperation with children and adolescents" is the most pronounced. The current state of research in both international and German-speaking countries also indicates that this motive is the main motive of prospective teachers. The main reason why high school graduates decide not to study teaching is that the majority of them are interested in a more demanding course of study. In addition, the experts state that a change in training must be implemented urgently so that the peak of the teacher shortage, which is expected in 2027, can be counteracted. One expert interview revealed that attention was first drawn to the coming teacher shortage in 2008, but this "call for help" was overheard again and again
Praxisforschung in der Sozialen Arbeit
Forschung innerhalb der Praxis der Sozialen Arbeit hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Auch ihr Stellenwert in den Debatten der Disziplin der Sozialen Arbeit nimmt weiter zu. Praxisforschung, also Forschung für die Praxis und in der Praxis der Sozialen Arbeit, spielt dabei eine zentrale Rolle. In diesem Beitrag werden der Stellenwert und die Bedeutung von Praxisforschung dargestellt. Daraufhin folgt ein kurzer Überblick über die aktuellen, zukunftsweisenden Debatten, der in einem Plädoyer mündet, dass Praxisforschung als gemeinsames Interesse und als Ebene des Austauschs über gemeinsame Perspektiven und Implikationen von Praxis, Profession und Disziplin Sozialer Arbeit gut geeignet ist
Wer zuletzt lacht, hat schon eine Menge verpasst!
Die vorliegende Masterarbeit hat zum Ziel, herauszufinden welche Eigenschaften einer Lehrperson aus Sicht der Schülerinnen und Schüler in der Grundstufe 2 der Primarstufe von Bedeutung sind, um einen humorvollen Unterricht zu gestalten. Dafür wird eine intensives Literaturstudium vorangestellt, um einen groben Überblick zu diesem Thema bereitzustellen. Begriffe werden erklärt und der Humor wird von verschiedenen Seiten beleuchtet. Zum einen ist der Humor Gegenstand von Betrachtungen in der Psychologie und in der Entwicklungspsychologie, aber auch auf den Humor in der Schule und im Bezug auf das Lernen wird genauer eingegangen. Es zeigt sich im Zuge dessen eine enorme Bedeutung des Humors im schulpraktischen Feld und es werden Strategien und Methoden zur Umsetzung des Humors dargelegt. Im empirischen Teil, welcher dem literarischen folgt und darauf basiert, wird die Forschungsmethode erklärt. Mit einem Fragebogen werden zuerst Daten gesammelt, welche anschließend in
Form von Interviews mit speziell ausgewählten Kindern erläutert werden. Diese Forschung zeigt eindeutig, dass den Kindern der Humor im Unterricht sehr wichtig ist und dass die Freundlichkeit und die Dankbarkeit, im Gegensatz zur Strenge und der Leistungsorientierung, die am meisten geschätzten Eigenschaften sind. Am Ende befasst sich die vorliegende Arbeit noch mit der Notwendigkeit einer Anpassung der Ausbildung für Pädagoginnen und Pädagogen, um Möglichkeiten für eine adäquate Umsetzung im schulpraktischen Handeln vorzuschlagen.The aim of this master thesis is to find out which characteristics are important for a teacher in the basic level 2 of the primary school from the students' point of view regarding humorous teaching. For this purpose, an intensive literature study is carried out in order to provide a rough overview of this topic. Terms are explained and humor is examined from different points of view. On the one hand, humor is a research topic in psychology and in developmental psychology, but humor in school and in relation to learning is discussed in more detail also. In the course of this, the enormous importance of humor in the school-practical field is demonstrated and strategies and methods for the implementation of humor are presented. In the empirical part, which follows and is based on the literary part, the research method is explained. A questionnaire is first used to collect data, which is then explained in the form of interviews with specially selected children. This research clearly shows that humor is very important to the children in the classroom and that kindness and gratitude, as opposed to strictness and an emphasis on achievements, are the most liked characteristics. In the end, this thesis deals with the necessity of adapting the training for educators in order to guarantee an adequate implementation in their school practice
Ich möchte mich auch einbringen - Elternarbeit in der Primarstufe
Diese Masterarbeit zum Thema Erziehungs- und Bildungspartnerschaft in der Volksschule geht folgender Fragestellung nach: Wie zufrieden sind die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Volksschule Bach mit der dort stattfindenden Erziehungs- und Bildungspartnerschaft und mit der Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus? Grundsätzlich gibt es im deutschsprachigen Raum kaum Untersuchungen, die sich mit der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft beschäftigen. Darüber hinaus beschäftigt sich keine mit der Zufriedenheit der Eltern in Bezug auf dieses Thema. Um einen möglichst genauen Überblick zur Zufriedenheit der Eltern einer Schule im Rahmen der Elternarbeit zu bekommen, wurde eine Online-Umfrage an der Volksschule Bach durchgeführt.
Durch die Verknüpfung der Ergebnisse der quantitativen Forschung mit der Theorie konnte herausgefunden werden, dass es für jeden Schulstandort wichtig ist, dass die Lehrkräfte vor Ort die Bedürfnisse der Erziehungsberechtigten der Kin-der in Bezug auf die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft kennen und diese in Einklang mit den eigenen Bedürfnissen bringen. Nur dann kann „gute Elternarbeit“ stattfinden. Außerdem sollten die Lehrkräfte den Eltern auch anbieten, dass sie aktiv mitwirken können, wenn sie möchten. Diese Ressourcen werden derzeit von viel zu wenig Lehrpersonen genutzt. Eine Annahme aus der Literatur konnte im Rahmen der Untersuchung nicht belegt werden, und zwar, dass die digitale schriftliche Kommunikation in der heutigen Zeit im Bildungswesen notwendig sei. Entgegen dieser Annahme haben viele Eltern auch kein Problem damit, wenn dies (z. T. noch) analog erfolgt.This master thesis on the subject of educational partnerships in elementary schools addresses the following question: How satisfied are the parents of the pupils at the elementary school in Bach with the educational partnership taking place there and with the communication between school and home? In principle, there are hardly any studies in the German-speaking area that deal with educa-tional partnership, moreover none deal with the satisfaction of the parents in re-lation to this topic. An online survey was carried out at the elementary school in Bach in order to get as precise as possible an insight into the satisfaction of the parents of a school in the context of parent work.
By linking the results of the quantitative research and the theory, it was found out that it is important for every school location that the local teaching staff know the needs in relation to the educational partnership of the parents and that they bring them into line with their own needs, because only then parenting work can take place. In addition, teachers should also offer parents the opportunity to ac-tively participate if they want. These resources are currently not used enough by teaching staff. One statement from the literature could not be verified in the course of the study, namely that digital written communication is necessary in the education system today, since many parents have no problem with this (partly still) taking place in analogue form
Leitlinie zum Umgang mit Open Access an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) vom 25. April 2023
Die katho unterstützt die Forderung nach einem offenem Zugang zu wissenschaftlichem Wissen („Open Access“) und hat daher die „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ unterzeichnet. Die katho möchte damit zum größtmöglichen Nutzen der Forschung für Wissenschaft und Gesellschaft beitragen und formuliert diese Leitlinie zum Open-Access
Bereitet die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz ausreichend auf das Handlungsfeld im Aufwachraum vor? Empirische Berufsfeldanalyse zum Berufsbild der Anästhesietechnischen Assistenz
Im Januar 2022 ist ein neues Ausbildungsgesetz in Kraft getreten, wodurch die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz ihre staatliche Anerkennung erlangte. Diese 3-jährige grundständige Ausbildung berechtigt zur Arbeit in den Operationseinheiten inklusive dem Aufwachraum, der Notaufnahme und der Endoskopie. Sie erfordert keine vorangehende Pflegeausbildung und ist nicht akademisch. Sie ist mit der Nurse Anaesthetist in Großbritannien (Operation Department Practitioner) oder den Niederlanden (Anesthesiemedewerker) vergleichbar. Eine berufswissenschaftlich durchgeführte Beschreibung des Berufes konnte durch eine Literaturrecherche nicht identifiziert werden. Dieser Beitrag soll mit Hilfe einer empirischen Berufsfeldanalyse helfen dieses Desiderat zu schließen. Die methodisch-methodologische Vorgehensweise war der Experten-Facharbeiter-Workshop. Dabei ermittelten Vertreter/Experten der Anästhesiepflege 16 für den Beruf typische Arbeitsaufgaben, auf deren Basis eine Beschreibung des Berufsbildes erfolgte. Auf dieser Basis konnte die Forschungsfrage „Bereitet die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz ausreichend auf das Handlungsfeld im Aufwachraum vor?“ diskutiert werden. Im Aufwachraum der Operationseinheiten wird vom Pflegepersonal eigenverantwortliches Handeln gefordert. Ärztliches Personal ist lediglich in Rufbereitschaft. Insgesamt wurde die neue grundständige Ausbildung als gute Vorbereitung auf das Berufsfeld der Anästhesiepflege eingeordnet. Durch den explorativen Zugang zum Feld konnte einschränkend herausgearbeitet werden, dass ein praktischer Einsatz zu Ausbildungszwecken auf einer chirurgischen Intensivstation in die Ausbildung etabliert werden sollte. Ein solcher Einsatz würde den Kompetenzerwerb in Hinblick auf die Tätigkeit insbesondere im Aufwachraum deutlich unterstützen.In January 2022, a new training law came into effect, which gave training as an anesthesiatechnical assistantits own state recognition. This 3-year undergraduate training entitles one to work in operating units including the recovery room, the emergency room and endoscopy. It requires no previous nursing training and is not academic. It is comparable to the nurse anesthetist in Great Britain (Operation Department Practitioner) or in the Netherlands (Anesthesiemdewerker). A professional description of thisprofession cannot be identified by a literature search. This article aims to close this desideratum with the help of an empirical occupational field analysis. The methodological approach was the expert-skilled worker workshop. Representatives/Experts of anesthesia nursing determined 16 typical work tasks for the profession, on the basis of which a description of the job description was made. Based on this, the research question "Does the training as an anaesthesia technician sufficiently prepare students for the field of action in the recovery room?" will be discussed. In the surgical units’ recovery room, the nursing staff is required to act independently while the medical staff ison standby. Overall, the new undergraduate training was classified as a proper preparation within the professional field of anesthesia nursing. Due to the exploratory approach in this field, it was possible to work out within a limited way that a practical assignment for training purposes in a surgical intensive care unit should be established within the training. Such an assignment would significantly support the competence acquisition inregard to working in the recovery room
Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung des SeWo-LWL-Programms für selbständiges und technikunterstütztes Wohnen im Quartier
Die Selbstständige Wohnen gem. GmbH (SeWo) als Tochtergesellschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) fördert 15 Wohnprojekte für je 10-15 Menschen mit vergleichsweise höherem Hilfebedarf in Kommunen in Westfalen-Lippe. Die Mieter/innen leben mit Unterstützung in ihren eigenen Wohnungen. Durch sozialraum- bzw. quartiersbezogene Arbeit und technische Unterstützung soll die Teilhabe, die Selbstständigkeit und die Sicherheit der Mieter/innen mit Beeinträchtigungen nachhaltig verbessert werden.
Die Evaluation des SeWo-LWL Programms für selbstständiges und technikunterstütztes Wohnen im Quartier umfasst die drei Themenbereiche: Bauen für das Wohnen von Menschen mit Behinderung; Sozialraumorientierung und soziale Inklusion; technikunterstütztes Wohnen. Für diese drei Themenbereiche werden abschließend aufgrund der im Projekt ausgewerteten Erfahrungen und unter Berücksichtigung der aktuellen Herausforderungen Empfehlungen ausgesprochen.
Das Evaluationsprojekt hat die sozialraum- und quartiersbezogene Arbeit der Anbieter sowie die daraus resultierenden Teilhabemöglichkeiten der Mieter/innen multiperspektivisch erhoben und bewertet. Zudem werden die Barrieren und Förderer für die Realisierung der Wohngebäude analysiert sowie haustechnische Lösungen und die Chancen für Mieter/innen dargestellt.
Die quartiers- und sozialraumbezogene Arbeit wird aus der Perspektive der Quartiers- und Teilhabgestalter/innen und aus der Perspektive der Mieter/innen mit Behinderung bewertet:
- Qualitative Inhaltsanalyse der Anbieterkonzepte
- Strukturierte Netzwerkkarte mit Kooperationsbeziehungen im Quartier
- Workshop mit den Quartiers- und Teilhabegestalter/innen aus allen Wohnprojekten
- Fokusgruppen mit den Mieter/innen in den Wohnprojekten
- Strukturierter Dokumentationsbogen mit Eco-Map zur sozialraum- und quartiersbezogenen Teilhabe für jede Mieterin/ jeden Mieter zu drei Erhebungszeitpunkte
- Qualitative Einzelinterviews mit Quartier- und Teilhabegestalter/inne