Kirchlicher Dokumentenserver
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Leere Kirchenbänke, volle Freikirchen? Ein Vergleich der Gottesdienstbesucher*innen einer Gemeinde der Evangelischen Landeskirche und einer Freikirche in Württemberg
In der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sinken neben den Mitgliederzahlen auch die Zahlen der Gottesdienstbesucher*innen stetig. In Freikirchen, wie dem International Christian Fellowship (ICF), hingegen werden die Gottesdienste vor allem von Menschen unter 35 Jahren deutlich besser besucht. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit den Fragen: „Welche Anforderungen haben Besucher*innen einer Gemeinde der Evangelischen Landeskirche und einer Freikirche in Württemberg an einen Gottesdienst?“ Und: „Welche Elemente anderer Gottesdienste könnte die Evangelische Landeskirche in Württemberg übernehmen, um mehr Menschen zu erreichen?“. Um die Forschungsfragen zu
beantworten, wurde eine quantitative Studie mit insgesamt
210 Befragten unter den Gottesdienstbesucher*innen der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Ludwigsburg und dem ICF Ludwigsburg durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen auf, dass die Befragten im ICF großen Wert auf das Wachstum ihres Glaubens und die Beziehung zu Gott bzw. Jesus legen, während es den Befragten in der Landeskirche wichtiger ist, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken. Auch im Blick auf die Musik und die Gemeinschaft unterscheiden sich die Meinungen zwischen den Gemeinden stark. Daraus kann geschlossen werden, dass die EKD besonders in diesen Bereichen Veränderungen an ihren Gottesdiensten vornehmen sollte, um wieder mehr Menschen zu erreichen
Wertevermittlung in der inklusiven Pädagogik
In dieser Arbeit soll das Thema „Wertevermittlung in der inklusiven
Pädagogik“ näher behandelt werden. Dabei sollen aber nicht die
rationalen, kognitiven Zugänge im Fokus stehen, sondern das leiblichsinnliche
Wahrnehmen. Der Mensch hat einen physischen Körper,
nimmt die Welt aber in Resonanzräumen gefühlt leiblich wahr. Die
Schule ist einer der größten Resonanzräume, der von Beziehungen
geprägt ist. Damit Lernen, oder auch Wertevermittlung gelingen kann,
braucht es neben Beziehung auch eine angenehme Atmosphäre.
Überdies muss auch definiert werden, was überhaupt unter dem Begriff
„Werte“ verstanden wird. Da sich diese Arbeit auf die inklusive
Pädagogik spezialisiert hat, wird näher auf das Thema Inklusion und die
Vorstellungen eines Menschenbilds der inklusiven Pädagogik
eingegangen. Dieses ganze Vorwissen braucht man, um letztendlich
Werte in der inklusiven Pädagogik vermitteln zu können.
Um die Erkenntnisse der fachlichen Literaturrecherche zu belegen,
wurde eine Forschung durchgeführt. Acht Lehrpersonen, die mit
Kindern mit erhöhtem Förderbedarf arbeiten, wurden mittels eines
problemzentrierten Interviews befragt. Die Autorin dieser Arbeit hat sich
bewusst dafür entschieden nur Sonderschulpädagoginnen und
Sonderschulpädagogen zu befragen, um aufzuzeigen, dass
beeinträchtigte Kinder und Jugendliche genauso Werte spüren, fühlen
und annehmen können.
Durch Theorie und Empirie können schlussendlich Antworten auf die
Forschungsfrage „Wie lässt sich Wertevermittlung in der inklusiven
Pädagogik auf Grundlage einer Anthropologie der Leiblichkeit im
Spannungsfeld von Praxis und Theorie gelingend gestalten?“ gegeben
werden. Im letzten Teil dieser Arbeit werden ein Ausblick in die Zukunft, sowie Limitationen schriftlich festgehalten.
Das Thema ist für all jene interessant, die sich mit der gefühlten
Wertevermittlung auseinandersetzen wollen und besonders auch für
diejenigen, die mit beeinträchtigten Menschen arbeiten.In this thesis the topic „teaching of values in inclusive education“ will be discussed in detail. In this process the focus should not only be on rational, cognitive approaches, but rather on bodily sensual perception. Human beings have a physical body, yet feel the world bodily in a sensual way in resonance spaces. School is one of the biggest resonance spaces and is characterized by relationships. In order for learning as well as the transmission of values to succeed, besides relationship a pleasant atmosphere is needed. In addition to that the exact meaning of the term “values” has to be defined. Since this thesis specializes in inclusive pedagogy, the topic of inclusion and the ideas of an image of human beings in inclusive education will be discussed in more detail. All of this prior knowledge is needed in order to ultimately be able to convey values in inclusive pedagogy. Research was carried out to substantiate the findings of the specialist literature search. Eight teachers who work with children with special needs were surveyed by conducting a problem-focused interview. The author of this written work deliberately decided to only interview teachers for special needs to credibly show that children and young people with disabilities can sense, feel and accept values. Ultimately, answers to the research question „How can values be conveyed successfully in inclusive pedagogy on the basis of an anthropology of corporeality in the field of tension between practice and theory?“, can be demonstrated through theory and empiricism. The topic is interesting for all those who want to engage with the perception of how values are conveyed in a sensual and bodily way and especially for those who work with people with disabilities
Gelungener Zweitspracherwerb im Rahmen der Primarstufe, Deutschförderklasse - ein Erfolgsmodell?
Das Modell der Deutschförderklassen und Deutschförderkurse wurde als kurzfristige ‚Notbremse‘ im Schuljahr 2018/19 in Österreichs Volksschulen eingeführt. Das System sollte Abhilfe schaffen, um, durch Kriegsgeschehnisse und weltpolitische Ereignisse, forcierte Fluchtbewegungen und damit einhergehende, stark gestiegene Zah-len an Schülerinnen und Schülern mit ungenügenden Deutschkennt-nissen, abzufedern. Die Sprache stellt im Leben eines Menschen und speziell auch im Schulalltag eine Schlüsselqualifikation zur Bewälti-gung dar. Wird diese ungenügend oder nur mangelhaft beherrscht, führt dies ohne adäquate Fördermaßnahmen zu einer strukturellen Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Zweitsprache. Das Ziel dieses Systems sollte sein, dass Kinder ande-rer Erstsprachen schneller der Bildungssprache mächtig werden, um dem Regelunterricht folgen zu können und folglich die Bildungsbe-nachteiligung auszugleichen.
Da dieses System ein Schulhaus als Ort der Separation erscheinen lässt, erweckt die Umsetzung immer wieder Empörung oder ein Gefühl der Diskriminierung unter den Eltern, wie auch unter den Lehrkräften. Sich als Lehrperson dem, von politischer Seite entworfenen System zu fügen und Unsicherheiten oder Meinungsverschiedenheiten auszu-gleichen, erfordert zahlreiche Überlegungen. Da die Lehrperson den zentralen Dreh- und Angelpunkt des Schulsystems darstellt, kann sie durch ihre Haltung und die Methodenfreiheit einen unverzichtbaren Beitrag zu einer kindzentrierten, mehrsprachigen Schule leisten.
Die vorliegende Masterarbeit soll als Unterstützung von Lehrkräften dienen. Sie veranschaulicht die aktuellen wissenschaftlichen Erkennt-nisse im Bereich des Zweitspracherwerbs und klärt auf, welche Fakto-ren dafür günstig und hilfreich wären. Diese Forschungsarbeit soll auch darauf aufmerksam machen, dass das derzeitige gesetzlich gül-tige österreichische Fördermodell sein Ziel (dem Abbau von Bildungs-benachteiligung durch das schnelle Erlernen der deutschen Sprache) nur bedingt erfüllt.The model of German support classes and German support courses was introduced as a short-term 'emergency brake' in Austria’s elementary schools during the 2018/19 school year. The system was intended to provide a remedy for the previously forced migration of refugees caused by war and world political events, which resulted in a sharp increase in the number of students with insufficient knowledge of German. Language is a key qualification in everyday life, especially in school. Students that do not master the German language sufficiently suffer from a structural disadvantage unless adequate support measures are put into place. The goal of German support classes is to help children with other first languages become proficient in the language of education more quickly in order to be able to follow regular lessons and thus compensate for the educational disadvantage. This system, however, makes a school building appear as a place of separation. Its implementation can arouse indignation or feelings of discrimination among parents and teachers. As a teacher, submitting to the politically designed system and reconciling uncertainties or differences of opinion requires a great deal of thought. Teachers are one of the central pillars of the school system, therefore, they can make an indispensable contribution to a child-centered, multilingual school through their attitudes and freedom of method. This master thesis is intended as a source of support for teachers. It illustrates the current scientific findings in the field of second language acquisition and clarifies which factors would be favorable and helpful. This research should also draw attention to the fact that the current legally valid Austrian support model only partially fulfills its goal of reducing educational disadvantages through the rapid learning of the German language
(Heil-) Pädagogische Professionalisierung in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern der Primarstufe im Spannungsfeld von Gelingen und Scheitern
Schwieriges Verhalten ist eine Thematik, mit der Lehrkräfte oft täglich konfrontiert sind. Die hier vorliegende Masterarbeit setzt sich mit genau diesem Thema auseinander.
Aus der (heil-) pädagogischen Theorie sind bereits einige Bereiche bekannt, denen im Umgang mit schwierigem Verhalten eine große Wichtigkeit zugeschrieben wird. Hierbei fallen oft Begriffe, wie Beziehung oder Reflexion. Doch auch das Scheitern im pädagogischen Beruf soll nicht außer Acht gelassen werden. Da eben dieses Scheitern, so die Theorie, auch der Pädagogik innewohnt.
Wie in diesem Spannungsfeld ein Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen gefunden werden kann und was all das mit Professionalität zu tun hat, wird in dieser Arbeit in der Verknüpfung von Theorie und praktischen Erfahrungen er-läutert.Difficult behavior is a topic that teachers are often confronted with on a daily basis. This master thesis focuses on exactly this topic. The theory has already brought up some areas, which are attributed a great importance in dealing with difficult behavior. Here, terms such as relationship or reflection are often mentioned. But also, the failure in the pedagogical occupation should not be disregarded. According to theory, this failure is also inherent in pedagogy. How difficult behavior can be dealt with in this area of tension and what all this has to do with professionalism is explained in this work by linking theory and practical experience
Interkulturalität – Eine Herausforderung für die Kommunikation
Die Bachelorarbeit setzt sich mit dem Thema der Interkulturalität in Bezug auf Kommunikation auseinander. Die erste erkenntnisleitende Fragestellung untersucht, inwieweit Interkulturalität eine Herausforderung für die Kommunikation darstellt. Das Augenmerk wird dabei auf die Sprache gelegt.
Der Anspruch der Inklusion ist, dass jede:r aktiv an der Gesellschaft teilhaben kann, unab-hängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Sprache, Religion, Behinderung oder sonstigen individuellen Merkmalen. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die zweite Forschungs-frage mit einer möglichen Methode zur Unterstützung und Entlastung der Kommunikation, wenn diese zusätzlich zur Interkulturalität an unterschiedlich gesprochenen Sprachen scheitert. Inwiefern kann die Unterstützte Kommunikation (UK) ein möglicher Lösungsansatz sein, um mit den Herausforderungen in der interkulturellen Kommunikation umzugehen? Es sollte nicht erst eine gemeinsame Sprache die Voraussetzung für eine beginnende Konversation sein und ebenso keine kulturellen Missverständnisse diese beträchtlich stören oder sogar beenden.
Um die Arbeit einzugrenzen, wird der Fokus auf Kinder in Kindertagesstätten gelegt, die in Deutschland leben. Zu Beginn werden entsprechende Begrifflichkeiten (Kommunikation, Sprache, Interkulturalität) definiert sowie für die Bachelorarbeit erforderlich eingegrenzt.
Für die Auseinandersetzung mit der zweiten Forschungsfrage werden zuerst grundlegende Aspekte der UK, wie unterschiedliche Formen, Methoden und ihr Einsatzbereich, dargelegt.
So kann im Anschluss die Fragestellung behandelt werden, inwieweit UK im Bereich der Kommunikation innerhalb der Interkulturalität eingesetzt werden kann. In Zusammenhang hiermit spielen die (Heil-)Pädagogik sowie – bedeutend für die Klientel – die Kommunikation mit den Eltern der Kinder eine entscheidende Rolle. Neben Möglichkeiten hat jedes Konzept seine Grenzen, die am Ende dieser Arbeit im Einsatz der UK bei Interkulturalität aufgezeigt werden sollen
Die Übergänge von Sorge und Pflege : Versuch einer leibphänomenologischen Erweiterung der pflegewissenschaftlichen Grundlagen
In dieser wissenschaftlichen Arbeit geht es darum, den Leib in Sorge und Pflege in Erlebnissen des Selbst sowie des Selbst mit dem Fremden zu analysieren und zu reflektieren. Es werden Fragen gestellt wie: Was ist Sorge? Was ist Pflege? - Ist das Sorge? Ist das Pflege? - um die Übergänge von Sorge und Pflege aufzudecken.
Auf der Suche nach Antworten wird eine wissenschaftliche Reflexion als methodologischer Weg eingeschlagen. Hierzu werden philosophische und pflegerische Perspektiven in Dialog gebracht und damit der Versuch einer Erweiterung der leibphänomenologischen Grundlagen in der Pflegewissenschaft initiiert.
Während der Analyse der Begriffe Sorge und Pflege und deren Übergänge hat sich herausgestellt, dass die Inhalte über das Selbst in Sorge als cura sui und dem Selbst in Pflege auch für den Anderen als cura et altera weiterführende Inhalte sowohl für Pflegewissenschaft als auch für die Philosophie anbieten.
Einblicke in die Pflegetheorien von Madeleine Leininger, Jean Watson, Patricia Benner und Judith Wrubel geben Hinweise über diffuse Interpretationen des Menschseins in Kontexten von Care und Caring.
Die Philosophie hat den analytischen Weg angeboten, der über die Denkschule der “Alten“ Phänomenologie von Martin Heidegger und Immanuel Lévinas hinüber zur „Neue“ Phänomenologie von Hermann Schmitz führt.
Im Verlauf der wissenschaftlichen Auseinandersetzung hat sich die Bildung von Voraussagen als Grundannahmen sowie Thesen und Hypothesen als notwendige Zwischenergebnisse herausgestellt, um den Bezug zum Leib als Gestalter der Subjektivität in Erlebnissen der Sorge und Pflege nicht aus den Augen zu verlieren.
Das Apriori des Leibes im Gespürten dient in der Neuen Phänomenologie von Schmitz als methodisches Instrument, um die unwillkürlichen Lebenserfahrungen zu erfassen. Dies ermöglicht, sich in den Übergängen von Sorge und Pflege an die pathische Seite des Menschseins zum Menschwerden in zahlreichen Beispielen aus der Pflegepraxis analytisch heranzutasten.
Schlüsselbegriffe: Sorge, Pflege, Spüren, sinnlich-leiblich, subjektive Tatsachen, affektives Betroffensein, Leib, Leiblichkeit, Alphabet der Leiblichkeit, leibliche Regungen, Atmosphären, Gefühle, leibliche Kommunikation, chaotische Mannigfaltigkeit, leibliche Erkenntnisformen, Paradoxie der leiblichen Existenz, prospektive Reflexion, Selbstbestimmung.This scientific work analyzes and reflects the felt body in care and caring, in experiences of the self and of the self with the other. Questions are raised such as: What is care? What is caring? - Is that care? Is this caring? - to uncover the transitions between care and caring.
In the search for answers, scientific reflection is taken as a methodological path. Philosophical and caring perspectives are brought into dialogue. An attempt to expand the felt body phenomenological basis in nursing science is thus initiated.
During the analysis of the concepts of care and caring and their transitions, it turned out that the content about the self in care, cura sui, and the self in care also for the other, cura et altera, offers further areas of study for both caring science and philosophy.
Insights into the caring theories of Madeleine Leininger, Jean Watson, Patricia Benner and Judith Wrubel provide information about various interpretations of being human in the context of care and caring.
Philosophy offers an analytical path that leads via the "Old" Phenomenology of Martin Heidegger and Immanuel Lévinas to the "New" Phenomenology of Hermann Schmitz.
In the course of scientific discussion, the formulation of predictions as basic assumptions, as well as theses and hypotheses have emerged as necessary intermediate results, to not lose sight of the relation to the felt body as a shaper of subjectivity in the experiences of care and caring.
The a priori of the body in its feelings serves Schmitz's New Phenomenology as a methodical instrument for everyday`s life experiences. This makes it possible to analytically approach the transition from care and caring to the pathological side of being human and becoming human, as numerous examples from nursing practice shows.
Key terms: care and caring, feelings, felt body, sensual- physical, subjective facts and affective involvement, alphabet of the felt body, senses, atmospheres, bodily communication, chaotic diversity, bodily forms of cognition, paradox of bodily existence, prospective reflection, self-determination
Gewaltfreie Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz
Für die beiden Themen „Gewaltprävention in der Pflege“ und „Demenz“ sowie die Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen war das Projekt „Don’t forget!“ in Bosnien und Herzegowina ein Pilotprojekt in der gesamten Region. Mit der vorliegenden Arbeit wurden die Informationen und Resultate aus verschiedenen Projektaktivitäten ergänzt mit spezifischen Untersuchungen. zum Thema „Gewaltprävention in der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz“.
Im ersten Abschnitt werden die komplexe politische Situation und der allgemeine sozioökonomische Hintergrund im Land sowie die demographischen Entwicklungen erläutert. 80 Prozent der alten Menschen leben in Armut – und der Mangel an entsprechenden Dienstleistungen und Angeboten für alte Menschen generell, insbesondere aber für Menschen mit Demenz werden beschrieben.
Im zweiten Abschnitt zum Themenfeld Pflege werden vor allem Ursachen für Gewalt und Faktoren erläutert, die im Rahmen der Prävention von Gewalt und Missbrauch relevant sind. Ein Überblick über neuere, praxisorientierte Modelle zur personen-zentrierten Pflege bildete den ergänzenden Teil dieses Abschnitts.
Im Abschnitt 3 zum Thema Gewalt werden nach einer Übersicht über Gewaltformen gegen alte Menschen aufgrund der mangelnden Datenlage in Bosnien und Herzegowina vor allem aktuelle Untersuchungen über Gewalt in der Pflege aus Deutschland zusammengefasst. Im letzten Abschnitt wurde gezeigt, inwieweit Stigmatisierung und soziale Exklusion Gewalt und Missbrauch begünstigen.
Abschnitt 4 geht auf die verschiedenen Demenzformen und Stadien ein. Die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Demenz werden beschrieben. Stigmatisierung und soziale Exklusion als Risikofaktoren für Gewalt und Missbrauch wurden erläutert.
Der empirische Teil umfasst eine Beschreibung der qualitativen und der quantitativen Forschungsmethoden, die angewendet wurden. Aus den Ergebnissen der Befragungen und Beobachtungen wurden auf Grundlage der aktuellen Forschungsarbeiten aus den ersten Abschnitten Handlungsempfehlungen für weitere Projekte / Programme in der Region entwickelt.
Als Schlüsselfaktoren wurden folgende Bereiche identifiziert: Wissen zum Thema Demenz, den Ursachen für herausforderndes Verhalten und den Bedürfnissen von Menschen mit Demenz, Wissen zum Thema Gewaltprävention in der Pflege und Betreuung und die Stärkung einer achtsamen, reflektierten und respektvollen Haltung, welche die Würde des Menschen und seine Integrität im Zentrum hat, und Wissen über Risiken und Ursachen von Gewalt in der Betreuung und Pflege und Strategien zu deren Minimierung. Das Wissen in den angesprochenen Bereichen umfasst theoretische Grundlagen sowie konkrete Werkzeuge und Handlungsmöglichkeiten.For the two topics "prevention of violence in care" and "dementia" and the support of people with dementia and their relatives, the project "Don't forget!" in Bosnia and Herzegovina was a pilot project in the entire region. With the present thesis, the information and results from various project activities were supplemented with specific research. on the topic of "Prevention of violence in the care and support of people with dementia". In the first section, the complex political situation and the general socio-economic background in the country as well as the demographic developments are explained. 80 percent of the elderly live in poverty - and the lack of appropriate services and offers for the elderly in general, but especially for people with dementia are described. The second section on the subject area of care primarily explains causes of violence and factors that are relevant in the context of preventing violence and abuse. An overview of recent, practice-oriented models of person-centered care formed the supplementary part of this section. Section 3 on violence, after an overview of forms of violence against the elderly due to the lack of data in Bosnia and Herzegovina, summarizes mainly recent studies on violence in care from Germany. The last section showed the extent to which stigmatization and social exclusion influence violence and abuse. Section 4 looks at the different forms and stages of dementia. The wishes and needs of people with dementia are described. Stigmatization and social exclusion as risk factors for violence and abuse were explained. The empirical part includes a description of the qualitative and quantitative research methods that were used. Recommendations for further projects / programs in the region were developed from the results of the interviews and observations based on the current research from the first sections. The following areas were identified as key factors: Knowledge on dementia, the causes of challenging behavior and the needs of people with dementia, knowledge on the prevention of violence in care and support and the reinforcement of a mindful, reflective and respectful attitude that has the dignity of the person and his or her integrity at its core, and knowledge on the risks and causes of violence in care and support and strategies to minimize it. The knowledge in the addressed areas includes theoretical basics as well as concrete tools and possibilities for action
Existenzielle Soziale Arbeit
Soziale Arbeit trifft auf Existenzphilosophie: Wie finde ich Sinn in meinem Leben? Wie frei bin ich in meinen Entscheidungen und Handlungen? Wie gehe ich mit Leid, Schuld und Tod um? Wie führe ich ein authentisches Leben?
Unter Rückgriff auf einige große Denker wie Jean-Paul Sartre und Martin Heidegger unternimmt Johannes Nathschläger den Versuch zu zeigen, wie existenzphilosophische Fragen und Themen in den vielfältigen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit zwar eine allgegenwärtige „Querschnittsaufgabe“ darstellen, im theoretischen Diskurs bislang aber kaum Beachtung fanden. Dieser Herausforderung muss sich Soziale Arbeit als Profession und wissenschaftliche Disziplin endlich stellen und dazu passende Methoden entwickeln und anwenden. Anregungen kann sie u. a. bei der existenziellen Psychotherapie Irvin Yaloms oder der Logotherapie Viktor Frankls finden. Dieses Buch möchte hierzu eine Debatte anstoßen und richtet sich gleichermaßen an Fachkräfte, Studierende und Lehrende der Sozialen Arbeit
Braucht es eine forensische Heilpädagogik? Eine qualitative Forschung über heilpädagogische Methoden bei straffällig gewordenen Menschen mit Lernschwierigkeiten in der forensischen Psychiatrie
Straffällig gewordene Menschen mit Lernschwierigkeiten gelten im deutschen Strafrecht meistens als schuldunfähig. Dann kann eine Unterbringung in einer forensischen Psychiatrie angeordnet werden. Die Behandlungen dort sind allerdings oft nicht an die Bedürfnisse dieser PatientInnen angepasst. Die Heilpädagogik beschäftigt sich mit Angeboten für diese Personengruppe und könnte hier in der Forensik ansetzen. Ziel der Forschung ist, den Bedarf an heilpädagogischen Methoden bei straffällig gewordenen Menschen mit Lernschwierigkeiten in der forensischen Psychiatrie zu erheben. Mittels ExpertInneninterviews wurden Therapieleitungen heilpädagogisch orientierter forensischer Stationen befragt.
Die Ergebnisse wurden mit der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet. Das heilpädagogische Menschenbild, auf dessen Basis das Therapieangebot individuell an die Menschen angepasst wird, stellte sich als die wichtigste heilpädagogische Methode dar. Die Grenze des heilpädagogischen Konzeptes liegt im Sicherungsaspekt der forensischen Psychiatrie.
Weil die Anzahl von Menschen mit Lernschwierigkeiten in der Forensik zunimmt, wird die Hypothese aufgestellt, dass ein Bedarf an heilpädagogischen Methoden in forensischen Psychiatrien besteht. Dies muss in weiteren Forschungen überprüft werden.Offenders with learning disabilities are mostly not declared guilty in the German justice system. They are accommodated in forensic psychiatric hospitals, however, there is often no specific therapy for these groups of patients. Special education deals with treatments for people with learning disabilities and could influence forensic settings. The aim of the study is to analyze the needs of special education for offenders with learning disabilities in forensic psychiatric hospitals. Therefore, interviews with staff in therapy management of forensic psychiatric stations who are oriented towards special education were conducted.
The results were evaluated with the structured content analysis according to Kuckartz. The special education-idea of mankind seems to be the most important method. It serves as the foundation for a specific therapy, which is individually customized for the needs of patients. Special education is limited by the aspects of safety in forensic psychiatric settings.
Due to a rising number of people with learning disabilities in forensic psychiatric hospitals, the hypothesis can be proposed that there is a need for special education treatment in forensic psychiatric hospitals. This must be examined in further research