Kirchlicher Dokumentenserver
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    Pasteurs Quadrant und die Soziale Arbeit. Grundfragen und ein Modell ihrer Grundlagen- und Anwendungsforschung

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    Der Beitrag untersucht das Verhältnis von Grundlagen- und Anwendungsforschung zunächst aus Sicht prominenter Autoren sowie durch Diskussion von Papieren der DGSA und der OECD, welche sich mit der Dichotomie zwischen beiden Forschungsrichtungen und einem mittleren Bereich dazwischen auseinandersetzen. Das Quadranten-Modell von Stokes bietet hierzu eine weiterführende Sichtweise, welche Forschungsaktivitäten nach ihrem primären Ziel (Erkenntnis und/oder Nutzen) klassifiziert und hieraus eine Vier-Felder-Matrix konstruiert. Dieses Quadranten-Modell – und seine Dynamisierung – können gut auf die Soziale Arbeit übertragen werden. Ein konkretes Beispiel zeigt schließlich, dass in einem typischen Forschungsprojekt der Sozialen Arbeit gleichzeitig sowohl Grundlagen- als auch Anwendungsforschung betrieben wird.The article examines the relationship between basic and applied research, first in the view of prominent authors and then by discussing papers from the DGSA and the OECD that deal with the dichotomy between the two research directions and an intermediate area between them. Stokes' quadrant model offers a further perspective on this, classifying research activities according to their primary goals (understanding and/or use) and constructing a fourfield matrix from this. This quadrant model – and its dynamization – can be easily transferred to social work research. Finally, a concrete example shows that in a typical social work research project, both basic and applied research are conducted simultaneously

    Geförderte Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern durch die Bewegte Pause aus Sicht von Volksschülerinnen und Volksschülern

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    Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit den Kompetenzen, die bei Schülerinnen und Schülern durch die Bewegte Pause gefördert werden. Es geht dabei insbesondere um soziale, aufmerksamkeitsökonomische, motorische etc. Fähigkeiten und Fertigkeiten. Nach einer kurzen Einleitung wird auf den Begriff der bewegten Pause eingegangen sowie auf die Kompetenzen, die durch diese gefördert werden. Anhand von Fachliteratur wird nachgewiesen, welche positiven Auswirkungen diese Pausenform auf den Unterricht und die Kinder hat. Am Ende dieses Abschnitts wird dann die Fragestellung präzisiert und die Hypothese formuliert, dass durch die Bewegte Pause bei Schülerinnen und Schülern Kompetenzen im sozialen und sportlichen Bereich, sowie Konzentration und Lernkompetenz gesteigert werden. Der darauffolgende empirische Teil der Arbeit beginnt mit einer Darlegung des organisatorischen Vorgehens und des methodischen. Anschließend wird der Fragebogen erörtert und die Ergebnisse beschrieben und diskutiert. Dabei wird auf die zwei Items (Aussagen bzw. Statements) in jedem Modul eingegangen, sowie auf Unterschiede bei den Schulen und Schulstufen. Am Schluss der Arbeit werden die verschiedenen Ergebnisse noch in Beziehung zueinander gesetzt und in den aktuellen Kontext der Forschung eingebettet. Dabei konnte nicht nur die Hypothese bestätigt werden, sondern auch belegt werden, dass die Bewegte Pause insbesondere das Selbstbewusstsein von Heranwachsenden stärkt.This master's thesis deals with the competences that are promoted in pupils through the “Bewegte Pause”. In particular, it focusses on social, attentional, motor, etc. skills and abilities. After a brief introduction, the concept of physical recess and the skills that it promotes are discussed. Specialist literature is used to demonstrate the positive effects this type of break has on lessons and children. At the end of this section, the research question is then specified and the hypothesis is formulated that pupils' social and sporting skills, as well as concentration and learning skills, are improved by the “Bewegte Pause”. The subsequent empirical part of the thesis begins with a description of the organisational and methodological approach. The questionnaire is then discussed and the results are described and discussed. The two items (statements) in each module are discussed, as well as differences between schools and school levels. At the end of the paper, the various results are placed in relation to each other and embedded in the current context of research. Not only was the hypothesis confirmed, but it was also demonstrated that the “Bewegte Pause” particularly strengthens the self-confidence of adolescents

    Auswirkungen von Existenzielle Pädagogik und Resilienztraining auf Jugendliche

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    Hintergrund: Die vorliegende Arbeit untersucht inwieweit unterschiedliche Unterrichtsmethoden an berufsbildenden mittleren Schulen dazu beitragen können, die Resilienz und das subjektive Stärkungsgefühl von Jugendlichen zu fördern. Festzuhalten ist, dass die psychische Belastungen Jugendlicher, besonders während der Covid-19-Pandemie, deutlich angestiegen sind und Unterrichtskonzepte verstärkt auf diese veränderten Bedürfnisse eingehen sollten. Zielsetzung: Ziel dieser Arbeit ist verschiedene Unterrichtseinheiten aufzuzeigen und anhand empirischer Daten nach den vier Grundmotivationen der Existenziellen Pädagogik sowie den sieben Säulen der Resilienz zu analysieren, um mögliche Verbesserungspotenziale zu entwickeln und umzusetzen. Methodik: Für den theoretischen Teil wurde eine systematische Literaturrecherche zu den Themen Resilienzförderung, Existenzieller Pädagogik und didaktischer Methoden durchgeführt. Zusätzlich wurde die Schule (ABZ Hagenberg) mit den unterschiedlichen Schwerpunkten erläutert. Im empirischen Teil erfolgte eine Feldstudie mit Schüler:innen des ABZ Hagenberg, in der verschiedene Unterrichtsmethoden erprobt und mittels standardisierte IQES-Fragebogen aus Sicht der Lernenden bewertet wurden. Die erhobenen Daten wurden anschließend quantitativ ausgewertet. Ergebnisse: Die Auswertung der verschiedenen Unterrichtseinheiten, Praxisblöcke, Exkursionen und Hospitationen zeigt insgesamt eine hohe Akzeptanz und positive Wirkung auf die Schüler:innen. Besonders praxisnahe Formate wie die Notfallbox, Hospitationen und Übungen im Bereich Körperpflege erzielten sehr hohe Mittelwerte in allen vier Grundmotivationen (GM) und Resilienzsäulen. Kennenlernübungen und Team-Buildingtage bestätigten theoretische Annahmen zur Förderung von Gemeinschaftsgefühl und Motivation, wiesen jedoch teils niedrigere Werte in der 2. GM („Ja zum Leben“) und der 4. GM („Ja zum Sinn“) auf. In den Resilienzsäulen wurden Optimismus und Zukunftsorientierung wiederholt schwächer bewertet, während jene der Akzeptanz, Eigenverantwortung und Lösungsorientierung eher sehr positiv bewertet wurden. Gruppenunterschiede traten vor allem bei emotional geprägten Items und in einzelnen Resilienzsäulen auf. Qualitative Rückmeldungen (im Rahmen der offenen Antwortmöglichkeit bei der standardisierten Datenerhebung) waren überwiegend positiv und betonten den Praxisbezug, die Fachkompetenz der Lehrpersonen sowie den individuellen Nutzen für die persönliche und berufliche Entwicklung. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass praxisorientierte und erfahrungsbasierte Unterrichtsformate wirksam zur Stärkung fachlicher Kompetenzen und Resilienz beitragen. Für eine mögliche Qualitätssteigerung sollten emotionale und sinnorientierte Aspekte gezielt ausgebaut und die Resilienzsäulen Optimismus und Zukunftsorientierung gezielt gefördert werden. Gruppenbezogene Anpassungen könnten helfen, unterschiedliche Bedürfnisse gezielt wahrzunehmen und aufzugreifen. Die Integration präventiver Ansätze wie der „psychischen Ersten Hilfe“ sollte beibehalten werden, um langfristig die Selbstwirksamkeit und Belastbarkeit der Schüler:innen zu sichern.Background: This study examines the extent to which different teaching methods at intermediate vocational schools can contribute to fostering resilience and a subjective sense of empowerment among adolescents. It is important to note that the psychological burden on young people—particularly during the COVID-19 pandemic— has increased significantly, and teaching concepts should respond more effectively to these changing needs. Objective: The aim of this work is to present various teaching units and to analyze them, based on empirical data, in relation to the four basic motivations of Existential Pedagogy and the seven pillars of resilience, in order to identify and implement potential areas for improvement. Methodology: For the theoretical part, a systematic literature review was conducted on the topics of resilience promotion, existential pedagogy, and didactic methods. In addition, the school (ABZ Hagenberg) and its different areas of focus were described. In the empirical part, a field study was carried out with students of ABZ Hagenberg, in which various teaching methods were tested and evaluated from the learners’ perspective using a standardized IQES questionnaire. The collected data were subsequently analyzed quantitatively. Results: The evaluation of the various teaching units, practice blocks, excursions, and classroom observations shows an overall high level of acceptance and a positive impact on the students. Particularly practice-oriented formats such as the “emergency box,” classroom observations, and exercises in the area of personal care achieved very high mean values across all four basic motivations (BM) and resilience pillars. Icebreaker activities and team-building days confirmed theoretical assumptions regarding the promotion of a sense of community and motivation but showed somewhat lower ratings in the 2nd BM (“Yes to Life”) and the 4th BM (“Yes to Meaning”). In the resilience pillars, optimism and future orientation were repeatedly rated lower, whereas acceptance, personal responsibility, and solution orientation were generally rated very positively. Group differences emerged mainly in emotionally oriented items and certain resilience pillars. Qualitative feedback (via the openresponse option in the standardized data collection) was predominantly positive, highlighting the practical relevance, the professional competence of the teachers, and the individual benefit for personal and professional development. Conclusions: The results indicate that practice-oriented and experience-based teaching formats effectively contribute to strengthening professional competences and resilience. To further enhance quality, emotional and meaning-oriented aspects should be deliberately expanded, and the resilience pillars of optimism and future orientation should be systematically promoted. Group-specific adjustments could help to better address different needs. The integration of preventive approaches such as “psychological first aid” should be maintained to sustainably strengthen students’ selfefficacy and resilience

    Reden – Zuhören – Mitgestalten

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    Nachhaltige politische Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus und ermöglicht ein Eintauchen in die drei Dimensionen der Politik (Krammer, 2008; Kühberger, 2016). In der Praxis fürchten allerdings Lehrpersonen, eigene Schüler:innen zu beeinflussen (Larcher & Zandonella, 2014) oder vermeiden historisches Lernen im Sachunterricht (Hofmann-Reiter, 2021). Lücken in der Lehramtsausbildung tragen nach Krösche (2024, S.45) zum geringen Stellenwert politischer Bildung in der Primarstufe bei. Eine Unterrepräsentierung des Themas betonen auch Lange et al. (2024) im nationalen Bildungsbericht. Diese Lücke sollte geschlossen werden. Dieser Beitrag baut auf der Publikation „Die Qual der Wahl – Kompetenzorientierte Demokratiebildung in der Volksschule“ (Mansberger, 2025) auf und fokussiert dabei das Lernen im Dialog, um letztlich ein Bewusstsein für Frieden und demokratische Werte zu schaffen. Das zivilisatorische Hexagon von Senghaas (1995) bildet den theoretischen Rahmen und zeigt praktische Umsetzungsmöglichkeiten aller Teilbereiche für den Unterrichtskontext auf. Eine kompetenzorientierte Stundenübersicht partizipativer und dialogorientierter Lernformen hebt die zentrale Rolle der Kommunikation hervor. Eine didaktische Analyse zeigt: Durch das gemeinsame Reden und Zuhören lernen Schüler:innen, eigene Standpunkte zu vertreten und andere Perspektiven anzuerkennen. Abschließend diskutiert dieser Artikel Professionalisierungsmöglichkeiten angehender Lehrer:innen zur Förderung einer nachhaltigen demokratischen Schulkultur

    „Nachricht von dem Anfange …“ bis zur heutigen Jugendhilfe. 250 Jahre Heimerziehung - Die Geschichte des evangelischen Waisenhauses Iserlohn.

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    Das Iserlohner Waisenhaus, heute als Evangelische Jugendhilfe Iserlohn-Hagen bekannt, ist eine der ältesten noch bestehenden diakonischen Einrichtungen der Jugendhilfe. Diese 250jährige Geschichte wird im Spiegel der jeweiligen Entwicklungen der Waisenhaus-, Kinderheim- und Heimerziehungspraxis eingeordnet und reflektiert. Damit entfaltet sich ein exemeplarisches Geschichtsbild vor dem breiten Hintergrund der Geschichte der Erziehunsghilfen - vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

    Ralph von Battle: Schriften zur Eucharistielehre und Mariologie Edition und Übersetzung

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    This critical first edition, accompanied by a German translation, contains three short works by Ralph of Battle (1040–1124), a student and associate of Lanfranc of Canterbury. The texts, probably composed during his tenure as Prior of Rochester (1096–1107) or earlier, are Fides exposita de veritate corporis et sanguinis Domini; De perpetua virginitate sanctae Mariae et de veritate corporis et sanguinis Domini, et quomodo idem corpus et sanguis a singulis comeditur et bibitur; and De similitudine candelae

    Zwischen Parlament und Praxisfeld. Arenen und Dynamiken jugendpolitischer Interventionen der AfD in der Kinder- und Jugendarbeit

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    Der Beitrag thematisiert jugendpolitische Positionen sowie politische Interventionen der AfD im Feld der Kinder- und Jugendarbeit. Im Rekurs auf ausgewählte Ergebnisse einer Studie kann sichtbar gemacht werden, dass und wie sich das Agieren der AfD weniger als lineares Interventionsgeschehen zeigt, sondern als komplexe Dynamiken, die in verschiedenen Arenen und in variierenden strategischen Praxen entstehen. Dabei kann herausgearbeitet werden, dass die hierfür bedeutsamen Verhandlungen von und um fachliche(n) Möglichkeitsräume(n) maßgeblich durch die Bezugnahmen weiterer Akteur_innen aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Trägerlandschaft geprägt werden. Insbesondere, wo Positionen der AfD Anschluss an konservative Diskurse finden können, verstärken sich Normalisierungsprozesse extrem rechter Positionen, welche nicht zuletzt einen erhöhten Legitimationsdruck für insbesondere emanzipatorische Jugendarbeit bedeuten, wie hier am Beispiel einer Situationskonstellation um Mädchen*arbeit dargestellt wird

    Brücken und Barrieren der Kommunikation christlichen Sündenverständnisses ins Adaptiv-Pragmatische Milieu

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    Das Ziel vorliegender Arbeit ist es, den Personen aus dem Adaptiv-Pragmatischen Milieu einen milieusensiblen Zugang zum christlichen Sündenverständnis zu bahnen. Für dieses Ziel wird in einem ersten Schritt erarbeitet, was christlich "Sünde" bedeutet und in einem zweiten Schritt die Lebenswelt des Adaptiv-Pragmatischen Milieus verständlich vor Augen geführt. In einem dritten Schritt wird das Phänomen der Sünde und die soeben erwähnte Lebenswelt einander gegenübergestellt und mithilfe eines weiten Kommunikationsverständnisses Brücken und Barrieren der Kommunikation dargelegt. Zusammenfassend eröffnet sich ein milieusensibler Zugang dort, wo die Verkündigung in ihrem praktischen und lebensweltlichen Alltag gründet, indem die Sünde ausgehend von einer eigenen Negativerfahrung eines Milieuvertreters definiert und im biblisch-theologischen Zusammenhang als gelöstes Problem gedeutet wird. Dies bildet den äußeren Rahmen der Verkündigung, in dem die biblische Geschichte der Sünde nun auf unterschiedliche Weise so neu erzählt werden kann, dass sie - so die Hoffnung - die Heimat für die eigene Lebensgeschichte der Hörerinnen und Hörer wird. Als konkrete Beispiele für die Verkündigung werden zwei Ansätze näher erläutert, wie Sünde als Götzendienst und als Freiheits- und Identitätsverlust verständlich werden kann. Zuletzt wird nochmals der Blick geweitet und exemplarisch verschiedene Möglichkeiten für milieusensible Kommunikationssettings dargelegt.The aim of this study is to provide people from the Adaptive Pragmatic milieu with a milieu-sensitive approach to the Christian understanding of sin. For This goal will be achieved by first analysing what ‘sin’ means in Christian terms and then, in a second step, by presenting the lifeworld of the Adaptive Pragmatic milieu in an understandable way. In a third step, the phenomenon of sin and the aforementioned lifeworld are juxtaposed and bridges and barriers to communication are explained with the help of a broad understanding of communication. To summarise, a milieu-sensitive approach opens up where the proclamation is grounded in their practical and everyday life, in which sin is sin is defined on the basis of a milieu representative's own negative experience and interpreted as a solved problem in a biblical-theological context. This forms the external framework of the proclamation, in which the biblical story of sin is sin can now be retold in different ways so that it can - so the hope hope - becomes the home for the listeners' own life stories. As concrete examples for proclamation, two approaches are explained in more detail on how sin can be understood as idolatry and as a loss of freedom and identity. Finally, the view is broadened once again and various possibilities for milieu-sensitive communication settings are presented as examples

    Motivation von Menschen mit Behinderung für die Teilnahme an einem Chorprojekt. Eine Analyse auf Grundlage der Selbstbestimmungstheorie

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    Die Soziale Arbeit kann sich verschiedener Medien für die Umsetzung ihrer Ziele bedienen, so kunst- und musikpädagogischer Gestaltungsformen. Diese können auch in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung genutzt werden. Dabei ist es notwendig zu verstehen, welche Funktionen Musik in der Sozialen Arbeit hat, wie sie integriert werden kann und welche Motivationsfaktoren für Menschen mit Behinderung dabei eine Rolle spielen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Motivation von Menschen mit Behinderung für die Teilnahme an einem Chorprojekt herauszufinden und die Funktionen dessen aus der Sicht einer Sozialarbeiterin zu beleuchten. Dazu wurden die folgenden Forschungsfragen formuliert: Wozu dienen musikpädagogische Projekte in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung? Von welcher Motivation für ihre Teilnahme am Projekt berichten beeinträchtigte Menschen? Welche Funktion hat das Projekt aus der Sicht einer Betreuerin? Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine qualitative Interviewstudie zu einem durchgeführten Chorprojekt in einer Werkstätte der Lebenshilfe Salzburg durchgeführt. In einem halbstrukturierten Leitfadeninterview wurden die Teilnehmenden und eine Betreuerin zu dem Projekt befragt und die Motivation auf Grundlage der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan erforscht. Die Antworten der Interviews zeigen, dass die Teilnehmenden Freude an dem Chorprojekt hatten und die meisten bei einem weiteren Angebot erneut teilnehmen würden. Auch die Sozialarbeiterin war positiv gestimmt und berichtete von den verschiedenen Ebenen, auf welchen das Projekt Veränderungen bewirkt hat. Das Autonomie- und Kompetenzerleben wurde durch das Chorprojekt gestärkt. Die soziale Eingebundenheit war sowohl in dem Gruppenerlebnis des Chores gegeben, wie auch durch die Teilhabe in der Gesellschaft. Es konnten neue Kontakte zu ehrenamtlichen Helfern geknüpft werden und der Auftritt bewirkte eine soziale Eingebundenheit.Social work can make use of various media to realise its objectives such as forms of art and music education. These can also be used be used in work with people with disabilities. Here it is necessary to understand what functions music has in social work, how it can be integrated and which motivational factors play a role for people with disabilities. The aim of this study is to analyse the motivation of people with disabilities for participating in a choir project and to analyse its functions from the from the perspective of a social worker. To this end, the following research questions were formulated: What is the purpose of music education projects in working with people with disabilities? What motivation for their participation in the people with disabilities report for their participation in the project? What is the function of the project from the from a carer's perspective? In order to answer the research questions, a qualitative interview study was conducted a choir project carried out in a Lebenshilfe Salzburg workshop. In a semi-structured guided interview, the participants and a participants and a counsellor were asked about the project and their motivation based on on the basis of Deci and Ryan's self-determination theory. The responses from the interviews show that the participants enjoyed the choir project the choir project and that most of them would take part again if another would participate again. The social worker was also in a positive mood and reported on the various the various levels on which the project has brought about change. The experience of autonomy and competence was strengthened by the choir project. The social was given both in the group experience of the choir, as well as through participation in society. New contacts were made with volunteer helpers new contacts with volunteers and the performance created a sense of social inclusion

    Arabischer Antisemitismus und die Entstehung des Nahostkonflikts. Der Mufti, frühe deutsch-arabische Kooperationen und die verheerenden Konsequenzen

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    Selbst in jüngerer Zeit machen historische Darstellungen und Presseberichte vielfach noch glaubhaft, der Nahostkonflikt habe erst mit der Gründung des Staates Israel 1948 begonnen. So ist einerseits von vornherein eine Schuldzuweisung gegen die Gründerinnen und Gründer des jüdischen Staates formuliert und andererseits bleiben mit der verkürzten Chronologie maßgebliche Entwicklungen und Weichenstellungen unerwähnt, was entscheidend zur verzerrten Wahrnehmung des Konfliktgeschehens beiträgt. Demgegenüber weist dieser Beitrag nach, dass das arabisch-jüdische Verhältnis keineswegs von Beginn an vorrangig konfliktbeladen war. Vielmehr verbanden arabische Radikale ab den 1920er Jahren ihre anfangs noch sektiererischen Vorstellungen eines Nation-Building aus freien Stücken mit radikalem Antisemitismus. In den 1930er Jahren nahm der im Deutschen Reich an die Macht gelangte Nationalsozialismus für solche Fraktionen eine zentrale ideologische Vorbildfunktion ein, wenig später entwickelte er sich zum unmittelbaren Bündnispartner. Die unheilvolle Allianz ließ das britische Mandatsgebiet zu einem noch immer wenig wahrgenommenen Kapitel im Holocaust werden, dem die dortigen Jüdinnen und Juden nur knapp entgingen. Die in den Jahrzehnten bis 1948 er folgten Weichenstellungen sollten die weitere Geschichte des Nahen Ostens nachhaltig prägen, und ohne eine Berücksichtigung dieser Phase kann der Konflikt um Israel kaum angemessen verstanden werden

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