Kirchlicher Dokumentenserver
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Ethische Herausforderungen in der partizipativen Forschung reflektieren – eine praxisbezogene Handreichung für ethische Fallreflexionen in Forschungsteams
In der partizipativen Forschung sind empirische und normative Fragen oft so eng miteinander verknüpft, dass ein adäquater Umgang mit ihnen nur gelingt, wenn partizipativ forschende Wissenschaftler*innen eine kritisch-reflexive und ethische Haltung entwickeln. Angesichts des hohen Handlungsdrucks in der Forschungspraxis ist es entscheidend, sich intensiv mit herausfordernden und dilemmatischen Situationen auseinanderzusetzen. Die Arbeit an Fallbeispielen in einem geschützten Rahmen, wie von Banks und Brydon Miller (2019) empfohlen, erweist sich dabei als hilfreich und erkenntnisfördernd. Die PartGroup, bestehend aus wissenschaftlichen Forschenden im Rahmen des Netzwerks für partizipative Gesundheitsforschung (PartNet), hat sich in den vergangenen zwei Jahren dem Schwerpunkt der individuellen und kollegialen ethische Fallreflexionen gewidmet. Diese Initiative wurde theoretisch inspiriert von Erkenntnissen der empirischen Ethik (Leget et al. 2009), des dialogischen Prinzips (Freire 1996, 2000) und der Methodik des Action Learnings (McGill & Brockbank 2004). Infolgedessen hat die Arbeitsgruppe einen Leitfaden zur Reflexion ethisch herausfordernder Situationen entwickelt. Dieser Leitfaden soll Forschende mit unterschiedlichen Hintergründen methodisch unterstützen, ein tieferes Verständnis ethischer Dilemmata oder Spannungsfelder, mit denen sie in ihrer Arbeit konfrontiert werden, zu erlangen. Wie auch Guillemin und Gillam (2004) feststellen, rücken solche Reflexionsprozesse die Auseinandersetzung mit vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven in den Mittelpunkt. Die Arbeitshilfe ist bewusst so gestaltet, dass sie nicht auf die Suche nach einer ‚richtigen Lösung‘ abzielt, sondern Handlungsalternativen aufzeigt und zur Anregung eines Perspektivwechsels ermutigen sollte. Die vorliegende Handreichung bietet zunächst eine Darlegung theoretischer Überlegungen zu ethischen Herausforderungen und Dilemmata in der partizipativen Forschung. Anschließend wird der Fokus auf den entwickelten Leitfaden zur kollegialen Fallreflexion und den dafür relevanten methodologischen Überlegungen gelegt. Dafür werden die sieben Schritte des Leitfadens detailliert und praxisnah erläutert und die Erstellung von Fallbeispielen diskutiert. Im abschließenden Kapitel wird auf die Möglichkeiten und Grenzen der Handreichung eingegangen.In participatory research, empirical and normative issues are often closely linked. To address such challenges adequately, participatory researchers need to develop a critical, reflective, and ethical attitude. Given the fast-paced environment and pressure in academic research, a thoughtful and responsible approach is crucial to navigate challenging and potentially dilemmatic situations. Working on case studies in a protected setting as a team, as recommended by Banks and Brydon Miller (2019), has been shown to be helpful. The initiative PartGroup, which largely consists of early career researchers within PartNet, an informal German network for participatory health research, has focused on developing a framework for individual and collegial ethical case reflections over the past two years. This project is inspired by ethical theory, as well as findings from empirical ethics (Leget et al. 2009), the dialogic principle (Freire 1996, 2000) and the methodology of action learning (McGill and Brockbank 2004). As a result, the group has developed guideline intended to lead research teams in participatory research projects through a process of reflection on ethically challenging situations. This practical guide is intended to provide methodological support for researchers from different backgrounds and disciplines to gain a deeper understanding of ethical dilemmas and challenges. As Guillemin and Gillam (2004) also note, such reflection processes focus on the examination of different experiences and perspectives. The guide is intentionally designed in a way that avoids directive recommendations. Rather than pointing readers to a supposedly ‚correct‘ strategy, it encourages them to identify alternative options, and to develop a change of perspective. Our guide opens with a presentation of theoretical considerations on ethical challenges and dilemmas in participatory research project. In the following section, the focus is placed on guidelines developed for collegial case reflections, and on the relevant methodological reflections. For this purpose, the seven steps used in the guidelines are explained in detail, and recommendations are given for their practical application, including the creation of case studies. The final chapter discusses the potentials and limitations of applying such a guideline to navigate ethical challenges in participatory research.
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Gemeinschaft im Glauben. Das Christentum an der Schwelle zur post-ekklesialen Epoche
Die Kernfrage der Communio-Theologie ist die Frage nach dem Zusammenhang von Glauben und Kirche. Diese Frage erscheint aktuell deshalb relevant, weil sie der Klärung dient, ob mit dem sich anbahnenden Verschwinden von Kirche (wie wir sie bisher kannten…) auch unweigerlich das Ende des Glaubens gekommen sein muss. Ein theologisch genauer Blick stellt eine entscheidende Differenzierung heraus: Glaube ist eben nicht nur ein Gedankengebäude, sondern ein reales, lebensbestimmendes Beziehungsgeflecht, das die Glaubenden mit Gott und der communio verbindet. Und Kirche ist in idealtypischer Betrachtung nicht eine bestimmte Konfessions-Kirche, nicht eine Institution mit geweihten und „beamteten“ Kultdienern, sondern die irdisch gelebte Gemeinschaft der Glaubenden, in der die sakramentale Christus-Gemeinschaft realisiert wird. Auf dieser idealen Ebene ist Glaube, wenn er christlicher Glaube sein will, nie ohne Kirche – und Kirche, wenn sie die Kirche sein will, die LG 1 meint, kann nie ohne Glauben sein
Cistercian Identity between Invention and Exploration: The Austrian Abbey Wilhering in the Nineteenth Century
Homilies given during 19th-century vesting ceremonies for novices in Wilhering Abbey serve here as source material: the sermons show how a venerable Austrian abbey re-discovered its Cistercian roots from generation to generation. Wilhering, close to the city of Linz, had been founded in 1146 but had forgotten monastic observances like silence and enclosure in the Enlightenment and because of anti-monastic imperial decrees. Re-establishing a Cistercian identity at the abbey was a dynamic process led by influential personalities in the abbey. These men, in turn, were influenced by paintings, the scholarly study of architecture, celebrating jubilees, and — perhaps most of all — new biographies of Bernard of Clairvaux
Wie können Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung im Vereinssport verbessert werden? Ansätze und Ergebnisse einer partizipativen Bedarfsanalyse sowie sportpolitische Handlungsempfehlungen für den organisierten Sport am Beispiel der Stadt Aachen
Besonders der organisierte Sport bietet vielfältige Möglichkeiten, die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung am gesellschaftlichen Leben positiv zu beeinflussen. Daneben wirkt sich die präventive und rehabilitative Funktion positiv auf Lebensqualität, sensomotorische Funktionen und psychosoziale Aspekte von Menschen mit Beeinträchtigung aus (vgl. Anneken 2012, S. 2). Durch rechtliche Verankerungen der UN-BRK hat sich der politische Auftrag deutlich verschärft. Demnach fordert die UN-BRK explizit in Artikel 30 die gleichberechtigte Teilhabe an Erholungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten zu ermöglichen. Folgerichtig verfolgt die Dissertation auf den nachfolgenden Seiten einen angewandten Forschungsansatz, welcher aus interdisziplinärer und multiperspektivischer Sichtweise versucht, Teilhabebarrieren im Sport zu identifizieren. Im Sinne eines partizipativen Forschungsansatzes (vgl. Unger 2016) wurden folgende Zielgruppen eingebunden: 1. Aachener Sportvereine; 2. Menschen mit Beeinträchtigung aus der Städteregion Aachen; 3. Vertreter:innen aus (kommunal) politischen Strukturen sowie aus Institutionen der Aachener Teilhabeförderung. Anhand eines Methodenmix aus qualitativer (Leitfadengestützten Expert:innen-Interviews) und quantitativer Forschung (Fragebogenerhebung) werden die individuellen Bedarfe aus Nutzer:innen u. Expert:innen Sichtweise erhoben. Die Datengrundlage gibt Hinweise auf die Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigung im organisierten Sport und formuliert Handlungsempfehlungen für die Praxis
BP. Bayernpartei
Die 1946 gegründete „Bayernpartei“ (BP) setzt sich ihrem Selbstverständnis nach für die „bairische, fränkische und schwäbische Heimat“ ein. Ihr Ziel ist es, das „bayerische Staatsbewusstsein“ zu verteidigen und die Abgabe von Kompetenzen an die Bundesebene zu verhindern. Nach ihrer Gründung war die BP zunächst drittstärkste Partei Bayerns und bis in die 1960er- bzw. 1950er-Jahre im bayerischen Landtag bzw. im Bundestag vertreten. Einzelne Mandate erreichte sie zuletzt auf kommunaler Ebene wie z.B. in den Bezirkstagen von Oberbayern, Niederbayern oder Schwaben
Wirkungsmessung mit dem Social Return on Investment (SROI) und Personal Outcome Scale (POS)
Demokratiepädagogik und Partizipation in öffentlichen und alternativen Volksschulen im qualitativen Vergleich
In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwiefern demokratieförderliche Elemente im Unterricht an Volksschulen praktisch umgesetzt werden. Das Augenmerk liegt auf dem Vergleich von alternativen und öffentlichen Schulen. Dabei werden zunächst theoretische Erkenntnisse beleuchtet, die zur Gestaltung und zum Gelingen eines demokratiefördernden Unterrichts notwendig sind. In diesem Zusammenhang werden qualitative Experteninterviews mit Volksschulpädagoginnen und -pädagogen durchgeführt, die ihre subjektiven Sichtweisen und ihren Unterrichtsalltag darstellen. Folglich werden diese auf Grundlage des theoretischen Hintergrunds diskutiert und daraus wird abgeleitet, wie sich die Erkenntnisse auf die pädagogische Arbeit auswirken können.In this paper, the question is examined to what extent democracy-promoting elements are practically implemented in elementary school classrooms. The focus is on a comparison of alternative and public schools. To this end, theoretical insights are first examined that are necessary for the design and success of democracy-promoting teaching. In this context, qualitative expert interviews will be conducted with elementary school educators, who will present their subjective views and their daily teaching routine. Consequently, these will be discussed on the basis of the theoretical background and it will be deduced how the findings can affect the pedagogical work