Kirchlicher Dokumentenserver
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Professionalität im Lehrberuf
Lehrkräfte nehmen eine sehr bedeutende Rolle in unserer Gesellschaft ein. Ihnen wird die Ausbildung der nächsten Generation anvertraut, die zur Weiterentwicklung dieser Erde beiträgt. Dies deutet auf die Bedeutung des Unterrichtens und des Lehrberufs hin. Allerdings sind für diesen Beruf professionelle Lehrpersonen unabdingbar. Doch woran kann Professionalität erkannt werden? Welche Kompetenzen werden benötigt?
In der Literatur werden wichtige Merkmale erarbeitet, die dazu beitragen, pro-fessionell pädagogisches Handeln in der Schule zu gewährleisten. Werden diese auch in die Praxis umgesetzt? Das Ziel dieser Arbeit besteht einerseits darin, das Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis zu beleuchten und Antinomien im Lehrerhandeln aufzuzeigen. Andererseits sollen die praktischen Erfahrungen und Handlungsweisen sechs ausgewählter Lehrpersonen mittels leitfadengestützter Interviews im Hinblick auf professionell pädagogisches Handeln unter-sucht werden.\ud
Die Arbeit und die Forschung zeigten, dass professionell pädagogisches Handeln im System Schule von großer Notwendigkeit ist. Dazu gehören sowohl die Ko-operation mit Kolleginnen und Kollegen und die persönliche Weiterentwicklung mittels Fortbildungen als auch die Reflexion des eigenen Unterrichts sowie der Umgang mit neuen Herausforderungen. Es wurden Ideen und Überlegungen auf-gestellt, damit Professionalität im Lehrberuf gelingen kann und die Qualität von Schule gesteigert wird. Dies sind wichtige Erkenntnisse der Arbeit, die bereits von einigen Primartstufenlehrerinnen und Primarstufenlehrern realisiert wurden und hoffentlich künftig von vielen weiteren Lehrkräften umgesetzt werden.Teachers have a very important role in our society. They are entrusted with the education of the next generation, who contribute to the further development of the Earth. This highlights the importance of teaching and the power of the teaching profession. Moreover, professional teachers are necessary for this role. But how can professionalism be recognized? What competencies are needed? The literature highlights important characteristics that guarantee professional pedagogical action in school. Are these also put into practice? The aim of this work was to illuminate the tension between theory and practice and to detect antinomies in teacher action. Through guided interviews regarding professional pedagogical action, the study also aimed to investigate the practical experiences and ways of acting of six selected teachers. The research demonstrates that professional pedagogical action is of critical importance in the school system. This includes cooperating with colleagues, enhancing personal development through continuing education, reflecting on one’s teaching, and crafting methods for approaching new challenges. Through this research, ideas and strategies were developed for making professionalism in the teaching profession more successful, thereby increasing the quality of the education. These findings have already been put into practice by some primary school teachers and will hopefully be realized in other schools
Das Schulgebäude als „Inbegriff der Nicht-Nachhaltigkeit“
In dem Beitrag werden raumsoziologische Perspektiven mit der Umsetzung einer Bil dung für nachhaltige Entwicklung verbunden. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern das Schulgebäude als schulischer Raum die Handlungsmöglichkeiten der Lehrkräften im Hinblick auf die Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen beeinflusst. Kern des Beitrags sind ausgewählte Ergebnisse einer qualitativ-rekonstruktiven Studie, für die 20 Gruppen diskussionen mit Lehrkräften geführt und die mit Hilfe der dokumentarischen Methode analysiert wurden. Es zeigt sich, dass der schulische Raum von den Lehrkräften entweder als sehr förderlich oder als hemmend für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen wahrgenommen wird. Die Ergebnisse werden abschließend hinsichtlich transformatori scher Bildungsprozesse und in Bezug auf einen Whole-Institution-Approach diskutiert
Empirische Evaluation des digitalen Fortbildungsangebots iPad Innovation Series für Lehrkräfte aus Sicht der Nutzer*innen
Aufgrund der Durchdringung der Gesellschaft und somit auch der Schule mit Medien werden Lehrende vor neue Herausforderungen gestellt. Diese sind angehalten, sich das medienbezogene Wissen in der dritten Bildungsphase, der Fortbildung, anzueignen, um einen zeitgemäßen Unterricht mit den digitalen Devices und medialen Möglich keiten wie Distanz-Lehre anbieten zu können. Durch eine Post-then-pre-Evaluation wurde in der vorliegenden Arbeit die Wirkung der Online-Fortbildungsinitiative „iPad Innovation Series“ in Bezug auf die Medienkompetenz und digiale Kompetenz betrach tet und mögliche Einflussfaktoren lokalisiert. Besonders hoch war die Steigerung der Medienkompetenz/digitalen Kompetenz bei Personen mit mehr Berufserfahrung, mit Vorkenntnissen im Einsatz von Medien im Unterricht und bei jenen, die sich aktiv mit einer Produkterstellung an der Fortbildung beteiligt haben. Ein positiver Zusammen hang konnte außerdem zwischen dem Bezug von intrinsischer Motivation zur Teilnah me an der Fortbildung, der Abhaltung als Online-Fortbildung und dem Einfluss der Referent*innen festgestellt werden
Eine Verteidigung der IHRA-Definition. Ressentiments gegen eine Konkretisierung der Definition von Antisemitismus
An der Arbeitsdefinition zu Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die als Leitlinie für eine Klassifizierung von antisemitischen Vorfällen dient, wird Kritik laut, insbesondere aus aktivistischen und akademischen Kreisen. Eine Durchbuchstabierung des Texts der Definition zeigt, dass die Kritik sachlich weitgehend unbegründet ist. Weder der Text selbst noch die Anwendung der Definition schränken die Meinungsfreiheit ein oder führen zu unzulässiger Zensur. Im Gegenteil, die Arbeitsdefinition kann helfen, Antisemitismus in seinen aktuellen Ausformungen konkret zu benennen, zu erfassen und Grenzen zwischen legitimer Kritik und Ressentiment zu schärfen. Dass Antisemit:innen oder deren Freund:innen nicht begeistert sind, wenn einige ihrer Äußerungen als möglicher Ausdruck antisemitischer Ressentiments durch eine konkrete Benennung als solche entlarvt werden, sollte nicht verwundern
Der Schmerz der Frühgeborenen : eine pflegewissenschaftliche qualitative Studie zu Frühgeborenen an der Lebensgrenze
Hintergrund (Kapitel 1 und 2): Das Dissertationsprojekt befasst sich mit dem Schmerz von Frühgeborenen an der Lebensgrenze. Damit Pflegende Schmerzen in der Patientengruppe diagnostizieren können, muss bekannt sein, wie die Früh-geborenen ihre Schmerzen zeigen. Wie die Frühgeborenen Signale und Zeichen des Schmerzes senden, das Erforschen des impliziten Wissens im Forschungs-feld der NICU und von Pflegefachpersonen zum Schmerz der Frühgeborenen ist Anlass für das Projekt. Zur Einordnung des Forschungsstandes wird die Patien-tengruppe der Frühgeborenen an der Lebensgrenze definiert, die überarbeitete Schmerzdefinition der IASP (International Association for the Study of Pain) im Kontext des Schmerzes von Frühgeborenen aufgegriffen, aktuelle Theorien und Annahmen zu fetalem und neonatalem Schmerz beschrieben und Schmerzkon-zepte und Schmerzzeichen vorgestellt, die der Pflegepraxis bereits zum Diagnos-tizieren des neonatalen Schmerzes zur Verfügung stehen. Um das Phänomen Schmerz von Frühgeborenen an der Lebensgrenze zu rekonstruieren und die For-schungsfrage zu beantworten, wurde ein qualitativer, explorativ-interpretativer und zunächst induktiver Ansatz im Design einer ethnografischen Studie gewählt. Der wissenschaftstheoretische Ansatz der Beobachtungsstudie kombiniert mit Interviews ist im Kontext der lebensweltanalytischen Ethnografie Anne Honers verortet (Honer 1993).
Methodisches Vorgehen (Kapitel 3 und 4): Zunächst wurden Beobachtende Teilnahmen im Forschungsfeld einer NICU durchgeführt, dann folgten fokussierte Interviews mit Pflegeexpert:innen. Die Auswertung der Beobachtungsdaten fand in Anlehnung an die rekonstruktive hermeneutische Textanalyse von Birgit Panke-Kochinke (2004) statt. Die Auswertung der Interviewdaten erfolgte in An-lehnung an die fokussierte Interviewanalyse von Kuckartz und Rädiker (2020) im MAXQDA. Die Verwendung unterschiedlicher Datentypen dient der umfas-senderen Beschreibung des komplexen Forschungsgegenstandes (Methodentri-angulation). Begrenzt wurde der Datenkorpus (Breidenstein et al. 2020: 39) durch die Fokussierung auf das Phänomen Schmerz der Frühgeborenen an der Lebensgrenze. Das qualitative Design der Studie und die Vulnerabilität der Pro-banden erforderte im besonderen Maße eine ethische Prüfung des Forschungs-vorhabens (Kraimer 2014: 52).
Ergebnisse: In Kapitel 5 und 6 werden die empirischen Ergebnisse und der Er-kenntnisgewinn zu den Schmerzzeichen der Frühgeborenen an der Lebensgrenze beschrieben und diskutiert. Ergebnis der Analyse aus Beobachtungs- und Inter-viewdaten werden jeweils anhand der Dimensionen des Schmerzes der Frühge-borenen beschrieben. Nach den inhaltlichen Analysen wurden die Kategorien zu ‚Dimensionen des Schmerzes der Frühgeborenen‘, die jeweils aus den Beobach-tungs- und Interviewdaten entstanden, fusioniert (Synthese). Aus den Inter-viewdaten wurde zudem induktiv die Kategorie ‚spezifisch ähnlich erlebte Situa-tionen‘ entwickelt.
Diskussion und Erkenntnisse: Der Schmerz der Frühgeborenen an der Lebens-grenze wurde anhand der fusionierten Dimensionen des Schmerzes der Frühge-borene diskutiert, es wurden besondere Phänomene, Zustände und Schmerzsitua-tionen herausgearbeitet. In der Dimension ‚Physiologische Reaktionen auf Schmerzen‘ wurden kritische Situationen und vitale Bedrohungen aufgrund von Schmerzen herausgearbeitet. Als Ergebnis der Dimension ‚Verhaltenszustand und verhaltensbedingte Reaktionen‘ auf Schmerzen der Frühgeborene wurden die Zustände ‚Zustand der Reaktionslosigkeit‘, ‚Zustand des Entspanntseins und Sicherholen können‘ und ‚Zustand der Unruhe – Agitiertheit‘ für die Frühgebo-rene an der Lebensgrenze beschrieben. Folgende verhaltensbedingte Kommunikationszeichen der Frühgeborenen auf Schmerzen waren ebenfalls das Ergebnis der Analysen: Gesichtsbewegungen wie Grimassieren und Augenöffnen, motorische Stresssignale wie Fäusteln, viszerale Reaktionen wie Spucken und Erbrechen, Aufmerksamkeitssignale wie Weinen und selbstberuhigende bzw. selbstre-gulierende Verhaltensweisen wie Saugen, Hand-zu-Mund- und Hand-zu-Gesicht-Kontakte (vgl. Als 1982). Für diese Forschungsarbeit wurden hieraus die Katego-rien ‚Bewegen (Motorik) mit Muskeltonus/Bewegungsmuster‘, ‚Weinen‘ und ‚Gesichtsausdruck mit Mimik und Blickkontakt‘ entwickelt. Zuletzt werden Empfindungen, Emotionen und Haltungen zu spezifisch ähnlich erlebten Situationen zum Schmerz der Frühgeborene während einer Pflegesituation diskutiert.Background (Chapters 1 and 2): This dissertation project focuses on pain in pre-term infants at the limit of viability. In order for nurses to diagnose pain in the patient population, it is necessary to know how the preterm infants show their pain. How the preterm infants send signals and signs of pain, exploring the im-plicit knowledge in the research field of NICU and nurses about the pain of the preterm infants is the reason for the project. In order to classify the state of rese-arch, the patient group of preterm infants at the limit of viability is defined, the revised pain definition of the IASP (International Association for the Study of Pain) in the context of pain of preterm infants is addressed, current theories and assumptions about fetal and neonatal pain are described, and pain concepts and pain signs already available to nursing practice for diagnosing neonatal pain are presented. To reconstruct the phenomenon of pain in premature infants at the limit of viability and to answer the research question, a qualitative, explorative-interpretative and primarily inductive approach in the design of an ethnographic study was chosen. The scientific-theoretical approach of the observational study combined with interviews is located in the context of Anne Honer's lifeworld-analytical ethnography (Honer 1993).
Methodological procedure (Chapters 3 and 4): First, observational participa-tions were conducted in the research field of a NICU, followed by focused inter-views with nursing experts. The analysis of the observation data was based on the reconstructive hermeneutic text analysis by Birgit Panke-Kochinke (2004). The analysis of the interview data was based on the focused interview analysis of Kuckartz and Rädiker (2020) in MAXQDA. The use of different data types ser-ves the comprehensive description of the complex research object (method tri-angulation). The data corpus was limited (Breidenstein et al. 2020: 39) by focu-sing on the phenomenon of pain of preterm infants at the limit of viability. The qualitative design of the study and the vulnerability of the participants required in particular an ethical review of the research project (Kra-imer 2014: 52).
Results: Chapters 5 and 6 describe and discuss the empirical results and know-ledge gained on the pain signs of preterm infants at the limit of viability. Result of analysis from observational and inter-view data are described respectively based on dimensions of pain of preterm infants. After the content analyses, the categories were merged (synthesis) into 'dimensions of pain of preterm infants', each of which emerged from the observation and interview data. In addition, the category 'specifically similar experienced situations' was inductively developed from the inter-view data.
Discussion and findings: The pain of preterm infants at the border of life was discussed on the basis of the fused dimensions of the pain of preterm infants, specific phenomena, states and pain situations were elaborated. In the dimension 'Physiological reactions to pain' critical situations and vital threats due to pain were elaborated. As a result of the dimension 'Behavioral state and behavioral reactions' to pain of the premature infants, the states 'state of non-reactivity', 'state of being relaxed and able to recover' and 'state of restlessness - agitation' were described for the premature infants at the limit of viability. The following behavioral communication cues of the preterm infants to pain were also the re-sult of the analy-ses: Facial movements such as grimacing and eye opening, mo-tor stress signals such as fisting, visceral reactions such as spitting and vomiting, attention signals such as crying, and self-soothing or self-regulating behaviors such as sucking, hand-to-mouth and hand-to-face contacts (cf. Als 1982). For this research, the categories 'moving (motor activity) with muscle to-ne/movement patterns', 'crying' and 'facial expression with facial expressions and eye contact' were developed from this. Finally, sensations, emotions and attitudes to specific similarly experienced situations to the pain of premature infants during a care situation are discussed
Psychiatrische Zuhause-Behandlung : vergleichende Fallstudie über die subjektive Wahrnehmung von Wirkfaktoren aus der Lebenswelt von Menschen mit psychischen Erkrankungen
Hintergrund: Aktuelle Untersuchungen geben Hinweise zur Wirksamkeit der psychiatrischen Zuhause-Behandlung. Die Mehrzahl der Untersuchungen verfolgte ein quantitatives Design und konnte signifikante Ergebnisse in der Reduzierung der Wiederaufnahmerate und Verweildauer sowie der Erhöhung der Patientenzufriedenheit identifizieren. In diesem Zusammenhang wurden Forschungsdesiderate in Bezug auf Wirkfaktoren der psychiatrischen Zuhause-Behandlung aus der Perspektive von Menschen mit psychischen Erkrankungen eruiert.
Zielsetzung: Ziel der Studie ist die Identifikation der Wirkfaktoren bei der Inanspruchnahme von psychiatrischer Zuhause-Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Zudem werden diagnosebezogene Besonderheiten in Bezug auf die subjektive Wahrnehmung aus der Lebenswelt von Menschen mit psychischen Erkrankungen herausgearbeitet. Die subjektiven Sichtweisen der Wirkfaktoren werden in Korrelation zur Zuhause-Behandlung gesetzt.
Methode: Mittels qualitativer Studie wurden Interviews mit 18 Menschen mit psychischen Erkrankungen in folgenden aufsuchenden Settings in Deutschland durchgeführt: Psychiatrische Institutsambulanz (=PIA), ambulante psychiatrische Pflege (=APP), Assertive Community Treatment (=ACT), stationsäquivalente Behandlung (=StäB). Bei der Auswahl des qualitativen Samplings wurde auf eine starke Kontrastierung geachtet, die mittels soziodemographischem Fragebogen durchgeführt wurde. Zusätzlich wurde das Sampling in drei Gruppen geteilt: Menschen mit einer wahnhaften Erkrankung, Menschen mit einer depressiven Erkrankung sowie eine Gruppe mit Menschen mit emotional instabiler Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ. Mittels thematischer Kodierung nach Uwe Flick wurden vier Hauptkategorien der Wirkfaktoren der psychiatrischen Zuhause-Behandlung erarbeitet. Die-se wurden für die anschließende Analyse von diagnosespezifischen Besonderheiten herangezogen.
Ergebnisse: Das vorliegende Forschungsprojekt konnte vier Hauptkategorien identifizieren, die die Wirkfaktoren von psychiatrischer Zuhause-Behandlung aus der Sicht von Menschen mit psychischen Erkrankungen deutlich abbilden. Die Wirkfaktoren schlüsseln sich in die folgenden vier Hauptkategorien auf: (1) Rolle der Bezugsperson, (2) Therapeutische Maß-nahmen, (3) Lebenswelt und (4) Behandlungscharakteristika. Die Ergebnisse verdeutlichen die herausragende Bedeutung der Bezugsperson. Der Beziehungs- und Vertrauensaufbau ist demnach an die Erfüllung spezifischer Attribute gebunden, die Menschen mit psychischen Erkrankungen jeweils individuell mit der Bezugsperson in Verbindung bringen. Gelingt der
Beziehungs- und Vertrauensaufbau zur Bezugsperson, kann sich eine therapeutische Beziehung entwickeln. Die therapeutische Beziehung kann genutzt werden, um weitere therapeutische Maßnahmen einzuleiten. Hierbei ist festzuhalten, dass sich durch die Lebenswelt weitere Vorteile ergeben, beispielsweise die häusliche Atmosphäre. Zudem unterstreichen typische Behandlungscharakteristika der Zuhause-Behandlung die therapeutische Wirkung, bei-spielsweise die 24/7-Erreichbarkeit. Durch das Zusammenspiel von allen vier Hauptwirkfaktoren kann die Zuhause-Behandlung heilende Effekte hervorrufen. Die Ergebnisse lassen sich dabei auf alle Menschen mit unterschiedlichen psychischen Erkrankungen übertragen. Die diagnosebezogenen Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale beziehen sich auf die Rolle der Bezugsperson und die therapeutischen Maßnahmen.
Schlussfolgerung: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass viele personen- und umweltbezogenen Kontextvariablen einen starken Einfluss auf einen erfolgreichen Behandlungs-, Gene-sungs- und Beziehungsprozess haben können. Auch wird die Komplexität der Wirksamkeit von psychiatrischer Zuhause-Behandlung dargestellt. Die beschriebenen Wirkfaktoren sind geeignet, um Qualifizierungsbedarfe für die Tätigkeiten in ambulanten, aufsuchenden Settings für psychiatrische Fachpersonen abzuleiten. Insbesondere können die Ergebnisse zur Optimierung und dem Ausbau von aufsuchenden psychosozialen Behandlungsangeboten dienen. Die Ergebnisse stellen Wirkfaktoren aus Sicht von Menschen mit psychischen Erkrankungen dar, die durch zukünftige Arbeiten adaptiert und verifiziert werden müssen.Background: Recent studies provide evidence on the effectiveness of psychiatric outpatient treatment. The majority of studies followed a quantitative design and were able to identify significant results in reducing readmission rates and length of stay as well as increasing patient satisfaction. In this context, research desiderata were identified with regard to the impact factors of psychiatric home treatment from the perspective of people with mental illnesses.
Objective: The aim of the study is to identify the factors that influence the use of psychiatric home treatment by people with mental illness. In addition, diagnosis-related peculiarities in relation to the subjective perception from the lifeworld of people with mental illnesses will be worked out. The subjective perceptions of the impact factors are put into correlation with home treatment.
Methods: By means of a qualitative study, interviews were conducted with 18 people with mental disorders in the following outreach settings in Germany: Psychiatric Outpatient Insti-tute (=PIA), Outpatient Psychiatric Care (=APP), Assertive Community Treatment (=ACT), Inpatient Equivalent Treatment (=StäB). In the selection of the qualitative sampling, attention was paid to a strong contrast, which was carried out by means of sociodemographic questionnaires. In addition, the sampling was divided into three groups: People with a delusional disorder, people with a depressive disorder and a group of people with borderline-type emotionally unstable personality disorder. Using thematic coding according to Uwe Flick, four main categories of effective factors of psychiatric home treatment were developed. These were used for the subsequent analysis of diagnosis-specific characteristics.
Results: The present research project was able to identify four main categories that clearly depict the impact factors of psychiatric home treatment from the perspective of people with mental illness. The impact factors break down into the following four main categories: (1) role of the caregiver, (2) therapeutic measures, (3) living environment and (4) treatment characteristics. The results clearly show the outstanding importance of the caregiver. The estab-lishment of relationships and trust is thus linked to the fulfilment of specific attributes that people with mental illnesses individually associate with the caregiver. If the relationship and trust building with the caregiver is successful, a therapeutic relationship can develop. The therapeutic relationship can be used to initiate further therapeutic measures. It should be noted that the living environment has further advantages, for example the home atmosphere. In addition, typical treatment characteristics of home-based treatment underline the therapeutic effect, for example the 24/7 accessibility. Through the interaction of all four main factors, the home treatment can produce healing effects. The results can be transferred
to all people with different mental illnesses. The diagnosis-related special features and unique selling points relate to the role of the caregiver and the therapeutic measures.
Conclusion: The results illustrate that many environmental variables can have a strong influence on a successful treatment, recovery and relationship process. The complexity of the effectiveness of psychiatric home treatment is also illustrated. The described factors of effectiveness are suitable for deriving qualification needs for activities in outpatient, outreach settings for psychiatric professionals. In particular, the results can be used to optimise and expand outreach psychosocial treatment services. The results represent impact factors from the perspective of people with mental illnesses that need to be adapted and verified in future work
Individuelles Lernen mit YouTube in der Pflegebildung
In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wie Pflegeauszubildende Online-Erklärvideos auf YouTube nutzen und welche Lernstrategien sie dabei verwenden. Das Ziel der Masterthesis ist die Untersuchung und Beantwortung der Forschungsfrage „Wie nutzen Pflegeauszubildende Online-Erklärvideos auf der digitalen Plattform YouTube und welche Lernstrategien verwenden sie dabei?“. Außerdem wird untersucht, welche möglichen Implikationen dies für die Pflegebildung hat. Dafür wird die Methodik einer quantitativen Querschnittsstudie angewendet. Im Zuge dessen wurden 265 (n=265) Pflegauszubildende aus Pflegeschulen in Nordrhein-Westfalen sowie aus Rheinland-Pfalz mit einem standardisierten Online-Fragebogen befragt
Ein Unglück kommt selten allein, warum dann nicht in Begleitung von Humor. Konstruktiver Einsatz von Humor in der psychosozialen Beratung
In der Bachelorthesis zum Thema „Ein Unglück kommt selten allein, warum dann nicht in Begleitung von Humor - Konstruktiver Einsatz von Humor in der psychosozialen Beratung“ wird beleuchtet, wie Humor konstruktiv im Beratungsprozess genutzt werden kann.
Die Untersuchung von Humor ist Gegenstand zahlreicher unterschiedlicher Wissenschaften, wie z.B. der Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, Philosophie, Sprachwissenschaften und Psychologie. Diese Arbeit greift auf Erkenntnisse der unterschiedlichen Wissenschaften zurück. Diese werden für eine fundierte Darstellung von Humoranwendung im Kontext der Sozialen Arbeit, genauer in der Familienberatung, aufbereitet und gebündelt. Dazu werden unter anderen die folgenden Fragen beantwortet: Was ist Humor und wie kann er in der psychosozialen Beratung genutzt werden? Wie kann ein konstruktiver Einsatz von Humor gelingen? Welche konkreten Instrumente gibt es, die in der Praxis eingesetzt werden können? Wie wirkt Humor und wofür ist er gut? Gibt es Grenzen für den Humoreinsatz und wenn ja, wodurch sind sie begründet? Kann Humor auch in hocheskalierenden Konflikten konstruktiv genutzt werden
Saggio teoretico di dritto naturale appoggiato sul fatto - Vol. 2
Elektronische Reproduktion der 8. ed. riv. von 1949,
basierend auf der 4. ed. von 185