Kirchlicher Dokumentenserver
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Wissenschaftliches Schreiben an pädagogischen Hochschulen im Kontext von Theorie und Praxis
Mit der Einführung der neuen Primarstufenausbildung im Rahmen der ‚PädagogInnenbildung NEU‘ folgen Lehramtscurricula seit 01.10.2014 der BolognaStruktur. Diese sieht derzeit für Primarstufenpädagog:innen ein vierjähriges Bachelor- und einjähriges Masterstudium vor. Mit dieser Anhebung der Studiendauer verstärkte sich zugleich die Debatte um den Nutzen wissenschaftlicher Theorie für die schulpädagogische Praxis. Nicht selten wird von Studierenden, aber auch von der breiten Öffentlichkeit die lange akademische Ausbildungsdauer für Grundschullehrer:innen nicht nur moniert, sondern grundsätzlich in Frage gestellt. Die vorliegende Masterarbeit setzt sich vor diesem Hintergrund zum Ziel, einerseits mittels problemgeschichtlicher Rückversicherung das Verhältnis von wissenschaftlicher Theorie und pädagogischer Praxis zu beleuchten, um Erörterungen im Kontext pädagogischer Professionskompetenz verstehen zu können. Andererseits wird der Mehrwert wissenschaftlicher Schreib- und Forschungskompetenz theoretisch erörtert sowie darauf aufbauend ein Hochschuldidaktisches Konzept entwickelt. Mittels leitfadengestützter Experteninterviews werden die Inhalte dieses Konzepts qualitativ empirisch untermauert. Dazu wurden insgesamt sieben Hochschullehrende mit Doktorat zum Mehrwert wissenschaftlichen Schreibens ebenso wie zu curricularen und didaktischen Impulsen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass gründliche wissenschaftliche Vertiefung zu einem veränderten (pädagogischen) Blick und einer forschenden Haltung führen. Kontingente Situationen pädagogischer Praxis und kindliches Verhalten werden so nachvollziehbar(er). Dieser Umstand erleichtert praxisrelevante Urteilsbildungen, weshalb ein wissenschaftliches Lehramtsstudium zu mehr Professionskompetenz verhelfen kann. Hinsichtlich curricularer Strukturen werden vielfältige, aufeinander aufbauende Schreibanlässe als zielführend erachtet. Pädagogisches Forschen nützt v.a. der Anwendung in unterrichtlicher Praxis, damit diese durch wissenschaftliche Praxis positiv beeinflusst werden kann.With the introduction of the new primary school education programme as part of the 'PädagogInnenbildung NEU', teacher training curricula have followed the Bologna structure since 1st October 2014. This provides for a four-year Bachelor's and one-year Master's degree programme for primary school teachers. The increase in the length of the degree programme has also intensified the debate about the benefits of academic theory for school teaching practice. It is not uncommon for students, but also the general public, to not only criticise the long duration of academic training for primary school teachers, but to fundamentally question it. Against this background, this master's thesis aims to shed light on the relationship between academic theory and pedagogical practice by means of historical reassurance in order to be able to understand discussions in the context of pedagogical professional competence. On the other hand, the added value of academic writing and research competence is discussed theoretically and a university didactic concept is developed on this basis. The contents of this concept will be empirically substantiated by means of guidelinebased expert interviews. To this end, a total of seven university lecturers with a doctorate were interviewed on the added value of academic writing as well as on curricular and didactic impulses. The results show that in-depth scientific research leads to a changed (pedagogical) perspective and a research-based attitude. Contingent situations of pedagogical practice and children's behaviour thus become (more) comprehensible. This facilitates the formation of practicerelevant judgements, which is why a scientific teacher training course can help to increase professional competence. With regard to curricular structures, a variety of writing opportunities that build on each other are considered to be expedient. Pedagogical research is particularly useful for application in teaching practice so that this can be positively influenced by scientific practice
Selbstbestimmung in Institutionen. Einflussfaktoren auf das selbstbestimmte Handeln erwachsener Menschen mit Behinderung in besonderen Wohnformen im Rahmen der Eingliederungshilfe
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren besonderer Wohnformen im Rahmen der Eingliederungshilfe, die das selbstbestimmte Handeln der dort lebenden Menschen mit Behinderung beeinflussen. Durch eine umfassende Literaturrecherche wurde das für die Arbeit relevante Verständnis von Behinderung, die Bedeutung von Selbstbestimmung und selbstbestimmtem Handeln sowie die Merkmale besonderer Wohnformen im Rahmen der Eingliederungshilfe herausgearbeitet. Auf dieser Grundlage wurden Einflussfaktoren auf struktureller, personeller und individueller Ebene herausgearbeitet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass neben individuellen und persönlichen Voraussetzungen insbesondere bestehende organisatorische Strukturen sowie die Qualifikationen und Haltungen der Fachkräfte eine zentrale Rolle spielen. Zudem beeinflussen das Vorhandensein ausreichender, zielgerichteter Informations-, Bildungs- und Unterstützungsangebote, einer barrierefreien Wohnumgebung sowie die Möglichkeit zur Partizipation an organisationalen Entscheidungen die Selbstbestimmung. Ein weiteres zentrales Ergebnis ist die Bedeutung des sozialen Umfelds, das wesentlich zur Entwicklung von Kompetenzen beiträgt, die für selbstbestimmtes Handeln essenziell sind. Die Arbeit regt zur Reflexion und Weiterentwicklung bestehender Strukturen an und liefert Impulse für eine selbstbestimmungsfördernde Gestaltung besonderer Wohnformen im Rahmen der Eingliederungshilfe. Die gewonnenen Erkenntnisse sind relevant für die Bewertung, inwieweit Handlungen tatsächlich selbstbestimmt sind. Ein möglicher Schwerpunkt zukünftiger Untersuchungen könnte auf der Partizipation der Bewohnenden besonderer Wohnformen bei organisatorischen Entwicklungsprozessen sowie deren Auswirkungen
auf die selbstbestimmten Handlungen der Bewohnenden liegen. Ebenso könnten die Analyse wohltätiger Zwangsmaßnahmen und deren Einfluss auf selbstbestimmte Handlungen von Bewohnenden im Alltag besonderer Wohnformen weiterführend untersucht werden
Konzeptentwicklung für die Errichtung eines Kompetenzzentrum Kinderwunsch
Das Projekt „KompKi“ wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und trägt dazu bei, den Herausforderungen rund um das Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ zukunftsorientiert begegnen zu können. Im Projektbericht werden neben der aktuellen gesellschaftlichen Dynamik rund um das Thema Kinderwunsch auch der Projektverlauf sowie die Erhebungsergebnisse vorgestellt. Dabei beinhaltet der Bericht erstmals Daten einer deutschlandweiten Befragung von über 1.200 Fachkräften, die rund um das Thema Kinderwunsch arbeiten
Die Bedeutung von Musikunterricht für die Sprachkompetenz von Grundschulkindern
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich grundsätzlich mit der Bedeutung von Musikunterricht für die sprachlichen Kompetenzen von Grundschulkindern. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen vermehrter musikalischer Beschäftigungen von Kindern an Volksschulen mit musikalischer Schwerpunktsetzung auf jene Fähigkeiten. Dazu werden die zwei Parameter Sprache und Musik in dieser Arbeit zunächst getrennt voneinander behandelt. Daran anschließend werden die beiden Themenbereiche Sprache und Musik theoretisch in Verbindung zueinander gesetzt, wobei Studien die positiven Einflüsse von musikalischer Beschäftigung auf sprachliche Kompetenzen, wie auch auf andere Lernbereiche von Kindern aufzeigen und belegen. Auch im österreichischen Lehrplan der Volksschule wird die Förderung sprachlicher Kompetenzen durch musikalische Beschäftigung angestrebt.
Aus diesen Gründen wurden an Volksschulen mit musikalischem Schwerpunkt unterrichtende Lehrpersonen in qualitativen Interviews zu ihrem Erleben hinsichtlich der Auswirkungen von vermehrter musikalischer Beschäftigung der Kinder auf deren sprachliche Fähigkeiten befragt, wodurch die in der Theorie angeführten Aussagen vielfach bestätigt werden können. Weiters zeigt die empirische Untersuchung auf, dass die vermehrte Musikbeschäftigung von den unterrichtenden Lehrpersonen vor allem für einige Teilkompetenzen von Sprachkompetenz als besonders sinn- und gehaltvoll erlebt wird. Dies beschränkt sich nicht nur auf den Musikunterricht, was die positive Bedeutung des fächerübergreifenden Einsatzes musikalischer Elemente hervorhebt.The present thesis deals with the significance of music education for the linguistic competencies of children in primary school. The focus is on the effects of increased musical activities of children in primary schools with a musical emphasis on those abilities. For this purpose, the parameters of language and music are initially treated separately in this thesis. The two subject areas of language and music are then theoretically linked, with studies demonstrating and proving the positive influence of musical activities on children's language skills and other areas of learning. The Austrian elementary school curriculum also aims to promote language skills through musical activities.
For these reasons, qualitative interviews were conducted with teaching staff from primary schools with a musical focus. The participants shared their experiences regarding the effects of increased musical engagement on children’s linguistic abilities. This confirmed many of the statements put forth in theory. Furthermore, the empirical study reveals that increased engagement with music is experienced by teaching staff as particularly meaningful and substantial, especially for certain sub competencies of language proficiency. This extends beyond music lessons, highlighting the positive significance of interdisciplinary use of musical elements
Ängste und Herausforderungen von Junglehrerinnen und Junglehrern
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Frage welchen Ängsten und Herausforderungen berufsbegleitende Junglehrerinnen und Junglehrer der Primarstufe während ihrer ersten Dienstjahre ausgesetzt sind und inwiefern diese Faktoren ihre Entscheidung beeinflussen, den Beruf als Lehrperson langfristig auszuüben. Ziel dieser Thesis ist, zuerst einen kurzen theoretischen Überblick über das Thema Angst zu geben und somit ein besseres Verständnis über die Grundlagen zu erhalten. Um die Wichtigkeit des Themas nicht zu verdrängen, hat das Kapitel „Ängste von Lehrkräften“ und „Herausforderungen von Lehrkräften“ einen höheren Stellenwert in der Arbeit und wird so länger und intensiver erläutert. Abschließend befindet sich der empirische Teil dieser Masterarbeit. Es wurde eine qualitative Studie durchgeführt, bei der Studierende, welche sich in den ersten Dienstjahren befinden, über deren Ängste und Herausforderungen befragt wurden. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen die Vielzahl an Herausforderungen und Ängsten, mit denen Junglehrkräfte konfrontiert sind. Diese Erkenntnisse führen dazu, dass manche Lehrpersonen unsicher sind, ob sie ihren Beruf langfristig ausüben möchten.This thesis deals with the question of what fears and challenges part-time primary school teachers are exposed to during their first years of work and what extent these factors influence their decision to pursue the profession of teaching in the long term. The aim of this thesis is to first provide a theoretical overview of the topic of fear. This overview should help to get a better understanding of the basics. In order not to suppress the importance of the actual topic the chapters “fears of teachers” and “challenges of teachers” are given a higher priority in the thesis. This is the reason why this part is explained longer and more intensively. Finally, the empirical part of this work is presented. A qualitative study was carried out in which students, who were in the first years of work, were interviewed about their fears and challenges. The results of the study highlight the many challenges and fears faced by new teachers. These findings make some teachers uncertain about whether they want to continue in their profession long-term
Chancengleichheit in der Weiterbildung?
Berufliche Weiterbildung stellt als Unteraspekt des Lebensbegleitenden Lernens mittlerweile einen selbstverständlichen Teil von Erwerbsbiografien dar. Im Spannungsfeld zwischen zunehmender Ausdifferenzierung der Berufe einerseits und immer schneller voranschreitenden technischen Innovationen andererseits ist Weiterbildung ein essenzieller Baustein zum Erhalt der beruflichen Handlungsfähigkeit.
Das Berufsfeld der professionellen Pflege in Deutschland bildet dahingehend keine Ausnahme. In diesem Bereich sind Fachweiterbildungen eine Variante besonders umfangreicher beruflicher Weiterbildungen, die neben allen persönlichen Vorteilen der Spezialisierung für das Individuum auch langfristig dazu geeignet sind, die pflegerische Versorgungssicherheit in Deutschland zu garantieren.
So vielfältig die Gründe für eine Weiterbildungsteilnahme sind, so facettenreich sind auch die Bildungsbarrieren. Aktuelle Befunde der Weiterbildungsforschung kennzeichnen Chancengleichheit in der Erwachsenenbildung als Utopie.
Der Forschungsstand über Chancengleichheit in der Pflegebildung ist gering. Mit einer quantitativen Befragung von Fachweiterbildungsteilnehmer_innen in Nordrhein-Westfalen wird im Rahmen dieser Arbeit ein Teil dieses Dunkelfelds erhellt. Die Studie mit der Zahl von n = 102 Teilnehmer_innen lässt trotz eingeschränkter Repräsentativität Rückschlüsse über die Bildungschancen in der Pflege zu.
So kann gezeigt werden, dass sich das Feld der Weiterbildungsteilnehmer_innen sowohl in Bezug auf Altersstruktur als auch auf Teilzeitquote und familiäre Belastung deutlich vom Durchschnitt aller Pflegefachkräfte unterscheidet und eine gerechte Verteilung von Bildungschancen somit auch in diesem Teil des Bildungssystems nicht besteht.
Neben der Identifikation verschiedener Bildungsbarrieren können aber auch handlungsweisende Maßnahmen abgeleitet werden, die geeignet erscheinen, um die Situation zu verbessern. Allen voran wären dies eine zumindest landesweite Vereinheitlichung der Rahmenbedingungen pflegerischer Fachweiterbildungen, sowie die Option einer flexibleren und ressourcenorientierteren Gestaltung der Weiterbildung für die Teilnehmenden
Kinder in der Heimerziehung: Ein kritischer Blick auf den Aufnahmeprozess
Die Neuaufnahme von Kindern in die Heimerziehung als Schlüsselmoment. Welche Theo-retischen Grundlagen liegen diesem Prozess zugrunde? Wie können pädagogische Fachkräfte diesen Prozess gewinnbringend begleiten? Welche Überlegungen müssen getätigt werden, um eine gelingende pädagogische Arbeit zu ermöglichen. Diese Arbeit gibt Antwort auf diese und weitere Fragen.
Es werden allgemeine Rahmenbedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe aufgezeigt und die zentralen Aspekte in der Heimerziehung beschrieben. Ausgehend von einer definierten Zielgruppe (6-11 Jahre) wird anhand der Erkenntnisse von Filipp und Aymanns zu kritischen Lebensereignissen ein passender Theoriezugang im Kontext der Neuaufnahme eröffnet. Dabei wird besonders der Fokus auf Merkmale von kritischen Lebensereignissen gelegt und Wege der Bewältigung beschrieben.
Abschließend werden orientiert an das langfristigen Zielgruppenkonzept von Schilling und den vorangegangenen Erkenntnissen konzeptionelle Überlegungen getätigt. Leitmotiv dieser Überlegungen ist es, Fragen zu stellen die eine kritische Sichtweise auf den Prozess der Neuaufnahme eröffnen.
Als Ergebnis dieser Arbeit ergibt sich vor allem, dass pädagogische Fachkräfte die Relevanz der Neuaufnahme erkennen, anhand von Theoriezugängen ihr Handeln planen und stetig reflektieren.
Es braucht also stetig einen „kritischen Blick auf den Aufnahmeprozess“
Die Rolle der Beziehungsgestaltung bei der heilpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen nach traumatischen Erfahrungen
Mit dieser Arbeit soll die Relevanz der Beziehungsgestaltung bei der heilpädagogischen Arbeit mit traumatisierten Jugendlichen verdeutlicht werden und es sollen Aspekte der Beziehungs-gestaltung herausgearbeitet werden, die für eine gelingende Traumabearbeitung und einen positiven Entwicklungsverlauf der Jugendlichen, hilfreich sind.
Des Weiteren sollen die Herausforderungen in der Beziehungsgestaltung mit traumatisierten Jugendlichen verdeutlicht werden, um ein besseres Verständnis für diese Problematik zu schaffen, sowohl unter Fachkräften als auch in der Gesellschaft, und möglicherweise auch bei den betroffenen Jugendlichen selbst. Das Vorgehen ist dabei vorwiegend literaturgestützt, wobei ein Interview mit einer Expertin, die eine geschlossene Wohngruppe für Jugendliche leitet, durchgeführt wurde, um Praxisnähe herzustellen