Kirchlicher Dokumentenserver
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Dokumentenanalyse als Methode der Qualitativen Datenauswertung: Anwendung im Rahmen der Wirkungsforschung in der kommunalen Gesundheitsförderung – Ein technischer Bericht
Seit Inkrafttreten des Präventionsgesetzes (PrävG) im Jahr 2015 wurden bundesweit Projekte der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zur Gesundheitsförderung und Prävention (GFP) in der Lebenswelt Kommune initiiert. Die Messung der Wirkung von kommunaler Gesundheitsförderung und Prävention wurde im PrävG nicht explizit formuliert, mit der Folge, dass in den letzten 10 Jahren externe Evaluations- und Wirkungsstudien nicht flächendeckend und systematisch in GKV-geförderten Projekten zur GFP eingesetzt wurden, obwohl sie einen grundlegenden Mehrwert als Beurteilungsgrundlage für die Qualität von GFP bieten und zur Evidenzbasierung in der kommunalen GFP beitragen können. Neben standardisierten, quantitativen Evaluationen können auch qualitative Methoden im Rahmen von Wirkungsstudien eingesetzt werden. In diesem Bericht soll die Methode der Dokumentenanalyse als Methode der Qualitativen Datenauswertung in einem Evaluationsprojekt der kommunalen GFP exemplarisch dargestellt werden
Die professionelle Identität im Pflegemanagement : Vergleichsstudie zwischen Deutschland und den USA
In der Studie „Die professionelle Identität im Pflegemanagement – Vergleichsstudie zwischen Deutschland und den USA“ geht es um Fragestellung: „Wie unterscheidet sich die professionelle Identität von Pflegedirektorinnen, Pflegedirektoren und Chief Nursing Officers (CNOs) im Ländervergleich Deutschland und den USA?“ Zur Beantwortung dieser Frage wurden vor dem Hintergrund der Habitus-Theorie und der Kapitalbegriffe (Bourdieu, 1997) episodische Interviews nach Flick (1995, 2011) und Schütze (1993) entwickelt und durchgeführt. Neben der klassischen wie modernen Professionstheorien werden Haltungen und Identitäten in Blick genommen und so das Verständnis des professionellen Handelns der Akteure und die Haltungen. Weiter wird das Magnet® Konzept aus den USA und persönliche Erfahrungen in der Magnet4Europe-Studie eingebracht.Die empirischen Ergebnisse zeigen ein heterogenes Bild, da Deutschland im Vergleich zu den USA in der Professionalisierung des Berufsstands Pflege zurückliegt.Die Typen und deren Gegenüberstellung zeigen, dass die CNOs in den USA andere Formen professioneller Identität aufweisen als die deutschen Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren. Das zeigt sich sowohl in den Grundhaltungen als auch in den Überzeugungen, wie sie für ihre Fachexpertise eintreten. Die CNOs zeigen klinische Orientierung und ein handlungsorientiertes, autonomes Professionsverständnis, das sie als gleichberechtigte Kolleginnen und Kollegen im Berufsfeld agieren lässt. Weiterhin ist ein stark ausgeprägtes berufliches Selbstverständnis zu beobachten, insbesondere hinsichtlich ihrer Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszublicken und sich für globale Themen zu engagieren. Insgesamt zeigen sie ein ausgeprägtes Dienstleistungsverständnis, wie es in den Führungstheorien mit „Stewardship“ beschrieben wird. Auch im Hinblick auf Ökonomisierungsprozesse sind die amerikanischen CNOs besser vorbereitet. Die deutschen Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren hingegen orientieren sich vor allem an einem reibungslosen Ablauf in den Kliniken. Im Klinikdirektorium ist der überwiegende Teil häufig das schwächste Glied im System zwischen Geschäftsführerinnen, Geschäftsführer und Ärztinnen und Ärzte. Die möglichen Gründe für das professionelle Selbstverständnis der deutschen Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren könnten in der Bildung sowie in der Organisation liegen. Darüber hinaus spielen möglicherweise auch die politischen Rahmenbedingungen und entsprechende Berufsgesetze eine Rolle.The study ‘Professional identity in nursing management - comparative study between Germany and the USA’ addresses the following question: ‘How does the professional identity of nursing directors and chief nursing officers (CNOs) differ between Germany and the USA?’To answer this question, episodic interviews based on Flick (1995, 2011) and Schütze (1993) were developed and conducted against the background of habitus theory and concepts of capital (Bourdieu,1997). In addition to classical and modern professional theories, attitudes and identities are taken into account and thus the understanding of the professional actions of the actors and the attitudes. The Magnet® concept from the ANCC, USA and personal experiences in the Magnet4Europe study are also included. The empirical results show a heterogeneous picture, as Germany lags behind the USA in the professionalisation of the nursing profession. The types and their comparison show that the CNOs in the USA have different forms of professional identity than the German nursing directors. This can be seen both in their basic attitudes and in their convictions as to how they advocate their professional expertise. The CNOs demonstrate a clinical orientation and an action-orientated, autonomous understanding of the profession, which allows them to act as equal colleagues in the professional field. Perhaps consider this: Furthermore, they exhibit a strong understanding of service, aligning with leadership theories on 'stewardship.' Additionally, American CNOs demonstrate greater preparedness in economic matters. German nursing directors, on the other hand, are primarily orientated towards smooth processes in the clinics. The majority of nursing directors are often the weakest link in the system between physicans and CEO´s.The possible reasons for the professional self-image of German nursing directors could lie in their education and organization. In addition, the political framework conditions and corresponding professional laws may also play a role
Critical Approaches to the Islamic Concept of Education, to Traditional Islamic Educational Institutions, and to the Term “Koran School”
Habitustransformation im Lernfeld einer Weiterbildung. Evaluation von mehrjährigen Supervisions-Weiterbildungen des Fortbildungsinstitutes für Supervision (FIS) im Weiterbildungszeitraum 1984 bis 2021
Die Studie evaluiert ein standardisiertes, mehrjähriges Weiterbildungsprogramm zur Supervisorin, zum Supervisor. Gegenstände einer Online-Befragung von 240 Absolventen und Absolventinnen eines Anbieters dieser Weiterbildung (aus den Jahren von 1984 bis 2021) sind
1. Die Untersuchung definierter Handlungsbereiche professionalisierter Supervision sowie
2. die Untersuchung didaktisch konzipierter Lernorte dieser Weiterbildung auf definierte Merkmale einer professionsbezogenen Habitualisierung.
Ergebnisse: Die Bewältigung der Krise, d.h. des Anliegens der Klientel, und die Sicherung eines Arbeitsbündnisses und einer Arbeitsbeziehung werden von den Teilnehmenden in ihrer Relevanz für professionelle Supervision als bedeutsam hervorgehoben. Zudem kann gezeigt werden, dass die acht untersuchten Lernorte der Weiterbildung den vier theoretisch hergeleiteten Merkmalen und Prozessen von Habitualisierung und Professionalisierung entsprechen – wenn auch jeweils unterschiedlich stark.
Damit werden vorliegende Bildungstheorien und Theorien der Habitustransformation in den genannten Grenzen der Reichweite empirisch bestätigt. Die vier theoretisch abgeleiteten Merkmale können damit als bedeutsame „Schlüsselprozesse“ der Habitualisierung beschreiben werden. Weitergehende empirische Untersuchungen auch in anderen Feldern der Bildungsarbeit legen sich nahe
Biografiearbeit als Gegenstand der akademischen Ausbildung von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in Deutschland: eine quantitative Modulhandbuchanalyse
In pädagogischen Zusammenhängen begeben sich Fachpersonen in Beziehungen zu ihren
Adressat*innen. Dabei spielen die jeweils eigenen Erfahrungen der Fachpersonen, unter
anderem zur Beziehungsgestaltung eine entscheidende Rolle und die Biografien der
Fachpersonen werden damit zu einer Variable pädagogisch-professionellen Verhaltens.
Dies lässt einen Einbezug des Umgangs mit eigenen Lebenserfahrungen in die
akademische Ausbildung sinnvoll erscheinen.
Die vorliegende Arbeit zeigt mithilfe einer quantitativen Modulhandbuchanalyse, an welchen
Stellen unter anderem der Umgang mit der eigenen Biografie in Studiengängen der
Sozialen Arbeit thematisiert wird, anschließend an beispielsweise die Untersuchung über
die Bedeutung der Selbstreflexion im Studium der Sozialen Arbeit von Gold und Gebhardt
(2022). Das inhaltsanalytisch veranlagte Suchverfahren ergab dabei über 290 Ergebnisse
zu den Suchbegriffen „biogra*“ und „*biogra*“ in zwölf Kategorien, die auf induktive Weise
entwickelt wurden. Der Kategorie „Biografische Selbstreflexion als Lehrinhalt des
Studiums“, welche die für die Forschungsfrage besonders bedeutsamen Inhalte enthält,
wurden 90 Codes zugeordnet. In einer Gesamtdatenmasse von 65 Modulhandbüchern mit
ca. 4000 Textseiten wird dieses Aufkommen eingeordnet und bewertet, vor dem
Hintergrund des wissenschaftlichen Diskurses zur Notwendigkeit von Biografiearbeit im
Rahmen der akademischen Ausbildung sozialpädagogischer Fachkräfte. Die genaue
Darstellung der Ergebnisse findet sich im Codebuch, dem letzten Anhang der Arbeit.In educational contexts, professionals enter into relationships with their target groups. In
this process, their own experiences—particularly regarding relationship-building—play a
crucial role, making their biographies a variable in pedagogical-professional behavior. This
suggests that integrating the handling of one's own life experiences into academic training
is a meaningful approach. The present study employs a quantitative analysis of module
handbooks to examine where, among other aspects, the handling of one's own biography
is addressed in social work degree programs. This follows investigations such as the study
by Gold & Gebhardt (2022) on the significance of self-reflection in social work education.
The content-analytical search process yielded over 290 results for the keywords “biogra*”
and “*biogra*” across twelve inductively developed categories. The category "Biographical
Self-Reflection as a Teaching Content in Studies," which contains content relevant to the
research question, was assigned 90 codes. Within a total dataset of 65 module handbooks
comprising approximately 4,000 text pages, these findings are contextualized and
evaluated against the backdrop of the scientific discourse on the necessity of biographical
work in the academic training of social pedagogical professionals. A detailed presentation
of the results can be found in the codebook, the final appendix of this paper
Dramapädagogik als Motivationsfaktor im Fremdsprachenunterricht der Sekundarstufe 1
Diese Masterarbeit untersucht den Einsatz dramapädagogischer Methoden als Motivationsfaktor im Fremdsprachenunterricht der Sekundarstufe 1. Dabei wird erläutert, was Dramapädagogik und Schule verbindet und wie sich dies auf die Motivation der Schülerinnen und Schüler auswirken kann. Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit dieser Ansätze in Bezug auf die Motivation und das Engagement der Schülerinnen und Schüler zu analysieren. Die Forschung basiert auf einer Kombination aus Literaturrecherche und empirischen Untersuchungen, welche sich auf eine Aktionsforschung im Rahmen des Englischunterrichtes einer 7. Schulstufe einer Mittelschulklasse stützt. Die Ergebnisse zeigen, dass dramapädagogische Methoden signifikant zur Steigerung der Lernmotivation beitragen können, indem sie den Unterricht interaktiver und emotional ansprechender gestalten. Die Erkenntnisse bieten wertvolle Implikationen für die Praxis des Fremdsprachenunterrichtes und eröffnen neue Perspektiven für die Integration kreativer Lernmethoden.This master thesis examines the use of drama methods as a motivational factor in foreign language teaching at secondary level 1. It explains what drama pedagogy and school have in common and how this can affect the motivation of students. The aim of this study is to analyse the effectiveness of these approaches in terms of student motivation and engagement. The research is based on a combination of literature research and empirical studies, which is based on action research in the context of English lessons in a 7th grade middle school class. The results show that drama methods can significantly contribute to increasing learning motivation by making lessons more interactive and emotionally appealing. The findings offer valuable implications for the practice of foreign language teaching and open new perspectives for the integration of creative learning methods
Kommunikationsmodelle als Lehrkraft
Diese Masterarbeit untersucht die Anwendung von Kommunikationsmodellen im Lehrberuf und deren Einfluss auf die Beziehung zwischen Lehrkräften und Kindern in der Primarstufe. Im Fokus stehen das 4-Ohren-Modell von Schulz von Thun und die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Rosenberg. Durch eine quantitative Forschung mittels Fragebögen, die sowohl Lehrkräfte als auch Kinder einbezieht, wird analysiert, wie diese Modelle im schulischen Alltag zur Stärkung der Lehrkraft-Kind-Beziehung beitragen können.
Die Untersuchung zeigt, dass Kommunikationsmodelle wie die GFK und das 4- Ohren-Modell eine positive Wirkung auf die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Kindern haben, insbesondere in den ersten beiden Schuljahren. Während die Bekanntheit dieser Modelle in den Altersgruppen 20 bis 30 und 41 bis 50 Jahren hoch ist, hängt ihre tatsächliche Anwendung oft von individuellen Faktoren ab, weniger vom Alter der Lehrkräfte. In den höheren Klassen sind die Rückmeldungen der Kinder gemischter, was auf steigende schulische Anforderungen und zunehmende Unsicherheiten hinweist. Die Mehrheit der Kinder empfindet die Kommunikation untereinander als positiv, was auf die Anwendung von Empathie und aktivem Zuhören durch die Lehrkräfte zurückzuführen ist.
Die Ergebnisse bestätigen, dass moderne Kommunikationsmodelle die Lehrkraft-Kind-Beziehung stärken können. Um die Anwendung dieser Modelle weiter zu fördern, sollten Fortbildungen, Plenumsgespräche bei Konferenzen und der Austausch unter Lehrkräften intensiviert werden.This master's thesis investigates the application of communication models in the teaching profession and their influence on the relationship between teachers and children in primary school. The focus is on the 4-Ears Model by Schulz von Thun and Nonviolent Communication (NVC) according to Rosenberg. Through quantitative research using questionnaires involving both teachers and children, the study analyzes how these models can contribute to strengthening the teacher-child relationship in everyday school life.
The research shows that communication models such as NVC and the 4-Ears Model have a positive effect on communication between teachers and children, especially in the first two years of school. While awareness of these models is high in the 20-30 and 41-50 age groups, their actual application often depends on individual factors, rather than on the age of the teachers. In the higher grades, children's feedback is more mixed, indicating increasing academic demands and rising uncertainties. The majority of children perceive communication with each other as positive, which is due to the use of empathy and active listening by teachers.
The results confirm that modern communication models can strengthen the teacher-child relationship. To further promote the application of these models, additional training, plenary discussions at conferences, and exchanges among teachers should be intensified
Perspektiven von Schülerinnen und Schülern auf Unterrichtssituationen in und ausgehend von der Deutschförderklasse
Ziel dieser Arbeit ist es die Sichtweise von Kindern einer Deutschförderklasse auf verschiedene Unterrichtssituationen sowohl in der Deutschförderklasse als auch in der Regelklasse zu erforschen und gegenüberzustellen. Die sprachlichen und bildlichen Produkte der Kinder aus den „Kleinen Büchern“ werden in dieser Forschung bildlich und verbal analysiert. Ein zentrales Ziel der Deutschförderklasse ist es, die Sprachfähigkeit von Kindern zu stärken und die Kinder schnellstmöglich in Regelklassen zu unterrichten. Sprache ist stark mit dem Selbstbild, dem Wohlbefinden und Emotionen verbunden. Deshalb ist ein positiver Zugang zur Sprache bedeutsam, da dieser die Lernmotivation stärkt und einen gelungenen Zweitspracherwerb ermöglicht.
Um diese Frage zu beantworten, wird vorab eine theoretische Grundlage geschaffen. Deshalb wird die verbale und bildliche Ausdrucksweise von Kindern einer Deutschförderklasse mit der Methode „Kleine Bücher“ erforscht (Busch, 2021). Ein Fokus liegt dabei auf den bildlichen und verbalen Elementen, da Kinder durch das Zeichnen ihr inneres Selbstbild nach außen projizieren können. Die empirische Forschung zeigt, dass sich die Kinder meist allein darstellen, aber auch Freundinnen/Freunde, die Lehrperson und Familienmitglieder, eine wichtige Rolle für sie spielen. In Unterrichtssituationen stellen sich die Kinder meist in Einzelaktivitäten, speziell im Fach Mathematik, dar. Freude ist die am häufigsten genannte Emotion der Kinder. Dennoch weist die Gefühlswelt der Kinder immer wieder Ambivalenzen auf. Die Sprachenvielfalt der Kinder spiegelt sich in mehrsprachigen Elementen wider. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder bereits in diesem Alter differenziert über ihre Gefühls- und Lernwelt reflektieren können.The aim of this master thesis is to investigate the perspective of children in a “Deutschförderklasse” (a German language support class for non-native speakers in Austria) on different teaching situations as well in the “Deutschförderklasse” as in their regular classes and to compare them. In this research the children´s expressions are analysed verbally and visually. A central objective of the „Deutschförderklasse” is to strengthen the language skills of children and to integrate the children in regular classes as quickly as possible. Language is strongly linked to self-image, well-being and emotions. Therefore, a positive approach to language is important, as it strengthens the motivation to learn and supports a successful second language acquisition.
To answer this research question properly basic theoretical facts are presented. The study explores the verbal and visual expressions of children in a “Deutschförderklasse” by using the research tool “Kleine Bücher” (Busch, 2021) (small booklets created by the children). In this study the focus is placed on verbal and visual elements, since children can project their inner self-image onto the outside world through drawing. Empirical results show that the children usually draw themselves alone, though friends, the teacher and family members are also depicted and play an important role for them. In classroom situations, the children usually show themselves in individual activities, especially in mathematics. Happiness is the most mentioned emotion in the booklets. Nevertheless, the children's emotional sensitivities are sometimes ambivalent in their visual and verbal expressions. Their linguistic diversity is reflected in multilingual elements. The results demonstrate that even at this age children are able to reflect on their emotional and learning experiences