Kirchlicher Dokumentenserver
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Von anderen Ländern lernen und profitieren
Diese vorliegende Masterarbeit befasst sich mit innovativen Unterrichtsmethoden aus anderen Ländern als Beitrag zum Professionalitätszuwachs und zur Schulentwicklung. Dabei wird der Forschungsfrage „Inwieweit ist es möglich Schule mit neuen Zugängen von Unterrichtsmethoden und Schulentwicklungskonzepten anders zu denken, um Effektivität im Lernen zu ermöglichen?“ nachgegangen.
Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, erfolgreiche Konzepte aus den Ländern Schweden, Finnland, Neuseeland und Australien in das österreichische Schulsystem zu implementieren, um effektiven Unterricht in der Primarstufe zu gewährleisten. Dazu wurde mittels eines OnlineFragebogens die Bekanntheit und Anwendung dieser Methoden bei Lehrkräften erfasst, sowie die Offenheit gegenüber möglichen Systemveränderungen ermittelt.
Durch die Verknüpfung der Ergebnisse der quantitativen Forschung mit der Theorie konnte herausgefunden werden, dass die Lehrpersonen eine allgemeine Aufgeschlossenheit für innovative Unterrichtsmethoden haben. Weiters lässt sich feststellen, dass sich Lehrende eine enge Zusammenarbeit im Kollegium und eine geringe Schüler-Lehrer-Relation wünschen, um den Bedürfnissen der Kinder besser gerecht zu werden. Dabei erfordert es Rahmenbedingungen, die handlungsorientiertes, forschendes und spielerisches Lernen unterstützen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Implementierung der Konzepte aus internationalen Schulsystemen dazu beitragen kann, die Schule der Zukunft zu gestalten. Diese neuen Ansätze und Methoden bieten die Möglichkeit, die Effektivität des Lernens zu steigern und das Potenzial jedes einzelnen Schulkindes bestmöglich zu entfalten.This Master's thesis deals with innovative teaching methods from other countries as a contribution to professional development and school development. It addresses the research question: "To what extent is it possible to rethink school with new approaches to teaching methods and school development concepts to enable effective learning?".
The aim of this Master's thesis is to implement successful concepts from Sweden, Finland, New Zealand, and Australia into the Austrian school system to ensure effective teaching in primary education. For this purpose, an online survey was conducted to assess teachers' awareness and application of these methods, as well as their openness to potential system changes.
By linking the results of the quantitative research with the theory, it was found that teachers have a general openness to innovative teaching methods. Furthermore, it is evident that teachers desire close collaboration within the faculty and a low student-teacher ratio to better meet the needs of children. This requires conditions that support actionoriented, inquiry-based, and playful learning.
In conclusion, the implementation of concepts from international school systems can contribute to shaping the school of the future. These new approaches and methods offer the possibility to increase the effectiveness of learning and to fully develop the potential of each individual school child
Zwischenevaluation des Stuttgarter Modellprojekts „schools for future“
Erfahrungen mit der systematischen Verankerung von Unterstützungsangeboten an Stuttgarter Schulen in Kooperation mit der Schulsozialarbei
Begleitung von Eltern eines unerwartet sterbenden Kindes durch Pflegefachkräfte auf einer pädiatrischen Intensivstation
Problemstellung: Die Begleitung von Eltern, deren Kind unerwartet auf einer pädiatrischen Intensivstation verstirbt, stellt für Pflegefachkräfte eine enorme Herausforderung dar. Zudem wirkt sich die adäquate Unterstützung der Eltern in der Sterbephase ihres Kindes auf die nachfolgende elterliche Trauerreaktion aus. Die kurze Zeitspanne der Begleitung und der Bedarf, den Eltern gerecht zu werden, benötigt Sicherheit und Handlungsmöglichkeiten, um Pflegefachkräfte auf Akutsituationen vorzubereiten.
Fragestellung: Durch die Problemstellung ergibt sich folgende Fragestellung: „Wie können Pflegefachkräfte Eltern begleiten, wenn ihr Kind unerwartet auf einer pädiatrischen Intensivstation verstirbt?“
Theoretischer Rahmen: Die Tätigkeit auf einer pädiatrischen Intensivstation umfasst die Pflege des Kindes und seiner Familie. Das Versterben eines Kindes führt zu einer unterstützenden Begleitung der Eltern und gegebenenfalls weiterer Familienangehöriger. In diesem Kontext wird auf das konzeptionelle Modell der familien- und umweltbezogenen Pflege sowie auf die Theorie des systemischen Gleichgewichts verwiesen.
Methodik: Im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, CINAHL und APA PsycInfo können drei Reviews, eine Metaanalyse sowie neun qualitative Studien in die Auswertung einbezogen werden.
Ergebnisse: Es kann festgestellt werden, dass es kein Konzept für die Akutsituation hinsichtlich der Sterbebegleitung gibt. Die retrospektiv ermittelten Wünsche und Bedürfnisse von Eltern, deren Kind auf einer pädiatrischen Intensivstation verstorben ist, können Pflegefachkräften dabei helfen, Eltern proaktiv in ihrer Trauer während des Sterbens und danach zu unterstützen. Im Rahmen dieses Reviews erfolgt eine Darstellung der verschiedenen Unterstützungsinterventionen
Förderung der bildungssprachlichen und mathematischen Kompetenzen in Deutschförderklassen
Seit dem Schuljahr 2018/2019 gibt es in Österreichs Schulklassen Deutschförderklassen. Diese wurden im Rahmen der Sprachförderung eingeführt, um Kinder und Jugendliche, dessen Deutschkenntnisse nicht ausreichend sind, gezielt zu fördern und diese auf den Regelunterricht in der Schule vorzubereiten.
Diese Deutschförderung erfolgt jedoch nicht isoliert, sondern wird in Verbindung mit weiteren Unterrichtsgegenständen, darunter Mathematik unterrichtet.
Der Erwerb mathematischer Kompetenzen stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, da das Fach sowohl fachliche als auch bildungssprachliche Kompetenzen voraussetzt.
Die Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, welche Herausforderungen sich insbesondere für die zu unterrichtenden Lehrpersonen ergeben, wenn es darum geht, den Schüler:innen bildungssprachliche und mathematische Kompetenzen im Rahmen der Deutschförderklasse näherzubringen.
Lehrkräfte in Österreichs Deutschförderklassen sehen sich mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert.
Da die Schüler:innen der Deutschförderklassen mit unterschiedlichen Erstsprachen und kulturellen Hintergründen zusammen unterrichtet werden, kann dies zu einer zusätzlichen Herausforderung im Unterricht führen, da die Sprachbarrieren je nach Erstsprache, Schulstufe und den individuellen Vorkenntnissen der einzelnen Schüler:innen variieren können.
All dies erfordert seitens der Lehrperson eine äußerst flexible Unterrichtsgestaltung, bei welchem der Unterrichtsstoff an die jeweiligen Lernstände der einzelnen Schüler:innen angepasst werden muss.
Diese Situation ist jedoch nur schwer zu bewältigen, da es den Lehrkräften häufig an didaktischen Vorkenntnissen und vorhandenen Konzepten mangelt, um sowohl die bildungssprachliche als auch die mathematische Entwicklung der Schüler:innen zielgerichtet zu fördern. Zudem fehlen oft ausreichend personelle und zeitliche Ressourcen, um eine individuelle Förderung zielgerecht umzusetzen.
In der Praxis bedeutet das, dass Lehrkräfte oft gezwungen sind, Kompromisse einzugehen und sich nur auf bestimmte Kompetenzen der Schüler:innen konzentrieren können, während andere Kompetenzen dabei in den Hintergrund rücken.
Die Arbeit untersucht mittels einer quantitativen Forschung, bei welcher gezielt Deutschförderklassen- Lehrer:innen befragt wurden, welche Herausforderungen sich für diese bei der Vermittlung von bildungssprachlichen und mathematischen Kompetenzen ergeben, um darauf aufbauend gezielte Fördermaßnahmen entwickeln zu können.Since the 2018/2019 school year, German support classes have been implemented in Austrian schools. These classes were introduced as part of language support measures to assist children and adolescents with insufficient German skills, preparing them for regular school instruction.
However, this German support is not provided in isolation; it is integrated with other subjects, including mathematics. Acquiring mathematical skills presents a particular challenge, as the subject requires both technical and academic language competencies. This thesis explores the challenges faced by teachers, particularly in imparting both academic language and mathematical competencies within the framework of the German support classes.
Teachers in Austria’s German support classes encounter a multitude of challenges. Since students in these classes come from diverse linguistic and cultural backgrounds, language barriers can vary based on students’ first languages, grade levels, and individual prior knowledge. This diversity demands a highly flexible teaching approach, requiring material to be adapted to the varying learning levels of individual students.
However, managing this situation is difficult, as teachers often lack the didactic knowledge and concepts necessary to effectively promote both academic language and mathematical development. Additionally, there are frequently insufficient human and time resources to implement targeted individual support. In practice, this means that teachers often have to make compromises, focusing on certain competencies while neglecting others.
This thesis investigates, through quantitative research involving a survey of teachers in German support classes, the challenges they face in teaching academic language and mathematical competencies, with the aim of developing targeted support measures based on the findings
Untersuchung der Effizienz und Akzeptanz der digitalen Version des Sprachstandsbeobachtungsinstruments USB DaZ (=E-USB DaZ) im Vergleich zur traditionellen Papierform
Diese Masterarbeit untersucht die Implementierung und Anwendung des digitalen Sprachstandsbeobachtungsinstruments E-USB DaZ in schulischen Kontexten. Ziel der Arbeit ist es, die Effizienz, Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz dieses digitalen Tools zu bewerten und es mit traditionellen papierbasierten Methoden zu vergleichen. Die Forschung folgt einem Mixed-Method-Ansatz, der sowohl quantitative als auch qualitative Daten verwendet. Im Rahmen einer zweimonatigen Testphase nahmen 26 Lehrkräfte am Projekt teil und nutzten E-USB DaZ in ihrer täglichen Praxis. Ergänzt wurde die Untersuchung durch Interviews mit drei Lehrkräften, um detaillierte Erkenntnisse über die Förderplanung und den Einsatz des Tools zu gewinnen. Die Studie analysiert wichtige Funktionen von E-USB DaZ, einschließlich der zentralen Datenbank und der visuellen Darstellung von Ergebnissen, und untersucht deren Auswirkungen auf die Effizienz der Sprachstandsbeobachtung und Förderplanung. Besondere Aufmerksamkeit wird darauf gelegt, inwieweit das Tool zur Vereinfachung von Arbeitsprozessen beiträgt und welche Herausforderungen bei der Integration in den schulischen Alltag bestehen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass E-USB DaZ insgesamt positiv bewertet wird, insbesondere hinsichtlich der potenziellen Zeitersparnis und Effizienzsteigerung. Gleichzeitig werden Empfehlungen zur Verbesserung und Weiterentwicklung des Tools für eine nachhaltige Integration in den Bildungsalltag formuliert.This master's thesis investigates the implementation and application of the digital language proficiency assessment tool E-USB DaZ in school settings. The aim is to evaluate the efficiency, user-friendliness, and acceptance of this digital tool and to compare it with traditional paper-based methods. The research follows a mixed-method approach, utilizing both quantitative and qualitative data. Over a two-month testing phase, 20 teachers participated in the project, using E-USB DaZ in their daily practice. The study is further enriched by interviews with three teachers to gain detailed insights into educational planning and the use of the tool. The research analyzes key features of E-USB DaZ, including the central database and the visual presentation of results, and examines their impact on the efficiency of language assessment and educational planning. Special attention is given to how the tool simplifies work processes and the challenges of integrating it into daily school routines. The study’s findings indicate that E-USB DaZ is generally well-received, particularly for its potential to save time and increase efficiency. The thesis also offers recommendations for the tool’s improvement and further development to ensure its sustainable integration into the educational environment
Das bewegliche Heer der Künstlichen Intelligenz
KI-Diskurse finden in Bildern statt, in Sprachbildern, in Technikbildern und in visuellen Bildern. KI muss daher als vielschichtiges Phänomen in den Blick genommen werden, das technische und nicht-technische Aspekte enthält, und es muss im weiteren geistesgeschichtlichen Bedeutungskontext seiner Elemente betrachtet werden. Dazu gehören auch bildhafte Vorstellungen: Bilder, Urbilder, Abbilder, Vorbilder, Simulakren, sowohl bildhaft Dargestelltes und Sprachbilder als auch Vorstellungsbündel, wie sie etwa in der Rede von Menschenbildern, Technikbildern und Weltbildern angesprochen werden. Welche Elemente aber machen KI eigentlich aus? Welcher geistesgeschichtliche Kontext orientiert die Bedeutungen und Verständnisse von KI? Die hier zentralen technomorphen Menschenbilder und anthropomorphen Technikbilder sind nur ein Bruchteil derjenigen Phänomene, Narrative, Mythen, Schemata, Vorstellungen etc., mit denen KI semantisch freudig reagiert. Auch – vertikal gesprochen – ‚über‘ und ‚unter‘ dem Menschlichen sind Topoi bei der Verstehens- und damit Entscheidungs- und Handlungsorientierung wirkmächtig, die es zu berücksichtigen gilt, wenn KI, KI-Diskurse und deren Wirkungen analysiert werden sollen. Dabei ist KI als dergestaltige Menge kategorial inhomogener Elemente als ein Inbegriff zu fassen. Wer die Interessen nicht beachtet, die solche Inbegriffe ausmachen, kann KI und ihre Diskurse nur oberflächlich verstehen. Die Reaktionsfreudigkeit und Kopplungsbereitschaft ist schwindelerregend, jedoch fundiert und strukturiert durch das verfügbare geistesgeschichtliche Repertoire an Kopplungskandidaten. Aber: KI entscheidet, lernt, handelt, denkt etc. trotz entsprechend semantischer Suggestionen genauso wenig, wie ein autonomes Auto autonom ist, wie ein Roboter zu etwas gezwungen werden könnte oder wie Informatiker, KI-Forscher und Data Scientists mit dem Schaffen von verblüffenden IT-Systemen zu Schöpfergöttern würden. Deshalb ist in diesem Zuge an vergessene oder aus der Aufmerksamkeit geratene Metaphorik zu erinnern sowie an die fundamentale Bildhaftigkeit und den vielfältigen Bildbezug der KI. KI ist – mit Nietzsche formuliert – ein Heer von Metaphern und Anthropomorphisierungen, eine poetisch gesteigerte Summe menschlicher Relationen. Deshalb muss implizites Bedeutungsgepäck der KI aufmerksam expliziert werden, müssen interessensgeleitet oder unbewusst hineingelegte Bedeutungen wieder ausgelegt werden. Solche KI-Auslegung muss KI-Entwicklung und -Verbreitung zwingend begleiten
Raumnutzungsverhalten von Menschen in Obdachlosigkeit. Grundfragen und besondere Aspekte der Coronapandemie am Beispiel Kölns
Die am stärksten gefährdete Gruppe im öffentlichen Raum sind obdachlose Menschen. Ihr Raumnutzungsverhalten, insbesondere während der Coronapandemie, wurde bislang kaum erforscht. Die Autor_innen rekonstruieren es am Beispiel der Stadt Köln im Rahmen einer partizipativ angelegten Studie und betrachten vereinend Daten aus Fragebögen, GPS-Tracking, Interviews und Fotografie. Der Band stellt die innovative Studie und das methodische Vorgehen vor, bündelt ihre umfangreichen quantitativen und qualitativen Ergebnisse und liefert damit einen Beitrag zur Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit mit wohnungslosen Menschen.
Was für Personen mit einem festen Wohnsitz und entsprechender Mittelausstattung selbstverständlich ist (Versorgung mit Lebensmitteln, Rückzugsort, Ort für Hygienemaßnahmen, Ort der Intimität und vieles mehr), bedeutet für obdachlose Personen einen ständigen Kampf um das Existenzielle. Aufgrund des Fehlens eines festen Wohnortes sind es obdachlose Menschen, die von Veränderungen der Umwelt und deren Auswirkungen am folgenschwersten betroffen sind. Die Corona-Pandemie führte zu Veränderung in fast allen Bereichen des alltäglichen Lebens, denen Menschen in Obdachlosigkeit besonders ausgesetzt waren. Obdachlose Menschen leben auf der Straße und bewegen sich dabei in unterschiedlicher Weise im öffentlichen Raum, wobei sie die ordnungsrechtliche, sozialstaatliche, ehrenamtliche und öffentliche Infrastruktur zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse und Deckung ihrer Bedarfe aufsuchen und nutzen (müssen). In ihrer alltäglichen Raumnutzung sind sie mit individuellen, aber auch kollektiven Herausforderungen konfrontiert, die zu bewältigen sind. Mit dem Buch zugrundeliegenden Forschungsprojekt konnte betrachtet werden, auf welche Weise obdachlose Menschen urbane Räume und die darin bestehenden Infrastrukturen nutzen und welche Bedeutung die Angebote der Obdachlosen- und Wohnungslosenhilfe für die Nutzer_innen haben
Unterrichtsqualität und Heterogenität in Lehrplänen der österreichischen Sekundarstufe I
Der Beitrag untersucht pädagogisch-didaktische Umstrukturierungen in der Sekundarstufe I der österreichischen Pflichtschule, in der bis zum Jahr 2012 die Hauptschule, ab 2012 die Neue Mittelschule und seit dem Jahr 2020 die Mittelschule der Schultyp für alle 10- bis 14-Jährigen ist. Über Analysen der jeweiligen Lehrpläne (allgemeines Bildungsziel, allgemeine didaktische Grundsätze, Schul- und Unterrichtsplanung) wurde der Frage nachgegangen, wie und als was sich Unterrichtsqualität und Heterogenität in den pädagogisch-didaktischen (Neu-)Ausrichtungen darstellen. Die inhaltsanalytisch ausgewerteten Ergebnisse zeigen u. a., dass es einen Wandel im Umgang mit Heterogenität von der Hauptschule zur Neuen Mittelschule gab, dass mit der Einführung der Mittelschule im Kontext der Heterogenitätsforschung von einer Rückentwicklung gesprochen werden kann und dass die Lehrpläne Tiefenstrukturen der Unterrichtsqualität, die als Grundlage im Umgang mit heterogenen Klassen eingestuft werden können, nicht berücksichtigen. Auf Grundlage der ermittelten Ergebnisse und vor dem Hintergrund des aufgezeigten Forschungsstandes zur Unterrichtsqualität und Heterogenität stellt der Beitrag Möglichkeiten curricularer Anpassungen in Aussich
Hysterie des Habitus
Dieser Beitrag befasst sich – einer hermeneutischen Methode folgend – mit der Frage, wie und ob sich habitualisierte Überzeugungen durch jahrzehntelange Praxiserfahrungen als Lehrer*in in der Mittelschichtsinstitution Schule ändern können. Exemplarisch soll mit vorliegender Case Study untersucht werden, welche Effekte die Erfahrungen auf Einzelne haben können. Geschildert wird eine bestimmte Berufserfahrung anhand des Beispiels einer Wiener Pflichtschullehrerin, die zwei Bücher geschrieben hat, die in den 2010er Jahren großes mediales Aufsehen in Österreich erregt haben. Ihre Texte werden in Kontext gesetzt zur Ordnung von Kapitalstruktur in den schultheoretischen Schriften von Pierre Bourdieu