Kirchlicher Dokumentenserver
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Demokratie-Bildung im Spannungsfeld zwischen Diversität und Subjektivität
Der Artikel stellt die Existenzielle Pädagogik als Ansatz zur adäquaten Vermittlung demokratischer Prinzipien – wie etwa der freien Entfaltung der Persönlichkeit – im Schulunterricht vor. Diese Lehr- und Lerntheorie basiert auf den Prinzipien der Existenzanalyse Alfried Längles und damit auch auf der ihr zugrundeliegenden Logotherapie Viktor Frankls. Für beide stehen die Person und deren Verhältnis zu ihrem Leben im Mittelpunkt. Anhand eines Beispiels aus der Schulpraxis (der Schulwechsel eines 11-jährigen transidenten Kindes mit autistischen Zügen) wird beschrieben, wie die inkludierende Annäherung unter Beachtung der Grundlagen existenzieller Pädagogik zum Verständnis der gesamten Klasse hinsichtlich der Bedeutung von Diversität und Subjektivität als Basis eines demokratischen Zusammenlebens beiträgt
V-E-C-T-O-R – Learning: Das didaktische Mobile in neuen Sphären
Im vorliegenden Artikel wird die Frage behandelt, wie zeitgemäße Lehr und Lernmöglichkeiten umfassend und übersichtlich beschrieben werden können. Dabei wird im (Wording-)Vorschlag von einem altbekannten und verbreiteten Modell der Lehre, dem ‚didaktischen Mobile‘ nach Jörg Knoll ausgegangen. Dieses Modell wurde im Licht der aktuellen Möglichkeiten angepasst und erweitert.
Das didaktische Mobile in seinen neuen Sphären der V-E-C-T-O-R-Dimensionen ermöglicht einen genauen und differenzierten Blick auf die Gestaltung moderner Lehr- und Lernkonzepte. Durch das vorgestellte Modell wird eine vermeintliche Bi-Polarität zwischen Präsenz- und Online-Lehre aufgelöst. So werden präzise Beschreibungen im Kontext der neuen Lehr- und Lernmöglichkeiten möglich, und es entsteht eine gute Grundlage zur Diskussion ihrer Qualitä
Über die Umsetzung kriterienbasierten forschenden Unterrichts und den Einfluss auf die forschende Grundhaltung von Grundschülerinnen und Grundschülern
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Förderung einer forschenden Grundhaltung bei Grundschülerinnen und Grundschülern. Studien zeigen, dass Schülerinnen und Schüler oft wenig in den Unterrichtsverlauf eingebunden werden und wenige inhaltliche Fragen stellen. Ziel dieser Arbeit ist es, naturwissenschaftlichen Unterricht so zu gestalten, dass die Fragen und Interessen der einzelnen Schülerinnen und Schüler im Zentrum stehen und bei ihnen Neugier, Offenheit und eine fragende Grundhaltung gefördert wird.
Reformen im naturwissenschaftlichen Bereich verschreiben sich seit Jahren dem „Forschenden Lernen“ als Zugang, der die Kinder wieder vermehrt ins Fragen und Forschen bringen soll. Die meisten Ansätze beschreiben dabei ganz bestimmte Prozessphasen, die die Klassen gemeinsam durchlaufen (Huber, 2012). Diese vorgegebene Phasenstruktur forschenden Lernens bildet oft eine Hürde für die Umsetzung in der Praxis. Reitingers offenes Unterrichtskonzept „CrEEd“ stellt eine Umsetzungsmöglichkeit eines rein kriterienbasierten forschenden Lernens dar, ohne Bindung an Phasen, Lernziele oder Methoden. Der Lernprozess und 6 Kriterien stehen im Fokus.
Mit dem Ziel, die forschende Grundhaltung zu fördern, entwickelte sich in dieser Arbeit ein Fokus auf die kognitiven Anteile des kriterienbasierten forschenden Lernens. 3 von Reitingers 6 Kriterien wurden dafür gewählt: „Neugierde“, „Erfahrungsbasiertes Hypothetisieren“ und „Kritischer Diskurs“. In der quantitativen Studie wurden in zwei 2. Klassen mit Prä- und Posttest Daten mittels Fragebogen erhoben. Acht Wochen lang fand in der Treatmentklasse kriterienbasierter forschender Unterricht mit Fokus auf den 3 gewählten Kriterien statt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder durch das Treatment ihre forschende Grundhaltung im Vergleich zur Kontrollgruppe stark steigern konnten. Die Ergebnisse animieren dazu, die Kinder mit ihren Gedanken und Fragen ins Zentrum eines forschend naturwissenschaftlichen Unterrichts zu rücken.The present master's thesis deals with the promotion of an inquiry-based attitude among primary school students. Studies indicate that students are often not sufficiently engaged in school lessons and ask only very few content-related questions. The aim of this work was to design science education in such a way that the questions and interests of individual students are at the center and that curiosity, openness, and an questioning attitude are encouraged.
Reforms in the field of science education have been comitted to "inquirybased learning" as an approach for years, aiming to bring children back to more questioning and researching. Most approaches describe very specific process phases that the classes work through together (Huber, 2012). This predetermined phase structure of inquiry learning often represents a barrier to actual implementation of inquiry based learning in practice. Reitinger's very open teaching concept "CrEEd" provides a way to implement criteria-based inquiry learning without being bound to phases, learning goals or methods. The focus is set on the learning process and Reitinger‘s 6 defined criteria.
With the goal of promoting the inquiry-based attitude of young children, this work developed a focus on the cognitive components of inquiry learning. Therefore three of Reitinger’s 6 criteria are chosen. Those are "Curiosity," "Experience-based Hypothesizing," and "Critical Discourse." In the quantitative study, pre- and post-test data was collected using a questionnaire in two 2nd-grade classes. For eight weeks, the treatment class underwent criteria-based inquiry teaching with a focus on the 3 chosen criteria. The results show that the children in the treatment class significantly increased their inquiry-based attitude compared to the control group. The findings encourage putting children's thoughts and questions in the center of inquiry-based science education. Transferring those findings to other teaching subjects seems possible and interesting
Hundegestützte Pädagogik
Der Einsatz von Hunden im pädagogischen Kontext und vor allem in Schulen hat in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit bei Lehrpersonen gewonnen. Deshalb ist besonders interessant, wie sich der Vierbeiner auf das Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern in der Volksschule auswirkt. Zwar liegen bereits mehrere Studien zur hundegestützten Pädagogik vor, die sich mit den Vorteilen von Schulhunden beschäftigen. Die Forschungsgrundlage über Effekte von Hunden im Schulkontext bezüglich Sozialverhalten, vor allem mit Blick auf Kommunikation und Interaktion, ist allerdings noch recht überschaubar. Der daraus resultierenden zentralen Fragestellung „Inwieweit beeinflusst die Präsenz eines Schulhundes das Sozialverhalten im Schulalltag eines Volksschulkindes aus pädagogischer Sicht?" wird in der vorliegenden Masterarbeit nachgegangen. Es wurde die qualitative Forschung ausgewählt, um zu einer Antwort dieser Frage zu gelangen. Mithilfe von leitfadengestützten Interviews wurden Daten gewonnen, welche nach der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) ausgewertet und im Ergebnisteil dar gelegt wurden. Die zentralen Ergebnisse wurden schließlich in die bestehende Forschung eingeordnet und diskutiert. Dass die Befragten positive Auswirkungen auf das Sozialverhalten durch den Schulhund wahrnehmen, ist ein wichtiges Resultat der Forschung. Zwar profitieren jede Klasse und jedes Kind anders, dennoch nehmen die befragten Lehrpersonen in Summe wesentliche Unterschiede bei der Anwesenheit des Vierbeiners in der Klasse wahr. Implikationen für die Praxis könnten die Erleichterung der Ausbildung eines Therapiehundes, welche für den Einsatz in österreichischen Volksschulen notwendig ist, sowohl auf organisatorischer als auch auf finanzieller Ebene sein
Möglichkeiten, die Integration persistierender Restreaktionen ausgewählter frühkindlicher Reflexe als Lehrkraft zu unterstützen
Persistierende Restreaktionen frühkindlicher Reflexe werden nach wie vor bei vielen betroffenen Kindern nicht richtig identifiziert. Folglich wird den Kindern im Alltag häufig nicht die passende Unterstützung angeboten.
Aus diesem Grund beschäftigt sich die nachfolgende Arbeit mit der Frage, inwiefern man als Lehrkraft durch die tägliche Durchführung eines Bewegungsprogrammes die Integration persistierender Restreaktionen ausgewählter frühkindlicher Reflexe unterstützen kann.
Der Untersuchungsplan der im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Forschung umfasst eine quantitative Forschung im Prä-/Post-Design. Ziel dabei war es, die Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen dem INPP-Programm zur neuromotorischen Schulreife von Goddard Blythe und der Integration persistierender Restreaktionen ausgewählter frühkindlicher Reflexe zu untersuchen. Dabei absolvierte eine Experimentalgruppe über die Dauer von neun Monate hinweg das INPP-Programm, währenddessen in der Kontrollgruppe der Unterricht ohne dessen Implementierung fortgesetzt wurde. Die Datenerhebung wurde unter Verwendung des Screening-Tests aus dem INPP-Programm durchgeführt.
Nach Auswertung der Daten mit Hilfe einer Varianzanalyse mit Messwiederholung konnte zwar kein statistisch signifikanter Interaktionseffekt, dennoch aber ein tendenziell signifikanter Interaktionseffekt festgestellt werden. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass das INPP-Programm zur neuromotorischen Schulreife durchaus wirksam sein kann, um die Integration frühkindlicher Reflexe zu unterstützen. Dass die Ergebnisse keine eindeutige statistische Signifikanz erreichen konnten, könnte möglicherweise daran liegen, dass sich in der Durchführung des Bewegungsprogrammes Schwierigkeiten, unter anderem aufgrund von Platzmangel und der hohen Anzahl an Kindern, ergaben. Dies würde darauf hindeuten, dass man im Kontext des österreichischen Schulsystems, bevor man 8 das Programm in den Unterricht implementiert, gut darauf achten muss, dass man die Rahmenbedingungen, welche die Durchführung des Programmes fordert, schaffen kann.Persistent residual reactions of early childhood reflexes are still not correctly identified in many affected children. Consequently, children are often not offered the appropriate support in everyday life.
For this reason, the following work deals with the question of the extent to which teachers can support the integration of persistent residual reactions of selected early childhood reflexes through the daily implementation of a movement program.
The research design of the study conducted as part of this thesis comprises quantitative research in a pre/post design. The aim was to investigate the cause-effect relationship between Goddard Blythe's INPP program for neuromotor school readiness and the integration of persistent residual responses of selected early childhood reflexes. An experimental group completed the INPP program over a period of nine months, while the control group continued lessons without its implementation. The data collection was carried out using the screening test from the INPP program.
After evaluating the data with the help of an analysis of variance with repeated measures, no statistically significant interaction effect was found, but a trend towards significance was observed. This result indicates that the INPP program for neuromotor school readiness can be quite effective in supporting the integration of early childhood reflexes. The fact that the results could not achieve clear statistical significance could possibly be due to difficulties in implementing the movement program, including space constraints and the large number of children. This would indicate that in the context of the Austrian school system, before implementing the program in the classroom, careful consideration must be given to ensure that the framework conditions required for the implementation of the program can be created
Vertrauensaspekte im islamischen Religionsunterricht
Im Zentrum des Religionsunterrichts steht der Glaube, der das Vertrauen auf Gott innehat. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Aspekte des Vertrauens im Lichte des Glaubens und aus pädagogischer Perspektive im islamischen Religionsunterricht zu beleuchten. Die ausgewählten Texte aus dem Christentum und Islam weisen auf die verbindenden Komponenten und die Wichtigkeit des Vertrauens auf Gott und Menschen hin. Die theoretischen Überblicke der Vertrauensensforschung bestätigen die Unerlässlichkeit des Vertrauens im menschlichen Leben. Diese Arbeit widmet sich daher dem Erforschen verschiedener Vertrauensaspekte im Religionsunterricht. Die gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass die Religionslehrer:innen einen sehr wichtigen Vertrauensanker für die Schüler:innen darstellen und ihre Probleme den Rahmenbedingungen entsprechend wahrnehmen und lösen. Die Kraft für ihre Rolle als Vertrauensperson schöpfen sie aus dem Glauben heraus. Sie erfüllen ihren Bildungs- und Berufungsauftrag mit Liebe, Barmherzigkeit, Geduld und Empathie. Ein Vergleich zwischen den islamischen und den christlichen Religionslehrer:innen bestätigt die gemeinsamen Ziele des Religionsunterrichts, die Schüler: innen auf ihrem Weg begleiten und unterstützen in Vertrauen auf Gott.At the center of religious education lies faith, which encompasses trust in God. The aim of this study is to illuminate aspects of trust in the light of faith and from a pedagogical perspective in Islamic religious education. Selected texts from Christianity and Islam highlight the connecting components and the importance of trust in God and in people. Theoretical overviews of trust research confirm the indispensability of trust in human life. Therefore, this work is dedicated to exploring various aspects of trust in religious education. The findings show that religious educators serve as very important anchors of trust for students and address their problems according to the given conditions. They draw the strength for their role as trusted individuals from their faith. They fulfill their educational and vocational duties with love, compassion, patience, and empathy. A comparison between Islamic and Christian religious educators confirms the common goals of religious education: to accompany and support students on their path with trust in God
Was braucht es, damit es Familien mit einem Elternteil mit körperlich schwerwiegenden chronischen Erkrankungen gut geht? Ergebnisse aus dem partizipativen Forschungsprojekt FamGesund
Chronische Krankheiten werden als lang andauernde Krankheiten bezeichnet, die nicht vollständig geheilt werden können. 40 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahre haben eine chronische Erkrankung, 25 Prozent fühlen sich durch diese in ihrem Alltag erheblich eingeschränkt.2 Schwerwiegend chronisch ist eine Krankheit dann, wenn sie wenigstens ein Jahr lang mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurde (Dauerbehandlung) und folgende Merkmale aufweist: Pflegebedürftigkeit mit mindestens Pflegegrad 3, mind. 60 Prozent Behinderung oder Erwerbsminderung und eine kontinuierliche medizinische Versorgung. 3 Jedes fünfte Kind lebt heute in einer Familie mit einem Elternteil mit chronischer Erkrankung.4
Trotz dieser hohen Morbiditätsrate ist in den Gesundheits- und Bildungswissenschaften
wenig bekannt, welchen vielfältigen Herausforderungen sich Familien
stellen müssen, wenn ein Elternteil mit schwerwiegender chronischer Erkrankung im Haushalt lebt. Familien selbst werden eher selten dazu befragt. Das Projekt FamGesund zielte deshalb darauf ab, die Lernprozesse in Familien zu untersuchen, das neu erworbene Wissen der Familienmitglieder zu erfassen und Kommunikation über die Erkrankung sowie Unterstützungsprozesse innerhalb der Familie zu verstehen. Im Fokus stehen Familiensysteme mit minderjährigen Kindern bis 21 Jahren, in denen ein Elternteil mit einer körperlich schwerwiegenden chronischen Erkrankung lebt, wie z.B. Krebs-, Herz-, Nerven-, Gelenk- oder Atemwegserkrankungen und Stoffwechselstörungen. Der Schwerpunkt liegt explizit auf körperlicher Erkrankung, da dieser in der aktuellen Forschung zugunsten psychischer Erkrankungen etwas in den Hintergrund geraten ist
Niedrigschwellige onlinebasierte Suchtberatung in Fußballfanszenen. Das Projekt SubFAN
Im Rahmen des Projektes SubFAN („Substanzkonsum in Fußballfanszenen“) wird ein niedrigschwelliges onlinebasiertes Beratungsportal entwickelt, das sich an jugendliche und junge erwachsene Fußballfans richtet. Das Projekt integriert Aspekte der Sucht- und Gewaltprävention und orientiert sich an der spezifischen Lebensrealität der Zielgruppe. Durch die Kooperation mit zehn sozial-pädagogischen Fanprojekten wird eine Schnittstelle zwischen Jugend- und Suchthilfe geschaffen. Im Rahmen der Begleitforschung werden zudem die Hintergründe und Dynamiken von Substanzkonsum und Gewalterfahrungen im Fußballkontext analysiert
Inhaltliches Konzept für die Errichtung eines Kompetenzzentrum Kinderwunsch – (KompKi)
Das Projekt „KompKi“ wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und trägt dazu bei, den Herausforderungen rund um das Thema „unerfüllter Kinderwunsch“ zukunftsorientiert begegnen zu können. Ergebnis ist ein inhaltliches Konzept für die Errichtung eines bundesweit agierenden Kompetenzzentrums Kinderwunsch sein, welches die Bereiche Vernetzung, Forschung, Information, Beratung und Unterstützung umfasst