Kirchlicher Dokumentenserver
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Ralph von Battle: Zwei Opuscula über den Heiligen Geist. Einführung, Edition und Übersetzung
In seinen kurzen Abhandlungen über den Heiligen Geist plädiert Abt Ralph von Battle, ein Gesprächspartner Anselms, unter anderem für eine Neubestimmung des Verhältnisses zwischen den innertrinitarischen Relationen des Geborenwerdens (des Sohnes aus dem Vater) und Hervorgehens (des Heiligen Geistes aus dem Vater und dem Sohn), die das Geborenwerden als eine besondere Weise des Hervorgehens begreift. Im Hintergrund stehen wohl Anselms Bemühungen um eine Beilegung des Filioque-Streits
Akteur*innen im Kinderschutz. Einblicke und Impulse für eine fachlich reflektierte Praxis
Der Schwerpunkt bietet wertvolle Antworten auf die Fragen, welche Erfahrungen Kinder/Jugendliche und Eltern mit Kinderschutz-Maßnahmen machen (müssen), wie ein Hochschulprojekt (angehende) Fachkräfte der Sozialen Arbeit gezielter auf die Herausforderungen im Kinderschutz vorbereiten können und in welcher Weise die Konzeption der im Landeskinderschutzgesetz von Nordrhein-Westfalen eingeführten Qualitätsentwicklungsverfahren möglich waren
Reflexivität in transformatorischen Bildungsprozessen
Angesichts der großen globalen Herausforderungen und der damit einhergehenden Krisen- und Fremdheitserfahrungen besteht nicht nur die Frage nach dem notwendigen Fähigkeitserwerb zur Bewältigung dieser Probleme, sondern auch nach der Bildung des Individuums im Sinne einer Transformation grundlegender Strukturen des eigenen Welt- und Selbstverhältnisses (Graupe & Bäuerle, 2023; Koller, 2022; Nohl, 2021). Ausgehend von der Theorie transformatorischer Bildungsprozesse (Koller, 2018, 2022) hinterfragt der Beitrag zunächst die Transformation als obligatorisches Kriterium von Bildungsprozessen und schlägt weiterführend vor, die Reflexivität als Merkmal gelingender transformatorischer Bildungsprozesse zu ergänzen. Anschließend wird die noch nicht vollständig geklärte Frage aufgegriffen, was pädagogisches Handeln dazu beitragen kann, transformatorische Bildungsprozesse zu initiieren, zu begleiten und zu unterstützen. Im schulischen Kontext sollten Lehrkräfte die Schüler:innen zur Reflexion aktueller dominanter Routinen und impliziter Annahmen anregen, Experimentierfelder eröffnen und die Integration und Stabilisierung neu gewonnener Perspektiven ermöglichen (El-Mafaalani, 2018; Helsper, 2004). Der Beitrag dient als Grundlage, um die Theorie transformatorischer Bildungsprozesse in pädagogischen Handlungsfeldern anzuwenden, wissenschaftlich weiterzudenken und bei Bedarf zu modifizieren
Lehr-Forschungsprojekte des Masterstudiengangs „Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung“ in Kooperation mit Praxispartner_innen –Erfahrungen und Ergebnisse aus 15 Jahren
Im vorliegenden Sammelband sind die Hintergründe, Fragestellungen und Ergebnisse von Lehr-Forschungsprojekten dokumentiert, die zwischen 2009 und 2024 im Rahmen des Masterstudiengangs „Soziale Inklusion: Bildung und Gesundheit“ (SIGB) durchge-führt wurden. Diese Projekte sind jeweils in Kooperation mit Praxisstellen, Studieren-den und Lehrenden entwickelt worden und haben eine Vielzahl interessanter Ergeb-nisse erzielt, die hier der Fachöffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Aber auch das Konzept selbst soll hier Thema sein, denn es kann als gutes Beispiel für einen didak-tischen Ansatz stehen, der den Anforderungen, die an einen Masterstudiengang im sozialen Bereich gestellt werden, gerecht wird
Digitale Kompetenzen in der Volksschule
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Volksschule. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen und Formen des Lehrens digitaler Kompetenzen in der Primarstufe zu analysieren. Zur Untersuchung dieser Thematik wird eine Online-Erhebung unter Lehrkräften der Grundstufe durchgeführt. Vorab werden zentrale Begriffe mithilfe einschlägiger Literatur definiert und rechtliche Grundlagen erörtert. Die Relevanz und die Ausgangssituation werden ebenso ausführlich beleuchtet. Die Ergebnisse der Arbeit umfassen die Beantwortung der oben genannten Zielsetzung sowie die Überprüfung der Hypothesen, basierend auf den erhobenen Daten.This master´s thesis examines the teaching of digital competencies in primary schools. Its aim is to analyse the framework conditions and methods used to teach digital skills at the primary level. To investigate this topic within the context of primary education, an online survey is conducted among primary school teachers. First, key terms are defined with the help of relevant literature, and legal foundations are outlined. The relevance of the subject and the initial situation are also thoroughly explored. The findings of this thesis include addressing the research question and testing the hypotheses based on the collected data (Korrektur von Chat GPT, 27.11.2025)
Didactic and Methodological Benefits of Short-Term Teaching Placements Abroad
This master’s thesis forms part of a broader research initiative conducted by the Private University College of Education of the Diocese of Linz (PHDL). It examines the didactic and methodological gains achieved through a three-week immersion program and tries to find out which teaching styles are predominant in UK classrooms.
Through an in-depth analysis of the academic style and the language acquisition theories underlying Communicative Language Teaching, the study seeks to identify effective methods for L2 acquisition while critically examining outdated teaching practices that persist due to tradition rather than educational merit. The empirical section of the thesis revolves around the mutual teaching placements in the UK and Austria, offers insights into the analysis process, presents an overview of the informants, and evaluates the research findings obtained through a questionnaire developed by the PHDL. Five specific items have been selected from the said questionnaire to find out how and to what extent participants benefit didactically from a three-week immersion program. While it could be argued that a longer exposure period would yield clearer and more comprehensive results, the analysis of the data demonstrates that shortterm immersion programs of this kind can have very positive effects across all the examined didactic subfields.Diese Masterarbeit ist Teil einer umfassenderen Forschungsinitiative, die von der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PHDL) durchgeführt wurde. Es untersucht die didaktischen und methodischen Fortschritte, die durch ein dreiwöchiges Immersionsprogramm erzielt wurden, und versucht herauszufinden, welche Lehrstile in britischen Klassenzimmern vorherrschen. Durch eine eingehende Analyse des akademischen Stils und der Sprachlerntheorien, die dem kommunikativen Sprachunterricht zugrunde liegen, zielt die Arbeit darauf ab, effektive Methoden für den L2-Erwerb zu identifizieren und gleichzeitig veraltete Unterrichtspraktiken kritisch zu hinterfragen, die aufgrund von Traditionen und nicht aus pädagogischen Gründen weiterhin bestehen.
Der empirische Teil bietet Details zu den gegenseitigen Lehrpraktika im Vereinigten Königreich und in Österreich, Einblicke in den Analyseprozess, eine Übersicht über die befragten Personen sowie eine Auswertung der Forschungsergebnisse, die über einen von der PHDL entwickelten Fragebogen erhoben wurden. Fünf spezifische Punkte wurden ausgewählt, um das Ausmaß zu messen, in dem die Teilnehmenden didaktisch von dem dreiwöchigen Immersionsprogramm profitieren konnten.
Obwohl argumentiert werden könnte, dass eine längere Aufenthaltsdauer klarere und umfassendere Ergebnisse liefern würde, zeigt die Datenanalyse, dass auch kurzzeitige Interventionen signifikante positive Effekte in allen untersuchten didaktischen Teilbereichen hervorrufen können
Die inklusive Beschulung von blinden und sehbeeinträchtigten Schüler:innen aus Sicht der mobilen Lehrkräfte
Die vorliegende Forschungsarbeit geht der Frage nach, wie sich die inklusive Beschulung von blinden und sehbeeinträchtigten Schüler:innen in Österreich aus Sicht mobiler Lehrkräfte gestaltet. Da aufgrund fehlender Forschungsbeiträge kaum Informationen zur aktuellen Inklusionssituation blinder und sehbeeinträchtigter Schüler:innen vorliegen, sollen im Rahmen dieser Arbeit erste Einsichten gewonnen werden, um entsprechende Konsequenzen für die pädagogische Praxis ableiten zu können.
Der aktuelle Forschungsstand wurde anhand einer umfassenden Literaturarbeit ermittelt. Darin werden die inklusive Beschulung blinder und sehbeeinträchtigter Schüler:innen sowie die Arbeit mobiler Lehrkräfte beleuchtet. Anschließend wurde eine qualitative Studie mittels Leitfadeninterviews mit sechs mobilen Lehrkräften in Oberösterreich durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2022).
Die Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigen, dass sowohl ressourcenbezogene als auch haltungsbezogene Bedingungen für eine gelingende Inklusion blinder und sehbeeinträchtigter Schüler:innen berücksichtigt werden müssen. Diese werden wiederum von der Arbeit mobiler Lehrkräfte maßgeblich beeinflusst. Im Rahmen der Untersuchung wird eine hohe Bereitschaft in mobil betreuten Schulen festgestellt, betroffenen Schüler:innen in ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, wobei der Einsatz moderner Hilfsmittel die Inklusion erleichtert. Dennoch zeigt sich, dass eine geringe Sehleistung von Schüler:innen die Möglichkeit zur Inklusion negativ beeinflusst. Besonders die Inklusion blinder Schüler:innen wird durch den Mangel an Blindenlehrkräften zusätzlich erschwert.
Um die gegenwärtige Inklusionssituation zu verbessern, ist insbesondere die Bildungsdirektion gefordert, passende Ausbildungsangebote und Anreize für Schulen und Lehrkräfte zu schaffen, um die Anzahl an Blindenlehrkräften sowie die Bereitschaft von Schulen zur Inklusion zu erhöhen. Damit kann dazu beigetragen werden, dass Inklusion zukünftig nicht nur für einzelne, sondern für alle blinden und sehbeeinträchtigten Schüler:innen ermöglicht wird.The present study investigates how inclusive schooling for blind and visually impaired pupils is organised in Austria from the perspective of mobile teachers. Due to the lack of previous research in this area, the aim is to gain initial insights that can inform future educational practice.
The current state of research was determined on the basis of a comprehensive literature review. This review examined the inclusive schooling of blind and visually impaired students and the work of mobile teachers. A qualitative study was then carried out using guided interviews in which six mobile teachers from the mobile vision team in Upper Austria were interviewed. The data were analysed using qualitative content analysis according to Mayring (2022).
The results of the research show that both resource-related and attitude-related conditions are essential for the successful inclusion of blind and visually impaired pupils. These are significantly influenced by the work of mobile teachers. The study found that there is a high level of willingness among schools supported by mobile teams to address the needs of these pupils. The use of modern aids is also making inclusion easier. However, it is still evident that low visual performance of pupils has a negative impact on the possibility of inclusion. The inclusion of blind pupils in particular is made even more difficult by the lack of teachers for the blind.
To improve inclusive education in this area, education authorities are urged to provide targeted training and incentives to increase the number of teachers of the blind and the willingness of schools to be inclusive. This can help to ensure that inclusion is made possible not only for some, but for all blind and visually impaired pupils in the future
Die Stärkung der Persönlichkeit durch gezielte Übungen in der Grundschule
Das Ziel der vorliegenden Studie besteht darin, den Nutzen von persönlichkeitsstärkenden Übungen aus der Sicht der Schüler:innen einer dritten Klasse Volksschule zu erforschen. Im Zuge dessen wurde auch festgestellt, wie die Schülerinnen und Schüler das gemeinsame Miteinander erleben.
Folgende Forschungsfragen werden gestellt:
Wie erleben Schüler:innen einer 3. Klasse Volksschule persönlichkeitsstärkende Übungen? Welchen Mehrwert sehen sie im gemeinsamen Miteinander?
Im Zuge einer Aktionsforschung wurden Antworten auf die Forschungsfrage gegeben. In der Planungsphase wurden die Themen Gemeinschafts- und Identitätsbildung für den Unterricht aufbereitet. In der Aktionsphase erfolgte die Umsetzung der geplanten Einheiten mit einer dritten Klasse Volksschule. In der Beobachtungsphase stellten die 13 Kinder auf Puzzleteile die Zukunftsbedeutung der Einheiten grafisch dar und füllten einen Fragebogen zu ihren Wahrnehmungen der einzelnen Einheiten aus. Auch die Eltern der Teilnehmer:innen füllten einen Fragebogen aus, um herauszufinden, ob sich die Kinder zuhause über diese Einheiten äußerten. Die Reflexionsphase galt als Analyse der Ergebnisse und der Diskussion der Möglichkeiten eines weiteren Zyklus.
Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass die Schüler:innen der dritten Klasse Volksschule einen Nutzen in den persönlichkeitsstärkenden Übungen sahen. Auch das gemeinsame Miteinander genossen sie sehr. Es kann festgehalten werden, dass die konkrete Umsetzung von den durchgeführten persönlichkeitsstärkenden Übungen in der Volksschule im vorliegenden Fall positiv bewertet werden kann. Ein ermutigendes Ergebnis für weitere diesbezügliche Forschungsvorhaben.The aim of this study is to investigate the benefits of personality-strengthening exercises from the perspective of pupils in a third grade primary school. In the course of this, it was also determined how the pupils experience the shared interaction.
The following research questions were asked:
How do pupils in a third grade primary school experience personalitystrengthening exercises? What added value do they see in working together?
Answers to the research question were provided during action research. In the planning phase, the topics of community and identity building were prepared for the lessons. In the action phase, the planned units were implemented with a third grade primary school. In the observation phase, the 13 children graphically depicted the future significance of the units on puzzle pieces and completed a questionnaire on their perceptions of the individual units. The parents of the participants also filled out a questionnaire to find out whether the children commented on these units at home. The reflection phase was used to analyse the results and discuss the possibilities of a further cycle.
The results of the study clearly show that the pupils in the third year of primary school saw a benefit in the personality-strengthening exercises. They also really enjoyed working together. It can be stated that the concrete implementation of the personality-strengthening exercises in primary school can be evaluated positively in this case. This is an encouraging result for further research projects in this area
Lernmotivation in der Kreativwerkstatt
Die gegenständliche Masterthesis beschäftigt sich mit der Lernmotivation der Schüler:innen bezüglich des Unterrichtskonzeptes der Kreativwerkstatt. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Forschungsfrage, wie Schüler:innen einer Volksschule in Oberösterreich ihre Lernmotivation in Bezug auf das Unterrichtskonzept der Kreativwerkstatt wahrnehmen.
Sechs Kinder der oberösterreichischen Volksschule sind mittels leitfadengestützter Interviews befragt worden. Die Daten sind anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2022) ausgewertet worden.
Die qualitative Studie hat unter anderem gezeigt, dass die Kinder oft bei einem Projekt der Kreativwerkstatt teilnehmen möchten, wenn sie sich für den angebotenen Unterrichtsinhalt begeistern. Ihre Motivation ist allerdings nicht immer intrinsischen Ursprungs. Zudem ist festgestellt worden, dass das jahrgangsübergreifende und das selbstbestimmte Lernen die förderlichsten Komponenten dafür darstellen, warum die Schüler:innen gerne den Unterricht der Kreativwerkstatt besuchen. Dementsprechend ist auch ein Bezug zur Selbstbestimmungstheorie nach Ryan und Deci (2017) ersichtlich.
Die gewonnenen Erkenntnisse belegen die Bedeutung des jahrgangsübergreifenden und selbstbestimmten Lernens. Das ist für das Qualitätsmanagement der oberösterreichischen Schule von Relevanz. Darüber hinaus erhalten Lehrpersonen, welche jahrgangsübergreifende Unterrichtskonzepte mit selbstbestimmten Lernmethoden in ihren Schulen etablieren möchten, Argumente, um ihr Handeln begründen zu können.
Schlüsselwörter: Lernmotivation, Kreativwerkstatt, Selbstbestimmungstheorie, jahrgangsübergreifendes Lernen, selbstbestimmtes LernenThis master’s thesis deals with the students’ motivation for learning regarding the teaching concept Kreativwerkstatt. The research question how students at an Upper Austrian primary school perceive their motivation for learning in relation to the teaching concept Kreativwerkstatt is at the centre of the debate.
Six children of an Upper Austian primary school have been questioned in guided interviews. The data have been analysed by using the Qualitative Content Analysis of Mayring (2022).
Among other results the qualitative study has shown that children often like to attend a Kreativwerkstatt project when they are enthusiastic about the teaching content offered. Their motivation, however, is not always intrinsic. Furthermore, it could be determined, that the cross-grade and self-determined learning are the most favourable components why students like to take part in the lessons of the Kreativwerkstatt. Therefore a reference to the Self-Determination-Theory of Ryan und Deci (2017) can be seen.
The findings prove the importance of the cross-grade and self-determined learning. This is relevant for the Upper Austrian school’s quality management. Moreover, teachers who would like to establish crossgrade teaching concepts with self-determined learning methods at their schools can find arguments to justify their actions.
Key words: motivation for learning, Kreativwerkstatt, Self-Determination-Theory, cross-grade learning, self-determined learnin
Aus dem Stegreif stark
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Frage, wie Improvisationstheater zur Förderung von Resilienz bei Kindern und Jugendlichen beitragen kann. Sie gliedert sich in zwei zentrale Teilbereiche: einen theoretischen und einen empirischen Abschnitt.
Im ersten Teil werden die Begriffe „Resilienz“ und „Improvisationstheater“ systematisch eingeführt und definiert. Neben einer begrifflichen Klärung erfolgt jeweils ein kurzer historischer Überblick, bevor zentrale theoretische Konzepte und Modelle dargestellt werden, die für das Verständnis der weiteren Analyse relevant sind.
Der zweite Teil der Arbeit umfasst die empirische Untersuchung. Diese basiert auf qualitativen Interviews und verfolgt das Ziel, die Wirkungsmechanismen dieser Theaterform zu analysieren und zu verstehen, wie sie sich auf persönliche und soziale Schutzfaktoren auswirkt. Grundlage der empirischen Arbeit sind problemzentrierte Interviews mit erfahrenen Praktiker:innen, die regelmäßig mit Improvisationstheater und Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die erhobenen Daten wurden anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass Improvisationstheater insbesondere zur Förderung von Selbstwirksamkeit, sozialer Interaktion, emotionaler Flexibilität und einer positiven Fehlerkultur beiträgt. Diese Faktoren gelten in der Resilienzforschung als zentral. Gleichzeitig wurden auch kritische Aspekte sichtbar, wie etwa die Gefahr der Überforderung oder der Druck, Resilienz als eine weitere Kompetenz aufzubauen.
Die Arbeit liefert einen wichtigen Beitrag zur Verknüpfung von theaterpädagogischer Praxis und dem Konzept der Resilienz. Sie zeigt auf, dass Improvisation nicht nur als künstlerisches Mittel, sondern auch als pädagogisch-therapeutisches Instrument mit großem Potenzial verstanden werden kann. Aus den Erkenntnissen lassen sich praxisnahe Empfehlungen für den Einsatz in Bildungs- und Sozialkontexten ableiten.This master’s thesis investigates how improvisational theatre can foster resilience. The thesis is divided into two main sections: a theoretical part and an empirical part.
The first section systematically introduces and defines the concepts of resilience and improvisational theatre. In addition to a clarification of terms, each topic is preceded by a brief historical overview. Subsequently, central theoretical concepts and models are presented, which are essential for understanding the following analysis.
The second part of the thesis focuses on the empirical investigation. Based on qualitative interviews, it aims to analyze the mechanisms of this method from applied theatre and to understand how it supports personal and social protective factors. The empirical part is based on qualitative interviews with experienced practitioners who regularly work with improvisational theatre. The collected data was analyzed using qualitative content analysis according to Mayring, which allowed systematic categorization of the data.
The results reveal that improvisational theatre especially promotes self-efficacy, social interaction, emotional flexibility, and a positive attitude toward failure—factors identified in resilience research as crucial for coping and adaptive capacities. At the same time, the study highlights critical aspects such as the risk of overload and the pressure to develop resilience as yet another competence.
This thesis contributes to bridging the gap between applied theatre practice and resilience theory. It illustrates that improvisation can be understood not only as an artistic practice but also as a pedagogical and therapeutic tool with significant potential. The results offer concrete recommendations for implementation in educational and social contexts