Kirchlicher Dokumentenserver
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Demokratiebildung im Sachunterricht
Demokratiebildung gilt dann als wirksam, wenn sie „von Anfang an“ ab der Primarstufe allen jungen Bürger:innen zuteil wird. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden politischen Polarisierung erscheint dabei gerade die Förderung demokratischer Konfliktfähigkeit als besonders wichtiges Bildungsziel. Hierzu einen Beitrag zu leisten, versucht das Projekt LPSU („Lernen über das Politische im Sachunterricht“). Dieses sieht die Entwicklung und Evaluation eines Unterrichtsentwurfs für den Sachunterricht der Grundschule vor. Erste Ergebnisse einer zu diesem Zweck durchgeführten Design-Based-Research-Studie zeigen anhand von qualitativen Interviews und Unterrichtsbeobachtungen, dass Grundschulkinder unterschiedliches politisches Vorwissen besitzen, eine große Bereitschaft aufweisen, politische Urteile einzubringen und aus dem erlebten Unterricht bestimmte demokratische Einsichten gewinnen
Erfolgs- und Hemmnisfaktoren der Frühmobilisation in der Intensivpflege
Frühmobilisation, definiert als Mobilisation innerhalb von 72 Stunden nach Aufnahme (Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. [DGAI], 2023, S. 55), bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine Verkürzung der Beatmungszeit, eine Verringerung der Verweildauer auf der Intensivstation und im Krankenhaus sowie die Senkung der Delir-Inzidenz. Dennoch wird ihre Umsetzung durch vielfältige Barrieren erschwert. Diese wurde in der vorliegenden Arbeit mittels der Fragestellung „Welche Erfolgs- und Hemmnisfaktoren gibt es bei der Umsetzung der Frühmobilisation kritisch kranker Menschen auf der Intensivstation?“ näher betrachtet und den Erfolgsfaktoren gegenübergestellt. Den theoretischen Rahmen dieser Arbeit bildet die Theorie der Diffusion von Innovationen von Everett M. Rogers. Ab dem 15.10.2024 wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, CINAHL und LIVIVO durchgeführt, die auf Grundlage festgelegter Kriterien erfolgte und den Zeitraum von Januar 2014 bis Oktober 2024 umfasste. Hierdurch konnten zehn relevante Studien inkludiert werden, darunter drei systematische Übersichtsarbeiten sowie fünf quantitative und zwei qualitative Studien. Außerdem erfolgte ein Literaturmonitoring über zehn Wochen bis zum 29.12.2024. Die Ergebnisse des Scoping Reviews wurden in fünf Kategorien dargestellt sowie in ihre Erfolgs- und Hemmnisfaktoren unterteilt: (1) Institutionelle Rahmenbedingungen („In organisationalen Bedingungen sein“); (2) Evidenz („Informiert sein und kompetent handeln“); (3) Berufliches Selbstverständnis und Kompetenz Intensivpflegender („Professionell sein“); (4) Interdisziplinarität („Teamfähig sein“) und (5) Patient_innenbezogene Faktoren („Kritisch krank sein“). Als Barrieren konnten unter anderem fehlende Standards / Protokolle, Ressourcenmangel (Zeit, Personal, Ausstattung), mangelndes Wissen, Sorge, zu schaden oder Schaden zu erleiden, mangelnde Unterstützung und Konflikte im Team, Instabilität, Sedierung oder Ablehnung der Patient_innen identifiziert werden. Als Erfolgsfaktoren für die Umsetzung wurden unter anderem die Bereitstellung von Ressourcen, die Einführung von „Mobilisations-Champions“, starke Leitungen, Schulungen, interdisziplinärer Austausch, gemeinsame Zielsetzung, Teammeetings, interprofessionelle Visiten, Anpassung des Sedierungsregimes, Einbeziehung der Familie und standardmäßiges Screening auf Delir, Schmerz oder Sedierung ermittelt. Viele der identifizierten Barrieren sind modifizierbar und deren Abbau kann die Implementierung von Frühmobilisation kritisch erkrankter Menschen in die klinische Praxis unterstützen. Hierbei können die Erfolgsfaktoren unterstützend wirken
Soziale Arbeit und die sozial-ökologische Transformation. Dimensionen, Perspektiven und Antworten
Gesellschaftliche Transformationen sind vielschichtig: Sie betreffen wirtschaftliche, technologische und ökologische Entwicklungen ebenso wie soziale, kulturelle und politische Herausforderungen. In diesem Band wird die sozial-kulturelle Dimension der Transformation in Bereichen wie Klimakrise, Kriegen, Antisemitismus und Rassismus untersucht. Dabei diskutieren die Autor*innen, welche Handlungsmöglichkeiten sich aus der Perspektive der Sozialen Arbeit und verwandter Disziplinen ergeben. Der Band widmet sich der sozial-kulturellen Dimension der Transformation und untersucht, wie diese sich in aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen manifestiert. Themen wie der Klimanotstand, Kriege, Antisemitismus und Rassismus werden als zentrale Aspekte dieser Transformation betrachtet. Die Beiträge setzen sich mit den Auswirkungen dieser Phänomene auf soziale Strukturen und deren Bedeutung für die Praxis der Sozialen Arbeit auseinander. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten Sozialarbeiter*innen und andere Fachkräfte in diesen Bereichen entwickeln können. Der Band beleuchtet die Bedeutung der Sozialen Arbeit im Kontext großer Transformationen und stellt Überlegungen zu ihrer Rolle in der gesellschaftlichen und akademischen Entwicklung an
Strategien zur Rekrutierung und Auswahl von Lehrpersonen aus der Sicht von Lehramtsstudierenden
Angesichts des Mangels an Lehrpersonen sind Strategien zur Rekrutierung und Auswahl nicht nur für die Aufrechterhaltung des Unterrichts, sondern auch für die Sicherung der Unterrichtsqualität von Bedeutung. Aus diesem Grund untersucht der Beitrag Strategien zur Personalrekrutierung und -auswahl aus der Perspektive von Lehramtsstudierenden (N=70). Basierend auf einem offenen Fragebogen und Fokusgruppeninterviews zeigen die inhaltsanalytisch ausgewerteten Daten u. a., dass gezielte Anwerbeprogramme, attraktive Arbeitsbedingungen, berufliche Anerkennung sowie Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten zentrale Strategien darstellen, die gleichsam die Berufszufriedenheit beeinflussen. Auf Grundlage der diskutierten Ergebnisse bündelt der Beitrag Strategien zur Personalrekrutierung und -auswahl
Künstliche Intelligenz-gestützte Ersteinschätzung in Deutschland
Hintergrund
Ersteinschätzung und Behandlungspriorisierung nach Dringlichkeit sind ein relevantes Mittel zur Steuerung des Patient_innenflusses. Diese erfolgt in Deutschland meist mit dem Manchester Triage System (MTS).
Ziel
Diese Arbeit untersucht den Nutzen der Einbindung intelligenter Komponenten in bestehende Ersteinschätzungsprozesse.
Material und Methoden
Unter Verwendung einer selektiven Literaturrecherche werden Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes Künstlicher Intelligenz (KI) im Rahmen der Ersteinschätzung identifiziert und ausgewertet.
Ergebnisse
KI kann die Genauigkeit der Ersteinschätzung verbessern, hierzu werden regulär während der Ersteinschätzung erhobene Daten genutzt. Die Ansätze unterscheiden sich vor allem in der Transparenz ihrer Entscheidungsfindung.
Diskussion
Intelligente Systeme können die Akuitätseinstufung technisch verbessern. Jedoch bestehen viele Barrieren und Bedenken zur Implementierung, vor allem aus haftungsrechtlicher und ethischer Sicht. Ebenso sind intelligente Tools für die Verwendung im deutschen Gesundheitssystem noch unzureichend erforscht. Bei gleichwertigen Resultaten sind KI-Ansätze mit höherer Transparenz zu bevorzugen
Erfolgsgeschichte des Terrors. Die UNO und Israel – vor und nach 10/7
Die Vereinten Nationen befürworteten ursprünglich die Gründung eines jüdischen Staates, schwenkten aber bis Mitte der 1970er Jahre infolge der weltweiten Entkolonialisierung, des Einsatzes der Öl-Waffe durch die arabischen Länder und des Aufstiegs der PLO auf einen fundamental anderen Kurs um, der sie zur größten israelfeindlichen Organisation der Welt machte. Das Verhalten etlicher UNO-Organisationen und hoher UNO-Vertreter nach 10/7 stellten dieses Urteil deutlich unter Beweis
Soziales Lernen vs. Neue Autorität
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Konzepte des Sozialen Lernens und der Neuen Autorität im schulischen Kontext, beleuchtet deren Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie Vorund Nachteile und erörtert, wie beide Ansätze zur Verbesserung der Lehrer-Schüler-Beziehung beitragen können. Ziel der Arbeit ist es, die Effizienz und Anwendbarkeit beider Ansätze kritisch zu hinterfragen und mögliche Synergien aufzuzeigen.
Vergleich und Fokus der Arbeit
Das Soziale Lernen legt seinen Schwerpunkt auf die Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen wie Empathie, Selbstkontrolle und Konfliktfähigkeit. Durch interaktive Methoden wie Rollenspiele, Gesprächskreise und gezielte soziale Übungen sollen Schülerinnen und Schüler lernen, ihre Emotionen zu regulieren und konstruktiv mit anderen zu interagieren.
Die Neue Autorität hingegen betont eine achtsame und präsente Haltung der Lehrkräfte, die durch gewaltlosen Widerstand und Beziehungsgesten geprägt ist. Der Fokus liegt hier auf der Schaffung von Präsenz und wachsamer Sorge, um eine respektvolle Autorität aufzubauen, die ohne Kontrolle und Machtgefälle auskommt.
Vor- und Nachteile der Konzepte
Das Soziale Lernen bietet den Vorteil, dass es durch gezielte Methoden die Entwicklung sozialer Kompetenzen bei Kindern unterstützt und das Klassenklima positiv beeinflusst. Allerdings wird kritisiert, dass der Ansatz in konfliktreichen Situationen oft zu wenig strukturelle Unterstützung für die Lehrkräfte bietet. Die Neue Autorität überzeugt durch klare Handlungsempfehlungen, wie Eskalationen verhindert und Beziehungen gestärkt werden können. Gleichzeitig wird jedoch als herausfordernd angesehen, dass das Konzept hohe Ansprüche an die Selbstreflexion und Teamarbeit der Lehrkräfte stellt.
Kritikpunkte und Herausforderungen
Beide Konzepte erfordern von Lehrkräften eine Bereitschaft zur Selbstreflexion und eine intensive Beschäftigung mit neuen Denk- und Handlungsmustern. Die Umsetzung wird durch bürokratische Hürden, Zeitmangel und unterschiedliche Einstellungen innerhalb von Lehrerteams erschwert. Besonders im Konzept der Neuen Autorität wird die Notwendigkeit eines kooperativen Teams betont, da Widerstand einzelner Kolleginnen und Kollegen die Effektivität erheblich beeinträchtigen kann.
Möglichkeiten und Schlussfolgerungen
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass beide Konzepte wertvolle Ansätze zur Stärkung der Lehrer-Schüler-Beziehung bieten. Das Soziale Lernen fördert ein wertschätzendes Klassenklima und soziale Kompetenzentwicklung, während die Neue Autorität durch eine klare Haltung und Präsenz insbesondere in Konfliktsituationen hilfreich ist. Eine Kombination beider Ansätze könnte die Stärken jedes Konzepts nutzen und sowohl die Beziehungsarbeit als auch das Konfliktmanagement in Schulen nachhaltig verbessern. Zusammenfassend zeigt die Arbeit, dass die bewusste Integration beider Ansätze einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Lernklimas und zur Förderung positiver Lehr- und Lernprozesse leisten kann. Sie ermutigt Lehrkräfte, die eigenen Haltungen zu reflektieren und auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen.The present master's thesis examines the concepts of Social Learning and New Authority in the school context, highlighting their similarities, differences, advantages, and disadvantages. It explores how both approaches can contribute to improving the teacher-student relationship. The aim of the thesis is to critically assess the efficiency and applicability of both approaches and identify potential synergies.
Comparison and Focus of the Study
Social Learning emphasizes the development of social and emotional competencies such as empathy, self-control, and conflict resolution skills. Through interactive methods like roleplaying, discussion circles, and targeted social exercises, students are encouraged to regulate their emotions and interact constructively with others.
In contrast, New Authority focuses on a mindful and present attitude of teachers, characterized by nonviolent resistance and relational gestures. The emphasis lies on establishing presence and vigilant care to build respectful authority without relying on control or power imbalances.
Advantages and Disadvantages of the Concepts
Social Learning offers the advantage of supporting the development of children's social competencies through targeted methods, thereby positively influencing the classroom atmosphere. However, it has been criticized for often providing insufficient structural support for teachers in conflict situations.
New Authority stands out with its clear practical strategies to prevent escalations and strengthen relationships. Nevertheless, it is considered challenging as it places high demands on teachers’ self-reflection and teamwork.
Criticism and Challenges
Both concepts require teachers to engage in self-reflection and adopt new ways of thinking and acting. Implementation is often hindered by bureaucratic obstacles, time constraints, and differing attitudes within teaching teams. The New Authority concept, in particular, underscores the importance of a collaborative team, as resistance from individual colleagues can significantly undermine its effectiveness.
Opportunities and Conclusions
The thesis concludes that both concepts provide valuable approaches to strengthening teacherstudent relationships. Social Learning fosters a respectful classroom atmosphere and the development of social competencies, while New Authority offers clear guidance and presence, especially in conflict situations. Combining the strengths of both approaches could enhance relationship-building and conflict management in schools sustainably.
In summary, the study demonstrates that the deliberate integration of both approaches can significantly contribute to improving the learning environment and fostering positive teaching and learning processes. It encourages teachers to reflect on their own attitudes and address the needs of their students effectively. (Übersetzt mit ChatGPT
Einführung von Number Talks in der Primarstufe in Österreich
Diese Arbeit untersucht die Einführung der Methode Number Talks in den Mathematikunterricht der Primarstufe in Österreich. Sie hat die Beantwortung folgender Forschungsfrage zum Ziel: „Welche Chancen und Herausforderungen birgt die Einführung eines Number Talks in der Primarstufe in Österreich?" Dabei sollen die damit einhergehenden Möglichkeiten und Hürden genauer untersucht werden. Die Fragestellung ist bisher, trotz ihrer Relevanz, tatsächlich relativ unerforscht. Vor dem Hintergrund fehlender Studien zu diesem Thema in Österreich wurden Daten im Rahmen einer Aktionsforschung erhoben. Über einen Zeitraum von sechs Wochen wurden insgesamt 18 Number-Talk Sequenzen in einer Integrationsklasse einer Volksschule in Niederösterreich durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass Number Talks dazu beitragen, das Verständnis der Schülerinnen und Schüler für Mathematik zu vertiefen und ihre sprachlichen Kompetenzen zu stärken. Auch die mathematische Argumentationsfähigkeit verbesserte sich sichtbar. Allerdings traten in multilingualen Klassen Herausforderungen durch sprachliche Barrieren auf. Präzise sprachliche Anforderungen waren für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache teils schwer zu bewältigen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Number Talks ein signifikantes Potenzial zur Verbesserung der mathematischen Bildung aufweisen, wobei eine Anpassung an unterschiedliche Lernbedürfnisse erforderlich ist. Die Ergebnisse tragen zu einer besseren Integration von dialogischen Lehrmethoden in die österreichische Mathematikdidaktik bei und bieten wertvolle Impulse für Forschung und Praxis. Basierend auf den Erkenntnissen wird empfohlen, Number Talks als festen Bestandteil im Mathematikunterricht zu etablieren und sie stetig zu verbessern.This thesis examines the introduction of the Number Talks method in primary school maths lessons in Austria. It aims to answer the following research question: What opportunities and challenges does the introduction of a number talk at primary level in Austria harbour? Given the lack of studies on this topic in Austria, data was collected as part of action research. Over a period of six weeks, a total of 18 Number Talk sequences were conducted in an integration class at a primary school in Lower Austria and analysed using qualitative content analysis. The results show that Number Talks promote pupils' mathematical understanding and communication skills. The method facilitates the structuring of complex tasks and promotes a deeper understanding of mathematical concepts. Critical thinking and mathematical reasoning skills also improved visibly. However, challenges arose due to language barriers in multilingual classes, as precise language requirements were sometimes difficult for children with German as a second language. This study emphasises the need for language-sensitive and differentiated didactics for Number Talks. While the method offers great potential for improving maths education, it needs to be adapted to different learning needs. The results contribute to a better integration of dialogue-based teaching methods in Austrian mathematics didactics and offer valuable impulses for research and practice. Based on the findings, a recommendation is made to establish Number Talks as an integral part of maths teaching and to continuously develop them furthe
Möglichkeiten der Prävention sexuellen Missbrauchs durch methodische Elemente der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie im Rahmen der Schulsozialarbeit
Die Prävention von sexuellem Missbrauch ist ein immer wichtigeres Thema im
Bereich von Pädagogik und Sozialer Arbeit. Da die Opfer von sexuellem Missbrauch
meist ein geringes Selbstwertgefühl besitzen und nach Anerkennung anderer suchen,
ist es notwendig, Präventionsangebote auf das Erlernen von Selbstakzeptanz und
Widerstandskraft auszurichten.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Elemente der Rational-Emotiven
Verhaltenstherapie, wie Selbstakzeptanz oder das Ausdrücken der eigenen Gefühle,
für Präventionsprogramme von sexuellem Missbrauch in der Schulsozialarbeit
anwendbar zu machen. Dabei wird folgende Forschungsfrage gestellt: Inwiefern
können Grundannahmen und methodische Elemente der Rational-Emotiven
Verhaltenstherapie gewinnbringend für die Prävention sexuellen Missbrauchs in der
Schulsozialarbeit fruchtbar gemacht werden?
Um diese Frage zu beantworten, wurden die Ergebnisse aus verschiedener Literatur
der Themengebiete der Prävention des sexuellen Missbrauchs, der Rational-
Emotiven Verhaltenstherapie und der Schulsozialarbeit miteinander verknüpft.
Die Untersuchung zeigte, dass das Grundprinzip der Rational-Emotiven
Verhaltenstherapie sowie einzelne methodische Elemente für die Prävention von
sexuellem Missbrauch hilfreich sein können. Es wurde deutlich, dass die
Schulsozialarbeit ein sehr passendes Handlungsfeld für die Umsetzung von
Präventionsprogrammen gegen sexuellen Missbrauch ist und diese Programme
anhand von Elementen der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie gestaltet werden
können.
Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, Präventionsprogramme mit Elementen der
Rational-Emotiven Verhaltenstherapie zu entwickeln und in der Schulsozialarbeit
einzusetzen, um dadurch sexuellen Missbrauch vorzubeugen.The prevention of sexual abuse is an increasingly important topic in the field of
field of education and social work. As the victims of sexual abuse usually
usually have low self-esteem and seek recognition from others,
it is necessary to focus prevention programmes on learning self-acceptance and resilience.
and resilience.
The aim of this study is to introduce elements of rational-emotive
behavioural therapy, such as self-acceptance or the expression of one's own feelings,
for sexual abuse prevention programmes in school social work.
programmes in school social work. The following research question is posed: To what extent
basic assumptions and methodological elements of rational-emotive behavioural
behavioural therapy can be profitably applied to the prevention of sexual abuse in school
prevention of sexual abuse in school social work?
In order to answer this question, the results from various literature
literature on the prevention of sexual abuse, rational-emotive behaviour therapy and
Emotive Behavioural Therapy and school social work.
The study showed that the basic principle of rational-emotive behaviour therapy
behavioural therapy and individual methodological elements can be helpful for the prevention of
prevention of sexual abuse. It became clear that
school social work is a very suitable field of action for the implementation of
prevention programmes against sexual abuse and that these programmes can be
based on elements of rational-emotive behavioural therapy.
For this reason, it is advisable to develop prevention programmes with elements of
Rational-Emotive Behavioural Therapy and implement them in school social work
to prevent sexual abuse
'Schuldkult' und 'German Guilt'. Rechte und linke Abwehr durch Projektion im Kontext des 7. Oktobers
Der Artikel untersucht rechte und linke Schuld-Diskurse im Kontext des 7. Oktobers 2023. Während die extreme Rechte den Begriff des ‚Schuldkults‘ nutzt, um die deutsche und österreichische Erinnerungskultur zu delegitimieren, findet sich eine ähnliche Argumentation in Teilen der sich selbst als pro-palästinensisch verstehenden, antiimperialistischen Linken. Beide Diskurse teilen die Vorstellung, dass die Shoah zu einer ‚Zivilreligion‘ erhoben worden sei, um bestimmte politische Interessen abzusichern. Sowohl im rechten als auch linken Schuld-Diskurs werden antisemitische Narrative reproduziert und mit verschwörungsideologischen Motiven verknüpft. In beiden Fällen wird die Shoah-Trivialisierung genutzt, um Schuld und historische Verantwortung abzuwehren und das eigene politische Narrativ zu stärken