Institut für Höhere Studien - Institute for Advanced Studies
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Junge Hochschulforschung (JuHoFo) in Österreich. Eine Case Study über Wege in die Hochschulforschung, den Dissertationsprozess und Zukunftsvorstellungen von jungen Hochschulforschenden.
Sommer-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2023–2024. Rückkehr auf einen moderaten Wachstumspfad
ESS10 – Kommentierter Tabellenband. Wichtige Ergebnisse ESS Welle 10 in Österreich
Die Europäische Sozialstudie (ESS) ist eine länderübergreifende, wissenschaftlich geleitete Umfrage der empirischen Sozialforschung, die Einstellungen und Verhaltensmuster der europäischen Bevölkerung erfasst. In der zehnten Welle, die 2021 erhoben wurde, waren 32 europäische Länder beteiligt. In der elften Welle, deren Feldarbeit voraussichtlich 2023 stattfindet, wird die Durchführung in bis zu 33 Ländern erwartet. Der ESS ist langfristig angelegt, wird zweijährig seit dem Jahr 2002 durchgeführt und folgt höchsten wissenschaftlichen Qualitätskriterien. Der vorliegende Bericht stellt detaillierte Ergebnisse der ESS Welle 10 in Österreich in Tabellenform mit kurzen deskriptiven Beschreibungen der Daten dar. Im Tabellenband sind die beiden Schwerpunktthemen („rotating modules“) der 10. Befragungswelle „Verständnisse und Beurteilungen der Demokratie“ und „Digitale soziale Kontakte im Arbeits- und Familienleben“ sowie ein extra Covid-19-Modul neben den Kernfragen des ESS enthalten. Die Ergebnisse werden jeweils differenziert nach soziodemographischen Merkmalen der Befragten (Geschlecht, Alter, formaler Bildungsabschluss, Erwerbsstatus und Nationalität) dargestellt
Sustaining Dual Apprenticeship systems: Similarities and Differences in Austria, Germany, and Switzerland
Based on the German example collective skills formation systems in the form of dual apprenticeship have received much international attention as a potential approach to sustain and develop upper secondary vocational education and training (VET) as an alternative to higher education during recent decades. Austria, Germany, and Switzerland are often considered as paradigmatic cases for such a strategy, pointing to similar structures in these countries. At closer look, these three systems also show substantial differences in sustaining VET at upper secondary level and coping with the repeated crises on the youth labor market. This chapter analyses some key differences between these paradigmatic cases beyond several structural similarities. International comparative data, literature review, and policy analysis are used for this analysis. Some results from the analysis of available comparative indicators show are first that overall education structures in the three countries that do not differ much from European and international averages, second that the expectation of a direct reduction of youth unemployment by apprenticeship is not corroborated by data, third that the employment relation in apprenticeship does not generally induce a higher emphasis on labor market policy to fight youth unemployment, and fourth that two of the three systems under focus show different forms of drift of apprenticeship towards tertiary education. However, the questions which kinds of elements of the apprenticeship systems are generating sustainability, and which mechanisms and practices are in place that effectively might reduce youth unemployment is not clear so far and remain questions for further research
Long-term bank lending and the transfer of aggregate risk
Long-term loan contracts transfer aggregate risk from borrowing firms to lending banks. When aggregate shocks increase the future default probability of firms, banks are not compensated for the rising default risk of existing contracts. The flip side is that firms benefit from not facing higher interest rates in recessions. If banks are highly leveraged, this can lead to financial instability with severe repercussions in the real economy. If banks are well capitalized, the risk transfer stabilizes the economy. To study this mechanism quantitatively, we build a macroeconomic model of financial intermediation with long-term defaultable loan contracts and calibrate it to match aggregate firm and bank exposure to business cycle risks in the US. We find that moving from Basel II to Basel III capital regulation eliminates banking crises, increases output in the long run and improves welfare
GigClean: Haushaltsreinigungskräfte in der Gig-Economy
Nachdem immer mehr Frauen aus der Mittelschicht bezahlter Arbeit nachgehen und sich die geschlechterstereotype Aufteilung von Haushaltsarbeit kaum ändert, werden Putztätigkeiten in privaten Wohnräumen zunehmend ausgelagert und von weniger privilegierten Frauen schwarz bezahlt durchgeführt. Damit werden globale Ungleichheiten in Privathaushalte getragen, die Gig-Economy Unternehmen für profitorientierte Interessen nutzen. Bisher gibt es kaum Daten über diese Gruppe an Arbeiterinnen, die ihre Aufträge über virtuelle Plattformen erhalten.
Im Rahmen des Projekts untersucht die Soziologin Laura Wiesböck mit ihrem Team, wie Haushaltsreinigungskräfte in Wien die Arbeit in der Gig-Economy erleben. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Reinigungsarbeit über online Vermittlungsplattformen das Risiko birgt, Arbeitsbedingungen zum Nachteil von Reinigungskräften zu verändern, Jobanforderungen und Lohndruck zu erhöhen wie auch bestehende Informations- und Machtasymmetrien zwischen Arbeiterinnen und Kund:innen zu verstärken.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden zum Anlass genommen, der Zielgruppe niederschwellige Hilfestellungen hinsichtlich der Herausforderungen von Reinigungsarbeit in der Gig-Economy aufzubereiten. Dafür erstellt das Forschungsteam die Website gigclean.net, auf der sich Reinigungskräfte in 16 Sprachen über ihre arbeitsrechtliche Lage informieren können und eine Auflistung von Organisationen und Vereinen erhalten, die sie bei weiterführenden Fragen unterstützen können