Institut für Höhere Studien - Institute for Advanced Studies

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    What determines earnings of self-employed physicians in Austria? Evidence from quantile regressions using linked tax records

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    Shortage of healthcare workers is a growing challenge and financial remuneration may influence recruitment efforts. In Austria, self-employed physicians can either work as contracted or non-contracted physicians. While non-contracted practices are expanding, sickness funds face increasing difficulties in recruiting contracted physicians. To analyze physician income, its key determinants and whether financial incentives could help SHI funds address recruitment challenges. We used data from the Federal Ministry of Finance and the Federation of Social Insurances to derive descriptive statistics for self-employed physicians. In-depth data on contracted physicians enabled us to explore determinants of their income using quantile regressions. In 2022, contracted GPs had median annual earnings of EUR 191,649 before taxes, while contracted specialists earned EUR 210,988. Among GPs, an additional consultation was associated with an increase in earnings of EUR 11.70. Being a male GP corresponded with higher earnings of EUR 6,763 compared to female GPs. For specialists, each additional consultation increased earnings by EUR 27.94, and being female was associated with decreased earnings of EUR 13,413. Due to missing data on key variables, regression analysis was not possible for non-contracted physicians, but their median income was EUR 100,849. Given higher earnings of contracted physicians compared to their non-contracted peers, it seems unlikely that increased financial incentives would help SHI funds in recruiting contracted physicians

    Neue Technologien: Widerstand ist zwecklos!

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    Eigener KI-Unterricht? Mehr Soldaten? Die Politik redet über Themen mit Argumenten von gestern. Aber Wandel erfordert kritische Vorstellungskraft, vor allem bei Künstlicher Intelligen

    ‘It’s good to be exclusive’—the political landscape of queer nightlife in vienna

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    This paper explores current dynamics and challenges of queer parties, festive events and leisure spaces as crucial sites of identity exploration, peer support and community-building, making them integral to understanding contemporary queer realities. Queer nightlife in the city of Vienna is increasingly constrained by restrictive regulations and frequent closures of venues, developments that have been further exacerbated by the COVID-19 pandemic. Additionally, the Europe-wide rise in hostility towards LGBTQIA+ people underscores the need to analyse sites of communalization and resilience amid adversity. Accordingly, this paper focuses on how LGBTQIA+ indivduals perceive and experience nightlife in today’s context. We conducted three group discussions with a total of 17 persons who live in Vienna and identify as queer. Our findings highlight that, while (exclusively) queer nightlife spaces are valued for their potential to foster personal, social, and economic wellbeing, participants also noted increasing commercialization and gentrification. Moreover, Viennese queer nightlife is marked by fragmentation among subgroups within the queer community, with some divisions welcomed and others problematized. Overall, our results emphasize the importance of spaces tailored to subgroups within the LGBTQIA+ spectrum, alongside governmental support for queer leisure infrastructure

    Strengthening a weak policy area through monitoring: the case of gender equality in the European Research Area

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    This article focuses on the central role of monitoring in the implementation of the Open Method of Coordination (OMC). Referring to gender equality in the European Research Area (ERA), it demonstrates that the OMC has only been partially implemented due to a lack of policy discourse and monitoring. Consequently, the OMC's potential remains underutilised, particularly with regard to identifying best practice and supporting mutual learning. Based on an analysis of the implementation of gender equality policies in the ERA at a national level, the article identifies starting points for the further development of the OMC. These include: (1) establishing a gender equality discourse between the European Commission and the Member States with the aim of setting common gender equality objectives; (2) encouraging Member States to commit more firmly to gender equality; and (3) implementing meaningful monitoring procedures at both the European and national levels

    Gemeinschaftsdiagnose 2/2025. Expansive Finanzpolitik kaschiert Wachstumsschwäche

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    Die deutsche Wirtschaft befand sich in den vergangenen zwei Jahren in der Rezession. Die jüngst stark revidierten Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zeigen, dass die Krise deutlich ausgeprägter war als bislang ausgewiesen. Mit einer Stagnation in der ersten Hälfte dieses Jahres dürfte die deutsche Wirtschaft die konjunkturelle Talsohle erreicht haben. Eine breit angelegte Erholung ist allerdings nicht zu erwarten, denn grundlegende strukturelle Schwächen dauern an. Die im internationalen Vergleich hohen Lohnstück- und Energiekosten, der Fachkräftemangel und eine weiterhin abnehmende Wettbewerbsfähigkeit lasten auf den Wachstumsperspektiven. Seit vergangenem Jahr hat ein kräftigerer privater und öffentlicher Verbrauch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stabilisiert und die Wertschöpfung in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen gestützt. Im Produzierenden Gewerbe lässt eine Belebung noch auf sich warten, was sich bis zuletzt auch in der weiterhin abnehmenden Investitionstätigkeit im Bereich der Ausrüstungen und im Bau niederschlägt. Die von der neuen Bundesregierung erweiterten Verschuldungsregeln setzen in den kommenden Jahren expansive Impulse. Bei deren Quantifizierung müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Erstens dürften Mittel, beispielsweise für Baumaßnahmen, aufgrund von längeren Planungs-, Beschaffungs- und Vergabezeiten wohl deutlich langsamer abfließen als in den Haushaltsplänen der Bundesregierung unterstellt. Zweitens dürfte ein Teil der Kredite dazu dienen, eine Konsolidierung zu vermeiden, die im laufenden Jahr ohne Grundgesetzänderung hätte vorgenommen werden müssen. Drittens entsteht im Jahr 2027 trotz der verschobenen Mittel aus den erweiterten Kreditmöglichkeiten ein erheblicher Konsolidierungsbedarf, was den finanzpolitischen Impuls mindert. Die Konjunktur dürfte in den kommenden zwei Jahren durch die expansive Finanzpolitik merklich an Fahrt gewinnen. Während die Dienstleistungsbereiche, insbesondere im öffentlichen Sektor, weiterhin kräftig zulegen, wird die Erholung im Produzierenden Gewerbe wohl nur verhalten ausfallen. Vor allem dürfte sich die Auslandsnachfrage nach deutschen Waren nicht zuletzt infolge der US-Zollpolitik weiterhin nur schleppend entwickeln. Die geplanten öffentlichen Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur können dies nur begrenzt abfedern, denn ein erheblicher Teil der Mittel fließt in gesamtwirtschaftlich kleine Bereiche, in denen die bestehenden Kapazitäten bereits gut ausgelastet sind. Insgesamt dürfte es in den kommenden beiden Jahren zu Kapazitätsausweitungen und entsprechenden privaten Investitionen in Bereichen kommen, die von den wirtschaftspolitischen Maßnahmen profitieren. Allerdings belasten die weiterhin unsicheren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen das allgemeine Investitionsklima. Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr mit einem Anstieg um 0,2 % kaum mehr als stagnieren. Im weiteren Prognosezeitraum dürfte die expansive Finanzpolitik die Konjunktur anschieben. Im kommenden Jahr steigt das Bruttoinlandsprodukt um 1,3 % und im Jahr 2027 um 1,4 %. Damit lassen die Institute ihre Prognose für das laufende und kommende Jahr im Vergleich zum Frühjahr in etwa unverändert. Insgesamt ergibt sich ein anderes Konjunkturbild als in früheren Aufschwungphasen: Kräftige Zuwächse bei den Exporten fallen dieses Mal als Treiber aus. Gestützt durch die expansive Finanzpolitik konzentriert sich der Aufschwung in den kommenden Jahren auf die Binnenwirtschaft. Allerdings werden die strukturellen Probleme bislang nur kaschiert, denn grundlegende standortstärkende Reformen bleiben aus, sodass sich die Wachstumsperspektiven weiter verschlechtern. Das zeigt sich in der Schätzung des Produktionspotenzials, die unter Status-quo-Bedingungen weiter abnehmende Wachstumsraten auf 0,2 % bis zum Ende des Jahrzehnts erwarten lässt. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist erheblichen Risiken ausgesetzt: Der Handelsstreit zwischen den USA und der EU birgt großes Eskalationspotenzial, insbesondere wenn EU-Zusagen nicht eingehalten werden können. Zudem sind die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen finanzpolitischer Impulse schwer abschätzbar und hängen stark von der konkreten Ausgestaltung ab. Ferner dürften fehlende Konsolidierungsmaßnahmen der Bundesregierung die Konjunktur zwar kurzfristig stützen, sie erhöhen aber die Gefahr wachsender struktureller Defizite und belasten das Vertrauen in die Nachhaltigkeit der Finanzpolitik. Positive Impulse könnten von angebotsseitigen Reformen ausgehen, die die Arbeitsanreize stärken und die Staatsmodernisierung voranbringen

    Out of Work, Out of Spirit? The Effects of Unemployment Duration on Young People’s Intrinsic Work Motivation

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    Unemployment in early career stages has been found to have lasting negative effects on future careers. The culture of worklessness theory attributes these after-effects to a decreasing intrinsic work motivation during unemployment. However, empirical evidence regarding the impact of prolonged unemployment on the intrinsic work motivation of young people is scarce. Drawing on a sample of young adults who were interviewed twice—once at the beginning of an unemployment spell and again one year later—we examine how intrinsic work motivation changed during this period. We use change score models to estimate the effects of unemployment duration, re-employment status, and—for those re-employed—the quality of the new job. In contrast to the culture of worklessness theory, but in line with Jahoda’s theory of latent deprivation, we find that longer unemployment durations induce an overall increase in intrinsic work motivation—especially for those who were no longer unemployed at the time of the second interview and whose new jobs were of higher intrinsic quality than the previous ones. Our findings challenge the idea that prolonged unemployment feeds a self-reinforcing circle of demotivation, highlighting instead the need for intrinsically motivating jobs for young people

    Allgemeine Lohnuntergrenzen für Österreich

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    Reines Business: Moderne Arbeitsverhältnisse von Haushaltsreinigungskräften in der Gig-Economy

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    Der Beitrag von Laura Wiesböck, Julia Radlherr und Mai Linh Angelique Vo mit dem Titel „Reines Business. Moderne Arbeitsverhältnisse von Haushaltsreinigungskräften in der Gig-Economy“ bezieht sich auf 15 qualitative Interviews mit überwiegend informell erwerbstätigen Reinigungskräften in Wiener Privathaushalten. Die Befragten erhalten ihre Arbeitsaufträge über mitgliedschaftsbasierte Plattformen, die lediglich der Kontaktherstellung zwischen Servicesuchenden und -leistenden dienen. Das heißt, die dort registrierten User:innen sind selbst für die Abwicklung der Aufträge und Bezahlung zuständig. Die Plattformen übernehmen keine Arbeitgeberverantwortung und dokumentieren nicht, welche und wie viele Gigs tatsächlich zustande kommen. Im Zentrum der Analyse stehen die Arbeitserfahrungen der vielfach in osteuropäischen Staaten geborenen Reinigungskräften. Die einseitige Verlagerung der unternehmerischen Verantwortung auf die Arbeiterinnen bringt diverse Vorteile für Kund:innen als auch Plattformen, die finanziell vom steigenden Bedarf an Reinigungskräften profitieren. Besonders dienlich ist die Schaffung eines visuellen Überangebots an verfügbaren Arbeitskräften, zu denen überwiegend (vulnerable) Personen mit Migrationserfahrung zählen, die oft auf informelle Beschäftigungen angewiesen sind. Dieses sichtbare Überangebot führt zu Reservearmee-Mechanismen und einem hohen Lohn- und Leistungsdruck. Reinigungskräfte werden damit zu einer leicht und rasch ersetzbaren „Ware“. Machtungleichgewichte äußern sich darüber hinaus in asymmetrischen Informationsbedingungen. Während Kund:innen Reinigungskräfte (auch ohne eine Dienstleistung in Anspruch genommen zu haben) auf deren Profile anhand einer fünf-Sterne-Ratingskala beurteilen können und größtenteils persönliche Informationen und Profilfotos einsehen können, liegen den Arbeiter:innen zu den Personen im zu reinigenden Privathaushalt lediglich Eckdaten vor. Darüber hinaus können Haushaltskräfte Kund:innen nicht bewerten, was die befragten Arbeiterinnen insbesondere aufgrund vielfältiger Erfahrungen mit (sexuellen) Übergriffen und Ausbeutung bemängeln. Diese einseitigen Bewertungsmechanismen befördern berufliche Anforderungen, die weit über die Tätigkeit der Reinigung hinausgehen, wie die Pflege des digitalen Auftretens und das rasche Beantworten von Anfragen, um sich vor schlechten Bewertungen zu bewahren. Mit der Erwartung einer ständigen digitalen Verfügbarkeit sowie der Sichtbarkeit der Bewertungen erhöht sich der Druck auf die Haushaltsarbeiterinnnen. Die Autorinnen sehen hier zusätzlichen Forschungsbedarf und verweisen auf die – von den Befragten hervorgehobene – Notwendigkeit einer Regulierung, beispielsweise durch die Möglichkeit, auch für Serviceleistende vorab Informationen über Kund:innen zu erhalten, und sie bewerten zu können

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