Hochschulschriftenserver der TH Wildau
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Bibliotheken sind »smart« geworden : ein Plädoyer für ein bewusstes »smart« machen in den nächsten Jahren
Vor mehr als zehn Jahren haben RFID-Systeme Einzug in die deutsche Bibliothekswelt gehalten. Heute kann konstatiert werden, dass rund 1000 öffentliche und wissenschaftliche Einrichtungen damit ausgestattet und rund 20 Millionen Medien »smart geworden« sind. Der folgende Beitrag soll auf Basis des Innovations- und Technologiemanagements aufzeigen, welche Mechanismen zu dieser Entwicklung geführt haben und welche Erkenntnisse für eine weitere, bedarfsorientierte Technologisierung des Bibliothekswesens daraus gezogen werden können; für ein bewusstes »smart« machen
Datenschutzrechliche Bedenken beim Einsatz von RFID-Technologie aus europäischer Perspektive
Der Beitrag untersucht datenschutzrechtliche Risiken des Einsatzes von RFID-Technologie aus europäischer Perspektive
Bauphysik und bauliche Maßnahmen
Die RFID-Technologie ist eine bereits seit vielen Jahren genutzte Technologie, welche in einer Vielzahl von Anwendungen fester Bestandteil unterschiedlicher Prozesse ist. Grundsätzlich arbeiten RFID-Geräte auf dem aktuellen Stand der Technik bei fachgerechter Installation zuverlässig und störsicher. Trotzdem sind dies Funkanlagen, welche durch andere Sender, wechselnde Umgebungsbedingungen oder andere Störquellen beeinflusst werden können. Aus den Erfahrungen, welche in weit über 3000 verschiedenen Installationen in unterschiedlichen Bibliotheken und einer Vielzahl von Installationen in anderen Branchen gesammelt wurden, lassen sich verschiedene Richtlinien für die Installation von RFID-Systemen ableiten. Die folgenden Kapitel liefern einen Überblick über verschiedene Anwendungen der RFID-Technologie in Bibliotheken und stellen hilfreiche Hinweise zur Vermeidung von Fehlern und Störungen zur Verfügung. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Installation von Gates zur Warensicherung gelegt. Diese sind die leistungsstärksten Komponenten einer Installation und damit verbunden auch diejenigen, welche zum Einen selbst sehr störanfällig sind, zum Anderen aber auch mit anderen Geräten interferieren können
Effekt unterschiedlich substituierter sulfonierter Polyaniline auf den Elektronentransfer mit pyrrolochinolinchinonabhängiger Glukosehydrogenase
Sulfonierte Polyaniline erwiesen sich bereits als geeignete Polymere für den Aufbau von Biosensoren. Aus diesem Grund setzten wir unterschiedlich substituierte Polymerformen für die Untersuchungen der direkten Elektronenübertragung zum Redoxenzym PQQ-GDH (Pyrrolochinolinchinon-abhängige Glukosedehydrogenase) ein. Dafür wurden zuerst neue Copolymere synthetisiert. Als Basis für die Synthesen wurden 2-Methoxyanilin-5-Sulfonsäure (MAS), 3-Aminobenzensulfonsäure (ABS), 3-Aminobenzoesäure (AB) und Anilin (AN) ausgewählt und deren Verhältnisse variiert. Alle Copolymere wurden hinsichtlich der direkten Reaktion mit PQQ-GDH untersucht. Diese Wechselwirkung wurde zunächst in Lösung, anschließend auch auf Elektroden beobachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass nur die aus MAS- und AN-Einheiten bestehenden Copolymere in der Lage sind, mit dem Enzym in Lösung direkt zu interagieren, was wahrscheinlich dem Emeraldin Salz (ES) Redoxzustand des Polymers zuzuschreiben ist. Immobilisiert man die Polymere und das Enzym auf Kohlenstoffnanoröhrenbasierten Elektroden, generiert man direkte Bioelektrokatalyse auch im Falle der aus ABS/AB- und MAS/AB-Einheiten bestehenden Copolymere, die sich nach der Synthese im Pernigranilin Base (PB) Redoxzustand befinden. Im Gegensatz zur Situation in Lösung kann auf Elektroden das Potential zusätzlich genutzt werden, um Elektronen vom Enzym auf das Polymer zu übertragen. Solche Polymerbasierten Enzymelektroden besitzen Anwendungspotential in der Sensorik, aber auch in Biobrennstoffzellen
Ein Semester in China: Wirtschaft, Werte und Warteschlangen
Die Autorin berichtet über ihr Semester an der Zheijiang Gongshang University (ZJGSU), einer Partnerhochschule der TH Wildau in Hangzhou. Das Austauschprogramm begann im Sommersemester 2009. Rund 200 Deutsche und Chinesen haben bisher daran teilgenommen. Das Essay schildert Eindrücke aus Vorlesungen und Seminaren zu Wirtschaft und Kultur Chinas, beleuchtet kulturelle Unterschiede und reflektiert persönliche Erfahrungen von Februar bis Mai 2014.The author reports on her semester at Zheijiang Gongshang University (ZJGSU), a Wildau Technical University partner university in Hangzhou. The exchange program began in summer 2009. Some 200 Germans and Chinese have participated. The essay describes impressions from lectures and seminars on China's economy and culture, illuminates cultural differences and reflects on personal experiences from February to May 2014
Inventur mit RFID- Handlesegeräten : Erfahrungsberichte über die Durchführung von Inventurarbeiten mit Hilfe von RFID- Handlesegeräten
Dieses Kapitel behandelt das Thema der RFID-gestützen Revisionsarbeiten in Bibliotheken anhand zweier Beispiele und zeigt auch selbstentwickelte Ansätze auf, die die Durchführung der Arbeiten effizienter gestalten. Im Grundlagenteil werden die verschiedenen Voraussetzungen für Inventuren mit RFID beschrieben: der Listenim- und export aus dem Bibliotheksmanagementsystem, das Handling der Handlesesgeräte sowie der Transponderposition im Buch. Am Beispiel der Bibliothek der TH Wildau werden ältere Ergebnisse von Testinventuren aus 2008 mit aktuellen Tests aus 2011 verglichen. Eine eigene Inventur-Software und die Nutzung der transponderspezifischen Seriennummer als Mediennummernersatz werden hierbei eine Rolle spielen. Am Beispiel der Universitätsbibliothek Bielefeld wird die Entwicklung eines Revisionstools, in Kooperation mit der Firma Bibliotheca RFID, sowie deren Testergebnisse und der Echtbetrieb beschrieben
Abschirmungseffekte und andere Störungen
Im Umgang mit RFID kommt es hin und wieder zu Situationen, in denen bestimmte Transponder nicht identifizierbar sind. Für derartige Effekte hat sich der Begriff »Abschirmung« im Sprachgebrauch etabliert.
In diesem Beitrag werden einige dieser zur Abschwächung des Magnetfeldes führender Effekte und der Begriff »Abschirmung« in Bezug auf den Faradayschen Käfig aus physikalischer Sicht betrachtet. Über das Verständnis dieser Effekte sollen dem Leser auch Möglichkeiten zur nachhaltigen Begegnung in der Praxis gegeben werden. Betrachtet werden hier HF-RFID-Systeme, die auf der Basis von rein magnetischer Kopplung arbeiten
A long way round – Implementierung eines RFID Systems in einer neu gegründeten Bibliothek
Der Einsatz von RFID Technik findet in öffentlichen wie wissenschaftlichen Bibliotheken immer mehr Zuspruch. Die Technik wird verbunden mit effizienteren, zeitsparenden und personalschonenden Arbeitsabläufen im Ausleih- und Rückgabebetrieb. Um die vorhandenen oder geplanten Personalressourcen zu schonen und für andere Dienstleistungen der Bibliothek bereitzuhalten, spricht auf dem ersten Blick alles für die Nutzung dieser Technologie. Im folgenden Artikel soll nun exemplarisch die Planung der Einführung eines RFID Systems am Beispiel der Bibliotheken der Hochschule Hamm-Lippstadt aufgezeigt werden. Es werden die einzelnen Abschnitte und Phasen der Planung bis zum Stand des Prozesses beschrieben. Einführung und Inbetriebnahme sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels noch nicht abgeschlossen
Blind Politics of Ambition: Shale Gas in Poland
Ever since the impacts of the shale gas revolution in the US have unfolded their measurable effects – as significantly declining natural gas prices – impressive euphoria among those states which are identified to bear high potentials of unconventional gas is widely spread. As for Poland, essentially linked to the hope of profitably producing shale gas is the political will to strive for independence from Russian energy supply and thus, enhance energy supply security. Hence, liberalizing its gas market shall effectively contribute to foster economic developments in the field of unconventional gas exploration and production. Moreover, attempts are made to encourage particularly foreign investors – for the reason of expertise – to enter the Polish gas market by amending and expanding legislation in favour of this development. Legislation efforts, however, intend to preserve comprehensive governmental control capabilities. In addition, arising environmental concerns are being tried to handle either by campaigns of clarification or political blockade to any legislation that potentially threatens the progress on unconventional gas in Poland. Poland not only faces crucial challenges in terms of diminished estimates on profitably recoverable shale gas volumes but rather in terms of an escalating atmosphere of uncertainty for investors – regarding the much criticised new legislation as well as an upcoming diminution of societal support
Leishmania siamensis als Erreger von autochthoner kutaner Leishmaniose bei Pferden in Deutschland - eine neue Infektionskrankheit in Mitteleuropa?
Aus mitteleuropäischer Sicht ist die durch Parasiten verursachte und von Sandmücken übertragene Leishmaniose eine in Ländern tropischer und subtropischer Regionen auftretende Infektionskrankheit. In zunehmendem Maße werden jedoch autochthone Fälle in Mitteleuropa, insbesondere in Süddeutschland, verzeichnet. Dies ist vermutlich auf die globale Erwärmung und die Ausdehnung des Verbreitungsgebietes der Sandmücken nach Norden zurückzuführen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Identifizierung und phylogenetischen Charakterisierung der Erreger dieser Fälle. Dazu wurden verschiedene Marker im Leishmaniengenom sequenziert und mit bekannten Arten verglichen. Die untersuchte DNA stammte von autochthonen kutanen Leishmaniosen bei Pferden und einem Rind, die in den letzten zehn Jahren in Deutschland und der Schweiz auftraten. Aufgrund identischer Sequenzen konnten die Parasiten als L. siamensis identifiziert bzw. verifiziert werden, eine erst im Jahr 2008 neu beschriebene Art, die in Thailand humane viszerale Leishmaniose verursacht. Die phylogenetischen Analysen zeigten die Ähnlichkeit von L. siamensis mit weiteren bisher nicht identifizierten Stämmen aus Martinique und Ghana, die kutane Leishmaniose bei Menschen verursachen. Um die Frage zu beantworten, ob sich die Leishmaniose zu einer in Mitteleuropa endemischen zoonotischen Krankheit entwickeln könnte, müssen weitere Studien über kompatible Vektoren, mögliche Reservoire und zur Virulenz durchgeführt werden