Hochschulschriftenserver der TH Wildau
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Mit Stereotypen leben? Wie Deutsche und Russen sich heute sehen
Jeder von uns kennt sicherlich die gutgemeinten Worte: "Stereotype aufheben, Vorurteile abbauen!". Ein Satz, den wir mit gutem Gewissen unterschreiben würden. Eine Abweichung von diesem Gebot wäre auch öffentlich verpönt. In der Hinsicht sind wir hier in Europa seit dem Beginn des Jahrhunderts ein gutes Stück vorangekommen. Mit diesen Worten lehnen wir uns heute gegen eine ganz bestimmte Geisteshaltung auf: die feindselige Einstellung dem Fremden gegenüber. Der in guter Absicht artikulierte Aufruf suggeriert jedoch eher eine Wunschvorstellung, daß nämlich die Beseitigung von Stereotypen und Vorurteilen den Weg für eine reibungslose interkulturelle Kommunikation ebnet
Marktrecherche für einen Investitionsgüter-Hersteller in der Volksrepublik China
Gerade in den verganenen Jahren wurden eine Vielzahl von Veranstaltungen wie Symposien, Messen, Konferenzen, Seminare und Foren durchgeführt, die alle zum Ziel hatten, deutschen Unternehmen den Weg nach Asien zu weisen. Ein Wachstumsmarkt, den die deutsche mittelständische Industrie bislang in viel zu geringem Maße bearbeitet bzw. erschlossen hat. Die VR China war hierbei ein interessantes Zielgebiet für Veranstaltungen dieser Art geworden. Das liegt nicht zuletzt darin begründet, daß in China der Aufschwung am deutlichsten in der asiatischen Region verfolgbar ist. Doch nicht nur im Rahmen dieser Veranstaltungen wird deutlich, wie wichtig dieses Thema ist. In sämtlichen Medien kann man den Werdegang Chinas mitverfolgen. Damit einher geht die Frage, wie finde ich chinesische Wirtschaftspartner? Was ist zu beachten, wo liegen die Probleme, was kostet das und welche Risiken bzw. Gefahren birgt es
Wie fremd ist uns das Fremde?
In der Literatur zur interkulturellen Kommunikation ist oft die Rede von sprach- und kulturbedingten Mißverständnissen, die daraus resultieren, daß man das Fremde nicht "richtig" verstanden hat.
- Kann das Fremde überhaupt bis zu Ende "richtig" verstanden werden?
- Welcher ist der "richtige" Weg, das Fremde zu verstehen und zu internalisieren?
- Bleibt das verstandene Fremde immer noch fremd oder wird es zum Eigenen?
- Wie scharf ist die Grenze zwischen dem Fremden und dem Eigenen?
Das sind alles theoretisch-methodologische und praktische Fragen zugleich. Sie sind kaum erschöpfend und eindeutig zu beantworten, was aber nicht heißen kann, daß nicht nach den Antworten gesucht wurde und wird. Auf jede Frage kann es überdies mehrere "richtige" Antworten geben (die eines Psychologen oder eines Theologen usw.), was die Vielschichtigkeit der Problematik andeutet
Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit von Finanzintermediären bei der Finanzierung von KMU
In den letzten Jahren ist eine umfangreiche Literatur zu Finanzierungsproblemen von Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) entstanden, wobei in der Theorie und Praxis sehr viel und zumm Teil kontrovers gestritten wird. Mit dem vorliegenden Beitrag wird ausgehend von den Gründen der Auseinandersetzung mit betrieblichen Finanzierungsproblemen der KMU über mögliche theoretische Ausgangsprämissen und Instrumente der Finanzierung die Beteiligungsfinanzierung, insbesondere die der externen Beteiligungsfinanzierung in Form vom Finanzintermediären überblicksartig dargestellt
Wildauer Absolventinnen auf dem Arbeitsmarkt - Ergebnisse einer Befragung
Im Herbst 1997 fanden Absolventinnen der Ingenieurschule Wildau und der Technischen Fachhochschule Wildau einen Fragebogen ihrer Schule im Briefkasten. Das Anliegen dieser Befragung war die Sammlung von Daten zur Integration der Absolventinnen der Wildauer Schulen auf dem Arbeitsmarkt im Zusammenhang mit einem geplanten Forschungsprojekt zum Thema "Frauen und Technik".
Das geplante Gesamtprojekt greift die in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften seit langem kontroverse Diskussion auf, ob der Trend der Integration von Frauen in die Erwerbstätigkeit fortgesetzt werden kann oder ob Frauen in noch stärkerem Maße als Männer zu den Verliererinnen betrieblicher Rationalisierung und gesellschaftlicher Umverteilung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit werden.
Neue Aspekte in dieser Diskussion werden einerseits durch solche technischen Entwicklungsrichtungen gesehen, die die Automatisierung von Routinetätigkeiten und eine weitere Flexibilisierung in der Produktion und in den Dienstleistungen technisch möglich machen und gleichzeitig spezielle Anforderungen an die Mitarbeiter, wie soziale Kompetenz, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie vernetztes Denken hervorbringen. Arbeitsanforderungen und -bedingungen also, die für Frauen besonders geeignet erscheinen. Andererseits werden die mit den Globalisierungsprozessen verbundenen Verlagerungen von Arbeitsplätzen und die Veränderungen in den Arbeitsbedingungen als Faktoren betrachtet, die die Einbindung von Frauen in den Arbeitsmarkt erschweren
Extraktion und Trocknung von Krappwurzel-Farbstoff
Farbstoffe aus den Wurzeln der Rubia tinctorum und anderer Krapp-Sorten zählten über Jahrtausende zu den wichtigsten Textilfarbstoffen. Sie wurden jedoch - bis auf einige Spezialanwendungen - von den preisgünstigeren synthetischen Farbstoffen verdrängt. Ein neues Umwelt- und Gesundheitsbewußtsein der Menschen führt neuerdings dazu, daß Pflanzenfarbstoffe seit einigen Jahren in besonderen Anwendungsbereichen der Textilienfärberei wieder zunehmend im industriellen Maßstab Interesse finden
Prüfung eines Stromentnahmesystems
Die Firma Deutzer Technische Kohle GmbH (DTK) hat sich im In- und Ausland durch innovative Meßtechnik zur Prüfung des Systems Fahrleitung/Schleifleiste/Stromabnehmer und ihre umweltfreundlichen Schleifleisten einen guten Namen erworben. Die DTK-Meßsysteme und Dienstleistungen wurden 1997 in Deutschland, Belgien, Schweden, Österreich und der Schweiz verkauft. Dabei wurden die DTK-Systeme für jeden konkreten Meßauftrag so angepaßt, daß optimale Ergebnisse erreicht werden konnten.
Bei einer der Messungen kam es z. B. darauf an, die Fahrdrahtlage auf der sehr kurzen Kohleschleifleiste über Schienenbogen mit sehr geringem Schienenbogenradius zu ermitteln. Die Untersuchungen erstreckten sich auf unterschiedlich gefederte Fahrzeugtypen und sollten auch eventuelle Unterschiede im System Fahrleitung/Schleifleiste bei einem und bei mehreren anliegenden Stromabnehmern aufzeigen. Als Ergebnis der Messungen konnte ein Unterschied der Fahrleitungslage auf der Schleifleiste bei luftgefederten Fahrzeugen und herkömmlich gefederten Fahrzeugen von bis zu 237 mm nachgewiesen werden
Untersuchungen auf dem Gebiet der Synthese von schwefelhaltigen heterozyklischen Verbindungen
Schwefelhaltige organische Verbindungen gehören zu den chemischen Verbindungen, die in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft und Technik breite Verwendung finden. In der Staatlichen Technischen Universität Jaroslawl werden Darstellungsverfahren verschiedener substituierter Diphenylsulfonderivate und deren mehrkerniger Analoge entwickelt, die als Ausgangsstoffe für die Herstellung industrieller Polyesthersulfone, Polyamide und Polyesther, sowie von Mono- und Disulfonylchloriden, Dithiolen mit Diphenyl-Brückenbindungen, einer Reihe ungesättigter aromatischer Sulfide und Sulfone, Sulfonylaziden, Salzen der Sulfonsäuren, die ihrerseits als Monomere, vernetzende Agenzien und Zwischenprodukte bei der Synthese einer ganzen Reihe von Stoffen wie Arzneimitteln, Schaumbildnern, Anstrichstoffen, Pestiziden usw. eingesetzt werden. Zur Zeit werden weitere Untersuchungen auf dem Gebiet der heterozyklischen und insbesondere der schwefelhaltigen Verbindungen durchgeführt
Personalausbildung in der VR China
Im Juli des Jahres 1996 konnte an der Technischen Fachhochschule über das Technologietransfer- und Weiterbildungszentrum e.v. das China-Institut gegründet werden, dessen Aufgaben sich wie folgt gliedern lassen:
1. Lehre gleichbedeutend mit dem Sprachunterricht und der Einführung in die chinesische Welt, zugänglich für alle Studierenden der TFH Wildau.
2. Hochschulbeziehungen, vorrangig mit der Shanghai University for Science and Technology mit dem Ziel, den Studierenden Sommersprachkurse in Shanghai anbieten zu können und den Lehrenden Kooperationsmöglichkeiten mit der VR China zu eröffnen.
3. Drittmittelaufträge, vornehmlich im Schienenverkehrsbereich und in diesem Segment wiederum die Ausbildung von Betriebs- und Werkstättenpersonal. Darüber hinaus kann das China-Institut auch Betriebsplanungen für Nahverkehrssysteme in Ballungsräumen wie auch Sonderwirtschaftszonen übernehmen.
Bezugnehmend auf den letztgenannten Punkt hat das China-Institut für die in Hennigsdorf bei Berlin ansässige Firma ADtranz die Ausbildung der Masterdrivers und des Werkstättenpersonals für Metro Guangzhou (GMC) übernommen. Das Training der Masterdriver fand in Hennigsdorf statt, während das Training des Werkstättenpersonals in Guangzhou durchgeführt wurde. Personelle und fachliche Unterstützung erhielt der Autor dabei von Herrn Frantisek Maska, Lokomotiv-Instructor a. D., der bis zu seiner Pensionierung für die Ausbildung des Fahrpersonals der Berliner Untergrundbahn zuständig war
Das Institut für Plasma- und Lasertechnik der Technischen Fachhochschule Wildau
Am 31.12.1996 endete das Wissenschaftler-Integrations-Programm (WIP) in den neuen Ländern. Es war angelegt worden, um Teilen der in der Akademie der Wissenschaften der DDR arbeitenden (und mehrfach positiv evaluierten) Wissenschaftlern eine Übergangsphase zu finanzieren, in der sie einerseits ihre Arbeit kontinuierlich fortsetzen konnten und andererseits die Integration in einer Hochschule erfolgen sollte, da die Forschungslandschaft der DDR an die bundesdeutschen Strukturen anzupassen waren. Das vorab auf zwei Jahre angelegte, 1992 gestartete Programm konnte bis 1996 verlängert werden, wenn es gelang, eine Hochschule zu finden, die bekundete, an einer Integration dieser Wissenschaftler in ihrer Einrichtung interessiert zu sein.
Zielhochschule der Wissenschaftler in der von Prof. Dr. sc. H. Gündel gegründeten Gruppe, die sich in Fortführung ihrer langjährigen Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der nichtthermischen Plasmen (auch Niedertemperaturplasmen), insbesondere zur Erzeugung von Laserlicht beschäftigte und auch noch beschäftigt, war die TFH Wildau.
Dies war für eine Berliner Einrichtung einerseits ungewöhnlich, andererseits auch nahe: In der Gründungsphase der TFH Wildau lag ein besonderes Schwergewicht auf den modernen Technologien, was sich auch dadurch ausdrückte, daß es einen Fachbereich Physikalische Technik gab, der heute im Fachbereich Ingenieur- und Wirtschaftsingenieurwesen als Studienrichtung weiter besteht. Da sich für die Zukunft eine immer breitere, auch ingenieurmäßige Anwendung der Plasma- und Lasertechnik abzeichnet und an den Deutschen Fachhochschulen dieses Gebiet (insbesondere die Plasmatechnik) kaum in der Lehre vertreten wird, wurde von beiden Seiten - der TFH Wildau auf der einen und der sich damals noch als WIP AG Niedertemperaturplasmen bezeichnenden Gruppe aus Berlin auf der anderen - eine Integration in einem Institut für Plasma- und Lasertechnik (IPLT) der TFH Wildau im Fachbereich Physikalische Technik angestrebt