Hochschulschriftenserver der TH Wildau
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Moderne Medien in der Volkswirtschaftslehre
Volksw irtschaftslehre muß - wenn sie nicht zu einer reinen Dogmengeschichte verkommen soll - zugleich auch immer ein gutes Stück "Zeitgeist" sein. Das gilt um so mehr für das Lehrgebiet "Volkswirtschaftslehre" an Fachhochschulen der BRD. Ein solches Verständnis von Volkswirtschaftslehre als "Zeitgeist" schließt u. a. ein, daß im Kurs "Volkswirtschaftslehre"
a) die drängensten volkswirtschaftlichen Probleme der Zeit aufgegriffen und in entsprechendem Maße behandelt werden und
b) dies mit zeitgemäßen Methoden und Instrumenten geschieht.
Nach Auffassung des Autors gibt es im Kurs "Volkswirtschaftslehre" an Fachhochschulen der BRD zu beiden Problemkreisen dringenden Diskussionsbedarf. Die nachfolgenden Überlegungen verstehen sich als einen Beitrag zu dieser notwendigen Diskussion
Ein Ethylen-Meßgerät auf der Basis der Chemilumineszenz
Ethylen (C2H4) gehört chemisch Zu den Alkenen und ist ein farbloses, erdölartig riechendes Gas. Es ist gekennzeichnet durch eine "ungesättigte" Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung, die verantwortlich ist für seine hohe Reaktivität. Ethylen kommt in der Atmosphäre in einem Mischungsverhältnis vor, dessen Bereich sich von der Nachweisgrenze bei ca. 2 ppb in eher ländlichen Gebieten bis zu Spitzenkonzentrationen von mehr als 50 ppb in Stadtkernen erstreckt.
Seine Herkunft ist sowohl natürlicher als auch anthropogener Natur. Natürlich entsteht Ethylen als Reifegas beim normalen Stoffwechselvorgang in Früchten und Pflanzen. Anthropogen wird es in die Atmosphäre als Hauptkomponente der Abgase von Verbrennungsmotoren emittiert.
Das Problem des optimalen Transportes von Südfrüchten auf Schiffen ist eine Frage der Bereitstellung einer geeigneten Transportatmosphäre (controlled atmosphere-CA) auf Kühl- und Kühlcontainerschiffen. Das wiederum ist mit sehr energieintensiven Maßnahmen verbunden und damit eine Frage der Wirtschaftlichkeit.
Um einen optimalen Transport der Früchte über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten, ist eine kontinuierliche bis quasi kontinuierliche Messung der Ethylenkonzentration der Kühlcontainerluft bzw. der Atmosphäre in den Kühlschiffen im Sinne einer optimalen Einstellung des Ethylengehaltes der Luft erforderlich. Dazu ist eine Meßtechnik nötig, die kontinuierlich im Spurenbereich Meßdaten liefert. Diese Meßtechnik muß außerdem robust und unter extremen Bedingungen, wie z.B. hohen Temperaturen und hoher Luftfeuche, einsatzfähig und dazu von Personal bedienbar sein, das nicht für den Umgang mit dieser Meßtechnik ausgebildet ist. Eine weitere wesentliche Forderung an die Meßtechnik besteht darin, daß das Gerät auch über einen längeren Zeitraum wartungsfrei und zuverlässig im Rahmen der geforderten Genauigkeit funktioniert. In der vorliegenden Arbeit wird ein Ethylen-Meßgerät vorgestellt, das auf dem Prinzip der Chemilumineszenz beruht und selektiv und kontinuierlich die Messung der Ethylen-Konzentration gestattet. Dazu ist dieses Gerät weitgehend den auf Kühlschiffen herrschenden Bedingungen angepaßt
Drei neue Synthesewege zur Herstellung von Polyolen für Polyurethane
Auf der Grundlage des Gesetzes zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (KrW-/AbfG) fordert der Gesetzgeber eine zunehmende Verwertung von Abfällen und die auf Grund von Verordnungen oder freiwilligen Rücknahmeverptlichtungen der Industrie existierenden Verwertungsquoten einzuhalten. Eine Verordnung, die für dieses Thema von Bedeutung ist, ist die Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen (VerpackV), eine weitere ist die freiwillige Rücknahmeverpflichtung der Industrie für Altkraftfahrzeuge.
Nach der VerpackV hat die Duales System Deutschland GmbH (DSD) als Garantiegeber zur Einhaltung der Verordnung für Kunststoffe aus der Sammlung eine Verwertungsquote von 72% garantiert. Das bedeutet, daß jährlich ca. 800.000 t Kunststoffe aus der Verpackung verwertet werden müssen. Da in zunehmendem Maße Kunststoffe eingesetzt werden, steigt diese Menge, insbesondere bei den Kunststoffflaschen. In diesem Kunststoffabfall sind alle Massenkunststoffe, dazu noch Verbundwerkstoffe und Gummi enthalten. Während die Polyolefine (Polypropylen und Polyethylen) durch Schwimm-Sink-Trennung weitestgehend abgetrennt werden können, gibt es derzeit für die restlichen Kunststoffe keine Verwertungsverfahren. In diesem Rest, jährlich ca. 135.000 t, sind jedoch wertvolle Materialien, vor allem Polyethylenterephthalat (PET) enthalten. Die PET-Menge macht hier mit ca. 65.000 t/a auch die größte Menge aus
Mathematica und Internet in der Lehre : betriebswirtschaftliche Modellsammlung PROMA
Die meisten Studenten der Betriebswirtschaftslehre und der Wirtschaftsinformatik unterschätzen die Bedeutung der Mathematik für ihr Studium. Zudem bringen viele Studenten von der Schule eine ablehnende Grundhaltung gegenüber quantitativen Fächern mit. Dies überrascht, da auch vielen Studenten aufgefallen sein wird,daß es einen aktuellen Trend zur Erhöhung des Anteiles mathematischer Modellierung in der Betriebswirtschaftslehre gibt und wegen zunehmender Komplexität auch geben muß.
Unser PROMA-Projekt soll diesem Mangel entgegenwirken, andererseits Interesse wecken und anregen. Die dazu erforderliche Motivation kann nur durch die Kombination geeigneter Mittel verbessert werden. Unser Hauptansatzpunkt dazu ist die eigenständige und aktionsbetonte Erarbeitung von Lerninhalten über Beispiele für Modelle und Berechnungen
Das Labor für Teamarbeit und Moderation der TFH Wildau
Methoden der Teamarbeit und Moderation gehören seit vielen Jahren zu den am weitesten verbreiteten und populärsten partizipativen Arbeitsformen. Das ständig steigende Interesse an Teamentwicklungstrainings weist in diesem Zusammenhang darauf hin, das eine zunehmende Anzahl von Unternehmen die Art und Weise ihrer Zusammenarbeit optimieren und effizienter gestalten wollen. Hierbei ist die Moderationsmethodik von besonderer Bedeutung, weil sie eine Reihe kognitiver und affektiver Lernziele – wie im Folgenden im Einzelnen erläutert wird – gleichzeitig realisiert.
Darüber hinaus haben Lernzielanalysen ergeben, dass insbesondere Fachhochschulstudenten an einer verstärkten praxis- und arbeitsmarktorientierten Ausbildung interessiert sind. Vor diesem Hintergrund einer verstärkten praxisorientierten hochschuldidaktischen Orientierung haben Hochschulleitung und Fachbereichsrat auf Antrag des Verfassers dieses Beitrags im Sommer 1999 beschlossen, das Labor Teamarbeit und Moderation an der TFH Wildau einzurichten
Bericht über das praktische Studiensemester bei CargoLifter Development GmbH, Werft Briesen-Brand
Es gibt mehrere Gründe, diesen Bericht über das Praxissemester als wissenschaftlichen Beitrag zu verfassen. Einmal stellt das Unternehmen und vor allem das Erzeugnis einen außergewöhnlichen Untersuchungsgegenstand dar, der neben überschaubaren ingenieurwissenschaftlichen Aufgaben auch in der Produktionsvorbereitung einen hohen Anteil Pionierarbeit beinhaltet, allein was die technische Beschaffenheit und die Größenordnung des Erzeugnisses anbelangt. Andererseits sind die Praktikanten des Studienganges Wirtschaftsingenieurwesen mit sehr komplexen Anforderungen konfrontiert worden, die an sich ihrer Ausbildungsrichtung entsprechen, aber daneben waren Sie im Hinblick auf Teamfähigkeit, soziale Aspekte und selbst handwerkliche Tätigkeiten eben auch gefordert. Dass die Praktikumsaufgabe nicht in dem ursprünglich geplanten Zeitraum abgeschlossen werden konnte, ist dieser Komplexität geschuldet. So erfährt die Aufgabe eine beabsichtigte studienbegleitende Fortsetzung im 6. und 7. Semester und mit Erweiterung bzw. Präzisierung vielleicht im Diplomsemester. Dadurch wird der enge Kontakt zwischen Unternehmen und Hochschule über größere Studienabschnitte gepflegt. Vor allem erhält die Ausbildung im Hauptstudium einen planmäßigen dualen Charakter, was letztlich für den Studierenden außer bei der Vermittlung von Lehrinhalten (einschl. Labortätigkeit) eine geeignete Methode zum Kennenlernen seines Tätigkeitsfeldes darstellt und somit die Vermittelbarkeit und den Berufseinstieg in das Unternehmen für beide Seiten vereinfacht
Zur weiteren Systematisierung der Fabrikplanung von Produktionskonzepten im turbulenten Umfeld
Steigende Marktdynamik und Globalisierung der Produktion erfordern eine ständige innovative Anpassung der Produktionskonzepte. Eine Vielzahl von Strategien der Gestaltung moderner Fabrik- und Produktionsstrukturen sind bekannt - die mögliche Umsetzungsbreite in der Industrie ist jedoch nur begrenzt ausgeschöpft. Als eine Ursache werden planungsmethodische Defizite angesehen, wodurch die Auswahl-, Entscheidungs- und Planungsabläufe verunsichert sind. Zudem zeigt sich, daß vor allem unter dem Paradigma zunehmender und sich immer schneller ändernder Ausgangsbedingungen und Planungsaktivitäten die neu geschaffenen Nutzenszeiträume der Produktionssysteme sich zunehmend verkürzen. Kaum akzeptabel jedoch sind im Kontext abnehmend er Nutzensperioden zunehmende Aufwände für Fabrikplanungs- und Reorganisationsmaßnahmen. Hier gilt es neue Wege zu beschreiten, welche es ermöglichen hochspezialisiertes Fachwissen effizient einzusetzen und darüber hinaus latent vorhandenes Erfahrungswissen, als Wissensbasis der Unternehmen, zu erschließen und in den Planungsprozeß einzubringen.
Ausgehend von einer kritischen Betrachtung des klassischen Ansatzes der Fabrikplanungssystematik wird ein inhaltlich-methodischer Neuansatz der vorhandenen Planungssystematik vorgestellt, der wesentliche Elemente innovativer Produktionskonzepte integriert und auch die Belange kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) einschließt
Intenzív kurzus “Telematikai alkalmazások a nemzetközi logisztikában”
Ungvári László professzor úr 1998. októberében a Kandó Kálmán Mûszaki Fõiskola székesfehérvári Számítógéptechnikai Intézetében tett látogatása során vetõdött fel az ötlet, hogy a nemzetközi logisztika témában a hallgatóink számára egy intenzív kurzust szervezzünk. Ahhoz, hogy elnyerjük a Socrates/Erasmus program támogatását, még egy partnerre volt szükségünk. Az idõ sürgetett. A Wildaui Mûszaki Fõiskola munkatársainak segítségével felvettük a kapcsolatot Nathalie Schustekkel a Metzi Egyetem Logisztikai és Közlekedési Tanszék Sarreguemuenesi intézetében. A francia kollégák azonnal beleegyeztek a projekt közös megvalósításába
Simulation der Rauchgasströmung in einem Kessel zur Müllverbrennung
Im Bereich der Industriekesseltechnik besteht ein großes Optimierungspotential hinsichtlich der gas- und wasserseitigen Strömungsführung, um die Prozesse effizienter gestalten zu können. Dampferzeuger wurden lange Zeit auf sehr traditionelle Art und Weise ausgelegt. Rechentechnische Modelle zur Beschreibung komplexer Vorgänge lagen kaum vor. Die vorhandenen ermöglichten nur eine stark vereinfachte Darstellung der Wirklichkeit.
Die numerische Berechnung von physikalischen Phänomenen der Strömungsmechanik hat sich zunehmend von einem reinem Hilfsmittel der Wissenschaft zu einem Ingenieurwerkzeug entwickelt. Neben dem Experiment steht damit die CFD-(Computational Fluid Dynamies) Simulation als weiteres Problemlösungswerkzeug zur Verfügung. CFD-Analysen ermöglichen Einblick und damit ein tieferes Verständnis von Strömungs-, Wärme- und Stoffübertragungsvorgängen und weiteren physikalischen Prozessen.
Besonders in der Kesseltechnik liegt ein ausgedehntes Anwendungsgebiet für diese Berechnungsmethoden vor, da
- eine meßtechnische Erfassung relevanter Parameter oft nur eingeschränkt möglich ist und
- hohe meßtechnische Anforderungen durch Hochtemperaturbereiche, korrosive Medien (Gasseite) und Zweiphasenströmungen (Wasser/Dampfseite) gestellt werden.
CFD wird in zunehmendem Maße ein integraler Bestandteil bei der Auslegungs- sowie bei der Optimierungsarbeit bestehender Wärmeübertragungs- und Verbrennungssysteme
Facility Management - Erster Hauptstudiengang an der Technischen Fachhochschule erfolgreich gestartet
Elf Studenten des Matrikels W2/97 begannen im Frühjahr 1999 hochmotiviert den ersten Hauptstudiengang Facility Management am Fachbereich Ingenieurwesen/ Wirtschaftsingenieurwesen. Die Fachhochschule Wildau gehört damit zu den wenigen Hochschulen in Deutschland, die einen solchen Studiengang bereits anbieten. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Facility Managern ist groß und wird mit Sicherheit in den nächsten Jahren noch steigen. Ein gutes Gefühl für die Studierenden, wenn man weiß, daß die Unternehmen im Dienstleistungsmarkt verzweifelt nach jungen Führungskräften für diese Disziplin suchen.
Das Studium an der TFH Wildau orientiert sich konsequent an der vom Deutschen Verband für Facility Management e.v. erarbeiteten Richtlinie Nr. 610 "FM-Studiengänge" mit der ein wichtiger Beitrag zur Vereinheitlichung der Ausbildung des Facility Managers im deutschsprachigem Raum geleistet wurde. Damit können Auszubildende und nachfragende Unternehmen sich er sein, daß den Ausbildungsanforderungen an die integrierende Fachdisziplin Facility Management durch die Hochschule voll entsprochen wird