Hochschulschriftenserver der TH Wildau
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Auswirkungen des neuen Bundesdatenschutzgesetzes auf Unternehmen
Mit der Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes im Jahr 2002 (Gesetz vom 21. August 2002; BGBl. I S. 3322) stellt sich erneut für viele Unternehmen die Frage des Datenschutzes. Es wurden eine Vielzahl von Regelungen aufgenommen, die der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen. So wurden u. a. Regelungen für den Einsatz von Videoüberwachungsanlagen in das Gesetz eingearbeitet. Noch stärker, als schon im alten Gesetz finden sich Regelungen, die die Rechte der Betroffenen stärken
Einführung von eLearning am Fachbereich Wirtschaft, Verwaltung und Recht – Konsequenzen und Ausblick
Der Beitrag fasst die bisherigen Aktivitäten und Ergebnisse im Bereich eLearning am FB WVR zusammen. Er skizziert Erfahrungen aus dem internen Projekt „Lernen über Internet“, das vom 1. Juni 2004 bis zum 30. November 2004 erfolgreich durchgeführt wurde, und beschreibt erste Ergebnisse des Einsatzes von eLearning-Kursen während des Wintersemesters 2004/2005. Es werden sowohl Durchführungsaspekte und grundlegenden didaktischen Elemente beschrieben als auch anhand von aufgetretenen Problemen Grundfragen multimedialen Lehrens und Lernens behandelt. Basierend auf spezifische Anforderungen an ein eLearning-System für den FB WVR, die u.a. für alle Rollen der Nutzung neben einfachem, intuitivem Erfassen auch klare, übersichtliche Strukturen und eine didaktische Ausrichtung beinhalten, kam die SuDiLe-Lernplattform zum Einsatz. Sie hilft gerade nicht-technischen Autoren bei der schnellen Erstellung von didaktisch ausgerichteten Inhalten. Mit einer konsequenteren Blended-Learning-Struktur, intensiveren tutoriellen Betreuung und elektronischen Anfangs- und Zwischentests soll zukünftig versucht werden, selbstorganisiertes Lernen und begleitendes eLernen mit Hilfe der SuDiLe-Lernplattform am FB WVR zu festigen. Dies würde auch dem aktuellen Umstellungsprozess auf Bachelor- und Masterstudiengängen entsprechen
Kompositwerkstoffe aus Kombinationen von Polyurethan-Reststoffen (Forschungskooperation mit Bulgarien)
Die Herstellung von Polyurethanen (PUR) als einem der Massenkunststoffe, die in einer großen Vielfalt vor allem in hochwertigen Produkten eingesetzt werden, hat im Jahre 2004 die Grenze von 8 Mio. t/a deutlich überschritten und wird im Jahr 2005 nahe an die 9 Mio. t/a-Grenze herankommen. Gegenwärtig bereiten vor allem auf der einen Seite der Preisanstieg von bis zu 100% im Jahre 2004 und zum anderen große Mengen an Produktionsreststoffen bzw. Abfällen aus der Kreislaufwirtschaft Probleme. Diese erfordern neue Lösungen zu ihrer Verwertung, z. B. von Blockweichschaum-Produktionsabfällen, von Integralschaumstoffabfällen oder von rücknahmepflichtigen Konsumgütern, z. B. Elektronikschrott, elektrischen Haushaltsgeräten oder ab 2005 Altautomobilen. Im Rahmen von FuE-Vorhaben mit der regionalen Wirtschaft wurden an der Technischen Fachhochschule Wildau mehrere neue Lösungen erarbeitet, von denen hier die technische Lösung aus der Kombination von PUR-Hartschaumstoffabfällen aus der Kühlschrankdemontage bzw. von Verschnitten aus Produkten der Kfz.-Innenraumgestaltung und von Bindemitteln auf der Basis von PUR-Weichschaumstoffen dargestellt werden soll. Typische Abfälle von harten PUR entstehen während des Zuschnitts von glasfaserverstärkten Polyurethan-Hartschaumstoffen (PUR-HS), die z. B. als Himmel in Automobilen eingesetzt werden. Die Glasfasern im Schaum verhindern eine anderweitige Lösung der Wiederverwertung
Detektion von Flachstellen an Radreifen auf der Basis von Schallmessungen am Schienenkörper
Von der Firma Deutzer Technische Kohle GmbH (DTK) wurde ein Messsystem zur Erfassung des Körperschalls an Schienen entwickelt, mit dem der Verschleiß an Radreifen von Schienenfahrzeugen ermittelt werden kann. Die Schallsignale werden im normalen Fahrbetrieb bei der Überfahrt des Schienenabschnitts, in dem sich der Vibrationssensor befindet, erfasst und als digitale Zeitreihen aufgezeichnet. Mit Hilfe eines Induktionssensors können die Zeitpunkte bestimmt werden, zu denen sich die Radreifen jeweils genau über dem Messpunkt in der Schiene befunden haben [1]. Im Falle von schadhaften Radreifen wird das normale Körperschallsignal überlagert von scharfen Impulsen hoher Intensität, die von den Stößen der Flachstellen auf der Schiene verursacht werden. Die Höhe eines solchen Impulses ist zum einen von der Ausprägung der Flachstelle abhängig, zum anderen aber auch von der Entfernung vom Sensor, in der der Impuls erzeugt wurde. Diese hängt von der Radstellung relativ zur Schienenposition ab und kann nicht beeinflusst werden, da im normalen Fahrbetrieb gemessen werden soll. In diesem Forschungsvorhaben wurde deshalb ein Analyseverfahren entwickelt, das die Flachstellenimpulse in geeigneter Weise normiert, so dass unabhängig von der Radstellung auf den Verschleiß einzelner Radreifen geschlossen werden kann
Zur Modellierung der chemischen Absorption im Strahlwäscher
In Zeiten globaler Erwärmung und stetig steigender Umweltverschmutzungen spielt der Umweltschutz eine immer stärkere Rolle. Im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion stehen dabei besonders Rauchgase, die bei der Verbrennung fossiler Energieträger zur Energieerzeugung oder in Müllverbrennungsanlagen entstehen. Diese sind mit Flugasche, Staub und Schwermetallen und Sauergasen belastet. Vor allem die Sauergase wie Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff, Chlorwasserstoff und Kohlendioxid sind als kritisch zu betrachten. Das industriell am häufigsten angewandte Verfahren für die Sauergasabtrennung ist die chemische Absorption. Als Waschmittel werden basisch wirkende wässrige Lösungen eingesetzt
Forschungsprojekt „Neuartige Plattenwärmeübertrager“ FKZ 1711203/BMBF-AiF
Plattenwärmeübertrager bieten gegenüber Rohrbündelapparaten technische Vorteile durch effektivere Wärmeübertragung und damit verbunden Kostenvorteile. In den letzten Jahrzehnten haben gedichtete Plattenwärmeübertrager erhebliche Marktanteile gewonnen. Bedingt durch ihre Bauart aus geprägten Wärmetauscherplatten und Abdichtungen mittels Elastomerdichtungen sind sie in ihren Anwendungsmöglichkeiten jedoch auf einen Temperaturbereich zwischen –10 °C bis 160 °C begrenzt. Durch die Entwicklung eines neuartigen Fertigungsverfahrens zum automatischen Verschweißen von Einzelplatten zu Plattenpaketen werden die Produkträume statt mit Dichtungen durch das Verschweißen der Platten gegeneinander abgedichtet. Dieser kompakte Apparat ohne jegliche Dichtungen kann bei niedrigeren und höheren Temperaturen und hohen Drücken eingesetzt werden. Damit eröffnen sich neue Einsatzmöglichkeiten in der Kälteindustrie, der chemischen Industrie, in der Prozesstechnologie – hierbei insbesondere im zweiphasigen Nassdampfbereich – und im Bereich der Nahrungsmittelproduktion
Closed Loop of Polyurethane Flexible Slabstock Foam Wastes by a Chemical Process
Presently, about 8 million metric tons of polyurethanes are produced in the world annually. During production of precursors, semi-finished products and final products about 5 to 10 % of this amount is waste, i. e. an amount of about half a million tons. To this add the products after their life cycle. This is a large source of material which should not be given to landfills or incinerators but be used as secondary materials for the production of new polyurethanes
Prototyp eines mobilen Warenausgangs- und Liefersystems
Der zu erwartende Wandel des gesamten Marktes in den nächsten Jahren – insbesondere durch den Einsatz von eCommerce und mCommerce – macht auch eine Anpassung der Unternehmen und ihrer Logistik erforderlich. Der Einsatz moderner Informationstechnologie (IT) erlaubt die Optimierung von Prozessen und einen verbesserten Kundenservice, wie z. B. die Verfolgung von Paketen, die heute bei kleinen und mittleren Speditionen noch nicht zum Standard gehört. Durch den Einsatz von Warenwirtschaftssystemen mit Barcodeintegration wird in Großhandelsunternehmen mit eigenem Fuhrpark eine Paketverfolgung nur bis zur Laderampe, also „Inhouse“, gesichert. Die weiterführende Verfolgung der Sendungen fehlt jedoch. In größeren Logistikunternehmen ist, durch Ausstattung der Nutzfahrzeuge mit relativ aufwändiger Bordelektronik, das Tracking und Tracing der Versandeinheiten zwar weitestgehend gesichert. Verbesserungspotential liegt hier aber unter anderem in der Disposition und im Tracking der Transporthilfsmittel (Gitterboxen, Paletten), die zurzeit in der Regel noch nicht systematisch erfasst und verfolgt werden
BioHyTec: Biohybride Technologien in der Hauptstadtregion – Kompetenzbildung und Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startete 1999 mit dem InnoRegio-Wettbewerb eine neuartige Förderinitiative unter der Leitidee „Innovative Impulse in den Neuen Ländern“. In zahlreichen Regionen wurden Aktivitäten in Gang gesetzt, um neue Formen der Zusammenarbeit von Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zu entwickeln und damit die Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit in den ostdeutschen Regionen zu erhöhen. An dieser Ausschreibung nahmen in der Anfangsphase 444 Bewerberregionen teil. Nach der ersten Jury-Sitzung im Oktober 1999 wurden 50 InnoRegios ausgewählt, in einer Entwicklungsphase ihre Kernkompetenzen herauszufiltern und tragfähige Innovationskonzepte zu erarbeiten. Mit der zweiten Jury-Sitzung im Herbst 2000 fiel der Startschuss zur Umsetzungsphase. Zur Zeit werden vom BMBF 23 InnoRegios in den Neuen Ländern gefördert
Regionale Wirksamkeit von Hochschulen – ein Konzept zur Analyse und Bewertung
Wirtschaftskraft, Beschäftigung und Lebensqualität wird zunehmend intensiver und die Wettbewerbsfähigkeit einer Region sowie der dort angesiedelten Unternehmen sind untrennbar miteinander verbunden. Regionen mit einem Hochschulstandort verfügen über einen strategischen Wettbewerbsvorteil. Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik einer Region, die nicht die vielfältigen Potenziale und Kompetenzen der hier ansässigen Hochschule nutzen, verschenken einen wesentlichen Standortvorteil. Andererseits unterschätzen Hochschulen eigene Entwicklungs- und Wettbewerbschancen, wenn sie die regionalen Potenziale nicht für die Umsetzung ihrer Leistungsspektren in Lehre, Forschung und Knowhow-Transfer optimal nutzen. Die Frage ist, wie sowohl die jeweilige Hochschule als auch die Region (Unternehmen, Verwaltungen, Verbände usw.) ihre Potenziale einsetzen und verknüpfen, um diesen Vorteil dauerhaft und entwicklungsfähig wirksam werden zu lassen. Die Art und Weise der Umsetzung dieses Vorteils – erfolgreiche Strategien, Maßnahmen und Motivationen – durch einzelne Hochschulen in ihren jeweiligen Regionen stellt eine kommunizierbare Basis für Lernprozesse dar