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Modernisierung eines Prüfstands mit Kraft- und induktiver Wegsensorik durch ein flexibles und kostengünstiges Embedded-System
Im Rahmen der Digitalisierung und Modularisierung ingenieurwissenschaftlicher Lehrmittel wurde ein vorhandener Prüfstand zur Erfassung mechanischer Größen umfassend modernisiert. Das zentrale Ziel bestand in der Entwicklung einer zukunftssicheren, hardware- und betriebssystemunabhängigen Systemarchitektur, die den Betrieb unterschiedlicher Versuchsstände über eine einheitliche Mess- und Auswerteplattform ermöglicht. Dies reduziert den Betreuungs- und Wartungsaufwand und erhöht die Interoperabilität zwischen Experimentiersystemen.
Der Prüfstand dient der experimentellen Analyse der elastischen Wellenverformung unter radialer Krafteinwirkung. Die Messdatenerfassung erfolgt mittels einer DMS-basierten Kraftmessdose und eines induktiven Wegaufnehmers. Die Signalaufbereitung umfasst einen HX711-AD-Wandler zur hochauflösenden Digitalisierung der Kraftmessung sowie eine analoge Trägerschaltung mit True-RMS-Wandler für das Wegsignal. Die zentrale Datenerfassung und -übertragung erfolgt über ein Embedded-Sy-tem vom Typ ESP32.
Eine neu entwickelte Software, die sich durch Modularität und Erweiterbarkeit auszeichnet, ermöglicht die Visualisierung in Echtzeit sowie weiterführende Datenanalysen. Zudem lässt sie sich flexibel an unterschiedliche Lehr- und Forschungsanforderungen anpassen. Das resultierende System zeichnet sich durch hohe Messgenauigkeit, robuste Architektur und geringe Herstellungskosten aus und bietet ein praxisnahes Demonstrationsbeispiel für moderne sensorgestützte Messsysteme in der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung
The Relevance of Cultural Intelligence in Our Modern World: Implications for Intercultural Education
In increasingly diverse classrooms shaped by migration and cultural complexity, Cultural Intelligence (CQ) has emerged as a vital competency for educators and learners. This paper examines CQ as both an individual capability and a pedagogical and institutional resource within intercultural education, drawing on Ang and Van Dyne’s fourdimensional model, Deardorff’s Process Model of Intercultural Competence, and Banks’ theory of multicultural education. Through case studies—including pre-service teacher training in Turkey, multilingual pedagogies in the Netherlands, curriculum integration in Singapore, bicultural frameworks in New Zealand, and virtual collabora-tion via COIL initiatives—the study illustrates how CQ supports teacher development, student engagement, and inclusive pedagogy. It also addresses challenges such as the individualization of intercultural work, measurement limitations, and the gap between personal competencies and systemic change. Policy debates in Germany regarding migrant-background student ratios underscore the need to embed CQ across educational systems, ensuring inclusion and responsiveness at both classroom and institutional levels
Ökonomische Entwicklungspotenziale im Fußballstadion der Zukunft : zur Rolle von Zielgruppenstrategien, Digitalisierung und nachhaltigen Nutzungskonzepten
Dieser Artikel analysiert zentrale ökonomische Entwicklungsstrategien moderner Fußballstadien und zeigt auf, wie durch eine integrative Kombination aus Zielgruppenorientierung, Digitalisierung und nachhaltiger Mantelnutzung neue Ertragsquellen erschlossen werden können. Ziel des Beitrags ist es, zentrale ökonomische Erkenntnisse zur zukünftigen Ausrichtung von Stadioninfrastrukturen herauszuarbeiten und diese in den aktuellen fachlichen Diskurs einzuordnen. Die Grundlage dafür bildet eine qualitative Untersuchung. Im Verlauf der Studie wurden insgesamt 14 Expert:innen aus den Bereichen Digitalisierung, Architektur, Ökonomie, Ökologie sowie sozialer Verantwortung befragt. Für den vorliegenden Artikel wurden da-raus gezielt Befunde zum Themenfeld „Ökonomie“ abgeleitet und mithilfe einschlägiger Fachliteratur kontextualisiert. Die differenzierte Ansprache heterogener Besucher:innensegmente mittels Persona-Analysen bildet eine zentrale Grundlage für maßgeschneiderte Angebote. Digitalisierung dient dabei nicht nur der Effizienzsteigerung entlang der Customer Journey, sondern eröffnet innovative Umsatzpotenziale – etwa durch In-App-Bestellungen, Sitzplatzlieferung oder datengetriebenes Merchandising. Der Pro-Kopf-Umsatz wird als betriebswirtschaftliche Schlüsselkennzahl herausgestellt, deren Steigerung durch ein Zusammenspiel digitaler, gastronomischer und logistischer Maßnahmen erfolgt. Ergänzend dazu gewinnt die Nutzung des Stadions als ganzjährig bespielbare, multifunktionale Venue an Relevanz – etwa für Events, Arbeits-räume oder Freizeitangebote. Die Analyse zeigt: Die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit von Stadien hängt maßgeblich von ihrer Transformation zu vernetzten Erlebnis-, Wirtschafts- und Sozialräumen ab
Generative KI als Assistenz: Nutzungsperspektiven und Reflexionen der NextGen-Wissenschaftler:inn ; Kompetente KI-Nutzung durch Peer-Learning in einem hochschulischen Qualifizierungsprogramm
Der Einsatz von Werkzeugen basierend auf generativer Künstlicher Intelligenz (genKI-Tools) hat sich seit ihrer breiten Verfügbarkeit rasant im Hochschulkontext etabliert. Während Studien häufig auf die Perspektive der Studierenden fokussieren, untersucht dieser Beitrag auf Basis qualitativer Fokusgruppeninterviews mit Promovierenden und Postdocs an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, wie sich genKI als Assistenz in Forschung, Lehre und Verwaltung etabliert. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Nutzungsmustern, Kompetenzerfordernissen und Herausforderungen im Umgang mit genKI-Tools in der Lehre. Die Ergebnisse zeigen, dass erfahrene Nutzer:innen bereits differenzierte Strategien zur Einbindung von KI in den Arbeitsalltag entwickelt haben. Diese kompetente Nutzung erfordert aber ein hohes Maß an kritischer Reflexion und fachlicher Expertise. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Vermittlung eines reflektierten Assistenzverständnisses gegenüber Studierenden eine zentrale, aber noch ungelöste Herausforderung darstellt. Peer-Learning, insbesondere in Form KI-fokussierter Peer Group Sessions, erwies sich als relevantes Instrument zur gemeinschaftlichen Erprobung und kritischen Auseinandersetzung mit KI-Tools
How Mathematics Keeps Our Data Safe: The RSA Cryptosystem for Regular Numbers
Modern Internet applications, such as online banking, private chats and blockchains, rely on secure cryptographic techniques that require profound mathematical knowledge, particularly in modular arithmetic—a subfield of number theory. This article, aimed at non-experts, promotes a basic understanding of modular arithmetic by examining the RSA cryptosystem and its recent multi-prime multi-power generalization for moduli n > 1 and messages which are regular modulo n. While, at first glance, this generalization appears to restrict the message space, it is shown that this restriction is negligible in practice, since under reasonable assumptions almost all messages are regular modulo n. The article can be read without deep mathematical prerequisites. Key concepts, such as modular arithmetic, are introduced where necessary and illustrated with examples
Ein konzeptioneller Ansatz zur textbasierten Persönlichkeitsmodellierung für den Einsatz in der digitalen Forensik
Die digitale Forensik steht zunehmend vor der Herausforderung, relevante Kommunikationsteilnehmer:innen in großen, heterogenen Datensätzen effizient zu identifizieren. Besonders in Ermittlungsverfahren, die überwiegend auf digitalen Kommunikationsdaten basieren, wird dies zu einer zentralen Aufgabe. Ein wesentliches Problem besteht dabei in der Priorisierung und Identifizierung relevanter Akteur:innen über mehrere Asservate hinweg. Die digitale Persönlichkeitsmodellierung kann hierzu einen neuartigen Lösungsansatz bieten: Ist das Persönlichkeitsprofil einer verdächtigen Person bekannt oder modelliert, lässt sich daraus potenziell eine Priorisierungsstrategie ableiten. Dieses Konzeptpapier schlägt einen semantisch fundierten Ansatz vor, bei dem psychometrische Testaussagen aus etablierten Persönlichkeitsmodellen, wie etwa dem Five Factor Model, in kommunikative Szenarien überführt werden, um digitales Sprachverhalten im Sinne dieser Aussagen interpretierbar zu machen. Grundlage ist ein methodisches Design, das geeignete Sprachbeispiele in typisierten Kontextsituationen sammelt, annotiert und auswertbar macht. Ziel ist die Entwicklung eines Analysemodells, das aus beobachtetem Kommunikationsverhalten plausible Antworttendenzen auf standardisierte Persönlichkeitsskalen ableiten kann. Damit liefert das Konzept einen Beitrag zur digitalen Persönlichkeitsmodellierung und schafft eine methodische Brücke zwischen psychologischer Diagnostik und maschinell gestützter Textanalyse im forensischen Anwendungskontext
Between Promises and Hidden Complexities: The Sustainability Challenges of Artificial Intelligence
Artificial intelligence (AI) is increasingly promoted as a lever for the “green–digital” transition, yet its sustainability remains contested. This paper pursues a two-part analysis: AI for sustainability (uses of AI to achieve domain goals such as grid optimization or climate adaptation) and the sustainability of AI (the environmental and social implications of AI’s own life cycle). The paper argues that domain benefits do not, by themselves, establish sustainability. Drawing on the distinction between thin and thick sustainability, it demonstrates that narrow indicators or alignment on the sustainable development goals (SDGs) can obscure rebound effects, material throughput, and distributional asymmetries. The discussion addresses AI’s energy and environmental costs such as high compute training, water- and carbon-intensive data centers, hardware manufacture and disposal. It situates these within patterns of ecologically unequal exchange. Furthermore, three ‘materialities’ of AI are also explained in more detail: physical (critical minerals and energy), informational (data practices and infrastructures), and social (labor and governance), to show how benefits and burdens are unevenly distributed. The paper concludes that AI can be regarded as sustainable only when it both materially advances sustainability goals and meets robust life-cycle criteria. Where these conditions are not met, smaller models or non-use of AI should be considered
Fachkulturen als Vergrößerungsglas von „gendered organizations“? : eine Literaturanalyse über geschlechtlich substrukturierte Hochschulen
Hochschulen können als geschlechtlich (sub-)strukturierte Organisationen verstanden werden, in denen Frauen und andere marginalisierte Gruppen nicht dieselben Karrierechancen haben wie Männer. Dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, welche Mechanismen geschlechtlicher Hierarchisierungen in der Organisation Hochschule vonstattengehen und inwieweit der Blick auf die Fachkulturen der Analyse der Organisation Hochschule als Vergrößerungsglas dient. Anhand einer systematischen Literaturrecherche kann aufgezeigt werden, dass es vielfache, in der Organisation Hochschule fest verankerte implizite Mechanismen gibt, die Frauen systematisch ausgrenzen. Der Blick auf die Fachkulturen zeigt auf, dass dies in allen Fächern der Fall ist, die Mechanismen sich darin jedoch unterscheiden. Es braucht weitere Forschung, um die Ungleichheitsmechanismen tiefgreifender verstehen und demaskieren zu können
Objektive Bildqualitätsmessung in der Digitalforensik : MTF-basierte Quantifizierung der Bildqualität und erzielbarer Messgenauigkeit für forensische Bildanalysen
Bildgestützte digitalforensische Methoden wie der digital-anthropometrische Rigabgleich als forensisches biometrisches Verfahren erfordern die präzise und genaue Lokalisierung von Gelenkpunkten einer Zielperson in Überwachungsaufnahmen. Diese ist maßgeblich von der Bildqualität abhängig, deren Bewertung bislang durch subjektive Einschätzungen erfolgt. Quantitative, objektivierbare Kriterien für die forensische Verwertbarkeit von Bildmaterial fehlen dagegen. Diese Studie beschreibt einen systematischen Ansatz zur quantitativen Bildqualitätsbewertung mittels Modulation Transfer Functions (MTF), der die Kontrastübertragungsfähigkeit optischer Systeme in Abhängigkeit von der Ortsfrequenz misst. Anhand eines Experiments mit einer Sigma fp Kamera und 65mm f/2 Objektiv wurde die theoretische mit der praktischen Messgenauigkeit verglichen. MTF-Messungen bestimmten das Auflösungsvermögen bei verschiedenen Blendenstufen, wobei f/2.8 die höchste Abbildungsleistung zeigte. Die gradientenbasierte Kantenlokalisierung mittels Sobel-Operator ermöglichte eine präzise Punktbestimmung. Bei 108,6m Entfernung wurde eine zentimetergenaue Messung erreicht, während bei f/22 durch Beugungsunschärfe messbare Abweichungen auftraten. Das Verfahren quantifiziert fallspezifisch die benötigte Bildqualität und die erreichbare Messgenauigkeit in Abhängigkeit von Objektgröße, Kameradistanz und Aufnahmebedingungen. Es ersetzt subjektive Bewertungen durch objektive, nachvollziehbare Kriterien und stärkt damit die Gerichtsverwertbarkeit forensischer Bildanalysen. Die Methode erfordert zwar fallspezifische Messungen, bietet aber erstmals einen standardisierten Ablauf zur quantitativen Bildqualitätsbewertung in der forensischen Praxis
Metrology 4.0 and its central role in Industry 4.0
Metrology 4.0 embeds metrological methods into smart manufacturing environments, using connected devices, automated workflows, and streaming data analytics to inform production decisions. Its enabling technologies include networked sensors, machine learning and AI, digital twin models, and cloud-native services that underpin measurement workflows. The transition to digital metrology introduces new benefits—including real-time quality control, improved productivity, collaborative innovation, and reduced costs—while also presenting challenges related to data security, interoperability, and model transparency. Digital metrology’s maturation supports smart factory operations and could play an important role in the transition to Industry 5.0, which prioritizes collaboration and trust