German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Professionalität, Haltung und multiprofessionelle Kooperation

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    In der Rehabilitationspädagogik beschreibt Professionalität ein normatives Konstrukt, das in einem beruflichen Ethos des Handelnden fußt und einen hohen Anspruch an die Qualität der Unterstützung von Hilfebedürftigen zum Ausdruck bringt. Im folgenden Text wird ein Bezug hergestellt zu zwei aktuell viel diskutierten Gesichtspunkten der Professionalität: zum einen die Haltung, zum anderen die multiprofessionelle Kooperation. (DIPF/Orig.

    Die Rolle der Unterstützten Kommunikation in einem interdisziplinären Team der neurologischen Frührehabilitation für Erwachsene

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    Unterstützte Kommunikation spielt in der neurologischen Frührehabilitation international wie national eine wachsende Rolle. Dies erkennend wurde 2016 deutschlandweit die erste Stelle für eine Rehabilitationspädagogin mit ausgewiesener Expertise in Unterstützter Kommunikation in der Neurologischen Frührehabilitation am Evangelischen Krankenhaus Oldenburg eingerichtet. In der 2022 durchgeführten Evaluationsstudie wird die Bedeutung der Unterstützten Kommunikation als eigenständige Profession in der neurologischen Frührehabilitation von Erwachsenen erhoben. Die Interviews mit dem medizinisch-therapeutischen Fachpersonal führen zu dem Ergebnis, dass eine solche Stelle einen gravierenden Mehrgewinn für die Patient:innen mit Blick auf den Genesungsprozess, Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität sowie Sicherheit in der Interaktion von Patient:in und Fachpersonal bedeutet. (DIPF/Orig.

    Mit den Widersprüchen arbeiten lernen. Herausforderungen auf dem Weg zu einer Dekolonisierung der politischen Lehrer*innenbildung

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    Wie kann eine Lehrer*innenbildung für die politische Bildung aussehen, die zu einer Dekolonialisierung beiträgt? Im Beitrag werden Herausforderungen diskutiert, die nicht einfach auflösbar sind. Vielmehr wird deutlich, dass es bei einer auf Dekolonisierung zielenden Lehrer*innenbildung der Fähigkeit zum Widerspruch bedarf – sowohl im Sinne des Widersprechens als auch des Denkens in Dilemmata. Dabei wird ausgehend von empirischen Forschungsergebnissen deutlich, dass eine dekoloniale Perspektive nötig ist, um der gesellschaftlichen Gegenwart und den Lebenswelten der Schüler*innen gerecht zu werden. (DIPF/Orig.

    Research ethics and artificial intelligence (AI). From practical application to evolving scientific practices in educational science

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    Die Autor*innen legen den Fokus auf die „sich ändernden Wissenschaftspraktiken im Kontext von Erziehungswissenschaft“. Sie kommen zu dem Schluss, dass KI schon jetzt „tief“ in die wissenschaftliche Praxis eingebettet ist. Erst in der Abstraktion von bestehenden und damit den offensichtlichen Umgangsweisen mit KI würden sich deren „tiefgreifende methodologische, epistemologische und datenschutzrechtliche Veränderungen“ in den Blick nehmen lassen. (DIPF/Orig.)This article focuses on how educational science engages with the adoption and application of AI. By analyzing the use of specific tools, the authors reflect on scientific practice, ultimately concluding that AI is now consistently consulted within educational research processes, which calls for a broader commitment to research ethics. (DIPF/Orig.

    Neue Lehr-/Lernräume in der beruflichen Lehrkräftebildung. Ein Blick ins Teaching Lab

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    In diesem Beitrag wird das Raumkonzept des ‚Teaching Labs‘ am Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) an der Universität Osnabrück in den Blick genommen. Zu Beginn erläutern die Autor*innen das Verständnis von Lernräumen im Kontext der beruflichen Lehrkräftebildung am IGB. Im weiteren Beitrag stehen der theoretische Rahmen des Lehr-/Lernlabors sowie das Lehren und Lernen im Teaching Lab im Mittelpunkt. Abschließend werden ein Ausblick sowie weitere Entwicklungsbedarfe formuliert. (DIPF/Orig.

    Entwicklung und Gestaltung von Lehrkräftefortbildungen. Eine Handreichung

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    Effektiv gestaltete Lehrkräftefortbildungen bilden einen wichtigen Baustein, um die Professionalisierung von Lehrkräften und die Verbesserung der Unterrichtsqualität zu fördern. Um die Fortbildungen möglichst gut zu gestalten, gilt es, verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Die vorliegende Handreichung richtet sich vorwiegend an Personen, die Fortbildungen entwickeln und/oder durchführen und soll eine Hilfestellung bei ihrer Gestaltung geben. Im Folgenden soll ein Überblick über die wesentlichen Planungs- und Gestaltungsschritte gegeben werden, wobei sowohl Erkenntnisse aus der allgemeinen Fort- und Weiterbildungsforschung als auch der spezifischen Lehrkräftefortbildungsforschung berücksichtigt werden. Zusätzlich wird auf weitere hilfreiche Leitfäden und Handreichungen zu diesem Themenbereich verwiesen. (DIPF/Orig.

    Partizipation und Umweltgerechtigkeit. Perspektiven bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher

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    Was denken bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche über Partizipation? Und wie stehen sie zu Naturschutz und Umweltpolitik? Die Arbeit thematisiert eine für den Nachhaltigkeitsdiskurs relevante Schnittstelle von Partizipation, Umweltgerechtigkeit und Bildungsbenachteiligung. Die Ergebnisse der geführten Gruppendiskussionen zeigen, dass Partizipationsvorstellungen von Machtlosigkeit, Passivität und Resignation geprägt sind. Natur- und Umweltthemen werden als gesellschaftliche Randerscheinung wahrgenommen und Naturräume selbst spielen im Alltag der Kinder und Jugendlichen eine eher randständige Rolle. Dabei ist ein Gestaltungswille klar zu erkennen, nur stößt dieser weder in der Schule noch im Alltag auf fruchtbaren Boden. (DIPF/Orig.

    Weißbuch Lehrkräftefortbildung. Impulse und Szenarien für gute Praxis

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    Nach der Offenlegung struktureller Defizite in der Bestandsaufnahme »Lehrkräftefortbildung in Deutschland« (Daschner/Hanisch 2019) werden in diesem »Weißbuch« Good-Practice-Beispiele aus 20 Themenbereichen präsentiert: von wirksamen Formaten, der schulinternen Qualifizierung, der Bedarfserfassung und dem Monitoring bis zu Lesson Studies, der Netzwerkbildung und Fragen der Governance auf der strukturellen Ebene; von der Fortbildung in einer Kultur der Digitalität, der Bildung für Demokratie und Nachhaltigkeit bis zu Future Skills auf der inhaltlichen Ebene. Die dritte Phase der Lehrerbildung profitiert von der Diskussion produktiver Ideen und zukunftsorientierter Praxis. Zielgruppe dieser bisher umfassendsten Präsentation guter Praxis in der Lehrkräftefortbildung sind deshalb die, die etwas bewegen können und wollen: die Akteure auf den verschiedenen Ebenen des Fortbildungssystems, dazu Schulleitungen und Kooperationspartner in Hochschulen, bei Stiftungen und Gewerkschaften. Der Mehrwert allerdings liegt letztlich nicht beim Nachmachen guter Beispiele, sondern bei den Reflexionen und Impulsen für die eigene Praxis, die sie auslösen. (DIPF/Orig.

    Perspectives of teachers on migration-related, individual multilingualism in the institutional structure of schools. Reconstructive research in the field of German as a second language

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    Da migrationsbedingte, individuelle Mehrsprachigkeit in der Schule unserer Migrationsgesellschaft allgegenwärtig ist, hat das Fachgebiet Deutsch als Zweitsprache (DaZ) & Mehrsprachigkeit eine hohe Relevanz für die Lehrer:innenbildung insgesamt. Dennoch gibt es im Fachgebiet selbst bislang wenig Forschung, welche die Professionalisierung von berufstätigen Lehrer:innen in Bezug auf fachinhärente Aspekte mit einem praxeologisch-wissenssoziologischen Verständnis untersucht. Der vorliegende Beitrag stellt ein Promotionsprojekt an der Universität Bielefeld vor, im Rahmen dessen Gruppendiskussionen mit Lehrer:innen zum Thema Mehrsprachigkeit durchgeführt und mit der Dokumentarischen Methode analysiert wurden. Anhand eines Analysebeispiels soll über die Rekonstruktion der Akteur:innenperspektive von berufstätigen Lehrer:innen das widersprüchliche Bedingungsgefüge der Institution Schule im Umgang mit neu zugewanderten Schüler:innen verdeutlicht werden. Der Beitrag endet mit einer kurzen Diskussion im Hinblick auf die Frage, inwieweit das Projekt empirisch anschlussfähig an das Feld Dokumentarischer Professionsforschung ist. (DIPF/Orig.)Since migration-related, individual multilingualism is ubiquitous in the schools of our migration society, the scientific field of German as a second language & multilingualism is highly relevant for teacher education as a whole. Nevertheless, so far little research in the subject area has been carried out which examines the professionalization of current teachers with regard to subject-inherent aspects and with a praxeological-sociological understanding. This article presents a doctoral project at the University of Bielefeld in which group discussions with teachers on the topic of multilingualism were conducted and analyzed using the Documentary Method. An analytical example of the reconstruction of current teachers’ perspectives will illustrate the contradictory conditions of the institution of school when dealing with newly immigrated students. The article ends with a brief discussion with regard to the question of the extent to which the project can be empirically linked to the field of documentary professional research. (DIPF/Orig.

    Das Zentrum für KinderBildungsForschung als hybrider Ort der Vernetzung von Wissenschaft und Praxis im Grundschullehramtsstudium

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    Das Zentrum für KinderBildungsForschung (KiBi-Z) an der Universität Paderborn ist eine Hochschullernwerkstatt, die Lehramtsstudierenden Unterstützungsangebote zum Aufbau von Forschungskompetenz bietet, insbesondere im Bereich der empirischen Unterrichts- und Professionsforschung sowie des Forschens mit Kindern. Seit 2024 wird hier eine neue Transferstelle angesiedelt, die es sich zum Ziel setzt, eine professionelle Wissensgemeinschaft zwischen Studierenden, Praxisakteur*innen und Dozierenden zu schaffen, indem ein regionales Netzwerk mit Grundschulen aufgebaut und unterschiedliche Wege der Kooperation ermöglicht werden. Inwiefern die vorgestellte Konzeption zur Vernetzung von Wissenschaft und Praxis beitragen kann, wird im Beitrag anhand aktueller Ergebnisse einer Gruppendiskussion mit Studierenden aufgezeigt und unter dem Aspekt von Gelingensbedingungen und Herausforderungen sowie künftiger Forschungs- und Entwicklungsbedarfe diskutiert. (DIPF/Orig.

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