German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Musikunterricht entwickeln, durchführen und rekonstruieren in Personalunion. Eine (Selbst-)Reflexion der Standortgebundenheit im Rahmen der Dokumentarischen Entwicklungsforschung

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    Der Beitrag widmet sich der besonderen Bedeutung der Standortgebundenheit Forschender in der Dokumentarischen Entwicklungsforschung. Dazu werden wesentliche Charakteristika entwicklungsorientierter Forschungsansätze skizziert, die Phasen des zyklischen Forschungsprozesses vorgestellt sowie die Kombination eines entwickelnden und rekonstruktiven Vorgehens erläutert. Anschließend wird der Begriff der Standortgebundenheit vor dem Hintergrund der Praxeologischen Wissenssoziologie eingegrenzt und am Beispiel eines abgeschlossenen Dissertationsprojektes konkretisiert. Dabei werden unterschiedliche Dimensionen der Standortgebundenheit erkennbar, die ganz maßgeblich die Gestaltung, Durchführung und Weiterentwicklung konkreter Unterrichtsdesigns prägen. Besonders die rekonstruktive Analyse mittels der Dokumentarischen Methode erweist sich als adäquates Forschungswerkzeug, das eine zunehmende Kontrolle der eigenen Standortgebundenheit erlaubt. Abschließend werden mit der Dokumentarischen Entwicklungsforschung einhergehende Potenziale und Herausforderungen diskutiert. (DIPF/Orig.)This paper discusses how the existential situatedness of researchers plays a significant role in Documentary Design Research. The paper starts by outlining the key characteristics of design research approaches, presenting the phases of the iterative research process, and describing the combination of a design-based and reconstructive approach. It then delves into a more detailed definition of the concept of situatedness against the backdrop of the praxeological sociology of knowledge and illustrates it throughout the research process drawing on a completed dissertation project. Depending on the research phase, various dimensions of situatedness become evident, which significantly influence the design, implementation, and further development of specific lesson designs. Notably, the use of the Documentary Method in reconstructive analysis proves to be a suitable research tool for gaining increasing control over the individual researchers’ situatedness. The paper concludes by addressing the opportunities and challenges associated with Documentary Design Research. (DIPF/Orig.

    The development of professional role perceptions among multilingual teacher training students with a migration background

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    Lehramtsstudierende, die migrationsgeschichtlich bedingt mehrsprachig sind, werden in Schule und Studium mit unterschiedlichen Zuschreibungen konfrontiert. Zum einen sind sie selbst als Angehörige der im gesellschaftlichen Diskurs als problembelastet kategorisierten Gruppe der ‚DaZler:innen‘ durch die eigene Schulzeit gegangen, zum anderen werden von der Mehrheitsgesellschaft Erwartungen an sie herangetragen, die auf positive Effekte für mehrsprachige Schüler:innen fokussieren. Wie entwickelt sich das Rollenbild der betreffenden Studierenden in diesem Spannungsverhältnis? In sechs narrativen Interviews erzählen Studierende ihre Geschichte. Zentrale Aspekte des Rollenbildes sind Erfahrungen von Othering und Rassismus, aber auch von persönlichem Erfolg und Zugang zu Schüler:innen. Die Universität spielt hier eine wichtige Rolle beim Aufbrechen der erlernten Andersheit, doch gleichzeitig erweist es sich als umso dramatischer, wenn hier erneut negative Zuschreibungen passieren. (DIPF/Orig.)Multilingual student teachers are confronted with different attributions during their school and university studies. On the one hand, they have gone through their own school years as members of the group of second language learners, which is categorized as problematic by the majority society; on the other hand, expectations that focus on positive effects for multilingual students are attributed. How does the role image of the students concerned develop in this situation? In six narrative interviews students tell their story. Central aspects of the role image are experiences of Othering and racism, but also of personal success and access to students. The university plays an important role here in breaking down learned otherness, but at the same time it proves to be all the more dramatic when negative attributions happen here again. (DIPF/Orig.

    Die Schule als Pädagogische Handlungseinheit im Lichte aktueller Forschungsbefunde

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    In diesem Beitrag steht das von Fend geprägte Konzept der "Schule als pädagogische Handlungseinheit" im Zentrum. Die Plausibilität dieses Konzepts wird auf der Basis der Ergebnisse einer eigenen Studie schrittweise diskutiert. Im Fokus steht dabei die Kooperationspraxis von Lehrpersonen in Primar- und Sekundarschulen der Deutschschweiz. Diese wurde u. a. mittels Time-Sampling-Methoden sowie sozialer Netzwerkanalysen differenziert analysiert. Die Forschungsbefunde bestätigen die Relevanz der Schule als pädagogische Handlungseinheit. Allerdings eröffnen sich auch weiterführende Forschungsfragen. Besonders ertragreich erscheint, die Frage nach der Schule als pädagogische Handlungseinheit um zwei Perspektiven zu erweitern. So kann zum einen sowohl theoretisch als auch empirisch argumentiert werden, dass Teams von einzelnen Lehrpersonen innerhalb der Einzelschule eine weitere zentrale Handlungseinheit für die Schulentwicklung darstellen (neben dem Unterricht (Mikroebene) und der Schule insgesamt (Mesoebene)). Zum anderen weisen Brokers als soziale Brücken innerhalb und zwischen Schulen eine zentrale Akteursposition im schulischen Gefüge auf. Der analytische Blick auf diese Brücken eröffnet das Potenzial, Schulen als pädagogische Handlungseinheiten differenzierter zu verstehen. (DIPF/Orig.

    Organisationale Diffusion informatischer Bildung für die Lehrkräftebildung und den grundschulischen Unterricht

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    Grundschulunterricht hat, insbesondere im Fach Sachunterricht, die Aufgabe, eine digitale (Grund-)Bildung (Irion 2020) zu vermitteln, die aus medienbildenden und informatischen Anteilen besteht. Die Implementierung von z. B. Lerngegenständen in Organisationen bzw. lernenden Systemen wird u. a. anhand der Diffusionstheorie von Rogers (2003) beforscht. In diesem Beitrag soll untersucht werden, inwiefern informatische Bildung als Ziel der Lehrkräftebildung und des schulischen Unterrichts in entsprechenden Curricula ausgewiesen wird und welche Inhalts- und Kompetenzbereiche fokussiert werden. Der zu untersuchende Diffusionsprozess ist entsprechend der Klassifizierung nach Rogers (2003) autoritär. Die Organisationsziele, in diesem Falle Curricula, können als handlungsleitende Dimensionen für die Organisationsmitglieder verstanden werden, weshalb ihnen eine besondere Relevanz für die Einbettung in den Unterricht und die Hochschullehre zukommt. Demzufolge werden Sachunterrichtslehrpläne der 16 Bundesländer und Studiengangscurricula von 39 lehrkräftebildenden Hochschulen für das Lehramt Grundschule Sachunterricht hinsichtlich informatischer Anteile mittels einer strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse (Kuckartz 2018) untersucht, sodass der Diffusionsprozess aufgedeckt werden kann. (DIPF/Orig.

    Zwölf Jahre Internetspiel

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    Im Laufe der Jahre sind viele Unterrichtsmaterialien zur Informatik in der Grundschule entstanden. Auch Schulbücher kommen nach und nach hinzu. Die Frage nach der Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit ist für die Akzeptanz und Verbreitung von Materialien für Lehrkräfte sehr relevant, gerade bei Themen der Informatik. Das sog. Internetspiel zeigt den Aufbau und die Funktionsweise des Internets auf und ist mit wenigen Änderungen seit ca. 2010 im Einsatz. Daher will dieser Beitrag die Entwicklung dieses Materials nachzeichnen, das ab 2014 im Projekt IT2School der Wissensfabrik als Modul B2 Internetversteher bundesweite Verbreitung erlangte. Das seither unter Creative Commons Lizenz verfügbare Material erhielt 2022 einen zweiten Teil mit dem Modul KI-B2 Im Dialog mit KI, in dem die Funktionsweise von Sprachassistenten nachempfunden wird. Das Internetspiel wird nicht nur an vielen Schulen eingesetzt, es ist vielerorts auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften der Grundschule und der Informatik an weiterführenden Schulen ein fester Bestandteil geworden. In diesem Beitrag werden Motivation, Entwicklung und Versionsunterschiede im Wandel der Zeit ebenso dargestellt wie die Gründe für die Veränderungen, einige Sackgassen und die Ergebnisse der empirischen Begleitforschung. Es wird damit eine Übersicht über ein Material gegeben, das sich zwar in Details verändert, aber sich in der Grundidee und im Aufbau als sehr stabil und langlebig erwiesen hat. Abschließend versucht der Beitrag allgemeine Leitlinien für die Materialerstellung abzuleiten, die ggf. die Langlebigkeit von anderen Materialien befördern könnten. (DIPF/Orig.

    Das QuBe-Projekt. Modelle, Module, Methoden. Aktualisierung 2025

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    Seit 2007 wird im Projekt „Qualifikations- und Berufsprojektionen“ (QuBe) über die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarkts und deren Folgen geforscht. Der Reader stellt die Annahmen, Daten und die Basis der Projektionen vor, die im Projekt QuBe genutzt werden. Projektionen über die Entwicklung des Arbeitsmarkts ergeben sich aus der Beobachtung von Vergangenen und dem, was gegenwärtig als richtungsweisend gilt. Die theoretischen und empirischen Grundlagen sind wichtig, um Projektionen als reine Rechenmodelle richtig zu verstehen und angemessen zu interpretieren. Seit 2021 werden die langfristigen, im zweijährigen Rhythmus erscheinenden QuBe-Projektionen um eine jährliche Mittelfristprognose ergänzt. Federführend sind das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unter Mitwirkung der Gesellschaf für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS). (DIPF/Orig.

    Wissenschaft weltoffen kompakt 2025. Facts and figures on the internationalisation of studies and research in Germany and worldwide

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    Since 2001, the \u27Wissenschaft weltoffen\u27 project has analysed the internationalisation of higher education and science in Germany and around the world. The compact edition of the annual data report contains the latest internationalisation indicators, displayed as graphs. Indicators include facts and figures on international students in Germany, visits undertaken by German students abroad, the countries of origin and destination countries of internationally mobile students, and researcher mobility to and from Germany. The indicators presented are based on international data published by the OECD and UNESCO, national data from the Federal Statistical Office and on the findings of internal surveys among organisations that fund visits abroad. (DIPF/Orig.

    Normen aus praxeologisch-wissenssoziologischer Perspektive. Was Normen sind und wie sie in Interviewdaten mit der Dokumentarischen Methode rekonstruiert werden können

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    ‚Normen‘ stellen im Rahmen der Dokumentarischen Methode (DM) einen eher jungen Untersuchungsgegenstand dar und spielen gerade in der Professionalisierungsforschung aus praxeologisch-wissenssoziologischer Perspektive eine zentrale Rolle. In diesem Beitrag wird ergründet, was unter Normen in praxeologisch-wissenssoziologischer Perspektive verstanden wird, und es wird exemplarisch aufgezeigt, wie sie mittels der DM rekonstruiert werden können. An den Begriff der Norm wird sich zunächst aus alltagssprachlicher und soziologischer Perspektive genähert, ehe die praxeologisch-wissenssoziologische Perspektive diskutiert wird. Es folgt die Nachzeichnung der Rekonstruktion einer Norm aus einem Interviewauszug, in dem über videographierten sprachbildenden Unterricht gesprochen wird. Der vorliegende Beitrag bietet einen Anhaltspunkt für zukünftige empirische Analysen und stellt eine (weitere) Diskussionsgrundlage für die Auseinandersetzung mit Normen dar. (DIPF/Orig.)In the context of the Documentary Method (DM), the concept of ‚norms‘ represents a rather new area of research investigation and occupies a central role in the study of professionalization from the praxeological sociology of knowledge perspective. This article explores the concept of norms within the praxeological-sociological paradigm of knowledge research and demonstrates their reconstruction using the DM. The concept ‚norm‘ is first approached from an everyday language and sociological perspective, followed by an explanation of the praxeological-sociological perspective. Subsequently, an exemplary reconstruction of a norm based on an interview excerpt is presented, in which videotaped language-sensitive subject teaching is discussed. This article provides a foundation for future empirical analyses and contributes to the ongoing discourse on norms. (DIPF/Orig.

    The myth of \u27neutrality\u27 in schools, citizenship education, and teachers\u27 actions

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    Der Beitrag begründet die These, dass schulische Bildung nie neutral sein kann, indem der politische Ort Schule auf der Ebene der Institution, auf der Ebene der politischen Bildung und auf der Ebene des Lehrer*innenhandelns beleuchtet wird. Der Mythos ‚Neutralität‘ wird dabei als politische Strategie sichtbar, die vor allem kritische Standpunkte aus Schule und pädagogischem Handeln verbannen will. (DIPF/Orig.)The article justifies the thesis that school education can never be neutral by examining the political location of schools at the level of the institution, at the level of citizenship education and at the level of teachers’ actions. The myth of ‘neutrality’ emerges as a political strategy that primarily aims to banish critical viewpoints from schools and pedagogical action. (DIPF/Orig.

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