31251 research outputs found
Sort by
The new popularity of the far right among young voters. Developments, causes, and what education can do
Trotz massenhafter Proteste für Demokratie und gegen Rechtsextremismus kann die „Alternative für Deutschland“ (AfD) weiter Erfolge feiern und zieht 2025 mit 20,8 Prozent so stark wie noch nie in den Deutschen Bundestag ein. Auffällig ist, dass die Partei seit Sommer 2023 auch bei den unter 25-Jährigen starke Zugewinne verzeichnet. Der Beitrag diskutiert zunächst die Veränderungen im Wahlverhalten und geht dann auf die Werthaltungen und politischen Einstellungen der Jugendlichen ein. Es zeigt sich, dass der grundlegende Wertekanon nach wie vor pluralistisch ist, dass die Jugend insgesamt nicht rechts ist, dass aber rechtsextreme Einstellungen und Demokratieverdrossenheit zunehmen und dass sich innerhalb des Rechtsextremismus eine Verjüngung abzeichnet. Die Ursachen hierfür sind komplex: Krisendynamiken, Normalisierungsprozesse der extremen Rechten, soziale Medien und gesamtgesellschaftliche Tendenzen der Regression. Der Beitrag schließt mit dem Fazit, dass sich Rechtsextremismus nicht „wegbilden“ lässt, Bildungseinrichtungen aber zentrale Orte der Demokratiebildung sein sollten. (DIPF/Orig.)Despite mass protests for democracy and against the far right, the “Alternative für Deutschland” (AfD) continues to celebrate successes and, with 20.8 percent of the vote, has entered the German Bundestag in 2025 stronger than ever before. Notably, since summer 2023 the party is also making strong gains among people under 25. This article first discusses the changes in voting behavior and then looks at the values and political attitudes of young people. It shows that the basic canon of values remains pluralistic, that young people as a whole are not particularly far-right, but that far-right attitudes and democratic disenchantment are on the rise, and that a new generation is emerging within right-wing extremism. The reasons for this are complex: crisis dynamics, processes of normalization of the extreme right, social media, and general societal trends of regression. The article concludes that right-wing extremism cannot be “educated away”, but that educational institutions should be central places for the education of democracy. (DIPF/Orig.
From re-education to democracy education in schools. Historical developments and current challenges
Der Beitrag bietet einen historisch orientierten Überblick von der Re-Education-Politik zur Demokratiebildung heute. Er skizziert zentrale Etappen, Paradigmen und Diskussionen von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart. Dabei wird ein breiter Ansatz gewählt, der nicht ausschließlich die institutionalisierte politische Bildung, sondern auch weniger formalisierte Ansätze der Demokratiebildung berücksichtigt, die in der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation von besonderer Relevanz sind. (DIPF/Orig.)This article provides a historically oriented overview from re-education policy to contemporary democracy education. It outlines key stages, paradigms, and debates from the post-war period to the present. A broad approach is adopted, encompassing not only institutionalized citizenship education but also less formalized approaches to democracy education, which are particularly relevant in the current socio-political context. (DIPF/Orig.
Democracy in schools and teacher education
Wie können angehende Lehrkräfte und Berufseinsteiger*innen darauf vorbereitet werden, eine demokratische Schul- und Unterrichtskultur zu gestalten und antidemokratischen Konfrontationen in der Schule zu begegnen? Dieser Diskussionsbeitrag richtet den Blick zunächst auf demokratische Konzepte und Praxiserfahrungen von Schulen, thematisiert die Position und Stellung von „Demokratiebildung“ exemplarisch in Lehramtsstudiengängen und verknüpft diese Darstellung mit Überlegungen für eine Aus- und Fortbildung von Lehrkräften, welche die Professionalisierung für die Querschnittsaufgabe der Demokratiebildung zumindest im Ansatz berücksichtigt. Abschließend wird der Entwicklungs- und Forschungsbedarf aus bildungswissenschaftlicher Sicht angesprochen. (DIPF/Orig.)How can prospective and new teachers be prepared to shape a democratic school and teaching culture and counter anti-democratic confrontations at school? This article examines democratic concepts and practical experiences in schools, to then explore the position and role of “democratic education” in teacher training programs looking at exemplary cases. This is complemented by considerations for the initial and continuing education of teachers that take into account the professionalization of democratic education as an overarching task. Finally, the need for further development and research from an educational science perspective is addressed. (DIPF/Orig.
Soziale Milieus und Habitus im Feld der Bildung
Der Band präsentiert qualitativ-empirische Analysen aus ausgewählten Bereichen des Bildungswesens, die auf der Habitus-Feld-Theorie Pierre Bourdieus und dem daran anschließenden Konzept der sozialen Milieus von Michael Vester u.a. aufbauen. Im Mittelpunkt stehen zunächst die Themenschwerpunkte ›Grundbildung und Erwachsenenbildung‹ sowie ›Hochschule und Studium‹. Darüber hinaus gilt der Bedeutung des (Professions-)Habitus für das pädagogische Handeln besondere Aufmerksamkeit. In den Blick geraten insgesamt vor allem Passungsverhältnisse und ungleichheitsbezogene Ein- und Ausschlüsse aus dem Feld der Bildung. (DIPF/Orig.
Online and face-to-face professional development for teachers – A model for successful transfer
Die berufliche Weiterbildung für Lehrpersonen in Form formeller Fortbildungen stellt Angebote dar, deren tatsächliche Wahrnehmung und Nutzung von verschiedenen Einflussfaktoren abhängen. In diesem Beitrag wird ein auf dem erweiterten Angebots- und Nutzungsmodell basierendes Modell vorgeschlagen, in dem die Einflussfaktoren entlang von externen (veranstaltungsbezogen), individuellen (die Lehrpersonen betreffend) und internen (die Schule betreffend) Faktoren strukturiert werden. Darüber hinaus werden ergänzende Einflussfaktoren für Online- und Präsenzfortbildungen in das Modell aufgenommen, die sich in der Literatur als bedeutsam erweisen. (DIPF/Orig.)Professional development courses for teachers are initially only offers, the perception and use of which depends on various influencing factors. In this article, a model (ANM-LFB) based on the extended offer-and-use model is proposed in which the influencing factors are structured along external (event related), individual (teacher-related) and internal (school-related) factors. In addition, supplementary influencing factors for online and face-to-face professional development for teachers that have proved to be significant in the literature are included in the proposed model. (DIPF/Orig.
Grenzen, Grenzräume, Entgrenzungen. Perspektiven in der Fremdsprachenforschung
Der 18. Band der Beiträge zur Fremdsprachenforschung präsentiert eine Auswahl der Vorträge des 30. Bundeskongresses der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung zum Thema „Grenzen – Grenzräume – Entgrenzungen“. Der Band untersucht Spannungsfelder und Potenziale von Grenzen, Grenzräumen und Grenzüberschreitungen in der Fremdsprachenforschung. Thematische Schwerpunkte liegen dabei auf Mehrsprachigkeit und plurilingualen Ansätzen, der digitalen Transformation, Heterogenität und Inklusion, Wortschatzarbeit, interdisziplinären Entgrenzungen im Fremdsprachenunterricht sowie auf schulischen, hochschulischen und außerschulischen Dimensionen. Die Beiträge bieten fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisorientierte Impulse für die Fremdsprachenforschung. Der Band verdeutlicht die enge Verknüpfung der Fremdsprachenforschung mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Er unterstreicht die Bedeutung der diversen Reflexionsfelder zu Grenzen, Grenzräumen und Entgrenzungen in einer globalisierten und von Transformation geprägten Welt für die Fremdsprachenforschung und -didaktik. (DIPF/Orig.
Was bleibt ungesagt? Psychoanalytische Impulse für die Reflexion eigenen Unterrichts
Der Beitrag problematisiert anhand psychoanalytisch-pädagogischer Erkenntnisse die Leerstelle einer emotionalen Reflexion des eigenen Unterrichts im Kontext sozial-ökologischer Krisen. Er beleuchtet, wie belastende Emotionen und unbewusste Abwehrprozesse die Lehrer*in-Schüler*inbeziehung prägen und wie diese durch eine verstärkte Selbstreflexion wahrnehmbar werden können. Im Rückgriff auf Argumente der Kritischen Theorie wird gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich vermittelten Emotionen helfen kann, eine emanzipatorisch-transformative Bildung zu fördern. Dazu wird die Psychoanalytische Pädagogik nach Impulsen für den Professionalisierungsprozess von Lehrpersonen befragt. Diese sollen dazu ermutigt werden, ihre Rolle über institutionelle Vorgaben hinaus zu reflektieren. (DIPF/Orig.
Überzeugungen von Lehrkräften
Überzeugungen von Lehrkräften gelten als überaus beliebter Untersuchungsgegenstand der Professionalisierungs- und Unterrichtsforschung. Doch wie kann man Überzeugungen definieren bzw. von verwandten Konstrukten, also von Einstellungen, Wissen, Zielen oder Werten, abgrenzen? Der vorliegende Beitrag geht diesen Fragen nach und beleuchtet anschließend ausgewählte Entwicklungsfelder der Überzeugungsforschung insbesondere die Messqualität und interne Validität betreffend. (DIPF/Orig.
Wie verknüpfen Lehramtsstudierende naturwissenschaftsdidaktische und inklusionspädagogische Perspektiven auf Unterricht? Eine qualitative Analyse subjektiver Theorien
Im Beitrag wird ein interdisziplinäres Seminarkonzept beschrieben, in dem naturwissenschaftsdidaktische, schul- und inklusionspädagogische Perspektiven auf guten inklusiven Unterricht aufeinander bezogen vermittelt werden. Untersucht wird, ob und in welchem Maße die Studierenden die verschiedenen disziplinären Perspektiven miteinander verknüpfen. Dazu werden die Subjektiven Theorien der Studierenden zu gutem inklusivem Naturwissenschaftsunterricht mithilfe von Strukturlegeplänen erfasst, welche anschließend in problemzentrierten Interviews erläutert werden. Die Interviews werden mithilfe einer strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund von Theorien zur Professionalität von Lehrkräften eingeordnet und diskutiert. (DIPF/Orig.
The principle of concordance as a domain-didactic Leitidee of societal education
In der sozialwissenschaftlichen Domäne des gesellschaftswissenschaftlichen Lernbereichs der Sekundarstufe I haben so genannte Integrationsfächer Tradition. Fachdidaktische Konzepte müssen sich zu dieser bildungspolitisch-curricularen Faktenlage verhalten. Als allgemeinste gemeinsame Leitidee bietet sich ein sozialwissenschaftlicher Weltzugang an, der sich auf zentrale, den Sozialwissenschaften prinzipiell gemeinsame Konzepte stützt. In diesem Sinn kann man gesellschaftliche Bildung mit den Gegenstandsbereichen Politik, Gesellschaft, Wirtschaft mit Hilfe des fachdidaktischen Konkordanzprinzips konsistent konzipieren. Das Konkordanzprinzip identifiziert die Gemeinsamkeiten der sozialwissenschaftlichen Disziplinen und stellt sie ins Zentrum der Bildungsprozesse. (DIPF/Orig.)In the social science domain of the social studies learning area (Gesellschaftswissenschaften) at secondary level 1, so-called integrative school subjects have a long tradition. Subject-specific didactic concepts must relate to this educational policy and the situation of the curriculum. The most general guiding principle is a social science perspective on the world, based on core concepts common to all social sciences. In this sense, social studies can be consistently designed alongside the subject areas of politics, society and economics using the didactic principle of concordance. This principle identifies the commonalities of social science disciplines and places them at the centre of educational processes. (DIPF/Orig.