German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Between supermarket checkout and law firm. A class-critical perspective on the portrayal of muslims in protestant religious textbooks

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    Der Beitrag nimmt die Darstellung muslimischer Menschen in evangelischen Religionsbüchern der Jahrgangsstufen 7/8 in den Blick und untersucht sie aus klassismuskritischer Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, welche religiösen und sozialen Deutungsmuster in Wort und Bild vermittelt und wie diese didaktisch gerahmt werden. Die Analyse verbindet schulbuchdidaktische und gesellschaftskritische Zugänge, indem sie Karlo Meyers Konzept des „doppelten Individuenrekurses“ mit einem klassismustheoretischen Ansatz nach Markus Gamper und Annett Kupfer verknüpft. Der Beitrag leistet auch eine intersektionale Reflexion im Blick auf eine interreligiöse Religionsdidaktik und mit der Schulbuchforschung verbunden auch einen Beitrag zu einer politischen Religionspädagogik, die mehrheitsgesellschaftliche Stereotype reflektieren lernt. (DIPF/Orig.)This article examines the representation of Muslim individuals in Protestant religious education textbooks for grades 7 and 8 from a class-critical perspective. It focuses on the question of which religious and social interpretive patterns are conveyed in text and image, and how these are framed didactically. The analysis combines textbook-didactic and socio-critical approaches by linking Karlo Meyer’s concept of the “double individual reference” with the classism theory of Markus Gamper and Annett Kupfer. The article also offers an intersectional reflection with regard to interreligious religious didactics and, in connection with textbook research, contributes to a political religious education learning to critically reflect on majority-society stereotypes. (DIPF/Orig.

    “I Shall Not Want” (Psalm 23)? Reflecting on classism in inclusion-oriented educational research

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    Dieser Beitrag untersucht Klassismusreflexivität im Religionsunterricht mittels praxistheoretischer Unterrichtsforschung. Es werden zwei Perspektiven eingenommen: top down, basierend auf Leitlinien der Inklusiven Religionspädagogik der Vielfalt, und bottom up hinsichtlich Praktiken im Religionsunterricht. Anhand einer Unterrichtsreihe zu Sankt Martin und Psalm 23 werden Freiräume, Engführungen und mögliche Erweiterungen der Reflexion von Armut, Hilfe und Bedürftigkeit diskutiert. Rekonstruieren lässt sich ein Verständnis von Hilfe ohne die Adressierung eigenen Mangels bzw. Hilfebedarfs gegenüber einer schulkulturell ausgeprägten Praxis von (Peer-)Hilfe. Außerdem wird eine Leistungsorientierung sichtbar, die eigene Bedürfnisse teils ausblendet, teils aufgreift. Die Frage, was Kinder als ungerecht erleben, wird im Unterricht nicht gestellt. Egalität und Gerechtigkeit als spannungsvolle Verheißungen werden als Potenziale inklusiver religionsdidaktischer Klassismusreflexivität diskutiert. (DIPF/Orig.)This article examines classism reflexivity in religious education using practice-theoretical teaching research. Two perspectives are adopted: top-down, based on guidelines for inclusive religious education, and bottom-up focusing on classroom practices. Based on a unit on Saint Martin and Psalm 23, the article discusses scope, limitations and possible extensions of reflection on poverty, help and need. It is possible to reconstruct an understanding of help that does not adress one’s own need for assistance, in contrast to a school culture shaped by practices of (peer) helping. In addition, a performance orientation becomes visible that partly ignores and partly addresses one\u27s own needs. The question of what children experience as unfair is not raised in class. Equality and justice as exciting promises are discussed as potentials for inclusive religious didactic classism reflexivity. (DIPF/Orig.

    Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Forschenden. Analyse von Gesprächen in einem entwicklungsorientierten Forschungsprojekt

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    Im Beitrag werden Teamgespräche zwischen Lehrpersonen und Forschenden analysiert, die im Rahmen eines Schulentwicklungsprojektes mit dem Ansatz des Design-Based-Research zur Förderung von Schüler:innenpartizipation zusammenarbeiten. Anhand von realen Gesprächen, die der Planung konkreter schulischer Anlässe dienen, wird vor dem Hintergrund praxistheoretischer Annahmen gefragt, wie die Beteiligten eine gemeinsame Diskurspraktik etablieren. Es werden Situationen in den Blick genommen, in denen zwischen Lehrpersonen und Forschenden unterschiedliche Ansichten erkennbar werden. Die Analyse nutzt die Dokumentarische Methode, um Unterschiede in den Orientierungen der beteiligten Gesprächspartner:innen zu identifizieren. Zudem verfolgen die Autor*innen das Ziel, die Gesprächsdynamik abzubilden. Dazu arbeiten sie heraus, wie die einzelnen Gesprächsteilnehmenden sowohl sich selbst als auch die jeweils anderen im sozialen Raum des Gesprächs positionieren. Die Ergebnisse zeigen die Relationalität der diskursiven Praktiken auf und verdeutlichen die Herausforderung, zwischen den unterschiedlichen Logiken von Schulpraxis und Forschung zu vermitteln. (DIPF/Orig.)This article analyzes team discussions between teachers and researchers who are working together as part of a school improvement project using the design-based research approach to promote student participation. Based on real conversations that serve to plan concrete school events, the question of how the participants establish a common discourse practice is asked against the background of practice-theoretical assumptions. We look at situations in which teachers and researchers have different views. In our analysis, we use the documentary method to identify differences in the orientations of the interlocutors involved. We also aim to map the dynamics of the conversation. To this end, we work out how the individual participants in the conversation position both themselves and the others in the social space of the discourse. The results show the relationality of discursive practices and illustrate the challenge of mediating between the different logics of school practice and research. (DIPF/Orig.

    Conducting documentary design research. Insights into methodology, research approach and practice

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    Various approaches to educational design(-based) research have been developed in recent years. Key challenges in research practice lie in the coherent integration of empirical research methods and the establishment of systematic links between research and design. In this chapter, we address these challenges by presenting and methodologically reflecting on our approach to documentary design research using the example of a study on cultural diversity in music lessons. We show how we integrate the documentary method into a design-orientated research format. In particular, we discuss the relationship between the normativity of educational design development and the openness towards the actors’ relevance systems that is necessary in documentary reconstruction and describe the measures we take in research practice in order to be able to carry out the change of analytical attitude necessary for reconstructive work. (DIPF/Orig.)In den vergangenen Jahren wurden unterschiedliche Ansätze entwicklungsorientierter Bildungsforschung erarbeitet. Zentrale Herausforderungen in der Forschungspraxis bestehen darin, empirische Forschungsmethoden stimmig zu integrieren und systematische Bezüge zwischen Forschung und Entwicklung herzustellen. Im vorliegenden Beitrag widmen wir uns diesen Herausforderungen, in dem wir am Beispiel einer Studie zu kultureller Vielfalt im Musikunterricht unseren Ansatz der dokumentarischen Entwicklungsforschung präsentieren und methodologisch reflektieren. Wir zeigen wie wir die dokumentarische Methode in ein entwicklungsorientiertes Forschungsformat integrieren. Dabei diskutieren wir insbesondere das Verhältnis der Normativität fachdidaktischer Designentwicklung und der in der dokumentarischen Rekonstruktion notwendigen Offenheit für die Relevanzsysteme der Akteur:innen und beschreiben, welche Maßnahmen wir in der Forschungspraxis ergreifen, um den für die rekonstruktive Arbeit notwendigen Wechsel der Analyseeinstellung vollziehen zu können. (DIPF/Orig.

    Mut zur Wahrheit

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    Der Beitrag ist eine für die schriftliche Fassung überarbeitete Version eines Vortrags auf der Pfingsttagung 2025 „Voll Leben“ der Vereinigung der Waldorfkindergärten in Hannover. In diesem Beitrag wird das Motiv „Mut zur Wahrheit“ aus dem 14. Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde Steiners vertieft, das sich in den abschließenden Worten an die ersten Waldorflehrkräfte wiederfindet. (DIPF/Orig.

    Community, heterogeneity, and individualized instruction in conflict? How teachers understand and shape community in individualized instruction

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    In heterogenen Lerngruppen, in denen ein individualisierter Unterricht umgesetzt wird, kann die Gemeinschaft möglicherweise in den Hintergrund geraten. In der vorliegenden Studie wird anhand von Interviews den Fragen nachgegangen, welches Gemeinschaftsverständnis Lehrkräfte haben, die individualisierten Unterricht in heterogenen Lerngruppen durchführen, und welche Handlungen sie im Unterricht umsetzten, um eine Gemeinschaft zu gestalten. Die inhaltsanalytische Auswertung identifizierte unterschiedliche Verständnisse von Gemeinschaft. Dabei spielte das Spannungsfeld zwischen Individualität, Heterogenität und Gemeinschaft für alle Lehrkräfte eine Rolle. Es konnten außerdem verschiedene Handlungen identifiziert werden, wie Lehrkräfte individualisiertes mit gemeinschaftlichem Lernen produktiv miteinander verbanden. (DIPF/Orig.)In heterogeneous classrooms, in which individualized instruction is implemented, the importance of community could fade into the background. In the present study, interviews with teachers were used to investigate the conceptions of community that teachers have who implement individualized instruction in heterogeneous learning groups, and what actions they put into practice in the classroom to create a community. Using content analysis, we identified different conceptions of community. Thereby the tension between individuality, heterogeneity, and community played a role for all teachers. It was also possible to identify different ways in which teachers productively combined individualized and learning within a community. (DIPF/Orig.

    Zum Werk von Helmut Fend

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    Dieser Text wurde als Laudatio am 17. Oktober 2024 anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Innsbruck an Helmut Fend gehalten. (DIPF/Orig.

    Concept Cartoons als Methode der Datenerhebung in einer qualitativen Studie im Textilen und Technischen Gestalten zu Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ein innovativer Ansatz

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    In der Studie zu Bildung für nachhaltige Entwicklung im Textilen und Technischen Gestalten von Sarah Ryser und Andreas Stettler (2021-2024) wurde die Methode des Concept Cartoons für einen Teil der Datenerhebung eingesetzt. Concept Cartoons unterstützen eine offene Diskussion. Unterschiedliche Meinungen können gleichwertig dargestellt werden und gleichzeitig hilft diese Methode, narrative Interviews zu strukturieren. Im Einklang mit dem Tagungsthema Mitwelt im Wandel wahrnehmen, verstehen und gestalten zeigt der Artikel eine Möglichkeit auf, wie komplexe Themen besprochen und neue Perspektiven zur Erfassung von psychischen und sozialen Ausgangsbedingungen von Lehrpersonen eröffnet werden können. (DIPF/Orig.)In the study on education for sustainable development in Design and Technology from Sarah Ryser and Andreas Stettler (2021-2024), the concept cartoon method was used among others for data collection. Concept cartoons support an open discussion by presenting different opinions equally and provide helpful structure for narrative interviews. In line with the conference theme Mitwelt im Wandel wahrnehmen, verstehen und gestalten the article presents an approach for discussing multifaced topics and opening up new perspectives for assessing the psychological and social baseline conditions of teachers. (DIPF/Orig.

    "Zocken" und Werken – Digital Game-Based Learning im Fach Werken der Grundschule?

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    Es lässt sich konstatieren, dass 3D-Drucker, CNC-Fräser sowie Lasercutter zunehmend kompakt und preisgünstig werden. Diese Entwicklung macht die Geräte mobil und für den Einsatz in Bildungseinrichtungen geeignet. Digitale Werkzeuge und hybride Werkverfahren sind als Begriffe in das Kerncurriculums Werken in Niedersachsen aufgenommen worden. MINECRAFT Education® bietet die Möglichkeit Digital Game-Based Learning in den Unterricht zu integrieren, auch für das Fach Werken. Diese parallel verlaufenden Entwicklungen ermöglichen die Entwicklung von vielfältigen Lernumgebungen, die traditionelle handwerkliche Fertigkeiten mit moderner, digitaler Bildung kombinieren und fördern. (DIPF/Orig.)It could be argued that 3D printers, CNC milling machines and laser cutters are becoming more compact and affordable. This makes the devices mobile and suitable for use in educational institutions. In Lower Saxony, digital tools and hybrid manufacturing processes have been included in the core curriculum for crafts. MINECRAFT Education® provides an opportunity to incorporate digital, game-based learning into the classroom, even for crafts. These parallel developments enable the creation of diverse learning environments that combine traditional craft skills with modern digital education. (DIPF/Orig.

    Orientierungen im Handlungsfeld Mehrsprachigkeit, Migration und Flucht. Eine qualitativ-rekonstruktive Begleitstudie zum Professionalisierungsprozess angehender Lehrkräfte in projektbezogenen Bachelor-Praxisphasen

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    Lehramtsstudierende der Universität zu Köln haben die Möglichkeit ihre Bachelor-Praxisphasen in Projekten mit dem Schwerpunkt Bildungsteilhabe zu absolvieren. Das Projekt „PROMPT! – Bildungsteilhabe stärken“ verfolgt das Ziel, angehende Lehrkräfte bereits frühzeitig für den schulisch-unterrichtlichen Umgang mit Mehrsprachigkeit, Migration und Flucht aus einer intersektionalen Perspektive zu professionalisieren. Anknüpfungspunkt der vorliegenden Studie ist die Frage, inwieweit der Besuch von projektbezogenen Praxisveranstaltungen zu (möglichen) Akzentuierungsverschiebungen in themenspezifischen Orientierungsfiguren beiträgt. Die dahinterliegende hochschuldidaktische Fragestellung ist aus strukturtheoretischer Perspektive von unmittelbarer Relevanz hinsichtlich der Ausbildung eines professionellen Lehrkräftehabitus. Die Ergebnisse verdeutlichen neben unterschiedlichen Passungsverhältnissen zwischen den einzelnen Projektseminaren und den Modi Operandi im Themenfeld auch (nicht)geteilte Erfahrungsräume und damit in Verbindung stehende themenspezifische Orientierungsrahmen. (DIPF/Orig.)Teacher education students at the University of Cologne have the opportunity to complete their bachelor\u27s practicum phases in projects focused on educational participation. The project “PROMPT! – Strengthening Educational Participation” aims to professionally prepare pre-service teachers early on to address multilingualism and migration in educational settings from an intersectional perspective. The presented study investigates the extent to which participation in project-related practicum courses contributes to potential shifts in thematic orientation patterns. This inquiry is of immediate relevance to higher education didactics, particularly regarding the development of a professional teaching habitus. The findings highlight not only varying degrees of alignment between individual project seminars and operational modes within this thematic field but also reveal shared and unshared experiential spaces, along with related thematic orientation frameworks. (DIPF/Orig.

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