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Pathways into the profession of older adult educator in the non-formal education sector
This article addresses the underexplored issue of professional trajectories among educators of older adults within Poland’s non-formal education sector. Based on a qualitative analysis of 17 in-depth interviews, three distinct entry models into the profession were identified: adaptive, pragmatic, and mission-driven. The trajectories of the educators proved to be diverse, non-linear, and often shaped by external factors, chance events, or personal experiences, rather than long-term career planning. The study also highlights the absence of formal qualifications, fragmented institutional support, irregular employment conditions, and ambivalences regarding professional identity. It expands the existing knowledge about this group and points to the need for establishing frameworks of support, training systems, and formal recognition of this profession within educational policy, particularly in the context of an aging society. (DIPF/Orig.
Schulbegleitung als Schlüssel zur Inklusion? Rollen, Herausforderungen und Erfahrungen aus dem Schulalltag
Schulen müssen gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ermöglichen. Kann der individuelle Unterstützungsbedarf nicht mit internen personellen Ressourcen gedeckt werden, kommt eine externe Akteursgruppe ins Spiel: die Schulbegleitung. Sie soll die Lücke im System schließen und durch Assistenz gleichberechtigte Teilhabe und Eingliederung befördern. In der Praxis stehen Schulbegleitungen jedoch vor erheblichen Herausforderungen. Empirische Daten zeigen, wie wichtig eine Professionalisierung und die Einbindung in das Schulteam sind. (DIPF/Orig.
Lernseitige Professionalisierung von Schulleitenden
Mit phänomenologischen Vignetten wird im Beitrag ein Instrument vorgestellt, welches durch eine große Nähe zum Erfahrungsgeschehen die Komplexität des Schulleitungsalltages aufnimmt und Gelegenheit zur „lernseitigen“ Reflexion des eigenen Handelns als professionelle Tätigkeit bietet. An einer Vignette werden Möglichkeiten der Professionalisierung von Schulleitungen diskutiert und der Einsatz von Vignetten beispielhaft aufgezeigt. (DIPF/Orig.
Gehen oder bleiben? Vorzeitige Vertragslösungsneigung in geschlechtsuntypischen Ausbildungsverhältnissen
Geschlechtsuntypische Ausbildungsverhältnisse gelten als Ansatz zur Verringerung der Geschlechtersegregation im Berufsbildungssystem. Dennoch enden sie überdurchschnittlich oft vorzeitig. Die Dissertation von Sascha Hanel widmet sich diesem wenig erforschten Phänomen und untersucht, warum junge Frauen und Männer geschlechtsuntypische Ausbildungsverhältnisse vorzeitig beenden möchten. Auf Basis theoretischer Erklärungsansätze werden Ergebnisse einer quantitativen Befragung präsentiert, die Auszubildende mit und ohne Lösungsneigung einbezieht. Inter- und intrageschlechtliche Vergleiche ermöglichen die Identifikation struktureller und subjektiver Ursachen. Die Studie vertieft die Analyse von vorzeitigen Vertragslösungen und liefert Impulse für Maßnahmen zur Stabilisierung geschlechtsuntypischer Ausbildungsverhältnisse. (DIPF/Orig.
Berufsbildung in Zeiten des Mangels. Konferenzband zur 9. Berufsbildungsforschungskonferenz (BBFK)
Die 9. Österreichische Berufsbildungsforschungskonferenz (BBFK) widmete sich 2024 dem Leitthema „Berufsbildung in Zeiten des Mangels“. Im Fokus standen aktuelle Herausforderungen wie rückläufige Ausbildungszahlen, Passungsprobleme am Ausbildungsmarkt und die Auswirkungen von Demografie, Digitalisierung und Dekarbonisierung. Der Tagungsband enthält 18 ausgewählte Beiträge aus Forschung und Praxis, drei Keynote-Vorträge sowie die prämierten Beiträge des Berufsbildungsforschungspreises. Die Publikation bietet fundierte Einblicke in Transformationsprozesse, Handlungsperspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten beruflicher Bildung. Sie richtet sich an Fachleute aus Forschung, Bildungspolitik und -praxis sowie alle, die sich mit den Zukunftsfragen beruflicher Bildung auseinandersetzen. (DIPF/Orig.
Mitwelt im Wandel wahrnehmen, verstehen und gestalten. Bildungspotentiale des technischen Gestaltens in Lehrer:innenbildung, Forschung und Schulpraxis
Ein zentrales Anliegen technisch-gestaltender Unterrichtsfächer ist es zu befähigen, die Welt unter technischen Aspekten wahrzunehmen, zu verstehen und verantwortungsvoll mitzugestalten. Besonders betont wird dabei die Förderung von Selbstwirksamkeit durch die Befähigung zum technischen Gestalten. Dieser Band bildet den Ausgangspunkt eines Diskurses zur Etablierung eines einheitlichen Kommunikationszusammenhangs und eines wissenschaftlichen Selbstverständnisses der Didaktik technisch-gestaltender Unterrichtsfächer. Am Tagungsthema Mitwelt wahrnehmen, verstehen und gestalten werden exemplarisch Gegenstandsbereiche, Fragen und Erkenntniszugänge aufgezeigt. Der Band eröffnet außerdem die Schriftenreihe Beiträge zur Didaktik technisch-gestaltender Unterrichtsfächer und sichert damit den langfristigen wissenschaftlichen Austausch. (DIPF/Orig.
Pädagogik als Präventionswissen? Lehrer*innenbildung im massenmedialen Interdiskurs über Erschöpfung im Lehrberuf
Der massenmediale Interdiskurs über Erschöpfung im Lehrberuf konstruiert Lehrer*innenbildung als präventive Instanz gegen berufliche Krisen. Dabei dominieren technizistische Erwartungen, während pädagogisches Wissen marginalisiert wird. Die diskursanalytische Untersuchung zeigt drei Problematisierungslinien: mangelnde Eignungsselektion, defizitäre Kompetenzvermittlung und unzureichende Resilienzförderung. Psychologische und medizinische Deutungsmuster verdrängen erziehungswissenschaftliche Perspektiven und folgen einem Machbarkeitsparadigma, das pädagogische Prozesse auf steuerbare Techniken reduziert und neue Enttäuschungen produziert. (DIPF/Orig.
Querschnittsthemen als Aufgabe der Lehrkräftebildung. Zu-Mutungen mit pädagogischem Potenzial
Der Beitrag zielt auf eine kritische Reflexion des Anspruchs, Lehrkräftebildung habe über die Implementierung von Querschnittsthemen einen Beitrag zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten. Der Text argumentiert, dass mit der Erwartung und dem politischen Auftrag, solche Herausforderungen in Schule und Hochschule zu bearbeiten, disziplin- und professionsbezogene „Zu-Mutungen“ verbunden sind. Diese verweisen im Doppelsinne des Wortes einerseits auf einen kritisch zu befragenden Anspruch, bergen in sich andererseits aber auch Ermutigungen hinsichtlich der Rolle der Pädagogik in der Lehrkräftebildung. (DIPF/Orig.
Flexibel, modular, durchlässig. Der Mainzer FlexiMaster als Antwort auf die Bedürfnisse berufstätiger Studierender
Obgleich die Corona-Pandemie einen deutlichen Schub in der Flexibilisierung von Studienformaten bewirkte, zeigen sich diese bislang noch unzureichend auf die Realitäten Berufstätiger ausgerichtet, insbesondere im Hinblick auf deren plurale Lebenslagen und -phasen. Der alleinige Ruf nach Online-Formaten als Allheilmittel für die Flexibilisierung greift dabei zu kurz. Auch die zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sowie die Öffnung der Hochschulen durch mehr Möglichkeiten der individuellen Anerkennung und Anrechnung sind Teil dieser Wahrheit, ebenso die didaktischen Gestaltprinzipien und die konsequente Kompetenzorientierung, auch hinsichtlich geeigneter Prüfungsformen. Das innovative Modell des Mainzer "FlexiMasters" will diesen Anspruch einlösen und sich den Bedürfnissen arbeitender Studierender anpassen, ohne dabei Gefahr zu laufen Qualitätsstandards auszuhöhlen. (DIPF/Orig.
Interkulturelle Herausforderungen und Zeitlichkeit in der Erwachsenenbildung am Beispiel des biomedizinischen Zertifikatsprogramms BioMex in Ruanda
Zeitliche Dimensionen prägen wissenschaftliche Weiterbildung auf vielfältige Weise - sowohl im Hinblick auf die Lebenszeit der Teilnehmenden, die organisatorische Gestaltung von Formaten als auch im Rahmen internationaler, bildungspolitischer Zielsetzungen und institutioneller Planungsprozesse. Der vorliegende Beitrag porträtiert das Zertifikatsprogramm BioMex, ein transnationales Weiterbildungsprojekt im Kontext der deutschen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit, welches 2023 mit einem regionalen Fokus in Ruanda startete und seit Mai 2025 auch international geöffnet ist. Es verdeutlicht exemplarisch, wie sich zeitliche Planungskulturen und internationale Kooperationslogiken auf die Gestaltung wissenschaftlicher Weiterbildung auswirken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bildungsformate als Reaktion auf gesellschaftliche Zeitdiagnosen konzipiert und umgesetzt werden. Vor dem Hintergrund internationaler Kooperationen versteht sich BioMex als Reaktion auf mehrere überlagerte Zeitdiagnosen: den beschleunigten Innovationsdruck in der Biotechnologie, die Dringlichkeit nachhaltiger Gesundheitssysteme und die strukturelle Zeitverzögerung postkolonialer Wissensräume. Vor diesem Hintergrund fungiert das Programm nicht nur als bildungspolitisches Entwicklungsinstrument, sondern auch als Versuch, epistemische Ungleichzeitigkeiten zu adressieren - und zwar durch eine international anschlussfähige, aber lokal verankerte Weiterbildung. Im vorliegenden Beitrag nähern wir uns zunächst dem Thema Zeitlichkeit aus organisationssoziologischer Perspektive an. Im Anschluss wird aufgezeigt, wie verschiedene Herausforderungen jeweils spezifische Zeitstrukturen hervorbringen, bevor abschließend erörtert wird, welche Konsequenzen sich daraus für die wissenschaftliche Weiterbildung ableiten lassen. (DIPF/Orig.