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Professional knowledge and „one’s own theology“. A systematic theological commentary on (unaccompanied) student school teaching
Vertretungsweise Erteilung von Religionsunterricht durch Studierende ist eine bundesweit verbreitete Praxis, vor allem bedingt durch den wohlbekannten Lehrkräftemangel. Ganz überwiegend findet dieser Unterricht unbegleitet statt. Der Aufsatz umreißt den diesbezüglichen Kenntnisstand und diskutiert die damit verbundenen Probleme aus systematisch-theologischer Sicht. Er skizziert das Professionsideal „Theologische Positionalität“, entfaltet es als Konzeption „je eigene Theologie“ und diskutiert, welche Möglichkeiten zur Begleitung studentischen Unterrichtens hilfreich sein könnten, um die Entwicklung der „je eigenen Theologie“ zu fördern. (DIPF/Orig.)Teaching of religion classes in schools by students is a widespread practice throughout Germany, mainly due to the well-known shortage of school teachers. Most of these students are not supervised professionally. The present paper outlines the current state of knowledge in this regard and discusses the associated problems from the point of view of systematic theology. It outlines the professional ideal of „theological positionality”, develops it as a concept of „oneʼs own theology” and then asks, which possibilities for accompanying studentsʼ school teaching in religion could be helpful in order to promote the development of „oneʼs own theology”. (DIPF/Orig.
Virtual churches – digital sacred space education from the perspective of students in teacher education
Besonders jungen Menschen wird eine überdurchschnittliche Offenheit für digitale Innovationen zugeschrieben. Damit sind angehende (Religions-)Lehrkräfte ein geeigneter Indikator für die (zukünftige) Nutzung von VR im (Religions-)Unterricht. Der Beitrag liefert erste Antworten auf die Frage, wie die Verwendung von VR-Brillen in Bezug auf die virtuelle Erkundung von christlichen Sakralräumen von dieser Gruppe eingeschätzt wird. Er basiert auf der Grundlage einer Stichprobe von Studierenden (n = 52). In ihrer Bewertung der Erfahrungen eines virtuellen Kirchenbesuchs im Vergleich mit einem Kirchenbesuch vor Ort wird eine eher kritisch-ablehnende Haltung deutlich. Im Ausblick wird diskutiert, ob die Ergebnisse auch auf virtuelle Besuche von Sakralräumen anderer Religionen (Synagoge/Moschee/Tempel) übertragen werden können. (DIPF/Orig.)Young people in particular are said to have an above-average openness to digital innovations. This makes prospective (religious) teachers a suitable indicator for the (future) use of VR in (religious) education. This article provides initial answers to the question of how the use of VR glasses in relation to the virtual exploration of Christian sacred spaces is assessed by this group. It is based on a sample of students (n = 52). Their assessment of the experience of a virtual church visit compared to an on-site church visit reveals a rather critical and negative attitude. The outlook discusses whether the results can also be transferred to virtual visits to sacred spaces of other religions (synagogue/mosque/temple). (DIPF/Orig.
Conditions for successful school leadership training in Germany. A scoping review
Hinsichtlich der Professionalisierung von Schulleitenden in Deutschland ist bislang unklar, welche Gelingensbedingungen für Schulleitungsfortbildungen existieren. Der vorliegende Beitrag setzt hier an und eruiert mittels eines Scoping Reviews ebensolche Gelingensbedingungen. Die Ergebnisse zeigen, dass aktuelle Arbeiten überwiegend auf Empfehlungen beruhen und nur wenige empirisch abgesicherte Aussagen vorliegen. (DIPF/Orig.)The professionalization of school leaders in Germany has received little attention in research to date. As a result, it is also unclear which conditions for successful school leadership training must be considered. This article aims to provide an overview of such conditions using a scoping review. The results mainly show recommendations and only a few empirically based statements. (DIPF/Orig.
Baukulturelle Bildung für die Klassen 3 und 4
Der praktische Ansatz des Projekts kann im Grundschulalter das Fundament legen, auf dem sich Kinder in der Lebenswelt Schule bzw. in ihrem Quartier mit Fragen des Raumempfindens, des Bauens und des Gemeinwohls selbstwirksam auseinandersetzen können - um im besten Fall nie wieder damit aufzuhören. (DIPF/Orig.
Kinder und Jugendliche als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Gesundheit – Partizipation, Selbstbestimmung und Empowerment
Chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche stehen in der Schule vor besonderen Herausforderungen – schulisch, emotional und sozial. Der Beitrag beleuchtet praxisnah, wie Partizipation, Selbstbestimmung und Empowerment in der Begleitung dieser Schülerinnen und Schüler wirksam werden können. Lehrpersonen spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie unterstützen nicht nur beim Lernen, sondern fördern gezielt Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit. Modelle wie das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum und die Aneignungsdidaktik helfen, Erkrankung nicht defizitär zu betrachten, sondern in ihrer Vielschichtigkeit zu verstehen. Anhand zahlreicher Beispiele wird aufgezeigt, wie chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Gesundheit ernst genommen und in schulische Prozesse aktiv einbezogen werden können. Das stärkt nicht nur ihre Resilienz und Lebensqualität, sondern bereichert den schulischen Alltag insgesamt. Der Beitrag macht Mut, sich diesen Fragen zuzuwenden – und bietet konkrete Impulse für eine inklusive und gesundheitsfördernde Unterrichtspraxis. (DIPF/Orig.
Lernen effektiver machen. Bulimie-Lernen vermeiden
Der folgende Beitrag geht von dem leider sehr weit verbreiteten und immer wieder beklagten Phänomen des sog. Bulimie-Lernens aus und versucht auf zwei Ebenen Antworten zu skizzieren auf die Frage, wie das Lernen möglichst nachhaltiger -auch ohne vermehrten Druck, ohne ein Anwachsen von Stress im System Schule - gestaltet werden kann. Auf der ersten Ebene wird gefragt, was Schulen und Lehrer/innen schon heute, sozusagen sofort tun können. Auf der zweiten Ebene werden teils noch fremd anmutende Vorschläge skizziert, wie die (Bildungs-)Politik die Weichen für effektives Lernen in der Zukunft stellen müsste. Ohne tiefgreifende und mutige Veränderungen und Innovationen wird es schwer, sich vorzustellen, wie die Bildung in eine gute Zukunft geführt werden kann. (DIPF/Orig.
Individuelle Förderung in der Sekundarstufe I im Bodenseeraum. Stellenwert und Umsetzung in Baden-Württemberg und dem Schweizer Kanton Thurgau im Vergleich
Durch individuelle Förderung soll der Heterogenität in Schulklassen begegnet werden, so eine bildungspolitische Forderung. Der Beitrag analysiert den Stellenwert und die Umsetzung von individueller Förderung in der Sekundarstufe I in zwei benachbarten Ländern im Bodenseeraum: Baden-Württemberg und dem Schweizer Kanton Thurgau. Ergebnisse einer Dokumentenanalyse und Interviews mit sechs Lehrpersonen zeigten Unterschiede trotz geografischer Nähe und ähnlicher Bildungsstrukturen. Baden-Württemberg zeichnet sich durch einen hohen Stellenwert von individueller Förderung in bildungspolitischen Dokumenten aus, hat aber einen Nachholbedarf gegenüber den innovativen Praktiken in der Schweiz. Der Vergleich ermöglicht einen Ausblick auf Handlungsoptionen für Lehrpersonen. (DIPF/Orig.
Historisch Denken lernen als Beitrag zur Demokratiebildung. Orientierung in Zeit und Welt
Das abnehmende Vertrauen in die Handlungsfähigkeit demokratischer Institutionen und zunehmend demokratiefeindliche Einstellungen haben zur Folge, dass an Demokratiebildung, politische Bildung und historische Bildung die Anforderung herangetragen wird, passende Bildungsangebote zur Stabilisierung der Demokratie bereitzustellen. Jedoch liegen Demokratiebildung, politischer Bildung und historischer Bildung unterschiedliche Konzepte und Zielsetzungen zugrunde, die im Folgenden zunächst erläutert und zu bildungspolitischen Strategiepapieren in Beziehung gesetzt werden. Aus der Diskussion des Potenzials historischen Denkens für die Demokratiebildung wird schließlich das Leitbild geschichtskritischer, mündiger Bürger/innen abgeleitet. (DIPF/Orig.
Historisch-politisches Lernen in Gedenkstätten. Anmerkungen zu gedenkstättenpädagogischen Angeboten für Grundschulkinder
In diesem Beitrag wird das Feld der Gedenkstättenarbeit mit Kindern skizziert und hinsichtlich der pädagogischen und didaktischen Praxisanforderungen als Forschungsdesiderat ausgewiesen. Ausgehend von einer Darstellung divergierender Anforderungen an die Gedenkstättenarbeit im Allgemeinen wird eine Forschungsperspektive auf die Spezifik des historisch-politischen Lernens mit Grundschulkindern am außerschulischen Lernort Gedenkstätte entworfen. (DIPF/Orig.
Experiences of stigma among adult learners in second-chance education. A life-history approach
This article examines four life-histories from students who recently completed second-chance education at a Swedish folk high school, having previously left upper secondary school without full qualifications – an experience often associated with academic failure. Through their studies, they have now gained eligibility for further education. Their narratives – shaped by different explanations for their earlier difficulties – are analysed using Erving Goffman’s concept of stigma. The study highlights the varied ways individuals navigate school failure and departure from dominant educational norms. At the same time, their stories reflect pride in having forged alternative paths, particularly through labour market experiences. Using an educational life-history approach, the article explores how participants relate to their past school failure – retrospectively, in the present, and with regard to their futures. Particular attention is paid to how stigma tied to compulsory school failure influence their educational trajectories and how they position themselves as students. (DIPF/Orig.