German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Fictions of class. Religious education connections and perspectives

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    Seit über zehn Jahren rücken autofiktionale Texte die Bedeutung von Herkunft und Klasse für die Identitätsbildung in den Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit und initiieren die aktuelle Klassismusdebatte mit. Autor:innen erzählen von ihrer Identitätsbildung in der Wechselwirkung von passiver Bestimmtheit und aktiver Gestaltung. Der Beitrag geht induktiv von literarischen Texten aus und verwebt ihre Interpretation mit soziologischen, philosophischen und theologischen Positionen, um von dort aus religionspädagogische Perspektiven zu entwerfen: Narrative des Klassismus zeigen auf, dass Identität fragil erscheint, weil sie von Individuen angesichts des ihnen Unverfügbaren und in der Dialektik von Abhängigkeit und Freiheit konstruiert wird. Sie bieten Anschlussstellen für religiöse Bildungsprozesse, indem sie reflektieren, wie Identitätsbildung durch Erfahrungen von Abwertung und Diskriminierung, von Scham und Schuld sowie durch das grundlegende Bedürfnis des Menschen nach Anerkennung geprägt ist. Im Spannungsfeld von Ästhetik und Ethik fragen sie darüber hinaus nach Bedingungen gelingenden Lebens. (DIPF/Orig.)For more than ten years, autofiction has been drawing society’s attention to the importance of origin and class in identity formation and helping to spark the current debate on classism. Authors recount their identity formation in the interdependence of passive determination and active shaping. This article takes an inductive approach based on literary texts and interweaves their interpretation with sociological, philosophical and theological positions in order to develop perspectives for religious education: narratives of classism show that identity appears fragile because it is constructed by individuals in the face of what is unavailable to them and is in the dialectic of dependence and freedom. They offer points of connection for religious education processes by reflecting on how identity formation is shaped by experiences of devaluation and discrimination, shame and guilt, and the fundamental human need for recognition. In the space of tension between aesthetics and ethics, they also ask about the conditions for a successful life. (DIPF/Orig.

    Festvortrag "Bildung als Beruf – eine Bilanz"

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    Der Festvortrag wurde am 17.10.2024 anlässlich der Verleihung des Ehrendoktorats der Universität Innsbruck gehalten. (DIPF/Orig.

    Prolog. Nur was sich wandelt, bleibt konstant

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    Dieser Band soll den Ausgangspunkt eines Diskurses darstellen, der das Ziel verfolgt, eine wissenschaftliche Community mit einem einheitlichen Kommunikationszusammenhang zu werden und exemplarisch am Tagungsthema eröffnen, welche Gegenstandsbereiche, Fragestellungen und Erkenntniszugänge bereits existieren. Der Band beginnt mit begrifflich-theoretischen Beiträgen. Grundlegend ist hier ein Wissenschafts- und Forschungsdesiderat zu konstatieren, dem es zu begegnen gilt bzw. die vorherrschenden empirischen Befunde schrittweise in eine fundierte Systematik zu überführen, wie sie von Andreas Hartinger zu Beginn des Bandes vorbereitet wurde. (DIPF/Orig.

    Videographie und Videoanalyse. Beiträge zur Erhebung, Analyse und Nutzung von Videodaten in der Qualitativen Forschung

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    Der Band repräsentiert die vielfältigen Sorten, Forschungsansätze, Nutzungs- und Aufbereitungsweisen audio-visueller Forschungsdaten in der gegenwärtigen qualitativen Sozialforschung. Anhand von empirischen Beiträgen aus unterschiedlichen disziplinären und empirischen Feldern bietet er einen breiten Überblick über Erhebungs-, Analyse- und Nutzungskontexte. Dabei werden neben den unterschiedlichen methodologischen Ansätzen und spezifischen Herausforderungen auch die Verwendung von audio-visuellen Forschungsdaten in verschiedenen Kontexten wie der Sekundäranalyse näher beleuchtet. (DIPF/Orig.

    Durchschreiten, Durchkämpfen, Durchwurschteln oder Durchleiden? Soziale Milieus im Grundschullehramt. Eine qualitative Untersuchung von Studierenden einer Pädagogischen Hochschule

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    Die qualitative Studie untersucht am Beispiel vom Grundschullehramt einer Pädagogischen Hochschule die Bedeutung der sozialen Herkunft für die Aneignung eines Studiums. Theoretische Grundlage bildet die Habitustheorie von Bourdieu und der Ansatz der sozialen Milieus. Entlang von fünf herausgearbeiteten Mustern werden die milieutypischen Orientierungen der Studierenden dargelegt und Passungsverhältnisse im Studium verdeutlicht. Abschließend wird die Relevanz einer kritisch-reflexiven Auseinandersetzung der künftigen Lehrkräfte mit ihrer sozialen Herkunft diskutiert. (DIPF/Orig.

    Zur (Un-)Möglichkeit von Inklusion in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Das Beispiel Werkstatt-Uni

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    Wissenschaftliche Weiterbildung wird als Schlüssel zur Öffnung von Hochschulen für nichttraditionelle Studierende und zur Förderung lebenslangen Lernens betrachtet. Trotz der politischen Betonung auf inklusiver Bildung bleibt unklar, wie diese in der Praxis umgesetzt werden kann. Hochschulen sind nicht nur Bildungseinrichtungen, sondern auch Teil gesellschaftlicher Strukturen, die Inklusion und Weiterbildung beeinflussen. Inklusion wird weniger als politisches Programm verstanden, sondern als gelebte Praxis und dynamischer Prozess, der in unterschiedlichen Kontexten variiert. Die wissenschaftliche Weiterbildung wird als soziale Praxis betrachtet, die sich in konkreten Handlungen und Aushandlungsprozessen manifestiert. Das Verständnis von Inklusion in diesem Kontext umfasst sowohl den Zugang für marginalisierte Gruppen als auch die Gestaltung inklusiver Bildungsprozesse. Im Text werden die theoretischen Grundlagen der wissenschaftlichen Weiterbildung und Inklusion als soziale Praxis vorgestellt, die Werkstatt-Uni als inklusives Weiterbildungsformat diskutiert und empirische Beobachtungen zur Praxis erläutert. Schließlich wird die Werkstatt-Uni im Hinblick auf das Trilemma der Inklusion analysiert, um Spannungen und Herausforderungen für die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Weiterbildung aufzuzeigen. Der Beitrag beleuchtet die Frage: Wie inklusiv sind inklusive Angebote wissenschaftlicher Weiterbildung? (DIPF/Orig.

    "Ich möchte doch nur wieder in meinem Beruf arbeiten!". Potenziale wissenschaftlicher Weiterbildung für die Gleichstellung zugewanderter Lehrkräfte

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    Um in Deutschland wieder in ihrem Beruf tätig sein zu können, müssen zugewanderte Lehrkräfte z. T. sehr umfassende Nachqualifizierungen und Prüfungen absolvieren. Für viele stellt dies eine große Herausforderung dar. Wissenschaftliche Weiterbildung kann hier einen Rahmen bieten, um formale Anerkennungsverfahren zielgerichtet und bedarfsorientiert zu flankieren und somit die Integration dieser Lehrerinnen und Lehrer in das deutsche Bildungssystem zu unterstützen. Ein Beispiel hierfür ist das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte und an der Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung der Pädagogischen Hochschule Weingarten angesiedelte Programm "IGEL - Integration geflüchteter Lehrkräfte in die Lehrer*innenausbildung" bzw. das Fortsetzungsprogramm "IGEL 2 - Integration und Gleichstellung internationaler Lehrkräfte". Im Fokus dieses Beitrags stehen das strukturelle Setting, die didaktische Konzeption und die evaluationsbasierten Erfahrungen dieser Programme. Mit Blick auf die thematische Schwerpunktsetzung dieses Heftes wird aufgezeigt, welche Mechanismen sich im Rahmen der wissenschaftlichen Weiterbildung als tragfähig erwiesen haben, um zugewanderte Lehrkräfte bei ihrer Nachqualifizierung effektiv zu begleiten und somit ihren Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. (DIPF/Orig.

    Von der (Heraus-)Forderung, die eigene Praxis zu verunsichern. Analysen zu diskriminierungskritisch ausgerichteten Reflexionsprozessen

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    Im Beitrag wird sich mit Prozessen der (Selbst-)Reflexion im Anspruch von Diskriminierungskritik auseinandergesetzt. In diskriminierungskritischen Ansätzen zu Professionalisierung und Schulentwicklung wird (Selbst-)Reflexion als konstitutives Moment von Diskriminierungskritik angesehen; eine ‚reflexive Auseinandersetzung‘ mit schulischen Selbstverständlichkeiten und mit der eigenen Eingebundenheit in die Fortschreibung diskriminierender Verhältnisse wird als Forderung an Lehrer*innen herangetragen. Hier nimmt der Beitrag seinen Ausgangspunkt: Zunächst wird aus subjektivierungs- und hegemonietheoretischer Perspektive plausibilisiert, inwiefern diese Forderung höchst voraussetzungsreich ist. Im Lichte dieser Perspektivierung wird sodann das Sprechen von Pädagog*innen in diskriminierungskritisch ausgerichteten Settings adressierungsanalytisch rekonstruiert. Es wird danach gefragt, wie sich diskriminierungskritische Reflexionsprozesse in situ vollziehen und welche Ambivalenzen ihnen eingeschrieben sind. Ausgehend von den Rekonstruktionen wird argumentiert, dass eine Ermöglichungsbedingung diskriminierungskritischer Reflexionsprozesse in der Stiftung von Inventarisierungsanlässen liegen könnte, die – niemals zwangsläufig, aber potenziell – dazu führen, dass diskriminierender Praxis die Zustimmung entzogen wird. (DIPF/Orig.

    Befunde und Implikationen einer quantitativen Fragebogenstudie zu medienpädagogischen Überzeugungen sächsischer Lehramtsstudierender

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    Vor dem Hintergrund der Bedeutung medienpädagogischer Überzeugungen im Kontext der Professionalisierung angehender Lehrkräfte wurde Anfang 2023 eine quantitative Fragebogenstudie mit Studierenden aller lehrkräftebildenden Universitäten in Sachsen durchgeführt (n = 679). Der vorliegende Beitrag diskutiert Dimensionen mediendidaktischer, medienerzieherischer und schulentwicklungsbezogener Überzeugungen der befragten sächsischen Lehramtsstudierenden und adressiert darauf aufbauend Desiderate hinsichtlich einer umfassenden medienpädagogischen Perspektive in der Lehrkräftebildung. Anhand von Ergebnissen und Limitationen der Studie werden theoretische und empirische Impulse für eine wissenschaftliche Untersuchung und die Praxis der Lehrkräftebildung gegeben, die nicht nur den mediendidaktischen Kompetenzerwerb, sondern auch die Kompetenzbereiche Medienerziehung und Schulentwicklung in den Blick nehmen. (DIPF/Orig.

    Promoting learning in the rescue department. A community of practice perspective

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    The modern digitalised workplace requires continuous learning to maintain the skills and knowledge required for civil protection work. The purpose of this study is to identify the primary factors that enable learning in the rescue department. Data was collected in semi-structured interviews with firefighters and fire officers from a Finnish rescue department. The results of the study show that peer support and learning preference are valued across organisational ranks. Technology has a crucial role as it disrupts workflows and necessitates new work requirements, while serving as a tool in social interactions, learning and knowledge management. The findings contribute to research on workplace learning through the development of communities of practice for civil protection workers, emphasising the need for collaboration and adaptive strategies for learning in the workplace. (DIPF/Orig.

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