31251 research outputs found
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Multiprofessionelle Teams – Gelingensbedingungen für die Arbeit in Lernwerkstätten. Vernetzung der Hochschullernwerkstätten der HU Berlin und der ASH Berlin
Hochschullernwerkstätten (HSLW) ermöglichen durch die Orientierung an Kooperation, Theorie-Praxis-Transfer und Reflexion angehenden Lehrkräften und Kindheitspädagog*innen, sich für die Arbeit in multiprofessionellen Teams (mPTs) zu qualifizieren. In diesem konzeptionellen Beitrag wird ein Seminar vorgestellt, welches die Arbeit in mPTs von Studierenden der Kindheitspädagogik der Alice Salomon Hochschule Berlin und des Grundschullehramts der Humboldt-Universität zu Berlin (Sachunterricht und Sonderpädagogik) fördert. Grundlage ist die Erkundung, Adaption, Erprobung und Reflexion von Lernangeboten zu den Schnittstellen von Kinderrechten und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Dabei bietet die HSLW Raum für individuelle pädagogische Professionalisierungsprozesse v.a. mit Blick auf die Reflexion des pädagogischen Handelns in mPTs, um bereits im Studium die Potenziale mPTs zu nutzen. Erste Ergebnisse der Begleitforschung geben einen Ausblick auf konzeptionelle Anpassungen. (DIPF/Orig.
Lernen und Benotung – "Wir geben uns alle eine 1,0"
Das Hochschullernwerkstattseminar mit dem Titel „Was willst DU lernen?“ wurde im Rahmen einer Design-Based-Research-Studie in mehreren Iterationsschleifen beforscht, um den Einfluss des Seminars auf die Beliefsänderungen der Studierenden bzgl. ihrer Rolle als Lernbegleitung zu untersuchen. Ein iterativer, zunehmender Fokus war dabei die Selbstbewertung der (curricular festgelegten) Prüfungsleistung(en) durch die Studierenden. Der vorliegende Forschungsbeitrag beschäftigt sich mit dem Aushandlungs-, Abstimmungs- und Benotungsprozess in Design 4 (D 4), der damit endete, dass sich – überraschenderweise – die gesamte Seminargruppe mit der Note 1,0 selbst bewertete. (DIPF/Orig.
Inneres und äußeres musikalisches Handeln. Aristoteles\u27 Handlungstheorie aus musikpädagogischer Perspektive
Dieser Beitrag erläutert die Handlungstheorie, die Aristoteles in seiner Nikomachischen Ethik entwirft, und entwickelt davon ausgehend eine aktuelle Idee musikalischen Handelns. Dabei geht es schwerpunktmäßig um die Frage, wie musikpraktische Anteile im schulischen Musikunterricht angemessen unterrichtet werden können. (Herausgeber
Crossing Boundaries: Methodische und methodologische Reflexionen zur Praxis der Inklusionsforschung
Der Band untersucht Grenzen in Zugängen erziehungswissenschaftlicher Inklusionsforschung: Wie werden Grenzen hergestellt, methodologisch und methodisch bearbeitet, aufgeweicht oder auch verfestigt, um etwa Forschungsgegenstände empirisch erfassbar zu machen? Dabei wird der Blick auf transdisziplinäre und -nationale Forschungspraxen wie auch selbstreflexiv auf die eigene Forschungspraxis gerichtet. (DIPF/Orig.
Der Deutschtreff (Universität Paderborn)
Der Deutschtreff ist eine von mehreren Lernwerkstätten an der Universität Paderborn. Er ist u.a. Kooperationspartner und/oder „Austragungsstätte“ für unterschiedliche Projekte wie den Leseclub der Stiftung Lesen, die In&In: Kinder-Uni Paderborn und die Paderborner Kinderliteraturtage mit namhaften Gästen wie Paul Maar oder Anja Tuckermann. (DIPF/Orig.
Autorität und Autonomie in der Pädagogik. Eine frameanalytische Betrachtung
Die Publikation bietet eine umfassende Darstellung der Methodologie der Erziehungswissenschaftlichen Frameanalyse. Exemplarisch wird diese auf den Fachdiskurs zu Antinomien im Lehrberuf angewendet. Ziel ist die Untersuchung des professionsspezifischen Spracherwerbs von Lehramtsstudierenden und die Etablierung „professionsspezifischer Frames“ und deren Prägung durch den Fachdiskurs. Die Forschung nutzt computergestützte Techniken, um berufliche Diskurse zu analysieren und charakteristische Sprech- und Denkweisen sichtbar zu machen. Im Fokus stehen die Antinomien pädagogischer Prozesse, insbesondere die Spannung zwischen Autorität und Autonomie. Dabei wird das Praxisfeld von Lehrpersonen als von Paradoxien geprägt beschrieben und methodisch beleuchtet. Mit der Entwicklung einer frameanalytischen Professionstheorie schlägt das Buch u.a. ein innovatives Modell für die Lehrer*innenbildung vor. (DIPF/Orig.
Ageing and complexity. Reframing older adults\u27 learning through interdisciplinary lenses
This paper presents a critical literature review on the systemic interconnections between ageing, learning, and care. Using the lenses of complexity and interdisciplinarity, the authors analysed a sample of 62 papers published between 2003 and 2022, examining their reference to micro, meso and/or macro levels, theoretical depth, and use of complexity as a sensitizing concept to understand implications for learning and transformation as structural features of an ageing society. Their analysis highlighted the role of different settings of care (formal, informal, and technology-mediated) in shaping, enhancing, or hindering meaning, well-being, and social justice for older learners and their caregivers, and the implications for society at large. Findings suggest a gap in the examined literature regarding the use of complexity theories to highlight self-organisation, interdependence, and co-evolution of individual and systemic learning. A theoretical interdisciplinary framework, we contend, would better mirror the multiple factors and levels entailed in the process of ageing. (DIPF/Orig.
Sprachliche Bildung für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gestalten – Maßnahmen zur Förderung der Zielsprache Deutsch. Stellungnahme der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz
Die Integration von Kindern und Jugendlichen aus zugewanderten Familien gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Bildungssystems. Für den schulischen Bereich, der in dieser Stellungnahme in den Blick genommen wird, zeigen Schulleistungsstudien jedoch, dass Schüler:innen mit Migrationshintergrund deutlich geringere Leistungen erzielen als Schüler:innen ohne Migrationshintergrund. Ziel sollte sein, auch das Potenzial dieser Kinder und Jugendlichen so weit wie möglich auszuschöpfen. Der Fokus der Stellungnahme liegt auf der Förderung deutschsprachiger Kompetenzen. Diese sind für den Bildungserfolg und die Integration in Deutschland entscheidend. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung und Vermeidung ethnisch motivierter Ungleichbehandlung etwa auf dem Arbeitsmarkt. Da sich Kinder und Jugendliche im deutschen Bildungssystem in den Lernvoraussetzungen und sprachlichen Voraussetzungen, die sie mitbringen, erheblich unterscheiden, können die Empfehlungen nicht allgemeingültig darlegen, wie Sprachförderung zu gestalten ist, um im Bildungssystem erfolgreich zu sein. Vielmehr beziehen sich die Empfehlungen auf Rahmenbedingungen, die zu schaffen sind, um in Schulen eine zielführende, an die jeweiligen Voraussetzungen angepasste Sprachförderung umsetzen zu können. Die Empfehlungen gehen von einer Situationsanalyse aus und werden von der vorliegenden grundlagen-wissenschaftlichen Befundlage und der – allerdings immer noch unbefriedigenden – empirischen Evidenz zur Effektivität von Maßnahmen der Sprachförderung abgeleitet. (DIPF/Orig.
Zur Reflexion von Sprache im Physikunterricht – Eine Studie zur Spannung zwischen normativen Erwartungen und Orientierungen von Lehramtsstudierenden
Lehramtsstudierende mit dem Fach Physik erfahren ein Spannungsverhältnis zwischen der extern an sie adressierten Forderung nach sprachsensiblem Physikunterricht(Dirim & Mecheril 2018; Thürmann et al. 2017) und einer sich dazu konträr gestaltenden Fachkultur (Willems 2007, S. 31ff.). Dieses Spannungsverhältnis könnte beeinflussen, wie Studierende sprachliche Handlungen des Physikunterrichts reflektieren. Eine praxeologische Perspektive im Rahmen des strukturtheoretischen Professionsansatzes erscheint vielversprechend, um die Wahrnehmung und Bearbeitung dieses Spannungsverhältnisses empirisch zu ergründen. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer qualitativen Studie zu Diskrepanzen zwischen Habitus und Normen und ihrer Bearbeitung vorgestellt, die sich in der Praxis Lehramtsstudierender zum Thema "Sprache im Physikunterricht" dokumentieren. Anhand dieser Befunde diskutieren die Autor*innen mögliche Einflüsse auf die sprachbezogene Reflexivität der Lehramtsstudierenden und Folgen für die hochschulische Lehre, die eine solche Reflexivität anbahnen und stärken möchte. (DIPF/Orig.)Students in physics education programmes experience a tension between the request for a language aware design of teaching physics on one side and an opposing acculturation concerning language in the physics community on the other. This tension may influence their ability to reflect the verbal conducts in physics classes. A praxeological perspective in a structural theory framework appears promising to evaluate empirically the perception and the processing of this tension. In this contribution, we present results of a qualitative study on the discrepancy between habitus and norm and its processing, manifesting in students’ elaborations to the topic ‚language in physics teaching‘. By means of these findings, we discuss possible influential factors for the students’ ability to reflect on language and consequences for academic teaching, that wants to initiate and strengthen such reflective abilities. (DIPF/Orig.
"Wie geht es dir?". Eine standortvergleichende Adressierungsanalyse zur Hervorbringung und Subjektivierung Studierender in Unterrichtsnachbesprechungen
Ausgehend davon, dass es sich bei der ersten Selbstpositionierung von Studierenden, die zuvor unterrichtet haben, in Unterrichtsnachbesprechungen im ersten Studienjahr um eine zentrale Praktik des Lehrperson-Werdens handelt, wird in diesem Beitrag gefragt: Wie werden Studierende zur ersten Selbstpositionierung in Unterrichtsnachbesprechungen gebracht? Worüber werden sie zum Sprechen gebracht? Welches Selbstverhältnis wird Studierenden in der Aufforderung zu einer ersten Selbstpositionierung nahegelegt und wie greifen sie dies auf bzw. verhandeln dies? Im Anschluss an ein praktiken- und subjektivationstheoretisches Verständnis von Professionalisierung werden zwei Anfänge von audiographierten Unterrichtsnachbesprechungen aus dem ersten Studienjahr adressierungsanalytisch interpretiert. Die Rekonstruktionen der ersten Selbstpositionierungen zeigen diese als Teil eines Ablaufmusters, in der die Studierenden verpflichtet werden, sich hinsichtlich ihres eigenen Befindens zu äußern und lernen, sich dabei als Novizin zu verstehen. (DIPF/Orig.)Based on the assumption that the first self-positioning of students who have previously taught in class debriefings in the first year of study is a central practice of becoming a teacher, this article asks: How are students brought to their first self-positioning in class debriefings? What are they made to talk about? Which self-relationship is suggested to students in the request for an initial selfpositioning and how do they take up or negotiate this? Following an understanding of professionalisation based on practice and subjectification theory, two beginnings of audiographed lesson debriefings from the first year of study are interpreted in terms of analysis of address. The reconstructions of the first self-positionings show them as part of a pattern in which the students are obliged to express their own feelings and learn to understand themselves as novices. (DIPF/Orig.