German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Knowledge of strategies for the prevention and intervention of behavioral problems. Self-assessments by students on knowledge, effectiveness and frequency of use

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    Der Einsatz wissenschaftlich fundierter Methoden zur Prävention und Intervention bei Verhaltensproblemen ist eine wichtige Basis für eine gelingende Förderung. Mithilfe des Fragebogens PIV-M-SE wurden die Kenntnisse, die eingeschätzte Wirksamkeit und die Anwendungshäufigkeit potentiell wirksamer Methoden bei 332 Studierenden aus den schulischen Heil- und Sonderpädagogikstudiengängen aus Deutschland und der Schweiz untersucht. Insgesamt weisen die Studierenden die meisten Kenntnisse in den Methoden Feedback und Verhaltenskorrektur und Positive Lehrer:innen-Schüler:innen-Beziehung auf. Am wenigsten ist Videomodellierung bekannt. Auffallend ist, dass auch weniger bekannte Methoden als wirksam eingeschätzt werden. Aus den Selbsteinschätzungen der Studierenden lassen sich konkrete Maßnahmen für die Weiterentwicklung der Lerngelegenheiten im Studium ableiten. (DIPF/Orig.)The use of scientifically sound strategies to prevent and intervene in behavioral problems is crucial, but knowledge of these strategies among students and teachers is low. The PIV-M-SE questionnaire was used to analyze the knowledge, perceived effectiveness and frequency of use of potentially effective strategies among 332 students from special education programs in Germany and Switzerland. Overall, students have the most knowledge of the strategies feedback and behavior correction and positive teacherstudent relationships. Video modelling is the least well known strategy. It is striking that less well-known strategies are also rated as effective. Specific measures for developing learning opportunities during the degree program can be derived from the students’ self-assessments. (DIPF/Orig.

    Even if all the streets are paved with gold, there\u27s still no beach underneath. The professional\u27s independence from the child as a denial of power. Critical comments on the concept of "Vigilant Care" in "New Authority"

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    Anknüpfend an die Diskussion zur Rezeption des Konzepts der „Neuen Autorität“ in Schulen und Pädagogik werden im vorliegenden Beitrag Passagen von Omer und Haller (2020) zur „wachsamen Sorge“ untersucht. Statt Strafen und Macht soll „Präsenz“ für ein konfliktfreies Umfeld sorgen. Die Analyse zeigt auf, dass das Prinzip der „wachsamen Sorge“ als verstärkte Überwachung wirken kann und das Fokussieren der Erziehenden auf das Ziel einer „Unabhängigkeit vom Verhalten des Kindes“ reale Machtverhältnisse, die in die Rolle der Lehrperson eingelassen sind, verschleiert und so der professionellen Verantwortung und Reflexion entzieht. (DIPF/Orig.)Following up on the discussion on the reception of the concept of ‚new authority‘ in schools and education, this article examines passages from Omer and Haller (2020) on ‚vigilant care‘. Instead of punishment and power, ‚presence‘ is supposed to ensure a conflict-free learning environment. The analysis shows that the principle of ‚vigilant care‘ can function as a form of increased surveillance and that the focus of educators on the goal of ‚independence from the child’s behaviour‘ obscures existing power relations that are embedded in the role of the teacher, thus removing them from professional responsibility and reflection. (DIPF/Orig.

    Teilhabe durch Künstliche Intelligenz: Chancen für Barrierefreiheit, neue Dilemmata in schulischen Kontexten und Mechanismen aus ICF-Perspektive

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    Künstliche Intelligenz (KI) kann schulische Bildungsprozesse verändern und Teilhabechancen fördern. Gleichzeitig entstehen durch die neuen Möglichkeiten durch KI auch neue Dilemmata, die den Teilhabechancen gegenüberstehen. Zunächst werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für KI und der aktuelle KI-Einsatz von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften in Bildungskontexten illustriert. Auf Grundlage der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) werden die Mechanismen der Teilhabe durch KI abgeleitet und auf die Potenziale für die Verbesserung von Barrierefreiheit durch KI übertragen. Anschließend werden die ethischen Dilemmata für Teilhabe, die der KI-Einsatz in Bildungskontexten mit sich bringt, aufgeworfen. Abschließend werden für den Umgang mit KI-Systemen sowohl für die Forschung als auch für die pädagogische Praxis Implikationen im Bildungsbereich dargestellt. In diesem Beitrag wird für einen verantwortungsbewussten KI-Einsatz in schulischen Kontexten argumentiert, der rechtlich und ethisch vertretbar ist – mit dem Ziel, neue Teilhabechancen unter Einsatz von KI zu realisieren und zugleich potenzielle Risiken zu minimieren. (DIPF/Orig.)Artificial intelligence (AI) can change educational processes at school and promote opportunities for participation. These new AI-based opportunities come with new dilemmas that stand in the way of new opportunities for participation. First, the legal framework for AI and the current use of AI by pupils and teachers in educational contexts are presented. Based on the International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF), the mechanisms of participation through AI are derived and applied to the opportunities for enhancing accessibility with AI. The mechanisms of participation are then transferred to the mechanisms of participation through AI. After that, ethical dilemmas and implications for participation using AI are discussed. Finally, both pedagogical implications and implications for research are presented for the use of AI in education. This article argues for a responsible use of AI in school contexts that is legally and ethically justifiable – aiming to realize new opportunities for participation through the use of AI while at the same time minimizing potential risks. (DIPF/Orig.

    Lernmobilität in Europa. Eine Mixed-Methods-Studie zu Erasmus+ in der Schule

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    Erasmus+ ist ein von der Europäischen Union gefördertes Programm für Bildung, Jugend und Sport zur Förderung von Auslandserfahrungen, des digitalen Austausches und gemeinsamer Projekte von Schulen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern in Europa. Diese Formen des europäischen Austausches im allgemeinbildenden Schulbereich in Deutschland wurden mithilfe eines innovativen Mixed-Methods-Ansatzes untersucht. Die Studie umfasst (1) eine Übersicht über beteiligte allgemeinbildende Schulen und weitere Einrichtungen im Schulbereich, (2) die Ergebnisse von Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern von Schulen, Ministerien und Landesbehörden zur Implementation und Wirkung von Erasmus+ Projekten sowie (3) Analysen zu den direkten Effekten von Auslandsmobilitäten auf Schülerinnen und Schüler. Damit liegt für das allgemeinbildende deutsche Schulsystem erstmals eine umfassende Studie zu diesem zentralen Bereich europäischer Bildungspraxis vor. (DIPF/Orig.

    Die Komödie des Humanismus. Aristophanes und die lächelnde Bildung

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    Während die Pädagogik, die auf der humanistischen Tradition basierte, insbesondere im 20. Jahrhundert eine idealisierte Kontinuität zwischen Vergangenheit und Gegenwart behauptet, offenbart sich in der altgriechischen Komödie die Lächerlichkeit dieses Anspruchs. Ihre Kraft liegt im komischen Bruch mit der Tradition, der es erlaubt, die Vergangenheit nicht nur zu bewahren, sondern auch zu erneuern. Inspiriert von der Komödie wird innerhalb dieser Dissertation die Rolle der Vergangenheit im Humanismus neu gedacht und der Frage nachgegangen, inwieweit die humanistische Bildung heute noch eine glaubwürdige Antwort auf kulturelle Krisen geben kann. Durch eine bildungs- und ideengeschichtliche Analyse von der renaissancezeitlichen Humanitas, über Erasmus\u27 Lob der Torheit bis hin zu Jaegers Paideia wird die Hermeneutik eines "komischen Humanismus" entwickelt, der die Vorbilder der Vergangenheit entmythologisiert und zugleich neue Wege für eine zukunftsgerichtete Auseinandersetzung mit der Antike aufzeigt. Damit wird eine komische Bildungstheorie skizziert, die ihre eigene Fehlbarkeit erkennt und aus ihr lernt: eine Bildung, die über sich selbst lachen kann. (DIPF/Orig.

    Democratic pedagogy in the digital age. Challenges and opportunities for initial teacher education

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    Digitisation poses opportunities and challenges for both education and democracy. Digital tools have the potential to open dialogic spaces and support inclusion. However, they also have the potential to normalise market-driven approaches and transform education into a space of competition and measurement. In view of these contrasting perspectives, this article presents a critical analysis which draws on the results of two research studies in initial teacher education (ITE). Drawing on the results of the studies the article examines the influence of digitisation on democratic pedagogies in ITE. (DIPF/Orig.)Prozesse der Digitalisierung eröffnen gleichermaßen Chancen und Herausforderungen für Bildung und Demokratie. Mit digitalen Instrumenten können Dialogräume eröffnet und Inklusion gefördert werden. Zugleich haben sie jedoch auch das Potenzial, marktorientierte Mechanismen weiter zu normalisieren sowie Bildungsräume in solche des Wettbewerbs und der Messungen zu verwandeln. Angesichts dieser gegensätzlichen Perspektiven präsentiert dieser Artikel eine kritische Analyse, die sich auf die Ergebnisse zweier Forschungsstudien zur Lehrererstausbildung (ITE) stützt. Auf der Grundlage der Ergebnisse zweier Studien wird der Einfluss der Digitalisierung auf demokratische Pädagogik in der Lehrkräfteerstbildung untersucht. (DIPF/Orig.

    Professionalisierung (in) der Hochschullehre und Hochschuldidaktik

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    Der Hochschulbildung obliegt unter anderem die Aufgabe, Akademiker:innen so auszubilden, dass sie – insbesondere in Krisenzeiten – gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können. Diese Aufgabe legt nahe, Hochschullehrende und Hochschuldidaktiker:innen entsprechend zu professionalisieren. Bisherige Ergebnisse liegen vor allem zu individuellen Professionalisierungsprozessen der beruflichen Gruppen von Hochschullehrenden und -didaktiker:innen vor. Der Beitrag ordnet das bisherige Forschungsfeld in den Diskurs zur Professionalisierung von Lehrenden ein und formuliert weiteren Forschungsbedarf. (DIPF/Orig.

    Studienabbruchforschung

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    Die Sicherung des Studienerfolgs ist ein zentrales Ziel des Hochschulsystems, doch nicht alle Studierenden beenden ihr Studium mit einem Abschluss. Dieser Beitrag gibt einen kompakten Überblick über aktuelle Erkenntnisse und Herausforderungen im Zusammenhang mit den vier zentralen Fragen der Studienabbruchforschung: Wie hoch ist die Studienabbruchquote? Wer bricht ein Studium ab – und warum? Wie können Studienabbrüche vermieden werden? Welche Konsequenzen haben Studienabbrüche? (DIPF/Orig.

    Hochschule im Spiegel des Bildungsmonitorings

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    In dem Beitrag werden das internationale und das deutsche Konzept des Bildungsmonitorings vorgestellt. Dabei wird das einzige Verfahren in Deutschland, welches das gesamte Bildungssystem und damit auch die Hochschule einbezieht, in den Mittelpunkt gerückt: die Nationale Bildungsberichterstattung. Ihre Konzeption und Methodik, ausgewählte Ergebnisse sowie der wissenschaftliche und bildungspolitische Diskurs werden kurz resümiert. (DIPF/Orig.

    Konkurrenz und Kooperation

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    Das Zusammenspiel von Konkurrenz und Kooperation an Hochschulen und in der Wissenschaft wird hier im Kontext des modernen multiplen Wettbewerbs verhandelt. Der Begriff „multipler Wettbewerb“ bezieht sich auf die Vielzahl von Akteuren, Wettbewerbsgütern und Organisator:innen dieses Wettbewerbs sowie ihre komplexen Beziehungen. Dabei konzentriert sich die Analyse auf die Konkurrenz zwischen einzelnen Wissenschaftler:innen, Universitäten als Organisationen und staatlichen Akteuren und deren Verflechtungen. Es wird argumentiert, dass zunehmende Konkurrenz, in denen diese Akteure stehen, zu mehr Kooperation und auch zu neuen Formen der Kooperation führt und somit auch das Verhältnis von Konkurrenz und Kooperation verändert. (DIPF/Orig.

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