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Generative language models as a challenge for pedagogical concepts of learning and socialization?
Die Autor*innen fragen in ihrem Beitrag danach, wie sich erziehungswissenschaftliche Vorstellungen von Lernen und Sozialisation durch generative Sprachmodelle verändern könnten. Somit problematisieren sie, dass „die im aktuellen Diskurs vorherrschende Vorstellung generativer Sprachmodelle als einem zweckdienlichen Werkzeug“ nur ein Teil der Diskussion ist. Damit verweisen sie darauf, dass auch jene Vorstellung „Teil einer hegemonialen Praxis ist“. So gehört zu ihrem Beitrag einerseits der stete Verweis auf das „Miteinandertun“, um das komplexe Zusammenspiel von Mensch und Maschine als Ausdruck einer Relationierung aktueller Gegenwart zu verstehen. Andererseits würden Sprachmodelle den Autor*innen zufolge zum Lerngegenstand avancieren, der letztlich zum Ausloten einer kollektiven Praxis zwischen „Wissen, Kultur, Sprache und Technik“ einlädt. (DIPF/Orig.)Generative language models have opened up a wide range of previously unimaginable possibilities for text production and use in both everyday life and in educational contexts. Addressing generative language models as tools to be harnessed, recent educational discourse tends to overlook the ways in which these models reshape individual and collective means of experience and articulation. This article argues that, due to their underlying operational logic, generative language models are necessarily geared to reproduce existing social and cultural orders. Their epistemic conformism aligns them with affirmative practice regimes and makes it difficult to develop idiosyncratic and marginalized perspectives. Rather than being regarded as tools, they should instead be understood as objects of collective learning themselves. (DIPF/Orig.
Sexuelle Bildung in der Grundschule und der universitären Lehrer*innenausbildung. Perspektiven aus Forschung, Praxis und Lehre
Sexuelle Bildung ist ein hochrelevantes Thema für den Grundschulbereich. Junge Schüler*innen partizipieren zunehmend an gesellschaftlichen Diskursen (Umgang mit Vielfalt, Rassismus, Kinderrechte) und bringen damit verbunden vielfältige Fragen und Themen im Bereich der Sexuellen Bildung in den Unterricht. Der Sammelband gewährt mit aktuellen Forschungsarbeiten und Perspektiven aus der Praxis einen Einblick in die Chancen und Herausforderungen Sexueller Bildung. Die Beiträge richten sich maßgeblich an Wissenschaftler*innen aus der universitären Lehrer*innenausbildung und (angehende) Lehrende. (DIPF/Orig.
Unterrichtsvideos teilen - Voraussetzungen, Chancen und Herausforderungen
Ziel dieser Handreichung ist es, die Voraussetzungen, Chancen und Herausforderungen aufzuzeigen, die mit dem Teilen von Unterrichtsvideos zur Nachnutzung durch Dritte einhergehen. Diese Publikation soll Forschende dabei unterstützen, eine fundierte Entscheidung zwischen der Bereitstellung ihrer Daten und deren projektinterner Archivierung zu treffen. Die Handreichung adressiert Forschende, die Daten im Bereich der videobasierten Unterrichtsforschung erheben. Sie kann als Werkzeug des Forschungsdatenmanagements genutzt werden. Als Voraussetzungen werden die erforderlichen rechtlichen Klärungen, das Vorliegen informierter Einwilligungen sowie ethische Erwägungen genannt. Als Chancen wird der potenzielle Nutzen diskutiert, der durch das Teilen der Daten entsteht. Dazu gehört eine erhöhte Transparenz und Legitimation erzielter Befunde sowie positive Effekte für die wissenschaftliche Reputation des Primärforschenden. Der Nutzen des Datenteilens ist umso höher einzuschätzen, je höher das Analysepotenzial der Unterrichtsvideos ist. Als Herausforderungen diskutiert werden die erhöhten Aufwände, die mit der Bereitstellung von Unterrichtsvideos einhergehen. (DIPF/Orig.
Raumbildung
Mit dem Begriff „Raumbildung“ sind mehrere Dimensionen angesprochen, die in diesem Beitrag entfaltet werden. Einerseits geht es um das Entwerfen und Gestalten von Bildungsräumen, andererseits aber auch um baukulturelle Bildung und schließlich um die Frage der Raumgestaltung als Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen. Diese drei Dimensionen sind nicht nur für den akademischen Diskurs, sondern auch für die konkrete pädagogische Praxis grundlegend, weshalb sie im Zuge der Ausbildung von Lehrpersonen ausreichend thematisiert werden sollten. Der Zusammenhang von Raum und Bildung stellt sich allerdings auch in Bezug auf die Gestaltung der Hochschulen selbst als interessant heraus, da auch auf diesem Sektor möglichst optimale Lernumgebungen geschaffen werden sollen. Die Lehrer*innenbildung mit ihrem Anspruch eines „second order teaching“ hat hier spezielle Anforderungen zu erfüllen. (DIPF/Orig.
"That\u27s the crucial point in many places: whether you dare to stand up and be loud". An interview with Xueling Zhou and Mark Krenzel about student council work, student participation, and democracy education
Im Interview berichten zwei junge Menschen von ihren individuellen Zugängen zur Schüler*innenvertretungsarbeit. Sie reflektieren zentrale Erfahrungen, Herausforderungen und Gelingensbedingungen politischer Bildung und demokratischer Beteiligung im schulischen Kontext. Ihre Perspektiven machen deutlich: Die Qualität von Demokratiebildung wie auch der Mitwirkungsmöglichkeiten an Schulen ist noch immer stark von einzelnen engagierten Lehrkräften abhängig und unterscheidet sich stark zwischen Schulformen. Vor diesem Hintergrund plädieren die Gesprächspartner*innen für klare, verbindliche Standards, institutionell abgesicherte Partizipationsmöglichkeiten und eine den Aufgaben der Schüler*innenvertretung angemessene Ressourcenausstattung. Zugleich wird sichtbar, dass der Anspruch auf wirksame Mitbestimmung keineswegs nur für die Einzelschule und deren konkrete Gestaltung formuliert wird. Mindestens ebenso sehr geht es um die großen politischen Themen und darum, die SV als ernstzunehmenden bildungspolitischen Player zu etablieren. (DIPF/Orig.)In this interview, two young people talk about their individual approaches to student council work. They reflect on key experiences, challenges and conditions for success in political education and democratic participation in the school context. Their perspectives make it clear that the quality of democratic education and opportunities for participation in schools is still heavily dependent on individual committed teachers and differs greatly between school types. Against this backdrop, the interviewees argue for clear, binding standards, institutionally secured opportunities for participation and adequate resources for the tasks of student representatives. At the same time, it becomes clear that the demand for effective co-determination is by no means only formulated for the individual school and its specific organization. It is at least as much about the big political issues and about establishing the student council as a serious player in education policy. (DIPF/Orig.
"Strong teachers – strong students" in Brandenburg. A program to strengthen democracy education in schools
Das Programm „Starke Lehrer – Starke Schüler“ macht Pädagoginnen und Pädagogen fit für einen professionellen Umgang mit diskriminierenden und antidemokratischen Vorfällen im Schulalltag. Der Bericht beschreibt die Entstehung, die Ziele, die Akteure und die Arbeit der Fachstelle in Brandenburg und zieht eine Zwischenbilanz. (DIPF/Orig.)The “Strong Teachers – Strong Students” program prepares teachers to deal professionally with discriminatory and antidemocratic incidents in everyday school life. The report describes the origins, aims, participants and work of the specialist unit in Brandenburg and provides an interim assessment. (DIPF/Orig.
Einflüsse beruflicher Sozialisation auf die erfolgreiche Studienbewältigung. Normative Orientierungen, psychosoziale Aspekte und Kompetenzen
Wie beeinflusst die berufliche Sozialisation den Studienerfolg? Die Autorin beleuchtet Einflüsse bei Studierenden ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung und zeigt, wie normative Orientierungen, psychosoziale Aspekte und Kompetenzen die Studienbewältigung prägen. Diese Aspekte führt sie wiederum auf das beruflich geprägte kulturelle Kapital der Studierendengruppe zurück und leitet Handlungsempfehlungen für den beruflichen und hochschulischen Bildungssektor ab. (DIPF/Orig.
Informationssicherheits-Awareness fördern. Eine empirische Studie mit Auszubildenden der Automobil-Industrie
Serious Games als innovativer Ansatz in der Informationssicherheit gewinnen zunehmend an Bedeutung. Diese Dissertation beleuchtet, wie spielerische Elemente gezielt eingesetzt werden können, um das Sicherheitsbewusstsein von Mitarbeitenden nachhaltig zu stärken. Sie geht der Frage nach, welche Themen und Mechaniken in Serious Games besonders wirksam sind und wie diese auf Wissen, Einstellung und Verhalten wirken. Im Fokus der Dissertation stehen Aufbau, Inhalte und Methoden der Informationssicherheitssensibilisierung durch Serious Games. Dabei wird analysiert, wie Veränderungen auf den drei Ebenen des Awareness-Modells - Wissen, Einstellung und Verhalten - messbar gemacht werden können. Die Publikation richtet sich an IT-Sicherheitsbeauftragte, HR- und Schulungsverantwortliche, Unternehmen sowie Wissenschaftler:innen im Bereich Informationssicherheit und Game-Based Learning. (DIPF/Orig.
Förderung der Partizipation von Kindern mit Entwicklungsbeeinträchtigungen in inklusiven Kindertageseinrichtungen
Die gleichberechtigte Partizipation ist ein Grundrecht aller Kinder und kann im Sinne der ICF als "das Einbezogensein in eine Lebenssituation" (WHO 2005, 16) definiert werden. Aktuelle Forschungserkenntnisse zeigen jedoch, dass Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen in verschiedenen Bildungskontexten, auch in Kindertageseinrichtungen (Kitas), weniger partizipieren als ihre Peers. Vor diesem Hintergrund werden im vorliegenden Beitrag Maßnahmen präsentiert, wie ihre Partizipation im inklusiven Kita-Alltag gefördert werden kann. Dabei gilt es, sowohl personen- und umweltbezogene Einflussfaktoren zu berücksichtigen, als auch verschiedene Aktivitäten, wie z. B. das Freispiel, und Interaktionen mit Fachkräften und Peers so zu gestalten, dass alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen selbstbestimmt teilhaben können. (DIPF/Orig.
Lerntherapie – Ein rehabilitationspädagogisches Handlungsfeld
Lerntherapie zeigt sich als relativ neues Tätigkeitsfeld, das von unterschiedlichen Disziplinen (insbesondere der Pädagogik, Psychologie und Medizin) wissenschaftlich wie praktisch bearbeitet wird. Zur Grundlegung nutzt der Beitrag das lerntherapeutische Dreieck (Breuninger & Schley 2014). Die S3-Leitlinien der Fachgesellschaften bilden den Rahmen für die dargestellten Aufgaben innerhalb der Lerntherapie: Diagnostik, Individuelle Entwicklungsplanung, Intervention, Evaluation und Kooperation. Die Qualifizierung der Fachkräfte, die Nutzung evidenzbasierter Verfahren sowie eine gesicherte Finanzierung gelten als Schlüssel für die Etablierung wirksamer Lerntherapie. (DIPF/Orig.