German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Inclusive-digital education in teacher training for vocational studies as a main occupation. Analysis of an intervention program

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    Digitalisierung und Inklusion sind zwei zentrale Querschnittsthemen in der Berufsbildung, die häufig getrennt thematisiert werden und im Ansatz der inklusiv-digitalen Bildung eine gemeinsame Verschränkung finden, um Synergien zu nutzen. Insbesondere in der Berufseinstiegsphase kann es für die Studierenden eine Herausforderung darstellen, diesen Anforderungen im Unterricht gerecht zu werden, was Auswirkungen auf die Selbstwirksamkeit haben kann (Educa, 2021⁠; Wächter & Gorges, 2023). Es zeigt sich, dass inklusiv-digitale Bildung bisher wenig Berührungspunkte mit der Berufsbildung hat, jedoch eine hohe Anschlussfähigkeit aufweist. In einem ersten Schritt wird daher eine Bestandsaufnahme zur Verankerung inklusiv-digitaler Bildung in der Berufsbildung durchgeführt. Im Rahmen eines Interventionsprogramms mit Studierenden im Studiengang Berufskunde im Hauptberuf werden Qualitätskriterien thematisiert und auf ihre Anwendbarkeit im Unterricht überprüft. Dazu werden Unterrichtsplanungen von Studierenden (N = 22) analysiert, zwei Gruppendiskussionen durchgeführt und die Selbstwirksamkeit in einem Prä- und Posttest quantitativ erhoben. Es werden Aussagen zur Wirksamkeit des Interventionsprogramms getroffen und Implikationen für die Lehrkräftebildung abgeleitet. (DIPF/Orig.)Digitalization and inclusion are two central cross-cutting topics in vocational education and training that are often addressed separately and are intertwined in the inclusive-digital education approach in order to exploit synergies. Particularly in the career entry phase, it can be a challenge for students to meet these requirements in the classroom and have an impact on their self-efficacy (Educa, 2021⁠; Wächter & Gorges, 2023). It can be seen that inclusive-digital education has so far had few points of contact with vocational education and training, but has a high degree of connectivity. The first step is therefore to take stock of how inclusive-digital education is anchored in vocational education and training. As part of an intervention program with students on the vocational studies course in the main profession, quality criteria will be addressed and checked for their applicability in the classroom. For this purpose, lesson plans of students (N = 22) are analyzed, two group discussions are conducted and self-efficacy is quantitatively assessed in a pre- and posttest. Conclusions are drawn on the effectiveness of the intervention program and implications for teacher training are derived. (DIPF/Orig.

    Die Konventionentheorie als Zugang für eine diversitätsbezogene Organisationsforschung in der Hochschulweiterbildung

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    Dieser Beitrag beleuchtet die Bedeutung von Diversität in der Hochschulweiterbildung und führt die Konventionentheorie als theoretischen sowie methodologischen Zugang zur Erforschung von Diversität in hochschulischen Weiterbildungsorganisationen ein. Die Hochschulweiterbildung steht vor der Herausforderung, eine heterogene Gruppe von Teilnehmenden mit vielfältigen berufs- und bildungsbiografischen Hintergründen einzubinden. Diversitätsorientiertes Handeln sieht Unterschiede als Chance, setzt aber auch Diversitätsakzeptanz innerhalb einer Organisation voraus. Gleichzeitig wirken organisationale Normen und Logiken, wie etwa Marktanforderungen und akademische Standards, teils widersprüchlich zusammen. Die Konventionentheorie zeigt, wie sich Akteur:innen in konkreten Situationen auf gemeinsame Handlungsweisen einigen und unterschiedliche Konventionen (z. B. Leistungsorientierung, Chancengerechtigkeit) aushandeln. Im Zentrum steht die Annahme, dass Akteur:innen mithilfe von Konventionen in Situationen von Unsicherheit und Spannungen eine gemeinsame Handlungsgrundlage schaffen. Zugleich betont der Ansatz die Veränderbarkeit von Konventionen, sobald neue Anforderungen oder Erkenntnisse auftreten. Durch die Hervorhebung situativer Interaktionen bietet die Konventionentheorie wertvolle methodologische Impulse für eine diversitätsbezogene Organisationsforschung in der Hochschulweiterbildung. In diesem Beitrag werden zunächst die besonderen Herausforderungen im Umgang mit Diversität in der Hochschulweiterbildung skizziert und in den organisatorischen Kontext der Hochschulweiterbildung eingebettet. Anschließend werden die Potenziale der Konventionentheorie als methodologischer Zugang für eine diversitätsbezogene Organisationsforschung vorgestellt und beispielhafte Forschungsfragen aufgezeigt. (DIPF/Orig.

    Nachhaltigkeit bewerten mithilfe einer Bewertungsscheibe. Entwicklung einer Konzeption für den naturwissenschaftlichen Unterricht am Beispiel Elektromobilität

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    Die Förderung von Bewertungskompetenz und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind gemäß den Bildungsstandards verpflichtende Bestandteile des Chemieunterrichts. Doch wie kann die Nachhaltigkeit einer Maßnahme -- z.B. die Förderung der Elektromobilität -- im Unterricht bewertet werden? Im Rahmen des forschungsmethodischen Ansatzes des Design-Based Research wurde das Unterrichtskonzept "nachhaltig bewerten" für die Sekundarstufe I entwickelt und erprobt. Im Zentrum steht das methodische Instrument der Bewertungsscheibe. Diese visualisiert zum einen die drei Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Soziales und Wirtschaft, zum anderen gibt sie drei Bewertungsebenen vor: Wo wirkt die Maßnahme (global oder nur lokal)? Wie lange wirkt sie (langfristig oder nur kurzfristig)? Welche Interessengruppen sind betroffen (viele oder nur eine)? Die Bewertungsscheibe strukturiert und erleichtert somit den Bewertungsprozess, indem sie Kriterien vorgibt: Eine Maßnahme ist dann besonders nachhaltig, wenn sie in allen drei Nachhaltigkeitsdimensionen global, langfristig und für viele Gruppen Nutzen stiftet. Für die Evaluation des Konzepts wurde eine vollständige Unterrichtseinheit zum Thema Elektromobilität für die Sekundarstufe I entwickelt. Die empirische Untersuchung erfolgte mit Hilfe von Videographien, Artefakten sowie einem Prä-Post-Design. (DIPF/Orig.

    Instructors at the third learning venue in Swiss VET: Between the need for pedagogical professionalisation and the demand for occupation-specific skills

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    Der Beitrag untersucht die Qualifizierung von Kursleitenden überbetrieblicher Kurse in der Schweiz. Aus historisch-institutionalistischer Perspektive werden anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse rechtlicher Bestimmungen sowie von 44 Interviews die Entwicklung der Anforderungen und deren Auswirkungen auf Beschäftigungsmodelle analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Qualifizierungsanforderungen über die Zeit gestiegen sind und je nach beruflicher Grundbildung unterschiedlich umgesetzt werden, was auf institutionelle Pfadabhängigkeiten hinweist. (DIPF/Orig.)This paper examines the qualification of instructors in Swiss intercompany courses. Adopting a historical institutionalist perspective, it analyses the development of qualification requirements and their impact on employment models through qualitative content analysis of legal provisions and 44 interviews. The findings indicate that qualification requirements have increased over time and are implemented differently across vocational training programmes, which reflects institutional path dependencies. (DIPF/Orig.

    Reflektieren als dialogische Praxis der Unterrichtsentwicklung von Lehrpersonen und Forschenden

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    Reflexion wird als grundlegender Anspruch an und Mittel zur Professionalisierung von Lehrkräften formuliert. In der Praxis findet diese Reflexion häufig als kommunikativer Prozess mit anderen und im Kontext von Entwicklung statt. So auch im von uns untersuchten Unterrichtsentwicklungsprojekt, bei dem Forschende und Lehrpersonen Unterricht gemeinsam planen, dokumentieren und reflektieren. Insbesondere die in der gemeinsamen Unterrichtsentwicklung vollzogene dialogische Reflexionspraxis soll im Beitrag theoretisiert und empirisch analysiert werden. Reflektieren konzeptualisieren wir dabei als kollektives doing theory, welches sich durch das von machtvollen Verhältnissen durchgezogene Begegnen, Vermitteln und Übersetzen von unterschiedlichen Perspektivierungen, Norm- und Wissenshorizonten konstituiert. Entlang eines diskursanalytischen Zugriffs auf den Ausschnitt eines Unterrichtsentwicklungsgesprächs, bei dem sich die am Gespräch beteiligten Lehrpersonen und Forschenden explizit der Frage nach Form und Sinn von Reflexion widmen, arbeiten wir zwei Figurationen heraus: (1) Die wissenschaftliche Ermöglichung und Anleitung kommunikativer Reflexivität sowie (2) die Übersetzung eigener Reflexionserwartungen auf die pädagogisch überantworteten Schüler*innen. (DIPF/Orig.

    Überzeugungen von Deutschlehrkräften und Deutschstudierenden zur Praxisrelevanz von Literaturtheorie

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    Der Beitrag geht anhand einer Online-Fragebogenstudie mit 468 Proband*innen der Frage nach, welche Überzeugungen (angehende) Deutschlehrer*innen zur Praxisrelevanz von literaturwissenschaftlichen Wissensbereichen haben. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Praxisrelevanz von Literaturtheorie. Hierzu äußern sich die Proband*innen im Rahmen eines offenen Frage-Formats. Der Beitrag vergleicht die Überzeugungen verschiedener Statusgruppen miteinander – Studierende eines Lehramts ohne Oberstufe, Studierende eines Lehramts mit Oberstufe, Lehrer*innen an Schulen ohne Oberstufe und Lehrer*innen an Schulen mit Oberstufe. Die Resultate zeigen u.a., dass viele Proband*innen ihr literaturtheoretisches Wissen als gering ausgeprägt einschätzen und dass insbesondere Lehrkräfte an Schulen ohne Oberschule die Relevanz von Literaturtheorie geringschätzen. (DIPF/Orig.

    Warum so traditionell? Subjektive Theorien von Studierenden zur Konzeption von Grammatikunterricht

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    Im Beitrag werden Subjektive Theorien von Studierenden zur Konzeption von Grammatikunterricht aufgezeigt. Datengrundlage sind leitfadengestützte Expert*innen-Interviews, Struktur-Lege-Verfahren und teilnehmende Unterrichtsbeobachtungen von sieben Grundschulstudentinnen. Es zeigt sich unter anderem, dass die Subjektiven Theorien vielfältig sind und Studierende traditionelle Attribute befürworten, wenn sie sich bestimmter Merkmale nicht bewusst sind. Filter können in der eigenen Schulbiografie, erfahrungsbezogenen Attributionen, Empfindungen zu Grammatik sowie handlungsentlastender Unterrichtsplanung ausgemacht werden. Deutlich wird weiter, dass negative Erfahrungen zum Grammatikunterricht der eigenen Schulzeit primär Anlass dazu geben, den eigenen Grammatikunterricht besser machen zu wollen. Negative Empfindungen zu Grammatik führen dagegen unter anderem dazu, wenig Grammatikunterricht durchzuführen. (DIPF/Orig.

    Politik machen statt Politik spielen. Plädoyer für eine politische politische Bildung in der Schule

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    Vor dem Hintergrund des Spannungsverhältnisses zwischen anspruchsvoller Partizipationsrhetorik und bescheidener Partizipationsrealität sowie den Herausforderungen der Partizipation durch ökonomische und politische Ungleichheit diskutiert der Autor nach einer kurzen Klärung des hier verwendeten Partizipationsbegriffs die folgenden Fragen: Was wäre eine politisch-partizipative Schule? Was ist demgegenüber eine ökonomisch regierte Schule? Welche Voraussetzungen müssen für eine partizipative Schule erfüllt sein? Was kann eine politische politische Bildung tun, die die Partizipation von Kindern und Jugendlichen auch als politische Aufgabe begreift? (DIPF/Orig.)Against the backdrop of the tension between ambitious rhetoric on participation and the modest reality of participation, as well as the challenges posed by economic and political inequality, I will briefly define the term “participation” as used here and then discuss the following questions: What would a politically participatory school look like? What is an economically governed school? What conditions must be met for a participatory school? How can political political education address the participation of children and young people as a political task? (DIPF/Orig.

    Einführung in den Band "Einführung in Qualitative Sozialforschung. Grundlagen für Studierende pädagogischer Studiengänge"

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    Absolvent:innen pädagogischer Studiengänge stehen tendenziell vor der Herausforderung, einerseits in den Lehrveranstaltungen insgesamt wenig empirische Methodenlehre vermittelt zu bekommen, andererseits aber in den akademischen Abschlussarbeiten empirisch arbeiten zu müssen bzw. können. Vor diesem Hintergrund wurde an der Pädagogischen Hochschule Weingarten eine dreisemestrige Ringvorlesung zu unterschiedlichen Ansätzen qualitativer Forschungsmethoden angeboten. Die vorliegende Zusammenstellung von Aufsätzen resultiert aus dieser Ringvorlesung. Die Reihe richtete sich an Studierende verschiedener, insbesondere pädagogischer Studiengänge. Die Beiträge haben jeweils das Ziel, in den Bereich der empirischen Forschung in einer Weise einzuführen, die auch ohne tiefergehende Vorkenntnisse das Verständnis, die Konzeption sowie die Durchführung von empirischen Forschungsprojekten ermöglicht. (DIPF/Orig.

    Unterrichts- und schulbezogene Videographie – Grundlegende Überlegungen zum Forschungsprozess

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    Der Beitrag geht zunächst ausführlich auf Möglichkeiten und Grenzen von wissenschaftlichen Videographien ein. Damit verbunden ist die grundlegende Frage, ob Videographien eine geeignete Forschungstechnologie im konkreten Forschungsvorhaben darstellen. Im Anschluss daran wird der Forschungsprozess im Rahmen unterrichts- und schulbezogener Videographie in Gänze dargestellt. Relevante Aspekte sind z. B. der Zugang zum Feld, die Vorbereitung und Durchführung der Datenerhebung sowie das Vorgehen bei Datenauswahl, -aufbereitung und schließlich -analyse. Auch auf die Bedeutung der Methodenkritik sowie von Möglichkeiten der Weiternutzung videographischer Daten wird eingegangen. Damit kann der Beitrag als Grundlage für die projektspezifische Anpassung eigener Forschungsvorhaben dienen. (DIPF/Orig.

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