German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Wissenschaftskommunikation

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    Eingangs wird eine Begriffsbestimmung von Wissenschaftskommunikation gegeben, gegliedert nach Inhalten, Zielen, Akteuren und Formaten. Als Forschungsfeld wird Wissenschaftskommunikation nicht nur durch ihren Gegenstand konstituiert, sie ist auch eine Konstruktion der beteiligten Wissenschaftsdisziplinen. Hierbei wird begründet, warum man auch die öffentlichen Diskussionen über Wissenschaft als Wissenschaftskommunikation betrachten und damit als Teil des Forschungsfeldes auffassen sollte. Um zu erläutern, warum Forschung zur Wissenschaftskommunikation ein Konzept von dem Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit benötigt, wird die Debatte um das ‚Defizit Modell‘ beschrieben. Abschließend wird Vertrauen in Wissenschaft als exemplarisches Forschungsthema eingeführt. Dafür werden die Dimensionen beschrieben, an denen sich Bürger:innen orientieren, wenn sie die Vertrauenswürdigkeit von Wissenschaftler:innen und von Wissenschaft beurteilen. (DIPF/Orig.

    Wissens- und Technologietransfer

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    Der Wissens- und Technologietransfer (WTT) ist ein zentrales Thema in der nationalen sowie internationalen Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Sowohl der individuelle WTT als auch seine Bedeutung in der organisationalen und (inter)nationalen Governance sind Gegenstand intensiver Diskussionen. In der wissenschaftlichen Literatur lässt sich eine Tendenz beobachten, WTT als zu förderndes Reformvorhaben zu zentrieren und dabei die Konsequenzen für Forschung und Lehre zu vernachlässigen. Statt WTT forschungs- und lehrintegriert zu betrachten, tritt WTT als dritte Funktion (Third Mission) in Konkurrenz zu Forschung und Lehre. Der Beitrag zeichnet ein differenzierendes Bild über die Studienergebnisse zu Synergien und Spannungen zwischen WTT sowie Forschung und Lehre auf der individuellen, organisationalen und nationalen Ebene. Es wird ein Überblick über die Diskussion gegeben und parallel dazu werden relevante Forschungsdesiderate identifiziert. (DIPF/Orig.

    Hochschulbau und Hochschularchitektur

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    Der Hochschulbau als infrastrukturelle Rahmenbedingung für Forschung und Lehre findet – so öffentliche Klagen – sowohl in der aktuellen hochschulpolitischen Diskussion als auch in der Hochschulforschung keine seiner Bedeutung angemessene Berücksichtigung. Aufgabe des Beitrags ist es deshalb, die Hochschuldiskurse anhand der Themen Raum, Infrastruktur, Politik, Organisation und Performance zu durchleuchten und zu zeigen, dass es auf den „zweiten Blick“ doch eine Vielzahl von Beiträgen zu Fragen des Hochschulbaus und Hochschularchitektur gibt. Der Beitrag zeigt zudem, dass Hochschulbau über die bloße Funktionalität von Lehr- und Lern-Architektur hinausgeht. Eine kurze Betrachtung der Historie des Hochschulbaus unterstützt eine zeitbezogene Einordnung der Themen. (DIPF/Orig.

    Postdocs, Habilitation, Juniorprofessur

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    Der Karrierephase zwischen Promotion und Professur wird in der Hochschulforschung seit einigen Jahren größeres Interesse zuteil. Der Beitrag beleuchtet zunächst die zentrale Bedeutung, die Postdocs an Universitäten haben. Danach werden die Habilitation und die Juniorprofessur als zwei im deutschen Kontext spezifische Modelle der Qualifikation für eine Lebenszeitprofessur behandelt. Anschließend bilanziert der Beitrag die Forschung zu drei Aspekten, deren Zusammenwirken nicht spezifisch für den deutschen Kontext, sondern charakteristisch für die Postdoc-Phase in verschiedenen Hochschulsystemen ist: breite und nicht immer klar definierte Anforderungen und Leistungskriterien, prekäre Beschäftigungsbedingungen sowie soziale Ungleichheiten. Der Beitrag schließt mit der Feststellung, dass Forschung über die Postdoc-Phase sensibel für nationale Rahmenbedingungen und fachkulturelle Besonderheiten sein und die Entwicklung theoretischer Konzepte mittlerer Reichweite nicht vernachlässigen sollte. (DIPF/Orig.

    Das Professoriat: Kontinuität und Wandel der Professur

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    Die Institution der Professur ist zentral in der Geschichte der Universität sowie der Forschung und der Lehre verankert. Ihre historischen Wurzeln in der mittelalterlichen Scholastik sowie ihre Entwicklung über die Neuzeit und Moderne haben einen ebenso bleibenden Einfluss auf die heutige Ausgestaltung der Lehre und der Forschung wie die institutionelle Rahmung von Wissenschaft. Während politische Reformen die akademische Lehre und Forschung veränderten, konnte sich das Professoriat immer wieder anpassen und als zentrale Institution in der Wissenschaft behaupten. (DIPF/Orig.

    The Zenith principle. Rethinking education in the age of AI and global uncertainty

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    As artificial intelligence continues to reshape society and global crises intensify, traditional education systems are proving increasingly inadequate. Their hierarchical and rigid structures are ill-suited to address the needs of an interconnected and unpredictable world. In response, this article calls for a decisive shift away from dominant techno-rationalist frameworks. Drawing on the work of Eisner (2005), Rizvi and Lingard (2010), and Giroux and Bosio (2020), the author advocates for educational approaches rooted in curiosity, imaginative engagement, and critical relationality. Central to this vision is the Zenith Principle, inspired by Ames Van Meter’s (1952) conception of the zenith as the highest expression of human potential – a potential now under threat from the encroachment of techno-rationalism. The Zenith Principle offers a conceptual lens through which to reclaim education as a creative and emancipatory endeavour, foregrounding the tension between optimal human interpretation and the expanding influence of technology. This paper will be of interest to educators and researchers grappling with how to balance technological advancement with human embodied creativity in educational contexts. (DIPF/Orig.)In dem Maße, in dem künstliche Intelligenz die Gesellschaft umgestaltet und sich die globalen Krisen verschärfen, erweisen sich traditionelle Bildungssysteme als zunehmend unzureichend. Ihre hierarchischen und starren Strukturen sind für eine vernetzte und unvorhersehbare Welt ungeeignet. In diesem Artikel plädiert der Autor für eine Abkehr von den vorherrschenden techno-rationalistischen Konzepten. In Anlehnung an die Arbeiten von Wissenschaftler/-innen wie Eisner (2005), Rizvi und Lingard (2010) sowie Giroux und Bosio (2020) plädiert er für Lernansätze, die auf Neugier, phantasievollem Engagement und Relationalität beruhen. Dazu wird das Zenith-Prinzip eingeführt; inspiriert von Ames (1952) Konzeption des Zenits als Höhepunkt des menschlichen Potenzials - eines Potenzials, das, durch den Aufstieg der Techno-Rationalität zunehmend in den Schatten gestellt wird. In diesem Sinne bietet es eine konzeptionelle Linse, die sich auf die Überzeugung konzentriert, dass wir unsere einzigartigen menschlichen kreativen Fähigkeiten kultivieren müssen - oder riskieren, sie der Automatisierung zu überlassen (Marcuse, 2013). Das Zenith-Prinzip positioniert die Lernenden als interpretierende Akteur/-innen, die in der Lage sind, vorherrschende Narrative zu unterbrechen und Räume für Menschlichkeit, Widerstand, Gerechtigkeit und Erneuerung neu zu erschaffen. (DIPF/Orig.

    Mustervertrag für die Datenaufnahme in Forschungsdatenzentren im VerbundFDB

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    Der vorliegende Mustervertrag regelt die Überlassung von Daten durch Forschende an Forschungsdatenzentren zum Zweck der Nachnutzung. Durch das Konsortium für Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften KonsortSWD wurde ein Mustervertrag zur Datenaufnahme in Forschungsdatenzentren erarbeitet. Dieses Muster berücksichtigt eine Vielzahl von Anwendungsfällen der Praxis und ist modular aufgebaut. Im Rahmen des VerbundFDB wurde das KonsortSWD-Vertragsmuster auf die spezifischen Bedarfe von Forschungsdatenzentren, die im VerbundFDB zusammenarbeiten, angepasst und gekürzt. (DIPF/Orig.

    Ungleich fördern – gerecht steuern. Begründungen, Umsetzungen und Wirkungserwartungen einer bedarfsorientierten Ressourcensteuerung im Bildungssystem

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    Ungleich fördern – gerecht steuern! Dieser programmatische Titel steht für einen Paradigmenwechsel in der Bildungsfinanzierung: weg vom Gießkannenprinzip – also einer gleichmäßigen Verteilung von Ressourcen, unabhängig von den konkreten Bedarfen vor Ort –, hin zu einer bedarfsorientierten Ressourcensteuerung. Ziel ist es, die enge Koppelung zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufzubrechen. Schulen mit einem hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien sollen dafür zusätzliche Ressourcen erhalten – etwa mehr Lehrkräfte, verstärkte Schulsozialarbeit oder weiterführende Unterstützungsmaßnahmen. Doch was bedeutet das konkret? Welche rechtlichen, politischen und praktischen Herausforderungen sind mit diesem Ansatz verbunden? Und welche empirischen Erkenntnisse liegen in Deutschland bereits zu seiner Verbreitung, Umsetzung und Wirksamkeit vor? Dieses Beiheft der DDS – Die Deutsche Schule bietet erstmals einen systematischen Überblick über wissenschaftliche Perspektiven, empirische Befunde und praxisnahe Einblicke zu einem der zentralen Reformansätze im deutschen Bildungssystem der Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen sowohl unterschiedliche Modelle bedarfsorientierter Ressourcensteuerung auf Landes- und Kommunalebene – die aktuell insbesondere durch das Startchancen-Programm von Bund und Ländern erheblich erweitert werden – als auch grundlegende Fragen: Welche Bedarfe bestehen konkret auf Schulebene? Wie lassen sich Schulen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf identifizieren? Und wie kann eine wirksame und zielgerichtete Umsetzung gelingen? Der Band richtet sich an alle, die sich mit sozialer Bildungsungleichheit, Schulentwicklung und evidenzbasierter Bildungspolitik befassen – in Politik, Verwaltung, Praxis und Wissenschaft. (DIPF/Orig.

    Entwicklungslinien für Bildung in der Pflege. Mehr als Kompetenzen

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    Wie können die berufsbezogenen professionellen Standards in der Pflege mit der subjektiven Entwicklung von Auszubildenden und Studierenden hin zu einer verantwortungsvollen Persönlichkeitsbildung integriert werden? Die Berufsfähigkeit (Utilität) bedarf neben der organisationalen, juristischen und ökonomischen Bedingungen im konkreten Vollzug der Beachtung der Würdehaftigkeit aller beteiligten Personen und eines wertschätzenden Miteinanders. Diese Care-Perspektive erfordert die Aufnahme von differenzierten Entwicklungslinien, die in diesem Buch anhand zentraler Themen ausgeführt werden. (DIPF/Orig.

    Vom Transfer zur Transformation. Strategien der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis in der Frühen Bildung

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    Wissenschaftler:innen stehen vor der Herausforderung, mit ihrer Forschung die Praxis in der Frühen Bildung zu erreichen. Zugleich sollen Praktiker:innen wissenschaftliches Wissen zur Weiterentwicklung ihrer Arbeit nutzen. Voraussetzung hierfür ist, dass ein intensiver Austausch beider Teilsysteme wechselseitige Lernprozesse anregen und die Tätigkeit des jeweils anderen bereichern kann. Aber wie gelangt wissenschaftliches Wissen in die Praxis und praktisches Wissen in die Wissenschaft? Wie können Transferräume und -gelegenheiten geschaffen werden? Was sind Erfolgsfaktoren und wo liegen Stolpersteine? Zur Beantwortung dieser Fragen versammelt der Band unterschiedliche Ansätze aus Forschung und Praxis. (DIPF/Orig.

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