31251 research outputs found
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Über welche adaptiven Kompetenzen verfügen Schüler:innen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung? Empirische Studie \u27AKo\u27 in Niederbayern
Fake News oder Fakten? Wie Jugendliche ihre digitale Informationskompetenz einschätzen und welche Rolle Schulen und Lehrkräfte dabei spielen. Erkenntnisse aus PISA 2022
In einer digitalisierten Welt ist die Fähigkeit, Informationen kritisch zu bewerten, unverzichtbar. Doch wie gut fühlen sich Jugendliche in Deutschland darauf vorbereitet, Herausforderungen wie die Identifikation von Fake News in sozialen Medien zu meistern? Und wie schätzen sie ihre Fähigkeit ein, verlässliche Quellen im Internet zu erkennen? Diese Sonderauswertung der PISA-Studie 2022 untersucht, wie Jugendliche in Deutschland ihre digitale Informationskompetenz im Vergleich zum OECD-Durchschnitt bewerten. Dabei wird auch beleuchtet, welche zentrale Rolle Schulen und Lehrkräften zukommt, um die digitale Informationskompetenz nachhaltig zu fördern. Darüber hinaus wird analysiert, wie individuelle Merkmale – etwa Geschlecht oder sozioökonomischer Status – die selbsteingeschätzte digitale Informationskompetenz der Jugendlichen beeinflussen. Abschließend bietet die Broschüre praxisnahe Handlungsempfehlungen und konkrete Ansatzpunkte, um die digitale Informationskompetenz von Jugendlichen gezielt zu stärken. (DIPF/Orig.
Evaluation of the \u27Alternative teaching internship\u27 at the TU Dresden
Die zunehmenden Herausforderungen im Bildungssystem, insbesondere der Lehrkräftemangel in ländlichen Regionen, rücken die Praxisorientierung im Lehramtsstudium erneut in den Fokus. Vor diesem Hintergrund wurde an der Technischen Universität Dresden das Projekt „Alternatives Lehramtspraktikum“ entwickelt, das ein neuartiges, semesterbegleitendes Langzeitpraktikum erprobt. Die damit einhergehende Belastung und das Erleben des Praktikums durch die Studierenden wurden in einer explorativen, triangulativ angelegten Evaluation, die qualitative und quantitative Daten kombiniert, nachgegangen. Mithilfe von Fragebögen und Gruppengesprächen wurden Studierende zu ihren Belastungserfahrungen, ihren Kompetenzzuwächsen und der subjektiven Wahrnehmung des Praktikums befragt. Die Fragebögen wurden auch von Studierenden im regulären Blockpraktikum ausgefüllt und ermöglichen einen Gruppenvergleich. Zudem wurden schulische Akteure zur Wahrnehmung der Entwicklung der Studierenden befragt, wie auch zu den Herausforderungen und Gelingensbedingungen der Projektdurchführung. Die Ergebnisse verweisen sowohl auf Potenziale und Differenzen zwischen den Gruppen der Studierenden mit deutlichen Effektstärken wie auch auf Herausforderungen in der Projektdurchführung. Kritisch diskutiert wird insbesondere eine veränderte Theorie-Praxis-Relation. Die Ergebnisse bieten eine empirische Grundlage für die Weiterentwicklung und mögliche Verstetigung des Formats im Schuljahr 2025/26. (Autorin)The increasing challenges in the education system, in particular the shortage of teachers in rural regions, are once again focussing on the practical orientation of teacher training courses. Against this backdrop, the ‘Alternative Teaching Internship’ project was developed at the Technical University of Dresden, which is trialling a new type of long-term internship during the semester. The associated stress and the students\u27 experience of the internship were analysed in an explorative, triangulative evaluation combining qualitative and quantitative data. With the help of questionnaires and group discussions, students were asked about their experiences of stress, their competence gains and their subjective perception of the internship. The questionnaires were also completed by students on the regular block placement, enabling a group comparison. In addition, school stakeholders were asked about their perception of the students\u27 development, as well as the challenges and conditions for the success of the project implementation. The results indicate both potential and differences between the groups of students with clear effect sizes as well as challenges in project implementation. In particular, a changed theory-practice relationship is discussed critically. (Author
Ansprüche, Möglichkeiten und Praxis Forschenden Lernens in der universitären Lehrerbildung: Entwicklungserwartungen an drei Universitätsstandorten
In der universitären Lehrer:innenbildung werden vielfältige Erwartungen an das Konzept Forschendes Lernen gerichtet. Sie reichen von der Entwicklung forschungsmethodischer Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz über den Aufbau der Kompetenz zur (kritischen) Rezeption von Forschungsergebnissen und von Reflexionskompetenz bis hin zur Anbahnung einer forschenden Grundhaltung. Teilweise werden mit Forschendem Lernen auch Erwartungen hinsichtlich der (künftigen) Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung verbunden. Der Beitrag gibt Einblick in vier empirische Studien an drei Universitätsstandorten, in denen Entwicklungserwartungen im Kontext Forschenden Lernens in verschiedenen schulpädagogischen und fachdidaktischen Settings und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich konzeptioneller Verankerungen, Möglichkeiten und Praxen der Herstellung von bzw. des Umgangs mit Entwicklungserwartungen deutlich. (DIPF/Orig.
Expedition Bildungsgerechtigkeit. Ergebnisse und Erfahrungen von der Suche nach dem Schlüssel zur Zukunft von Kindern und Jugendlichen
Bildungsgerechtigkeit ist der Schlüssel zur Zukunft einer wachsenden Zahl von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Sicherung von Bildungsgerechtigkeit stellt demnach eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Diese Publikation dokumentiert Ergebnisse und Erfahrungen einer Expedition, die an 12 Schulen in Bremen und Bremerhaven Station gemacht hat um der Frage nachzugehen, was Bildungsgerechtigkeit heute bedeutet und wie sie hergestellt wird. Neben einer Schärfung des vielschichtigen Konzepts Bildungsgerechtigkeit wurde auf diese Weise ein wertschätzender Blick geworfen auf Schule und die beteiligten Verantwortlichen, Kinder und Jugendlichen. Sie leisten unter herausfordernden Bedingungen täglich Großartiges; auf diese Weise wirken sie modellhaft und inspirierend für andere. (DIPF/Orig.
Perfektibilität als anthropologisches Grundprinzip inklusiven Unterrichts
Rousseau, der den Begriff Perfektibilität erdachte, um das menschliche Bedürfnis zu beschreiben, sich zu bilden und seinen freien Willen zu nutzen, erfand auch das Programm der negativen Erziehung, dessen erster Grundsatz darin besteht, genügend Zeit für die Verarbeitung des neuen Wissens zu geben. Die Lernenden bestimmen das Tempo des Lernens. Die Aufgabe der Lehrkräfte besteht darin, interessante Themen und Fragestellungen anzubieten, und zwar so, dass alle verschiedenen Lernmodalitäten für jeden einzelnen Lernenden berücksichtigt werden. In Anbetracht dieses Konzepts können wir Rousseau auch als Erfinder der integrativen Bildung bezeichnen. (DIPF/Orig.)Rousseau, who invented the term perfectibility to describe the human need to educate oneself and use one‘s free will, also invented the programme of negative education, the first principle of which is to give sufficient time to process new knowledge. The learner determines the pace of learning. The teacher‘s task is to offer interesting topics and questions in such a way that all the different learning modalities for each individual learner are taken into account. In view of this concept, we can also call Rousseau the inventor of inclusive education. (DIPF/Orig.
Inklusionspädagogik mit Montessori. Chancen, Grenzen und Perspektiven eines ambivalenten Konzepts
Montessori-Pädagogik bewegt sich zwischen empathischer Anregung und selbstgesteuerter Zumutung sowie zwischen Anerkennung und Domestizierung der Andersheit Lernender. Dieser Ansatz lässt sich in Auseinandersetzung mit Ableismus-Diskurs und Disability Studies machtkritisch reformieren und für eine dialogische Didaktik und selbstreflexiv-fallarbeitsorientierte Lehrer*innnenbildung nutzen. (DIPF/Orig.)Montessori education moves between empathic impulses and self-regulated imposition as well as between recognition and domestication. Its approach can be reformed regarding power asymmetries in discussion over ableism and disability studies to reach dialogic didactics – especially in teacher education based on self-reflection and casework. (DIPF/Orig.
Schreibberatung und Peer-Feedback zu digitalen Textprodukten von Lernenden der SEK I. Förderung produktiver, digital-multimodaler Texthandlungskompetenzen
Diese Dissertation untersucht die Wirkung individualisierter, kriteriengeleiteter und sprachprofilierter Rückmeldungsformate (Schreibberatung und Peer-Feedback) auf die Qualität digitaler Textprodukte der schulischen Gattung „Figurenbeschreibung“ bei Siebtklässler:innen. Ziel ist es, die Förderung produktiver, digital-multimodaler Texthandlungskompetenzen in digitalen Schreibumgebungen zu erfassen. Die empirische Studie folgt einem quasi-experimentellen Mixed-Method-Design mit Prä-Posttest und Kontrollgruppe. Dabei wird das latente Kompetenzmerkmal anhand analytisch-kriterialer Verfahren überprüft. Die Arbeit erschließt ein bislang wenig erforschtes Feld der Textschreibdidaktik und entwickelt theoretisch ein Modell zur Dynamik digitaler Textproduktion. Sie verbindet aktuelle Ansätze zur lernförderlichen Situierung von Schreibprozessen mit expliziten Perspektiven auf Digitalität und Multimodalität. Die Untersuchung trägt zur Entwicklung einer schulischen Textschreibdidaktik bei, die digitale Schreibformate systematisch integriert. (DIPF/Orig.
Förderung der Variablenkontrollstrategie im Sachunterricht. Wirksamkeit verschiedener Selbstlernmaterialien in Abhängigkeit von individuellen Lernervoraussetzungen
Die Variablenkontrollstrategie (VKS) beschreibt den Umgang mit Variablen beim naturwissenschaftlichen Experimentieren. Studien zeigen, dass bereits Grundschulkinder die Strategie anwenden können, aber bis ins Erwachsenenalter Probleme beim korrekten Umgang mit der VKS existieren. Daher scheint eine frühe Förderung VKS-bezogener Fähigkeiten sinnvoll. Zu diesem Zweck wurden zunächst entsprechende Materialien in Form von Lösungsbeispielen sowie gestuften Lernhilfen zu physikbezogenen bzw. alltäglichen Kontexten entwickelt. Ihre Wirksamkeit im Hinblick auf den Erwerb VKS-bezogener Fähigkeiten wurde mit einer Stichprobe von N=188 Grundschulkindern im Rahmen einer Interventionsstudie im Prä-Post-Design untersucht. Es wurden zusätzlich Daten zur Lesekompetenz, zur Selbstregulationskompetenz und zum Selbstkonzept erhoben, um den Einfluss von personenbezogenen Merkmalen auf den Erwerb der VKS zu untersuchen. Zur Erfassung der VKS-bezogenen Fähigkeiten wurde ein Test entwickelt, der neben schriftlichen Items auch Items mit Realexperimenten einbezieht. Mit der Untersuchung konnte aufgezeigt werden, dass sowohl die Lösungsbeispiele als auch die Aufgaben mit gestuften Lernhilfen gleichermaßen zur Förderung von VKS-bezogenen Fähigkeiten in der Grundschule geeignet sind. Allerdings scheint für Lernende mit geringem Vorwissen und niedrigen Werten bzgl. der weiteren erfassten Merkmale der Einsatz von Lösungsbeispielen effektiver. (DIPF/Orig.
Eine vergleichende Betrachtung der Überzeugungskraft von Experimenten zum Teilchenmodell
Dass Materie aus diskreten Teilchen besteht, ist eine bedeutende Erkenntnis naturwissenschaftlicher Forschung und in der Sekundarstufe I fester Bestandteil des Schulunterrichts. Submikroskopische Teilchen können aber nicht mit dem menschlichen Auge erfasst werden und unterscheiden sich in ihren Eigenschaften stark von makroskopischen Objekten, die wir aus dem Alltag kennen. Diese Umstände erschweren es Schüler:innen, wissenschaftlich angemessene Vorstellungen von Teilchen aufzubauen, selbst wenn diese im Unterricht explizit thematisiert werden. Deshalb stellt sich die Frage, welche Experimente zum Teilchenmodell auf Schüler:innen überzeugend wirken. Um dies zu untersuchen, wurden N=153 Schüler:innen der achten Jahrgangsstufe mithilfe von Fragebögen befragt. Darin wurde unter anderem die Übereinstimmung mit unterschiedlichen Aspekten des Teilchenmodells erhoben und erfasst, inwiefern Beobachtungen aus Experimenten dabei eine Rolle spielen. Die Experimente wurden in Form interaktiver Videos präsentiert und ermöglichten es den Schüler:innen, während des Betrachtens die Rolle der experimentierenden Person einzunehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Experimente als überzeugend wahrgenommen werden, die inhaltlich weniger schwierig sind und anschauliche Phänomene in den Mittelpunkt stellen. Außerdem lassen sich hier gewonnene Erkenntnisse auf andere Themenbereiche übertragen, da sie sich auf allgemeine Merkmale der Experimente, wie die Komplexität des Aufbaus, beziehen. (DIPF/Orig.