German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Wirksame Didaktik – guter Unterricht

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    Der Text untersucht die Grundlagen und Praktiken einer inklusiven Didaktik, die sowohl akademische Kompetenzen als auch soziale Partizipation und emotionales Wohlbefinden aller Schülerinnen und Schüler fördern soll. Es werden theoretische Konzepte wie die Allgemeinbildung nach Klafki und die psychologische Didaktik nach Aebli erörtert, wobei insbesondere die Bedeutung der Tiefenmerkmale des Unterrichts betont wird. Zudem wird das Konzept des Universal Design for Learning (UDL) vorgestellt, das auf die vielfältigen Bedürfnisse von Lernenden eingeht und flexible Zugänge zum Lernen bietet. Die praktische Umsetzung inklusiver Didaktik erfordert eine sorgfältige Situationsanalyse, personalisierte Lernziele und eine effektive Klassenführung, um Barrieren abzubauen und allen Lernenden den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Dabei wird betont, dass der Erfolg inklusiven Unterrichts von der positiven Haltung und den Kompetenzen der Lehrpersonen abhängt. (DIPF/Orig.)The text examines the foundations and practices of inclusive didactics, aimed at promoting both academic skills and the social participation and emotional well-being of all students. Theoretical concepts such as general education according to Klafki and psychological didactics according to Aebli are discussed, with particular emphasis on the deep features of teaching. Additionally, the concept of Universal Design for Learning (UDL) is introduced, which addresses the diverse needs of learners and offers flexible approaches to learning. The practical implementation of inclusive didactics requires careful situational analysis, personalized learning objectives, and effective classroom management to remove barriers and ensure access to education for all learners. It is emphasized that the success of inclusive teaching depends on the positive attitude and competencies of the teachers. (DIPF/Orig.

    Heterogen qualifizierte Lehrpersonen an Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

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    Heterogen qualifizierte Lehrkräfte werden zunehmend an Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigt. Dazu gehören neben Personen ohne eine pädagogische Ausbildung auch Quer- und Seiteneinsteiger:innen, Lehramtsstudierende und internationale Lehrkräfte. Außerdem werden bereits seit Jahrzehnten Lehrpersonen in Fächern eingesetzt, die sie nicht studiert haben. Die Bedeutung des Phänomens des fachfremd erteilten Unterrichts nimmt infolge des Lehrkräftemangels jedoch ebenfalls zu. Diese verschiedenen Gruppen von Lehrpersonen werden im zehnten Band der IGSP-Publikationsreihe fokussiert. Die Beiträge zeigen empirische Befunde aus den drei Ländern auf und diskutieren diese im Zusammenhang mit Fragen zu Professionalität und Professionalisierung von Lehrkräften. (DIPF/Orig.

    Mit Sachunterricht Zukunft gestalten?! Herausforderungen und Potenziale im Kontext von Komplexität und Ungewissheit

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    Ein sich wandelndes Verständnis von Wissen unter den Bedingungen aktueller Phänomene von Digitalität und Künstlicher Intelligenz, Klimawandel, Krieg, Pandemien, einer Fragilität und Pluralität von Lebenswelten und der Orientierung von Kindern in ebendiesen Wissensnetzwerken standen im Fokus der GDSU-Jahrestagung 2024 an der Leibniz Universität Hannover: Welche Fähigkeiten und Kompetenzen benötigen Kinder zukünftig, um sich mit den Dingen der Welt auseinandersetzen zu können und wie kann Sachunterricht inter-/transdisziplinär bzw. aus einem vielperspektivischen Verständnis heraus diese Themen aufgreifen, um eine Anbahnung von ,future skills‘ zu begleiten? Die Beiträge dieses Bandes greifen die damit verbundenen Fragen grundlegend für ein Verständnis der Didaktik des Sachunterrichts auf, sie reflektieren diese in Bezug auf perspektivenübergreifende und perspektivenbezogene Zusammenhänge sachbezogener Bildung und setzen sich mit professionstheoretischen Fragestellungen auseinander. (DIPF/Orig.

    Zukunftsorientierter Sachunterricht – eine Modellierung zur Gestaltung perspektivenvernetzender Themen

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    Im Kontext perspektivenbezogener Fragestellungen greifen die Autor*innen das Prinzip der Vielperspektivität auf, indem sie ein Vorgehen beschreiben, in welcher Weise Themen im Sachunterricht so aufbereitet werden können, dass die Vernetzung von Zugängen konsequent in der Planung von Unterricht berücksichtigt wird. (DIPF/Orig.)In an increasingly complex and uncertain world, a central challenge of Primary Social and Science Education (PSSE) is to enable children to reflect on, analyze, utilize, and shape the phenomena of their living environment. This is especially true for the present, digitally and media-influenced world that can be shaped. The Perspektivrahmen for PSSE (PR) provides five perspectives and, beyond that, exemplary perspective-integrating topic areas (PVTs) as gateways to this multifaceted process of understanding the world. A key challenge of the PVTs conceptualized in the PR lies in the systematic design of perspective integration – particularly since the relationship between perspective-specific topics and PVTs remains unresolved. This paper focusses: How can perspective-integrating thematic fields and topics be systematically derived or developed from PVTs? For this purpose, a general model is developed and illustrated using aspects of the PVT Digitalization and Media. (DIPF/Orig.

    "Künstliche Intelligenz" im eigenen Unterrichtsfach vermitteln. "Will und kann ich das lernen?"

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    Im Beitrag werden bereits im Schuldienst tätige Lehrpersonen in den Fokus genommen und es wird der Frage nachgegangen, inwiefern das Erleben kognitiver Anstrengung und Belastung beim Lernen über KI-Inhalte mit individuellen Faktoren zusammenhängt. Eine Querschnittsstudie mit mehr als 100 Lehrkräften liefert erste Anregungen dafür, was bei der Gestaltung von Professionalisierungsmaßnahmen vor dem Hintergrund des Conceptual Change Ansatzes berücksichtigt werden sollte. (DIPF/Orig.

    Intersektionale Resilienz. Wechselwirkungen von Vulnerabilität und Widerstand

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    Vor dem Hintergrund der Risiken von Pathologisierung und Stereotypisierung wird in den letzten Jahren zunehmend eine Abkehr von Defizitorientierungen auf marginalisierte Personengruppen angestrebt, um vermehrt Möglichkeiten zur Bewältigung von Diskriminierung zu fokussieren. In diesem Zusammenhang gewinnt Resilienz an Bedeutung. Im deutschsprachigen Diskurs wird jedoch versäumt, Resilienz intersektional zu konzipieren. Anhand aktueller empirischer Erkenntnisse zu Personen mit mehrdimensionalen Diskriminierungserfahrungen wird diskutiert, inwieweit diese intersektionalen Positionierungen auch als protektive Faktoren verstanden werden können. Es wird angenommen, dass trotz Marginalisierung und Isolation in einer bestimmten Identitätskategorie die Zugehörigkeit zu und die Identifikation mit einer anderen zur Resilienz der Betroffenen beitragen können. (DIPF/Orig.

    Masking bzw. Camouflaging als eine zentrale Strategie autistischer Mädchen – Bewältigungsstrategie und zugleich selbst eine Belastung?

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    Menschen im Autismus-Spektrum erleben in Bildungsorganisationen wie Schule und Universität oft hohe Belastungen. Eine Strategie des Umgangs damit ist das sog. Masking bzw. Camouflaging, worunter eine Anpassung an Verhaltensweisen neurotypischer Menschen verstanden wird. Besonders Mädchen und Frauen, die gut maskieren, werden oft erst spät diagnostiziert. Masking dient im Kontext von schulischer oder beruflicher Integration, in Freundschaften und Partnerschaften der Realisierung von Teilhabe. Es kann auch Ablehnung und Mobbing verringern, daher wird es von vielen Autist*innen als Überlebensstrategie beschrieben. Zugleich ist es aber so anstrengend, dass es Overload, Meltdown und Shutdown begünstigen kann. Der Beitrag soll einen ersten Einblick in den Forschungsstand und Hinweise zum pädagogischen Umgang mit Masking geben. (DIPF/Orig.

    Wissenschafts-Praxis-Kooperation als Ressource für innovative Strategien zur Unterstützung didaktisch-diagnostischen Handelns im inklusiven (Sach-)Unterricht

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    Der vorliegende Beitrag diskutiert, wie Innovationen nachhaltig in Schulpraxis implementiert werden können. Dabei zeigt sich der problembehaftete Theorie-Praxis-Transfer als zentrale Herausforderung in der Weiterentwicklung inklusiver, resilienter Bildungseinrichtungen, welche durch Design-Based Research (DBR) angegangen werden kann. Das Projekt DiPoSa – Didaktisch-diagnostische Potenziale inklusionsorientierten Unterrichts nutzt eine DBR-typische enge Wissenschafts-Praxis-Kooperation, um praxisrelevante Konzepte zu entwickeln. Im Beitrag werden sogenannte Entwicklungskonferenzen (EK), als kollaborativ-dialogisch angelegtes Format der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis zentral gestellt. Erste Evaluationsergebnisse der EK zeigen positive Effekte auf die Zusammenarbeit, allerdings auch Herausforderungen, etwa in der Rollenklärung und der Wahrnehmung des persönlichen Nutzens durch die Beteiligten. (DIPF/Orig.

    The critique machine. Reconstructing the production process of generic critique in the educational sciences

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    This paper explores the extent to which critique in the educational sciences can be mechanized. This is the case when critique of pedagogical concepts and discourses is entirely determined by the structures and processes of the critique itself. If the process of critique functions independently of the specificity and concreteness of its object, the critique can be called generic and the critical system a trivial, that is, non-dynamic, machine. In these cases, the critique machine is cognitively closed and yields no information about the criticized concepts, structures, or phenomena. The paper argues that this, in fact, represents a significant proportion of critique in the educational sciences. The critique machine, as reconstructed here, consists of a sequence of four process stages. Finally, it is demonstrated that there are structural inconsistencies between these process stages. (DIPF/Orig.

    Die Entwicklung von Begabungen als Bildungsziel. Zur Relevanz verschiedener Theorien des guten Lebens

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    Dieser Beitrag untersucht das Bildungsziel einer Entwicklung von Begabungen und fragt, inwiefern sich dieses Ziel unter Verweis auf bestimmte Theorien des guten Lebens begründen lässt. Zunächst werden Begabungen, Talente und Potenziale begrifflich genauer erläutert. Anschließend wird dafür argumentiert, dass der Verweis auf den Wert von Selbstverwirklichung die Entwicklung individueller Begabungen nicht überzeugend begründen kann. Stattdessen werden positive mentale Zustände, die durch die Entwicklung von Begabungen ermöglicht werden, genauer in den Blick genommen. Diese positiven mentalen Zustände können zum Beispiel als erfüllend, bereichernd und herausfordernd beschrieben werden. Weiterhin wird gezeigt, dass hybride Theorien des guten Lebens, die subjektive und objektive Elemente verbinden, den Wert dieser mentalen Zustände besonders gut begründen können. Schließlich wendet die Autorin die vorangegangenen Überlegungen auf die Förderung von Begabungen in der schulischen Bildung an. Dadurch wird es fraglich, dass die Förderung von ausgeprägten Begabungen oder Talenten einen besonders wichtigen Beitrag zum individuell guten Leben der jeweiligen Schüler:innen leistet. Stattdessen sollte berücksichtigt werden, dass der Beitrag der Begabungsentwicklung zum guten Leben gerade für die bisher eher leistungsschwächeren Schüler:innen besonders relevant ist. (DIPF/Orig.

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