31251 research outputs found
Sort by
Selbstreflexionen im Seminar – und dann auch noch schriftlich?! Zum Stellenwert narrativen Schreibens für die professionsorientierte Selbsterkundung
Der Beitrag setzt sich kritisch mit der eigenen Lehrpraxis in einem Begleitseminar zum Praxissemester auseinander und thematisiert dabei die hochschuldidaktische Einbindung schriftlicher Reflexionen im Allgemeinen, den möglichen Beitrag von "narrativer Identität" (vgl. Welsen & Ricoeur 2005) sowie das Verhältnis zwischen authentischen schriftlichen Reflexionen der Studierenden und deren Weiterbearbeitung als Sekundärreflexion. Im Zusammenhang damit wird das eingesetzte Reflexionsinstrument diskutiert, das auf den Erkenntnissen der eigenen Promotionsstudie zum Thema pädagogische Authentizität beruht. Zudem wird hinterfragt, was es für die schriftlichen Reflexionen bedeuten kann, wenn die Sekundärreflexionen auch als Prüfungsleistung eingebracht werden können. (DIPF/Orig.
"Ich weiß ja nicht, ob das seinen Schreibprozess dann fördert, so, wenn er nur diktiert". Überzeugungen von Lehramtsstudierenden zum Umgang mit körperlich-motorischen Einschränkungen im inklusiven Schreibunterricht
Im Projekt „Individual Concepts and Professional Abilities in Diverse Learning Environments“ (CAPABLE) rekonstruieren die Autorinnen kollektive Überzeugungen von Studierenden des Grundschullehramts und der Sonderpädagogik (7 Gruppendiskussionen, N = 29) angesichts der Planung eines inklusiven Schreibprojektes. Unterrichtsplanungen im Sinne von Handlungsplanungen sind als Schnittstelle zwischen Disposition und Performanz für die Professionsforschung relevant, da hier Wissensfacetten, wahrgenommene Handlungspotenziale und leitende Überzeugungen interagieren und sichtbar werden können. Am Beispiel des Förderschwerpunkts „Körperlich-motorische Entwicklung“ rekonstruieren sie Überzeugungen zu inklusiven schreibdidaktischen Lehr-Lernprozessen und zum Lernbereich Schreiben. (DIPF/Orig.
Kreativität neu denken: Projektarbeit im Dialog mit künstlicher Intelligenz. Fächerübergreifende Forschungsarbeiten an Universitäten und Berufskollegs
In einer Welt, in der Computer in rasender Geschwindigkeit Wissen und Informationen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zur Verfügung stellen, bieten viele Universitäten Online-Vorlesungen und -Seminare an. Universitäten und Berufskollegs stehen deshalb vor der wichtigen Frage: Wie sollen Studierende auf ihr zukünftiges Leben in einer digitalen Welt vorbereitet werden? Angesichts dieser Fragestellung ist die Förderung von Kompetenzen und Fähigkeiten unabdingbar, die ausschließlich Menschen beherrschen können – dazu zählen Kreativität, intellektuelle Verknüpfungen und Erkenntnisse aus Diskussionen. Diese Fragen werden in diesem Bericht hinterfragt und Projektaufgaben als Werkzeug zur Kreativitätsentwicklung in der KI-Welt vorgeschlagen. Die künstliche Intelligenz (KI) ist kein Ersatz, sondern ein Werkzeug zur Unterstützung und Vertiefung menschlicher Kreativität. Die wahren kreativen Menschen der Zukunft werden demnach nicht jene sein, die KI passiv für sich arbeiten lassen, sondern jene, die sie aktiv in neue Überlegungen, Forschungsansätze, Teamarbeit und Innovationen integrieren. (DIPF/Orig.)In a world where computers provide knowledge and information from various scientific disciplines at breakneck speed, many universities offer online lectures and seminars. Universities and vocational colleges are therefore faced with the important question: How should students be prepared for their future lives in a digital world? In view of this question, the promotion of competencies and skills that only humans can master is indispensable – these include creativity, intellectual connections, and insights gained from discussions. These questions are examined in this report, and project tasks are proposed as a tool for creativity development in the AI world. Artificial intelligence (AI) is not a substitute, but a tool to support and deepen human creativity. The truly creative people of the future will therefore not be those who passively let AI work for them, but rather those who actively integrate it into new considerations, research approaches, teamwork, and innovations. (Author
Stigmatisierung von Eltern mit psychischen Erkrankungen – exemplarische Auswirkungen und Implikationen für die Praxis
Eltern mit psychischen Erkrankungen erleben häufig Prozesse von öffentlicher Stigmatisierung und Selbststigmatisierung, welche zumeist mit negativen Bewertungen ihrer Kompetenzen in der Elternschaft einhergehen. Die Auswirkungen dieser Stigmatisierung sind vielfältig und werden unterschiedlich wahrgenommen. Fachkräfte, die mit betroffenen Eltern und deren Kindern sowie weiteren Familienmitgliedern in Kontakt kommen, müssen sich dieser erlebten Stigmatisierungen und deren Auswirkungen bewusst sein, um gezielte Unterstützung der Familien zu ermöglichen. (DIPF/Orig.
Innovation in der Rehabilitation – mehr als Technologie
Im letzten Jahrzehnt haben digitale Innovationen viele Aspekte und herkömmliche Praktiken des Alltags- und Berufsleben verändert und in Frage gestellt. Auch Organisationen und Einrichtungen des Rehabilitations- und Gesundheitswesens haben begonnen, sich mit der digitalen Transformation zu befassen, um die Vorteile der fortgeschrittenen Digitalisierung zu nutzen und so die Teilhabemöglichkeiten ihrer Klient:innen zu verbessern. Rehabilitationspädagog:innen kommt in diesen Prozessen eine besondere Rolle zu. Sie sind an den Schnittstellen zwischen den Klient:innen und Mitarbeitenden (Mikroebene), den Organisationsstrukturen der Einrichtungen (Mesoebene) und den gesellschaftlichen Anforderungen (Makroebene) tätig. Um diesen Anforderung gerecht werden zu können, müssen Rehabilitationspädagog:innen entsprechend ausgebildet werden. In diesem Beitrag wird exemplarisch die Gestaltung des Bachelor-Studiengangs "Rehabilitationspädagogik" mit dem Schwerpunkt "Reha-Innovation für gesellschaftliche Teilhabe und Transformation" beschrieben, der diese neuen Anforderungen in den Blick nimmt. (DIPF/Orig.
Rehabilitationspädagogik und Netzwerkanalyse. Eine Synthese
Der vorliegende Beitrag führt zwei Disziplinen zusammen. Die Rehabilitationspädagogik und die Soziologie, genauer eine Methode der Soziologie: die Netzwerkanalyse. Dieses Verfahren bietet viele Möglichkeiten, um sich einen Überblick über bestehende oder auch nicht bestehende, aber mögliche Beziehungen zu verschaffen und damit eine Kenntnis über nicht genutzte Ressourcen zu erlangen. Sowohl auf Ebene einzelner Akteur:innen (egozentrierte Netzwerke) als auch auf Ebene sogenannter Gesamtnetzwerke – zum Beispiel verschiedene Einrichtungen, die Menschen mit Unterstützungsbedarf betreuen oder der Austausch von Mitarbeiter:innen untereinander. Ziel ist es zu verdeutlichen, dass diese Methode Unterstützungsbedarfe optimieren kann. (DIPF/Orig.
Il peer tutoring a scuola. Il progetto "La Banca del Tempo" per l\u27educazione socio-emotiva in adolescenza
Questo volume racconta la nascita di un progetto di peer tutoring fra scuole di diverso ordine e illustra una ricerca sul progetto stesso, con l’obiettivo di esplorare l’efficacia nella prevenzione del disagio giovanile di strategie educative basate su cooperazione e solidarietà. Dati recenti – in particolare nel periodo post-pandemico – evidenziano l’incremento di fenomeni di malessere tra gli adolescenti, fra cui ansia, bullismo, disorientamento relazionale. Emerge la necessità di rafforzare nei giovani le competenze trasversali, le life skill: empatia, capacità relazionali, gestione delle emozioni. Il progetto, denominato “La Banca del Tempo” dai giovani protagonisti dell’iniziativa, si propone di rispondere a questo bisogno. La ricerca analizza in particolare ciò che i tutor, cioè gli studenti che aiutano, apprendono dalla loro esperienza in questo progetto. I risultati delle indagini quanti-qualitative indicano miglioramenti nelle competenze relazionali, nell’autostima e nella consapevolezza metacognitiva dei partecipanti. Il lavoro offre un contributo alla validazione del peer tutoring come strumento per promuovere benessere, prevenire il disagio e costruire reti di sostegno tra pari. (DIPF/Orig.)Aktuelle Daten – insbesondere aus der Zeit nach der Pandemie – zeigen eine Zunahme von Schwierigkeiten im Jugendalter, darunter Angstzustände, Mobbing und Beziehungsprobleme. Die Entwicklung von Life Skills wie Empathie, Beziehungsfähigkeit, Umgang mit Emotionen wirkt diesen Schwierigkeiten entgegen. Davon ausgehend entstand an verschiedenen Schulen der Sekundarstufe das Peer-Tutoring-Projekt „La Banca del Tempo” mit dem Ziel jugendliches Wohlbefinden mit Hilfe von kooperations- und solidaritätsorientierten Bildungsstrategien zu fördern. Die Studie analysiert insbesondere die Erfahrungen der jungen Tutorinnen und Tutoren, d. h. der helfenden Schüler*innen und was sie aus diesem Peer-Tutoring-Projekt gelernt haben. Die Ergebnisse der quantitativ-qualitativen Untersuchung zeigen eine Stärkung der Beziehungskompetenz, des Selbstwertgefühls und des metakognitiven Bewusstseins. Peer Tutoring steigert demnach das Wohlbefinden von Jugendlichen und fördert die Bildung von haltgebenden Netzwerken zwischen Gleichaltrigen. (DIPF/Orig.
Addressing language deficits. Language adaptation suggestions for Lubo from Outer Space! – Preschool version
Forschungsergebnisse deuten auf eine hohe Komorbidität von psychischen Auffälligkeiten und sprachlichen Problemen hin. Letztere bleiben häufig unerkannt und werden in der Förderung entsprechend nicht spezifisch adressiert. Um die Zugänglichkeit und Wirksamkeit von Fördermaßnahmen für Kinder mit geringen sprachlichen Fähigkeiten zu erhöhen, besteht die Notwendigkeit der Reduktion sprachlicher Barrieren. Das Ziel des Beitrags ist die systematische Identifizierung potenzieller sprachlicher Herausforderungen am Beispiel des Förderprogramms Lubo aus dem All! - Vorschulalter, basierend auf einer begründeten Auswahl sprachheilpädagogischer Prinzipien. Es sollen Anpassungsvorschläge zur Verbesserung der sprachlichen Verständlichkeit und zur Implementation von Maßnahmen zur Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten exemplarisch vorgestellt werden. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial einer verstärkten interdisziplinären Sensibilisierung und Kooperation. Sie bieten Anhaltspunkte für die Analyse sprachlicher Herausforderungen und Anpassungen weiterer Präventions- und Interventionsprogramme. (DIPF/Orig.)Research findings indicate a high comorbidity of emotional and behavioral problems and language deficits. The latter often remain unrecognized and are therefore not specifically addressed in educational support. In order to increase the accessibility of evidence-based programs targeting social-emotional development for children with language deficits, there is a need to reduce language barriers. The aim of this article is to systematically identify potential language barriers based on a well-founded selection of principles of teaching with a focus on language support using the example of the Lubo from Outer Space – Preschool Version program. The suggestions for adaptation relate both to the improvement of language comprehensibility of the program and to the implementation of measures to improve language skills. The results illustrate the potential of increased interdisciplinary sensitivity and cooperation. They can provide useful suggestions for the analysis of language barriers and adaptations of further prevention and intervention programs. (DIPF/Orig.
A contribution to the discussion on Noëlle Behringer\u27s critical remark on the concept of New Authority
Der Kritik Noëlle Behringers (ESE 5/2023) am Konzept der „Neuen Autorität“ (NA) wird in diesem Diskussionsbeitrag auf zweierlei Weise begegnet: Erstens wird argumentiert, dass sich die an das Konzept herangetragene Kritik auf Aspekte beziehen könnte, die in generellen Risiken des pädagogischen Handlungsfeldes begründet liegen. Und zweitens wird dargelegt, dass Kritik von Beispielen einer konkreten Praxis noch nicht hinreichend ist, um das Konzept selbst zu treffen. (DIPF/Orig.)The criticism of Noëlle Behringer (ESE 5/2023) regarding the concept of “New Authority” (NA) is addressed in this discussion in two ways: First, it is argued that the criticism directed at the concept might relate to aspects that are rooted in general risks within the field of educational practice. Secondly, it is explained that criticism based on examples of specific practices is not sufficient to challenge the concept itself. (DIPF/Orig.
Focus on emotion and relationships in the school context. The bondingboard as a tool for dialogue, reflection and psychoeducation
Der Beitrag führt das Bindungsbrett als innovative Figurentechnik ein, die dazu dient, Emotions- und Beziehungsdynamiken mithilfe eines symmetrischen Spielbretts mit den Achsen Erregungsniveau und emotionale Nähe darzustellen. Nach der theoretischen Fundierung in der Bindungstheorie werden die praktischen Einsatzmöglichkeiten im pädagogischen Kontext erläutert: Gespräche mit Schüler:innen und Eltern, Selbstreflexion von Lehrkräften sowie Anwendungen in Psychoedukation. (DIPF/Orig.)The article presents the Bondingboard, a technique for visualizing emotional and relationship dynamics on a symmetrical game board defined by two axes: arousal level and emotional closeness. After providing a theoretical foundation rooted in attachment theory, the article explores practical applications of this technique within the educational context, including discussions with students and parents, self-reflection for teachers, and uses in psychoeducation. (DIPF/Orig.