German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Assistive Technologien und Doing Family in der Kommunikation mit heimbeatmeten Kindern und Jugendlichen

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    In Deutschland gibt es Schätzungen nach etwa 2.000 beatmete Kinder, die im höchsten Maße auf lebensnotwendige und unterstützende Technik angewiesen sind. In der häuslichen Intensivpflege wird dafür auf ein an Versorgungsbedarfen abgestimmtes Set an assistiven Technologien zurückgegriffen. Der vorliegende Beitrag untersucht, inwiefern assistive Technologien zur Herstellung von Familie beitragen. Spezifischer wird mittels 18 leitfadengestützter Interviews mit Eltern heimbeatmeter Kinder und Jugendlicher analysiert, wie in den Familien kommuniziert wird und welche Kommunikationstechnologien zum Einsatz kommen. Es zeigt sich, dass bei verbalen Einschränkungen innerfamilial trotz begrenztem Informations- und Aussagegehalt zumeist nonverbal kommuniziert wird. Auch wenn das Potenzial assistiver Kommunikationstechnologien von Familien anerkannt wird, findet deren Einsatz zumeist im Kontext von Schule oder Social Media statt. (DIPF/Orig.

    Möglichkeiten und Grenzen der ICF im Förderprozess der Rehabilitationspädagogik

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    Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) ist Teil der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelten Diagnose- und Kategoriensysteme zur Beschreibung gesundheitsrelevanter Aspekte für Menschen. Das der ICF zugrundeliegende bio-psycho-soziale Modell bezieht dabei Faktoren auf individueller und gesellschaftlicher Ebene ein und schafft damit die Möglichkeit einer ganzheitlichen Beschreibung von Menschen mit einem Gesundheitsproblem. Dabei eröffnet insbesondere die Möglichkeit der detaillierten Beschreibung der Teilhabefähigkeiten Potenziale der Nutzung innerhalb rehabilitationspädagogischer Prozesse. Die Umsetzung der ICF ist jedoch auch mit Herausforderungen verbunden. (DIPF/Orig.

    Die Bedeutung von Kooperation bei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im Kontext von gesundheitlicher Beeinträchtigung in Familien

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    Um Familien, in denen ein Familienmitglied von einer gesundheitlichen Beeinträchtigung betroffen ist, zu unterstützen, bedarf es der Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen. Dabei ist es relevant, die Familie und ihr Umfeld als Gesamtes zu betrachten und in den Prozess der Unterstützung zu integrieren. Kooperation in der Arbeit mit betroffenen Familien entsteht eher beiläufig und folgt zumeist keinen festen Strukturen. Der Beitrag beleuchtet ausgewählte Aspekte zur Gestaltung von multiprofessioneller und interdisziplinärer Kooperation im Kontext von Kindern und Jugendlichen in der Rolle als Angehörige von Familienmitgliedern mit gesundheitlicher Beeinträchtigung sowie die mögliche Rolle der Rehabilitationspädagogik. (DIPF/Orig.

    Decolonizing geography education? Zur Bedeutung post- und dekolonialer Perspektiven in der Geographiedidaktik

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    Ausgehend von persönlichen Erfahrungen des Verfassers in der Hochschullehre wird reflektiert, inwiefern post- und dekolonialen Perspektiven in der Geographiedidaktik sowohl in fachlicher als auch in pädagogischer Hinsicht Bedeutung zukommt. Dazu werden entsprechende Bezüge skizziert, ein Seminarkonzept vorgestellt und mögliche Implikationen für zukünftige Forschung und Lehre im Bereich Lehrer*innenbildung vorgeschlagen. (DIPF/Orig.

    Künstliche Intelligenz in der beruflichen Bildung. Rechtliche Anforderungen nach der KI-Verordnung

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    Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der beruflichen Bildung eröffnet neue Möglichkeiten: Lernverläufe können algorithmisch erfasst, Rückmeldungen individualisiert und Lehrprozesse gezielter gesteuert werden. In der Praxis reicht das Spektrum von adaptiven Lernsystemen bis hin zu automatisierten Prüfungsumgebungen. Richtig eingesetzt kann KI Lehrkräfte entlasten und Lernende gezielt fördern. Mit diesen Potenzialen gehen jedoch rechtliche Herausforderungen einher. KI-Systeme wirken zunehmend auf Bildungsentscheidungen ein. Sie ermöglichen zwar passgenaue Lernempfehlungen, bergen aber zugleich Risiken, etwa durch fehlerhafte Bewertungen, Intransparenz oder diskriminierende Effekte. Die Frage, unter welchen Bedingungen solche Systeme verantwortungsvoll und rechtssicher genutzt werden können, stellt sich auch in der beruflichen Bildung zunehmend. Die KI-Verordnung (KI-VO) der Europäischen Union schafft erstmals verbindliche Anforderungen für die Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen. Besonders relevant für Bildungseinrichtungen sind Anwendungen, die als „Hochrisiko-KI-Systeme“ eingestuft werden, darunter Systeme zur Bewertung von Lernergebnissen oder zur Prüfungsüberwachung. Ihr Einsatz ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig und mit umfangreichen technischen, organisatorischen und dokumentationsbezogenen Pflichten verbunden. Der Beitrag gibt einen Überblick über die zentralen Anforderungen der KI-VO im Kontext der beruflichen Bildung. Im Fokus stehen die Vorgaben zu Hochrisiko-KI-Systemen, aber auch ergänzende Pflichten zur Transparenz sowie zur Sicherstellung grundlegender Kompetenzen im Umgang mit KI. (DIPF/Orig.)The use of artificial intelligence (AI) in vocational training opens up new possibilities: Learning progressions can be recorded algorithmically, feedback can be individualized and teaching processes can be controlled in a more targeted manner. In practice, the spectrum ranges from adaptive learning systems to automated examination environments. Used correctly, AI can relieve the burden on teachers and provide learners with targeted support. However, these potentials are accompanied by legal challenges. AI systems are increasingly influencing educational decisions. Although they enable tailored learning recommendations, they also harbor risks, such as incorrect assessments, a lack of transparency or discriminatory effects. The question of the conditions under which such systems can be used responsibly and with legal certainty is also becoming increasingly important in vocational education and training. The EU AI Act creates binding requirements for the development and use of AI systems for the first time. Applications that are classified as “high-risk AI systems” are particularly relevant for educational institutions, including systems for assessing learning outcomes or monitoring examinations. Their use is only permitted under certain conditions and is associated with extensive technical, organizational and documentation-related obligations. This article provides an overview of the central requirements of the AI Regulation in the context of vocational education and training. The focus is on the requirements for high-risk AI systems, but also on additional obligations regarding transparency and ensuring basic skills in dealing with AI. (Author

    Level, development, and determinants of political knowledge in the 5th and 6th grades

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    Auf Basis einer zwei Wellen umfassenden Primärerhebung werden die Bestimmungsfaktoren des politischen Wissens von Schüler*innen in der 5. und 6. Klasse untersucht. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede im politischen Wissen: Ein Mehr an Ressourcen sowie ein stärkeres politisches Interesse gehen zu beiden Befragungszeitpunkten mit einem höheren politischen Wissensniveau einher. Diese Unterschiede nehmen im Laufe des ersten Jahres auf der weiterführenden Schule nicht ab, sondern verstärken sich tendenziell noch, da sich zum zweiten Befragungszeitpunkt zusätzlich ein Effekt des Bildungsgangs entfaltet. (DIPF/Orig.)This study examines the factors influencing political knowledge among students in grades 5 and 6 using a two-wave primary survey. The results reveal significant differences in political knowledge, indicating that more resources and a stronger political interest are associated with higher levels of political knowledge at both survey points. These differences do not diminish during the first year of secondary education; instead, they tend to intensify, as an additional effect of the educational track emerges by the second measurement. (DIPF/Orig.

    Mikrosoziologie, interpretatives Paradigma und qualitative Sozialforschung. Eine soziologische Einführung

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    Diese Einführung in die Soziologie setzt klare Schwerpunkte. Makro- und Meso-Ebene werden berücksichtigt, doch im Zentrum steht die Mikrosoziologie, und zwar insbesondere durch Berücksichtigung von Kleingruppen und von Erving Goffman. Das interpretative Paradigma wird entfaltet und gegen systemtheoretische und Rational-Choice-Ansätze abgegrenzt. Methodisch wird nicht die quantitative, sondern die qualitative Sozialforschung vertieft, und zwar unter Berücksichtigung eigener Lehrforschungsprojekte. (DIPF/Orig.

    Abschlussbericht. Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland

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    Im Abschlussbericht des Forschungsverbunds »ForuM - Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland« werden, neben Ergebnissen der quantitativen Studie zu Kennzahlen und Merkmalen institutioneller Umgangsweisen, auch zentrale Erkenntnisse aus fünf qualitativen Studien zu Betroffenenpartizipation, systemischen Bedingungen, der Praxis der Aufarbeitung von (sexualisierter) Gewalt, Betroffenenperspektiven und zur Perspektive von Betroffenen auf Strukturen der Evangelischen Kirche und deren Nutzung durch Täter*innen vorgestellt. Ebenso bietet der Abschlussbericht einen ersten Zugang zu institutionellen Mechanismen und spezifisch evangelischen Phänomenen. (DIPF/Orig.

    Promotion of moral sensitivity and moral judgement in academic teacher education

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    Moralische Sensibilität und kognitive Fähigkeit zur moralischen Urteilsbildung sind Perspektiven auf das Ethos von Lehrpersonen, die in der neueren deutschsprachigen Forschung bisher selten bearbeitet wurden. Der Beitrag stellt Ergebnisse einer Untersuchung zur Förderung dieser Fähigkeiten im Rahmen eines universitären Seminars zu moralischen Konflikten im Lehrkräfteberuf gemäss dem Ansatz der praxisreflexiven Fallarbeit vor. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Studierenden hinsichtlich ihrer moralischen Sensibilität teilweise verbessern; bezogen auf das kognitive Niveau der Urteile nach Kohlberg finden sich hingegen keine Veränderungen bei den Teilnehmenden. Diese Ergebnisse werden vor dem Hintergrund des Forschungsstands und der Aufgabe der Entwicklung des Berufsethos im Studium diskutiert. (DIPF/Orig.)Moral sensitivity and moral judgement are perspectives on the ethos of teachers that have rarely been addressed in recent research in the German-speaking area. This article presents the results of a study on the promotion of these skills in the context of a university seminar on moral conflicts in the teaching profession that followed the approach of practice-reflective case work. The results show that the students partially improved their moral sensitivity. With regard to the cognitive level of judgements according to Kohlberg, no changes were found among the participants. These results are discussed against the background of the current state of research and the task of fostering professional ethos during initial teacher education. (DIPF/Orig.

    Doctoral students\u27 life satisfaction throughout the Covid-19 pandemic. Inequalities by parenthood and gender

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    While large and highly societally relevant, the group of doctoral students still plays a subordinate role in the well-being literature. To narrow this research gap, we investigate how their life satisfaction (LS) trajectories developed throughout the Covid-19 pandemic in Germany. We draw on set-point, adaptation, family, and gender theories to examine doctoral students’ LS trajectories before, at the onset of, during, and after the pandemic. Thereby, we consider not only shorter-term but also longer-term consequences of the pandemic. Analysing data from the German National Academics Panel Study (Nacaps) through fixed-effects (FE) panel regression models, we find that doctoral students’ LS decreased – first moderately, then substantially – in the two years after the onset of the pandemic. Thereafter, however, their LS re-approached pre-pandemic levels again. Importantly, parenthood and gender substantially moderated doctoral students’ LS trajectories. Among doctoral students with children, the decline in LS at the onset of and during the Covid-19 pandemic was stronger than among childless doctoral students – especially for mothers. While childless doctoral students re-attained their pre-pandemic levels of LS after the pandemic, doctoral students with children remained below their pre-pandemic level. These results suggest that individuals strongly reacting to a critical life event might not or only slowly return to their baseline level of LS. On a broader note, our results illustrate the need to apply a long-term social inequalities perspective to fundamentally understand how well-being trajectories unfold during crises scenarios. (DIPF/Orig.

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