31251 research outputs found
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Bildung in Zeiten von Digitalität und Künstlicher Intelligenz
Konkret auf ausgewählte Zukunftskompetenzen eingehend beleuchtet der Beitrag die Chancen und Herausforderungen von Digitalität und Künstlicher Intelligenz für Bildung, die sowohl als Mittel zur Unterstützung schulischer Lehr-Lernprozesse als auch als Bildungsgegenstand diskutiert werden. Die Bedeutung eines reflektiven und mündigen Umgangs mit digitalen Medien und Künstlicher Intelligenz (KI) aufgreifend, wird die Erfassung digitaler Kompetenzen im Nationalen Bildungspanel vorgestellt. (DIPF/Orig.
Von Mitsprache über Mitbestimmung zur Selbstbestimmung – Partizipationsmöglichkeiten Lernender an Diagnostik und der Gestaltung adaptiver Lernangebote im inklusiven Unterricht
Im Umgang mit Vielfalt gelten adaptive Lernangebote als besonders relevant, die möglichst gut zu den diagnostizierten Bedarfen Lernender passen. Bei der adaptiven Unterrichtsgestaltung in inklusiven Klassen sind inklusionspädagogische Grundsätze wesentlich, um gemeinsames Lernen und Teilhabe zu ermöglichen. Ein inklusionspädagogisches Prinzip, das im Fokus dieses Beitrags steht, ist die Partizipation Lernender. Zentral ist dabei die Frage, inwieweit die lehrseitige Anwendung diagnostischer Zugänge und die Gestaltung adaptiven Lernens Schüler*innen Partizipationsmöglichkeiten bietet. Empirische Grundlage bilden Interviews mit elf Fachlehrkräften und Sonderpädagog*innen, die mittels Qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Die Befunde weisen darauf hin, dass eine umfassende partizipatorische Einbindung Lernender in Diagnostik und adaptive Unterrichtsgestaltung ausbleibt. (DIPF/Orig.
Bedarfserhebung und Förderung der psychosozialen Gesundheit und des Wohlbefindens im Setting Kindergarten und Schule
Herausfordernde Zeiten fordern entsprechende Anpassungsleistungen. Bereits belastete Systeme können durch zusätzliche Anpassungserfordernisse an ihre Coping-Grenzen stoßen, was wiederum hohe Herausforderungen und Risiken für die psychosoziale Gesundheit mit sich bringt. Bildungseinrichtungen und besonders Pädagog*innen sind oft erste Ansprechpartner*innen bei psychosozialen Krisen. Um alle Beteiligten bei der Bewältigung dieser Aufgaben bedarfsgerecht zu begleiten, wurde das vom Fonds Gesundes Österreich geförderte Projekt #krisen_fest! entwickelt. Dieser Beitrag möchte anhand des Projekts #krisen_fest! beispielhaft zeigen, wie es gelingen kann, bedarfsgerechte Angebote unter Berücksichtigung vorhandener regionaler Ressourcen und Strukturen zu konzipieren und umzusetzen. (DIPF/Orig.
Resilienz stiller Kinder stärken
Um dem Phänomen des stillen Verhaltens in der Schule nachzugehen, bedarf es eines sensiblen Blicks auf die Stärke, die in diesem ruht, und ebenso auf Herausforderungen, die mit ihm einhergehen. Lehrpersonen nehmen in der durch zahlreiche Veränderungen gekennzeichneten schnelllebigen Gegenwart verstärkt Rückzugstendenzen, soziale Isolation, Unsicherheit und Teilnahmslosigkeit wahr, die Teilhabe und Resilienzentwicklung erschweren. Hier möchte ein geplantes Forschungsprojekt ansetzen, um personale und soziale Stärkung anzustreben und Akzeptanz- und Kompetenzerfahrungen zu ermöglichen. Im ersten Schritt sollen dabei pädagogisch-diagnostisch Ressourcen identifiziert werden. (DIPF/Orig.
Das Hochschulprogramm BLuE als Irritation in einer inklusiven Hochschule
In diesem Beitrag wird anhand einer Fragebogenstudie erhoben, ob es aus Sicht des Stammpersonals einen wesentlichen Unterschied macht, ob man an einer inklusiven Hochschule (hier die Pädagogische Hochschule Salzburg Stefan Zweig) arbeitet. Dahingehend wird einerseits nach der eigenen Identifikation mit der Idee einer inklusiven Hochschule bis hin zur eigenen Betroffenheit im Alltag gefragt; andererseits aber auch erfasst, welchen Einfluss das BLuE Hochschulprogramm auf die inklusive Hochschule hat. Während sich die Mehrheit dem Konzept der inklusiven Hochschule verbunden fühlt, wird diese vor allem mit bestimmten Haltungen oder Barrierefreiheit verbunden, bei gleichzeitig wenig Betroffenheit im beruflichen Alltag. Die Verantwortung für Inklusion wird vor allem als Verantwortung der Betroffenen gesehen. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass es für Transformationsprozesse hin zu einer inklusiven Hochschule mit allen ihren Akteur*innen nicht nur einzelne Projekte, sondern auch das solidarische Handeln von privilegierten Machtstarken braucht. (DIPF/Orig.
Kooperative Schulentwicklung unter widrigen Bedingungen. Befunde zu Kooperationsverständnissen aus dem Bundesland Bremen
Im Aufsatz wird der Beitrag von Kooperation zur organisationalen Resilienz am Beispiel der inklusiven Schulentwicklung im Bundesland Bremen, das von hoher Armut und einem eklatanten Lehrkräftemangel betroffen ist, diskutiert. Die Autoren beziehen sich auf Daten aus zwei Forschungsprojekten: In der Expertise Inklusion wurden Fokusgruppen-Interviews mit dem pädagogischen Personal in Bezug auf den Möglichkeitsraum inklusiver Schulentwicklung durchgeführt. Im Rahmen des Projekts InkluSE*BHV wurde das Professionsverständnis von Seiteneinsteigenden an inklusiven Schulverbünden in Bremerhaven erforscht. Der Beitrag präsentiert qualitativ-rekonstruktive Befunde dazu, wie in den Kollegien trotz gegenwärtiger Widrigkeiten organisationale Resilienz in Form kooperativer Professionalität hervorgebracht und Inklusion vorangetrieben wird. (DIPF/Orig.
Forschende Haltung von Lehramtsstudierenden. Rekonstruktionen zu Professionalisierungspotenzialen im Rahmen der universitären Lehrer:innenbildung
Der vorliegende Band befasst sich mit der forschenden Haltung von Lehramtsstudierenden. Basierend auf acht Veröffentlichungen aus drei Projektkontexten werden mittels Dokumentarischer Methode Orientierungen von Lehramtsstudierenden zu Studienbeginn und im Master-Studium rekonstruiert, die auf mögliche Ausprägungen einer forschenden Haltung hin untersucht werden. Unter Einnahme verschiedener Perspektiven aus der Hochschuldidaktik, der Professions-, Habitus- und Bildungstheorie sowie der Praxeologischen Wissenssoziologie wird das Ziel verfolgt, zu einer empirisch basierten theoretischen Ausdifferenzierung des Konzepts ‚forschende Haltung‘ beizutragen. Die auf der Studie aufruhenden Implikationen für die universitäre Lehrer*innenbildung gewinnen dadurch an Relevanz, dass in Zeiten von Lehrer*innenmangel die Notwendigkeit eines wissenschaftlichen Lehramtsstudiums in Frage gestellt wird. (DIPF/Orig.)This volume presents a study on the question of whether and, if so, which characteristics of a research attitude can be identified in student teachers. Based on eight publications from three research projects on research-based learning and reflection, orientation frameworks of student teachers are presented which were reconstructed by using the Documentary Method. These orientation frameworks are then analyzed in a second step to find out whether they reveal aspects of a research attitude. This is done against the background of a heuristic designed in the study to determine a research attitude, which incorporates both theoretical concepts of the higher education didactic principle of research-based learning and from the structural-theoretical approach to professions as well as empirical findings. The study thus pursues the dual objective of outlining the concept of a ‘research attitude’ in more detail, both theoretically and empirically, and deriving implications for the further professionalization of student teachers and for university teacher education. These implications are becoming increasingly important at a time when the necessity of academic teacher education is being questioned in view of the current teacher shortage. (DIPF/Orig.
Die Entwicklung des Faches Schulgartenunterricht in der SBZ und in der DDR. Eine historiografische Studie zur Schulgartenarbeit in ihrer Bedeutung für die polytechnische Bildung und Erziehung
In der DDR wurde erstmals in der Geschichte des deutschen Schulwesens das Fach Schulgartenunterricht curricular verortet. Es diente dazu, die Schülerinnen und Schüler berufsorientierend für die Landwirtschaft zu interessieren, sie an gesellschaftlich-nützliche Tätigkeiten heranzuführen und bei ihnen die Liebe zur Arbeit und zur Natur zu entwickeln. Die Forschungsarbeit ist eine erste quellenbasierte, umfassende Gesamtdarstellung der ostdeutschen Schulgartenbemühungen von 1945 bis 1989 und soll vor allem eine objektive Einordnung in die Zeitgeschichte unterstützen. Als Quellen dienten u.a. Schriftstücke des Deutschen Pädagogischen Instituts (DPZI) und der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften (APW) der DDR. Sie belegen, dass die Schulgartenarbeit als Bestandteil der polytechnischen Bildung und Erziehung nur als komplexes Konstrukt innerhalb des Fächerkanons der allgemeinbildenden Schule verstanden werden kann. Der Band richtet sich an historisch interessierte Leserinnen und Leser im Fokus von Bildung, (Schul-)Garten und Landwirtschaft. (DIPF/Orig.
Bildungsethik und VaKE (Values and Knowledge Education)
In der Bildungsethik stehen ethische Fragen im Zusammenhang mit Bildung im Fokus, und zwar in zweierlei Hinsicht: als Rahmenbedingungen und als Entscheidungsgrundlagen. Eine Basis für entsprechende Diskussionen kann die didaktische Methode Values and Knowledge Education schaffen, die Moral- und Werterziehung mit Wissenserwerb auf konstruktivistischer Grundlage kombiniert. Diese Methode wird inklusive eines Beispiels vorgestellt. Die ethischen Rahmenbedingungen umfassen drei Bereiche. Aus metaethischer Perspektive ist zentral, ethische und deskriptive Aussagen klar zu trennen, zu kennzeichnen und je nach Typ klar zu begründen. In Values and Knowledge Education wird dies beispielhaft getan. Präskriptiv-ethisch Aspekte thematisieren die Rolle von Ethik bei Handlungsentscheidungen mit dem Fokus auf die Begründung von Wert-Prioritäten anstelle der Festlegung bzw. Vermittlung bestimmter Normen und Werte. Bei den deskriptiv-ethischen Aspekten wird nur auf die Wertvorstellungen in der Forschung eingegangen: Wissenschaftsinterne, gesellschaftliche sowie persönliche Werte und Normen. Der zweite Bereich der Bildungsethik betrifft die ethische Bildung. Untersuchungen zeigen, dass Lehrpersonen diesbezüglich zurückhaltend sind. Es wird gezeigt, dass deren Skepsis im Hinblick auf Values and Knowledge Education nicht gerechtfertigt ist. In der Diskussion geht es um die Vernachlässigung ethischer Themen in Bildungsforschung und in der Bildung. Values and Knowledge Education erlaubt Vermutungen über entsprechende Gründe und Ansätze, das Problem zu überwinden. (DIPF/Orig.
Verunklaren, Vereindeutigen und Verlagern. Empirische Erkundungen zu Praktiken der Bearbeitung kooperationsbezogener Entwicklungserwartungen
Im Mittelpunkt des Beitrags steht das relationale Verhältnis zwischen Entwicklungserwartungen, die auf Kooperation gerichtet sind, und deren Bearbeitungspraktiken von Seiten pädagogischer Akteur:innen. Letztere werden auf der Grundlage unterschiedlicher Protokolle als Verunklarungs-, Vereindeutigungs- und Verlagerungsbewegungen rekonstruiert. Diese Bearbeitungspraktiken eint, dass der formulierte, pädagogische Anspruch symbolisch autorisiert und dessen verbindliche Geltung gleichzeitig sozial relativiert wird. Als Ausdrucksgestalten eines spezifischen Formats von Bearbeitungspraktiken werden diese abschließend als Verdeckungsphänomene definiert. (DIPF/Orig.