German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Atlas der Hochschullernwerkstätten. Ein (un-)vollständiges Kompendium

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    Die 44 im Atlas vorgestellten (Hochschul-)Lernwerkstätten, aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien, vereint das Engagement ihrer Akteur*innen, die (reform-)pädagogische Vision eines subjektorientierten Lernens, der Mut zu Veränderungen wie auch ein Bewusstsein für die besondere Bedeutung von Forschung und Reflexion. Als Konstituenten der stetigen konzeptionellen Hochschulentwicklung wirken alle 44 (Hochschul-)Lernwerkstätten in der Professionalisierung von Pädagog*innen und nutzen dafür Vernetzungen nach innen und außen. Neben zahlreichen Gemeinsamkeiten gibt es im Atlas auch Unterschiede zu entdecken. Diese sind gemäß einem Atlas in fünf Karten aufbereitet und lenken den Blick auf zentrale Aspekte des Wirkens von (Hochschul-)Lernwerkstätten. (DIPF/Orig.

    Ein-Eltern-Haushalte unter Migrantinnen in Deutschland. Trends und Strukturen

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    Der vorliegende Aufsatz untersucht die Vielfalt unter Ein-Eltern-Haushalten in Deutschland, indem Mütter mit und ohne Migrationshintergrund verglichen werden. Der Beitrag verfolgt drei Forschungsfragen: 1) Wie hat sich die Prävalenz von Ein-Eltern-Haushalten in Deutschland unter Personen mit und ohne Migrationshintergrund im Zeitverlauf entwickelt? 2) Welche Einflussfaktoren sind mit dem Eintritt in die Ein-Elternschaft verbunden? 3) Inwiefern unterscheiden sich Ein-Eltern-Haushalte in ihren sozio-demografischen Strukturmerkmalen unter Migrantinnen von denen unter Nicht-Migrantinnen? Der Beitrag ist wie folgt aufgebaut: Im zweiten Kapitel wird der Forschungsstand zu Familienbildung und -auflösung sowie Ein-Eltern-Haushalten unter Migrantinnen in Deutschland (und im europäischen Vergleich) kurz zusammengefasst. Kapitel 3 enthält eine empirische Analyse auf Basis des SOEP, die sich mit langjährigen Migrantengruppen in Deutschland beschäftigt und vor allem auf Migrantengeneration, Herkunftskontext und Bildung als wichtigste Merkmale der Binnendifferenzierung innerhalb der migrantischen Bevölkerung fokussiert. Kapitel 4 trägt der aktuellen Zuwanderungssituation Rechnung und beschäftigt sich mit der Situation von Geflüchteten in Deutschland; hier liegt der Fokus der empirischen Analyse auf Geflüchteten aus der Ukraine auf Basis der IAB-BiB/FReDA-BAMF-SOEPBefragung. Die Expertise wurde im Januar 2024 abgeschlossen. (DIPF/Orig.

    Kita-Entwicklung – Verstehen, Vernetzen, Verändern

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    Der Band gibt einen Überblick über die Ergebnisse des Projekts „Forum KITA-Entwicklung – Verstehen. Vernetzen. Verändern“. Das Thema Organisationsentwicklung spielt für Akteur:innen im Kita-System, insbesondere die Einrichtungen selbst, eine bedeutsame Rolle, gerade in Zeiten des Wandels. Dies haben eine im Projekt durchgeführte Situationsanalyse (Verstehen) zu Trends, Herausforderungen und Chancen in der Kita-Entwicklung sowie der Austausch mit Kita-Expert:innen aus der Fachpraxis und Trägerschaft, Wissenschaft und Politik (Vernetzen) gezeigt. Zur Verbesserung pädagogischer Qualität durch Organisations-/ Kita-Entwicklung braucht es ein bewusstes Agieren aller relevanten Akteur:innen. Die Stiftung Kinder forschen hat die gewonnenen Erkenntnisse genutzt und das Impulsset Kita-Entwicklung für pädagogische Fach- und Leitungskräfte (Verändern) entwickelt, welches ihnen beim Transfer von neuem Wissen und bei der nachhaltigen Implementation in das Team und in die Einrichtung helfen soll. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet und das Impulsset extern evaluiert. Die Forschungsgruppe ist dabei den Fragen nachgegangen, wie das Impulsset von pädagogischen Fach- und Leitungskräften genutzt und bewertet wird. Zudem konnten mithilfe eines systematischen Forschungsüberblicks (Systematic Review) Erkenntnisse der aktuellen Transferforschung im Feld der Kindertagesbetreuung gebündelt und Empfehlungen für die Weiterentwicklung von (Bildungs-)Angeboten mit dem Schwerpunkt des Wissenstransfers abgeleitet werden. Das Schlusskapitel des Bandes beschreibt den Umgang mit den wissenschaftlich fundierten Ergebnissen in der inhaltlichen und strategischen Ausrichtung der Stiftung Kinder forschen und ihrer fachlichen Weiterentwicklung. (DIPF/Orig.

    Participation in higher education. Development and validation of a questionnaire to assess perceived participation opportunities of students

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    Gegenstand des Beitrags ist die Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Erfassung der wahrgenommenen Partizipationsmöglichkeiten von Studierenden. Die inhaltliche Grundlage bildet ein für die Sekundarstufe entwickelter Fragebogen. Die insgesamt 54 Items beziehen sich auf die Felder Lerninhalte, Lernziele, Lehrmethoden, Sozialformen, Bewertungskriterien und Prüfungsmodalitäten. Die für die Sekundarstufe gefundene dreidimensionale Faktorenstruktur ("Selbstbestimmte Teilhabe","Bedingte Mitsprache", "Fremdbestimmung") kann feldübergreifend auch für den Hochschulkontext nachgewiesen werden. Die Dimensionen zeigen in ihren deskriptiven Ausprägungen und Korrelationen mit der Motivation erwartungskonforme Befunde. (DIPF/Orig.)This article aims at developing and validating a questionnaire to assess students’ perceived opportunities for participation. The content is based on a questionnaire developed for secondary education. The total of 54 items cover the fields of learning content, learning objectives, teaching methods, social forms, assessment criteria and examination modalities. The three-dimensional factor structure found for the secondary level ("self-determined participation", "conditional co-determination", "external determination") can also be demonstrated across all fields in the context of higher education. The descriptive characteristics and correlations of the dimensions with motivation are in line with expectations. (DIPF/Orig.

    Vocational education against payment. Motives and backgrounds of learners in fee-based, privately organised VET and vocational baccalaureate programmes

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    Eher unbeachtet von der Bildungs- und Übergangsforschung finden sich im schweizerischen Berufsbildungssystem Privatschulen, die Lehrgänge im Bereich der beruflichen Grundbildung und der Berufsmaturität gegen die Bezahlung von Schulgeld anbieten. Im Unterschied zu den öffentlich-schulischen sowie betrieblichen Bildungsangeboten der Sekundarstufe II kennen diese Privatschulen keine notengebundenen Aufnahmebedingungen oder betrieblichen Selektionslogiken. Auf der empirischen Grundlage der thematischen Analyse von problemzentrierten Interviews mit 27 Lernenden eruiert der Beitrag erstmals Beweggründe und Ausgangslage von Lernenden, die für eine Berufsbildung im Bereich der beruflichen Grundbildung und Berufsmaturität Schulgeld bezahlen. (DIPF/Orig.)Rather unnoticed by education and transition research, there are private schools in the Swiss vocational education and training system that offer courses in basic vocational education and training and vocational baccalaureate programmes against payment of school fees. In contrast to the public and company-based programmes at upper secondary level, these private schools do not know any grade-based admission requirements or company selection logic. Based on an empirical analysis of problem-centered interviews with 27 students, this article explores for the first time the motives and background of students who pay school fees for basic vocational education and training and for the vocational baccalaureate. (DIPF/Orig.

    Leading education for inclusion

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    This text examines the role of leadership and management in education regarding inclusion. Inclusion is considered a guiding principle that supports diversity among learners and aims to eliminate social exclusion and discrimination. To promote inclusive practices in schools, changes and leadership at all levels of the education system are necessary. Policy frameworks and legislation provide the basis for the work of educational institutions, although a clear definition of inclusion is often lacking, which complicates implementation. The example of the Finnish city of Riverdale illustrates how local educational administrations can promote inclusion through organizational changes and the merging of school districts. The discussion highlights how leadership practices and context influence the development of inclusive school practices, with a focus on social learning processes and shared responsibility. Finally, it is emphasized that understanding mechanisms of exclusion and overcoming them is crucial for the successful implementation of inclusion. (DIPF/Orig.)Dieser Text untersucht die Rolle von Führung und Management im Bildungswesen im Hinblick auf Inklusion. Inklusion wird als Leitprinzip betrachtet, das Vielfalt unter den Lernenden unterstützt und darauf abzielt, soziale Ausgrenzung und Diskriminierung zu beseitigen. Um inklusive Praktiken in Schulen zu fördern, sind Veränderungen und Führung auf allen Ebenen des Bildungssystems notwendig. Politische Rahmenbedingungen und Gesetzgebungen bieten die Grundlage für die Arbeit der Bildungseinrichtungen, wobei eine klare Definition von Inklusion oft fehlt, was die Umsetzung erschwert. Das Beispiel der finnischen Stadt Riverdale zeigt, wie lokale Bildungsverwaltungen durch organisatorische Veränderungen und die Zusammenlegung von Schulbezirken Inklusion fördern können. Es wird diskutiert, wie Führungspraktiken und der Kontext die Entwicklung inklusiver Schulpraktiken beeinflussen, wobei der Fokus auf sozialen Lernprozessen und der gemeinsamen Verantwortung liegt. Abschließend wird betont, dass zur erfolgreichen Umsetzung von Inklusion das Verständnis von Ausschlussmechanismen und deren Überwindung entscheidend ist. (DIPF/Orig.

    Die Entwicklung der Unterrichtsdidaktik und -pädagogik in inklusiven Schulen. Ideen aus einer praxis-theoretischen und ethnografischen Perspektive

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    This text examines the development of teaching methods and didactics in inclusive schools from a practice-theoretical and ethnographic perspective. Ethnographic research looks at school reforms initiated by laws and educational policies, emphasizing the differences between programs and everyday practices. The focus is on how school reforms can have unintended and overlooked effects. By examining the social practices in everyday school life, the research shows that pedagogical actions can contribute to the (re)production of inequality and difference. Four assumptions about inclusive education are critically discussed: handling differences, alternative forms of performance assessment, the individualization of teaching, and the significance of co-teaching. The authors argue that reforms often have contradictory effects and call for a nuanced consideration of school development. (DIPF/Orig.)Dieser Text untersucht die Entwicklung von Unterrichtsmethoden und -didaktiken in inklusiven Schulen aus einer praxistheoretischen und ethnografischen Perspektive. Ethnografische Forschung betrachtet Schulreformen, die durch Gesetze und Bildungspolitik initiiert wurden, und betont die Unterschiede zwischen Programmen und alltäglichen Praktiken. Der Fokus liegt darauf, wie schulische Reformen unbeabsichtigte und wenig beachtete Effekte haben können. Durch die Untersuchung der Praktiken im Schulalltag zeigt die Forschung, dass pädagogisches Handeln zur (Re-)Produktion von Ungleichheit und Differenz beitragen kann. Es werden vier Annahmen über inklusive Bildung kritisch diskutiert: den Umgang mit Unterschieden, alternative Formen der Leistungsbewertung, die Individualisierung des Unterrichts und die Bedeutung des CoTeachings. Die Autorinnen argumentieren, dass Reformen oft widersprüchliche Effekte haben und regen zu einer differenzierten Betrachtung der Schulentwicklung an. (DIPF/Orig.

    Durch Forschungspartizipation lernen. Erleben, wie Wissen entsteht?

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    Der Autor untersucht, inwiefern die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an Forschungsprojekten dazu führt, dass diese befähigt werden, sich an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen zu beteiligen und den Umgang mit Ungewissheiten als Kennzeichen von Wissenschaft erleben und mit ihr umgehen lernen. Er zeigt anhand verschiedener Projekte differenziert auf, wie derartige Partizipationen gestaltet sein müssen, damit Kinder und Jugendliche in der intendierten Weise profitieren können. (DIPF/Orig.)This contribution describes research participation as a process of socialization of science and explains its relevance with regard to the democratization of science and scientific education. After introducing three forms of research participation relevant for individual learning, participation in research implementation is described in more detail. To this end, opportunities for research-oriented and inquiry-based learning in citizen science projects are presented and explained using examples. The concept of inquiry-based learning can be used to link research processes with deliberately designed learning processes in formal or informal contexts. In particular, the article addresses the questions of how learning opportunities are used and what role the learners’ prerequisites play. Previous studies rarely looked at the use of learning opportunities, which differs between scientific activities. Moreover, inquiry-based learning in citizen science projects require scientific reasoning skills. Implications for learning from citizen science projects are discussed. (DIPF/Orig.

    Fake News und Filterblasen schon in der Grundschule? Zur wahrgenommenen Relevanz medienpolitischer Themen bei Studierenden des Grundschullehramts

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    Die Autorinnen fokussieren in ihrem Beitrag insbesondere die Bedeutung von Desinformation und digitaler Mündigkeit für das Professionsverständnis angehender Grundschullehrkräfte, indem sie Einstellungen und Haltungen anhand der Ergebnisse eines Projektes aufzeigen und Implikationen für die Hochschulausbildung ableiten. (DIPF/Orig.)This study investigates the views of primary education students on the importance of political media education, exploring differences in their points of view and underlying reasons. The data comes from an intervention study conducted as part of the PoliMeR research project, which aims to promote professional competencies in political media education. The project examined attitudes towards the relevance of informatics, political and political media education in primary schools. Guided interviews were conducted with 13 students and analyzed using content analysis. In all interviews, cognitive, affective or behavioral information was identified as basis for the participants’ attitudes. The results show that students consider the topics to be important for children. However, there are differences in the weighting of topics among the students. They can be assigned to three different types and implications for teacher training can be derived from this. (DIPF/Orig.

    4. Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz. Beteiligung aller jungen Menschen in Rheinland-Pfalz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

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    Der Landtag hat mit seinem Beschluss vom 01.03.2007 (Drucksache 15/832) die Landesregierung beauftragt, in jeder Legislaturperiode einen Kinder- und Jugendbericht erstellen zu lassen. Der erste Kinder- und Jugendbericht war als Pilotbericht angelegt, um den umfänglichen Landtagsauftrag erstmals konzeptionell erfassen und umsetzen zu können. Bereits er zeigte, dass eine differenzierte Berichterstattung, in der soziostrukturelle Daten sowie infrastrukturelle Leistungen und Angebote – auch mit Blick auf regionale Verschiedenheiten – erfasst werden und eine vertiefende Analyse lebensweltlicher Aspekte von Kindern und Jugendlichen erfolgt, eine wichtige Grundlage ist, um die Gestaltung der Lebensverhältnisse junger Menschen und ihrer Familien optimieren zu können – das gilt landespolitisch wie auch kommunalpolitisch. Die Landesregierung übergibt mit dem vorliegenden Kinder- und Jugendbericht dem Landtag und dem Landesjugendhilfeausschuss einen erneut differenzierten, nunmehr vierten Bericht, der sowohl die sozial- und infrastrukturellen Datengrundlagen in zeitlicher Perspektive weiter fortschreibt und analysiert, somit eine Langzeitbetrachtung ermöglicht als auch mit dem „Beteiligungsthema“ ein hochaktuelles gesellschaftspolitisches Handlungsfeld in den Fokus rückt und einlädt, einem erweiterten Begriffsverständnis zu folgen, mit dem eine sensible Beteiligungskultur entwickelt bzw. weiterentwickelt werden kann. Mit dem Schwerpunktthema „Beteiligung aller jungen Menschen in Rheinland-Pfalz zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ widmet sich der vierte Kinder- und Jugendbericht nun dezidiert der Thematik. Auf der Grundlage verschiedener theoretischer Zugänge wird ein erweitertes Beteiligungsverständnis entwickelt, für ein – wie es die Berichtskommission nennt – „beteiligungssensibles und alltagsorientiertes kinder- und jugendpolitisches sowie pädagogisches Handeln“. (DIPF/Orig.

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