German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Fallanalysen der Interaktion in People Processing Organizations und die Chancen kasuistischer Bildung

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    Die Kategorie der Fallanalyse und die daran anschließende der kasuistischen Bildung werden hier auf der Grundlage der Praxeologischen Wissenssoziologie und der Dokumentarischen Methode entfaltet. Dabei werden relevante Aspekte anderer methodisch-theoretischer Zugänge der Sozialwissenschaften einbezogen.Am Anfang steht die Kritik an der Selektivität von Fallkonstruktionen des Common Sense und ihr Charakter der Fremdrahmung der Klientel in people processing organizations. Mit der Fremdrahmung sind rationalistische Theorien und Typenbildungen des Common Sense mit ihren Motivunterstellungen und kausalen Zuordnungen verbunden. Sie stehen in einem Spannungsverhältnis zu der in den Interaktionssystemen des Falles sich entfaltenden Eigenlogik der Praxis. Die Wahrnehmung und Bewältigung dieser interaktiven Eigenlogik vollzieht sich im Zuge der Transzendenz der Common Sense Rationalität resp. des \u27Bruchs\u27 mit dieser und lässt sich als praktisches Erkennen begrifflich fassen. Die mit diesem Erkennen verbundene praxeologische Typenbildung ermöglicht den Zugang zur Einzigartigkeit des Falles, indem wir diesen als einzigartige Kombination unterschiedlicher Typen, also im Sinne seiner Mehrdimensionalität wahrzunehmen in der Lage sind. Damit wird aber auch zugleich die Selektivität und Aspekthaftigkeit jeglicher Betrachtung von Fällen sichtbar. Eine kasuistische Bildung erfordert ein derartiges komplexes praktisches Erkennen und ist von unmittelbarer berufspraktischer Relevanz. Sie knüpft direkt an die uns in unserem Alltag immer schon verfügbaren intuitiven Potenziale praktischen Erkennens an, um sie zu systematisieren, zu erweitern und partiell zur Explikation bringen. (DIPF/Orig.)The categories of case analysis and subsequently those of casuistic education are developed here on base of the Praxeological Sociology of Knowledge and the Documentary Method taking into account aspects of other scientific theories and methodologies. We start by criticizing the selectivity of case constructions of common sense and their character of heteronomous framing of the clients observed in people processing organizations. Included are rationalistic theories and typifications of common sense with their attributions of motives and causalities. The perception and accomplishment of the case in its practical internal logic requires a transcendence of the common sense rationality and is called practical recognition. Peculiar to it is the praxeological typification of the case which opens an access to its singularity by being able to recognizing it as a singular combination of different types, i. e. in its multidimensionality. Along with this the selectivity and aspect character of the analysis and typification of cases in general becomes obvious. Casuistic education requires such complex practical recognitions and is of direct professional relevance. It ties in with our always already existing intuitive potentialities of practical recognition in order to systematize, enlarge and partly explicate them. (DIPF/Orig.

    Körpersensible Pädagogik als Querschnittsaufgabe der Lehrer:innenbildung? Diskussion zu Differenzkonstrukten Lehramtsstudierender im kasuistischen Arbeiten

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    Obwohl Körper-Leibliches für Schule grundlegend ist, sind in der Schul-, Bildungs- und Professionalisierungsforschung nach wie vor Körpervergessenheit und Leibferne festzustellen. Zum Verstehen der besonderen Qualitäten von Körper-Leiblichkeit und ihrer Relevanz für Lern- und Bildungs- oder In- und Exklusionsprozesse entwickelten die Autorinnen ein Lehrkonzept zum Themenfeld Körpersensibler Pädagogik und realisierten es über mehrere Semester. Im Seminarkontext zeichneten wir studentische Fallarbeiten auf und untersuchten die Thematisierungen von Körperlichkeit durch die Studierenden. Durch dokumentarische Analysen ließen sich unterschiedliche Modi der Erzeugung von Körperlichkeit und sozialer Differenzierung bei den Studierenden herausarbeiten. Um sich der Frage zu nähern, inwiefern Körpersensible Pädagogik als Querschnittsaufgabe der Lehrer:innenbildung zu verstehen ist, diskutieren wir die identifizierten Erzeugungsmodi vor dem Hintergrund der Ziele des Seminars und den Ansprüchen einer differenz- und inklusionssensiblen Pädagogik. (DIPF/Orig.)Although corporeality (including affective sensing) is fundamental in schools, the research on schools, education, and teacher education still shows a forgetfulness of the body and a distance from its affective dimension. In order to understand the special qualities of lived body and its relevance for processes of learning and education or inclusion and exclusion, the authors have developed a teaching concept on the topic of body-sensitive pedagogy and implemented it over several semesters. In the seminar context, we recorded student case studies and examined, how corporeality was thematized by the students in the casework. Documentary analyses have made it possible to work out different modes of producing corporeality and social differentiation among the students. In order to approach the question of how far body-sensitive pedagogy can be understood as a cross-sectional task of teacher education, we discuss the identified modes of generation in light of the seminar\u27s goals and the demands of a differentiated and inclusive pedagogy. (DIPF/Orig.

    Beobachter:innen beobachten. Die Auseinandersetzung mit studentischen Perspektiven auf Schule und Unterricht als Professionalisierungsanlass

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    Dieser Beitrag behandelt eine Möglichkeit, das Potenzial einer rekonstruktiven Kasuistik zu erweitern, indem die studentischen Autor:innen von Beobachtungsprotokollen selbst bzw. deren Blick auf das Feld ihres zukünftigen beruflichen Handelns zum Gegenstand gemacht werden. Die Beobachtungprotokolle werden dabei nicht nur im Hinblick auf die implizite Handlungslogik des beobachteten Geschehens analysiert, sondern darüber hinaus mit Hilfe dokumentarischer Interpretationen die implizite Logik der Beobachtungspraxis erschlossen und damit Einblick in die impliziten Wissensbestände, Normativitäten und Standortgebundenheiten von Lehramtsstudierenden gegenüber Schule, Unterricht und deren Akteur:innen gewonnen. Es geht also darum zu rekonstruieren, wie studentische Beobachter:innen in der Schule beobachten, diese Erkenntnisse für eine Diskussion in universitären Lehr-Lern-Settings zugänglich zu machen und so auch Professionalisierungsanlässe zu schaffen. (DIPF/Orig.)This article gives insight into a certain approach to reconstructive casuistics in university teaching-learning settings. The approach includes making the student authors of observation protocols the subject – respectively their understanding of the field of their future professional activities as it is stored in their descriptions. The observation protocols are henceforth not only analyzed with regard to the implicit situational dynamics of the observed events. Instead, the implicit logic of the observation practice is opened up and gives insight into the implicit knowledge, normativities and locational ties of the students towards school, lessons and their actors. The aim is to reconstruct how student observers observe in school, to use these findings as a base of discussion in university teachinglearning settings and thus to create opportunities for professionalization. (DIPF/Orig.

    Zur ethischen Dimension proletarischer Pädagogik. Die Arbeiterjugendbewegung in der frühen Weimarer Republik

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    Der Autor geht auf die Auseinandersetzung mit der Frage der Ethik innerhalb der proletarischen Pädagogik kurz nach dem Ersten Weltkrieg ein. Hierzu analysiert er Artikel im Zeitraum zwischen 1919 und 1921 aus der sozialdemokratischen Zeitschrift Arbeiter-Jugend, die in der Phase der Weimarer Republik der (M)SPD angehörte. Die Unabhängigkeit und Jugendlichkeit der Autor:innen der Zeitschrift stellte er als Besonderheit in dieser Zeit speziell für dieses Medium heraus und fragt danach, welches Modell von proletarischer Pädagogik sich darin zeigt. Die ethische Dimension der proletarischen Pädagogik verortet der Autor im Verhältnis der Erwachsenen zur Jugend und der Jugend zu sich selbst, wobei der Selbsterziehung der Jugend eine besondere Bedeutung zugesprochen wurde. Diese Selbsterziehung sollte zu einer neuen Sittlichkeit, einem veränderten Miteinander in der kommenden sozialistischen Gesellschaft führen und sich dabei bewusst von bestehenden Konventionen abgrenzen. (DIPF/Orig.

    Österreichische Sozialdemokratie, Schulreform und Proletarische Erziehung, 1918–1934

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    Der Beitrag beschäftigt sich mit sozialdemokratischen pädagogischen Ansätzen in der Zwischenkriegszeit. Dafür verfolgt der Autor zwei gegensätzliche Positionen. Zum einen die Schulreform in Österreich, deren Erziehungsziele zwar stark von Sozialdemokraten forciert und getragen waren, sich aber im Rahmen allgemeiner öffentlicher Erziehung in einem demokratischen Staatswesen vollzogen und somit den Ansatz der Verbesserung der Erziehungsverhältnisse im Rahmen der bestehenden Gesellschaft verfolgten. Auf der anderen Seite nimmt er mit der Erzieherinnenschule in Schönbrunn sowie den Kinderrepubliken und Roten Falken genuine Projekte der sozialistischen Erziehung in den Blick, die der Vorbereitung auf eine kommende Gesellschaft dienten. In der Analyse dieser Ausrichtungen kommt er zu dem Schluss, dass beide Ansätze der Bildungsarbeit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) weitgehend eine Parallelexistenz führten. Die Tatsache, dass sie gleichwohl parallel innerhalb der SDAP ihren Platz finden konnten, begründet er mit der Tatsache, dass die Partei selbst eine doppelte Zielsetzung verfolgte, nämlich eine Politik zu betreiben, die die Verbesserung der Lebensbedingungen des Proletariats in der gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaftsordnung anstrebte, zugleich aber am Ziel der Überwindung dieser Ordnung festzuhalten. (DIPF/Orig.

    Proletarische Pädagogik. Verhältnisbestimmungen, historische Experimente und Kontroversen sozialistischer Bildungskonzepte

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    Der Sammelband schließt an eine erst in den letzten Jahren wieder aufgenommene Debatte um eine „sozialistische Pädagogik“ an. Wie der Band zeigt, kann es vielfältige Perspektiven und Antworten darauf geben, was eine proletarische oder sozialistische Pädagogik ausmacht und wie es zu verstehen ist, dass diese von den materiellen Bedingungen von Bildung ausgeht und die Erfahrungen und Bedürfnisse der Arbeiter:innen in den Mittelpunkt stellt. Die Beiträge nähern sich dem Gegenstand entsprechend aus unterschiedlichen Richtungen: Zunächst werden die verschiedenen Elemente und Konzepte einer proletarischen Pädagogik rekonstruiert, wie sie bedeutende Protagonist:innen entwickelten, und dabei auch die Kontroversen nachgezeichnet, die sich um diese Konzepte entfachten. Hieran schließen Beiträge zu geschichtlichen Modellen einer proletarischen Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung an sowie Analysen der unterschiedlichen Medien und Räume derselben. (DIPF/Orig.

    Zu den Folgen der aktuellen demografischen Entwicklung für den Elementar- und den Primarbereich. Zentrale Ergebnisse auf einen Blick

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    Die Studie untersucht, welche Auswirkungen der aktuelle demografische Wandel – insbesondere der starke Rückgang der Geburtenzahlen seit 2021 – auf den Elementar- und Primarbereich in Deutschland haben wird. (Autor

    Die Regionalen Didaktischen Zentren der Pädagogischen Hochschule St. Gallen

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    Die Pädagogische Hochschule St. Gallen betreibt fünf Regionale Didaktische Zentren (RDZ-PHSG) an den Standorten Gossau, Rorschach, Sargans, Rapperswil-Jona und Wattwil. Die RDZ-PHSG gingen im Zuge der Tertiarisierung der Lehrerinnen und Lehrerbildung im Kanton St. Gallen z.T. aus den ehemaligen Seminarien für angehende Primar- und Kindergartenlehrpersonen der Region hervor. Eine (politische) Gründungsidee der RDZ bestand darin, das Netzwerk an den geschlossenen Seminarstandorten weiterhin zu pflegen, bzw. den Austausch zwischen Volksschule in den Regionen und (neu gegründeter) Hochschule zu institutionalisieren. Die geographische Verteilung der fünf Standorte ermöglicht den Lehrpersonen und Schulklassen des gesamten Kantons sowie angrenzender Vertragskantone kurze Wege zu den Angeboten der Zentren. (DIPF/Orig.

    Theorie und Praxis vernetzt – Lernwerkstatt Religionsunterricht Passau

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    Im Folgenden wird das Konzept der Lernwerkstatt Religionsunterricht Passau skizziert, in dem die Ausgestaltung unterschiedlicher Lernräume für die Studierenden bedeutsam ist. Im zweiten Schritt wird der weitere konzeptuelle Rahmen aufgezeigt, der vom Einbezug des Raumes der Lernwerkstatt einerseits und der aktiven Mitarbeit im Team der Lernwerkstatt andererseits in einzigartiger Weise ausgestaltet ist. Überlegungen zur praktischen Umsetzung anhand eines Beispiels konkretisieren den theoretischen Rahmen. Am Schluss des Beitrags wird die vielfältige Vernetzung der Lernwerkstatt skizziert und ein Ausblick auf zukünftiges Arbeiten geboten. (DIPF/Orig.

    Lernwerkstatt – Naturwissenschaft

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    Die inklusive Mittelschule Schulzentrum Donaustadt in Wien bietet eine vielseitige Lernumgebung für Kinder und Jugendliche der 5. bis 8. Schulstufe. Klassen bestehen aus maximal 24 Schüler*innen, darunter bis zu acht Integrationskinder (mit ADHS, kognitiver oder körperlicher Behinderung, Teilleistungsschwächen und im Autismusspektrum) sowie ein bis zwei Schüler*innen mit AHS-Lehrplan. (DIPF/Orig.

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