German Institute for International Educational Research (DIPF)

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    Offenheit der Aufgabenstellung und Strukturiertheit des Unterrichtes im Technischen Gestalten

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    Im Rahmen einer Forschungsarbeit ist es gelungen drei typische Unterrichtsformen zu identifizieren, die im Technischen Gestalten in der Deutschschweiz auftreten. Für die Profilierung der Unterrichtstypen wurden der „Offenheitsgrades der Aufgabenstellung“ und die „Strukturiertheit des Unterrichtes“ verwendet. Die untersuchten Lehrpersonen wählen diese Unterrichtstypen nicht zufällig. Bestimmte Einstellungen und Voraussetzungen führen dazu, dass sie zu einem der drei Unterrichtstypen neigen. Diese unterscheiden sich auch hinsichtlich ihres Einflusses auf die Schüler:innen. Einer der Unterrichtstypen, der durch offene Aufgabenstellungen und einen strukturierten Unterricht gekennzeichnet ist, zeigt dabei eine besonders positive Wirkung auf die Erträge des Unterrichts. Dies zeigt sich unter anderem bei der kognitiven Aktivierung, der intrinsischen Motivation und der hohen Selbstwirksamkeitsüberzeugung der Schüler:innen. (DIPF/Orig.)As part of a research project, it was possible to identify three typical forms of teaching that occur in Design and Technology in German-speaking Switzerland. The ‘degree of openness of the task’ and the ‘structured nature of the lesson’ were used to profile the lesson types. Teachers do not choose these lesson types at random. Certain attitudes and prerequisites lead them to lean towards one of the three teaching types. These also differ in terms of their influence on the students. One of the teaching types, which is characterised by open tasks and structured lessons, has a particularly positive effect on the results of the lessons. This can be seen, among other things, in the cognitive activation, intrinsic motivation and high self-efficacy conviction of the students. (DIPF/Orig.

    Fächerverbindende Unterrichtseinheiten zur informatischen Bildung in den Grundschulfächern Sachunterricht, Sport, Deutsch, Kunst und Ethik

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    Die Integration informatischer Kompetenzen in den Grundschulunterricht wird seit Jahren in verschiedenen Expertisen gefordert. Um dies zu erreichen, wurden in sächsischen Grundschullehrplänen Anknüpfungspunkte für Informatikthemen angelehnt an die Empfehlungen für den Primarbereich der Gesellschaft für Informatik identifiziert. Zur praktischen Umsetzung wurden fünf informatikspezifische Unterrichtseinheiten zu den Themen Algorithmen (im Fach Deutsch und Sport), Codierung und Verschlüsselung (im Fach Sachunterricht), Künstliche Intelligenz (im Fach Ethik) und Pixelgrafiken (im Fach Kunst) mit einer Länge von jeweils 90 Minuten entwickelt. Die Unterrichtseinheiten betten informatische Bildung fächerverbindend in den jeweiligen Fachkontext ein. Im Anschluss an die Entwicklung wurden die Unterrichtseinheiten vor Ort an einer Grundschule mit dritten und vierten Klassen erprobt. An den Erprobungen nahmen die Lehrkräfte der Klasse beobachtend teil und notierten ihre Eindrücke, Empfehlungen und Vorschläge anhand eines Reflexionsbogens. Auch die Schüler:innen füllten im Anschluss einen Feedbackbogen zur jeweiligen Unterrichtseinheit aus. Auf Basis dieser Rückmeldungen wurden die Unterrichtseinheiten reflektiert und überarbeitet. Die finalen Unterrichtseinheiten stehen mit den erstellten Materialien als Open Educational Resources frei zur Verfügung, um die individuelle Modifikation zu ermöglichen. Um die Nutzung für Grundschullehrkräfte ohne informatische Vorbildung zu erleichtern, wurden für jede Unterrichtseinheit Handreichungen entwickelt, die den informatischen Hintergrund erläutern sowie die Umsetzung detailliert mit Zielen, Arbeitsaufträgen und Erwartungsbildern darstellen. (DIPF/Orig.

    Digitalität und Ambiguität. Organisationskulturen der Sozialen Arbeit unter Druck

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    Auf der Suche nach Anschluss an die mit der Digitalisierung verknüpften Chancen werden in den Wohlfahrtsverbänden und in sozialarbeiterischen Einrichtungen Digitalisierungsinitiativen vorangetrieben und mit finanziell und personell knappen Ressourcen umgesetzt. Der Band nimmt die damit verbundenen strukturellen und kulturellen Veränderungen sowie soziotechnische und psychosoziale Neuerungen in den Blick und analysiert die Dynamiken und Ambivalenzen organisationaler Digitalisierungsprozesse im Sozialen Sektor. Dazu werden verschiedene Konzeptionen von Ambiguität, Spannung und Widerspruch herangezogen und in Hinblick auf ihre jeweilige Erklärungsreichweite diskutiert. (DIPF/Orig.

    Nachhaltigkeitsbewusstsein, nachhaltiges Konsumverhalten und Lebensqualität. Die Sicht junger Menschen zwischen 14 und 25 Jahren

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    In welchem Zusammenhang stehen Nachhaltigkeitsbewusstsein und Bereitschaft zum nachhaltigen Konsum bei der jungen Generation? Die quantitative Studie zeigt: Das Nachhaltigkeitsbewusstsein ist hoch, führt aber nicht immer zu entsprechendem Verhalten. Eine Schlüsselrolle spielt hier die Einschätzung der Selbstwirksamkeit. Ausgehend von den Forschungsergebnissen entwickelt die Autorin Empfehlungen für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung, die darauf abzielt, das Erfahren von Selbstwirksamkeit zu ermöglichen. (DIPF/Orig.

    Eltern von (erwachsenen) Kindern mit geistiger Behinderung. Erfahrungen, Probleme, Bedarfe

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    Die Ergebnisse der Studie „Zwischen Herkunftsfamilie und dem Leben im ambulant betreuten Wohnen“ werden in diesem Buch erstmalig vollständig präsentiert und diskutiert. Folgende Forschungsfragen standen dabei im Vordergrund: Wie sehen Biographien von Eltern von Kindern mit geistiger Behinderung aus? Wie konstruieren Eltern von (erwachsenen) Kindern mit geistiger Behinderung ihr Elternsein? Vor welchen Herausforderungen stehen Eltern von (erwachsenen) Kindern mit geistiger Behinderung? Das Buch richtet sich an eine breite Leser*innenschaft. Für Wissenschaftler*innen bereichert es den Diskurs über ein oft vernachlässigtes Thema und füllt eine Forschungslücke, indem es die Perspektive der Eltern von erwachsenen Kindern mit geistiger Behinderung in den Mittelpunkt stellt. Pädagogische Fachkräfte finden hier wertvolle Anregungen für die Elternarbeit und eine Reflexionsgrundlage, um ihr berufliches Handeln zu professionalisieren. Für Eltern selbst bietet das Buch Raum zur Identifikation, indem es ihre Lebensgeschichten aufgreift und zeigt, wie wichtig es ist, ihre Stimme wahrzunehmen. Auch Studierende und Auszubildende pädagogischer Fachrichtungen profitieren von den anschaulichen Familienporträts und der Einführung in die Methode der objektiv-hermeneutischen Rekonstruktion. Mit seinen vielschichtigen Perspektiven schafft dieses Buch eine Brücke zwischen Wissenschaft, Praxis und persönlichem Erleben. Es ist für alle gedacht, die den Alltag und die Herausforderungen von Familien mit einem erwachsenen Kind mit geistiger Behinderung verstehen oder mehr darüber erfahren möchten – sei es aus professionellem Interesse oder persönlicher Neugier. (Verlag

    Spielräume des Ermessens. Praxeologische Überlegungen zu Aushandlungsprozessen in Fallbesprechungen der Jugendsozialarbeit

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    Fachkräfte der Sozialen Arbeit sind herausgefordert, in komplexen, oftmals uneindeutigen Situationen Entscheidungen zu treffen. In der vorliegenden Arbeit werden Ermessensspielräume in Fallbesprechungen der Jugendsozialarbeit empirisch nachgewiesen und in der Entstehung rekonstruiert. Bei ihrer interaktiven Aushandlung kommt nicht nur theoretisches, sondern auch praktisches, implizites Wissen zum Ausdruck. Auf spezifische Weise fallen in diesen Aushandlungsprozessen fachliche Autonomie und Reproduktion sozialer Ordnung zusammen. Im Umgang mit Uneindeutigkeiten werden Praktiken der Bewältigung erkennbar, die auf die Wahrnehmung von fachlichen Handlungsmöglichkeiten gerichtet sind. Ermessensspielräume werden daher als zentrale Orte der Vermittlung professionalisierter Praxis konzipiert. (DIPF/Orig.

    Vernetzung nach \u27Innen\u27 und \u27Außen\u27. Das "(Hör-)Barcamp (Lehrer*innen-)Bildung der Zukunft". Ein Projekt der OASE Lernwerkstatt (Universität Siegen)

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    Angesichts aktueller gesellschaftlicher Transformationsprozesse, die Stalder (2016) als „Kultur der Digitalität“ beschreibt, werden neue Anforderungen an Bildungsinstitutionen formuliert, dabei erweisen sich insbesondere die in der Lehrkräftebildung verankerten Hochschullernwerkstätten als Möglichkeit, innovative Konzepte zu erproben, die bestenfalls in Schulen hineinwirken können. Das Projekt „(Hör-) Barcamp (Lehrer*innen-) Bildung der Zukunft“ der OASE Lernwerkstatt vernetzt Podcasting und Problem-Based Learning im Rahmen eines partizipativ angelegten, studierendenzentrierten und kompetenzorientierten Seminarkonzepts nach ‚innen‘ und ‚außen‘ miteinander. Neben einer ausführlichen Beschreibung der Bausteine des Projekts werden ausgewählte Ergebnisse der projektbegleitenden Evaluationen präsentiert und Potenziale der Vernetzung, aber auch die Herausforderungen, die damit einhergehen, skizziert. (DIPF/Orig.

    Creative coding with Scratch. Report of the pilot project in primary school

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    This paper is about a pilot project held in an elementary school in Vienna, Austria. The project tries to combine something old and something new. Old is the wish to teach a programming language, new is the way to do so. The teaching model selected here takes a different path. It puts children at the center, not the learning content. Children’s needs can be dealt with individually to experience the development of program as a voluntary and amusing activity. But it is not only for the self-purpose, rather a tool to express themselves. The tasks created by the children lead automatically to the interest in problem solving itself and therefore to computational thinking. Which is experienced as an easy and on the go acquired competence and is getting a self-evident part of life from now. (DIPF/Orig.)In diesem Artikel geht es um ein Pilotprojekt, das in einer Grundschule in Wien, Österreich, durchgeführt wurde. Das gewählte Lehrmodell geht einen anderen Weg. Es stellt die Kinder in den Mittelpunkt, nicht die Lerninhalte. Die von den Kindern erstellten Aufgaben wecken automatisch das Interesse an der Problemlösung selbst und damit am problemlösenden Denken. (Autorin

    Undervalued theory. Research-practice interaction in the DIALOG practice network

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    Wie kann Theorie zur Praxis beitragen und welche notwendigen Entwicklungen für die Erwachsenenbildung können Wissenschaft und Praxis gemeinsam im Zuge der Nutzung von Theorieangeboten bearbeiten? Der Beitrag zeigt Beispiele aus dem DIALOG-Praxisnetzwerk zu den Themen Lebensweltorientierung und Herausforderungen der Transformation. Theoretische Modelle zu Exklusion und Transformation dienten dabei als Grundlage für die Praxisreflexion. Ein Ergebnis war, dass die Praxis die Verzahnung von Theorie und konkreter Fallarbeit als anregend für die eigene Bildungsarbeit erlebte. Für die teilnehmenden Wissenschaftler*innen wiederum waren die Einblicke in die Alltagsrealität von Bildungseinrichtungen schärfend für ihre Arbeit bis hin zur Begriffs- und Theoriebildung. Das DIALOG-Praxisnetzwerk für Wissenstransfer und Innovation, gegründet 2020 vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V. (DIE), reagiert mit diesem Format auf den Bedarf der Praxis an theoretischem Wissen, der größer ist als angenommen. In halbtägigen Veranstaltungen werden bildungstheoretische Begriffe erläutert und Praxisfälle anhand von Modellen, Konzepten und Grundsätzen diskutiert. Die Autor*innen sprechen im Beitrag Empfehlungen für ähnliche Formate aus, sie weisen außerdem auf die notwendige Übersetzungsarbeit durch intermediäre Akteur*innen hin. (DIPF/Orig.)How can theory contribute to practice and what necessary developments for adult education can research and practice work on together while using theoretical models? The article provides examples from the DIALOG Practice Network on the topics lifeworld orientation and challenges of transformation. Theoretical models of exclusion and transformation served as the basis for reflection on practice. One finding was that the interlinking of theory and concrete casework in practice was experienced as stimulating to an individual‘s educational work. For the participating researchers, the glimpses into the daily reality of educational institutions helped them hone their work as well as create concepts and theories. Founded by the German Institute for Adult Education – Leibniz Centre for Lifelong Learning (DIE) in 2020, the DIALOG Practice Network for Knowledge Transfer and Innovation responds to the need for theoretical knowledge in practice, which is larger than expected. In half-day events, concepts of educational theory are explained and practical cases discussed on the basis of models, concepts and principles. In the article, the authors give recommendations for similar formats including required translation work through intermediaries. (DIPF/Orig.

    Ungleiche Partizipationschancen in heterogenen Lerngruppen. Eine ethnografische Studie in Klassenräten inklusiver Grundschulklassen

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    Die Partizipation von Schüler*innen ist eine verbreitete pädagogische und bildungspolitische Forderung, die mit hohen normativen Ansprüchen verbunden ist. Der Klassenrat wird dabei häufig als Paradebeispiel angeführt, um Partizipationschancen für alle zu schaffen. Ob und wie diese hohen Ansprüche – insbesondere vor dem Hintergrund der Heterogenität der Beteiligten – tatsächlich eingelöst werden, ist kaum erforscht. Die vorliegende ethnografische Studie untersucht die Bedingungen von Partizipationsprozessen in heterogenen Lerngruppen auf der Interaktionsebene. Dazu werden Interaktionen in Klassenräten inklusiver Grundschulklassen teilnehmend beobachtet, aus interaktionistischer Perspektive im Forschungsstil der Grounded-Theory-Methodologie analysiert und unter Rückgriff auf Goffmans Rahmenanalyse interpretiert. Im Ergebnis kann die Frage, was – in Anlehnung an Goffman (1980) – in diesen Klassenräten eigentlich vorgeht, anhand eines mehrdimensionalen Bedingungsgefüges beantwortet werden. Dabei werden Partizipationsunterschiede zwischen den teilnehmenden Schüler*innen deutlich, die den normativen Zielsetzungen widersprechen. Vor dem Hintergrund situativ ungleicher Partizipationschancen sind sowohl die Ziele als auch die Umsetzung neu zu bewerten. (DIPF/Orig.

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