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Needs-oriented resource management – and everything will be fine? A plea for specialized management, coordination and multi-professional cooperation in school social work
Die Schulsozialarbeit wurde in Deutschland in den letzten 25 Jahren deutlich ausgebaut. Im Beitrag wird die These vertreten, dass eine bedarfsorientierte Ressourcensteuerung für den weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit notwendig, jedoch nicht hinreichend ist. Für eine erfolgreiche Implementierung sowie die Erreichung der anvisierten Ziele werden zusätzlich eine Fachsteuerung, eine Koordination im Mehrebenensystem und eine multiprofessionelle Kooperation in den Schulen benötigt. (DIPF/Orig.)School social work has been significantly expanded in Germany over the last 25 years. The article argues that needs-oriented resource management is necessary, but not sufficient, for the further expansion of school social work. For successful implementation and the achievement of the intended goals, specialist management, coordination in the multi-level system and multi-professional cooperation in schools are also required. (DIPF/Orig.
Zivilgesellschaftliche Impulse für das Bildungssystem. Die Rolle von Stiftungen. Ein Interview mit Katharina Lezius und Markus Warnke
Im Interview mit den Geschäftsführer*innen zweier Bildungsstiftungen – Katharina Lezius (Stiftung Ein Quadratkilometer Bildung) und Markus Warnke (Wübben Stiftung Bildung) – wird die Rolle von Stiftungen beim Abbau sozialer Bildungsungleichheit beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen dabei die sozialräumliche Schulentwicklung, die Zusammenarbeit mit staatlichen Akteur*innen sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung des Startchancen-Programms. Neben der Bedeutung langfristiger, systemorientierter Ansätze werden im Interview zudem die Wirkung, Evaluation und Verantwortung zivilgesellschaftlichen Engagements im Bildungssystem thematisiert. Das Interview wurde von Norbert Sendzik und Marcel Helbig für die DDS – Die Deutsche Schule geführt und redigiert. (DIPF/Orig.)In an interview with Katharina Lezius (Foundation One Square Kilometre of Education) and Markus Warnke (Wübben Foundation for Education), the managing directors of two educational foundations, the role of foundations in reducing social inequality in education is examined. The focus is on socio-spatial school development, collaboration with government bodies, and the challenges involved in implementing the Startchancen program. As well as addressing the importance of long-term, system-oriented approaches, the interview covers the impact, evaluation and responsibility of civil society engagement in the education system. The interview was conducted and edited by Norbert Sendzik and Marcel Helbig for DDS – Die Deutsche Schule. (DIPF/Orig.
Expanding horizons and local connectedness. Challenges for qualitative teaching research and development in intercultural contexts
This volume examines methodological challenges of qualitative and development-oriented classroom research from the perspective of researchers from various African countries as well as from Japan and Germany. In presenting research projects from different regions of the world, researchers explore the topics of the researchers’ position(ing) in the field, the role of theoretical and cultural assumptions in interpretations, and the inevitable normative positioning of classroom research. Discussion papers compare the different approaches of dealing with (and being entangled in) the above-mentioned challenges as well as post-colonial conditions. (DIPF/Orig.
Dealing with (half) truths. A research and teaching project on working with literature using AI
Der Beitrag präsentiert Ergebnisse eines Lehr- und Forschungsprojekts, das den studentischen Umgang mit Literatur untersucht. Konkret wurden Studierende gebeten, sich einen disziplinspezifischen Text mithilfe generativer KI zu erschließen. Gefasst als Lehr-Lernpraktik, eröffnet die Analyse der Literaturarbeit Einblicke in hochschulische Praktiken und deren Transformation. Der Zugang erweist sich als erkenntnisreich, da er einerseits die zunehmende KI-Nutzung berücksichtigt, andererseits – aufgrund der dialogischen Funktionsweise generativer KI – Einblicke in die studentische Literaturarbeit ermöglicht. Zur Untersuchung der Praktiken und deren Sinngehalt wurden Chatprotokolle in Anlehnung an konversationsanalytische Verfahren ausgewertet, um studentische Handlungsmuster zu rekonstruieren. (DIPF/Orig.)This article presents findings from a teaching and research project examining how students engage with academic literature, an established practice in higher education whose analysis can provide insights into academic practices as well as their transformation. Students were asked to investigate a subject-specific academic paper using different approaches, one being generative AI. This approach proved particularly revealing regarding questions of academic practices and their significance, as it acknowledges students’ increasing use of AI technologies but also, through interacting with generative AI, makes the ways students work with academic literature visible. The chat protocols that emerged from the task were analysed using a form of conversation analysis to reconstruct students’ action patterns. (DIPF/Orig.
The importance of intrinsic reading motivation goes beyond the reading domain. Relations to school performance and motivation in the language domain.
Background: Intrinsic reading motivation has often been investigated regarding its relations to reading-related variables (e.g. reading achievement). Research has paid little attention to the relations between intrinsic reading motivation and variables related to the overarching language domain. We investigated the temporal relations between intrinsic reading motivation, reading achievement, language school performance, language self-concept, and language intrinsic value. Methods: The constructs were measured at three annual measurement waves covering Grades 7-9 with a sample of German secondary school students (N = 1271). The relations among constructs were analysed using cross-lagged panel models in structural equation modelling. Results: Previous intrinsic reading motivation was found to be positively related to later reading achievement, language school performance, and language self-concept. The patterns of relations were found to be stable across the two time lags and remained when including students\u27 gender, secondary school track, and socio-economic status as covariates. Conclusions: This study underscores the importance of intrinsic reading motivation which does not only address other reading-related variables but also motivational and achievement variables of the language domain. (DIPF/Orig.
Machtmissbrauch an Hochschulen. Analysen und Perspektiven
Diese Publikation analysiert das weitverbreitete und tief im Wissenschaftssystem verankerte Problem des Machtmissbrauchs an Hochschulen. Im Fokus stehen die strukturellen, institutionellen und persönlichen Faktoren, die nicht nur Missbrauch begünstigen, sondern auch dessen Aufdeckung erschweren und Betroffene häufig schutzlos zurücklassen. Der erste Teil beleuchtet die komplexen Ursachen von Machtmissbrauch und die Mechanismen der Verschleierung. Im zweiten Teil werden Perspektiven und Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Machtmissbrauch vorgestellt – darunter der Abbau hierarchischer Strukturen, die Verbesserung von Beschwerdeverfahren und der Aufbau effektiver Unterstützungsangebote für Betroffene. Die Publikation richtet sich an alle Akteur:innen im Wissenschaftsbetrieb und unterstreicht die Notwendigkeit nachhaltiger, struktureller Veränderungen zum Schutz und zur Stärkung aller Hochschulmitglieder. (DIPF/Orig.
Zur Bedeutung von Materialhandlungen und Sprache in Instruktionssituationen. Eine explorative Studie im Mathematikunterricht einer ersten Klasse
Der Beitrag beschäftigt sich theoretisch und empirisch mit der Verknüpfung von Materialhandlungen und Sprache im Mathematikunterricht einer ersten Klasse. Aufbauend auf die Skizzierung von Lernbedingungen hinsichtlich der Ausbildung mathematischer Konzepte wird die Einführungsphase einer Lehrperson zum Zehnerübergang mikroperspektivisch untersucht und danach gefragt, welche Bedeutung Materialien und Sprache sowohl aus mathematikdidaktischer als auch organisatorischer Perspektive bekommen. Die beteiligten didaktischen Arbeitsmittel werden dabei als nichtmenschliche Unterrichtsakteure verstanden, die den Interaktionsverlauf wesentlich mitbestimmen. Grundlage der empirischen Untersuchung bildet das Transkript einer videografierten Unterrichtseinheit, das die interaktionsanalytische Erschließung der emergierenden Bedeutungskonstruktion ermöglicht. Auf diese Weise kann veranschaulicht werden, wie sukzessive ein Sprach- und Handlungsmuster für den Umgang mit den Materialien eingeführt wird, der den weiteren Verlauf der Stunde sichert, die fachliche Tiefe dabei jedoch stark begrenzt. Deutlich tritt hervor, wie im Spannungsfeld zwischen Materialität, dem mathematischen Inhalt, Aufgabenstellung und der Organisation des Stundenverlaufs die potentiellen mathematischen Lerngelegenheiten verengt und vereinheitlicht werden. (DIPF/Orig.
Die Funktion räumlicher Base-Positionierungen der Lehrpersonen für die Interaktionsordnung des Unterrichts und Fragen der Fachlichkeit
Worin genau besteht die bestimmte Fachlichkeit von Lehr-Lern-Prozessen? Zur Beantwortung von Fragen wie dieser ist ein multimodaler Ansatz entscheidend, da insbesondere für die Grundschule zahlreiche Studien auf die spezifische Beteiligung von Artefakten im Deutsch- und Mathematikunterricht aufmerksam machen (siehe z.B. Schmidt-Drechsler, in diesem Band; Parsch, in diesem Band; Will, in diesem Band). Neben anderen multimodalen Ressourcen, die für die Unterrichtsinteraktion bedeutsam sind, wird dies anhand von Videoaufzeichnungen beobachtbar. Jedoch fordern Videos den Forschungsprozess mit sich multiplizierenden und zu begründenden Entscheidungen heraus, welche Szenen in die Analyse einbezogen werden sollen. Konkret verfolgt dieser Artikel die methodisch motivierte Frage, wie im Rahmen einer Segmentanalyse (Dinkelaker & Herrle, 2009) eine solche Auswahl systematisch gelingen kann, um Fragen nach der spezifischen Fachlichkeit von Lehr-Lern-Prozessen in der Grundschule nachzugehen. Den Ausgangspunkt bilden dabei Überlegungen zur unterrichtlichen Interaktionsordnung (Goffman, 1983), deren Verständnis auf die räumliche Koordination der Beteiligten erweitert wird. Erkenntnisse zum Deutschunterricht der Sekundarstufe zeigen, dass auf spezifische Positionierungsmuster der Lehrperson („Base-Positionierungen“) Szenen folgen, die für die inhaltliche und klassenöffentliche Themenbildung besonders einschlägig sind (Leicht, 2021). Diese Erkenntnisse werden als Fragen an Grundschulstunden gerichtet, die sich durch differente räumliche Arrangements auszeichnen und die vorab den Unterrichtsfächern Deutsch und Mathematik zugeordnet wurden. Im Vergleich erweisen sich Base-Positionierungen allgemein als verlässliche Indizien für den Übergang zwischen Arbeitsphasen und für Szenen, in denen fachlich bedeutsame Setzungen im Unterrichtsprozess vorgenommen werden. (DIPF/Orig.
Brücken zur Teilhabe: Wo Krankheit und Schule sich begegnen. Chancen inklusiver Bildung für Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen
Kinder und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen stehen im Schulalltag vor besonderen Herausforderungen, die weit über medizinische Aspekte hinausgehen. Um diesen gerecht zu werden, braucht es ein pädagogisches Verständnis, das Krankheit nicht isoliert betrachtet, sondern in den schulischen und sozialen Kontext einbettet. Eine inklusive Schule sollte daher individuelle Bedürfnisse frühzeitig erkennen und gezielt unterstützen. Dabei sind nicht nur Barrierefreiheit und ausgleichende Maßnahmen wichtig, sondern auch eine Kultur der Partizipation und Selbstbestimmung. Unterstützende Technologien, ein sensibler Umgang im Unterricht sowie ein ganzheitlicher Blick auf Gesundheit und Bildung tragen dazu bei, echte Teilhabe zu ermöglichen und Entwicklungschancen zu fördern. (DIPF/Orig.
Assistive Technologien für Schülerinnen und Schüler mit chronisch somatischen Erkrankungen
Schülerinnen und Schüler mit somatischen chronischen Erkrankungen sind im schulischen Alltag mit vielfältigen Barrieren konfrontiert, die ihre Teilhabe und Bildungschancen beeinträchtigen. Der Beitrag geht der Frage nach, wie Assistive Technologien (AT) gezielt eingesetzt werden können, um diese Barrieren zu verringern. Ziel ist es, verschiedene Kategorien und Einsatzbereiche von AT systematisch darzustellen und ihr Potenzial für schulische Inklusion aufzuzeigen. Anhand zweier Fallbeispiele wird veranschaulicht, wie digitale Hilfsmittel wie Telepräsenz-Avatare oder Augensteuerung individuelle Lösungen für Teilhabeprobleme bieten können. Der Beitrag unterstreicht die Bedeutung multiprofessioneller Zusammenarbeit, individueller Anpassung und kontinuierlicher Evaluation. Er versteht sich als praxisorientierter Impuls zur Förderung inklusiver Bildung durch technologische Innovation. (DIPF/Orig.